Reinhard Heymann-Löwenstein: Terroir – Weinkultur und Weingenuss in einer globalen Welt
Montag, 11. Mai 2009
Kaum ein Winzer in Deutschland ist so stark mit dem Begriff Terroir verbunden wie Reinhard Heymann-Löwenstein. Sein önologisches Manifest vor 6 Jahren eröffnete mit: “Ein Gespenst geht um in der Weinwelt. Sein Name ist Terroir”. Das war natürlich nicht ganz unzufällig ähnlich mit dem Beginn eines kleinen, aber Aufsehen erregenden Büchleins eines anderen Autors. Der kam aus dem nahen Trier. Und auch “Terroir – Weinkultur und Weingenuss in einer globalen Welt” beginnt mit einem Bezug auf Karl Marx. Von ihm entlehnt Heymann-Löwensten, dass ein Begriff auch historisch sein muss. So startet seine Betrachtung eines sehr weit gefassten Terroir-Begriffs. [mehr...]

Eines vorweg: Das neue Buch „1001 Weine die Sie probieren sollten, bevor das Leben vorbei ist“ herausgegeben von Neil Beckett stellt den Leser vor eine große Aufgabe. In ihm finden sich untergliedert in Schaumwein, Weißwein, Rotwein und Likörwein auf 960 Seiten Beschreibungen von aktuellen und historischen Weinen. Die Texte stammen von 34 international tätigen Vorkostern und Weinjournalisten wie z.B. die in Deutschland recht bekannten Joel B. Payne und Frank Kämmer.
Wieder ein Jahr ist vergangen und der Gault Millau WeinGuide 2009 ist erschienen. Für den Weinführer wurden ca. 10.000 Weinflaschen geöffnet. Rund 7.000 davon werden im Gault Millau WeinGuide 2009 erwähnt. Im letzten Jahre hatten die Herausgeber Armin Diel und Joel Payne besonders stark Fehltöne durch Fäulnis kritisiert. Beim Jahrgang 2007 werden hingegen unreife Noten durch eine zu frühe Ernte bemängelt. “Doch wer Geduld hatte und sich nicht von den Wetter-Kapriolen verrückt machen ließ, der konnte häufig große Weine ernten”, erklären die beiden Herausgeber des Gault Millau WeinGuide 2009.
Um eins gleich vorweg zu sagen: Der Weinatlas Deutschland ist ein meisterhaftes Standardwerk. Während viele in der Weinbranche derzeit werbend vom Terroir reden, beschreibt der Weinatlas Deutschland anschaulich die Geografie und Geologie des deutschen Weins. Er veröffentlicht Karten von allen deutschen Weinbaugebieten und bennent die über 2.500 Einzellagen.
Wein in der Gastronomie ist ein sehr kompliziertes Thema. Zudem ist das Weinangebot in einigen gastronomischen Betrieben enorm verbesserungswürdig. Hier ist nicht die Spitzengastronomie gemeint, sondern die breite Masse der Läden in denen man essen kann. Schon an den Getränkekarten ist dies häufig abzulesen. Wein wird da eher am Rande behandelt. Es gibt Getränkekarten wo neben drei Sorten Bier, Saft, Wasser und einer Reihe Softdrinks lediglich zwei Weine zur Verfügung stehen. Diese sind dann idealer weise als Weißwein und Rotwein tituliert. Nicht dass es schlecht sein muss, seine Auswahl so zu begrenzen. In der Regel bekommt man aber, wenn man dies bestellt ein Glas mit einer Flüssigkeit in der gewählten Farbe, die man nicht als Wein bezeichnen kann.
Über das im selben Format erschienene Buch
Schwerpunkt Beaujolais
Schwerpunkt Brunello 2006 
Schwerpunkt Riesling Großes Gewächs 2010
