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Internationaler Sauvignon Blanc Day #sauvblanc

Freitag, 24. April 2015

Internationaler Sauvignon Blanc Day sauvblanc Heute ist der Internationale Sauvignon Blanc Day. Begründet wurde dieser als Aktivität im Bereich Social Media vom kalifornischen Weingut St. Supery Winery. Längst ist es ein wirklich weltweites Ereignis. Doch der Kalendertag beginnt in Neuseeland (und Australien), da dort zuerst der 24. April startet (10 Stunden früher aus hierzulande). Zugleich unterstützen die dortigen Weinerzeuger den Internationaler Sauvignon Blanc Day nun auch offiziell. Eigentlich ist Neuseeland für so einen Tag auch prädestiniert. Kaum eine Weinwirtschaft ist dermaßen international ausgerichtet. Und das betrifft nicht nur die Ebene der Vermarktung.

Die neuseeländischen Weinerzeuger kommen aus vielen Ländern. Darunter sind auch Deutsche wie die Betreiber des Weinguts Elephant Hill oder die Johners mit ihrem heimischen Weingut in Baden. Die im Foto abgebildeten Babichs stammen ursprünglich aus Kroatien. Der Gründer des Weinguts Josip Babich emigrierte 1900 mit 14 Jahren nach Neuseeland. Mit 30 Jahren erzeugte er dann dort seinen ersten Wein. Eigentlich ist fast die gesamte Welt in der neuseeländischen Weinwirtschaft versammelt. Mal schauen ob ich noch einen Beitrag zum Internationalen Sauvignon Day zustande bringe. Denn heute ist auch die Weinrallye. Da ist das Thema deutsch-österreichisch fokussiert auf Blaufränkisch vs. Lemberger. Hier geht es also um nur eine rote Rebsorte, aber aus zwei Ländern.

Der Internationale Sauvignon Blanc Day wird bei twitter, instagram und facebook gehashtagt mit #sauvblanc und wenn es um Neuseeland geht zudem noch mit #nzwine

French Wine Producer of the Year 2014: Laroche Chablis Premier Cru Les Fourchaumes Vieilles Vignes

Mittwoch, 22. April 2015

Laroche Chablis Premier Cru Fourchaume Das Traditionshaus Laroche in Chablis hat bei der IWSC den Preis „French Wine Producer of the Year 2014“ gewonnen. Zudem wurde der Chablis Premier Cru Les Fourchaumes Vieilles Vignes von diesem Erzeuger als bester Wein aus Frankreich in den „Top 100 Weinen“ der Zeitschrift Weinwirtschaft ausgezeichnet. Zu diesem Anlass verkosten wir nun den Weißwein. Neben Laroche gibt es sicherlich auch andere namenhafte, berühmte und bedeutende Erzeuger in Chablis. Und es gibt sicherlich auch größere Weingüter in diesem Weißweingebiet in Burgund. Doch kaum einer hat so eine lange und wechselhafte Geschichte wie Laroche mit seinen derzeit 269 Hektar Weinbaufläche, davon etwas über 100 Hektar in Chablis.

Alles geht zurück auf Jean Victor Laroche. Der einfache Weinbergarbeiter kaufte 1850 einen Morgen Weinberg. Über Generationen vergrößerte sich die Fläche. Jedoch waren die 1950er Jahre für das Chablis sehr schwer. 1960 wurden im gesamten Weinbaugebiet lediglich 600 Hektar bewirtschaftet (weniger als 15% der heutigen Fläche). Und dies mehr schlecht als recht: Frühjahrsfröste zerstörten die alljährlichen Bemühungen immer wieder. Der damals noch sehr junge Michel Laroche berichtete, dass er als er zu der Zeit mit dem Fahrrad nach Chabils unterwegs war, nur das obere Drittel der Grand Cru Lagen bepflanzt gesehen hatte.

French Wine Producer of the Year 2014 Laroche Chablis Heute ist das freilich ganz anders. Jeder Winzer wäre froh noch etwas mehr in den als Premier Cru oder Grand Cru klassifizierten Bereichen bewirtschaften zu können. Burgund gilt nicht ohnehin als die teuerste Weingegend der Welt für eine Verpachtung oder den Kauf eines Hektars. Das hat auch etwas damit zu tun, dass hier einfach niemand verkaufen möchte. Michel Laroche erkannte das Potenzial der Region recht früh. In den frühen 1970er Jahren erwarb er Flächen hinzu, studierte Weinkunde in Dijon und machte den Weinbau zu seinem Hauptberuf. Seitdem ist die Domaine Laroche in der Fläche nur noch kaum gewachsen. Alle Anstrengungen galten seitdem der Erhöhung der Qualität.

