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	<title>weinverkostungen.de - Weinproben - Verkostungen von Wein &#187; Verkostungen nach Land/Region</title>
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		<title>Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 14:20:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen besuchten wir eine Verkostung von Winzerchampagner in Köln. Das Excelsior Hotel Ernst war hierfür die passende Kulisse. Champagner kennt man auf dem deutschen Markt häufig als Markenchampagner. Wenn man eine Umfrage auf der Straße machen würde, welche Farbe einen Champagnerflasche hat, so würde orange ganz weit oben liegen. Die Trauben werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-der-winzer.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer" />In den vergangenen Tagen besuchten wir eine Verkostung von Winzerchampagner in Köln. Das Excelsior Hotel Ernst war hierfür die passende Kulisse. Champagner kennt man auf dem deutschen Markt häufig als Markenchampagner. Wenn man eine Umfrage auf der Straße machen würde, welche Farbe einen Champagnerflasche hat, so würde orange ganz weit oben liegen. Die Trauben werden bei solchen Marken selten von den Champagnerhäusern selbst angebaut. Böse Zungen sprechen hierbei sogar von Industriechampagner. Ziel dabei ist es, mit dem Standard-Brut ein immer wieder gleiches Geschmacksbild zu erzeugen. Das hat sicherlich seinen festen Kundenstamm. Neben diesen Champagnern der großen Erzeuger sind die Facetten bei Winzerchampagner sehr vielfältig.<span id="more-8421"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-winzer.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer" />Diese Vielfalt beim Champagner der Winzer ist offensichtlich. Sie sind örtlich in einer der vier Regionen gebunden und bauen nur in einem Bereich der Champagne an. Das ist ein augenfälliger Unterschied zu vielen der bekannten Marken. Das normale Brut-Cuvee ist nämlich in der Regel ein Verschnitt von Rebsorten und Gebieten. Bei den Champagnern der Winzer stehen hingegen die einzelnen Regionen, die dort vorhandenen Rebsorten und Böden und nicht zuletzt die Persönlichkeiten der Winzer selbst im Mittelpunkt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-sascha-speicher.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer" />Nach einer Begrüßung durch die Präsidentin des Verbandes der Winzer stellte der Champagner-Experte Sascha Speicher die teilnehmenden Betriebe mit je einen Champagner vor. Uns haben einige Schaumweine in der freien Verkostung bei der Präsentation in Köln von drei Winzern besonders begeistert. Von diesen möchten wir im Folgenden berichten. Es handelt sich um einen Champagner vorwiegend aus den roten Rebsorten, um klassische Cuvee und auch Blanc de Blancs, also reinem Chardonnay. Die Anbaufläche der drei genannten Betriebe reicht von übersichtlichen 5 bis 17 Hektar.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-veuve-sandrine-olivier.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer" />Einen eher größeren Betrieb unter den kleinen Champagner-Winzern leitet Sandrine Olivier. Wie einige andere bekannte und weniger bekannte Erzeuger führt er eine Witwe im Namen. Er wurde 1955 von der Großmutter der heutigen Inhaberin als Veuve Olivier &#038; Fils bezeichnet. In dem Gebiet Valle de la Marne werden alle drei typischen Rebsorten des Champagners angebaut. Entsprechend umfangreich ist die Palette der produzierten Schaumweine. Sie reicht von einem typischen Brut, der hier als Carte Dór bezeichnet wird, bis zum edlen und lange gereiften Cuvee de la Cachotte.</p>
<p>Begonnen haben wir die Verkostung bei Veuve Olivier &#038; Fils mit dem Cuvee Vieille Reserve. Dieser besteht aus je einem Drittel Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir. Die Reben haben ein Alter von durchschnittlich 35 Jahren. In den aktuellen Cuvee Vieille Reserve werden Weine aus den Jahren 2006 und 2007 nach 4 Jahren Hefelagerung verwendet. Man nutzt diese unterschiedlichen Jahrgänge beim Champagner häufig um Jahrgangsschwankungen auszugleichen. Das ist beim Winzerchampagner noch viel bedeutender als bei den großen Champagnerhäusern. Denn hier kann man jahrgangsspezifisch unterschiedliche Traubenbeschaffenheit nicht durch den Zukauf und eine Assamblage mit anderen Gebieten der Champagne ausgleichen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-winzer-veuve-olivier.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer" />Das Cuvee Vieille Reserve von Veuve Olivier &#038; Fils zeigt sich Goldgelb im Glas. In der Nase ist eine leicht überreife Ananas. Die zweite Nase offenbart etwas holzige Vanille. Das Cuvee ist harmonisch am Gaumen und bringt eine schöne Frische in der Länge. Weiterhin probierten wir zwei Rose von Veuve Olivier &#038; Fils. Der normale Brut Rose ist lachsfarben und klassisch frisch. Er besteht aus roten und weißen Rebsorten. Der Rose de Saignee hingegen wird nur aus den roten Reben erzeugt (2/3 Pinot Meunier und 1/3 Pinot Noir). Im Glas präsentiert er sich in einer kräftigen Himbeerfarbe. Die Maischestandzeit variiert jedes Mal etwas zwischen 10 bis 14 Stunden, berichtet Sandrine Olivier. Sie endet immer dann, wenn diese schöne Farbe erreicht wird. Auch am Gaumen ist der Rose de Saignee von Veuve Olivier &#038; Fils eindrucksvoll. Er bringt einen sehr schönen Cranberryton an den Gaumen. Zum unbeschwerten Genießen ist sicherlich der Brut Rose zu empfehlen. Imposant hingegen ist der Rose de Saignee.</p>
<p>Auch der vierte Champagner, den wir bei Veuve Olivier &#038; Fils probieren, hinterlässt einen positiven und bleibenden Eindruck. Dabei handelt es sich um das Cuvee de la Cachotte. Der Begriff ist für diesen Champagner deutlich untertrieben. So handelt es sich bei einer Cachotte um eine schlichte Hütte in der man sich in den Weinbergen unterstell kann. Häufig war das auch ein Geräteschuppen. Das aktuelle Cuvee de la Cachotte stammt aus den Jahrgang 2005. Es gibt ihn jedoch nicht jedes Jahr. Im Cuvee de la Cachotte wird ausschließlich Chardonnay verwendet. Die Grundweine sind ein Jahr lang in Eichenholzfass ausgebaut worden.</p>
<p>Dieser Champagner von Veuve Olivier &#038; Fils zeigt sich in einem kräftigen Goldgelb. In der Nase sind kräftige bis nussige Aromen, die durch Vanille und Karamell schön zusammen gehalten werden. Dezent sind Veilchen zu reichen. Am Gaumen zeigt das  Cuvee de la Cachotte eine lange und komplexe Intensität. Zugleich erfrischt er auch. Für Kenner traditioneller Champagner wird dieses Cuvee von Veuve Olivier &#038; Fils ein großer Genuss sein.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-der-winzer-lelarge-pugeot.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer" />Kommen wir zu dem zweiten Betrieb. Das Weingut Champagne Lelarge-Pugeot existiert mit dieser Bezeichnung seit 1987. Die Vorfahren erzeugten jedoch schon im 18. Jahrhundert Champagner im Gebiet Montagne de Reims. Seit einiger Zeit nutzt man bei Lelarge-Pugeot auch die Methoden des biologischen Landbaus. Hier probieren wir eines der Spitzenprodukte mit dem Namen Brut Reserve Premier Cru. Er besteht vorwiegend aus den roten Rebsorten mit einem Schwerpunkt auf Pinot Meunier (65%). Dieser Champagner zeigt sich in einem hellen Goldgelb im Glas. Er ist fast schon gemüsig in der Nase. Kandierte Früchte zeigen sich in der zweiten Nase. Der Gaumen ist beim Brut Reserve Premier Cru von einer sehr ausgewogenen runden Frucht geprägt. In der Länge zeigen sich bei diesem Champagner von Lelarge-Pugeot ganz feine Vanillenoten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-thierry-callot.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer" />Als dritte Empfehlung möchten wir hier einen wirklichen Höhepunkt der Verkostung präsentieren. Dabei handelt es sich um den Clos Jacquin von Pierre Callot. Das 5 Hektar große Weingut wird seit 1996 von Thierry Callot in der sechsten Generation bewirtschaftet. Wie im Bereich Cote des Blancs üblich werden hier nur Chardonnay auf den Kreideböden angebaut. Zuerst probierten wir jedoch den Brut Blanc de Blanc. Dieser ist strohgelb mit einer schönen Litchienase. Am Gaumen ist dieser Champagner eher leicht und beschwingt. Er ist unkompliziert trinkbar und wird sicherlich auch beim zweiten Glas unangestrengt Spass machen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-pierre-callot-clos-jacquin.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Von der Cote de Bar bis zur Montagne de Reims: Die Champagner der Winzer" />Ganz anders ist der Millesime 2004 von Champagne Pierre Callot &#038; Fils. Dieser ist wesentlich komplexer und recht kräutrig am Gaumen. Doch – wie schon erwähnt – die eigentliche Empfehlung von dieser Veranstaltung ist der Clos Jacquin von Champagne Pierre Callot &#038; Fils. Schade, dass hiervon nur 1.500 Flaschen verfügbar sind. Dieser Champagner ist strohgelb im Glas. In der Nase ist eine fruchtige Birne mit Kräutern. Beschwingt gestaltet sich der Gaumen mit einer frischen Säure und Blutorangen. Hervorragend, wie bei dem Clos Jacquin von Champagne Pierre Callot &#038; Fils eine schöne Kombination aus Kraft/Intensität und Frische entsteht. Ein Top-Champagner, der preislich deutlich unter seinem Wert angeboten wird.</p>
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		<title>Weinrallye #50 Über Naturwein und römische Freikörperkultur</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 17:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist schon wieder WeinRallye. Genauer sogar schon die 50ste Runde. Iris hat das Thema Naturwein ausgerufen. Bei dem jetzt zur Verkostung stehenden Wein war jedoch für mich beim Kauf nicht entscheidend, dass es ein Biowein ist. Vielmehr ist eine nackte Frau auf dem Etikett. Und dann kaufe ich Wein immer gerne. Die Frau ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/naturwein-venus.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinrallye #50 Über Naturwein und römische Freikörperkultur" />Es ist schon wieder WeinRallye. Genauer sogar schon die 50ste Runde. <a href="http://weingut-lisson.over-blog.com/article-weinrallye-50-naturwein-und-konsorten-101347144.html">Iris hat das Thema Naturwein ausgerufen.</a> Bei dem jetzt zur Verkostung stehenden Wein war jedoch für mich beim Kauf nicht entscheidend, dass es ein Biowein ist. Vielmehr ist eine nackte Frau auf dem Etikett. Und dann kaufe ich Wein immer gerne. Die Frau ist zwar nackt, aber leider kalt wie ein Stein. Zudem ist sie offensichtlich kopflos und auch schon etwas älter. Also so zirka 2.400 Jahre.<span id="more-8416"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/recoltant-domaine-pinchinat.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinrallye #50 Über Naturwein und römische Freikörperkultur" />Der Weine kommt jedoch nicht aus Rom, sondern aus der Provence. Hier erzeugt Alain de Welle seit ca. 20 Jahren Bioweine. Der weiße Wein Venus der Domaine Pinchinat besteht aus der Rebsorte Vermentino und ist als Landwein klassifiziert. Doch zur Verkostung. Mit einen Orange Wine hat der Venus der Domaine Pinchinat nichts zu tun. Er ist eher in einem hellen stehgelb im Glas. Kurz nach der Öffnung der Flasche riecht er wie ein frisch gezapftes Bier. Danach hat man eine Zitrusnote in der Nase. Mit Lufteinwirkung wird der Venus der Domaine Pinchinat nussig mit Pinienkernen und Mandeln. Im Hintergrund bleibt eine reife Frucht stehen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/venus-de-pinchinat.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinrallye #50 Über Naturwein und römische Freikörperkultur" />Eine frische Säure leitet beim Venus der Domaine Pinchinat in den Nachhall über. Voluminös bleibt der Wein harzig mit einer Bitternote stehen. OK. Normalerweise endet hier eine Verkostungsnotiz. Aber irgendwie fällt bei diesem Wein auf, dass er bei einem zweiten Schluck ziemlich dünn und fast schon wässrig erscheint. Wirklich doll ist der Venus von der Domaine Pinchinat nicht wirklich. So bin ich einer falschen Verlockung verfallen und bleibe enttäuscht zurück. Immer hin war ich nicht mit dem Schiff unterwegs und musste mir dann ständig irgendwelche Sirenen anhören.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/naturwein-domaine-pinchinat.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinrallye #50 Über Naturwein und römische Freikörperkultur" />Das Thema Naturwein ist reizvoll und bleibt schwierig <a href="http://weinverkostungen.de/was-ist-ein-naturwein/">(wie hier schon dargelegt)</a>. Eigentlich hatte ich Probelme etwas Anständiges zu bekommen. Der Fachhandel in meiner Stadt hatte nichts wirklich Reizvolles zu bieten. Und so ging ich in einen Bioladen. Beratung gibt es dort nicht. Folglich verkaufen die auch eher die preisgünstigen Weine bis 6 Euro. Bei den hochwertigeren Weinen waren die Jahrgänge häufig nicht mehr aktuell. Und wenn Flaschen zwei Jahre oder mehr im Neonlicht stehen, dann lasse ich die auch dort. Bei aller Liebe zum Naturwein. Sollte man den Begriff Naturwein auch auf die Lagerung ausdehnen?</p>
<p>Venus de Pinchinat<br />
Frankreich<br />
Erzeuger: Alain de Welle &#8211; Domaine Pinchinat<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13 %<br />
Jahrgang: 2011<br />
Einkaufspreis: 6,50 €<br />
Verschluss: Silikonkorken<br />
Quelle: Bioladen<br />
EAN 3560320013106</p>
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		<title>Tresor Brut von Bouvet-Ladubay</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/tresor-brut-von-bouvet-ladubay/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 12:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<category><![CDATA[Loire]]></category>

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		<description><![CDATA[Bouvet-Ladubay gilt als bedeutendster Erzeuger von Cremant von der Loire. Das Haus wurde 1851 gegründet. Mit dieser Gründung von Bouvet-Ladubay geht eine Legende einher. So soll Etienne Bouvet – verheiratet mit der hübschen Bäckerstochter Ladubay – in den riesigen Kelleranlagen aus Tuffstein einen Schatz der Abtei von Saint-Florent gefunden haben. Dieser soll in der französischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/bouvet-ladubay-tresor.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Tresor Brut von Bouvet-Ladubay" />Bouvet-Ladubay gilt als bedeutendster Erzeuger von Cremant von der Loire. Das Haus wurde 1851 gegründet. Mit dieser Gründung von Bouvet-Ladubay geht eine Legende einher. So soll Etienne Bouvet – verheiratet mit der hübschen Bäckerstochter Ladubay – in den riesigen Kelleranlagen aus Tuffstein einen Schatz der Abtei von Saint-Florent gefunden haben. Dieser soll in der französischen Revolution von den Mönchen versteckt worden sein. Nach dieser Legende sollen die beiden Spitzenprodukte von Bouvet-Ladubay Tresor heißen. Der weiße Cremant Saumur Brut besteht vor allem aus dem für die Loire typischen Chenin Blanc (ca. 80 Prozent) und der Rebsorte Chardonnay.<span id="more-8379"></span></p>
<p>Nicht selten wird den Schaumweinen von Bouvet-Ladubay eine Ähnlichkeit zum Champagner nachgesagt. Mal schauen, ob das stimmt. Im Glas zeigt sich der Tresor Brut in einem helleren Goldgelb. Die Perlage ist sehr fein und hält bei diesem Cremant von Bouvet-Ladubay extrem lange an. In der Nase sind frisch gebackene Croissants, Pfirsich und etwas exotische Frucht zu riechen. Der Gaumen wird beim Tresor Brut mit einer angenehm frischen Frucht umspült. Cremig und komplex prickelt dieser Cremant dahin. Im Nachhall bleibt eine Mischung aus Erfrischung und einem Hinweis auf reifem weißem Pfirsich mit etwas Vanille stehen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/tresor-bouvet-ladubay.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Tresor Brut von Bouvet-Ladubay" />Geschmacklich ist der Tresor Brut von Bouvet-Ladubay weit entfernt von einem Champagner. Er ist wesentlich voller und weniger von der Säure geprägt. Schon in der Nase fällt auf, dass diese leider zu häufig im Champagner zu findende Überbetonung von Hefe nicht so ausgeprägt ist. Aus unserer Sicht braucht der Tresor Brut keinen Vergleich mit Champagner. Auch solche Etikette wie „Bester Schaumwein der Loire“ braucht er nicht. So wie er ist, steht er für sich selbst in einer hervorragenden Qualität. Zudem ist der Tresor Brut von Bouvet-Ladubay auch noch wesentlich preisgünstiger, als empfehlenswerter Champagner.</p>
<p>Tresor Brut von Bouvet-Ladubay<br />
Frankreich – Loire<br />
Erzeuger: Bouvet-Ladubay<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12,5 %<br />
Jahrgang: 2007<br />
Einkaufspreis: 18 €<br />
Verschluss: Presskorken<br />
Quelle: Fachhandel<br />
EAN 3151330305017</p>
<hr />Ähnliche Beiträge:<ul><li><a href="http://weinverkostungen.de/prowein-gerard-depardieu-prasentiert-seinen-schaumwein/" rel="bookmark" title="Permanent Link: ProWein: Gerard Depardieu präsentiert seinen Schaumwein">ProWein: Gerard Depardieu präsentiert seinen Schaumwein</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/gerard-depardieu-bouvet-ladubay/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Gerard Depardieu und Bouvet-Ladubay">Gerard Depardieu und Bouvet-Ladubay</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/taille-princesse-der-rose-von-gerard-depardieu/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Taille Princesse: Der Rose von Gerard Depardieu">Taille Princesse: Der Rose von Gerard Depardieu</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/brut/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Brut">Brut</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/menger-krug-pinot-brut/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Menger-Krug Pinot Brut">Menger-Krug Pinot Brut</a></li></ul><hr /><small>Copyright &copy; 2006-2009 <a href="http://weinverkostungen.de/"> weinverkostungen.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. </small>]]></content:encoded>
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		<title>Brunello di Montalcino Riserva 2006</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-riserva-2006/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 11:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Jahrgang 2006 war beim Brunello di Montalcino sicherlich einer der besten in der jüngeren Vergangenheit. Er stellte damit einen deutlichen Kontrast zu 2005 dar. Wir sind nach Montalcino gereist, um die Brunello Riserva 2006 zu verkosten. Dies ist also der aktuelle Jahrgang in dieser Kategorie. Und man muss ohne Euphorie anerkennen: Auch die Riserva [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-riserva-2006.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino Riserva 2006" />Der Jahrgang 2006 war beim Brunello di Montalcino sicherlich einer der besten in der jüngeren Vergangenheit. Er stellte damit einen deutlichen Kontrast zu 2005 dar. Wir sind nach Montalcino gereist, um die Brunello Riserva 2006 zu verkosten. Dies ist also der aktuelle Jahrgang in dieser Kategorie. Und man muss ohne Euphorie anerkennen: Auch die Riserva sind beim Brunello im Jahr 2006 mit nur wenigen Ausnahmen sehr gut gelungen.<span id="more-8407"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-riserva-banfi-barbi.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino Riserva 2006" />Brunello Riserva 2006 Banfi und Barbi</p>
