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	<title>weinverkostungen.de - Weinproben - Verkostungen von Wein &#187; Riesling</title>
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		<title>Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 08:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Pfalz]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/deidesheimer-paradiesgarten-kabinett.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007" />Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten. Der Riesling stammt vom renommierten Weingut Bassermann-Jordan in der Pfalz.<span id="more-8031"></span></p>
<p>Die Flasche stand im Weinladen reichlich verstaubt herum. Beim Drehverschluss ist man sich ja immer noch nicht ganz so sicher, wie das mit der Lagerfähigkeit aussieht. Und so gab es diesbezüglich eine erste Enttäuschung gab es nach Flaschenöffnung. Denn das was da nach Stelvin aussieht, also einer der besten Schraubverschlüsse derzeit auf dem Markt, hat drinnen eine recht billige Kunststofffüllung. Offensichtlich waren Weingüter wie Bassermann-Jordan sich in der Verschlusssache vor drei Jahren noch nicht ganz so sicher wie heute.</p>
<p>Der Riesling Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten in goldgelb im Glas mit braunen Reflexen. In der Nase sind Firne mit Orangenschale. Zudem ist bei diesem Wein von Bassermann-Jordan auch schon etwas Quittengelee zu riechen. Auch am Gaumen zeigen sich Reifetöne. Diese sind jedoch bei diesem Kabinett hervorragend in vanillige Cremigkeit integriert. Ganz hinten ist auch noch volles Karamell. Der Riesling bleibt dann schön mit saftiger aber zugleich nicht zu voller Frucht stehen. Dezente Würze ist im Nachhall eingewoben. Klasse Kabinett.</p>
<p>Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007<br />
Pfalz – Deidesheim<br />
Erzeuger: Bassermann-Jordan<br />
A.P.Nr: 5 106 064 05 08<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 10 %<br />
Jahrgang: 2007<br />
Einkaufspreis: 9 €<br />
Verschluss: Schrauber<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Lagenverkostung Ürziger Würzgarten</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 18:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Ürziger Würzgarten hat einen melodischen Klang. Zudem besitzt diese Einzellage an der Mosel einen guten Ruf. Vor einigen Wochen fand in Düsseldorf mit den Weinfreaks eine Lagenverkostung von Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten statt. Ganze 26 Weine unterschiedlicher Restzuckergrade und Jahrgänge (1994 bis 2010) von 8 Weingütern aus dieser vorzüglichen Lage an der Mosel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Der Ürziger Würzgarten hat einen melodischen Klang. Zudem besitzt diese Einzellage an der Mosel einen guten Ruf. Vor einigen Wochen fand in Düsseldorf mit den Weinfreaks eine Lagenverkostung von Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten statt. Ganze 26 Weine unterschiedlicher Restzuckergrade und Jahrgänge (1994 bis 2010) von 8 Weingütern aus dieser vorzüglichen Lage an der Mosel standen auf der Liste. Eine Lagenverkostung ist immer eine sehr schöne Angelegenheit, da man erfahren kann, wie sich die Bodenbeschaffenheit und die (micro-)klimatischen Bedingungen auf den Wein auswirken. Zudem kann man herausfinden, wie verschiedene Weingüter die Lage für sich interpretieren und unterschiedliche Jahrgänge in einem kleinen Bereich ausfallen. Als Botschafter aus Ürzig war mit detailliertem Hintergrundwissen Stefan Erbes vom Weingut Karl Erbes von der Mosel an den Rhein gereist.<span id="more-7977"></span></p>