Weitere Meilensteine waren der Erwerb des ehemaligen Klosters L’Obediencerie (heutiger Firmensitz) im Jahr 1985 und eine Umstellung auf biologischen Weinbau bis 2010. Zudem hat man den Vertrieb bei Laroche international ausgerichtet. Heute macht der Export mit Vertrieb in über 80 Länder ganze 77% der jährlich über 6 Millionen Flaschen aus. Und das obwohl die Franzosen sehr gerne heimische Weine trinken.

Der nun vom „French Wine Producer of the Year 2014“ zur Verkostung stehende Weißwein kommt aus dem Premier Cru Fourchaume. Dieses liegt von dem burgundischen Ort Chablis aus nördlich hinter den klingenden Grand Cru Bougros und Preuses. Der Boden wird als Kimmeridgium bezeichnet. Der Muschelkalk hat hier einen hohen Anteil fossiler Austern. Nicht selten führt dieser Boden in Chabils zu Speiseempfehlungen aus dem Bereich der Meeresbewohner. Die Lage Fourchaume ist insgesamt 108 Hektar groß, von denen Laroche lediglich 3,1 Hektar bewirtschaftet. Das Weingut hat ungefähr 6 Hektar in den Grand Crus (Les Clos und Blanchot) und ca. 30 Hektar in den Premier Crus.

Laroche Chablis Premier Cru Les Fourchaumes Vieilles Vignes Der Jahrgang 2012 war in Chablis von einem außergewöhnlichen Sommer mit blauem Himmerl geprägt. Die bis zu 80 Jahre alten Reben im Premier Cru Fourchaume zeigten im Herbst eine optimale Reife. Es erfolgte eine Handlese mit strenger Traubenselektion. Der Anbau bei Laroche erfolgt nach biologischen Gesichtspunkten. Doch zum Wein selber. Der Les Fourchaumes Chablis Premier Cru zeigt sich in einem dunkleren Strohgelb im Glas. In der Nase ist ein voller fruchtiger Duft mit gelben Blüten, Akazienhonig, Stroh und einem Touch Vanille. Schon hier merkt man, dieser Chablis war im Holz. Das ist durchaus nicht unumstritten. Es gibt Chablis-Puristen, die die Mineralität der Weine in Gefahr sehen. Jedoch ist dieser Holzeinsatz hier recht bedacht gewählt.

In der Nase erscheint mir der Fassausbau bei diesem Chablis Premier Cru von Laroche erst auch erst etwas deutlich, der Gaumen ist jedoch von einer sehr angenehmen Frische geprägt. Dazu trägt der nur geringe Restzucker von 1g pro Liter bei. Der Nachhall ist extrem lang. Hier spielt der Chablis mit seiner trockenen typisch burgundischen Kalkigkeit und sehr reif wirkenden gelben Früchten, die auch etwas ins buttrige gehen. Diese beiden Komponenten passen jedoch extrem gut, nicht gegensätzlich sondern verspielt zueinander wie ein perfektes Wein-Food-Paaring. Mich erinnert dieser Chablis stellenweise etwas an einen Meursault. Nur eben mit einer guten Schippe Muschelkalk des Chablis dazu.

Diese Geschmacksvielfalt ergibt sich dadurch, dass bei Laroche für diesen Fourchaume 85% des Chardonnays im geschmacksneutralen Edelstahltank vergoren wurde. Die anderen 15% reiften 9 Monate in drei bis vier Jahre alten Barriquefässern. Dieses Cuvee ist eines der Erfolgsgeheimnisse dieses Chablis: Denn obwohl der Fassausbau deutlich prägend für diesen Wein ist, behält er die Frische und Mineralität für die diese Region aufgrund ihres Bodens steht. Wenn man diesen Chablis Premier Cru dekantiert oder etwas Zeit gibt, tritt diese Salzigkeit gegenüber dem Fass stärker in den Vordergrund. Es wäre sicherlich interessant ihn über Jahre der Flaschenreife weiter zu verfolgen. In der Summe: Ein klasse Wein aus einem sehr bedeutendem Haus und einer der besten Lagen des Chablis. Hervorragend!

French Wine Producer of the Year 2014: Laroche Chablis Premier Cru Laroche ist nicht nur wegen diesem Wein und der Auszeichnung als „French Wine Producer of the Year 2014“ auf meiner Watchlist. Auch eine frühere Verkostung einiger dieser Chablis im Schlosshotel Lerbach in Bergisch Gladbach begeisterte mich. Dort gab es die beiden für Laroche besonders wichtigen Chablis Grand Cru Les Clos und Blanchot zu verkosten. Aber auch in Südfrankreich werden zumeist rote Weine erzeugt. Im Languedoc entstehen große Weine, die zudem noch erschwinglich sind. Dort besitzt Laroche eine Weinbaufläche von 40 Hektar. Dabei ist der abgebildete Vignoble Peyroli ein sehr interessanter Weißwein mit Tiefgang.