<p><strong>Banfi</strong><br />
Rubinrot, feine Kirschfrucht in der Nase, robuste Kirsche am Gaumen, verfeinert sich in der Länge, ausgewogene Säure. Macht Spaß, weil er in dieser Kategorie eher leise auftritt. 92</p>
<p><strong>Barbi</strong><br />
Dichteres Rubin mit bräunlich schimmerndem Rand, in der Nase Kirsche mit etwas Tannenwald, betonte Säure, jedoch harmonischer in der Länge. 91</p>
<p><strong>Camigliano</strong><br />
In Kirschfrucht integriertes Karamell, kräftigere Säure, als Riserva etwas kurz. 89</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-riserva-caparzo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino Riserva 2006" />Brunello Riserva 2006 Caparzo</p>
<p><strong>Cantina di Montepunlciano</strong><br />
Dunkler Ton in der Nase, schwarze Kirschen in der zweiten Nase, kräftigere Säure, dann Tabak und in der Länge gute Entwicklung einer Kirschfrucht. 88</p>
<p><strong>Caparzo</strong><br />
Transparentes Rubin mit Ziegelreflexen, dezent und ausgewogen duftig, am Gaumen frisch, mittellang. 90</p>
<p><strong>Castello Romitorio</strong><br />
Dichteres Rubin, Caramel in der Nase, rote Früchte in der zweiten Nase, Vanille im Hintergrund, kräftiger Säureauftritt am Gaumen, bleibt trocken stehen. 87</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-riserva-la-fortuna.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino Riserva 2006" />Brunello Riserva 2006 La Fortuna</p>
<p><strong>La Fortuna</strong><br />
Dichte Farbe, tiefe dunkle intensive Beeren in der Nase, kompakte Säure, kräftige leicht eingekochte Waldbeeren am Gaumen, gute Länge. 89</p>
<p><strong>La Mannella</strong><br />
Ziegelrot schimmernder Rand, Karamell mit Waldbeeren in der Nase, etwas verwegen in der zweiten Nase, frische Kirsche am Gaumen, Zartbitterschokolade dann. 88</p>
<p><strong>La Rasina</strong><br />
Rote gemischte Früchte, im Hintergrund Kirschen, Säureintensität, fängt sich wieder mit frischen Kirschen und etwas Karamell. 86</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-riserva-lisini.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino Riserva 2006" />Brunello Riserva 2006 Lisini</p>
<p><strong>Le Chiuse</strong><br />
Etwas stinkend mit Unterholz, Hagebutte mit Karamell in der zweiten Nase, Minze im Hintergrund, gutes Säuregerüst, passiert dann jedoch kaum etwas. 85</p>
<p><strong>Lisini</strong><br />
Von Vanille untermalte runde Frucht, in der zweiten Nase wirkt das etwas eingekocht, Brombeeren am Gaumen, gut integriertes Säuregerüst, mittlere Länge. 89</p>
<p><strong>Piancornello</strong><br />
Dunkles Rubin im Glas, Fruchtig untermaltes Leder in der Nase, Tabak in der zweiten Nase, frischer Säuregaumen, Frucht spielt lange mit dieser Säure. 90</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-riserva-pian-cornello.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino Riserva 2006" />Brunello Riserva 2006 Pian Cornello</p>
<p><strong>San Felippo</strong><br />
Mocca, Zedern und dunkle Frucht in der Nase, zweite Nase wirkt voller in der Frucht, sehr geschlossen am Gaumen auftretend, mittlere Länge. 92</p>
<p><strong>Sassodisole</strong><br />
Erst abgestandener Kirchengeruch, öffnet sich etwas fruchtig, trockener Gaumen, bleibt recht lang. Eventuell hat er noch eine positive Entwicklung vor sich. 84</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-riserva-san-felippo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino Riserva 2006" />Brunello Riserva 2006 San Felippo</p>
<p><strong>Talenti</strong><br />
Rubinrot, staubige Nase, süß durchscheinende Kirsche mit Pfeffer im Hintergrund in der zweiten Nase, frischer Gaumen. 90</p>
<p><strong>Tornesi</strong><br />
Dunkles Rubinrot im Glas, In der Nase sind Waldbeeren mit Karamell, etwas konzentriere Frucht in der zweiten Nase, intensiv mit Brombeeren am Gaumen, schöne Länge. 91</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-riserva-tornesi.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino Riserva 2006" />Brunello Riserva 2006 Tornesi</p>
<p><a href="http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-2007/">Hier der aktuelle Bericht zum Brunello 2007</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-jahrgang-2006/">Und der Report des Brunello 2006</a><br />
Ein Verkostungsbericht zum Rosso di Montalcino 2010 erscheint in den kommenden Tagen</p>
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		<title>Brunello di Montalcino 2007</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 06:38:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
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		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Einige alte Orte in der Toskana beginnen mit Mont. Das weist darauf hin, dass dieser Ort auf einem Berg errichtet wurde. Montalcino liegt bei 564 Metern über den Meeresspiegel. Mit hohen Gipfeln hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Der Ort Montalcino, der für die Herkunft des Brunello steht, ist jedoch weit in der toskanischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/montalcino-brunello-2007.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino 2007" />Einige alte Orte in der Toskana beginnen mit Mont. Das weist darauf hin, dass dieser Ort auf einem Berg errichtet wurde. Montalcino liegt bei 564 Metern über den Meeresspiegel. Mit hohen Gipfeln hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Der Ort Montalcino, der für die Herkunft des Brunello steht, ist jedoch weit in der toskanischen Landschaft zu sehen. Wir reisten nach Montalcino um den aktuellen Jahrgang 2007 zu verkosten. Und so nobel wie die Ausstrahlung des Verkostungsortes ist, so gut scheint der aktuelle Jahrgang des Brunello gelungen zu sein.<span id="more-8391"></span></p>
<p>Der gute Eindruck des Brunello di Montalcino 2007 zeigt sich besonders im Kontrast zu dem recht problematischen Jahrgang 2005. Die offiziellen Jahrgangsbewertungen, die in der kürzeren Vergangenheit immer bei 4 oder 5 Sternen lagen, geben über die Qualität nur noch wenig Aufschluss. Die Hintergründe sind denkbar einfach. Auf der einen Seite profitiert der Brunello di Montalcino von der Erderwärmung. Die Weine werden voller. Bei einigen Weingütern wird es aber auch schon wieder zu warm.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/verkostung-brunello-2007.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino 2007" />Ein zweiter Problemkreis besteht darin, dass der Brunello zum Erfolg verdammt ist. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Anzahl der erzeugten Falschen ungefähr verzehnfacht. In guten Jahren werden in letzter Zeit fast 9 Millionen Falschen Brunello di Montalcino auf den weltweiten Markt gebracht. Qualitativ war dieses Wachstum für den Brunello überhaupt kein Problem. Anders als in anderen Regionen ist hier nicht jeder Quadratmeter erschlossen und hart umkämpft.</p>
<p>Das Mengenwachstum scheint jedoch zur Folge zu haben, dass es keine schlechten Jahrgänge mehr geben kann. Nur zwei Sterne wurde für 2002 das letzte Mal vergeben. Für einen Stern muss man bis 1984 in der Geschichte des Brunello di Montalcino zurückgehen. Seit 2003 gab es jeweils immer vier oder fünf Sterne. Der im vergangenen Jahr präsentierte <a href="http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-jahrgang-2006/">Brunello 2006 (fünf Sterne)</a> erzeugt nach den Enttäuschungen mit 2005 wieder einen hervorragenden Eindruck. Nun hat man mit dem ebenfalls offiziell mit fünf Sternen beurteilten Brunello di Montalcino 2007 häufig elegante und gut strukturierte Weine mit einer schönen Frucht, Würze und Mineralität im Glas. Man wird bei vielen Weingütern lange darüber streiten können, ob 2006 oder 2007 besser gelungen ist.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-di-montalcino-2007.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino 2007" />Sehr erfreulich ist zudem, dass Holz immer weniger Verwendung in Montalcino findet. So manches Weingut verkauft gerade seine nur wenig benutzten Barriques. Evtl. finden diese ja in Schottland ein neues Zuhause und man kann dann in einigen Jahren Whisky mit Brunello-Finish kaufen. Und eine anderer Irrweg scheint zu Ende gegangen zu sein. Nach den Querelen um Merlot im Brunello di Montalcino haben wir mit 2007 nun den ersten Wein im Glas, der mit dieser Auseinandersetzung nichts mehr zu tun hat.</p>
<p>Zugleich war bei der Präsentation des Brunello 2007 eine andere unerfreuliche Sache in Montalcino zu beobachten. Einige sehr angesehene Weingüter wie Altesino und CastelGiocondo von Frescobaldi haben sich offensichtlich aus der offiziellen Verkostung zurückgezogen. Das ist sehr bedauerlich und sorgte für einige Irritationen und Gerüchte. Den Spaß mit dem Brunello di Montalcino 2007 hat es jedoch nur unwesentlich gemindert.</p>
<p><strong>Argiano</strong><br />
Rubin mit hellem Rand, Karamell und angebranntes Holz in der Nase, zweite Nase tiefdunkle Casisnote, leichtfruchtig am Gaumen, schöner aber nicht so langer Nachhall. 88</p>
<p><strong>Banfi</strong><br />
Dunkleres Rubin, etwas kitschig wirkende Nase mit Caramel und Vanille, Plaumen in der zweiten Nase, mittlere Länge. 85</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-2007-barbi.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino 2007" />Brunello di Montalcino 2007 Barbi</p>
<p><strong>Barbi</strong><br />
Caramel mit Kirsche hormonisch vereint in der Nase, schlank am Gaumen, entwickelt sich in eine feine Länge. 87</p>
<p><strong>Caparzo</strong><br />
Rubin mit ziegelrot schimmerndem Rand, frische dunkle Früchte mit etwas Wald im Hintergrund, in der zweiten Nase wirken die Beeren reifer, fruchtig untermaltes Sahnebonbon mit Kräutern am Gaumen, dabei schön lang. 91</p>
<p><strong>Casisano Colombaio</strong><br />
Duftige reife Kirsche in der Nase, reife Sauerkirsche frisch vom Baum am Gaumen, gradlinig und erinnert an Kindheitstage. 86</p>
<p><strong>Castelglion des Bosco</strong><br />
Rubinrot, fruchtig eingebundener Tabak und Leder in der Nase, zweite Nase mit Kirsche, am Gaumen kräftig, Frucht, wieder etwas Leder, bleibt trocken stehen. 87</p>
<p><strong>Col di Lamo</strong><br />
Rubin mit hellem Rand, duftende Nase, zweite Nase mit Kirschen, eigenwilliger Gaumen, im Zentrum steht Kirsche mit eine angenehm frischen Säure, helltönig, etwas Weißbrot, bleibt schön stehen. 88</p>
<p><strong>Poggio il Castellare</strong><br />
Orangener Rand, kitschig aufgesetzt mit süßlichem Parfüm in der Nase, im Hintergrund komplexe Frucht, trocken am Gaumen, die harmonische Länge gilt hier als Retter. 84</p>
<p><strong>Col D&#8217;Orcia</strong><br />
Klares Rubin mit hellem Rand, Karamell, Tabak, und im Zentrum dunkle Beeren in der Nase, reife Kirsche in der zweiten Nase, runder Gaumen, gut eingebundene Säure, etwas Kirsche schöne Länge. 90</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-2007-caparzo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino 2007" />Brunello di Montalcino 2007 Caparzo</p>
<p><strong>Fanti</strong><br />
Dunkleres Rubinrot, Karamellschokolade in der Nase, weich am Gaumen, kaum merkliche Säure trotzdem nicht nur langweilig, ein recht gefällig gemachter Brunello. Der Charakter ist leider etwas auf der Strecke geblieben. 87</p>
<p><strong>Il Poggiolo</strong><br />
Karamell mit diversen Früchten in der Nase, zweite Nase mit reifer und marmeladig wirkender Kirsche, markante Säure, etwas unausgewogen in der Länge. 86</p>
<p><strong>Lisini</strong><br />
Rubinrot, Tabak, Leder und Lorbeer in der Nase, schöne Kirsche und druckvolle Säure am Gaumen, etwas Brot im Nachhall. 87</p>
<p><strong>Loacker &#8211; Corte Pavone</strong><br />
Rubin mit Purpur Reflexen, Leder neben duftiger Kirsche, Würze mit Pinien und Lavendel in der zweiten Nase, stoffig am Gaumen, druckvolle Säure, Intensität, sehr gute Länge. 89</p>
<p><strong>Mastojanni</strong><br />
Ziegelrot, wirkt recht reif in der Nase, unausgewogen am Gaumen, schwungvolle Säure erzeugt Frisch, lang, aber nicht wirklich lecker. 86</p>
<p><strong>Palazzo</strong><br />
Riecht nach katholischer Kirche mit etwas abgestandenem Weihrauch, am Gaumen aufbäubende Säure, erzeugt den Eindruck von Staub. 82</p>
<p><strong>Pian delle Vigne</strong><br />
Leder, Vanille und etwas Kirsche in der Nase, rote Früchte in der zweiten Nase, betonte Säure, dann kommt Sauerkirsche zu tragen. 85</p>
<p><strong>Pinino</strong><br />
Transparentes Rubinrot, süß nach eingelegten Stachelbeeren duftend, am Gaumen ebenso dieser recht außergewöhnliche Geschmack, moderate Säure, mittlere Länge. Eigentlich ganz interessanter Wein, jedoch außer der Kennzeichnung kein Brunello. 84</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-2007-col-dorcia.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino 2007" />Brunello di Montalcino 2007 Col D&#8217;Orcia</p>
<p><strong>Poggio Antico</strong><br />
Karamell und dunkle Schokolade in der Nase, Schwarze Kirschen mit Lavendel in der zweiten Nase, Säure wird von einer leichten Kirsche eingefangen, mittlere Länge. 86</p>
<p><strong>San Felippo</strong><br />
Rubin mit Purpur, frische Kirsche mit Minze in der Nase, reifere Kirsche macht Druck am Gaumen, wenig verspielt, hält schön lange an. 91</p>
<p><strong>San Polo</strong><br />
Klares Rubinrot, reife Kirsche mit Pflaume und etwas Karamell in der Nase, etwas grünes Holz in der zweiten Nase, druckvolle Säure, mittellang. 88</p>
<p><strong>SanCarlo</strong><br />
Dunkleres Rubin im Glas, duftige Frucht in der Nase, dezente Würze in der zweiten Nase, etwas Eukalyptus, schöne Säure, runde Waldbeerenfrucht und lang. 87</p>
<p><strong>Sesta di Sopra</strong><br />
Unterholz mit duftiger Kirsche in der Nase, volle Kirsche an Gaumen, gutes Säuregerüst, Amarenakirsche, dann weg. 86</p>
<p><strong>Sesti</strong><br />
Helles Rubin mit bräunlichem Einschlag, Leder und Trockenfrüchte in der Nase, rote Frucht in der zweiten Nase, am Gaumen schon etwas gealterter Eindruck. 85</p>
<p><strong>Talenti</strong><br />
Reife Kirsche in der Nase, angenehm fruchtig am Gaumen, gutes Säuregerüst, schöne Länge. 88</p>
<p><strong>Tenuta di Sestra</strong><br />
Rubin mit ziegelrotem Rand, etwas stichig in der Nase, Kirsche mit dezenter Vanille, reicher und weicher Gaumen, leider etwas kurz. 87</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-2007-tornesi.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino 2007" />Brunello di Montalcino 2007 Tornesi</p>
<p><strong>Ruffino &#8211; Tenuta Greppone Mazzi</strong><br />
Transparentes Rot, Kirsche in der Nase, Holz im Hintergrund, druckvolle Säure, harmonisch und Lang. 86</p>
<p><strong>Tenute Silvio Nardi</strong><br />
Rubinrot mit hellem Rand, Karamell, dichte Frucht und etwas Pfeffer in der Nase, trocken wirkende Säure, trotz robustem Körper nur kurze Kraft. 87</p>
<p><strong>Tornesi</strong><br />
Dichteres Rubin mit hellem Rand, Nadelwald in der Nase, Zedern, reife dunkle Kirsche in der zweiten Nase, angenehm trockener Gaumen, gutes Säuregerüst, schöne Länge. 90</p>
<p>Der <a href="http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-riserva-2006/">Verkostungsreport des Brunello Riserva 2006</a> und des Rosso di Montalcino 2010 werden noch folgen.</p>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/d36cfb33aa854965ba24de5c75f8afaa" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Edition Fritz Keller Pinot Rose Sekt Brut</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 12:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An Aldi scheiden sich die Geister. Manche meinen, dass der Weinverkauf dort den (Fach-)Handel und die Preise ruiniert. Der Discount ist vollkommen zur Glaubensfrage geworden. Einige malen den Teufel an die Wand, andere laufen wie Jünger in diese Läden. Die Wahrheit liegt häufig dazwischen. Aldi hat mit seinen Dauerniedrigpreisen in den letzten Jahren einiges einstecken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/edition-fritz-keller-pinot-brut.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Edition Fritz Keller Pinot Rose Sekt Brut" />An Aldi scheiden sich die Geister. Manche meinen, dass der Weinverkauf dort den (Fach-)Handel und die Preise ruiniert. Der Discount ist vollkommen zur Glaubensfrage geworden. Einige malen den Teufel an die Wand, andere laufen wie Jünger in diese Läden. Die Wahrheit liegt häufig dazwischen. Aldi hat mit seinen Dauerniedrigpreisen in den letzten Jahren einiges einstecken müssen. Vor allem das dort fehlende Thema Aktion übte Druck aus. Dabei hat Aldi-Süd in ihrem Standardsortiment im Bereich Wein in den vergangenen Jahren einige verlässliche Größen eingebaut. Dies liegt im Trend der Sortimentsausweitungen der Discounter. Ein fester Bestandteil bei Aldi-Süd ist inzwischen die Edition Fritz Keller.<span id="more-8385"></span></p>
<p>Die Idee der Edition Fritz Keller ist gar nicht so neu. So beruft man sich auf die Tradition des Bauhauses. Dabei sollte vor dem Hintergrund der Industrialisierung eine Rückbesinnung auf das Kunsthandwerk stattfinden. Das ist vor dem Hintergrund industrialisierter Produktion von Wein ein durchaus interessanter Entwurf. Doch zurück zur Edition Fritz Keller. Uns geht es im folgenden um den Pinot Rose Sekt Brut. Auf dem Etikett ist eine Lithografie von Paul Klee mit dem Namen „Aristophanische Komödie“ aus dem Jahr 1918 abgebildet.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/fritz-keller-rose-sekt.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt=Edition Fritz Keller Pinot Rose Sekt Brut" />Bei dem Pinot Rose Sekt Brut aus der Edition Fritz Keller handelt es sich um eine Flaschengärung. Sie zeigt sich in einem strahlenden lachsrosa im Glas. Die feine Perlung bleibt recht lang präsent. Dieser Sekt Brut aus Pinot Noir bringt Himbeeren in der Nase. In der zweiten Nase sind wenig süße Erdbeeren. Der Gaumen ist bei diesem trockenen Rosesekt aus der Edition Fritz Keller eher frisch und leicht mit einer geprägt. Eine dezente Würze tritt im Nachhall auf.</p>