<p>In Deutschland gibt es seit der Reform des Weingesetzes in den 1970er Jahren mehr als 2.500 Einzellagen. Dabei wurden viele Lagen zusammengelegt und eine Vielzahl von Lagennamen beseitigt. Jedoch sind nur wenige dieser Einzellagen besonders hervorzuheben, denn nur ein Bruchteil von ca. 200 bis 300 Lagen entfalten tatsächlich eine Lagencharakteristik. Und dies auch nur bei einer angemessenen Bewirtschaftung. Darunter kann man den größten Teil der Lagen fassen, die als Erste Lagen des VDP klassifiziert sind. In ca. 300 Ersten Lagen wurden seit dem Bestehen dieses Systems Große/Erste Gewächse erzeugt. Nicht vergessen sollte man aber auch Lagen wie den hervorragenden Bremmer Calmont, der zwar nicht als Erste Lage klassifiziert ist, aber vielen Ersten Lagen in nichts nachsteht und einige übertrifft.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lagenverkostung.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Bei vielen dieser 300 Lagen ist nicht unbedingt eine innere Konsistenz gegeben. Das hängt damit zusammen, dass z.B. der Boden, die Hangneigung oder -ausrichtung wechselt. Eine Weinlage ist kultivierte und häufig über Jahrhunderte bewirtschaftete Natur. Selten ist man dabei so entschieden umgegangen wie am Rüdesheimer Berg (Rheingau), dem Kaiserstuhl (Baden) oder dem Batterieberg (Mosel), der seinen Namen erst durch die Sprengungen des Gesteins erheilt, durch die man eine ideale Hangneigung und Hangausrichtung erreichen wollte. Nicht nur im Untergrund ist Gestein unterschiedlich. Auch Deckschichten von Erde sind unterschiedlich dick und verschieden strukturiert. Die Wasserversorgung kann wechseln. Und während in einem Teil einer Lage sich die Wurzeln der Rebe nicht ganz so sehr bemühen müssen, gibt es woanders Trockenstress. Das Weingesetz von 1971 hat diese Lagen im Zuschnitt bislang mit vielen Ungereimtheiten festgeschrieben. Neuere Erkenntnisse oder Veränderungen wurden seitdem nur in sehr wenigen Ausnahmefällen berücksichtigt.</p>
<p>So ist auch der Ürziger Würzgarten in sich nicht gleich bleibend. Die Himmelsausrichtung, der Boden und einige mikroklimatische Verhältnisse wechseln innerhalb der Lage. Deswegen gibt es auch hier Zusatzbezeichnungen auf dem Etikett, die hinter dem Lagennamen in Anführungszeigen stehen. Diese erinnern nicht selten an historische Lagennamen, die mit dem Weingesetz von 1971 zugrunde gegangen sind. Eine Zusatzbezeichnung zur Lage ist inzwischen auch bei den Großen Gewächsen des VDP möglich und in manchen Fällen eine Bereicherung. Und gerade an der Mosel zeigen die Weingüter Clemens Busch und Heymann-Löwenstein, wie unterschiedlich eine Lage von einem Weingut interpretiert werden kann und wie Abstufungen der Qualität in einer Lage bestehen können. Im Ürziger Würzgarten bestehen zum Beispiel die Bezeichnungen „Kranklay“ (beim Weingut Karl Erbes) und „Urglück“ (bei Dr. Hermann).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/uerzig.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Der Ürziger Würzgarten hat eine ca. 2000 Jahre lange Kultivierung hinter sich. Wie im benachbarten Erdener Treppchen – wo die Römer schon die Stufen in den Schiefer rammten – fand der Weinbau früher in ganz anderen Formen statt. So erhielt der Würzgarten seinen Namen durch die frühe Bewirtschaftung. Denn es war bis ins 17. Jahrhundert üblich, den Wein mit Gewürzen anzureichern. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Noch heute werden im Ürziger Würzgarten Kräuter angebaut.</p>