Der Chablis aus dem Premier Cru Fourchaume hat mich erneut auf das Weingut gespannt gemacht. Ich werde die Gelegenheit auf der bevorstehenden internationalen Weinfachmesse Vinexpo im Juni in Bordeaux nutzen, um dort einige andere Weine von Laroche zu verkosten. Ich vermute jedenfalls, dass dieses Weingut auf der Messe sein wird. Genaueres wird noch hier im Blog zu lesen sein.

Woran erkennt man eigentlich guten Wein? Lidl lohnt sich (oder auch nicht)

Mittwoch, 8. April 2015

Woran erkennt man eigentlich guten Wein? Lidl lohnt sich (oder auch nicht) [Alles muss raus: Discounterwoche 2/3] Woran erkennt man eigentlich guten Wein? Die Frage ist gar nicht so blöd. Es sind meistens die einfachsten Fragen, die richtig durchdacht interessante und nicht selten unerwartete Ergebnisse zu Tage bringen. Es ist eine Frage nach dem Grundsätzlichen. Egal was man zu diesem Thema weiß, man sollte noch einmal darüber nachdenken. Das ist die eigentliche Genialität der Kampagne von Lidl. Sie sagt nicht nur „wir haben die und die Marke“ oder „das Produkt ist bei uns 20% günstiger als beim Mitbewerber.“ Der Discounter fragt uns vielmehr, welche Produkte wir haben wollen. Und er bietet uns seine Weine natürlich mit einigen Argumenten an.

Woran erkennt man eigentlich einen guten Wein? Das kann selbst so manchen Sommelier zum Verzweifeln bringen. Die Antwort ist wegen seiner Vielfältigkeit eine Herausforderung. Man könnte ganz simpel sagen: Schmecken muss er! Das sagt Lidl auch in seiner Anzeige: „Guten Wein erkennt man daran, dass er schmeckt“. Besser ist aus meiner Sicht: Dieser Wein muss mir schmecken. Sonst eigentlich niemandem. Auch keinem Herrn Bampfield. Man kann aber auch bei dieser Frage ein kompliziertes Konstrukt an Kriterien aufbauen. Hilft das weiter? Und beantwortet Lidl die Frage, die dieser Discounter bundesweit in Werbe-Anzeigen stellt?

Die neue Lidl Wein-Werbung

Nach dem Vorstoß im Jahresendgeschäft 2014 macht nun der Discounter Lidl wieder intensiv Werbung für sich. Sechs Themenbereiche stehen bei dieser Kampagne im Mittelpunkt: Brot, Kaffee, Schokolade, Fleisch, Gemüse und Wein. Verwunderlich ist dies nicht. Beim Brot stellt man die frische und recht neu eingeführte Fertigbackung in den Filialen in den Vordergrund. Beim Thema Gemüse wird das Thema Frische kommuniziert. In diesen Bereichen hat Lidl tatsächlich in den letzten Jahren aufgeholt. Wein passt als Margenbringer in dieses Werbekonzept, vermittelt grundsätzlich die Hochwertigkeit von Produkten und stellt den Genuss in den Mittelpunkt.

In der Kampagne werden traditionelle Handels- und Herstellungsformen als teurer dargestellt. „Die neue Kampagne von Lidl ist eine Diskriminierung guter, ehrlicher und sauberer Handwerksbetriebe, die tatsächlich Qualität liefern“, sagt Ursula Hudson (Vorsitzende von Slow Food Deutschland) dazu. Lidl kann mit diesem Vorstoß als ein Schritt in der Industrialisierung und Rationalisierung in Herstellung und Handel angesehen werden. Der Blick zurück: Da haben wir seit Jahrhunderten das inhabergeführte Bäckerhandwerk und den selbst schlachtenden Metzger. Auch Kaffeeröstereien gibt es schon länger. Der Gemüsehändler ist jenseits der Wochenmärkte eher selten geworden und in zumeist aus arabischen Ländern migrierte Hände gefallen. Doch viele traditionelle Händler bestehen noch. Seit der neuen Werbung von Lidl ist die Aufregung an der Bäckersfront und bei Weinfachhändlern recht groß.

Doch greift diese These der Rationalisierung und Industrialisierung? Nicht umfassend. Es gibt zugleich einen ganz anderen Trend. Wir sehen zunehmend, dass eine handwerkliche Produktion in kleinen Betrieben an Fans gewinnt. Das Thema Craft-Bier kann man hier zitieren. Ein Teil der Bevölkerung will das uniforme immer gleich schmeckende Bier aus großen Brauereien nicht mehr, sondern etwas Eigenständiges. Ein einzigartiges Erlebnis im Genuss. Auch bei den Kaffee-Röstereien gab es – nur als weiteres Beispiel – eine positive Entwicklung in diese Richtung. Kleine Röstereien mit regionaler Vermarktung haben wieder Zulauf. Und selbst die Slow Food-Bewegung gilt als Indiz, dass es ganz so einfach nicht ist.