<p>Also manchmal überlege ich schon fast in den Süden Deutschlands zu ziehen. Generell scheint man dort mehr von Genuss zu verstehen. Und es gibt dort auch Aldi-Süd mit der Edition Fritz Keller. Ich bin mir nicht sicher, ob Discounter im Norden Deutschlands den Mut hätten eine Flaschengärung für 9,99 in das Sortiment aufzunehmen. Aber diese Momente gehen auch schnell wieder vor rüber. Da beleibe ich lieber hier und gehe eben zum Fachhändler. Der hat – wenn er gut aufgestellt ist – auch guten Sekt in ähnlicher Preislage im Sortiment.</p>
<p>Noch eine kleiner Tipp zum Schluss: Dieser Sekt aus der Edition Fritz Keller trägt hier den Jahrgang 2010. Und Aldi-Süd verkauft eigentlich selten alte Ware. Man kann sich auch noch die AP-Nr auf der Rückseite der Flasche absehen. Die letzeten beiden Zahlen sind das Jahr. Hier ist es eine 12 für 2012. Diese Zahl sollte das jetzige Jahr sein oder evtl. ein Jahr zurück sein. In diesen Fall handelt es sich um ganz aktuelle Ware. Alles andere würde ich bei diesem Sekt nicht kaufen.</p>
<p>Edition Fritz Keller Pinot Rose Sekt Brut<br />
Baden<br />
Hersteller: Vitis-Projekt GmbH Essen; versektet in Augen<br />
A.P.Nr: 1067 201 12<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12%<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 9,99 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Aldi-Süd</p>
<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/32144607bb2841aea738613a1aa79162" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>In drei Teufels Namen: Die Rotweine von Casillero del Diablo</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 09:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Wesentlich zur Markenbildung von Casillero del Diablo hat der Teufel auf dem Etikett beigetragen. Dies geht auf den Beginn dieses Erzeugers zurück. Der Firmengründer Don Melchor solle die besten Weine für sich selbst zurückgestellt haben. Um diese gegen Diebstahl zu sichern, hat er das Gerücht verbreitet, dass im Keller der Teufel sein Unwesen treiben würde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/casillero-del-diablo-rebsorten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt=In drei Teufels Namen: Die Rotweine von Casillero del Diablo" />Wer weinverkostungen.de kennt, hat schon häufiger gelesen, dass hier immer wieder mal ältere Fäden neu aufgenommen und weiterentwickelt werden. So haben wir <a href="http://weinverkostungen.de/casillero-del-diablo-carmenere/">vor 5 Jahren den Carmenere von Casillero del Diablo</a> verkostet. Nun stehen die Rotweine des aktuellen Jahrgangs 2010 dieses Erzeugers aus Chile zur Verkostung an. Es gibt zwar auch noch einen Chardonnay. Der passt jedoch gerade nicht in die Jahreszeit.<span id="more-8363"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/casillero-del-diablo-teufel.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt=In drei Teufels Namen: Die Rotweine von Casillero del Diablo" />Wesentlich zur Markenbildung von Casillero del Diablo hat der Teufel auf dem Etikett beigetragen. Dies geht auf den Beginn dieses Erzeugers zurück. Der Firmengründer Don Melchor solle die besten Weine für sich selbst zurückgestellt haben. Um diese gegen Diebstahl zu sichern, hat er das Gerücht verbreitet, dass im Keller der Teufel sein Unwesen treiben würde. Damit war der Name Casillero del Diablo gefunden.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/casillero-del-diablo-carmenere.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt=In drei Teufels Namen: Die Rotweine von Casillero del Diablo" />Chile ist das Land der Rebsorten-Weine. Und so umfasst die Range von Casillero del Diablo drei dort bekannte Sorten die reinrebsortig vertrieben werden. Alle drei haben eine längere Tradition in Bordeaux und sind Bestandteil des historischen Blends. Im Unterschied zum Merlot und dem Cabernet Sauvignon ist Carmenere im Zuge der Reblausplage aus Bordeaux weitgehend verschwunden. In Chile – das durch die Reblaus verschont blieb &#8211; ist der größte Bestand an Carmenere zu finden. Allen der Erzeuger des Casillero del Diablo Concha y Toro baut diese Rebsorte auf über 100 Hektar an. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/casillero-del-diablo-merlot.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt=In drei Teufels Namen: Die Rotweine von Casillero del Diablo" /><br />
Die drei Teufel</p>
<p><strong>Carmenere</strong><br />
Doch kommen wir zur Verkostung dieser drei Rotweine. Der Carmenere von Casillero del Diablo zeigt sich dunkel dicht im Glas mit violettem Rand. In der Nase sind duftige Beeren und Tabak. Mit etwas Luft kann man gut Brombeeren riechen. Zugleich ist bei diesem Carmenere aber auch etwas Frisches in der Nase, was etwas an rote Stachelbeeren oder rote Johannisbeeren erinnert. Der Gaumen ist extrem weich und zugleich stoffig. Das hält angenehm mit Schokolade und Röstaromen an. Hier hat Casillero del Diablo einen sehr typischen Carmenere in die Flasche gebarcht.</p>
<p>Casillero del Diablo Carmenere 2010<br />
13,5%<br />
EAN 7804320087016</p>
<p><strong>Merlot</strong><br />
Dieser Merlot ist rubinrot mit violettem Einschlag im Glas. Fruchtig in der Nase mit Schwarzen Johannisbeeren und Pflaumen. Dezente Kräuter in Richtung Lavendel in der zweiten Nase mit frischer Frucht. Der Merlot ist leicht am Gaumen. In der fruchtigen Länge entwickelt dieser Rotwein von Casillero del Diablo eine schöne Intensität mit stehen bleibenden  Kakao. Dieser Rotwein erzeugt unbeschwerten und leicht gefälligen Trinkspass für den die Rebsorte Merlot steht. Zugleich ist es kein Referenzwein für Merlot. Schmackhaft und nicht zu aufdringlich.</p>
<p>Casillero del Diablo Merlot 2010<br />
13,5%<br />
EAN 7804320985633</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/casillero-del-diablo-cabernet-sauvignon.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt=In drei Teufels Namen: Die Rotweine von Casillero del Diablo" /><br />
Die drei Rotweine</p>
<p><strong>Cabernet Sauvignon</strong><br />
Als dritten Wein von Casillero del Diablo probieren wie den Cabernet Sauvignon. Er zeigt ein dichtes Rubinrot im Glas. Kaffee, Tabak und Leder sind in der Nase. In der zweiten Nase ist bei diesem Cabernet Sauvignon eine dunkle reife Kirsche. Mit Luftzufuhr kommt etwas Zedernholz hinzu. Kurze Kraft am Gaumen. Wird dann schnell etwas dünner. Jedoch kann man den Geschmack mit dunkler Schokolade ganz sanft lange wahrnehmen. Gerade im Vergleich mit dem Merlot und dem Carmenere könnte der Cabernet Sauvignon etwas länger im Nachhall sein.</p>
<p>Casillero del Diablo Cabernet Sauvignon 2010<br />
13,5%<br />
EAN 7804320303178</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/casillero-del-diablo-korken.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt=In drei Teufels Namen: Die Rotweine von Casillero del Diablo" /></p>
<p>Der Erfolg von Wein aus Chile &#8211; wie dieser drei von Casillero del Diablo &#8211; auf dem deutschen Markt hängt ganz wesentlich mit deren zuverlässiger Qualität zusammen. Die drei Rotweine aus den Rebsorten Carmenere, Merlot und Cabernet Sauvignon bieten einen erwartbar hohen Trinkspaß zu erschwinglichen Preisen. Zudem sind Marken wie Casillero del Diablo gut verfügbar. In vielen Supermärkten haben sie sich über die Jahre hinweg einen festen Platz im Regal erarbeitet. Und so fällt unser Urteil positiv aus: Zwar nicht teuflisch gut, aber auch nicht höllisch schlecht.</p>
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		<title>Pansa Blanca aus Alella oder Lesegut blanco</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/pansa-blanca-aus-alella-oder-lesegut-blanco/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 06:27:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Rotwein Lesegut ist auf dem deutschen Markt recht bekannt. Wir haben jetzt den weißen Bruder im Glas. Er kommt aus der spanischen Region Alella. Diese Region kennt man in Deutschland eigentlich kaum. Das hängt damit zusammen, dass die D.O. Alella mit gerade einmal 560 Hektar eine der kleinsten Weinbauregionen in Spanien ist. Sie liegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lesegut-blanco-alella.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pansa Blanca aus Alella oder Lesegut blanco" />Der Rotwein Lesegut ist auf dem deutschen Markt recht bekannt. Wir haben jetzt den weißen Bruder im Glas. Er kommt aus der spanischen Region Alella. Diese Region kennt man in Deutschland eigentlich kaum. Das hängt damit zusammen, dass die D.O. Alella mit gerade einmal 560 Hektar eine der kleinsten Weinbauregionen in Spanien ist. Sie liegt nördlich von Barcelona und ist von mediterranem Klima und kühlen Nordwinden beeinflusst. Die Stadtnähe bringt in einigen Bereichen eine gewisse Konkurrenz von Wein- und Wohnungsbau mit sich. Die Rebsorte im weißen Lesegut nennt sich Pansa Blanca. Sie ist in anderen spanischen Weinbaugebieten unter dem Namen Xarel-lo bekannt. <span id="more-8358"></span></p>
<p>Der Lesegut blanco ist strohgelb im Glas. Er tritt duftig und intensiv fruchtig in der Nase auf. Die Rebsorte Pansa Blanca zeigt eine reife exotische Frucht in der zweiten Nase mit vegetatiblen Noten unterstützt von süßem Pfirsich. Am Gaumen des Lesegut blance zeigt sich eine kräftige Frucht, die mit einer dezenten Säure lebendig gehalten wird. Neben der opulenten Frucht kann man im Nachhall ein Pfefferl wahrnehmen, dass etwas an den Grünen Veltliner erinnert. Der Lesegut blanco ist ein rundum gelungener eigenwilliger Wein. Uns gefällt er, weil er eben nicht auf beliebige internationale Geschmacksmuster hingebogen ist, sondern ganz sympathisch eine lokale Eigenheit erzählt. Es sich lohnt ihn in der jetzigen Übergangszeit zu entdecken. Mit dem Lesegut blanco kann man die frühjährliche Vorfreude auf den mediterranen Sommer genauso genießen, wie die schönen Sommererinnerungen im Herbst.</p>
<p>Lesegut blanco 2011<br />
Spanien – D.O. Alella<br />
Erzeuger: Marques de Alella<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12,5 %<br />
Jahrgang: 2011<br />
Einkaufspreis: 8 €<br />
Verschluss: Schrauber<br />
Quelle: Fachhandel<br />
EAN 8410855990326</p>
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		<title>Cremant de Loire Gratien &amp; Meyer Brut</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/cremant-de-loire-gratien-meyer-brut/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 12:27:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Cremant]]></category>
		<category><![CDATA[Loire]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/gratien-meyer-cremant-loire-brut.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt=Cremant de Loire Gratien &#038; Meyer Brut" />Das Haus Gratien &#038; Meyer wurde 1864 gegründet. Im Bereich Saumur an der Loire bestehen vorwiegend kalkhaltige Böden. Für diesen Cremant de Loire von Gratien &#038; Meyer werden die Rebsorten Chenin Blanc, Chardonnay und Cabernet Franc verwendet. Dieser Brut stammt natürlich aus der traditionellen Flaschengärung. Als Importeur für den deutschen Markt tritt die Firma Henkell auf. Jedoch sind derzeit nur drei der Cremants aus dem reichhaltigen Angebot von Gratien &#038; Meyer derzeit hier verfügbar. Der Bekannteste ist sicherlich der Cremant de Loire Brut mit seinem recht markanten Etikett in hellem Lila.<span id="more-8374"></span></p>
<p>Diese Flaschengärung von Gratien &#038; Meyer bringt eine sehr feine Perlage ins Glas. Farblich kann man diesen Cremant de Loire mit einem hellen Stohgelb beschreiben. In der Nase sind dezent fruchtige Noten. Insgesamt ist der Geruch sehr frisch mit Pfirsichblüten im Hintergrund. Am Gaumen ist der Gratien &#038; Meyer Brut leicht und beschwingt. Schöner Cremant von der Loire der erfrischt. Zwar wurde er auch schon für 5,99 in einem Supermarkt verschleudert (fraglich wie man eine Flaschengärung zu einem solchen Preis herstellen soll), ein realistischer Preis liegt jedoch bei 8 Euro. Und dafür ist der Cremant de Loire Brut von Gratien &#038; Meyer sehr empfehlenswert.</p>
<p>Cremant de Loire Gratien &#038; Meyer Brut<br />
Frankreich – Loire<br />
Erzeuger: Gratien &#038; Meyer<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12,5 %<br />
Einkaufspreis: 8 €<br />
Verschluss: Presskorken<br />
Quelle: Fachhandel<br />
EAN 3113590000392</p>
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		<title>Jahrgang Bordeaux 2009</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/jahrgang-bordeaux-2009/</link>
		<comments>http://weinverkostungen.de/jahrgang-bordeaux-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2012 11:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[ProWein]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[ [ProWein 2012 #5] Weiter geht es in unserer Berichterstattung von der Internationalen Weinfachmesse ProWein. Wie jedes Jahr werden die aktuellen Weine aus Bordeaux geballt präsentiert. Der Jahrgang 2009 erhielt extrem gute Nach-Bewertungen der Weinpäpste. Robert Parker schüttete gleich 19 mal das eigentlich unmögliche Urteil 100 von 100 Punkten aus. Das ist verkaufsfördernd und aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-prowein-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /> [ProWein 2012 #5] Weiter geht es in unserer Berichterstattung von der Internationalen Weinfachmesse ProWein. Wie jedes Jahr werden die aktuellen Weine aus Bordeaux geballt präsentiert. Der Jahrgang 2009 erhielt extrem gute Nach-Bewertungen der Weinpäpste. Robert Parker schüttete gleich 19 mal das eigentlich unmögliche Urteil 100 von 100 Punkten aus. Das ist verkaufsfördernd und aus unserer Sicht zugleich genauso unglaubwürdig. Denn was sind 100 Punkte? Ein Traum. Anzubeten. Aber Parker scheint sich selbst viel wichtiger zu halten als die Weine. Das klingt als Widerspruch: Jedoch gerade deswegen sind diese 100 Punkte so häufig gefallen.<span id="more-8276"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/graf-neipperg-prowein.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /> Der Jahrgang 2009 zeigte gerade zu eine magnetische Wirkungen auf die Besucher. So war die sehr gut organisierte Verkostung der Union des Grands Crus de Bordeaux am Rande der ProWein in Düsseldorf gerammelt voll. Der Wechsel von den sicherlich sehr schönen Rheinterrassen zur Stadthalle im Congeress-Centrum auf dem Messegelände war jedenfalls ein historischer Fortschritt <a href="http://weinverkostungen.de/grands-crus-in-der-rheinterrasse/">(so sah es 2008 aus)</a>. Ca. 2 Stunden Messezeit sind dadurch gewonnen. Und die Stadthalle war vor der Präsentation des Jahrgangs 2009 der Union des Grands Crus de Bordeaux zuvor bei dieser Veranstaltung noch nie so gut besucht. Leider waren auch einige Chateaux noch nie so früh leer getrunken. Aber kann man mehr als 12 Flaschen erwarten?</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-clinet-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /> Wir probierten quer durch die Gebiete um eine Übersicht über den Jahrgang 2009 in Bordeaux zu bekommen. Der 100-Punkte-Clinet aus der Parker Nachbewertung begeisterte viel Besucher der Veranstaltung. Leider waren die Flaschen aber schon leer, als ich zum Stand kam. Nun wollen wir uns nicht länger mit leeren Flaschen aufhalten, sondern gleich in die Verkostung des Jahrgangs 2009 aus Bordeaux einsteigen. In diesem Verkostungsprogramm ist recht wenig aus den 100 oder 99 Parker-Punkten vorhanden. Das hängt damit zusammen, dass so einige Dieser Chateaus es gar nicht nötig haben sich einem breiteren Publikum zu stellen. Außerdem geht es in dieser Verkostung des Jahrgangs 2009 nicht um die wirklichen Qualitätsspitzen. Daran kann man eigentlich keinen Jahrgang messen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-latour-martillac-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Chateau Latour-Martillac 2009</p>
<p><strong>Chateau Latour-Martillac 2009 (Pessac-Leognan)</strong><br />
Konzentrierte dunkle Frucht in der Nase, rote Früchte und Flieder mit Leder in der 2. Nase, sehr ausgewogen am Gaumen, eingebundene Säure, in der sehr schönen Länge taucht etwas unruhig Schwarze Johannisbeere auf.<br />
92 Punkte (90-93 Wine Spectator)</p>
<p><strong>Chateau La Tour Figeac 2009 (Saint-Emilion)</strong><br />
Reife Brombeere in der Nase, Schwarze Johannisbeeren im Hintergrund, florale Intensität, etwas grün am Gaumen, für Saint-Emilion eher untypisch.<br />
87 Punkte (93 Parker)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-troplong-mondot-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Chateau Troplong Mondot 2009</p>
<p><strong>Chateau Troplong Mondot 2009 (Saint-Emilion)</strong><br />
Sehr dunkel im Glas, extrem duftig bis marmeladig mit dunklen reifen Kirschen in der Nase, Säure schwillt am Gaumen an und harmonisiert sich dann wieder etwas. Mal auf die Flasche geschaut: 15,5% Alkohol. Riecht man nicht. Man versteht nach der Verkostung dieses Weins, wieso er von Parker so gut bewertet wurde.<br />
92 Punkte (94-97 Parker mit Nachbewertung 99 Parker-Punkte, 94-97 Wine Spectator)</p>
<p><strong>Chateau Belgrave 2009 (Haut-Medoc)</strong><br />
Noch recht verschlossen in der Nase, Waldbeeren in der zweiten Nase, leicht, aber gleichgewichtig am Gaumen. Sollte man evtl. noch mal in Ruhe nachverkosten.<br />
85 Punkte</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-de-camensac-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Chateau Camensac 2009</p>
<p><strong>Chateau Camensac 2009 (Haut-Medoc)</strong><br />
Helleres und leicht transparentes Rubinrot, schlank in der Nase, dezente Brombeere mit Vanille in der zweiten Nase, entwickelt mit mehr Luft zunehmend an Intensität, packend mit trockenem Eindruck am Gaumen.<br />
86 Punkte (87-90 Wine Spectator)</p>
<p><strong>Chateau Cantemerle 2009 (Haut-Medoc)</strong><br />
Dunkle Frucht mit Würze in Richtung Nelken und Muskatnuss in der Nase, rote Früchte in der zweiten Nase, rund am Gaumen mit Hagebutte.<br />
88 Punkte (92-94 Parker, 88-91 Wine Spectator)</p>
<p><strong>Chateau Citran 2009 (Haut-Medoc)</strong><br />
Helleres transparente Rubinrot, süßliche Frucht in der Nase mit Vanille im Hintergrund, wenig Frucht am Gaumen, schönes Taningerüst.<br />
89 Punkte</p>
<p><strong>Chateau Desmirail 2009 (Margaux)</strong><br />
Dunkle Waldbeeren in der Nase, Casisduftig mit ein wenig grüner Paprika in der zweiten Nase, etwas schlanker am Gaumen, Staub in der Länge.<br />
89 Punkte</p>
<p><strong>Chateau du Tertre 2009 (Margaux)</strong><br />
Transparentes Rubin im Glas, etwas hölzerner Duft öffnet sich mit dunklen Beeren, Pflaumen in der zweiten Nase, fest und stoffig am Gaumen, gut eingebundene Säure.<br />
