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Illuminati Riparosso

Montag, 8. Februar 2016

Illuminati Riparosso
Der Riparosso von Illuminati ist inzwischen schon ein richtiger Klassiker auf dem deutschen Weinmarkt. Dem Weingut ist es gelungen mit einer starken Marke sich vom leider noch immer verbreiteten billigen Image von Montepulciano d‘ Abruzzo abzusetzen. Bezeichnend dafür ist, dass die Schriftgröße für den Wein wesentlich größer auf dem Etikett ist als die der Region in der er erzeugt wird. Dino Illuminati schafft es nicht selten im bekannten italienischen Weinführer Gambero Rosso für einen Wein die maximale 3-Gläser-Bewertung zu bekommen. Damit gilt es als eines der herausragenden Weingüter in den Abruzzen, welches nicht nur in Italien Beachtung findet.

Gelobter Riparosso

In vielen Jahren gibt es für den Riparosso 2 Gläser im Gambero Rosso. Das ist angesichts des schlanken Preises von ca. 7 Euro für diesen Wein zudem sehr ansehnlich. Konsequenter Weise steht der Riparosso auch auf der Best Value Liste. Das Weingut Dino Illuminati ist mit 130 Hektar Rebfläche ein durchaus größerer Betrieb. Auf dieser Fläche in den Abruzzen wachsten die Trauben für die Produktion von mehr als einer Millionen Flaschen im Jahr in diesem Weingut. Wir verkosten jetzt den Montepulciano mit dem Jahrgang 2013. Aus der Verkostungen in der Vergangenheit ist jedoch hervorgegangen, dass dieser Wein nicht unbedingt eine ausgeprägte Jahrgangsspezifik besitzt.

Riparosso Illuminati

Der Riparosso von Illuminati zeigt sich dicht in dunklem Rubinrot und violettem Rand im Glas. Der Rotwein ist duftig in der Nase mit Schwarzen Johannisbeeren, saftigen Pflaumen und Gewürzen wie Muskat im Hintergrund. Manche sogen vollmundig ich würde es eher als füllig aber nicht überladen präsentiert sich der Montpulciano am Gaumen. Wohldosierte Säure schafft bei diesem mittelschweren Rotwein von Illuminati eine angenehme Frische. Eine wohltarierte Würzigkeit bleibt schön stehen. Der Riparosso ist ein erfreulicher Wein mit erschwinglichen Preis, den man auch gut zu italienischen Speisen oder auch Fleisch und Käse kombinieren kann.

Illuminati Riparosso Montepulciano d’ Abruzzo
Italien – Abruzzen
Erzeuger: Dino Illuminati
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13,5%
Jahrgang: 2013
Einkaufspreis: 7,00 €
Verschluss: Naturpresskorken
Quelle: Fachhandel

Doppio Passo Primitivo Salento IGT

Montag, 16. Februar 2015

Doppio Passo Primitivo Salento IGT Es gibt mal wieder einen Rotwein aus Italien. Doppio Passo ist ein eher ungewöhnlicher jedoch inzwischen sehr beliebter Weinstil. Das kennt zumindest außerhalb von Sommelierkreisen nicht jeder der etwas mit Wein zu tun hat. Sogar mein „Lexikon der Weine Italiens“ schweigt sich über diesen Wein auf fast 400 Seiten aus. Die Rebsorte Primitivo hingegen ist (in unterschiedlichen Qualitäten) weit verbreitet. Die aus Manduria sind sogar geschätzt bis sehr beliebt. Beim Doppio Passo wird nach einem traditionellen Verfahren der Wein ein zweites Mal mit den Schalen vergoren. Das erinnert etwas an den Ripasso – so eine Art Rotwein als zweiter Aufguss des Amarone – aus dem Veneto.

Doppio Passo verkostet

Dieser Doppio Passo ist dunkel Rubinrot und nur leicht transparent im Glas. In der Nase erscheinen dunkele Waldbeeren wie Blaubeeren und dann noch Brombeeren im Hintergrund. Dabei präsentiert sich dieser Wein animierend fruchtig. In der zweiten Nase sind Hagebutte und etwas Heu, was an einen Salice Salentino erinnert. Im Mund füllig bringt eine gut dosierte Säure Spannung und macht diesem eigentlich breiten Wein trinkbar. Röstaromen und sehr dunkle Schokolade sind im langen Nachhall. Auch den Ripasso-typischen Rosinenstich kann man wahrnehmen. Das wirkt insgesamt recht intensiv, dabei aber gut ausbalanciert. Man sollte hier auch durchaus erwähnen, dass der Doppio Passo nicht wirklich richtig trocken ist.

