Beste deutsche Weinlage
Über die Beste deutsche Weinlage wird gerade im Forum von Robert eParker abgestimmt. Dabei ist mehr als auffälig, welchen großen Anteil Lagen an der Mosel einnehmen. Vorne ist derzeit die “Wehlener Sonnenuhr” (Mosel). Dann kommen “Niederhauser Hermannshohle” (Nahe), “Scharzhofberger” (Mosel) und “Urziger Wurtzgarten” (Mosel). Die Rieslinglagen stehen im Zentrum. Eine der besten deutschen Lagen für Spätburgunder, der “Assmanshäuser Höllenberg” (Rheingau), taucht gar nicht auf. Zudem scheinen es Legen in der Abstimmung sehr schwer zu haben, die international nicht so bekannt sind. Da liegt die Vermutung nahe, das die Wahl der “Besten deutschen Weinlage” eher darum kreist, welcher Winzer mit welchen Lagen nach Übersee exportieren und von daher diese Lagen eher bekannt sind. Meine Lieblingskategorie bei der Abstimmung um die beste deutsche Weinlage ist “For Phil, something from Haardter or Gimmeldinger”. Da ist doch einiges wirklich trinkenswertes zusammengefasst. Schön wie einfach man manches mit dem Abstand eines großen Teiches betrachten kann.

Schwerpunkt Beaujolais
Schwerpunkt Brunello 2006 
Schwerpunkt Riesling Großes Gewächs 2010

Alexander Ultes
Samstag, 2. August 2008 11:05
Interessant zu sehen ist vor allem wie sehr sich der Exportmarkt vom Inlandsmarkt unterscheidet.
und wenn selbst unter Parker Kategorien wie “For Phil, something from Haardter or Gimmeldinger” geführt werden, ist die Wertschätzung der Weine ohnehin in Frage zu stellen.
Während gerade die Mosel schon eh und je im Export sehr stark war und ist, war sie in Deutschland selbst nicht so sehr gefragt. In Deutschland genießen hingegen seit einigen Jahren gerade die Weine aus der Pfalz einen beachtenswerten Boom, Rheinhessen zieht nach. Trotzdem sind bei dieser Umfrage nur fünf Pfälzer Lagen überhaupt genannt. Da müsste man ja eigentlich die Pfalz aufrufen stärker zu exportieren, aber dann wäre ja weniger für uns übrig
weinverkostungen.de
Mittwoch, 6. August 2008 20:44
Aber auch der deutsche Weinmarkt ist ja nicht gleich. Es gibt da einen deutlichen Nord-Süd-Unterschied.
Was den Export betrifft, ist das glaube ich sehr stark von den jeweiligen Winzern abhängig und ob diese eine gute Vertretung in Übersee finden. Erstaunlich an solchen Listen ist aber dann do welchen Weltrum ziemlich kleine Erdflecken haben können.