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Etikettenschwindel: Rudy Kurniawan als Weinfälscher

Montag, 12. September 2016

rudy kurniawan weinfälscher EtikettenschwindelSeit 2014 muss Rudy Kurniawan in den USA eine 10jährige Haftstrafe verbüßen. Er wurde als Weinfälscher verurteilt. Das Gericht in New York sah es als erwiesen an, dass Kurniawan gefälschte Weine im Wert von Millionen US-Dollar verkauft hat. arte strahlt nun den Dokumentarfilm „Etikettenschwindel – Der große Weinskandal“ von Jerry Rothwell und Reuben Atlas aus. In ihm wird der Aufstieg und Fall von Rudy Kurniawan sehenswert erzählt.

Der Film „Etikettenschwindel“ hält aber auch der Weinwelt einen Spiegel vor. Immer seltener und ausgefallener sollen die Weine sein mit denen man sich umgibt. Wein wird in einer gehobenen gesellschaftlichen Sphäre zum Luxusprodukt bei dem es mehr auf das Etikett ankommt. So wie bei alten Autos oder teurem Parfüm. Dabei verliert er absolut den Bezug zum Wert, wie er beispielsweise durch den Aufwand bei der Erzeugung gemessen werden kann. Wenn es eine Flasche nur einmal gibt, kann sie unendlich wertvoll sein, sobald mehrere Interessenten vorhanden sind.

Im Film wird eine Parallele mit der dot.com-Blase dargestellt. Der Aufstieg von Rudy Kurniawan fällt in eine Zeit, in der Geld im Überfluss vorhanden ist. Genauso wie die Finanzwelt ist die Weinwelt im Luxusbereich von Männern dominiert. Diese brauchen ihre Statussymbole. Eine Expertin für Weinfälschungen erzählt sogar, dass sie auf einer Probe gefragt wurde, welchen Mann sie begleitet.

Der doppelte Etikettenschwindel des Rudy Kurniawan

Eigentlich ist der Filmtitel „Etikettenschwindel“ doppelt zu verstehen. Er ist nicht nur ein Wirtschaftskrimi. So geht es nicht nur um gefälschte Weinflaschen. Seine Hauptfigur Kurniawan vielmehr selbst erscheint als mysteriöse Figur mit undeutlicher Herkunft. Mit einem seit 2003 abgelaufenem Studentenvisa lebt er in den USA. Auch woher er und das Geld zu Beginn seiner Karriere kam, bleibt etwas nebulös.

Zugleich wurden offensichtlich nicht nur die Etiketten gefälscht. Selbst der Flascheninhalt ist offenbar von Dr. Conti durch eine gekonnte Rezeptur erzeugt worden. Und immer wieder hat es besonders teuren Burgunder – wie die von Romanee-Conti – erwischt. Bordeaux, Icon-Weine aus Australien, Champagner und hochwertige Kalifornier werden jedoch sonst kaum minder gefälscht. Der Fokus auf dieses Anbaugebiet entsteht im Fall Kurniawan auch dadurch, dass der Inhaber der Domaine Ponsot aktiv bei der Ermittlung mitgewirkt hat. Ihm fiel auf, dass Flaschen mit dem Etikett seines Weinguts verkauft wurden, die dort niemals erzeugt worden sind. Die auf der Flache bezeichnete Lage war damals noch gar nicht im Besitz.

Sicherlich lässt dieser Film einige Fragen offen. Wie gelang es z.B. Kurniawan an so viele gefälschte Flaschen zu gelangen? Es ist offensichtlich, dass er diese nicht allein in seiner Küche produzieren konnte. Auch darüber woher sein Startkapital stammt, kann nur spekuliert werden. Aber eigentlich ist eine vollständige Aufklärung aller Details nicht das Ziel dieses Films. Es geht vielmehr um ein Bild der gehobenen Gesellschaft. Diese verlangt immer wieder nach solchen Figuren wie Kurniawan. „Etikettenschwindel: Der große Weinskandal“ ist ein sehr sehenswerter Film. Bei ihm muss einem der Spaß am Wein glücklicher Weise nicht vergehen.