Doppio Passo Primitivo Salento IGT Diese Rotweine aus der IGT Salento bringen häufig einen leicht ungewöhnlichen Spaß für einen bezahlbaren Preis. Dieser hier war für knapp 6 Euro käuflich zu erstehen. Sicher ist das kein ganz großes Kino, aber mit einem guten Stück angebratenem Fleisch macht der Wein gute Laune. Seine 13% Alkohol sind bei dem verkosteten Jahrgang 2013 auch noch ganz moderat für Rotwein aus Süditalien. Ein Kraftprotz, der einen dann doch nicht niederprüglet. Irgendwie frage ich mich, was dieser Doppio Passo aus der IGT Salento mit etwas mehr Flaschenreife macht. Ich denke aber man sollte ihn eher jung trinken.

Brunello di Montalcino Riserva 2006

Sonntag, 22. April 2012

Brunello di Montalcino Riserva 2006Der Jahrgang 2006 war beim Brunello di Montalcino sicherlich einer der besten in der jüngeren Vergangenheit. Er stellte damit einen deutlichen Kontrast zu 2005 dar. Wir sind nach Montalcino gereist, um die Brunello Riserva 2006 zu verkosten. Dies ist also der aktuelle Jahrgang in dieser Kategorie. Und man muss ohne Euphorie anerkennen: Auch die Riserva sind beim Brunello im Jahr 2006 mit nur wenigen Ausnahmen sehr gut gelungen.

Brunello di Montalcino Riserva 2006Brunello Riserva 2006 Banfi und Barbi

Banfi
Rubinrot, feine Kirschfrucht in der Nase, robuste Kirsche am Gaumen, verfeinert sich in der Länge, ausgewogene Säure. Macht Spaß, weil er in dieser Kategorie eher leise auftritt. 92

Barbi
Dichteres Rubin mit bräunlich schimmerndem Rand, in der Nase Kirsche mit etwas Tannenwald, betonte Säure, jedoch harmonischer in der Länge. 91

Camigliano
In Kirschfrucht integriertes Karamell, kräftigere Säure, als Riserva etwas kurz. 89

Brunello di Montalcino Riserva 2006Brunello Riserva 2006 Caparzo

Cantina di Montepunlciano
Dunkler Ton in der Nase, schwarze Kirschen in der zweiten Nase, kräftigere Säure, dann Tabak und in der Länge gute Entwicklung einer Kirschfrucht. 88

Caparzo
Transparentes Rubin mit Ziegelreflexen, dezent und ausgewogen duftig, am Gaumen frisch, mittellang. 90

Castello Romitorio
Dichteres Rubin, Caramel in der Nase, rote Früchte in der zweiten Nase, Vanille im Hintergrund, kräftiger Säureauftritt am Gaumen, bleibt trocken stehen. 87

Brunello di Montalcino Riserva 2006Brunello Riserva 2006 La Fortuna

La Fortuna
Dichte Farbe, tiefe dunkle intensive Beeren in der Nase, kompakte Säure, kräftige leicht eingekochte Waldbeeren am Gaumen, gute Länge. 89

La Mannella
Ziegelrot schimmernder Rand, Karamell mit Waldbeeren in der Nase, etwas verwegen in der zweiten Nase, frische Kirsche am Gaumen, Zartbitterschokolade dann. 88

La Rasina
Rote gemischte Früchte, im Hintergrund Kirschen, Säureintensität, fängt sich wieder mit frischen Kirschen und etwas Karamell. 86

Brunello di Montalcino Riserva 2006Brunello Riserva 2006 Lisini

Le Chiuse
Etwas stinkend mit Unterholz, Hagebutte mit Karamell in der zweiten Nase, Minze im Hintergrund, gutes Säuregerüst, passiert dann jedoch kaum etwas. 85

Lisini
Von Vanille untermalte runde Frucht, in der zweiten Nase wirkt das etwas eingekocht, Brombeeren am Gaumen, gut integriertes Säuregerüst, mittlere Länge. 89

Piancornello
Dunkles Rubin im Glas, Fruchtig untermaltes Leder in der Nase, Tabak in der zweiten Nase, frischer Säuregaumen, Frucht spielt lange mit dieser Säure. 90

Brunello di Montalcino Riserva 2006Brunello Riserva 2006 Pian Cornello

San Felippo
Mocca, Zedern und dunkle Frucht in der Nase, zweite Nase wirkt voller in der Frucht, sehr geschlossen am Gaumen auftretend, mittlere Länge. 92

Sassodisole
Erst abgestandener Kirchengeruch, öffnet sich etwas fruchtig, trockener Gaumen, bleibt recht lang. Eventuell hat er noch eine positive Entwicklung vor sich. 84

Brunello di Montalcino Riserva 2006Brunello Riserva 2006 San Felippo

Talenti
Rubinrot, staubige Nase, süß durchscheinende Kirsche mit Pfeffer im Hintergrund in der zweiten Nase, frischer Gaumen. 90

Tornesi
Dunkles Rubinrot im Glas, In der Nase sind Waldbeeren mit Karamell, etwas konzentriere Frucht in der zweiten Nase, intensiv mit Brombeeren am Gaumen, schöne Länge. 91