93 Punkte (90-92 Parker)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-beychevelle-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Chateau Beychevelle 2009</p>
<p><strong>Chateau Beychevelle 2009 (Saint-Julien)</strong><br />
Dunkle Brombeeren, Würzigkeit am Gaumen unterstützt von schöner Säure, Muskatnuss in der Länge.<br />
92 Punkte (93 Parker, 90-93 Wine Spectator)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-branaire-ducru-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Chateau Branaire-Ducru 2009</p>
<p><strong>Chateau Branaire-Ducru 2009 (Saint-Julien)</strong><br />
Duftige Nase mit Brombeeren und Hagebutte, Schwarze Johannisbeeen mit Caramel in der zweiten Nase, intensive Säure, die diesem Bordeaux aber gut steht.<br />
91 Punkte (92-95 Parker, 92-95 Wine Spectator)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-leoville-barton-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Chateau Leoville Barton 2009</p>
<p><strong>Chateau Leoville Barton 2009 (Saint-Julien)</strong><br />
Duftig rotfruchtig in der Nase, dezente Brombeeren in der zweiten Nase, eher schmale Säure, ausgewogene Länge.<br />
90 Punkte (93-95+ Parker, 92-95 Wine Spectator)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-talbot-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Chateau Talbot 2009</p>
<p><strong>Chateau Talbot 2009 (Saint-Julien)</strong><br />
Duftige Nase mit schöner Frucht, Grüne Paprika in der zweiten Nase, packende Intensität am Gaumen mit frischer Säure. Potenziel.<br />
92 Punkte (92-94 Parker, 92-95 Wine Spectator)</p>
<p><strong>Chateau Clerc Milon 2009 (Pauillac)</strong><br />
Duftige Nase, zweite Nase besticht durch in Frucht gut eingebundene Würze, kurz wuchtig am Gaumen, trocken, später kommt er noch mal.<br />
88 Punkte (92 Parker, 93-96 Wine Spectator)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-lynch-moussas-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Chateau Lynch-Moussas 2009</p>
<p><strong>Chateau Lynch-Moussas 2009 (Pauillac)</strong><br />
Runde Nase, Paprika und Pfeffer in der zweiten Nase, Paprika auch am Gaumen, später saftig frische Frucht.<br />
89 Punkte (88-90 Parker, 88-91 Wine Spectator)</p>
<p>2009 ist ganz sicher einer der besten Jahrgänge in Bordeaux in der jüngeren Geschichte. Er ist frühzeitig nicht einhellig als großartig bewertet worden <a href="http://weinverkostungen.de/bordeaux-2009-vintage/">(wir berichteten)</a>, später wurde er zum Spitzenjahrgang. Gleichzeitig bleibt Bordeaux 2009 bezahlbar. Es sind im Schnitt sehr gute Rotweine zu einem vernünftigen Preis derzeit auf dem Markt. Manchmal sollte man – wie wir in der Verkostung – etwas abseits von großen Namen schauen. Aus meiner Sicht bringt vor allem das rechte Ufer mit seinen in der Regel jünger zu konsumierenden Weinen erschwingliche Spitzenweine hervor. Das linke Ufer der Gironde präsentiert sich fabelhaft, wird jedoch meiner Meinung nach in der eigentlichen Stärke dieser Weine aus Bordeaux – nämliche der Reife nach Lagerung – mit den Jahrgang 2009 langfristig nicht wirklich punkten können.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-canon-la-gaffeliere-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgang Bordeaux 2009" /><br />
Unsere Punktbewertungen stehen in einem Gleichgewicht mit allen unseren anderen  Bewertungen von z.B. Großen Gewächsen aus Deutschland, dem Brunello oder Vino Nobile aus der Toskana. Da wir bei weinverkostungen.de nicht wie Robert Parker und Konsorten dem Zitationszwang bei Punkten unterliegen, verständigen wir uns hier mit realistischen Bewertungen. Diese sind ehrlich und dadurch in Schnitt etwas geringer aus bei den Päpsten. Wir sind von dieser Vergabe der Punkte überzeugt und hoffen auch, dass sie glaubwürdiger ist. Da der Markt jedoch durch die großen Namen entschieden wird, haben wir uns erlaubt diese Punktbewertungen – soweit verfügbar – hinzuzufügen.</p>
<p><img src="http://vg06.met.vgwort.de/na/cc8ecbde31534c9c803425a47c976d77" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Ecovin: Drei Weine vom Weingut Abril</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/ecovin-drei-weine-vom-weingut-abril/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 22:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Baden]]></category>
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		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Nein das ist kein Abrilscherz. Wir verkosten nun Bioweine aus Baden. Genauer, vom Kaiserstuhl kommen sie. Das Weingut Abril bewirtschaftet dort 12 Hektar. Es besteht seit 1740 und wird nun in der achten Generation als Familienweingut betrieben. Das Weingut Abril arbeitet seit 2009 nach den Regeln des Bioweinverband ecovin. Die ökologische Landwirtschaft geht bei diesem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/ecovin-weingut-abril.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Ecovin: Drei Weine vom Weingut Abril" />Nein das ist kein Abrilscherz. Wir verkosten nun Bioweine aus Baden. Genauer, vom Kaiserstuhl kommen sie. Das Weingut Abril bewirtschaftet dort 12 Hektar. Es besteht seit 1740 und wird nun in der achten Generation als Familienweingut betrieben. Das Weingut Abril arbeitet seit 2009 nach den Regeln des Bioweinverband ecovin. Die ökologische Landwirtschaft geht bei diesem Verband deutlich über die EU-Vorgaben hinaus. Der ganzheitliche Ansatz von ecovin bezieht zum Beispiel den Naturschutz und die Förderung von Artenvielfalt in das Konzept des Weinbaus ein.<span id="more-8240"></span></p>
<p>Das mit dem Biowein ist immer eine schwierige Kiste. Immerhin gibt es den Begriff nun endlich durch die EU. Ab dem Jahrgang 2012 wird dann „Biowein“ auf dem Etikett stehen dürfen. Zuvor war es „Wein aus Trauben aus biologischem Anbau“. Alles was nach der Ernte geschah, wurde zuvor nicht geregelt. Damit ist vor allem das geheimnisumwobene Thema Keller gemeint. Diese neue Regelung wird bestimmt für mehr Klarheit sorgen.</p>
<p>Das Verwirrspiel verschiedener Vorgaben von Verbänden und deren weltanschaulicher Orientierung wird die neue EU-Regelung nicht auflösen. Der Gesetzgeber kann immer nur Mindeststandards setzten. Beim Thema Bio ist leider eine Vielzahl von Erzeugern zu beobachten, denen es leider nur um diese Mindeststandards geht. Von daher kann man den Verbänden wie ecovin, Demeter, Naturland und Bioland nur dankbar dafür sein, dass sie eine Idee von einer besseren Welt haben und nicht nur den Vermarktungsgrund Bio liefern.</p>
<p>Bei den drei zur Verkostung stehenden Weinen des Weinguts Abril ist es noch etwas komplizierter. Sie stammen „aus Trauben aus der Umstellung auf den ökologischen Landbau“. Hintergrund ist, dass früher eingesetzte Mittel, die im ökologischen Landbau nicht erlaubt sind, einige Zeit brauchen um sich abzubauen. Daher gibt es immer eine Umstellungsphase. Es ist natürlich nicht nur legal sondern auch legitim – im Guten wie auch Schlechten &#8211; darauf hinzuweisen. Aber irgendwie geht es mir beim Thema Biowein immer genauso: Je mehr ich mich damit beschäftige, umso großer werden die Fragen, die dieses Thema aufwirft.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weingut-abril-biowein.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Ecovin: Drei Weine vom Weingut Abril" />Eigentlich meint man Sachen nach einiger Zeit verstehen zu können. Aber Bio scheint unendlich kompliziert zu sein. Dabei sollte es doch um eine ziemlich einfache Sache gehen: Wie schaffen wir es diese Erde nicht mehr zu verwüsten, als es nötig ist, um uns glücklich am Leben zu erhalten? Und zu diesem Glück gehört es auch, dass unsere Nachfahren etwas Positives auf dieser Erde erleben können, was unsere Großväter schon kannten. So etwas könnte eine Waldwanderung sein, bei der man nicht andauernd auf Zivilisationsmüll stößt.</p>
<p>Da kann man auch gerne sich die Herkunft dieser Weine des Kaiserstuhls mal anschauen. Er wurde vor einigen Jahrzehnten deutlich umgestaltet. Dies wirft eine grundsätzliche Frage nach Ursprünglichkeit auf. Andererseits ist Weinbau immer eine Kultivierung von Natur. Wir sehen dies in den deutschen Weinbauregionen zum Teil seit zwei Jahrtausenden. Die in den neuzeitlichen Weinen verwendeten Rebsorten haben auch überhaupt nichts mit den urzeitlichen Trauben zu tun. Trotzdem hat Wein immer den Schein von Ursprünglichkeit. Ein Thema der kirchlichen Liturgie und Dramaturgie mit dem Messwein. Aber eben auch des Bioweins.</p>
<p>Diese eher grundsätzlichen Überlegungen führen etwas weg von den drei konkreten Flaschen, die nun verkostet werden sollen. Wir beginnen mit dem Weißen Burgunder Kabinett trocken aus dem Jahr 2010. Dieser Wein vom Kaiserstuhl zeigt sich in einem dunkleren Strohgelb im Glas. In der Nase ist reife Birne mit einer frischen floral geprägten Briese. Die zweite Nase ist duftig mit Lychies. Am Gaumen hat man ein fruchtiges Volumen mit wenig Säure. Trotzdem ist dieser Weiße Burgunder merklich trocken. In der schönen Länge bleibt ein reifer Apfel fruchtig stehen. Guter Wein des Weinguts Abril.</p>
<p>Weingut Abril Weißer Brugunder Kabinett trocken 2010<br />
Baden &#8211; Kaiserstuhl<br />
Erzeuger: Weingut Abril<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12,5 %<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 7,90 €<br />
Verschluss: Schrauber<br />
Quelle: Ab Weingut<br />
AP-Nr: 309 9 11<br />
EAN keine vorhanden</p>
<p>Als nächstes haben wir den Chardonnay Spätlese trocken im Glas. Dieser Wein des Weingut Abril stammt ebenso aus dem Jahrgang 2010. Dieser Chardonnay stammt aus der Lage Bischoffinger Enselberg. Der Deutsche Weinatlas hebt diese Einzellage nicht bosenders qualitativ hervor. Diese trockene Spätlese vom Weingut Abril zeigt sich in einem dunkleren Strohgelb mit grünen Reflexen im Glas. In der Nase ist Karamell mit frischem Apfel. In der zweiten Nase kann man etwas Vanille riechen. Der Chardonnay ist erdig am Gaumen und hat recht fruchtige Intensität.</p>
<p>An einigen Stellen scheint mir dieser Wein vom Weingut Abril etwas viel Holz gesehen zu haben. Milde Kräuter im langen wuchtig-fruchtigem Nachhall. Am Flaschenboden findet man feinbröseligen Weinstein. Zum Hummer ist dieser Chardonnay vom Weingut Abril sicherlich ein guter Begleiter. Mit knapp elf Euro ist er eine sehr preisgünstige Alternative zu den Kollegen aus dem Burgund mit den klangvollen Namen Saint-Veran und vor allem Meursault.</p>
<p>Weingut Abril Bischoffinger Engelberg Chardonnay Spätlese trocken 2010<br />
Baden &#8211; Kaiserstuhl<br />
Erzeuger: Weingut Abril<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13,5 %<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 10,80 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Ab Weingut<br />
AP-Nr: 309 25 11<br />
EAN keine vorhanden</p>
<p>Der dritte Wein im Bunde ist der Gewürztraminer „Berenauslese im Barrique gereift“ ebenfalls aus der Lage Bischoffinger Enselberg. Er ist ebenfalls aus dem Jahrgang 2010. Dieser Gewürztraminer vom Weingut Abril ist in einem dunkleren Goldgelb im Glas. In der Nase ist hell-floraler Honig mit Würze. Die zweite Nase offenbart Fliederblüten mit dem sehr rebsortentypischen rosa-Rosenduft dezent im Hintergrund. Am Gaumen ist diese Beerenausles Gaumen konzentriert. Nelken, Zimt und Muskat zeigen sich bei diesem Gewürztraminer vom Weingut Abril in schöner Harmonie.</p>
<p>Das diese Beerenauslese lange Anhält, brauche ich glaube ich nicht zu schreiben. Dabei taucht eine schöne medizinale Note auf. Dass dieser Wein des Weinguts Abril gerade wesentlich zu jung im Glas landet, ist sicherlich auch kein Geheimnis. Geiler Stoff! Gewürztraminer Beerenauslese, braucht man so etwas? Jeder, der das probiert hat, wird die Frage sich nicht mehr trauen zu stellen. Der Rebsorte steht Restsüße ziemlich gut. Den Wein sollte man noch einmal in einigen Jahren probieren.</p>
<p>Weingut Abril Bischoffinger Engelberg Gewürztraminer Beerenauslese 2010<br />
Baden &#8211; Kaiserstuhl<br />
Erzeuger: Weingut Abril<br />
Inhalt: 0,5 Liter<br />
Alkohol: 11,5 %<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 22 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Ab Weingut<br />
AP-Nr: 309 26 11<br />
EAN keine vorhanden</p>
<p>Diese Weine vom Weinguts Abril schmecken mir ganz spontan alle. Jeder auf seine Weise. Mit ihren Preisen sind sie nicht nur marktkonform (was ja häufig bei Weinen aus biologischem Anbau in diesem Preissegment zu beobachten ist), sondern sie sind sogar erschwinglich. Alle drei Weine bräuchten eigentlich kein Logo von ecovin um vermarktet zu werden. Das sie es haben, ist ein Zusatznutzen. Denn man trinkt doch gerne Wein, wenn man weiß, dass mit der Natur schonend umgegangen wird.</p>
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		<title>Clancys von Peter Lehmann</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 15:52:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte des Erzeugers Peter Lehmann geht auf das Jahr 1980 zurück. Fast schon legender ist überliefert, dass Lehmann &#8211; damals noch für einen anderen Erzeuger tätig &#8211; eine Überproduktion anbauender Winzer abnahm und kurzerhand damit seine eigene Kellerei gründete. Die Weinbauern sollen so vor dem Ruin gerettet worden sein. Zudem entstand mit der Marke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/peter-lehmann-clancys.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Clancys von Peter Lehmann" />Die Geschichte des Erzeugers Peter Lehmann geht auf das Jahr 1980 zurück. Fast schon legender ist überliefert, dass Lehmann &#8211; damals noch für einen anderen Erzeuger tätig &#8211; eine Überproduktion anbauender Winzer abnahm und kurzerhand damit seine eigene Kellerei gründete. Die Weinbauern sollen so vor dem Ruin gerettet worden sein. Zudem entstand mit der Marke Peter Lehmann einer der mengenmäßig bedeutendsten Weinerzeuger aus Australien. Mit dem Mentor, dem Stonewell Shiranz oder auch dem Clancys wurden recht bekannte und zuweilen auch markante Rotweine geschaffen. Heute gehört Peter Lehmann  zur „Hess Family“. Für den Weinerzeuger Lehmann bauen 185 Weinbauern mit festen Lieferverträgen die Reben an. Besonders bei den hochwertigeren Weinen kommen die Trauben aus eigenem Anbau.<span id="more-8237"></span></p>
<p>Der Clancys von Peter Lehmann besteht aus den Rebsorten Shiraz, Cabernet Sauvignon und Merlot. Dieser Rotwein ist 12 Monate in Fässern aus amerikanischer und französischer Eiche ausgebaut worden. Der Clancys ist dicht dunkelrot im Glas. In der Nase nicht reife Kirschen und Pflaumenmus. Die zweite Nase erinnert an saftige Rotweine aus Bordeaux. Am Gaumen zeigt dieser Wein von Peter Lehmann mit einer gut balancierten Säure angenehm trockene Frische. Dabei wird vor allem ein guter Ausgleich zur reifen Frucht in der Nase erzeugt. Dezent machen sich beim Clancys von Peter Lehmann Karamell und Vanille vom amerikanischen Holz neben leichter Würze in der Länge bemerkbar. Schön an diesem Wein ist, wie die Rebsorten und der Fassausbau harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Darin übertrifft der Clancys von Peter Lehmann so manchen reinrebsortigen Rotwein (Shiraz) aus Australien in ähnlicher Preislage.</p>
<p>Peter Lehmann Clancys 2007<br />
Australien &#8211; Barossa<br />
Erzeuger: Peter Lehmann Wines LTD<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 14 %<br />
Jahrgang: 2007<br />
Einkaufspreis: 15,00 €<br />
Verschluss: Presskorken<br />
Quelle: Fachhandel<br />
EAN 9311910102069</p>
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		<title>Rotwein J. P. Chenet Cabernet-Syrah</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 13:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Anfang steht immer eine Frage. Hier ist es eigentlich gar nicht die, wie dieser Wein schmeckt, sondern ob man ihn überhaupt verkosten und dann zudem hier auch noch vorstellen sollte. Das Verkosten auch geringpreiseisiger Weine halte ich immer wieder für sehr sinnvoll. Zum einen verliert man so nicht die Schätzung für gutes Winzerhandwerk. Zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/j-p-chenet-cabernet-syrah.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rotwein J. P. Chenet Cabernet-Syrah" />Am Anfang steht immer eine Frage. Hier ist es eigentlich gar nicht die, wie dieser Wein schmeckt, sondern ob man ihn überhaupt verkosten und dann zudem hier auch noch vorstellen sollte. Das Verkosten auch geringpreiseisiger Weine halte ich immer wieder für sehr sinnvoll. Zum einen verliert man so nicht die Schätzung für gutes Winzerhandwerk. Zum zweiten – das ist ein professioneller Grund – sollte man meiner Meinung nach wissen, was viele Leute trinken. Und J. P. Chenet ist dermaßen erfolgreich in Sachen Mengenvermarktung. Man sieht sich selbst als stärkste Weinmarke aus Frankreich. Die Weine von J. P. Chenet werden in über 160 Ländern verkauft. Nach Libyen, Saudi-Arabien und Grönland werden sie nicht exportiert. In Deutschland findet man J. P. Chenet in fast jedem Supermarkt.<span id="more-8221"></span></p>
<p>Dabei ist die Marke J. P. Chenet gar nicht so alt. Man begann erst 1984. Im folgenden Jahr wurden dann ein Rotwein aus Cabernet Sauvignon und ein Blanc de Blanc vermarktet. Ständig weitete man das Sortiment auf weitere Rebsorten und Formate wie Kleinfaschen und die Bag-in-Box aus. Das Branding von J. P. Chenet blieb aber konsequent gleich. Dazu gehört auch die deutlich wieder erkennbare 0,75l-Flasche mit dem leicht gebogenem Hals und der Griffdelle für den Daumen beim einschenken. Diese hat sogar der inzwischen auf den Markt gebrachte Schaumwein von J. P. Chenet.</p>
<p>Doch wenden wir uns dem Cabernet-Syrah von J. P. Chenet zu. Ihn gibt es in 8 verschiedenen Verpackungseinheiten. Die seltsamste davon ist ein Isipack mit 18,7 cl Inhalt. Das ist so eine Art Capri-Sonne-Verpackung. Man kann diesen Wein also direkt aus dem Beutel trinken ohne ihn vorher riechen zu müssen/können. Der J. P. Chenet kommt aus den Languedoc-Roussilon im Südwesten Frankreichs und ist als Vin de Pays gekennzeichnet. Die manchmal zu sehende Abkürzung VDP ist hier fragwürdig. So handelt es sich ja um Landwein.</p>
<p>Zu diesem Rotwein von J. P. Chenet selber: Rubinrot schimmert der Cabernet-Syrah im Glas. In der Nase ist er extrem verhalten. Dezente rote Fruchtnoten mit Hagebutte klingen an. Zugleich riecht man die noch recht moderaten 13% Alkohol. In der zweiten Nase sind milde Gewürze, etwas Zimt mit Vanille. Am Gaumen dünn mit Muskat und einem kurzen Fruchtschub. Aus meiner Sicht ist der Cabernet-Syrah völlig belanglos. Zugleich ist er fehlerfrei. Das ist schon mal was bei 2,99 Euro im Supermarkt.</p>
<p>J. P. Chenet Cabernet-Syrah 2010<br />
Frankreich<br />