<p>Die heutigen Rieslinge erhalten ihre Würze jedoch alleinig aus dem Boden, der in dieser Lage aus Rotliegendem aus vulkanischem Ursprung und dem an der Mosel sehr typischen Blauschiefer besteht. An vielen Stellen des Ürziger Würzgarten ist der Schiefer stark verwittert. Diese Erste Lage ist ca. 53 Hektar groß. Sie gilt auch nach dem Weinatlas Deutschland als eine der besten Weinlagen an der Mosel und wird in der höchsten Kategorie als &#8220;besonders privilegiert&#8221; eingestuft. Die Ausrichtung des Ürziger Würzgarten ist nach Süden bis Ostsüdost. Die Steigung der Weinberge beträgt 45 bis 65%. Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten können ein hohes Reifepotenzial haben und sind sehr häufig noch wurzelecht. Andere Rebsorten werden hier wahrscheinlich nicht angebaut.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/karl-erbes-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />In der Lagenverkostung waren 26 Rieslinge aus 8 Weingütern. 25 davon kamen aus dem Ürziger Würzgarten. Ein so genannter Pirat, der nicht nur den Spaß erhöhte, sondern auch die Sinne schärfte, kam aus dem benachbarten Erdener Treppchen. Der Pirat war schwer zu erkennen, da einige der Rieslinge aus dem Würzgarten größere Abweichungen im Geschmacksbild lieferten, die nicht nur aus der Lage resultieren (Aufgrund Alter des Weins, Alter der Reben, unterschiedlicher Arbeit im Keller …). Da muss man sicherlich immer etwas reflektieren, wie man zu dem Bild kommt, wie man meint, dass eine jeweilige Lage schmecken soll.</p>
<p><strong>Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten dieser Weingüter in der Verkostung</strong><br />
Alfred Merkelbach<br />
Dr. Hermann<br />
Dr. Loosen<br />
Jos. Christoffel jr. (Christoffel-Prüm)<br />
Karl Erbes<br />
Markus Molitor<br />
Moselschild<br />
Rebenhof</p>
<p><strong>Wurzelecht</strong><br />
Weltweit gibt es nur noch wenige Reben, die wurzelecht stehen. Dies sind insbesondere Alte Reben. Jedoch sind die beiden Begriffe nicht identisch. Vielmehr sagt die Bezeichnung Alte Reben weder etwas über das konkrete Alter der Reben aus, noch wie viel Prozent in dem Weinberg schon ausgewechselt wurden. Denn es ist normal, dass nach längerer Zeit einzelne Weinstöcke aus verschiedenen Gründen ausfallen. Die größte Auswechselung ganzer Weinberge fand mit der Reblausplage vor mehr als einhundert Jahren statt. Die Mosel ist weltweit eine der wenigen Regionen, die recht glimpflich damals davon gekommen ist. Deswegen gab es dort lange auch noch Weingüter, die ihren Riesling wurzelecht gepflanzt haben. Zur Praxis der Aufpfropfung auf amerikanische reblausresistente Wurzeln gab es hier lange keinen Grund. Seit einiger Zeit ist es jedoch auch an der Mosel verboten den Riesling wurzelecht zu pflanzen.</p>
<p>Details darüber, wie ernst die Gefahr der Reblaus auch an der Mosel derzeit ist, sind nicht sicher und widerspruchsfrei zu erfahren. Auch die Frage der geschmacklichen Unterschiede ist durchaus umstritten. Es ist bestimmt nachvollziehbar, dass eine robustere Wurzel den Boden (Schiefer) anders durchdringt, als die originale Wurzel des Mosel-Rieslings. Zudem wird von den Weingütern mit wurzelechten Reben beobachtet, dass diese zwar geringer im Ertrag sind, jedoch zugleich langlebiger sind. Dabei wäre es auch nachvollziehbar, dass dies auch zu geschmacklichen Unterschieden im Wein führt. Den Nachweis kann man letztendlich sich nur schwer erbringen. Ein Winzer müsse genau an der selben Stelle zur gleichen Zeit diese Reben nebeneinander haben, genauso bearbeiten und auch im Keller identisch vorgehen. Es zeigt sich jedoch, dass schon bei Reben die identisch sind, bei einem Ausbau der synchron im selben Keller passiert, unterschiedlich schmeckende Weine entstehen. Und wie nun &#8220;wurzelecht&#8221; schmeckt, kann eigentlich niemand formulieren. Zu komplex ist die Thematik.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/merkelbach-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Interessant war die Vielfältigkeit der Jahrgänge in der Lagenverkostung des Ürziger Würzgarten. Der ältesten beiden Rieslinge waren aus dem Jahr 1994. Dabei handelte es sich zum einen um eine halbtrockene Spätlese des Weinguts Moselschild. Dieser landete im unteren Mittelfeld und ist ab Weingut derzeit noch für 5,50 Euro pro Flasche verfügbar. Zudem gab aus dem selben Jahrgang es von Jos. Christoffel jr. eine Auslese **. Hier waren die Firntöne bis in eine harmonische Länge immer noch sehr schön in das Gesamtbild eingebunden. Es ist schon beeindruckend wie gut das Alterungspotenzial von Riesling aus dem Ürziger Würzgarten schon im erschwinglichen Preissegment ist.</p>
