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Archiv für die 'Kurioses' Kategorie

Zwei außergewöhnliche Weinblogs

Dienstag, 19. September 2006

Im Winzerblog wurde über einen anderen Blog berichtet, in dem Frauen beim Weintrinken (nicht mehr online) fotografiert werden. In der gestrigen Fotostrecke sind es gar sechs Frauen, die jedesmal zwei Gläser in den Händen halten (was auch immer dies zu bedeuten hat). Ich finde es höchst bedenklich, wenn jemand an einem Tag gleich an mehrere Fotos dieser Art herankommt.

Der selbe Mensch (also der mit den Fotos, nicht der Winzer) postet auch in einem weiteren Blog Fotos von leicht bekleideten Frauen mit Büchern. Ich vermute, dass dies lustig sein soll. Aber mein Humor ist so trocken, wie die Rieslinge, die ich favoritisiere. Eine ernsthaftere Blog-Kuriosität ist jedoch der japanische Blog über Moselrieslinge. Gerade in Asien scheinen die deutschen Weine ja gerade sehr angesagt zu sein. Aber das ist auch nichts für mich, denn 1.) kann ich kein japanisch Lesen und 2.) betrifft es – meiner Vermutung nach – vor allem die edelsüßen Rieslinge.

“Deutscher Wein schmeckt dank Klimawandel”

Sonntag, 17. September 2006

Mit dieser provokanten These überschrieb die Wirtschaftswoche am 16. September 2006 einen Artikel über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinbau in Deutschland. Jedoch kann man diese These keineswegs so allgemein unterstreichen, denn Klimawechsel heißt nicht nur eine Temperaturerhöhung, sondern er bringt auch eine klimatische Unbeständigkeit mit sich. Und auch eine hohe Temperatur hat nicht durchweg positive Auswirkungen auf den Weinbau. So hatte der sehr warme Jahrgang 2003 nicht nur überaus gute Weine hervorgebracht. Einige Winzer waren mit dem ungewöhnlichen Wetter geradezu überfordert.

Im weiteren impliziert der Titel, dass zuvor die deutschen Weine generell nicht geschmeckt hätten, was für viele Weine der klassisch deutschen Rebsorte – dem Riesling – keineswegs zutrifft. Dass gerade der deutsche Spätburgunder in dem Artikel hervorgehoben wird, ist allerdings verständlich, da die niedrigen Temperaturen in manchen Jahren bei dieser Rebsorte für den Winzer eine Herausforderung darstellen.

Im Verlauf der journalistischen Abhandlung geht es dann allgemein um Landwirtschaft und die Entwicklung von Saatgut, die “unter den veränderten klimatischen Bedingungen zu besseren Erträgen” führen könnte. Nun, es gibt offensichtlich nicht nur – die unter Weinfreunden geBRÄUchliche Bemerkung – ‘Biertrinker’, sondern auch das Äquivalent unter den Journalisten: Bierjournalist! Siehe zu der Vermutung diesen Artikel des selben Autors: Handelsblatt vom 8. August 2006

Die Weintestmaschine für die Zukunft

Freitag, 8. September 2006

Ich bin auf eine sehr mysteriöse Webseite gelangt, bei der ich mir nicht sicher bin, ob diese ernst gemeint ist. Mit unprofessionellem Webdesign und grobpixeligen Fotos von Maschinen, die an die trashtechnik in “Zurück in die Zukunft” erinnern (z.B. den Fluxkom- pensator), wollen die Betreiber ein Gerät anpreisen, mit dem Weinfehlern auf die Spur gekommen werden soll. Und dies ohne eine Öffnung der Flasche. Jedoch soll die Maschine gerde dem häufigsten Weinfehler, also den Kork, gar nicht erkennen können. Nun wer es braucht. http://winescanner.com/

Recycling in Neuseeland

Montag, 14. August 2006

Sachen gibt’s, die gibt’s nicht. Wie die Zeitschrift Vinum in ihrer Mai-Ausgabe berichtete, gibt es in Neuseeland eine neue Form des Glasrecyclings. Dort ist die klassische Wiederverwertung von Glas über die Einschmelzung sehr teuer. So wird nun das Altglas zu Sand zermahlen und unter den Rebenstöcken verteilt. Dadurch soll der Wein positiv beeinflusst werden. Dies soll nicht etwa die Zusammensetzung der Erde verbessern, sondern durch die Reflektion der Sonnenstrahlen am Boden, will man die Reife beschleunigen. Da fragt man sich, welche Fußbekleidung die Erntehelfer in Neuseeland anziehen, wenn da überall Scherben herumliegen.