Erzeuger: J. P. Chenet<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13 %<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 3,00 €<br />
Verschluss: Silikon<br />
Quelle: Supermarkt<br />
EAN 3263286301323</p>
<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/aeaaac90c553440791a1201f824fe62f" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Miguel Torres Santa Digna Cabernet Sauvignon Reserve</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/miguel-torres-santa-digna-cabernet-sauvignon-reserve/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 21:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Weinerzeuger Torres kennt man vor allem aus Spanien, wo die Familie schon in 17. Jahrhundert Wein anbaute. Doch 1979 ging Miguel Torres nach Chile, kaufte dort ein kleines Weingut und baute modern um. Seit Anfang 2010 hat sein gleichnamiger Sohn die Geschäfte übernommen und führt sie im Sinne seines Vaters weiter (wir berichteten). Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/miguel-torres-santa-digna.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Miguel Torres Santa Digna Cabernet Sauvignon Reserve" />Den Weinerzeuger Torres kennt man vor allem aus Spanien, wo die Familie schon in 17. Jahrhundert Wein anbaute. Doch 1979 ging Miguel Torres nach Chile, kaufte dort ein kleines Weingut und baute modern um. Seit Anfang 2010 hat sein gleichnamiger Sohn die Geschäfte übernommen und führt sie im Sinne seines Vaters weiter <a href="http://weinverkostungen.de/miguel-torres-junior-geht-nach-chile/">(wir berichteten)</a>. Das Weingut Miguel Torres erzeugt vor allem Rotweine aus Cabernet Sauvignon aber auch dem für Chile typisch gewordenem Carmenere und Merlot. Als Weißweine gibt es hauptsächlich Chardonnay und Sauvignon Blanc. Der Santa Digna Cabernet Sauvignon Reserve von Miguel Torres ist 7 Monate ich amerikanischem Holz ausgebaut worden.<span id="more-8217"></span></p>
<p>Dunkel und dicht Lila ist der Santa Digna Cabernet Sauvignon im Glas. In der Nase machen sich reife und saftige Brombeeren bemerkbar. Leider ist beim Santa Digna der Alkoholgrad von 14% auch etwas zu riechen. In der zweiten Nase sind bei diesem Rotwein von Miguel Torres Casis und dunkle Kirschen wahrzunehmen. Der Gaumen ist bei einem mittleren Körper weich und rund mit etwas dunkler Schokolade und reifer Fruchtigkeit geprägt. Die Säure ist gar nicht so präsent, aber genug um diesen Cabernet Sauvignon nicht langweilig erscheinen zu lassen. </p>
<p>Miguel Torres Santa Digna Cabernet Sauvignon Reserve 2009<br />
Chile – Valle Central<br />
Erzeuger: S.V Miguel Torres S.A.<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 14 %<br />
Jahrgang: 2009<br />
Einkaufspreis: 7,00 €<br />
Verschluss: Schrauber<br />
Quelle: Fachhandel<br />
EAN 8410113005267</p>
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		<item>
		<title>Chianti Classico 2009</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/chianti-classico-2009-2/</link>
		<comments>http://weinverkostungen.de/chianti-classico-2009-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 17:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt noch eine Kleinigkeit nachzuholen. Es handelt sich um eine umfangreiche Verkostung des noch aktuellen Jahrgangs Chianti Classico 2009. Zum Einstieg der Verkostung haben wir uns mit dem vorherigen Jahrgang 2008 beschäftigt. Dies galt auch etwas zur Einstimmung, zur Selbsteichung und -kontrolle. Leichte Korrekturen gegenüber der Verkostung im Jahr 2010 sind somit angebracht. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chianti-classico-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" />Es gibt noch eine Kleinigkeit nachzuholen. Es handelt sich um eine umfangreiche Verkostung des noch aktuellen Jahrgangs Chianti Classico 2009. Zum Einstieg der Verkostung haben wir uns mit dem vorherigen Jahrgang 2008 beschäftigt. Dies galt auch etwas zur Einstimmung, zur Selbsteichung und -kontrolle. Leichte Korrekturen gegenüber der Verkostung im Jahr 2010 sind somit angebracht. Das ist nicht ungewöhnlich, so verändert sich der Wein in der Flasche (teilweise waren es zuvor auch Fassproben), man hat Tagesformen und einige Chianti Classico waren im vergangenen Jahr noch Fassproben. 2008 und 2009 gelten in der Toskana als sehr gut; so auch beim Chianti Classico.<span id="more-8192"></span></p>
<p><strong><em>Chianti Classico 2008</em></strong></p>
<p><strong>Barone Riscasoli &#8211; Castello di Brolio</strong><br />
80% Sangiovese, 10% Merlot, 10% Cabernet Sauvignon<br />
Rubinrot mit leichten Eintrübungen, reife und süßliche Kirsche mit etwas Holz in der Nase, Amarena in der zweiten Nase, schlanker Gaumen mit kräftig trockener Säure, unausgewogen.<br />
84</p>
<p><strong>Castello delle Stinche &#8211; Fattoria di Lamole &#8211; Antico Lamole Vigna Grospoli</strong><br />
100% Sangiovese<br />
Helles Rubin mit ziegelrotem Rand, Caramel mit vegetativen Noten in der Nase, frischer und leichter Gaumen mit Apfelaromen, in der mittleren Länge erstaunlich verspielt.<br />
83</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/volpaia-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Castello di Volpaia</strong><br />
90% Sangiovese, 5% Merlot, 5% Syrah<br />
Klares Rubinrot mit hellem Rand, süße Fruchtnase, gute integrierte Säure, auch der Gaumen ist angenehm mit reifen Früchten, schöner Nachhall. Man fährt bei Volpaia sehr gut mit dem Schwerpunkt auf dem Sangiovese. Syrah ist im Chianti Classico nicht sehr häufig. Es scheint ihm aber gut zu tun.<br />
90</p>
<p><strong>Lamole di Lamole</strong><br />
90% Sangiovese, 5% Canaiolo, 5% Malvasia Nera<br />
Klares Rubinrot, Cramel in der Nase, zweite Nase bringt harmonisch Früchte in den Mittelpunkt, kräftiger Gaumen mit schwungvoller Säure. Exrem lang.<br />
87</p>
<p><strong>Melini</strong><br />
90% Sangiovese, 5% Cabernet Sauvignon, 5% Merlot<br />
Etwas trübes Rubinrot, Schokoladen-Caramel in der Nase, zweite Nase von Frucht untermalt, wirkt dabei etwas kitschig und gemacht, der Gaumen erfüllt die Erwartungen nicht und lässt diesen Chianti Classico als unausgewogen erscheinen, zu deutliche Säure.<br />
85</p>
<p><strong>Poggerino</strong><br />
100% Sangiovese<br />
Dunkleres Rubinrot, kräftige Aromen mit eingelegten Kirschen und süßen Pflaumen in der Nase, Gewürze im Hintergrund, etwas stichig, wuchtige und trockene Würze am Gaumen. Hier versteht man schon, dass viele andere Chianti Classico nicht nur aus Sangiovese bestehen. Auch wenn dies so bestimmt auch eine Berechtigung hat.<br />
85</p>
<p><strong>Poggio Bonelli</strong><br />
90% Sangiovese, 10% altri vitigni<br />
Dunkel trübes Rot im Glas, dunkle Schokolade in der Nase, zweite Nase mit Schwarzwälder-Kirsch-Torte, Weiße Kirschen am Gaumen, die Säure spielt mit der Frucht. Gegenüber der Verkostung dieses Weins im verganenen Jahr präsentiert es sich heute etwas besser.<br />
84</p>
<p><strong>Tenuta Villa Trasqua</strong><br />
95% Sangiovese, 3% Colorino, 2% Malvasia Nera<br />
Kares Rubinrot, süßlicher Duft mit etwas Brause, in der zweiten Nase sind dunkle Kirschen, frucht geprägter Gaumen, gefällig auch in der Länge.<br />
86</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chianti-classico-collection.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" />Doch nun zur eigentlichen Verkostung des Chianti Classico aus dem Jahr 2009. Die Vorauswahl der verkosteten Weine entsteht zuerst dadurch, welche Weine angestellt werden. Als zweites wählen wir aus. Dabei werden die Chianti Classico von Erzeugern berücksichtigt, die bislang aus unserer Sicht schon gute Weine in die Flasche gebracht haben. Um auch anderen Weingütern eine Chance zu geben, werden diese zum Teil zufällig zum anderen Teil weil sie irgendwo aufgefallen sind in die Verkostung eingefügt. Die Verkostung selbst findet dann verdeckt statt, was jedem Chianti Classico seine Chance zusichert.</p>
<p><strong><em>Chianti Classico 2009</strong></em></p>
<p><strong>Bandini Villa Pomona</strong><br />
klares rubinrot im Glas, dezente Sauerkirschen in der Nase, frisch und erst etwas stichig am Gaumen, wird dann aber weicher, angenehm runde Länge mit etwas Caramel.<br />
85</p>
<p><strong>Bibbiano &#8211; Montornello</strong><br />
Dunkleres Rubinrot, eingekochte Waldfrüchte in der Nase, florale Noten in der zweiten Nase, packender wuchtiger Gaumen, kräftige Säure ist gut eingebunden, in der Länge etwas unausgewogen.<br />
87</p>
<p><strong>Borgo Salcetino</strong><br />
Leuchtend klares Rubinrot mit hellem Rand, würze und Dörrobst in der Nase, weicher Gaumen mit etwas Schokolade, ist recht schnell wieder weg und bleibt zugleich extrem dezent stehen.<br />
84</p>
<p><strong>Casa Sola</strong><br />
Dunkleres rot mit klarem Einschlag im glas, frucht neben dunklen Mischbrot in der Nase, zweite Nase mit Amarenakirschen, beschwingte Säure am Gaumen, schwingt harmonisch ab, aber der Geruch?<br />
82</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/castellare-di-castellina-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Castelare di Castellina</strong><br />
rubinrot, leicht trüb, ausgewogene fruchtnase, trockener Gaumen mit gut integrierter Säure, angenehme dezente Frucht, gute Länge. Der Castellare wird noch etwas zulegen.<br />
88</p>
<p><strong>Castello di Selvole</strong><br />
Rubinrot, Nougat-Caramel mit leichter Frucht, zweite Nase mit süßer Kirschsauce, strenger Gaumen, grüne Noten im Nachhall.<br />
83</p>
<p><strong>I Sodi</strong><br />
Dunkles rubinrot, Pinien in der Nase, fruchtig in der zweiten Nase, intensiv am Gaumen Würze spielt mit Frucht und ist von caramelligen Noten untermalt. Außergewöhnlich und polarisierend.<br />
86</p>
<p><strong>Podere di Cappella</strong><br />
Dunkle Farbe, etwas kitschige frucht in der Nase, weich am Gaumen, wodurch der brausige Eindruck bleibt. Der wird bestimmt vielen Leuten schmecken. Aber ist es ein Chianti?<br />
84</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/querciabella-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Querciabella</strong><br />
Helles Rubin, leicht trüb, sehr schöne Mon-Cheri-Kirsche in der Nase, in der zweiten Nase mit etwas Vanillepudding, Gaumen leicht und mit erfrischender Säure, etwas Schokolade, guter Nachhall. Fein.<br />
89</p>
<p><strong>Rocca di Montegrossi</strong><br />
Rubinrot, zimtige Rauchnoten in der Nase, zweite Nase mit etwas Unterholz, kräftige Säure unausgewogen, wenn auch ziemlich lang.<br />
82</p>
<p><strong>Ruffino &#8211; Santedamme</strong><br />
Dichtes Ruinrot, süße Kirsche mit Waldfrüchten in der Nase, intensive Säure neben feinem Geschmack, lang.<br />
85</p>
<p><strong>Villa Cerna</strong><br />
Dunkel-klares Rubinrot, Frucht mit etwas Alkohol, der Gaumen ist auch nicht wirklich erfreulich.<br />
83</p>
<p>Weiter geht es mit der Verkostung des Chianti Classico Riserva aus dem Jahrgang 2008. Dieser wird in der Regel ungefähr ein Jahr länger in großen Fässern ausgebaut und daher auch ein Jahr später vermarktet. Diese Weine zeichnen ich häufig über eine höhere Intensivität und einen feinen langen Nachhall aus.</p>
<p><em><strong>Chianti Classico Riserva 2008</strong></em></p>
<p><strong>Bibbiano – Vigna del Capannino</strong><br />
Dunkeres Rubin mit etwas Eintrübungen, schöne Frucht mit einem süßen Sherryton, in der zweiten Nase fällt etwas Stich auf, der Gaumen ist leicht unausgewogen, der Chianti bleibt dann noch recht lange stehen.<br />
85</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/capannelle-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Capannelle</strong><br />
Etwas dunklere aber klare Farbe, in der Nase ist kräftig Caramel, die zweite Nase bringt leicht stichig eingeweckte Früchte, der Gaumen zeigt gut integrierte Säure, Spannung wird recht lang gehalten.<br />
86</p>
<p><strong>Castellare di Castellina</strong><br />
Dunkles Rubinrot, eigentümlicher Geruch mit reifen und süßen Waldfrüchten, Gaumen kräufrig aber in sich gut ausbalanciert, runder Nachhall.<br />
89</p>
<p><strong>Cecchi</strong><br />
Dunkelrot, süße Frucht mit Kirschen und Brombeeren in der Nase, Gaumen erst von fülliger Säure geprägt, später zeigen sich auch viele feine Noten, gute Länge.<br />
88</p>
<p><strong>La Madonnina</strong><br />
Dunklers Rubin, leicht trüb, Himbeeren in der Nase, in der zweiten Nase sind Casis und Alkohol, trockener Gaumen mit relativ kräftiger Säure, schnell verabschiedet er sich.<br />
84</p>
<p><strong>Le Miccine</strong><br />
Klares Rubinrot, hell, Caramel in der Nase, in der zweiten Nase von Frucht untermalt, dünn am Gaumen bei kräftiger Säure, bleibt leicht &#8220;pelzig&#8221; stehen.<br />
83</p>
<p><strong>Querciavalle</strong><br />
Dunkles rubinrot, Pflaumen und süßes Cassis in der Nase, frischer Gaumen mit dezenter Würze, mittlere Länge, allerdings kommt ein komischer Nachgeschmack hinzu, der den Spass etwas verdirbt.<br />
85</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/2009-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Tenutta la Novella</strong><br />
Rubin mit leicht violetem Einschlag, Veilchenparfüm in der Nase, ist in der zweiten Nase kräftiger und mit Würze untermalt, der Gaumen bringt eine kräftigere Säure mit sich, der Nachhall zeigt wieder diese Veilchen, was soll man mit so einem Kitschwein machen? Liegt es evtl. an dem Teroldego den man hier beigemischt hat? Typisch Toskana ist es jedenfalls nicht.<br />
82</p>
<p>Abschließen möchten wir die Verkostung des Chianti Classico und zugleich diesen Report mit einigen Weinen die in die obigen Kategorien nicht passten aber trotzdem angestellt und von uns verkostet wurden.</p>
<p><strong>Lamole di Lamole</strong><br />
Chianti Classico Riserva 2007<br />
Dunkles klares rubinrot, würzige Nase mit Alkoholstich, im Hintergrund eingelegte Kirschen, sanfter Gaumen, der etwas zu leicht ist für diesen Geruchsauftritt, zu kurz. (2007 scheint ausnahmsweise ein nicht so glücklicher Jahrgang bei Lamole gewesen zu sein.)<br />
83</p>
<p><strong>Tenuta Villa Trasqua</strong><br />
Chianti Classico Riserva 2006<br />
Klares Rubinrot, etwas stichig in der Nase mit Fruchtkompott im Hintergrund, staubiger Gaumen, im mittleren Nachhall klingen dezent Kirschen an.<br />
85</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/castello-di-ama-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Castello di Ama – Vigneto Belavista</strong><br />
Chianti Classico 2007<br />
Trübes Rubinrot, harmonische Nase, wuchtig am Gaumen mit Würze gute Länge und Reifepotenzial.<br />
88</p>
<p><strong>Castello di Ama – Vigneto La Casuccia</strong><br />
Chianti Classico 2007<br />
Dunkleres Rubin, reife und in sich feine Nase, intensiv dabei aber rund am Gaumen.<br />
87</p>
<p><strong>Castello di Volpaia &#8211; Coltassala</strong><br />
Chiant Classico Riserva 2007<br />
Dunkles klare Rubinrot, dunkle Würze in der Nase mit reifen Waldfrüchten, kräftig am Gaumen, leider macht die Säure etwas starken Druck, in der sehr guten Länge bringt sie sich harmonisch ein, gutes Reifepotenzial.<br />
89 </p>
<p><strong>Castelli del Grevepesa &#8211; Clemente VII</strong><br />
Chianti Classico Riserva 2007<br />
Dunkles Rubinrot, dezent-harmonische Frucht mit etwas Tannenwald in der Nase, erst Weich am Gaumen, dann zeigt er seine Kraft. Zugleich bricht er nicht ungestüm aus. Gute Länge.<br />
87</p>
<p>(Noch im vergangenen Jahr stellte man beim Clemente 2008er Jahrgang an. Nun ist das Jüngste der 2007er. Was ist da los? hat man noch so viele alte Weine auf Lager oder traut man den aktuellen Jahrgängen nichts zu.)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chianti-classico-riserva-2008.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Hier Verkostungsberichte des Chianti Classico aus der Vergangenheit:</strong><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-2008/">Chianti Classico 2008</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-2007/">Chianti Classico 2007</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-riserva-2007/">Chianti Classico Riserva 2007</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-2006/">Chianti Classico 2006</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-riserva-2006/">Chianti Classico Riserva 2006</a></p>
<hr />Ähnliche Beiträge:<ul><li><a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-lamole-di-lamole-2007/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Chianti Classico: Lamole di Lamole 2007">Chianti Classico: Lamole di Lamole 2007</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/toskanische-woche/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Toskanische Woche">Toskanische Woche</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/rebsorten-im-chianti-classico/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Rebsorten im Chianti Classico">Rebsorten im Chianti Classico</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/castelgreve-chianti-classico-riserva/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Castelgreve Chianti Classico Riserva">Castelgreve Chianti Classico Riserva</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/poggio-bonelli-chianti-classico/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Poggio Bonelli Chianti Classico">Poggio Bonelli Chianti Classico</a></li></ul><hr /><small>Copyright &copy; 2006-2009 <a href="http://weinverkostungen.de/"> weinverkostungen.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. </small>]]></content:encoded>
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		<title>Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 17:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren hat sich der Rotwein Fabelhaft von Niepoort einen sicheren Rang in den Regalen deutscher Weinfachhändler erarbeitet. Er kann durchaus – mal Mateus Rose mit seinen weltweit 50 Millionen Flaschen pro Jahr ausgeklammert – als bekanntester Wein aus Portugal auf dem deutschen Markt gelten. Das führt zu einem jährlichen Absatz von 400.000 Flaschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/2010-fabelhaft-branco.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010" />Seit einigen Jahren hat sich der Rotwein Fabelhaft von Niepoort einen sicheren Rang in den Regalen deutscher Weinfachhändler erarbeitet. Er kann durchaus – mal Mateus Rose mit seinen weltweit 50 Millionen Flaschen pro Jahr ausgeklammert – als bekanntester Wein aus Portugal auf dem deutschen Markt gelten. Das führt zu einem jährlichen Absatz von 400.000 Flaschen in Deutschland. Die Zeitschrift Weinwirtschaft hat den Jahrgang 2009 zurecht zum „Wein des Jahres 2011“ gekürt. Jedenfalls zeigt der Fabelhaft beständig, dass Portugal neben Portwein und Vinho Verde hervorragende und eigenständige trockene Rotweine aus dem Douro-Tal hervorbringen kann.<span id="more-8175"></span></p>