Wein bei Lidl im Fakten-Check

Doch was steht hinter der Kampagne „Woran erkennt man eigentlich guten Wein?“ von Lidl? Eigentlich wollte ich um dieses Thema herumkommen. Aber meine Tageszeitung (für die ich bezahle) legte mir diese Werbung auf den Frühstückstisch. So habe ich mir diese Anzeige mal genauer angeschaut. Ganz ehrlich muss man sagen: Lidl verspricht nichts inhaltlich Falsches. Aber was ist das denn bezogen auf das Thema Wein genau?

Slow Food fragt bei seiner Stellungnahme zu diesem Thema: „Welcher Winzer soll bei solchen Preisen überleben?“ Doch die Wein-Werbung von Lidl geht da schon etwas weiter: Der Begriff Weingut oder Winzer taucht auf einer ganzen Zeitungsseite gar nicht auf. Stattdessen wird von den Lieferanten und den Experten geschrieben. Das ist ein deutlicher Unterscheid. Man schreibt von einer „fachgerechten Verarbeitung“ der Trauben. Für jeden individuell arbeitenden Winzer ist das nahezu eine Beleidigung. Dieser hebt auch viel mehr als die Lidl-Werbung den Anbau der Trauben hervor und redet etwas weniger über die seine Verarbeitung. Wie häufig habe ich den Satz „Der Wein entsteht im Weinberg und nicht im Keller“ schon auf Weingütern gehört. Der Focus bei Lidl liegt darin „das Maximum aus den Trauben herauszuholen“. Zugleich wird die „Leidenschaft“ der „Weinspezialisten“ erwähnt. Bei mir hinterlässt das ein Fragezeichen, wie dies bei Lidl aussieht.

Woran erkennt man eigenlich guten Wein?

Dann steht dort noch: „Um ein gutes Produkt zu erzielen, macht Lidl seinen Lieferanten genaue Vorgaben“. Im Online-Shop des Discounters gibt es Le Clarence de Haut Brion, Chateau d’Yquem oder Chateau Branaire-Ducru. Ich glaube nicht, dass man diesen angesehenen Weingütern in irgendetwas hineinreden kann, so groß die Marktmacht auch sein mag. Zudem passen diese Weine nicht zu einem Konzept des guten Produkts. Es sind Ikonen und nicht nur einfach gute Weine. Zugleich muss man konstatieren, dass die Qualität von Weinen im LEH, also Discounter und Supermärkten besser geworden ist. Zumindest sind Weinfehler seltener. Die Auswechslung des Korkens durch alternative Verschlüsse trägt dazu nicht unwesentlich bei. Zudem gibt es meines Wissens keinen Discounter mehr, der ohne gut ausgebildete fachliche Beihilfe seinen Einkauf organsiert. Auch hierbei hat die Lidl-Werbung in seiner Grundaussage Recht.

Ebenso wird bei der Lidl-Werbung ein kleiner Einblick in die Arbeitsweise des Discounters gegeben. „In fest definierten Abständen werden Flaschen im Regal von hinten nach vorne gestellt“, heißt es da. Und weiter wird geschrieben, dass nach einem vereinbarten Stichdatum nicht verkaufte Weine aus der Filiale entfernt werden. Da kann sich so mancher (vor allem kleiner) Supermarkt (ohne Fachkenntnisse) mit überlagerten Weinflaschen im Verkaufsregal etwas von abschneiden.

Doch zurück zur Frage: Woran erkennt man eigentlich guten Wein? Man muss sich diese Frage selbst stellen. Die Antworten können wesentlich vielfältiger ausfallen, als das Weinsortiment eines Discounters jemals sein wird. Ich finde viele Weine interessant, die von individuell arbeitenden Winzern kommen. Aus kleinen Weingütern, in denen der Winzer alle Handgriffe, vom Setzen der Reben bis zur Probe der erzeugten Weine mit Kunden kennt. Von Weingütern mit einzigartigen Lagen. In denen seit Generationen ein spezifisches Wissen über den Weinbau an konkret diesem Ort weitergegeben wird.

Und ich mag nicht selten Weine von Winzern, die eine kleine Macke haben. Auf diesen Weingütern können Weine entstehen, die anders sind, als die des Parzellennachbarn. Ich mag Winzer, die eine eigene Handschrift haben und zu dieser stehen. Sicherlich gibt es auch Weine von Kellermeistern. Das ist soweit ganz gut und man sollte dies nicht verdammen. Aber einzigartige Weinerlebnisse wird man hiermit nur selten haben. Und eine andere Frage steht im Hintergrund der Discounterisierung der Weinwelt. Sie hat Auswirkung auf die Erzeugerstruktur.