Brunello di Montalcino Riserva 2006Brunello Riserva 2006 Tornesi

Hier der aktuelle Bericht zum Brunello 2007
Und der Report des Brunello 2006
Ein Verkostungsbericht zum Rosso di Montalcino 2010 erscheint in den kommenden Tagen

Brunello di Montalcino 2007

Donnerstag, 12. April 2012

Brunello 2007Einige alte Orte in der Toskana beginnen mit Mont. Das weist darauf hin, dass dieser Ort auf einem Berg errichtet wurde. Montalcino liegt bei 564 Metern über den Meeresspiegel. Mit hohen Gipfeln hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Der Ort Montalcino, der für die Herkunft des Brunello steht, ist jedoch weit in der toskanischen Landschaft zu sehen. Wir reisten nach Montalcino um den aktuellen Brunello 2007 zu verkosten. Und so nobel wie die Ausstrahlung des Verkostungsortes ist, so gut scheint der aktuelle Jahrgang des Brunello gelungen zu sein.

Der gute Eindruck des Brunello 2007 zeigt sich besonders im Kontrast zu dem recht problematischen Jahrgang 2005. Die offiziellen Jahrgangsbewertungen, die in der kürzeren Vergangenheit immer bei 4 oder 5 Sternen lagen, geben über die Qualität nur noch wenig Aufschluss. Die Hintergründe sind denkbar einfach. Auf der einen Seite profitiert der Brunello di Montalcino von der Erderwärmung. Die Weine werden voller. Bei einigen Weingütern wird es aber auch schon wieder zu warm.

Brunello di Montalcino 2007
Ein zweiter Problemkreis besteht darin, dass der Brunello zum Erfolg verdammt ist. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Anzahl der erzeugten Falschen ungefähr verzehnfacht. In guten Jahren werden in letzter Zeit fast 9 Millionen Falschen Brunello di Montalcino auf den weltweiten Markt gebracht. Qualitativ war dieses Wachstum für den Brunello überhaupt kein Problem. Anders als in anderen Regionen ist hier nicht jeder Quadratmeter erschlossen und hart umkämpft.

Das Mengenwachstum scheint jedoch zur Folge zu haben, dass es keine schlechten Jahrgänge mehr geben kann. Nur zwei Sterne wurde für 2002 das letzte Mal vergeben. Für einen Stern muss man bis 1984 in der Geschichte des Brunello di Montalcino zurückgehen. Seit 2003 gab es jeweils immer vier oder fünf Sterne. Der im vergangenen Jahr präsentierte Brunello 2006 (fünf Sterne) erzeugt nach den Enttäuschungen mit 2005 wieder einen hervorragenden Eindruck. Nun hat man mit dem ebenfalls offiziell mit fünf Sternen beurteilten Brunello di Montalcino 2007 häufig elegante und gut strukturierte Weine mit einer schönen Frucht, Würze und Mineralität im Glas. Man wird bei vielen Weingütern lange darüber streiten können, ob 2006 oder 2007 besser gelungen ist.

Brunello di Montalcino 2007
Sehr erfreulich ist zudem, dass Holz immer weniger Verwendung in Montalcino findet. So manches Weingut verkauft gerade seine nur wenig benutzten Barriques. Evtl. finden diese ja in Schottland ein neues Zuhause und man kann dann in einigen Jahren Whisky mit Brunello-Finish kaufen. Und eine anderer Irrweg scheint zu Ende gegangen zu sein. Nach den Querelen um Merlot im Brunello di Montalcino haben wir mit 2007 nun den ersten Wein im Glas, der mit dieser Auseinandersetzung nichts mehr zu tun hat.

Zugleich war bei der Präsentation des Brunello 2007 eine andere unerfreuliche Sache in Montalcino zu beobachten. Einige sehr angesehene Weingüter wie Altesino und CastelGiocondo von Frescobaldi haben sich offensichtlich aus der offiziellen Verkostung zurückgezogen. Das ist sehr bedauerlich und sorgte für einige Irritationen und Gerüchte. Den Spaß mit dem Brunello di Montalcino 2007 hat es jedoch nur unwesentlich gemindert.