<p>Eine weitere Lücke könnte nun die weiße Version des Fabelhaft füllen. Noch wird auf dem deutschen Markt der Weißwein aus Portugal fast schon mit dem Vinho Verde gleichgesetzt. Selbst etablierte Fachhändler trauen sich nicht so richtig andere Weißweine aus Portugal &#8211; also einen Branco &#8211; in ihr Sortiment aufzunehmen. Die Gründe sind relativ einfach. Portugal gilt als warmes Anbauland mit dem Schwerpunkt auf Rotwein. Und Portugal ist leider noch etwas sehr für billige Weine &#8211; wie sie auch aus dem Gebiet Dao kommen &#8211; bekannt. Zudem haben wir hier im kühlen Deutschland hervorragende Rieslinge. Um hier Bestand zu haben, muss man erst einmal was richtig Gutes in die Flasche bekommen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/2010-fabelhaft-douro.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010" />Gelingt das dem neuen Fabelhaft Branco von Niepoort? Interessant sind schon mal die verwendeten Rebsorten. Beteiligt sind unter anderen Rabigato, Codega do Larinho, Gouveio, Dona Branca, Viosinho, Bical. Diese weißen Rebsorten werden in den höheren kühlen Bereichen des Douro-Tals werden schon lange angebaut. Trotz der kühlen Nächte kommt der Fabelhaft Branco dann doch auf seine 13% Alkohol, was jedoch in der Verkostung aufgrund des kräutrigen Körpers und einem dezenten Fassausbau nicht auffällt.</p>
<p>Doch zur eigentlichen Verkostung: Der neue weiße Wein von Niepoort zeigt sich in einem hellen Strohgelb mit grünen Reflexen im Glas. In der ersten Nase ist eine mineralische Kräuternote mit etwas Lavandel wahrzunehmen. Die Zweite Nase des Fabelhaft Branco offenbart eine reife und aromatische Frucht. Am Gaumen erfrischt dieser trockene Weißwein aus dem Douro-Tal und bringt leicht nussige Noten auf die Zunge. Die Säure ist beim Fabelhaft Branco gut balanciert. Vielschichtig geht er in den langen runden und spielerisch kräutrigen Nachhall mit Salbei.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/niepoort-branco.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010" />Der Fabelhaft Branco zeigt einmal mehr, dass Douro-Tal als Herkunft für trockene Weine sehr gut geeignet ist. Zudem kann dieser Weißwein davon überzeugen, dass Portugal komplexe und interessante Weine hervorbringen kann, die gegenüber deutschen Weinen (Rieslingen) in dieser Preiskategorie durchaus mithalten können. Der Fabelhaft Branco könnte mit seinem erschwinglichen Preis auch Weingenießer jenseits der Portugalfreaks an die spannende und spannungsreiche Welt der Weißweine aus dem Douro-Tal führen. Ein Wein den man auf jeden Fall einmal probieren sollte.</p>
<p><a href="http://weinverkostungen.de/douro-niepoort-fabelhaft-2007/">Den roten Wein von Fabelhaft haben wir hier schon mal vorgestellt.</a></p>
<p>Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010<br />
Portugal – Douro<br />
Erzeuger: Niepoort Vinhos S.A.<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13 %<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 10,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
<hr />Ähnliche Beiträge:<ul><li><a href="http://weinverkostungen.de/douro-niepoort-fabelhaft-2007/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Douro Niepoort Fabelhaft 2007">Douro Niepoort Fabelhaft 2007</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/quinta-do-crasto-douro-branco/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Quinta do Crasto Douro branco">Quinta do Crasto Douro branco</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/douro-evel-branco-2008/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Douro: Evel Branco 2008">Douro: Evel Branco 2008</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/verkostung-douro-boys/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Verkostung mit einem der Douro Boys">Verkostung mit einem der Douro Boys</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/100-todestag-von-wilhelm-busch/" rel="bookmark" title="Permanent Link: 100. Todestag von Wilhelm Busch">100. Todestag von Wilhelm Busch</a></li></ul><hr /><small>Copyright &copy; 2006-2009 <a href="http://weinverkostungen.de/"> weinverkostungen.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. </small>]]></content:encoded>
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		<title>Champagner Canard-Duchene Brut Rose</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 19:42:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Und schon wieder gibt es bei mir Champagner. Diesmal soll es ein Rose Brut von Canard-Duchene sein. Das Haus wurde 1868 von Victor Canard und Léonie Duchene gegründet. 1890 übernahm der Sohn Edmond die Verantwortung für die Champager. In dieser Zeit wurde Canard-Duchene am Hofe des russischen Zaren Nikolaus II beliebt. Ein Ende fand dies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-canard-duchene.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Champagner Canard-Duchene Brut Rose" />Und schon wieder gibt es bei mir Champagner. Diesmal soll es ein Rose Brut von Canard-Duchene sein. Das Haus wurde 1868 von Victor Canard und Léonie Duchene gegründet. 1890 übernahm der Sohn Edmond die Verantwortung für die Champager. In dieser Zeit wurde Canard-Duchene am Hofe des russischen Zaren Nikolaus II beliebt. Ein Ende fand dies bei der Ermordung der Zarenfamilie 1918. An die Zeit davor erinnert der Adler auf dem Etikett des Champagners. Zwischen 1978 bis 2003 gehörte Canard-Duchene zum Luxus-Haus LVMH, welches ja unter anderem für die extrem bekannten Champagner-Marken Vueve Cliqueot und Moet steht. Der Champagner Canard-Duchene Brut Rose besteht aus 40% Pinot Noir, 40% Pinot Meunier und 20% Chardonnay.<span id="more-8127"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/canard-duchene-brut-rose.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Champagner Canard-Duchene Brut Rose" />Der Rose-Champagner zeigt sich zart lachsfarben im Glas. Sein Schaum ist intensiv. Trotzdem hält die feine Perlage des Champagner Canard-Duchene Brut Rose lange an. Erst sind dezente Hefetöne zu riechen. Diese verschwinden jedoch recht schnell. Ein ganz weiches und sanftfruchtiges Buket mit subtilen Kirschen und Erdbeeren durchströmt die Nase. Die Säure ist bei feiner und cremiger Textur sehr gut eingebunden. Zugleich erfrischt und belebt der Canard-Duchene sofort. Im Nachhall besticht ein fruchtiger Granatapfel die Geschmacksnerven. Mit einer enorm schlüssigen Leichtigkeit bleibt der Rose Brut von Canard-Duchene stehen. Guter Stoff. Nur die Marke ist in Deutschland kaum jemandem bekannt. </p>
<p>Champagner Canard-Duchene Brut Rose<br />
NM-137-004<br />
Preis: 35 Euro<br />
Alkohol: 12%<br />
Bezug: Fachhandel</p>
<hr />Ähnliche Beiträge:<ul><li><a href="http://weinverkostungen.de/champagner-henri-de-valmond-brut-rose/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Champagner Henri de Valmond Brut Rose">Champagner Henri de Valmond Brut Rose</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/brut/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Brut">Brut</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/preiserhohungen-beim-rose-champagner/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Preiserhöhungen beim Rose-Champagner">Preiserhöhungen beim Rose-Champagner</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/rose-champagner/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Rose Champagner">Rose Champagner</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/lidl-champagner-bissinger-co-brut-rose/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Lidl-Champagner: Bissinger &#038; Co Brut Rose">Lidl-Champagner: Bissinger &#038; Co Brut Rose</a></li></ul><hr /><small>Copyright &copy; 2006-2009 <a href="http://weinverkostungen.de/"> weinverkostungen.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. </small>]]></content:encoded>
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		<title>Lidl-Champagner Comte de Brismand</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 12:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder. Immer im Dezember kehrt das Champagner-Fieber zurück. Er wird zu Weihnachten verschenkt, gerne auch getrunken oder zum Anstoßen auf das neue Jahr besorgt. Vor drei Jahren haben wir uns mal an den Aldi-Witwen-Champagner herangemacht. Dann musste letztes Jahr eine Flasche vom Bissinger Rose von Lidl dran glauben. Auch wenn der Champagner-Krieg nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/comte-de-brismand.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lidl-Champagner Comte de Brismand" />Alle Jahre wieder. Immer im Dezember kehrt das Champagner-Fieber zurück. Er wird zu Weihnachten verschenkt, gerne auch getrunken oder zum Anstoßen auf das neue Jahr besorgt. Vor drei Jahren haben wir uns mal an den <a href="http://weinverkostungen.de/aldi-champgner-veuve-durand-veuve-monsigny/">Aldi-Witwen-Champagner</a> herangemacht. Dann musste letztes Jahr eine Flasche vom <a href="http://weinverkostungen.de/lidl-champagner-bissinger-co-brut-rose/">Bissinger Rose von Lidl</a> dran glauben. Auch wenn der <a href="http://weinverkostungen.de/champagner-krieg-im-discounter/">Champagner-Krieg</a> nun vorbei ist, haben wir uns nun den deutlich preisgünstigeren Comte de Brismand (ebenfalls von Lidl) besorgt und kalt gelegt.<span id="more-8102"></span></p>
<p>„Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ (aktuelle Werbung von Media-Markt) ist irgendwie passend, klingt aber etwas nach am Strick baumelnden Western-Schurken. Hier spiegelt sich der feinköstliche Leistungsdruck wieder, der mit solchen Nummern wie Champagnern kanalisiert werden soll. Das gelingt jedoch selten. Dem Bedarf nach Entladung der Anspannung oder auch der Angst unter dem Baum nicht den Erwartungen der Lieben zu entsprechen, schafft den Bedarf an solchen Dingen wie preisgünstigem Champagner.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lidl-comte-de-brismand.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lidl-Champagner Comte de Brismand" />„Luxus für alle!“, mit diesem Slogan wirbt inzwischen Lidl unter anderem auch für den Comte de Brismand. Ein Spruch, wie er noch vor Jahren von der PDS-Jugendorganisation solid verwendet wurde, soll nun dem Discounter einen reichen Ansatz besorgen. Dabei ist der Spruch nicht besser oder sinnvoller geworden. Luxus kann nie für alle da sein. Bei den Linksradikalen hat es noch einen gewissen Sinn, da soziale Ungleichheit bis zum Endpunkt thematisiert wird. Champagner kann es jedoch nicht für alle Menschen immer geben. Aber für uns heute.</p>
<p>In der Werbung von Lidl wird für den Comte de Brismand eine ganze Reihe von Plaketten und Auszeichnungen verwendet. Da taucht die Stiftung Warentest oder auch die Berliner Weintropy auf. Die damals getesteten Chargen (L12410056, L 12 01 W6 und L 4201W6) bekommt man sehr wahrscheinlich nicht. Für uns stand der Comte de Brismand aus der Charge L1211W6 im Regal von Lidl. Es wäre sicherlich auch mal eine interessante Verkostung die Qualitätsvarianz vom Champagner einer Marke im unteren Preissegment zu verfolgen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-comte-de-brismand.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lidl-Champagner Comte de Brismand" />Die Herkunft des Comte de Brismand ist auch recht interessant. Es ist gar nicht so ungewöhnlich, dass die Erzeugung von großen Häusern in der Champagne übernommen wird. Der Comte de Brismand (NM-448-006) wird wie die ebenfalls bei Lidl erhältlichen Champagner von Bissinger (Brut Rose und Premium Cuvee; NM-130-041) vom riesigen Champagnerhaus Vranken-Pommery erzeugt. Jedenfalls behauptet das die Stiftung Warentest. Gerne ranken sich um solche Informationen fabelhafte Geschichten, dass die Champagner im Discounter außergewöhnlich gut sind.</p>
<p>Einen Erzeuger kann man an der Nummer auf der Flasche ablesen. Unser Comte de Brismand trägt die Nummer NM-448-006. Die Zahlen sind eine Erzeugernummer. Leider gibt es hierzu keine öffentliche Liste. Das Kürzel NM auf der Flasche Comte de Brismand von Lidl steht für Négociant-Manipulant. Das ist ein Champagner-Haus, welches die Trauben, Most oder Grundwein kauft und daraus Champagner erzeugt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lidl-champagner.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lidl-Champagner Comte de Brismand" />Zur Verkostung des Comte de Brismand von Lidl: Der Korken ploppt sehr schwungvoll. Passend zu einer Formel1-Siegerehrung ergießt sich der Champagner auf dem Wohnzimmerteppich. Heftiges schäumen im Glas. Dann aber recht bald deutlich müder. Ein-einhalb feine Perlenketten bleiben stehen. Helles strohgelb ist beim Lidl-Champagner Comte de Brismand im Glas. In der Nase ist grüner Apfel, Hefe und etwas Bauernmischbrot. Frisch und schmal am Gaumen mit schwungvoller Säure. Belebt, aber irgendwie etwas einfach. Der Comte de Brismand kommt mit ganz schmaler Frucht daher und wird sehr schnell müde.</p>
<p>So richtig angetan bin ich von dem Comte de Brismand nicht. Es ist ein akzeptabler Sekt für 11,99 Euro. Mehr nicht. Man bekommt eben häufig dann doch genau das, was man an der Kasse von Lidl bezahlt hat. Der Comte de Brismand hat weder etwas mit Luxus noch mit einem preisgünstigen Angebot zu tun. Sicherlich ist der Preis für diesen Champagner sehr niedrig. Für dieses Geld bekommt man aber auch sehr gute Flaschengärungen aus Deutschland oder einen vorzüglichen Cremant beispielsweise aus dem Elsass oder von der Loire.</p>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/3e25b7f6d6ee4d9f93ebff299ae9d182" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Champagner Henri de Valmond Brut Rose</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir waren wieder mal im Discounter auf Champagner-Suche. Da gab es als Posten-Artikel bei Aldi-Nord den Henri de Valmond Brut Rose für 14,99 Euro. Der Preis sollte für einen halbwegs trinkbaren Champagner in Ordnung gehen. Schnell mal gegoogelt: Henri de Valmond scheint es irgendwie gar nicht zu geben. Denn so ist die heutige Welt: Findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/henri-de-valmond.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Champagner Henri de Valmond Brut Rose" />Wir waren wieder mal im Discounter auf Champagner-Suche. Da gab es als Posten-Artikel bei Aldi-Nord den Henri de Valmond Brut Rose für 14,99 Euro. Der Preis sollte für einen halbwegs trinkbaren Champagner in Ordnung gehen. Schnell mal gegoogelt: Henri de Valmond scheint es irgendwie gar nicht zu geben. Denn so ist die heutige Welt: Findet man es nicht bei Google, so ist es nicht existent. Anders als der Lidl-Champagner Bissinger (früher noch als Bisinger geschrieben) findet man über Henri de Valmond kaum etwas Aussagekräftiges.<span id="more-8171"></span></p>
<p>Doch mal ruhig nachgeschaut. Der Champagner Henri de Valmond Brut Rose wird von der International Wine Broker GmbH (IWB) in Brühl vertrieben. Diese hat sich auf den Import für preisgünstige Weine aus Frankreich, Spanien, Italien und Portugal spezialisiert. Nicht selten findet man diese als Sonderposten bei Aldi. Damit ist seit Jahren ein gegenüber dem Standartsortiment höherwertiger Bereich bei Aldi etabliert worden. Verantwortlich für die IWB sind Gernot und Thorsten Lange, die man nicht mit den schreibenden so genannten Lange-Brüdern verwechseln sollte.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/henri-de-valmond-rose.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Champagner Henri de Valmond Brut Rose" />Durchaus interssant ist, dass der Schriftzug „Champagne“ auf dem Etikett dem des Aldi-Nord Champagners Veuve Durand recht ähnlich ist. Doch während der Standard Aldi-Champagner als MA (Marque d’Acheteur; also eine Handelsmarke) abgewickelt wird, trägt der Henri de Valmond Brut Rose eine NM Nummer. Mit NM wird ein Negociant-Manipultant verstanden. Dies ist die übliche Erzeugungsform des Champagners über ein Haus, welches Trauben oder Most hinzukauft und im eigenen Keller bis zur fertigen Flasche verarbeitet. Wirklich verstehen muss man unterschiedliche Einstufung des Veuve Durand und des Champagner Henri de Valmond Brut Rose nicht. Es hat wahrscheinlich eher etwas mit dem Bezugsweg zu tun.</p>
<p>Doch zu unserer Verkostung des Champagners Henri de Valmond Brut Rose von Aldi-Nord. In der Nase haben wird erst Hefe und dann eine Himbeerbrause. In der zweiten Nase zeigen sich Casis und etwas Rosenwasser und stückiger Erdbeermarmelade. Im Mund empfinden wir den Henri de Valmond erdbeerig und dabei nussig. Die Säure wirkt bei uns etwas bitter. Dabei belebt der Champagner Rose deutlich. Jedoch bleibt aus unserer Sicht der Champagner Henri de Valmond Brut Rose unausgewogen und etwas muffig stehen. Also meiner ist das nicht. Für unter 14,99 Euro gibt es auf dem Markt viele andere Rose-Sekt-Sorten mit denen ich schon mehr Spaß hatte. Nur steht da nicht Champagner auf dem Etikett.</p>
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		<title>Clos de los Siete by Michel Rolland</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 19:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
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		<description><![CDATA[Clos de los Siete, einer der bekanntesten Rotwein-Marken aus Argentinien. Zugleich gibt es mit dieser Bezeichnung nur einen Wein. Der Clos de los Siete ist einer der Weine, die ich mir schon früh gekauft habe, obwohl er damals an meiner oberen Preiskante lag. Ich bin häufiger zu diesem Wein zurückgekehrt (zuletzt mit dem Jahrgang 2005 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/clos-de-los-siete.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Clos de los Siete by Michel Rolland" />Clos de los Siete, einer der bekanntesten Rotwein-Marken aus Argentinien. Zugleich gibt es mit dieser Bezeichnung nur einen Wein. Der Clos de los Siete ist einer der Weine, die ich mir schon früh gekauft habe, obwohl er damals an meiner oberen Preiskante lag. Ich bin häufiger zu diesem Wein zurückgekehrt <a href="http://weinverkostungen.de/clos-de-los-siete-2005/">(zuletzt mit dem Jahrgang 2005 hier)</a>. Und eigentlich hat mich der Clos de los Siete aus dem argentinischen Weinbaugebiet Mendoza nie wirklich enttäuscht. Denn man weis hier zuverlässig was man kauft.<span id="more-8087"></span></p>