Lidl lohn sich

Die Discounter (Aldi, Lidl, Netto, Penny …) verkaufen in Deutschland inzwischen fast jede zweite Flasche Wein. Der Marktanteil liegt die letzten Jahren stabil bei 48%. Man kann kritisch dabei sein, in wieweit die handwerkliche Qualität von Weingütern mit kleinen Lagen in das Konzept der Discounter passt. Wollen wir eine solche Weinwelt, in der die kleinen Winzer mit 7 Hektar nichts mehr zu bedeuten haben? Wollen wir nur noch Weine aus großen Kellereien? Wollen wir nur noch marktgerechte Geschmacksmuster? Oder wollen wir mehr als „eine bedarfsgerecht Auswahl für unsere Kunden“, wie Lidl verspricht?

Um zum Punkt zu kommen: Lidl lohnt sich oder auch nicht. Es hängt von der Betrachtung ab. Für Lidl selbst wird sich die Werbung bestimmt lohnen. Für manchen Weinfachhändler und Winzer evtl. nicht. Positiv ist sicher, dass in dieser Werbung Weine über dem durchschnittlichen Flaschenpreis in Deutschland ins Rampenlicht gestellt werden. Der liegt derzeit bei ca. 2,80 Euro pro Flasche. Steigt er dadurch? Insgesamt bin ich aber optimistisch. Jeder sollte schauen, was ihm schmeckt. Da helfen großes Image, Etiketten oder teure Flaschen nicht weiter. Und auch eine solche Werbung von Lidl kann im Markt immer nur ein Impuls sein. Ob das Angebot dieses Discounters wirklich besser ist, als das der anderen Marktteilnehmer, wird sich zeigen.

Tag der Aktie: Wie stehen die Weinaktien?

Montag, 16. März 2015

Tag der Aktie: Wie stehen die Weinaktien Heute ist nicht nur der zweite Tag der ProWein, sondern auch der „Tag der Aktie“. Ausgerufen wurde dieser von der Börse Frankfurt. Hintergrund ist, dass die Deutschen – gerade im internationalen Vergleich – als Aktienmuffel gelten. Wir nehmen dies zum Anlass um uns mit den in Düsseldorf vertretenen Wein-Aktiengesellschaften zu beschäftigen. Sicherlich sind die meisten Aussteller auf der Weinfachmesse ProWein wesentlich kleinere Betriebe. Die deutsche Weinwirtschaft ist vor allem auf der Seite der Erzeuger eher von kleinen Familienbetrieben geprägt, als von den großen Brands. Aber es gibt einige Schwergewichte in der Branche. Viele der international agierenden Unternehmen haben inzwischen ein umfangreiches Sortiment aus den weltweiten Weinbaugebieten aufgebaut.

Eine der größten Aktiengesellschaften im Bereich Schaumwein ist auf der ProWein nicht mit einem gebührend großen Stand vertreten. Der in Paris notierende Mode- und Champagnerkonzern LVMH (Marktkapitalisierung ca. 87 Mrd. Euro) bleibt der Weinfachmesse schon fast aus Tradition fern. Sicherlich gibt es einige Weine zu probieren, die im Besitz bzw. Vertrieb des Börsengiganten sind. Die in Deutschland sehr bekannten Champagnerkernmarken von LVMH Moet und Vueve Clicquot haben jedoch keinem eigenen Stand in Düsseldorf.

Tag der Aktie: Wie stehen die Weinaktien Der Kursentwicklung der Aktie hat es in den letzten Jahren nicht wirklich geschadet. Im Gegenteil: Da knallte bestimmt der ein oder andere Champagnerkorken. In den vergangen Wochen ging es fast schwindelerhöhend nach oben. Man kann schon fast von einem Kursfeuerwerk bei LVMH sprechen. Kein Wunder: Die Geldschwämme der Europäischen Zentralbank wird ganz sicher die Anzahl der Millionäre in Europa deutlich erhöhen. Und der ein oder andere von denen trägt dann im Louis Vuitton-Tässchen seinen Champagner nach Hause.

Doch einige andere internationale Aktiengesellschaften sind auf der ProWein vertreten. Drei von ihnen heben derzeit eine Marktkapitalisierung von über einer Milliarde Euro. Zuvorderst ist hier Constellation Brands mit immerhin 21. Mrd. Euro zu nennen. Der Aktienkurs in Euro kannte in den letzten Jahren fast nur eine Richtung: Nach oben. So stieg er von etwas unter 15 Euro auf derzeit über 110 Euro. Wer Spaß dran hat, kann in einer ruhigen Minute mal die durchschnittliche jährliche Rendite ausrechnen. Hintergrund ist jedoch eine spezifische Geschichte von Constellation Brands. Machte man 2008 und 2009 noch Minus, so stieg das Ergebnis 2014 auf ca. 2 Mrd. US-Dollar.