„Etikettenschwindel: Der große Weinskandal“
Von Jerry Rothwell und Reuben Atlas
Dienstag 13. September 2016
arte 20:15 in Erstausstrahlung; 84 Minuten

Der Einheitswein – Deutschland als Cuvee

Sonntag, 4. Oktober 2015

Der Einheitswein – Deutschland als Cuvee
Die für Innovationen und neue Ideen bekannte Hochschule Geisenheim hat etwas gewagt: Einen Einheitswein. Genauer sind es sogar zwei Weine mit Beteiligung aller 13 deutschen Weinbaugebiete. Anlass hierfür sind die am 3. Oktober gefeierten 25 Jahre Deutsche Einheit. Von den 3.500 Flaschen, die durch die Studenten der Hochschule Geisenheim abgefüllt wurden, habe ich jeweils eine abbekommen und bin gespannt aus das Cuvee.

Nun klingt ein Einheitswein erstmal etwas negativ. Nicht ganz unbeteiligt an diesem Ruf ist das Plädoyer von Terry Theise gegen einen globalen Einheitswein. Doch eigentlich ist es ja ganz anders. Denn unsere hiesigen Weinbaugebiete sind – unter Beteiligung der besonders noblen Rebsorten Riesling und Spätburgunder – für ihre Vielfalt bekannt. Eine Vielfalt die hierzulande inzwischen auch kulturell gewachsen ist. Diese überlagert eine historische Vielfalt in Deutschland, eben nicht nur zwischen Ost und West, sondern auch Nord und Süd. Es gab eben nicht nur die trennende Mauer, sondern auch die Benrather Linie und den Weißwurstäquator.

„Denk ich an Deutschland in der Nacht…“

Das Projekt der Deutschen Einheit war nicht einfach. Schon allein der Begriff der Reichsgründungskriege in den 1870er Jahren zeugt davon. Und war es maßgeblich die deutsche Geschichte mit zweiten Weltkriegen die von diesem Lande ausgingen selbst die Ursache für die Teilung eben nach dem zweiten dieser Kriege. Die 2+4 Gespräche zeugen von dieser schwierigen Vereinigung. Sicherlich wurden sie überschattet von der Euphorie der 1989er Bürgerrechtsbewegung in der DDR und der friedlichen Veränderung in den anderen Ostblockstaaten bei denen Unrechtsregime nur mit der Waffe des Wortes beseitigt wurden.

Der Einheitswein – Deutschland als Cuvee
Die Entwicklungen in den vergangenen Wochen zeigen, dass sich Deutschland nicht mehr nur in Europa abschottet, sondern die Menschen hier sich auch selbst humanistisch zeigen. Denn die eigene Menschlichkeit kann man nur dadurch demonstrieren, wie man mit anderen Menschen in Notlagen umgeht. Positive Werte, die optimistisch stimmen können. Fehlt sicherlich noch, dass man das 0,7%-Ziel in der Entwicklungshilfe – zu dem sich Deutschland vor 15 Jahren öffentlich bekannt hat – auch endlich einmal umsetzt. Bei all dem Feiern sollte man aus meiner Sicht auch immer an andere Menschen auf dieser Welt denken.

Der Einheitswein – Deutschland als Cuvee
Man mag sich länger fragen was denn eine positive Zukunft ist. Wie man die Welt vom Bösen befreien kann. Aber ist da nicht auch ein Grundmotiv der Nazis? Einen weiteren Moment Ruhe. In der Propaganda war eben gerade auch solch ein Motiv verankert. Länger nachgedacht führt kein Weg vorbei an menschlichen Grundrechten wie sie auch in allen Religionen verankert sind. Ebenso im deutschen Grundgesetz. Da geht es wenig um Religionszugehörigkeit. Sondern um das Recht eines jeden Menschen zu leben. Ich denke dadurch kommen wir in diesem Land und bei dieser Betrachtung weiter. Egal welchen Geburtsort wir haben oder was uns jeweils als Nationalität anerkannt wird. Ich wünsche mir jedenfalls noch mehr Offenheit in dieser Welt in dem Land in dem ich lebe.

Deutschland als Cuvee?

