weinverkostungen.de

Autochthone Rebsorte

autochthone RebsorteAutochthone Rebsorten sind Traubensorten, die nur in einem Gebiet der Erde angebaut werden. Der Begriff kommt aus dem Altgrieschischen und meint eine einheimische bzw. indigene Art. Die Gründe für autochthone Rebsorten liegen vielmals in Anpassungsproblemen an andere Klima- oder Bodenverhältnisse. Zudem haben diese Sorten eine lange Tradition im jeweiligen Anbaugebiet. Diese Rebsorte ist dann mit der Anbauregion identifiziert. Zugleich gibt es Schattenseiten: Diese bestehen in Vermarktungsschwierigkeiten der häufig eher unbekannten Rebsorten. Es gibt einige dieser Weine, die dann lediglich lokal vermarktet werden. Andere Weine aus autochthonen Rebsorte werden gerade aufrund ihrer Eigenständigkeit weltweit geschätzt. Dies stellt auch Probleme bei der geographischen Ausdehnung dieser Rebsorten dar.

In letzter Zeit haben aber autochthone Rebsorten wieder an Bedeutung gewonnen. Dies kann als Zeichen einer Bewegung gegen den Trend der globalen Angleichung gesehen werden. Weintrinker sind auf der Suche nach unverwechselbaren Erlebnissen, die an einen Ort gebunden sind. Beflügelt wird dieser Tend nach durch die Gedanken an ein Terroir. Dies kann eine Anbautradition mit einer historisch mit dem jeweiligen Ort verbundenen Rebsorte bedeuten. Auch als Andenken an einen schönen Urlaub sind solche Weine sehr beliebt. Es existieren weltweit ca. 500 autochthone Rebsorten. Dies ist allerdings nicht leicht abzugrenzen. Die heutigen Möglichkeiten der Analyse den Genmaterials lieferten einige neue Erkenntnisse über die Abstammung und Verwandtschaft unter den Traubensorten.

Autochthone Rebsorten: Einige Beispiele

Arneis
Nerello Mascalese
Manto Negro
Sagrantino
Teroldego
Zierfandler


.
© Thomas Günther / weinverkostungen.de
Das Urheberrecht gilt auch im Internet: Verlinken und Zitieren erlaubt, Kopieren verboten.
Autochthone Rebsorte

 

6 Kommentare zu “Autochthone Rebsorte”


  1. Peter
    Freitag, 9. März 2007 08:04
    1

    Gibt es einige „berühmte“ Beispiele hierfür? Bei über 500 wird ja hoffentlich auch eine bekannte Rebsorte dabei sein, oder?

    Danke!


  2. Arcangeli
    Freitag, 6. Juli 2007 10:48
    2

    ja, der Zweigelt und der Grüne Veltliner z.B

    mfg Arcangeli


  3. weinverkostungen.de
    Freitag, 6. Juli 2007 11:34
    3

    @ Arcangeli: Da sind sicherlich Einschränkungen notwendig. Der Zweigelt ist ja eine Neuzüchtung. Meist meint man mit den autochthonen Rebsorten jedoch auch traditionelle Rebsorten. In dem Falle z.B. der Primitivo in Apulien. Jedoch wird dies problematisch an dem Punkt an dem bewiesen wurde, dass die Rebsorte genetisch mit dem Zinfandel identisch ist. Bei dem Grünen Veltliner sind auch Einschränkungen nötig. Dieser wird nicht mehr nur in Österreich angebaut.

    Man sollte nicht vergessen, dass mit dem Begriff der autochthonen Rebsorte – auch etwas positiv aufgeladen – versucht wird kleinen regionalen Rebsorten und ihren Besonderheiten Marktchancen zu geben.


  4. Reinhold Link
    Samstag, 29. September 2007 14:56
    4

    Wie wäre es denn mit einem „Roten Riesling“ aus Deutschland oder einem „Uhudler“ aus Österreich?


  5. Rainer Prüm
    Samstag, 20. März 2010 20:08
    5

    Hab gerade gelernt, dass zu den autochthonen Rebsorten in Deutschland auch der „Tauberschwanz“ aus Tauberfranken gehört. Soll als Rotwein ein Geheimtipp zu Lamm sein! Ich hab ihn nicht gekannt.
    Gruß Rainer


  6. sabine-müller-ney
    Mittwoch, 18. Mai 2011 19:23
    6

    Trinke gerade einen Pecorino (Terre di Chieti) schmeckt wunderbar und habe gelernt was AUTOCHTHON bedeutet