Als weiteren globalen Akteur muss man Treasury Wine Estate nennen. Bei weitem nicht so groß wie Constellation gehören doch so große und bekannte Brands wie Penfolds, Rosemount Estate, Lindeman’s und Beringer zum Portfolio. Schwerpunkt der vermarkteten Weingüter ist Australien und Nordamerika. In Europa gehört Castello di Gabbiano aus der Toskana zu Treasury Wine Estate. 2012 und 2013 gab es etwas Turbulenzen beim Kurs dieser australischen Aktiengesellschaft. Im vergangenen Jahr wollten Finanzinvestoren die Gesellschaft übernehmen, sind jedoch damit gescheitert.

Tag der Aktie: Wie stehen die Weinaktien Concha y Toro ist ebenfalls in Düsseldorf auf der ProWein vertreten. Seit 1984 ist dieses chilenische Weingut in New York an der Börse notiert. Grundsätzlich ging es mit der Aktie aufwärts. In den vergangenen Jahren gab es aber erhebliche Schwankungen. Derzeit notiert Concha y Toro bei ca. 38 Euro in Frankfurt auf einem historischen Hochstand. Dieser wurde jedoch schon zwei mal erreicht (zuletzt 2010). Inzwischen gehören einige weitere Weingüter zum Unternehmen. So z.B. Fetzer in den USA und Trivento in Argentinien. Europa ist mit ca. 35% der wichtigste Absatzmarkt, gefolgt von Chile selbst.

Kommen wir zu dem Schwergewicht auf dem deutschen Markt. Die Hawesko Holding AG hat derzeit eine Marktkapitalisierung von 316 Mio. Euro. Die Unternehmen mit deutschen Kernmarkt gehören somit nicht gerade zu den internationalen Giganten. Diese finden sich neben dem einen französischen Schwergewicht in den englisch- und spanischsprachigen Ländern. Dabei sind diese Brands international ausgerichtet. Hawesko hat seinen Schwerpunkt jedoch nicht als Produzent, sondern im Bereich Groß- und Einzelhandel.

Tag der Aktie: Wie stehen die Weinaktien Drei Standbeine sind bei diesem Unternehmen wichtig: Zum einen gehören mehrere Firmen im Bereich Großhandel zu Hawesko. Mit den Jaques Weindepots betreibt man einen eigenen Einzelhandel. Inzwischen gibt es aber mindestens drei Onlinehändler. Unter dem Markennamen selbst betreibt man einen Handel mit Markenweinen im Internet. Zudem hat man mit Weinlet einen Online Weindiscounter gegründet. Dann ist noch der Zukauf eines Webshops für spanische Weine.

Tag der Aktie: Wie stehen die Weinaktien Bei Hawesko wird mit dem Ausscheiden des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Alexander Margaritoff Ende Juni 2015 eine neue Ära anbrechen. Eine langjährig erfolgreiche Wachstumsstrategie war mit hohen Dividenden verbunden. Dies zeigte sich auch in der Kursentwicklung. Neben einigen (zusammen allerdings beherrschenden) Großaktionären waren lange Zeit vielen extrem kleine Aktionäre bei Hawesko vorhanden. Inzwischen besitzt die Tocos Beteiligung GmbH mehr als 75% der Aktien. Die vergangenen zwei Jahre waren auch eher unruhig. Nach Höchstwerten von 45 Euro (zu Jahresanfang 2013 und im Sommer 2014) brach der Kurs nun schon zum zweiten Mal in kurzer Folge um fast 20% auf 37 Euro ein.

Tag der Aktie: Wie stehen die Weinaktien Als weitere Aktiengesellschaften aus dem deutschsprachigen Raum sind noch Schloss Wachenheim und Schlumberger zu nennen. Beide vertreiben Schaumweine. Auch wenn Schlumberger‘s eigene Produktion in Österreich und beim Stillwein im Elsass den eigenen Namen trägt, ist dies als Importeur gar nicht das Kernprodukt. Die Aktie notiert hauptsächlich in Wien und ihr Handel ist eher übersichtlich. 2013 gilt in der Bilanz als tiefrotes Jahr. Die Dividendenrendite liegt historisch bei 3 bis 4%. Bei Schloss Wachenheim gibt es historisch im Kurs ein auf und ab. Die letzten 5 Jahre waren von Umsatz- und Gewinnsteigerungen gekennzeichnet. Bis zum Sommer 2014 lief die Aktie auch ganz gut. Seitdem ist die Richtung unklar.