Argiano
Rubin mit hellem Rand, Karamell und angebranntes Holz in der Nase, zweite Nase tiefdunkle Casisnote, leichtfruchtig am Gaumen, schöner aber nicht so langer Nachhall. 88

Banfi
Dunkleres Rubin, etwas kitschig wirkende Nase mit Caramel und Vanille, Plaumen in der zweiten Nase, mittlere Länge. 85

Brunello 2007 von Barbi

Brunello 2007 von Barbi

Barbi
Caramel mit Kirsche hormonisch vereint in der Nase, schlank am Gaumen, entwickelt sich in eine feine Länge. 87

Caparzo
Carparzos Brunello 2007 zeigt Rubin mit ziegelrot schimmerndem Rand, frische dunkle Früchte mit etwas Wald im Hintergrund, in der zweiten Nase wirken die Beeren reifer, fruchtig untermaltes Sahnebonbon mit Kräutern am Gaumen, dabei schön lang. 91

Casisano Colombaio
Duftige reife Kirsche in der Nase, reife Sauerkirsche frisch vom Baum am Gaumen, gradlinig und erinnert an Kindheitstage. 86

Castelglion des Bosco
Rubinrot, fruchtig eingebundener Tabak und Leder in der Nase, zweite Nase mit Kirsche, am Gaumen kräftig, Frucht, wieder etwas Leder, bleibt trocken stehen. 87

Col di Lamo
Rubin mit hellem Rand, duftende Nase, zweite Nase mit Kirschen, eigenwilliger Gaumen, im Zentrum steht Kirsche mit eine angenehm frischen Säure, helltönig, etwas Weißbrot, bleibt schön stehen. 88

Poggio il Castellare
Orangener Rand, kitschig aufgesetzt mit süßlichem Parfüm in der Nase, im Hintergrund komplexe Frucht, trocken am Gaumen, die harmonische Länge gilt hier als Retter. 84

Col D’Orcia
Klares Rubin mit hellem Rand, Karamell, Tabak, und im Zentrum dunkle Beeren in der Nase, reife Kirsche in der zweiten Nase, runder Gaumen, gut eingebundene Säure, etwas Kirsche schöne Länge. 90

Brunello 2007 von Carparzo

Brunello 2007 von Caparzo

Fanti
Dunkleres Rubinrot, Karamellschokolade in der Nase, weich am Gaumen, kaum merkliche Säure trotzdem nicht nur langweilig, ein recht gefällig gemachter Brunello. Der Charakter ist leider etwas auf der Strecke geblieben. 87

Il Poggiolo
Karamell mit diversen Früchten in der Nase, zweite Nase mit reifer und marmeladig wirkender Kirsche, markante Säure, etwas unausgewogen in der Länge. 86

Lisini
Rubinrot, Tabak, Leder und Lorbeer in der Nase, schöne Kirsche und druckvolle Säure am Gaumen, etwas Brot im Nachhall. 87

Loacker – Corte Pavone
Rubin mit Purpur Reflexen, Leder neben duftiger Kirsche, Würze mit Pinien und Lavendel in der zweiten Nase, stoffig am Gaumen, druckvolle Säure, Intensität, sehr gute Länge. 89

Mastojanni
Ziegelrot, wirkt recht reif in der Nase, unausgewogen am Gaumen, schwungvolle Säure erzeugt Frisch, lang, aber nicht wirklich lecker. 86

Palazzo
Riecht nach katholischer Kirche mit etwas abgestandenem Weihrauch, am Gaumen aufbäubende Säure, erzeugt den Eindruck von Staub. 82

Pian delle Vigne
Leder, Vanille und etwas Kirsche in der Nase, rote Früchte in der zweiten Nase, betonte Säure, dann kommt Sauerkirsche zu tragen. 85

Pinino
Transparentes Rubinrot, süß nach eingelegten Stachelbeeren duftend, am Gaumen ebenso dieser recht außergewöhnliche Geschmack, moderate Säure, mittlere Länge. Eigentlich ganz interessanter Wein, jedoch außer der Kennzeichnung kein Brunello. 84

Brunello 2007 von Col D'Orcia

Brunello 2007 von Col D’Orcia

Poggio Antico
Karamell und dunkle Schokolade in der Nase, Schwarze Kirschen mit Lavendel in der zweiten Nase, Säure wird von einer leichten Kirsche eingefangen, mittlere Länge. 86

San Felippo
San Felipo bring einen Brunello 2007 mit Rubin mit Purpur, frische Kirsche mit Minze in der Nase, reifere Kirsche macht Druck am Gaumen, wenig verspielt, hält schön lange an. 91

San Polo
Klares Rubinrot, reife Kirsche mit Pflaume und etwas Karamell in der Nase, etwas grünes Holz in der zweiten Nase, druckvolle Säure, mittellang. 88

SanCarlo
Dunkleres Rubin im Glas, duftige Frucht in der Nase, dezente Würze in der zweiten Nase, etwas Eukalyptus, schöne Säure, runde Waldbeerenfrucht und lang. 87

Sesta di Sopra
Unterholz mit duftiger Kirsche in der Nase, volle Kirsche an Gaumen, gutes Säuregerüst, Amarenakirsche, dann weg. 86

Sesti
Helles Rubin mit bräunlichem Einschlag, Leder und Trockenfrüchte in der Nase, rote Frucht in der zweiten Nase, am Gaumen schon etwas gealterter Eindruck. 85

Talenti
Reife Kirsche in der Nase, angenehm fruchtig am Gaumen, gutes Säuregerüst, schöne Länge. 88