Um auf die Einheit zurückzukommen. Das war und ist im Osten leider schwierig. Wenn man in Sachen unterwegs ist, fällt einem auf, wie häufig bei zufälligen Straßengesprächen ein vorher und nachher thematisiert wird. 25 Jahre nachher? Man kann sich das nur nach 40 Jahren Stillstand in der DDR vorstellen. Plötzlich ist vieles anders. Eine Anpassung die leider (weil viel zu häufig nur so) und zweitens sehr schnell passierte. Einheitsverlierer in den „blühenden Landschaften“ (hatte Kohl bei der Formulierung eigentlich tatsächlich das Bild nahezu entvölkerter Landstriche im Kopf?); wer denkt dieser Tage an sie. Dass sich diese Restbevölkerung bemerkbar macht – die neben sicherlich sehr guten Entwicklungen besteht – ist verständlich. In der Kanalisierung aber fatal.

Weißer Einheitswein 2014

Beim weißen Einheitswein erkennt man ein helles Strohgelb im Glas. In der Nase duftig mit reifem gelben Pfirsich. Hier merkt man den Einfluss der Bukettrebsorten. Aber auch der Riesling verleugnet sich nicht. Am Gaumen schafft er Frische. In sich ist das Bild stimmig. Als Fan großartiger Lagenrieslinge ist mir die hellfruchtige Länge etwas zu langweilig. Aber alles ist in sich stimmig. Ein moderner Wein mit gutem Trinkspaß. Das ist etwas zum Feiern. Gerade bei der Party würde eine höhere Komplexität eher stören. Zudem ist es ja ein Wein für das ganze Volk und nicht nur für Weinfreaks. Hier hat die Hochschule Geisenheim eine hervorragende Arbeit geleistet. Ich kann mir nur schwer vorstellen wie schwierig es ist Grundweine aus allen 13 deutschen Weinbaugebieten zusammen zu bringen.

Roter Einheitswein 2014

Der rote Einheitswein zeigt ein helles klares Rubinrot im Glas. Die Nase erinnert mit seiner Pfeffernote sofort an einen Spätburgunder aus Deutschland. Baden und die Ahr sind hier für mich die Referenz. Die zweite Nase bringt rote Früchte bis hin zur Pflaume. Das riecht auch etwas wohlig warm nach eingekochtem Kompott. Im Hintergrund ist eine Priese Muskat. Der Gaumen ist harmonisch mit etwas Unterholz. In der Länge fleischig aber schlank.

Der Einheitswein – Deutschland als Cuvee
Irgendwie hat mir der Rotwein zu Deutschen Einheit besser gefallen. Evtl. liegt es daran, dass meine Präferenz eigentlich eher zum Weißwein besteht und ich gerade bei den deutschen Weinen dieser Farbe sehr hohe Erwartungen habe. Zudem scheint es mir so zu sein, das Rotwein generell besser für Cuvees geeignet scheinen. Jedenfalls gibt es wesentlich mehr auf diesem Bereich am Markt im Bereich Stillwein. Aber es sind beides Weine mit denen man gut feiern kann. Nun bin ich nur noch gespannt welche Reaktionen es aus der Politik von der offiziellen Feier zur Deutschen Einheit aus Frankfurt am Main gibt.

Ein Rettungspaket aus Griechenland: Mount Athos Vineyards mit Metochi Chromitsa

Montag, 13. Juli 2015

Ein Rettungspaket aus Griechenland: Mount Athos Vineyards mit Metochi Chromitsa
In letzter Minute erreichte uns ein Rettungspaket aus Griechenland. Darin war eine Flasche Rotwein von den Mount Athos Vineyards. Die Kulisse dieser Verkostung ist eine theatralische Inszenierung um Griechenland. Rettungsschirme, Staatsverschuldung, Volksreferendum: Hier wird von fast allen beteiligten Seiten ein realer Konflikt dramatisch zugespitzt. Medial werden ständig die letzten Wochen, Tage, Stunden, Minuten und Sekunden der Rettung in Szene gesetzt. Doch was soll hier eigentlich gerettet werden? Es ist bestimmt nicht der gesunde Menschenverstand. Gleichzeitig kann man für die Menschen in Griechenland nur das Beste hoffen. Auch wenn eigentlich alle Verhandlungsseiten in Europa gegen sie sind. Sie sind der Spielball wiederstreitender Interessen.