Anbei eine kleine Liste der Marktkapitalisierung der im Artikel vorkommenden Unternehmen (Stand März 2015; keine vollständige Aufstellung)
LVHM 87 Mrd. Euro
Constellation Brands 21. Mrd. Euro
Treasury Wine Estate 2,4 Mrd. Euro
Concha y Toro 1 Mrd. Euro
Laurent Perrier 427 Mio. Euro
Baron de Ley 404 Mio. Euro
Hawesko Holding 316 Mio. Euro
Schloss Wachenheim 106 Mio. Euro
Schlumberger AG 41 Mio. Euro

Bei Finanzthemen ist ein Disclaimer mehr als angebracht: Der Autor besitzt keine Anteilsscheine der beschriebenen Aktiengesellschaften und befindet sich in keinerlei Beschäftigungsverhältnissen mit einer oder mehrerer dieser Gesellschaften. Dieser Beitrag stellt keine Empfehlung zum Erwerb oder der Veräußerung von genannten oder ungenannten Wertpapieren dar. Anleger sollten sich der Risiken, die sie eingehen im Klaren sein. Aktien unterliegen Kursschwankungen, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können.

EcoVin: Die EcoWinner 2012

Mittwoch, 6. Juni 2012

Heute gibt der Bioweinverband EcoVin die EcoWinner 2012 bekannt. Zum 16ten Mal wurden von einer Fachjury die besten Weine der Mitgliedsbetriebe gefunden In diesem Jahr wurden in diesem Wettbewerb 373 Weine von 68 Weingütern angestellt. Diese wurden in 17 Kategorien blind von einer Fachjury verkostet. Im Folgenden die EcoWinner 2012 im Überblick. Einen Glückwunsch an alle Weingüter.

EcoWinner 2012 Kategorie Sekt
1. Platz
Weingut Hohlreiter | Pfalz
2010 Weißburgunder Crémant Pfalz, Sekt brut
2. Platz
Weingut Abril | Baden
2009 Rosé Sekt extra trocken
3. Platz
Weingut Großmann | Nahe
2007 Pinotin Rotsekt trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Secco
1. Platz
Weingut Huster | Rheinhessen
2011 *frizzz* trocken
2. Platz
Weingut Metzler | Rheinhessen
2011 *Martinello* trocken
3. Platz
Weingut Schönhals | Rheinhessen
2011 Secco Rosé trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Rosé / Weißherbst
1. Platz
Strombergkellerei | Württemberg
2011 Bönnigheimer Stromberg Cuvée Rosé feinfruchtig
2. Platz
Weingut Goldschmidt | Rheinhessen
2011 Cabernet Sauvignon Rosé trocken
3. Platz
Weingut Stutz | Württemberg
2011 Spätburgunder Rosé Gutswein fruchtig

EcoWinner 2012 Kategorie Riesling trocken bis 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingut Neumer | Rheinhessen
2011 Tafelstein Riesling trocken
2. Platz
Weingut Hoffmann | Mosel
2011 Riesling Spätlese trocken
3. Platz
Weingut Schäfer-Heinrich | Württemberg
2011 Heilbronner Stiftsberg Riesling Kabinett trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Burgunderfamilie/weiß trocken bis 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingut Janson Bernhard | Pfalz
2011 Zellertaler Weißburgunder trocken
2. Platz
Weingut Knobloch | Rheinhessen
2011 Weißburgunder trocken
3. Platz
Weingut Metzler | Rheinhessen
2011 Grauer Burgunder *S* Spätlese trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Weißweine trocken bis 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingut Hirschhof | Rheinhessen
2011 Westhofener Steingrube Sauvignon Blanc trocken
2. Platz
Weingut Schick | Rheinhessen
2011 Ingelheimer Grüner Veltliner trocken
3. Platz
Weingut Castel-Peter | Pfalz
2011 Silvaner trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Riesling trocken größer 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingut Steffens-Kess | Mosel
2011 Reiler Goldlay Riesling Auslese trocken
2. Platz
Weingut Schäfer-Heinrich | Württemberg
2011 Heilbronner Stiftsberg Riesling *N* trocken
3. Platz
Weingut Schick | Rheinhessen
2011 Ingelheimer Goldberg Riesling Spätlese trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Burgunderfamilie weiß und alle anderen Rebsorten größer 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingut Kreischgauer | Rheinhessen
2011 Dorn-Dürkheimer Römerberg / vom Muschelkalk Weißer Burgunder trocken
2. Platz
Weingut Kreischgauer | Rheinhessen
2011 Dorn-Dürkheimer Römerberg Weißer Burgunder trocken
3. Platz
Weingut Pflüger | Pfalz
2011 Friedelsheim Weißburgunder trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Riesling, Restsüße 10-24 g/l
1. Platz
Weingut Schick | Rheinhessen
2011 Ingelheimer Goldberg Riesling Kabinett halbtrocken
2. Platz
Weingut Hubertushof | Mosel
2011 Lieserer Rosenlay Riesling Spätlese halbtrocken
3. Platz
Weingut Golschmidt | Rheinhessen
2011 Osthofener Liebenberg Riesling Spätlese feinherb