<p>Doch schauen wir auf den aktuellen Jahrgang 2010. Hier war bei den immerhin vier Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten in der Verkostung ganz interessant, dass diese durchaus dem Lagencharakter entsprachen. Es war in diesem Jahr aufgrund der kurzen Vegetationsperiode nur unter einiger Anstrengung möglich an der Mosel typische Rieslinge zu erzeugen, die dem Lagenprofil sehr deutlich entsprachen. Häufig waren hohe Säurewerte vorhanden. Jedoch auch hier konnte man bei den verkosteten Rieslingen dieses fast schon jahrgangstypische &#8220;Pfefferl&#8221; herausschmecken. Man sollte sicherlich auch noch erwähnen, dass es sich bei den 2010ern aus dem Würzgarten in dieser Verkostung ausschließlich um Prädikate von Spätlese aufwärts handelte. So kann man eigentlich auch für diese Lage konstatieren, dass in diesem Segment &#8211; wie in vielen anderen Lagen in Deutschland &#8211; der Jahrgang eher unproblematisch bis hervorragend war. </p>
<p><strong>Dr. Loosen</strong><br />
In der Blindverkostung gab es auch ein Großes Gewächs nach den Regeln des VDP aus dem Ürziger Würzgarten. Dies stammte von dem auch international renommierten Weingut Dr. Loosen. Jedoch schnitt dieses Große Gewächs aus dem Jahr 2009 vor allem in Relation zum Verkaufspreis von ca. 25 Euro recht schlecht ab. Durchgehend war die Punktbewertung deutlich unter dem, was für einen Riesling in dieser Kategorie und Preisgruppe angemessen ist. Dies ist sicherlich erklärungsbedürftig. Drei Grundmuster kann man hier heranziehen. Es ist nicht selten, dass sich Rieslinge nach einer Zeit verschließen. Generell brauchen einige große Weine manchmal etwas Zeit. Bei lagerfähigen Rieslingen kann man häufig ein Formtief nach 2 bis 3 Jahren feststellen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/loosen-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Ein zweites Thema ist die Lagentypizität. Bei der Verkostung der Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten war dies ein wesentliches Kriterium zur Bewertung dieser Weine. Große Gewächse sind aber zum Teil auf eine ganz andere Käuferschicht ausgerichtet. Hier geht es eher darum sehr moderne Weine zu machen. Dies steht etwas im Konflikt mit eher traditioneller arbeitenden Weingütern. Hier prägt eine überlieferte Kultur auch das, was man Terroir nennt. Interessant ist dies in Ersten Lagen, in denen mehrere Weingüter aktiv sind und ganz unterschiedliche Große Gewächse erzeugen z.B. ein Weingut recht deutlich Holz im Keller einsetzt und ein anderes nur Edelstahltanks. Doch bedeutet nicht ein weit gefaßter Begriff von Terroir auch die Tradition im Keller?</p>
<p>Der dritte Themenkomplex kreist um die Restzuckerwerte der Rieslinge. Glücklicher Weise ist gerade bei jüngeren Weinkonsumenten das Trockendiktat immer stärker auf dem Rückzug. Gerade in der Region Mosel ist zu beobachten, wie in den einzelnen Rieslingen die Lagentypizität erst mit einem höheren Restzucker aufblüht. Und gerade in dieser Lagenverkostung aus dem Ürziger Würzgarten war auffällig, wie stark die Bewertung mit der Höhe des Restzuckerbereichs korrespondierte (von mir erst im Nachhinein festgestellt ist es nicht ganz unzufällig, dass nach dieser Blindverkostung dies auch an meiner Punktvergabe abzulesen ist; ich habe schließlich keinerlei grundsätzliche Präferenz bezüglich des Restzuckers). Gerade diesen Themenkomplex versucht man an der Mosel im System der Großen Gewächse derzeit abzuschwächen, indem hervorragende Rieslinge mit höherer Restsüße durch die 1-Traube von den VDP-Weingütern gekennzeichnet werden können.