Und, ja, ein Kern des zumindest philosophischen Europas liegt in diesem Land. Auch der Wein aus Griechenland hat es schwer. Gerade der vom Autor dieser Zeilen sonst sehr geschätzte Udo Jürgens hat dem griechischen Wein einen Bärendienst erwiesen. So gilt dieses Erzeugerland als Produzent einfachen Suffweins. Bilder im Kopf: Wir feiern und trinken ausladend Wein dazu. Ein Fest der puren Lebensfreude (ganz egal ob diese kulturelle Zuordnung nicht doch etwas mehr über die Erfinder dieses Stereotyps aussagt, als über die Griechen selbst). Und vieles was man derzeit hierzulande im Einzelhandel findet, ist leider auch auf diesem Niveau. Billig oder zugleich dann noch Retsina (was für manche ja eine heimliche Schwester von Syriza ist; Kopfschmerzen macht beides). Etwas unterirdisch Süßes gibt’s auch noch. Das sind leider nicht selten die Alternativen.

Rotwein von den Mount Athos Vineyards

Aber es gibt auch noch einen Funken der Hoffnung im Weinglas durch dieses griechische Rettungspaket. Der Rotwein aus der orthodoxen Mönchsrepublik Athos auf dem östlichen Finger der Halbinsel Chalkidiki zeigt sich dunkel und dicht im Glas. In der Nase ist er komplex mit zarter dunkler Frucht und verspielter würziger Aromatik. Der Gaumen ist großartig, weil sehr ausgewogen. Ein feiner und moderner Wein. Sein Alter mit nun schon 6 Jahren spürt man keineswegs. Es ist jedenfalls noch nicht zu spät diesen Wein nun zu öffnen. Man sollte dem Metochi Chromista Tsantalis auch durchaus etwas Luft gönnen.

Rebsorten Limnio, Cabernet Sauvignon und Merlot aus Griechenland

Eigentlich ist dieser Wein ein Handschlag für eine menschliche globale Einigung. Er besteht aus 50% der heimischen Rebsorte Limnio (leider noch nie was von gehört). Doch schon Aristoteles soll sie vor 2300 Jahren erwähnt haben und auch aus meiner Sicht scheint sie nicht schlecht zu sein. Die internationalen Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot ergänzen das Cuvee. Zumindest in diesem Wein arbeitet das genussvoll zusammen. Der Metochi Chromitsa ist alles andere als ein einfacher Suffwein. Mit diesem Rettungspaket wurde der Ruf von „Griechischem Wein“ für mich ganz persönlich repariert. Große Klasse: Mount Athos! Man kann diesen Wein für ca. 11 Euro in Deutschland kaufen. Dazu muss man nicht mal sein Bankkonto plündern. Laut Hersteller soll dieser Jahrgang bis 2017 genossen werden. Mal schauen ob bis dahin ein neues Rettungspaket nötig wird.

Anflug auf Bordeaux

Samstag, 13. Juni 2015

Anflug auf Bordeaux
Morgen geht’s mit der Vinexpo los. Ein freundlicher Pilot der Air France drehte noch mit seinem Airbus eine kleine Schleife über das Messegelände. So gelangen mir auch einige Fotos. Das Langesteckte am Ufer des Sees ist Halle 1 an deren Enden sich dann die Hallen 2 und 3 befinden. Der rote Streifen ist kein Fehler auf dem Bild, sondern die berühmte lange Brücke, die man zwischen dem Congresscenter und der neuen Weinwelt der internationalen Fachmesse Vinexpo überqueren kann.

Anflug auf Bordeaux
Mit guter Verkehrsanbindung hat die Anreise zur Vinexpo sehr gut funktioniert. Schon am Flughafen Paris wurde man von der Weinfachmesse willkommen geheißen. Der Partner Air France hat in seinem Bordmagazin gleich eine Vielzahl von Seiten zum Thema Wein. Unter anderem auch ein Interview mit Paolo Basso MW, der ebenso für die Weinauswahl der Fluggesellschaft verantwortlich ist. Und so wie es aussieht zeigt sich das Wetter von einer messefreundlichen Seite: Es ist nicht zu warm.

Anflug auf Bordeaux Morgen werde ich von der Messe selbst berichten. Dann direkt von der #Digizone. Im Hotel besteht das Netz eher aus groben Maschen.