EcoWinner 2012 Kategorie übrige Rebsorten, Restsüße 10-24 g/l
1. Platz
Weingut Keßler | Rheinhessen
2011 Zornheimer Vogelsang Spätburgunder Blanc de Noir Spätlese
2. Platz
Weingut Kopp | Rheinhessen
2011 Niersteiner Silvaner feinherb
3. Platz
Weingut Hohlreiter | Pfalz
2009 Grauburgunder Spätlese

EcoWinner 2012 Kategorie alle Rebsorten, Restsüße größer 25 g/l und Dessertweine
1. Platz
Weingut Schick | Rheinhessen
2011 Ingelheimer Hasensprung Scheurebe Beerenauslese edelsüß
2. Platz
Weingut Lorenz | Rheinhessen
2011 Huxelrebe Trockenbeerenauslese edelsüß
3. Platz
Weingut Janson Bernhard | Pfalz
2011 Zeller Kreuzberg Gewürztraminer Beerenauslese edelsüß

EcoWinner 2012 Kategorie leichte Rotweine bis 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingärtner Brackenheim | Württemberg
2011 Trollinger mit Lemberger trocken
2. Platz
Weingut Schäfer-Heinrich | Württemberg
Heilbronner Stiftsberg Trollinger trocken
3. Platz
Weingut Rösch-Spies | Rheinhessen
2010 Nuance Cuvée trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Spätburgunder ohne Barrique größer 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingut Hubert Lay | Baden
2010 Ihringer Winklerberg Spätburgunder Spätlese trocken
2. Platz
Weingut Hubert Lay | Baden
2009 Ihringer Fohrenberg SL Spätburgunder Spätlese trocken
3. Platz
Weingut Siglinger | Württemberg
2009 Spätburgunder ** trocken

EcoWinner 2012 Kategorie alle anderen Rotweine ohne Barrique größer 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingut Arndt F. Werner | Rheinhessen
2009 Ingelheimer Selection Blauer Frühburgunder Selection trocken
2. Platz
Weingut Axel Schmitt | Rheinhessen
2008 Cabernet Sauvignon trocken
3. Platz
Weingut Stutz | Württemberg
2009 Lemberger Edition F trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Rotweine aus dem Barrique, alle Rebsorten, größer 12,5 Vol. %
1. Platz
Weingut Arndt F. Werner | Rheinhessen
2008 Ingelheimer Höllenweg Cabernet Sauvignon *S* trocken
2. Platz
Weingut Knobloch | Rheinhessen
2008 Eppelsheim Felsen Spätburgunder trocken
3. Platz
Weingut Schäfer-Heinrich | Württemberg
2009 Cabernet Cubin trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Weiße PIWI
1. Platz
Weingut Ollinger-Gelz | Mosel
2011 Cabernet Blanc trocken
2. Platz
Weingut Goldschmidt | Rheinhessen
2011 Dalsheimer Steig Johanniter Kabinett feinherb
3. Platz
Weingut Wöhrle | Pfalz
2011 Cabernet Blanc Spätlese trocken

EcoWinner 2012 Kategorie Rote PIWI
1. Platz
Weingut Schönhals | Rheinhessen
2009 *R* Rondo trocken
2. Platz
Weingut Ruesch | Baden
2009 Markgräfler Regent Kabinett trocken
3. Platz
Weingut Metzler | Rheinhessen
2009 Regent Spätlese trocken

Champagne feiert Zuwachs

Donnerstag, 1. März 2012

Champagne feiert ZuwachsIn der Champagne hat man allen Grund zu feiern. Zwar schwächelte der Markt in Frankreich leicht, aber im vergangen Jahr wurde weltweit gesehen der zweitbeste Absatz in der Geschichte erreicht. Nur 2008 wurde mehr Champagne ausgeliefert. 2011 sind 322,9 Millionen Flaschen verkauft worden. Gegenüber dem Vorjahr dem Vorjahr entspricht dies ein plus von 1,1 Prozent. Noch viel stärker wuchs der Wert der weltweiten Champagne-Lieferungen. Er stieg um rund 7 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

Der Zuwachs der verkauften Flaschen auf dem deutschen Markt war überdurchschnittlich. So gab es bei Export von der Champagne nach Deutschland ein plus von 8,5 Prozent. Dabei handelt es sich um 14,2 Millionen Flaschen. Das beste Absatzjahr für Champagne in Deutschland war 1997. Damals wurden 19,5 Millionen Flaschen über den Rhein geliefert. Deutschland ist nach Großbritannien und den USA weltweit der drittgrößte Exportmarkt. Der Exportanteil am Absatz von Champagne liegt 2011 bei 43,8 Prozent nach 42,1 Prozent im Vorjahr. Das sind 141,3 Millionen Flaschen.