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wuerzgarten-trockenbeerenauslese.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Folgende Rieslinge und Weingüter möchte ich lobend erwähnen. Die Preise dieser Weine sind zum Teil so gestaltet, dass man sich als Kunde beschenkt fühlen muss.</p>
<p><a href="http://www.weingut-merkelbach.de/"><strong>Weingut Alfred Merkelbach</strong></a><br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese * Fuder 18 (88 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese Fuder 10 (91 Punkte)<br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese Fuder 14 (93 Punkte)</p>
<p><a href="http://weingut-karlerbes.de/"><strong>Weingut Karl Erbes</strong></a><br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese „Kranklay“ (89 Punkte)<br />
1996 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese * (91 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese * (93 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese *** Goldkapsel (94 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Trockenbeerenauslese (95 Punkte)</p>
<p><strong>Jos. Chistoffel jr. (Christoffel-Prüm)</strong><br />
1994 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese ** (92 Punkte)<br />
2001 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese *** (92 Punkte)</p>
<p><strong>Dr. Hermann</strong><br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese (91 Punkte)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/coq-au-riesling.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Zu danken ist der gesamten geselligen Runde, Hartwig Fricke von der Weinhandlung LaFinesse zudem recht allgemein für seine Gastfreundschaft und insbesondere seine Kochkünste (es gab ein vorzügliches „Coq au Riesling“ von Perlhuhnsupreme im Duftreisbett mit frischen Morcheln und Champignons), sowie natürlich nicht zuletzt Werner Elflein, der kenntnisreich durch den Abend führte und <a href="http://wernerelflein.de/?p=1910">hier zum Weiterlesen seine Einschätzungen mitteilt</a>.</p>
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		<title>Große Gewächse 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 18:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Franken]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei so manchen frühen (zu frühen) Einschätzungen des Jahrgangs 2010 konnte einem Angst und Bange werden vor dem, was in diesem Jahr an Großen Gewächsen präsentiert werden kann. Dann kamen von vielen Weingütern sehr anständige Basisweine aus diesem Jahr. Einige Zeit später konnte man beim Riesling ungeahnt brillante Qualitätsspitzen im edelsüßen Bereich des Jahrgangs 2010 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/grosse-gewaechse-2010.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" />Bei so manchen frühen (zu frühen) Einschätzungen des Jahrgangs 2010 konnte einem Angst und Bange werden vor dem, was in diesem Jahr an Großen Gewächsen präsentiert werden kann. Dann kamen von vielen Weingütern sehr anständige Basisweine aus diesem Jahr. Einige Zeit später konnte man beim Riesling ungeahnt brillante Qualitätsspitzen im edelsüßen Bereich des Jahrgangs 2010 verkosten. Dies gab dann wieder Hoffnung auch für die Großen Gewächse. <span id="more-7959"></span></p>