Tenuta di Sestra
Rubin mit ziegelrotem Rand, etwas stichig in der Nase, Kirsche mit dezenter Vanille, reicher und weicher Gaumen, leider etwas kurz. 87

Brunello 2007 von Tornesi

Brunello 2007 von Tornesi

Ruffino – Tenuta Greppone Mazzi
Transparentes Rot, Kirsche in der Nase, Holz im Hintergrund, druckvolle Säure, harmonisch und Lang. 86

Tenute Silvio Nardi
Rubinrot mit hellem Rand, Karamell, dichte Frucht und etwas Pfeffer in der Nase, trocken wirkende Säure, trotz robustem Körper nur kurze Kraft. 87

Tornesi
Dieser Brunello 2007 zeigt ein dichteres Rubin mit hellem Rand, Nadelwald in der Nase, Zedern, reife dunkle Kirsche in der zweiten Nase, angenehm trockener Gaumen, gutes Säuregerüst, schöne Länge. 90

Der Verkostungsreport des Brunello Riserva 2006 und des Rosso di Montalcino 2010 werden noch folgen.

Chianti Classico 2009

Sonntag, 29. Januar 2012

Chianti Classico 2009Es gibt noch eine Kleinigkeit nachzuholen. Es handelt sich um eine umfangreiche Verkostung des noch aktuellen Jahrgangs Chianti Classico 2009. Zum Einstieg der Verkostung haben wir uns mit dem vorherigen Jahrgang 2008 beschäftigt. Dies galt auch etwas zur Einstimmung, zur Selbsteichung und -kontrolle. Leichte Korrekturen gegenüber der Verkostung im Jahr 2010 sind somit angebracht. Das ist nicht ungewöhnlich, so verändert sich der Wein in der Flasche (teilweise waren es zuvor auch Fassproben), man hat Tagesformen und einige Chianti Classico waren im vergangenen Jahr noch Fassproben. 2008 und 2009 gelten in der Toskana als sehr gut; so auch beim Chianti Classico.

Chianti Classico 2008

Barone Riscasoli – Castello di Brolio
80% Sangiovese, 10% Merlot, 10% Cabernet Sauvignon
Rubinrot mit leichten Eintrübungen, reife und süßliche Kirsche mit etwas Holz in der Nase, Amarena in der zweiten Nase, schlanker Gaumen mit kräftig trockener Säure, unausgewogen.
84

Castello delle Stinche – Fattoria di Lamole – Antico Lamole Vigna Grospoli
100% Sangiovese
Helles Rubin mit ziegelrotem Rand, Caramel mit vegetativen Noten in der Nase, frischer und leichter Gaumen mit Apfelaromen, in der mittleren Länge erstaunlich verspielt.
83

Chianti Classico 2009
Castello di Volpaia
90% Sangiovese, 5% Merlot, 5% Syrah
Klares Rubinrot mit hellem Rand, süße Fruchtnase, gute integrierte Säure, auch der Gaumen ist angenehm mit reifen Früchten, schöner Nachhall. Man fährt bei Volpaia sehr gut mit dem Schwerpunkt auf dem Sangiovese. Syrah ist im Chianti Classico nicht sehr häufig. Es scheint ihm aber gut zu tun.
90

Lamole di Lamole
90% Sangiovese, 5% Canaiolo, 5% Malvasia Nera
Klares Rubinrot, Cramel in der Nase, zweite Nase bringt harmonisch Früchte in den Mittelpunkt, kräftiger Gaumen mit schwungvoller Säure. Exrem lang.
87

Melini
90% Sangiovese, 5% Cabernet Sauvignon, 5% Merlot
Etwas trübes Rubinrot, Schokoladen-Caramel in der Nase, zweite Nase von Frucht untermalt, wirkt dabei etwas kitschig und gemacht, der Gaumen erfüllt die Erwartungen nicht und lässt diesen Chianti Classico als unausgewogen erscheinen, zu deutliche Säure.
85

Poggerino
100% Sangiovese
Dunkleres Rubinrot, kräftige Aromen mit eingelegten Kirschen und süßen Pflaumen in der Nase, Gewürze im Hintergrund, etwas stichig, wuchtige und trockene Würze am Gaumen. Hier versteht man schon, dass viele andere Chianti Classico nicht nur aus Sangiovese bestehen. Auch wenn dies so bestimmt auch eine Berechtigung hat.
85

Poggio Bonelli
90% Sangiovese, 10% altri vitigni
Dunkel trübes Rot im Glas, dunkle Schokolade in der Nase, zweite Nase mit Schwarzwälder-Kirsch-Torte, Weiße Kirschen am Gaumen, die Säure spielt mit der Frucht. Gegenüber der Verkostung dieses Weins im verganenen Jahr präsentiert es sich heute etwas besser.
84

