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Acolon

AcolonAcolon ist eine der neueren deutschen roten Rebsorten. Sie wurde an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg (Württemberg) im Jahre 1971 neu gezüchtet (We 71-816-102). Es ist eine Kreuzung aus Lemberger (Blaufränkisch) und Dornfelder. Ein Anbau wird in Lagen empfohlen, in denen auch Spätburgunder und Schwarzriesling gut gedeihen. Die Rebsorte ist im Anbau dem Lemberger ähnlich. Sie hat einen späten Austrieb und ist früh reif. Sie kann hohe Mostgewichte erreichen. Diese sind im Schnitt höher als bei den beiden ursprünglichen Rebsorten. Auch bei hohen Ertragsmengen bietet Acolon ausreichend dichte Weine mit feinen Fruchtaromen. Die Weine haben zudem eine häufig eine dunkle und kräftige Farbe. Hier hat sich die Eigenschaft des Dornfelders gegenüber dem Lemberger durchgesetzt.

Geschichte der Rebsorte Acolon

Ein Sortenschutz wurde 1996 beantragt. 2002 erhielt sie dann die Zulassung vom Bundessortenamt. Im Jahre 2006 waren in den deutschen Anbaugebieten 428 Hektar mit Acolon bestockt. Ein Anbau findet vorallem in Württemberg, der Pfalz, Rheinhessen und Franken statt. Ein Barriqueausbau ist möglich. Acolon wird auch schon – neben Regent – als eine der neuen deutschen Trendrebsorten bezeichnet. Mit ihrer Züchtung ist sie ideal auf die deutschen Anbaubedingungen angepasst und hat somit einige Vorteile gegenüber anderen traditionellen und weltweit angebauten Rebsorten. Sie hat jedoch Nachteile in der Vermarktung, da es meist lange dauert, bis sich Neuzüchtungen etablieren und vom Kunden angenommen werden. Deswegen wird Acolon nicht nur reinrebsortig abgefüllt, sondern gerne auch für ein Cuvee benutzt.


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© Thomas Günther / weinverkostungen.de
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Acolon

 

4 Kommentare zu “Acolon”


  1. Gotorio
    Montag, 23. Juli 2007 10:30
    1

    Accolon? Wer denkt sich solche Namen aus? Das hat doch überhaupt keine Sinnlichkeit und auch keine Tradition. Das klingt wie der neue Name der RAG – traurig…


  2. weinverkostungen.de
    Montag, 23. Juli 2007 11:06
    2

    Ich finde den Namen auch nicht sehr gelungen. Da kann man auch an Alkolon denken. Aber immerhin noch besser als die früheren Neuzüchtungen Siegerrebe, Ehrenfelser oder Optima. Die Namen hören sich nicht gerade schmackhaft an. Evtl. könnte man ja einen kleinen Wettbewerb machen, bei dem es um die Rebsorte mit dem blödsten Namen geht.

    Viele Grüße
    Thomas


  3. Winzerblog
    Donnerstag, 26. Juli 2007 14:48
    3

    by the way, das wäre auch ein witziges Weinrallyethema, kuriose witzige, sonderbare Rebsortennamen!!


  4. weinverkostungen.de
    Freitag, 27. Juli 2007 11:02
    4

    Hi Thomas,
    die Idee ist gut. Man muss jedoch relativ lange suchen um reinrebsortige Weine dieser Kategorie zu finden. Gerade bei den älteren Neuzüchtungen, die sich kaum durchgesetzt haben, ist dies schwierig. Aber wenn man über die Neuzüchtungen das auf sonderbare Rebsorten ausweitet, kann das ein Thema sein.