<p>Doch was sich schon mit der Vorkostung vieler Weine aufgezeigt hat, 2010 ist nicht schlecht und es gibt eine Reihe hervorragender Rieslinge aus diesem Jahr. Wir haben ca. 150 Große Gewächse verkostet und möchten im Folgenden einen Überblick über verschiedene Regionen geben. Der Schwerpunkt lag bei der Rebsorte Riesling. Wir möchten diese Einschätzungen bitte mit Sorgfalt betrachtet sehen. Die Weine sind jetzt noch sehr jung. Und gerade vor dem Hintergrund der Herausforderung, die dieser Jahrgang an einige Winzer gestellt hat, sollte man aus unserer Sicht bei den Großen Gewächsen erst in einigen Jahren abschleißend urteilen.</p>
<p>Bei der Verkostung der Großen Gewächse der Rebsorte Riesling wurden annähernd vollständig alle Regionen verkostet. Zudem wurde die Gesamtheit der vorgestellten Spätburgunder Erstes Gewächs aus dem Rheingau (mit der VDP-offenen Klassifizierung) probiert. Aus Franken wurden neben den Großen Gewächsen der Rebsorte Riesling auch noch die dort typischeren Silvaner verkostet.</p>
<p><em><strong>Mosel</strong></em><br />
Beginnen möchte ich in der Region Mosel. Von hier stammen eine Reihe hervorragender Großer Gewächse. Nur eben scheint es so zu sein, dass die kürzere Vegetationsperiode in 2010 die tatsächliche Stärke der Region Mosel, nämlich durch Mikroklimate ganz eigene und stark unterscheidbare Rieslinge hervorzubringen, nur wenig ausgeprägt ist. Die sonnst prägenden Schiefertöne waren nur selten wahrzunehmen. Die Idee der kleinen Einzellage ist in keiner anderen deutschen Weinregion sonnst so stark nachvollziehbar wie in der Region Mosel. Leider zeigen dies nur sehr wenige der Großen Gewächse aus dem Jahr 2010.</p>
<p>Sehr erfreulich ist das Piesporter Goldtröpfchen vom Weingut Reinhold Haart. Es zeigt sich komplex hellfruchtig und duftig in der Nase. Passionsfrucht ist in der zweiten Nase. Am Gaumen ergänzt sich dies zu Multivitamin. Es ist eine große Klasse wie eine etwas eigenwillige Intensität und Feinheit hier aufeinander treffen (93 Punkte). Vom Weingut von Othegraven gefiel mir besonders der Okfener Bockstein. Der Riesling bringt helle exotische Frucht und Mineralität in der Nase. Am Gaumen ist er saftig und zugleich elegant. Dieses Große Gewächs aus dem Bockstein hat eine feine Frucht in der sehr guten Länge (92 Punkte).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/moselexkursion.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Von der Mosel hat mir auch der Bernkastler Doctor vom Weingut Wegeler gefallen. Hier hat man Weinbergpfirsich in der Nase. Am Gaumen ist dieses Große Gewächs saftig mit schwungvoller Säure. Eine sehr gute Länge verleiht diesem Riesling seine große Stimmigkeit (92 Punkte). Gleich auf ist der recht eigenwillige Pündricher Marienburg „Rothenpfad“ von Clemens Busch. Hier bitte aus die Zusatzbezeichnung achten, da er sich doch recht stark vom anderen Großen Gewächs ohne „Rothenpfad“ unterscheidet. Kräuterhonig in der Nase, konzentrierte Frucht am Gaumen, lange Wucht (92 Punkte). Erwähnen möchte ich noch das Weingut S.A.Prüm. Hier war eine sehr deutliche Verbesserung der Großen Gewächse im Vergleich zum Jahrgang 2009 festzustellen.</p>
<p>Aus der Region Mosel wurden auch Rieslinge aus Ersten Lagen präsentiert, die aufgrund der höheren Restsüße nicht als Große Gewächse zugelassen werden. Gerade ich diesem Bereich liegt eine der Stärken der Mosel. Dies ist mit dem Jahrgang 2010 nicht anders. Bei diesen Rieslingen aus Ersten Lagen brillierten geradezu die Weingüter Clemens Busch und Heymann-Löwenstein. Von Clemens Busch begeisterte der Pündericher Marienburg „Falkenlay“. In der Nase ist ein reifer saftiger Pfirsich. Angenehme Frucht am Gaumen, saftige Länge mit Konzentration (93 Punkte). Aus den Winninger Uhlen „Blaufüßer Lay“ von Heymann-Löwenstein zeigen sich mit einer Kräuternase. Würzig am Gaumen, mit etwas Frucht daneben, findet in der Länge zu einer Kräuterlimonade zusammen (94 Punkte).</p>