Nach Vinexpo-Studie: Deutschland beim Schaumwein Nr. Eins

Mittwoch, 27. Mai 2015

Nach Vinexpo-Studie: Deutschland beim Schaumwein Nr. Eins Deutschland nicht nur der größte Importeur von Stillwein auf der Welt, sondern liegt auch beim Konsum von Schaumwein nach Menge auf Platz eins. So konsumierten die deutschen Verbraucher im Jahr 2013 erstaunliche 554 Millionen Flaschen Sekt, Champagner, Prosecco, Cava usw. Das ist ein Anstieg von 3 Prozent seit 2009. Im Vorfeld der internationalen Weinfachmesse Vinexpo in Bordeaux erschien eine Studie in Zusammenarbeit mit der IWSR (International Wine and Spirit Research), aus der dies hervorgeht. Basis ist die umfassendste und genaueste Datenbank über den Wein- und Spirituosenhandel. Doch diese Studie enthält auch eine Prognose bis 2017.

Nach dieser Prognose soll der Konsum von Schaumwein in Deutschland in den kommenden Jahren um weitere 9 Prozent zulegen. Durchaus erstaunlich dabei ist, dass der Konsum heimischer Sekte in den vergangenen Jahren um jährlich ca. 1,3% gewachsen ist und dies obwohl die Menge der getrunkenen Weine hierzulande im dem Zeitraum leicht rückläufig war. Bei der IWSR-Studie werden 28 Produktionsländer und 114 Absatzmärkte berücksichtigt. Sie wird seit 12 Jahren von der Vinexpo veröffentlicht und gilt nicht nur als eine wichtige Information für die Weinbranche. Die Weinfachmesse Vinexpo selbst orientiert ihr Konzept ebenso an den festgestellten Veränderungen auf den Wein- und Spirituosenmarkt.

So werden auf der Weinfachmesse Vinexpo Mitte Juni in Bordeaux mehr als 560 Aussteller zum Thema Schaumwein anwesend sein. Auf ca. 1280 Quadratmetern präsentieren namenhafte Champagnerhäuser, Prosecco- und Cavahersteller sowie weitere Sekterzeuger ihre Produkte. Aber auch zahlreiche kleinere Produzenten von Schaumwein kann man auf der Fachmesse für Wein entdecken. Die Vinexpo bietet unter dem Namen „Tasting Flights“ erstmals Bereiche zur freien Verkostung von Trendthemen an. Einer davon beschäftigt sich mit Schaumwein. Dabei stehen 32 Vertreter dieser Kategorie aus unterschiedlicher Herkunft zur freien Verkostung bereit. Die anderen beiden Tasting Flights beschäftigen sich mit Rosé und Süßweinen.

Nach Vinexpo-Studie: Deutschland beim Schaumwein Nr. Eins Die Vinexpo in Bordeaux ist bekannt für ihr Nachtleben. Neben zahlreiche Veranstaltungen einzelner Austeller gibt es von der Messe organisierte Networking-Partys mit dem Titel „The Blend“ im Hangar 14 in Bordeaux. An den Messetagen können Besucher, Aussteller und Journalisten zwischen 22 und 2 Uhr Weine verkosten, Kontakte pflegen oder im Clubbereich tanzen. Neben täglich wechselnden Ländern, die ihre Weine präsentieren, gibt es für alle Schaumweinfans eine Champagnerbar auf der großen Außenterrasse auf der jeden Abend ein anderer Erzeuger präsent ist. Der Hangar 14 befindet sich am Ufer der Garonne in der Altstadt von Bordeaux. Genauso wie die Messe ist er mit der Straßenbahn zu erreichen.

Die internationale Fachmesse für Wein und Spirituosen Vinexpo findet vom 14. Bis 18. Juni in Bordeaux statt. Die offiziellen Abendveranstaltungen The Blend kosten 35 Euro pro Abend (90 Euro für alle vier Abende) im Hangar 14 (173 Quai des Chartrons) in Bordeaux.