<p>Der Clos de los Siete wird unter Beratung des Flying-Winemakers schlechthin Michel Rolland erzeugt. Dieser steht im Ruf Rotweine so zu biegen, dass diese dem Weinpapst Robert Parker gefallen. Beide sind zudem schon ewig befreundet und  stiegen vor ca. 30 Jahren weltweit zu wichtigen Akteuren auf. Beim Clos de los Siete gelingt es Rolland sogar,  auf dem Frontetikett genannt zu werden. Sein Name wird größer geschrieben als der Jahrgang und das Erzeugungsland. Aber ist er damit wichtiger als diese beiden Einflussfaktoren auf den Clos de los Siete? Und wie ist das mit dem Nationalstolz der Argentinier zu vereinen?</p>
<p>Besonders in Bordeaux ist Rolland vor allem mit seinem 14 Mitarbeiter umfassenden Analyselabor sehr umtriebig. So berät er neben einer Vielzahl sehr angesehener Chateaus von Medoc bis Saint-Emilion auch das Weinhandelshaus Dourthe. Der Import des Clos de los Siete erfolgt nicht ganz zufällig über diesen größeren Akteur aus Bordeaux. Jedenfalls ist dies so auf dem Rückenetikett des in Deutschland vertriebenen Weins vermerkt. Neben dem Handel mit fremden Weinen gehören Dourthe in Bordeaux die Weingüter Chateau Belgrave, Chateau La Garde und Chateau Pey de la Tour.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/clos-de-los-siete-2008.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Clos de los Siete by Michel Rolland" />Bordeaux scheint auch eine wesentliche Wurzel des Clos de los Siete zu sein. So ist ganz wesentlich als Cuvee verschiedener Rebsorten angelegt, die allesamt ihren Ursprung in Frankreich haben. So liest sich die Zusammensetzung des Clos de los Siete fast schon wie eine Zutatenliste oder penible Zaubermischformel: Man nehme 56% Malbec, 21% Merlot, 10% Cabernet Sauvignon, 11% Syrah und 2% Petit Verdot. Man tue alles in ein großes Gefäß und rühre einmal um. Fertig ist der Clos de los Siete. Ganz so einfach ist es natürlich nicht.</p>
<p>Über den Clos de los Siete ist auch schon recht viel geschrieben worden. Häufig steht der Name des Weins hinter dem Weinmixer Rolland etwas zurück. Denn so meint der Name eben tatsächlich, dass es ein Wein von sieben befreundeten Winzern ist. Diese sind jeweils nicht nur in Bordeaux aktiv, sondern bewirtschaften seit 1999 die 850 Hektar in Argentinien zu gleichen Teilen. Neben den eigenen Weinen erzeugen sie zusammen den Clos des los Siete. Der Begriff Clos kommt aus Frankreich und meint einen Weinberg, der von einer Mauer umgeben ist. Neben dem Clos de Vougeot führen zahlreiche andere sehr berühmte Weingüter in Bordeaux, im Burgund, an Loire oder Rhone das Clos im Namen. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/clos-de-los-siete-michel-rolland.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Clos de los Siete by Michel Rolland" />Zum Clos de los Siete selbst: Er zeigt sich mit einem dunklen Purpur und klar schimmerndem Rand im Glas. In der Nase erscheint er mächtig mit reifen Brombeeren und etwas Würze. Die 14,5% Alkohol sind zwar nicht stechend, aber auch ohne ein Blick auf das Etikett zu riskieren erkennbar. Man kann bei Clos de los Siete aber wesentlich stärker dunkle Beeren, Schokolade mit Karamell und etwas Leder riechen. Wenn der Wein lange im Glas ist, entfalten sich fast schon filigrane Töne wie Hagebutte aber auch Lorbeeren. Der Gaumen des Clos de los Siete ist angenehm und vor allem nicht überladen wie bei so manchem Malbec aus Argentinien. Die Säure vom Cabernet und dem Petit Verdot schafft hier Frische. Der Nachhall ist weich und rund.</p>
<p>Die Wahrnehmung des relativ elegante Gaumens ist genau der Moment, wo man dann versucht, den Clos de los Siete von den Rebsorten her einzuordnen. Darüber kann man lange nachdenken. Aber ich denke die wirkliche Kunst von Michel Roland mit dem Clos de los Siete ist es, in einem durch Rebsortenweine geprägten Land wie Argentinien einen für sich stehenden Rotwein geschaffen zu haben, in dem keine Rebsorte dominiert. Und wenn auch im Bordeaux das Cuvee recht normal ist, bleiben die Weine dem Cabernet, Merlot usw. häufig zuordnugsfähig. Das unterscheidet den Clos de los Siete schon etwas von der Region, die häufig als sein mentaler Ursprung gesehen wird.</p>
<p>Clos de los Siete<br />
Argentinien<br />
Erzeuger: Bodega Monteviejo<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 14,5%<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 15,99 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/bd7562772f4e478baa3fbf2592bd82a1" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 07:06:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute machen wir einen kleinen Ausflug nach Montalcino. Der Ort steht für einen den nobelsten Weine aus der Toskana. Hier wächst die Rebsorte Sangiovese Grosso für den Brunello. Für eine Probe aktueller und historischer Weine besuchen wir das Weingut Caparzo nördlich von Montalcino. Es gehört zu den angesehensten und mit knapp 90 Hektar bewirtschafteter Rebfläche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/caparzo-montalcino.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" />Heute machen wir einen kleinen Ausflug nach Montalcino. Der Ort steht für einen den nobelsten Weine aus der Toskana. Hier wächst die Rebsorte Sangiovese Grosso für den Brunello. Für eine Probe aktueller und historischer Weine besuchen wir das Weingut Caparzo nördlich von Montalcino. Es gehört zu den angesehensten und mit knapp 90 Hektar bewirtschafteter Rebfläche zu den größeren Erzeugern des Brunello di Montalcino.<span id="more-8055"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-caparzo-1970.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Die Geschichte von Caparzo sei schnell erzählt. Das Weingut wurde Mitte der 1960er Jahre von mehreren Freunden aus Mailand erworben. Mit dem Jahrgang 1970 erzeugte man dann den ersten Brunello. Aus dieser Zeit liegen sogar noch einige Flaschen im Keller von Caparzo. 1998 übernahm Elisabetta Gnudi Angelini das Weingut (Bild oben mitte). Für den Keller ist der Önologe Massimo Bracalente zuständig (Bild oben links).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/1993-1999-2004-2006-brunello-caparzo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
In unserer Probe auf dem Weingut Caparzo gibt es vier Jahrgänge des Brunello die Montalcino. Dabei handelt es sich um die historisch gut bis sehr gut bewerteten 1993,1999 (jeweils 4 Sterne), 2004 und 2006 (jeweils 5 Sterne). In der Probe sind jeweils zwei Brunello von Caparzo aus den selben Jahr. In Montalcino erzeugt jedes Weingut zumindest zwei Rotweine im Jahr. Da hat man den Brunello und einen jünger vermarkteten Rosso di Montalcino. Ich persönlich mag den Rosso eigentlich häufig sehr gerne. Auch der von Caparzo ist sehr empfehlenswert. Hier ist die Frucht wesentlich frischer präsent.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/la-casa-brunello-caparzo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Zugleich erzeugen einige Weingüter in Montalcino neben dem Gängigen noch einen weiteren Brunello, der dann (als Selezione bezeichnet) einen Zusatznamen trägt und höherpreisiger angelegt ist. Bei Caparzo ist dies der Brunello La Casa. Er wird nur in den besten Jahren abgefüllt. Der Brunello La Casa besteht aus einer südlich exponierten Einzellage in der Nähe von Monalcino. In ihm werdem die besten Trauben aus der Lage La Casa selektiert. Eigentlich wird Brunello in großen Fässern ausgebaut. Die auf bis zu 12.000 Flaschen limitierten Rotweine aus La Casa reifen jedoch den kleineren Barique-Fässern. Der Brunello La Casa wurde erstmals im Jahrgang 1977 auf den Markt gebracht.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-caparzo-montalcino.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Eine Vermutung, die sich in dieser Probe bestätigt: Brunello sollte dann getrunken werden, wenn er auf den Markt kommt. Aus meiner Sicht präsentieren sich die beiden Brunello aus 2004 und 2006 wesentlich besser, da hier frische feinfruchtige bis volle Kirschfrüchte in der Nase präsent sind. Der La Casa ist jeweils voller und dichter. Jedoch zeigen die kleineren Fässer auch ihre Wirkung, da hier – vor allem bei dem 2006er &#8211; Caramel deutlich zu reichen ist. Nicht ganz unzufällig habe ich den <a href="http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-jahrgang-2006/">Caparzo Brunello aus diesem Jahr hier besser bewertet</a> als den <a href="http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-2006-selezione/">La Casa hier (preislich ist das Verhältnis jedoch umgedreht)</a>.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-caparzo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Wirklich gereifter Brunello ist jedoch aus meiner Sicht eine Geschmackssache. Die beiden aus 1993 zeigen dies. Der Brunello hat einen gealterten Geruch mit Leder und Schwarzer Johannisbeere in der 2. Nase. Bei La Casa zeigen sich vor allem Röstaromen. Viel besser sind die beiden Brunello von Caparzo aus 1999 noch in Schuss. So hat dieser Brunello zwar auch eine sehr gereifte Nase. Die gut eingebundene Säure erweckt ihn jedoch am Gaumen sehr schön zum Leben. Der Brunello La Casa aus 1999 hat in der Nase neben der Weinreife eine kräftige Casisnote. Am Gaumen präsentiert sich eine runde Länge.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/keller-caparzo-montalcino.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Besser ist es also den Brunello zu Zeitpunkt der Vermarktung zu trinken. Das sind immerhin fünf Jahre nach der Ernte. Man sollte dabei beachten, dass die Weingüter in Montalcino vom Brunello die jeweils fünffache Menge ihres jährlichen Umsatzes im Keller liegen haben. Entsprechend groß ist auch der Weinkeller von Caparzo. Dort stehen jedoch nicht nur eine Menge Fässer. Auch ältere Jahrgänge des Brunello bewahrt man dort auf.</p>
<p>Besonders gerne mag ich auch den Rosso di Montalcino. Erkennbar ist dieser am roten Etikett. Auch in dieser Kategorie wird bei Caparzo ein zweiter Wein erzeugt. Er stammt aus der Lage La Caduta südwestlich von Montalcino. Grundsätzlich hat man in Monalcino eigentlich keine Lagen. Jedenfalls nicht im deutschen Sinn. Jedoch hat der Anbauverband mithilfe eine Analyse durch Sateliten das Gebiet in vier Zonen eingeteilt. Caparzo bewirtschaftet in diesen Zonen die Lagen La Casa, La Caduta, Il Cassero, San Piero Caselle und Caparzo. Sie liegen zwischen 220 und 300 Meter über dem Meeresspiegel. Gerade die Selektion und Mischung dieser einzelnen Lage verleiht den Brunello von Caparzo häufig seine Größe.</p>
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		<title>Toskana: Wein aus Maremma</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 20:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Maremma ist ein Anbaugebiet der Stufe IGT (also quasi Landwein) im süd-östlichen küstennahen Gebiet der Toskana. Die Rebfläche beträgt ca. 62.000 Hektar. Die Region Maremma ist erst sehr spät erschlossen worden. Noch vor 200 Jahren waren hier viele Sümpfe vorhanden. Der derzeitig zu verzeichnende Maremma-Boom hängt aus etwas mit der Bewegung der Super-Tuscans zusammen. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/maremma-toskana.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" />Maremma ist ein Anbaugebiet der Stufe IGT (also quasi Landwein) im süd-östlichen küstennahen Gebiet der Toskana. Die Rebfläche beträgt ca. 62.000 Hektar. Die Region Maremma ist erst sehr spät erschlossen worden. Noch vor 200 Jahren waren hier viele Sümpfe vorhanden. Der derzeitig zu verzeichnende Maremma-Boom hängt aus etwas mit der Bewegung der Super-Tuscans zusammen. Vor 40 Jahren wurde erstmals der Tignanello von Antinori erzeugt. Auch dieser firmiert noch immer unter dem Label IGT.<span id="more-8034"></span></p>
<p>Neben einigen traditionellen Weinorten mit ihren traditionsreichen Qualitätsspitzen und fest geregelten Erzeugungs- und Vermarktungsgrundlagen (z.B. Montalcino oder Montepulciano) gilt Maremma immer noch als ein Experimentierfeld. Einige namenhafte Weingüter aus den historischen Bereichen in der Toskana bauen in Maremma an oder haben dort ein eigenes Weingut gegründet. So produziert z.b. auch Querciabella einen Rotwein namens Mongrana.</p>
<p>Rebsorten<br />
Maremma ist überwiegend mit roten Rebsorten bestockt. Vor allem der traditionelle Sangiovese ist hier zu finden. Aber auch neuere internationale bzw. französischstämmige Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah oder auch Cabernet Franc werden hier angebaut. Ebenso wachsen in Maremma weiße Rebsorten. Sie nehmen knapp 20% der Fläche ein. Hierbei ist besonders der Vermentino zu nennen.</p>
<p>Aus dem reichhaltigen Angebot der Weine aus Maremma haben wir drei Rotweine bestehend aus 100% Sangiovese ausgesucht. Nicht bei allen Weingütern kann man viele Informationen auftreiben. Die Tenuta Sassoregale hat eine recht schmale Webseite. Irgendwie ist dieses Weingut auch mit Lamole di Lamole in Chianti Classico-Gebiet verbunden. Die Tenuta Sassoregale erzeugt drei rebsortenreine Weine aus Sangiovese, Merlot und Syrah. 30 Hektar werden im Maremma-Gebiet bewirtschaftet.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/sassoregale-maremma.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" />Tenuta Sassoregale 2008</p>
<p>Dunkles Rubin mit purpurnem Rand. Hölzern-rauchige Nase, etwas überreif mit Kirschen und Waldbeeren. Weich und rund am Gaumen. Die Säure ist gut eingebunden. Dann gibt es frische Minze. Im Nachhall kommt dezent noch mal die Kirsche, die ganz leicht aber lange präsent ist. Etwas grüne Töne klingen jedoch auch an. Wenn der Sangiovese von der Tenuta Sassoregale mehr Luft bekommt verschwinden die grünen Noten und er entpuppt sich als ordentlicher Sangiovese aus der Toskana.</p>
<p>Tenuta Sassoragle, 2008, Maremma IGT 100% Sangiovese , 13,5%, 7,80 Euro</p>
<p>Mantellassi ist ein alt eingesessener Betrieb, der seit 1960 besteht. Das ist für die Region Maremma schon recht lange. Anstrengungen hat man vor allem beim Morellino di Scansano geleistet, die seit 1978 als DOC anerkannt ist. Inzwischen baut Mantellassi die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Morellino, Merlot, Canaiolo Nero, Malvasìa Nera, Ciliegiolo, Vermentino Bianco, Sauvignon Blanc auf über 60 Hektar im Maremma an. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/il-canneto-maremma.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" /><br />
Mantellassi Il Canneto 2010</p>
<p>Der Il Canetto von Matellassi ist recht interessant. Er besteht zwar auch aus 100% Sangiovese, man hat hier jedoch verschiedene Klone dieser Rebsorte verwendet. Der Rotwein ist im Edelstahltank ausgebaut worden. Rubinrot mit hellem Rand. Hinter Kardamom eine eher florale Nase mit reifen Pflaumen und etwas Moschus. Fleischige Frucht am Gaumen. In sich harmonisch. Recht kurz und hinten etwas spitz und trocken stehen bleibend.</p>
<p>Mantellassi, Il Canneto, 2010, Maremma IGT 100% Sangiovese , 13% , 6 Euro</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/casali-di-maremma.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" /><br />
Casali di Maremma 2010</p>
<p>Helleres Rubinrot. Etwas erdig und würzig in der Nase. Dann eine duftige Kirsche. Die zweite Nase ist duftig und kernig geprägt. Am Gaumen ist dieser Sangiovese aus Maremma recht leicht und frisch. Er verabschiedet sich schnell ohne dabei einen negativen Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p>Casali di Maremma, 2010, Maremma IGT 100% Sangiovese , 13%, 7 Euro</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/backstage-maremma.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" /><br />
Weinverkostungen.de-Backstage</p>
<p>Noch ein kleiner Nachtrag. Man fragt mich manchmal, wie eine solche Verkostung denn stattfindet. Als Anschauung ein Bild was dies veranschaulicht. Im Prinzip kann man eine Region nur verstehen, wenn man mehrere Flaschen parallel verkostet. Erst dann wird man Gemeinsamkeiten entdecken und diese Weine von anderen Regionen abgrenzen können. Da ich mich mit dem Sangiovese schon recht intensiv beschäftigt habe, fällt es nicht sehr schwer die recht geschlossenen Stile von Vino Nobile oder Brunello von diesen deutlich frischer und leichter geprägten Weinen zu differenzieren.</p>
<p>Eines ist deutlich: Die alten großen Weine aus dem Klon Sangiovese Grosso haben eine bestechende Nobilität gegenüber Maremma. Das hängt an diesem bestimmten Rebsorten-Klon und jahrzehnte langer Erfahrung mit ihren Weinen. Boom hin oder her. Eventuell ist es auch eine Binsenweisheit. Man wird aus Maremma nie die Qualität für sieben oder acht Euro bekommen, die in den alten Gebieten für Einstiegspreise von 15 bis 30 Euro gehandelt wird.</p>
<p>Und ein weiteres gilt festzuhalten: Egal ob nun ganz oldstyle mit ausschließlich Sangiovese oder modern mit Cabernet Sauvignon, Merlot oder gar Syrah: Die Rebsorte ist kein Garant für Qualität. Das trifft für Wein aus Maremma genauso zu wie auf das inzwischen 40 Jährige Phantom Super-Tuscan (Tatsächlich; erster Jahrgang Tignanello war 1971). Zugleich kann man anschließend an dem Super-Tuscan-Boom – in dessen Windschatten sich ja auch Maremma am Markt positioniert – fragen: Wozu führt die Freiheit von den Regularien bezüglich verwendeter Rebsorten, Ausbau oder auch Vermarktungsterminen? Sicherlich nicht zu jener Profilschärfe, die auf einem globalen Markt notwendig ist. Spannend bleibt jedoch wie sich Maremma von einer Spielwiese aus weiter entwickeln wird.</p>
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		<title>Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 08:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
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		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Bassermann-Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Pfalz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/deidesheimer-paradiesgarten-kabinett.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007" />Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten. Der Riesling stammt vom renommierten Weingut Bassermann-Jordan in der Pfalz.<span id="more-8031"></span></p>
<p>Die Flasche stand im Weinladen reichlich verstaubt herum. Beim Drehverschluss ist man sich ja immer noch nicht ganz so sicher, wie das mit der Lagerfähigkeit aussieht. Und so gab es diesbezüglich eine erste Enttäuschung gab es nach Flaschenöffnung. Denn das was da nach Stelvin aussieht, also einer der besten Schraubverschlüsse derzeit auf dem Markt, hat drinnen eine recht billige Kunststofffüllung. Offensichtlich waren Weingüter wie Bassermann-Jordan sich in der Verschlusssache vor drei Jahren noch nicht ganz so sicher wie heute.</p>