Tenuta Villa Trasqua
95% Sangiovese, 3% Colorino, 2% Malvasia Nera
Kares Rubinrot, süßlicher Duft mit etwas Brause, in der zweiten Nase sind dunkle Kirschen, frucht geprägter Gaumen, gefällig auch in der Länge.
86

Chianti Classico 2009Doch nun zur eigentlichen Verkostung des Chianti Classico aus dem Jahr 2009. Die Vorauswahl der verkosteten Weine entsteht zuerst dadurch, welche Weine angestellt werden. Als zweites wählen wir aus. Dabei werden die Chianti Classico von Erzeugern berücksichtigt, die bislang aus unserer Sicht schon gute Weine in die Flasche gebracht haben. Um auch anderen Weingütern eine Chance zu geben, werden diese zum Teil zufällig zum anderen Teil weil sie irgendwo aufgefallen sind in die Verkostung eingefügt. Die Verkostung selbst findet dann verdeckt statt, was jedem Chianti Classico seine Chance zusichert.

Chianti Classico 2009

Bandini Villa Pomona
klares rubinrot im Glas, dezente Sauerkirschen in der Nase, frisch und erst etwas stichig am Gaumen, wird dann aber weicher, angenehm runde Länge mit etwas Caramel.
85

Bibbiano – Montornello
Dunkleres Rubinrot, eingekochte Waldfrüchte in der Nase, florale Noten in der zweiten Nase, packender wuchtiger Gaumen, kräftige Säure ist gut eingebunden, in der Länge etwas unausgewogen.
87

Borgo Salcetino
Leuchtend klares Rubinrot mit hellem Rand, würze und Dörrobst in der Nase, weicher Gaumen mit etwas Schokolade, ist recht schnell wieder weg und bleibt zugleich extrem dezent stehen.
84

Casa Sola
Dunkleres rot mit klarem Einschlag im glas, frucht neben dunklen Mischbrot in der Nase, zweite Nase mit Amarenakirschen, beschwingte Säure am Gaumen, schwingt harmonisch ab, aber der Geruch?
82

Chianti Classico 2009
Castelare di Castellina
rubinrot, leicht trüb, ausgewogene fruchtnase, trockener Gaumen mit gut integrierter Säure, angenehme dezente Frucht, gute Länge. Der Castellare wird noch etwas zulegen.
88

Castello di Selvole
Rubinrot, Nougat-Caramel mit leichter Frucht, zweite Nase mit süßer Kirschsauce, strenger Gaumen, grüne Noten im Nachhall.
83

I Sodi
Dunkles rubinrot, Pinien in der Nase, fruchtig in der zweiten Nase, intensiv am Gaumen Würze spielt mit Frucht und ist von caramelligen Noten untermalt. Außergewöhnlich und polarisierend.
86

Podere di Cappella
Dunkle Farbe, etwas kitschige frucht in der Nase, weich am Gaumen, wodurch der brausige Eindruck bleibt. Der wird bestimmt vielen Leuten schmecken. Aber ist es ein Chianti?
84

Chianti Classico 2009
Querciabella
Helles Rubin, leicht trüb, sehr schöne Mon-Cheri-Kirsche in der Nase, in der zweiten Nase mit etwas Vanillepudding, Gaumen leicht und mit erfrischender Säure, etwas Schokolade, guter Nachhall. Fein.
89

Rocca di Montegrossi
Rubinrot, zimtige Rauchnoten in der Nase, zweite Nase mit etwas Unterholz, kräftige Säure unausgewogen, wenn auch ziemlich lang.
82

Ruffino – Santedamme
Dichtes Ruinrot, süße Kirsche mit Waldfrüchten in der Nase, intensive Säure neben feinem Geschmack, lang.
85

Villa Cerna
Dunkel-klares Rubinrot, Frucht mit etwas Alkohol, der Gaumen ist auch nicht wirklich erfreulich.
83

Weiter geht es mit der Verkostung des Chianti Classico Riserva aus dem Jahrgang 2008. Dieser wird in der Regel ungefähr ein Jahr länger in großen Fässern ausgebaut und daher auch ein Jahr später vermarktet. Diese Weine zeichnen ich häufig über eine höhere Intensivität und einen feinen langen Nachhall aus.