Vinexpo 2015 in Bordeaux

Samstag, 2. Mai 2015

Vinexpo 2015 in Bordeaux In eineinhalb Monaten startet die Vinexpo 2015. Unter dem Motto „Taste the Unexpected“ findet diese Fachmesse für Wein und Spirituosen vom 14 bis 18 Juni in Bordeaux statt. Für Austeller ist die Vinexpo mit 2400 Ständen aus 44 Ländern inzwischen ausgebucht. Die internationale Weinfachmesse wird mit einigen Neuerungen aufwarten. Die Außendarstellung ist komplett neu, wesentlich interaktiver und digitaler. Und auch die Verkehrsanbindung ist besser. So gibt es jetzt von der Messe eine schnelle Straßenbahnanbindung zur Innenstadt von Bordeaux (15 min.).

Mit dieser schnellen Verkehrsanbindung werden auch die zahlreichen Abendveranstaltung leichter erreichbar. Mann kommt dadurch jedoch nicht nur besser vom Messegelände der Vinexpo 2015 zum Hotel. Gerade das Nachtleben von Bordeaux erweitert den Messebesuch. Neben vielen inoffiziellen Treffen wird es an vier Abenden im Hanger 14 direkt an der Garonne in Bordeaux Netzwerk-Partys unter dem einfallsreichen Titel „The Blend“ geben.

Vinexpo 2015 wartet mit zahlreichen Neuerungen auf

Nicht nur die Außendarstellung ist neu designt worden. Die Vinexpo 2015 kommuniziert inzwischen auf allen bekannteren digitalen Kanälen. Besonders bei facebook (inzwischen 15.000 Fans) und twitter passiert sogar im Vorfeld erstaunlich viel. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass über twitter nicht – so wie man es gewohnt ist – vorgefertigte Erfolgsmeldungen veröffentlicht werden, sondern ein sehr aktiver Dialog mit Besuchern und Aussellern stattfindet.

Vinexpo 2015 in Bordeaux
Foto: Frédéric Desmesure & Philippe Labeguerie für Vinexpo

Die Messe selbst ist von der Aufteilung neu gestaltet worden. „Dieser neue Look ist unsere Antwort auf die Bedürfnisse der Aussteller“, so Guillaume Deglise, der Generaldirektor der Vinexpo. „Les Terrasses“ ist ein Bereich mit Innen- und Außenflächen auf dem sich 12 Premium Messestände präsentieren. In der Nähe der schwimmenden Fußgängerbrücke gibt es des mit dem „Club Vinexpo“ einen 500 Quadratmeter großen Bereich exklusiv für VIP Einkäufer und Importeure. Zudem wird die Vinexpo Academy 90 Veranstaltungen, Verkostungen und Diskussionen an den fünf Messetagen anbieten.

Die elektronische Besucherregistrierung ist bereits in vollem Gange. Neben der gewohnten Presseregistrierung kann man sich auch als aktiver Blogger einen Zugang zur Messe beschaffen. Dabei gibt man nicht nur – wie allgemein gewohnt – die Adresse seines Weinblogs an. Besonders die Erfassung weiterer Social Media-Kanäle wie Instagram ist sehr innovativ. Es wird auf der Vinexpo selber sogar einen eigenen Bloggerspace geben. Das klingt sehr interessant.

Ebenso ist man mit den traditionellen Printmedien zahlreiche erfolgsversprechende Kooperationen eingegangen. So werden die Gewinner des Decanter World Wine Awards erstmals öffentlich auf der Vinexpo am 14 Juni (erster Messetag) bekannt gegeben. Sarah Kemp (Verlagsleiterin bei Decanter) sagte dazu, dass die Vinexpo in Bordeaux der ideale Ort ist um die Gewinnerweine zu zeigen, da dort der Platz ist, wo sich die internationale Presse und der Handel treffen. Zudem wird auf der Vinexpo eine Veranstaltung mit dem Wine Spectator mit dem Schwerpunkt des diesjährigen Gastlandes USA stattfinden.

Ich bin auf die Vinexpo 2015 sehr gespannt und werde hier im Blog ausführlich von der internationalen Fachmesse aus Bordeaux berichten. Spannend ist zudem, dass diese Fachmesse in einem weltweit sehr geschätzten Weinanbaugebiet stattfindet. Zudem ist Bordeaux als Hafenstadt schon seit Jahrhunderten ein Tor zur Welt. Mal schauen was wir hier an unerwartbarem schmecken werden. Hier geht’s zur zweisprachigen Seite der Vinexpo.