<p>Der Riesling Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten in goldgelb im Glas mit braunen Reflexen. In der Nase sind Firne mit Orangenschale. Zudem ist bei diesem Wein von Bassermann-Jordan auch schon etwas Quittengelee zu riechen. Auch am Gaumen zeigen sich Reifetöne. Diese sind jedoch bei diesem Kabinett hervorragend in vanillige Cremigkeit integriert. Ganz hinten ist auch noch volles Karamell. Der Riesling bleibt dann schön mit saftiger aber zugleich nicht zu voller Frucht stehen. Dezente Würze ist im Nachhall eingewoben. Klasse Kabinett.</p>
<p>Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007<br />
Pfalz – Deidesheim<br />
Erzeuger: Bassermann-Jordan<br />
A.P.Nr: 5 106 064 05 08<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 10 %<br />
Jahrgang: 2007<br />
Einkaufspreis: 9 €<br />
Verschluss: Schrauber<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Teruzzi &amp; Puthod Terre di tufi</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 19:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem Hause Teruzzi &#038; Puthod verbindet man die Tradition vom Vernaccia di San Gimignano. Hier ist der Weinbau erstmals 1276 erwähnt worden. 1966 wurde dem Vernaccia di San Gimignano der DOC-Status verliehen. Seit 1993 besteht die DOCG. So kann man hier einen der wenigen ernst zunehmenden Weißweine der Toskana mit einiger Tradition sehen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/teruzzi-puthod-terre-di-tufi.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Teruzzi &#038; Puthod Terre di tufi" />Mit dem Hause Teruzzi &#038; Puthod verbindet man die Tradition vom Vernaccia di San Gimignano. Hier ist der Weinbau erstmals 1276 erwähnt worden. 1966 wurde dem Vernaccia di San Gimignano der DOC-Status verliehen. Seit 1993 besteht die DOCG. So kann man hier einen der wenigen ernst zunehmenden Weißweine der Toskana mit einiger Tradition sehen. Der Terre di tufi von Teruzzi &#038; Puthod kommt jedoch ganz unscheinbar als Toscana IGT Bianco daher (also als Landwein). Dabei handelt es sich um eines der Spitzenprodukte des Hauses. Teruzzi &#038; Puthod wurde 1974 in der Heimat des Vernaccia in San Gimignano gegründet. Heute ist es einer der auch international bedeutendsten Weingüter im Ort. Teruzzi &#038; Puthod bewirtschaften mehr als 90 Hektar.<span id="more-8010"></span></p>
<p>Im Terre di tufi werden die Rebsorten Chardonnay, Malvasia, Vernaccia di San Gimignano und Vermentino verwendet. Im Glas zeigt sich ein helleres Goldgelb mit grünen Reflexen. In der Nase kann  man einen holzigen Eindruck mit Vanille bekommen. Nougat mit etwas Orangenschale und Kräutern ist in der zweiten Nase. Am Gaumen ist dieser Weißwein von  Teruzzi &#038; Puthod  kräftig mit etwas Biss. Erst recht breit, dann angenehm cremig in die Länge. Hinten ist beim Terre di tufi noch mal trockenes Holz. Der Ausbau von 5 Monaten im Barrique ist nicht zu verkennen. Mit ihm wird etwas die für den Vernaccia die San Gimignano typische Frische genommen. Zudem macht das diesen Wein von Teruzzi &#038; Puthod etwas breiter und mit dem Chardonnay wird ein Überseeformat angedeutet. Nicht nur aus diesem Hintergrund kann man mit Fug und Recht den Terre di tufi von Teruzzi &#038; Puthod als einen weißen Super-Tuscan bezeichnen können.</p>
<p>Teruzzi &#038; Puthod Terre di tufi<br />
Italien – Toskana<br />
Erzeuger: Teruzzi &#038; Puthod<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13,5%<br />
Jahrgang: 2009<br />
Einkaufspreis: 15,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Lagenverkostung Ürziger Würzgarten</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 18:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ürziger Würzgarten hat einen melodischen Klang. Zudem besitzt diese Einzellage an der Mosel einen guten Ruf. Vor einigen Wochen fand in Düsseldorf mit den Weinfreaks eine Lagenverkostung von Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten statt. Ganze 26 Weine unterschiedlicher Restzuckergrade und Jahrgänge (1994 bis 2010) von 8 Weingütern aus dieser vorzüglichen Lage an der Mosel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Der Ürziger Würzgarten hat einen melodischen Klang. Zudem besitzt diese Einzellage an der Mosel einen guten Ruf. Vor einigen Wochen fand in Düsseldorf mit den Weinfreaks eine Lagenverkostung von Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten statt. Ganze 26 Weine unterschiedlicher Restzuckergrade und Jahrgänge (1994 bis 2010) von 8 Weingütern aus dieser vorzüglichen Lage an der Mosel standen auf der Liste. Eine Lagenverkostung ist immer eine sehr schöne Angelegenheit, da man erfahren kann, wie sich die Bodenbeschaffenheit und die (micro-)klimatischen Bedingungen auf den Wein auswirken. Zudem kann man herausfinden, wie verschiedene Weingüter die Lage für sich interpretieren und unterschiedliche Jahrgänge in einem kleinen Bereich ausfallen. Als Botschafter aus Ürzig war mit detailliertem Hintergrundwissen Stefan Erbes vom Weingut Karl Erbes von der Mosel an den Rhein gereist.<span id="more-7977"></span></p>
<p>In Deutschland gibt es seit der Reform des Weingesetzes in den 1970er Jahren mehr als 2.500 Einzellagen. Dabei wurden viele Lagen zusammengelegt und eine Vielzahl von Lagennamen beseitigt. Jedoch sind nur wenige dieser Einzellagen besonders hervorzuheben, denn nur ein Bruchteil von ca. 200 bis 300 Lagen entfalten tatsächlich eine Lagencharakteristik. Und dies auch nur bei einer angemessenen Bewirtschaftung. Darunter kann man den größten Teil der Lagen fassen, die als Erste Lagen des VDP klassifiziert sind. In ca. 300 Ersten Lagen wurden seit dem Bestehen dieses Systems Große/Erste Gewächse erzeugt. Nicht vergessen sollte man aber auch Lagen wie den hervorragenden Bremmer Calmont, der zwar nicht als Erste Lage klassifiziert ist, aber vielen Ersten Lagen in nichts nachsteht und einige übertrifft.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lagenverkostung.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Bei vielen dieser 300 Lagen ist nicht unbedingt eine innere Konsistenz gegeben. Das hängt damit zusammen, dass z.B. der Boden, die Hangneigung oder -ausrichtung wechselt. Eine Weinlage ist kultivierte und häufig über Jahrhunderte bewirtschaftete Natur. Selten ist man dabei so entschieden umgegangen wie am Rüdesheimer Berg (Rheingau), dem Kaiserstuhl (Baden) oder dem Batterieberg (Mosel), der seinen Namen erst durch die Sprengungen des Gesteins erheilt, durch die man eine ideale Hangneigung und Hangausrichtung erreichen wollte. Nicht nur im Untergrund ist Gestein unterschiedlich. Auch Deckschichten von Erde sind unterschiedlich dick und verschieden strukturiert. Die Wasserversorgung kann wechseln. Und während in einem Teil einer Lage sich die Wurzeln der Rebe nicht ganz so sehr bemühen müssen, gibt es woanders Trockenstress. Das Weingesetz von 1971 hat diese Lagen im Zuschnitt bislang mit vielen Ungereimtheiten festgeschrieben. Neuere Erkenntnisse oder Veränderungen wurden seitdem nur in sehr wenigen Ausnahmefällen berücksichtigt.</p>
<p>So ist auch der Ürziger Würzgarten in sich nicht gleich bleibend. Die Himmelsausrichtung, der Boden und einige mikroklimatische Verhältnisse wechseln innerhalb der Lage. Deswegen gibt es auch hier Zusatzbezeichnungen auf dem Etikett, die hinter dem Lagennamen in Anführungszeigen stehen. Diese erinnern nicht selten an historische Lagennamen, die mit dem Weingesetz von 1971 zugrunde gegangen sind. Eine Zusatzbezeichnung zur Lage ist inzwischen auch bei den Großen Gewächsen des VDP möglich und in manchen Fällen eine Bereicherung. Und gerade an der Mosel zeigen die Weingüter Clemens Busch und Heymann-Löwenstein, wie unterschiedlich eine Lage von einem Weingut interpretiert werden kann und wie Abstufungen der Qualität in einer Lage bestehen können. Im Ürziger Würzgarten bestehen zum Beispiel die Bezeichnungen „Kranklay“ (beim Weingut Karl Erbes) und „Urglück“ (bei Dr. Hermann).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/uerzig.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Der Ürziger Würzgarten hat eine ca. 2000 Jahre lange Kultivierung hinter sich. Wie im benachbarten Erdener Treppchen – wo die Römer schon die Stufen in den Schiefer rammten – fand der Weinbau früher in ganz anderen Formen statt. So erhielt der Würzgarten seinen Namen durch die frühe Bewirtschaftung. Denn es war bis ins 17. Jahrhundert üblich, den Wein mit Gewürzen anzureichern. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Noch heute werden im Ürziger Würzgarten Kräuter angebaut.</p>
<p>Die heutigen Rieslinge erhalten ihre Würze jedoch alleinig aus dem Boden, der in dieser Lage aus Rotliegendem aus vulkanischem Ursprung und dem an der Mosel sehr typischen Blauschiefer besteht. An vielen Stellen des Ürziger Würzgarten ist der Schiefer stark verwittert. Diese Erste Lage ist ca. 53 Hektar groß. Sie gilt auch nach dem Weinatlas Deutschland als eine der besten Weinlagen an der Mosel und wird in der höchsten Kategorie als &#8220;besonders privilegiert&#8221; eingestuft. Die Ausrichtung des Ürziger Würzgarten ist nach Süden bis Ostsüdost. Die Steigung der Weinberge beträgt 45 bis 65%. Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten können ein hohes Reifepotenzial haben und sind sehr häufig noch wurzelecht. Andere Rebsorten werden hier wahrscheinlich nicht angebaut.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/karl-erbes-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />In der Lagenverkostung waren 26 Rieslinge aus 8 Weingütern. 25 davon kamen aus dem Ürziger Würzgarten. Ein so genannter Pirat, der nicht nur den Spaß erhöhte, sondern auch die Sinne schärfte, kam aus dem benachbarten Erdener Treppchen. Der Pirat war schwer zu erkennen, da einige der Rieslinge aus dem Würzgarten größere Abweichungen im Geschmacksbild lieferten, die nicht nur aus der Lage resultieren (Aufgrund Alter des Weins, Alter der Reben, unterschiedlicher Arbeit im Keller …). Da muss man sicherlich immer etwas reflektieren, wie man zu dem Bild kommt, wie man meint, dass eine jeweilige Lage schmecken soll.</p>
<p><strong>Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten dieser Weingüter in der Verkostung</strong><br />
Alfred Merkelbach<br />
Dr. Hermann<br />
Dr. Loosen<br />
Jos. Christoffel jr. (Christoffel-Prüm)<br />
Karl Erbes<br />
Markus Molitor<br />
Moselschild<br />
Rebenhof</p>
<p><strong>Wurzelecht</strong><br />
Weltweit gibt es nur noch wenige Reben, die wurzelecht stehen. Dies sind insbesondere Alte Reben. Jedoch sind die beiden Begriffe nicht identisch. Vielmehr sagt die Bezeichnung Alte Reben weder etwas über das konkrete Alter der Reben aus, noch wie viel Prozent in dem Weinberg schon ausgewechselt wurden. Denn es ist normal, dass nach längerer Zeit einzelne Weinstöcke aus verschiedenen Gründen ausfallen. Die größte Auswechselung ganzer Weinberge fand mit der Reblausplage vor mehr als einhundert Jahren statt. Die Mosel ist weltweit eine der wenigen Regionen, die recht glimpflich damals davon gekommen ist. Deswegen gab es dort lange auch noch Weingüter, die ihren Riesling wurzelecht gepflanzt haben. Zur Praxis der Aufpfropfung auf amerikanische reblausresistente Wurzeln gab es hier lange keinen Grund. Seit einiger Zeit ist es jedoch auch an der Mosel verboten den Riesling wurzelecht zu pflanzen.</p>
<p>Details darüber, wie ernst die Gefahr der Reblaus auch an der Mosel derzeit ist, sind nicht sicher und widerspruchsfrei zu erfahren. Auch die Frage der geschmacklichen Unterschiede ist durchaus umstritten. Es ist bestimmt nachvollziehbar, dass eine robustere Wurzel den Boden (Schiefer) anders durchdringt, als die originale Wurzel des Mosel-Rieslings. Zudem wird von den Weingütern mit wurzelechten Reben beobachtet, dass diese zwar geringer im Ertrag sind, jedoch zugleich langlebiger sind. Dabei wäre es auch nachvollziehbar, dass dies auch zu geschmacklichen Unterschieden im Wein führt. Den Nachweis kann man letztendlich sich nur schwer erbringen. Ein Winzer müsse genau an der selben Stelle zur gleichen Zeit diese Reben nebeneinander haben, genauso bearbeiten und auch im Keller identisch vorgehen. Es zeigt sich jedoch, dass schon bei Reben die identisch sind, bei einem Ausbau der synchron im selben Keller passiert, unterschiedlich schmeckende Weine entstehen. Und wie nun &#8220;wurzelecht&#8221; schmeckt, kann eigentlich niemand formulieren. Zu komplex ist die Thematik.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/merkelbach-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Interessant war die Vielfältigkeit der Jahrgänge in der Lagenverkostung des Ürziger Würzgarten. Der ältesten beiden Rieslinge waren aus dem Jahr 1994. Dabei handelte es sich zum einen um eine halbtrockene Spätlese des Weinguts Moselschild. Dieser landete im unteren Mittelfeld und ist ab Weingut derzeit noch für 5,50 Euro pro Flasche verfügbar. Zudem gab aus dem selben Jahrgang es von Jos. Christoffel jr. eine Auslese **. Hier waren die Firntöne bis in eine harmonische Länge immer noch sehr schön in das Gesamtbild eingebunden. Es ist schon beeindruckend wie gut das Alterungspotenzial von Riesling aus dem Ürziger Würzgarten schon im erschwinglichen Preissegment ist.</p>
<p>Doch schauen wir auf den aktuellen Jahrgang 2010. Hier war bei den immerhin vier Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten in der Verkostung ganz interessant, dass diese durchaus dem Lagencharakter entsprachen. Es war in diesem Jahr aufgrund der kurzen Vegetationsperiode nur unter einiger Anstrengung möglich an der Mosel typische Rieslinge zu erzeugen, die dem Lagenprofil sehr deutlich entsprachen. Häufig waren hohe Säurewerte vorhanden. Jedoch auch hier konnte man bei den verkosteten Rieslingen dieses fast schon jahrgangstypische &#8220;Pfefferl&#8221; herausschmecken. Man sollte sicherlich auch noch erwähnen, dass es sich bei den 2010ern aus dem Würzgarten in dieser Verkostung ausschließlich um Prädikate von Spätlese aufwärts handelte. So kann man eigentlich auch für diese Lage konstatieren, dass in diesem Segment &#8211; wie in vielen anderen Lagen in Deutschland &#8211; der Jahrgang eher unproblematisch bis hervorragend war. </p>
<p><strong>Dr. Loosen</strong><br />
In der Blindverkostung gab es auch ein Großes Gewächs nach den Regeln des VDP aus dem Ürziger Würzgarten. Dies stammte von dem auch international renommierten Weingut Dr. Loosen. Jedoch schnitt dieses Große Gewächs aus dem Jahr 2009 vor allem in Relation zum Verkaufspreis von ca. 25 Euro recht schlecht ab. Durchgehend war die Punktbewertung deutlich unter dem, was für einen Riesling in dieser Kategorie und Preisgruppe angemessen ist. Dies ist sicherlich erklärungsbedürftig. Drei Grundmuster kann man hier heranziehen. Es ist nicht selten, dass sich Rieslinge nach einer Zeit verschließen. Generell brauchen einige große Weine manchmal etwas Zeit. Bei lagerfähigen Rieslingen kann man häufig ein Formtief nach 2 bis 3 Jahren feststellen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/loosen-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Ein zweites Thema ist die Lagentypizität. Bei der Verkostung der Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten war dies ein wesentliches Kriterium zur Bewertung dieser Weine. Große Gewächse sind aber zum Teil auf eine ganz andere Käuferschicht ausgerichtet. Hier geht es eher darum sehr moderne Weine zu machen. Dies steht etwas im Konflikt mit eher traditioneller arbeitenden Weingütern. Hier prägt eine überlieferte Kultur auch das, was man Terroir nennt. Interessant ist dies in Ersten Lagen, in denen mehrere Weingüter aktiv sind und ganz unterschiedliche Große Gewächse erzeugen z.B. ein Weingut recht deutlich Holz im Keller einsetzt und ein anderes nur Edelstahltanks. Doch bedeutet nicht ein weit gefaßter Begriff von Terroir auch die Tradition im Keller?</p>
<p>Der dritte Themenkomplex kreist um die Restzuckerwerte der Rieslinge. Glücklicher Weise ist gerade bei jüngeren Weinkonsumenten das Trockendiktat immer stärker auf dem Rückzug. Gerade in der Region Mosel ist zu beobachten, wie in den einzelnen Rieslingen die Lagentypizität erst mit einem höheren Restzucker aufblüht. Und gerade in dieser Lagenverkostung aus dem Ürziger Würzgarten war auffällig, wie stark die Bewertung mit der Höhe des Restzuckerbereichs korrespondierte (von mir erst im Nachhinein festgestellt ist es nicht ganz unzufällig, dass nach dieser Blindverkostung dies auch an meiner Punktvergabe abzulesen ist; ich habe schließlich keinerlei grundsätzliche Präferenz bezüglich des Restzuckers). Gerade diesen Themenkomplex versucht man an der Mosel im System der Großen Gewächse derzeit abzuschwächen, indem hervorragende Rieslinge mit höherer Restsüße durch die 1-Traube von den VDP-Weingütern gekennzeichnet werden können.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wuerzgarten-trockenbeerenauslese.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Folgende Rieslinge und Weingüter möchte ich lobend erwähnen. Die Preise dieser Weine sind zum Teil so gestaltet, dass man sich als Kunde beschenkt fühlen muss.</p>
<p><a href="http://www.weingut-merkelbach.de/"><strong>Weingut Alfred Merkelbach</strong></a><br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese * Fuder 18 (88 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese Fuder 10 (91 Punkte)<br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese Fuder 14 (93 Punkte)</p>
<p><a href="http://weingut-karlerbes.de/"><strong>Weingut Karl Erbes</strong></a><br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese „Kranklay“ (89 Punkte)<br />
1996 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese * (91 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese * (93 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese *** Goldkapsel (94 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Trockenbeerenauslese (95 Punkte)</p>
<p><strong>Jos. Chistoffel jr. (Christoffel-Prüm)</strong><br />
1994 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese ** (92 Punkte)<br />
2001 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese *** (92 Punkte)</p>
<p><strong>Dr. Hermann</strong><br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese (91 Punkte)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/coq-au-riesling.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Zu danken ist der gesamten geselligen Runde, Hartwig Fricke von der Weinhandlung LaFinesse zudem recht allgemein für seine Gastfreundschaft und insbesondere seine Kochkünste (es gab ein vorzügliches „Coq au Riesling“ von Perlhuhnsupreme im Duftreisbett mit frischen Morcheln und Champignons), sowie natürlich nicht zuletzt Werner Elflein, der kenntnisreich durch den Abend führte und <a href="http://wernerelflein.de/?p=1910">hier zum Weiterlesen seine Einschätzungen mitteilt</a>.</p>
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