weinverkostungen.de

Archiv für April, 2007

Chimay rouge

Sonntag, 22. April 2007

Bier 5: Bei diesen ganzen Biersorten aus Belgien kann die Vermutung angestellt werden, dass das Deutsche Reinheitsgebot für Bier nicht nur die Wirkung hat eine bestimmte Qualität zu sichern, sondern auch viele andere Herstellungsmethoden und Geschmackserlebnisse zu verdrängen. Sicherlich gibt es auch abseits der gängigen und mit wenigen Ausnahmen sehr ähnlichen deutschen Biermarken einige wirklich eindrucksvolle Biere, aber was Belgien an Vielfalt bietet, ist kaum zu übertreffen. Sicherlich der Weinbau in Belgien ist eher marginal und so ist eine Biertradition (mit all den Brüchen) sehr wahrscheinlich. Dies ist ähnlich wie in Großbritannien, wobei dort der Zusammenhang mit der Whiskeyproduktion im Hinterkopf zu behalten ist. Doch nun zu dem roten Chimay. Genauso wie die blaue Variante handelt es sich um ein Trappistenbier. Dies ist nun weniger malzig und erinnert etwas an Cola. Es hat 7% Alkohol.

St. Louis Gueuze

Samstag, 21. April 2007

Bier 4: Und noch ein eigenartiges belgisches Bier gilt es vorzustellen. Hierbei handelt es sich um ein Lambic. Diese werden in der Region Brüssel gebraut. Ihnen ist eigen, dass keine Hefe zugesetzt wird. Stattdessen werden vergorene Bieranteile dem entstehenden Bier hinzugeführt, wodurch ein erneuter Gärprozess in Gang kommt. Das Etikett bezeichnet das Bier als spontanvergoren. Damit ist es schon das zweite belgische Bier, welches an Weinausbau erinnert (vgl. Fassausbau bei Rodenbach). Es schmeckt süß und limonadig.

Chimay Bleu

Freitag, 20. April 2007

Bier 3: Hierbei handelt es sich um ein Trappistenbier. Dies stammt aus Klöstern und soll einen Erlös erwirtschaften, der einem sozialen Zweck zugeführt wird. Gegenwertig gibt es 7 Trappistenklöster, von denen 6 in Belgien liegen. So wie dies von dem das Chimay kommt. Es handelt sich um ein Starkbier (9%) mit einem kräftigen Charakter. Dies hinterlässt einen sehr malzigen Eindruck.

Rodenbach Bier

Donnerstag, 19. April 2007

Bier 2: Hierbei handelt es sich um ein belgisches Bier. Es kommt von der Palm-Gruppe. Geschmacksbestimmend ist die lange Lagerung in Holzfässern. Dabei wurde ein Teil des Biers 18 Monate in Fässern aus Eiche ausgebaut. Es wird der Gruppe der Rotbiere zugeordnet. Diese Farbe entsteht durch die Verwendung von rötlichem Gerstenmalz. Der Geschmack ist etwas rau und geht leicht in Richtung Kirsche. Dies ist aber nicht – wie bei anderen Bieren aus Belgien – Folge eine Zusatzes von Fruchtsirup.

Brauerei Kaiser Pils

Dienstag, 17. April 2007

Bier 1: Die süddeutsche Brauerei Kaiser besteht seit 1783. Das Pils wird ganzjährig gebraut und ist das Haupterzeugnis des Betriebs. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 4,9 % und eine Stammwürze von 12,9%. Es macht einen relativ dünnen Geschmackseindruck und nicht so satt wie andere Biere. Süffig nennt man das unter Biertrinkern.

Bierverkostung in Frankfurt

Montag, 16. April 2007

Foto: Thomas GüntherAm letzten Wochenende gab es einen kleinen Ausflug nach Frankfurt am Main. Dabei wurde auch die Bierboutique von Dietmar Flucke (edlebiere.de) besucht und eine Bierverkostung durchgeführt. Hier zeigt sich die Mainmetropole in einer erstaunlichen Innovationsfreudigkeit. Die Boutique liegt im kultigen Ambiente einer realen Autoreparaturwerkstatt und bietet eine umfangreiche Palette sehr unterschiedlicher Biere. Das unter Weintrinkern verbreitete Schimpfwort „Biertrinker“ verblasst angesichts der Vielfältigkeit der Geschmacksrichtungen. Einige dieser Biere werden hier in den nächsten Tagen vorgestellt werden. Dabei solle aber nicht dem Original unter den Biervertestern Konkurrenz gemacht werden. Hauptthema auf weinverkostungen.de wird auch zukünftig der liebe Wein bleiben. In diesem Beitrag fehlt letztlich nur noch ein Dank auch an Uli, den geduldigen Gastgeber des Bierabends in Frankfurt.

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