Chianti Classico Riserva 2008

Bibbiano – Vigna del Capannino
Dunkeres Rubin mit etwas Eintrübungen, schöne Frucht mit einem süßen Sherryton, in der zweiten Nase fällt etwas Stich auf, der Gaumen ist leicht unausgewogen, der Chianti bleibt dann noch recht lange stehen.
85

Chianti Classico 2009
Capannelle
Etwas dunklere aber klare Farbe, in der Nase ist kräftig Caramel, die zweite Nase bringt leicht stichig eingeweckte Früchte, der Gaumen zeigt gut integrierte Säure, Spannung wird recht lang gehalten.
86

Castellare di Castellina
Dunkles Rubinrot, eigentümlicher Geruch mit reifen und süßen Waldfrüchten, Gaumen kräufrig aber in sich gut ausbalanciert, runder Nachhall.
89

Cecchi
Dunkelrot, süße Frucht mit Kirschen und Brombeeren in der Nase, Gaumen erst von fülliger Säure geprägt, später zeigen sich auch viele feine Noten, gute Länge.
88

La Madonnina
Dunklers Rubin, leicht trüb, Himbeeren in der Nase, in der zweiten Nase sind Casis und Alkohol, trockener Gaumen mit relativ kräftiger Säure, schnell verabschiedet er sich.
84

Le Miccine
Klares Rubinrot, hell, Caramel in der Nase, in der zweiten Nase von Frucht untermalt, dünn am Gaumen bei kräftiger Säure, bleibt leicht “pelzig” stehen.
83

Querciavalle
Dunkles rubinrot, Pflaumen und süßes Cassis in der Nase, frischer Gaumen mit dezenter Würze, mittlere Länge, allerdings kommt ein komischer Nachgeschmack hinzu, der den Spass etwas verdirbt.
85

Chianti Classico 2009
Tenutta la Novella
Rubin mit leicht violetem Einschlag, Veilchenparfüm in der Nase, ist in der zweiten Nase kräftiger und mit Würze untermalt, der Gaumen bringt eine kräftigere Säure mit sich, der Nachhall zeigt wieder diese Veilchen, was soll man mit so einem Kitschwein machen? Liegt es evtl. an dem Teroldego den man hier beigemischt hat? Typisch Toskana ist es jedenfalls nicht.
82

Abschließen möchten wir die Verkostung des Chianti Classico und zugleich diesen Report mit einigen Weinen die in die obigen Kategorien nicht passten aber trotzdem angestellt und von uns verkostet wurden.

Lamole di Lamole
Chianti Classico Riserva 2007
Dunkles klares rubinrot, würzige Nase mit Alkoholstich, im Hintergrund eingelegte Kirschen, sanfter Gaumen, der etwas zu leicht ist für diesen Geruchsauftritt, zu kurz. (2007 scheint ausnahmsweise ein nicht so glücklicher Jahrgang bei Lamole gewesen zu sein.)
83

Tenuta Villa Trasqua
Chianti Classico Riserva 2006
Klares Rubinrot, etwas stichig in der Nase mit Fruchtkompott im Hintergrund, staubiger Gaumen, im mittleren Nachhall klingen dezent Kirschen an.
85

Chianti Classico 2009
Castello di Ama – Vigneto Belavista
Chianti Classico 2007
Trübes Rubinrot, harmonische Nase, wuchtig am Gaumen mit Würze gute Länge und Reifepotenzial.
88

Castello di Ama – Vigneto La Casuccia
Chianti Classico 2007
Dunkleres Rubin, reife und in sich feine Nase, intensiv dabei aber rund am Gaumen.
87

Castello di Volpaia – Coltassala
Chiant Classico Riserva 2007
Dunkles klare Rubinrot, dunkle Würze in der Nase mit reifen Waldfrüchten, kräftig am Gaumen, leider macht die Säure etwas starken Druck, in der sehr guten Länge bringt sie sich harmonisch ein, gutes Reifepotenzial.
89

Castelli del Grevepesa – Clemente VII
Chianti Classico Riserva 2007
Dunkles Rubinrot, dezent-harmonische Frucht mit etwas Tannenwald in der Nase, erst Weich am Gaumen, dann zeigt er seine Kraft. Zugleich bricht er nicht ungestüm aus. Gute Länge.
87

(Noch im vergangenen Jahr stellte man beim Clemente 2008er Jahrgang an. Nun ist das Jüngste der 2007er. Was ist da los? hat man noch so viele alte Weine auf Lager oder traut man den aktuellen Jahrgängen nichts zu.)

Chianti Classico 2009
Hier Verkostungsberichte des Chianti Classico aus der Vergangenheit:
Chianti Classico 2008
Chianti Classico 2007
Chianti Classico Riserva 2007
Chianti Classico 2006
Chianti Classico Riserva 2006

Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo

Donnerstag, 10. November 2011

Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei CaparzoHeute machen wir einen kleinen Ausflug nach Montalcino. Der Ort steht für einen den nobelsten Weine aus der Toskana. Hier wächst die Rebsorte Sangiovese Grosso für den Brunello. Für eine Probe aktueller und historischer Weine besuchen wir das Weingut Caparzo nördlich von Montalcino. Es gehört zu den angesehensten und mit knapp 90 Hektar bewirtschafteter Rebfläche zu den größeren Erzeugern des Brunello di Montalcino.

Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo
Die Geschichte von Caparzo sei schnell erzählt. Das Weingut wurde Mitte der 1960er Jahre von mehreren Freunden aus Mailand erworben. Mit dem Jahrgang 1970 erzeugte man dann den ersten Brunello. Aus dieser Zeit liegen sogar noch einige Flaschen im Keller von Caparzo. 1998 übernahm Elisabetta Gnudi Angelini das Weingut (Bild oben mitte). Für den Keller ist der Önologe Massimo Bracalente zuständig (Bild oben links).

Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo
In unserer Probe auf dem Weingut Caparzo gibt es vier Jahrgänge des Brunello die Montalcino. Dabei handelt es sich um die historisch gut bis sehr gut bewerteten 1993,1999 (jeweils 4 Sterne), 2004 und 2006 (jeweils 5 Sterne). In der Probe sind jeweils zwei Brunello von Caparzo aus den selben Jahr. In Montalcino erzeugt jedes Weingut zumindest zwei Rotweine im Jahr. Da hat man den Brunello und einen jünger vermarkteten Rosso di Montalcino. Ich persönlich mag den Rosso eigentlich häufig sehr gerne. Auch der von Caparzo ist sehr empfehlenswert. Hier ist die Frucht wesentlich frischer präsent.

Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo
Zugleich erzeugen einige Weingüter in Montalcino neben dem Gängigen noch einen weiteren Brunello, der dann (als Selezione bezeichnet) einen Zusatznamen trägt und höherpreisiger angelegt ist. Bei Caparzo ist dies der Brunello La Casa. Er wird nur in den besten Jahren abgefüllt. Der Brunello La Casa besteht aus einer südlich exponierten Einzellage in der Nähe von Monalcino. In ihm werdem die besten Trauben aus der Lage La Casa selektiert. Eigentlich wird Brunello in großen Fässern ausgebaut. Die auf bis zu 12.000 Flaschen limitierten Rotweine aus La Casa reifen jedoch den kleineren Barique-Fässern. Der Brunello La Casa wurde erstmals im Jahrgang 1977 auf den Markt gebracht.

Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo
Eine Vermutung, die sich in dieser Probe bestätigt: Brunello sollte dann getrunken werden, wenn er auf den Markt kommt. Aus meiner Sicht präsentieren sich die beiden Brunello aus 2004 und 2006 wesentlich besser, da hier frische feinfruchtige bis volle Kirschfrüchte in der Nase präsent sind. Der La Casa ist jeweils voller und dichter. Jedoch zeigen die kleineren Fässer auch ihre Wirkung, da hier – vor allem bei dem 2006er – Caramel deutlich zu reichen ist. Nicht ganz unzufällig habe ich den Brunello von Caparzo aus diesem Jahr hier besser bewertet als den La Casa hier (preislich ist das Verhältnis jedoch umgedreht).

Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo
Wirklich gereifter Brunello ist jedoch aus meiner Sicht eine Geschmackssache. Die beiden aus 1993 zeigen dies. Der Brunello hat einen gealterten Geruch mit Leder und Schwarzer Johannisbeere in der 2. Nase. Bei La Casa zeigen sich vor allem Röstaromen. Viel besser sind die beiden Brunello von Caparzo aus 1999 noch in Schuss. So hat dieser Brunello zwar auch eine sehr gereifte Nase. Die gut eingebundene Säure erweckt ihn jedoch am Gaumen sehr schön zum Leben. Der Brunello La Casa aus 1999 hat in der Nase neben der Weinreife eine kräftige Casisnote. Am Gaumen präsentiert sich eine runde Länge.

Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo
Besser ist es also den Brunello zu Zeitpunkt der Vermarktung zu trinken. Das sind immerhin fünf Jahre nach der Ernte. Man sollte dabei beachten, dass die Weingüter in Montalcino vom Brunello die jeweils fünffache Menge ihres jährlichen Umsatzes im Keller liegen haben. Entsprechend groß ist auch der Weinkeller von Caparzo. Dort stehen jedoch nicht nur eine Menge Fässer. Auch ältere Jahrgänge des Brunello bewahrt man dort auf.

Caparzo mit Brunello und Rosso di Montalcino

Besonders gerne mag ich auch den Rosso di Montalcino. Erkennbar ist dieser am roten Etikett. Auch in dieser Kategorie wird bei Caparzo ein zweiter Wein erzeugt. Er stammt aus der Lage La Caduta südwestlich von Montalcino. Grundsätzlich hat man in Monalcino eigentlich keine Lagen. Jedenfalls nicht im deutschen Sinn. Jedoch hat der Anbauverband mithilfe eine Analyse durch Sateliten das Gebiet in vier Zonen eingeteilt. Caparzo bewirtschaftet in diesen Zonen die Lagen La Casa, La Caduta, Il Cassero, San Piero Caselle und Caparzo. Sie liegen zwischen 220 und 300 Meter über dem Meeresspiegel. Gerade die Selektion und Mischung dieser einzelnen Lage verleiht den Brunello von Caparzo häufig seine Größe.