<p><em><strong>Rheingau</strong></em><br />
Das Rheingau ist wesentlich besser als sein derzeitiger Ruf. Auch wenn man hier leider stellenweise etwas unter seinen Möglichkeiten bleibt. Eine sichere Bank ist auch dieses Jahr wieder das Erste Gewächs aus dem Kiedricher Gräfenberg vom Weingut Weil. In der Nase ist eine helle Frucht mit sehr dezenten Kräuternoten. Der Gaumen ist geschmeidig mit ausgewogener Frucht (93 Punkte). Vom Weingut Künstler überzeugte vor allem die Hochheimer Hölle. Hier hat man eine sehr kräftige Frucht, die damit spielt kurz vor der Überladung zu stehen. Der Mundeindruck ist ausgewogen bis in die Länge (92 Punkte).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/kloster-eberbach-rebe.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Das Kloster Eberbach sowie Langwerth von Simmern präsentieren insgesamt umfangreiche, qualitativ recht geschlossen und lobenswerte Kollektionen an Ersten Gewächsen. Bei von Simmern begeisterte besonders der Erbacher Marcobrunn mit seiner reifen Pfirsichfrucht und etwas Mango im Nachhall (92 Punkte). Von den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach gefiel mir besonders der Rüdesheimer Berg Schlossberg. Nach einer Mirabellennase, hat man Spannung am Gaumen. Der Nachhall zeugt von der Reife der Trauben (92 Punkte). Beim Schloss Johannisberg wird das Erste Gewächs auch als Silberlack bezeichnet. Es liegt aus meiner Sicht bei 91 Punkten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/erbacher-marcobrunn.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Seltsam bei den Ersten Gewächsen ist wieder einmal der Bereich der Spätburgunder. Hier können die Voraussetzungen und Herausforderungen des Jahrgangs 2010 nicht als Grund für die Situation gelten. Für Außenstehende ist es nicht verständlich, wieso kein akzeptabeler Spätburgunder aus der Lage Assmannshäuser Höllenberg mit dem Jahrgang 2009 als Erstes Gewächs präsentiert werden kann (lediglich vom Weingut G.H. Mumm gab es einen zur Verkostung beim Rheingauer Weinbauverband). Dabei haben wir in der Vergangenheit schon einige hervorragende Spätburgunder dieser Einzellage von verschiedenen Erzeugern probiert. Hier nur drei Beispiele, über die wir in der Vergangenheit berichtet haben: <a href="http://weinverkostungen.de/weingut-mohr-mit-lorcher-krone-bodental-steinberg-und-assmannhaeuser-hoellenberg/">Mohr</a>, <a href="http://weinverkostungen.de/chat-sauvage-assmannshauser-hollenberg-erstes-gewachs/">Chat Sauvage</a>, <a href="http://weinverkostungen.de/allendorf-assmannshauser-spatburgunder-trocken-2007/">Allendorf</a>. Das Erste Gewächs sollte als Spitzenkategorie der trockenen Weine aus unserer Sicht alle wichtigen Lagen mit entsprechenden Qualitäten abdecken.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/assmannshaeuser-hoellenberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Aber es gibt auch zwei Spätburgunder Erstes Gewächs aus dem Rheingau, die als positive Ausnahme gelten können. Da ist der 2009er Hochheimer Stein vom Weingut Künstler. Kirschfruchtige Nase, harmonisch am Gaumen und ausgewogen im Nachhall. Das sind uns 91 Punkte wert. Ein klein wenig besser finden wir den Eltviller Sonnenberg vom relativ weniger bekannteren Weingut Koegler. Dieses Erste Gewächs hat eine schöne Frucht in der Nase, eine feine Würze in der 2. Nase und mit rundem Gaumen eine gute Länge (92 Punkte).</p>
<p>Aus dem nördlichen Bereich, in dem der Spätburgunder eigentlich nicht nur typischer ist, sondern im Mittelrheinbruch auch seine historisch Hochburg hat, rettet das Weingut Paul Laquai den guten Ruf. Für das Erste Gewächs aus dem Bodental-Steinberg 2009 haben wir eine dezente Frucht, gut eingebundene Säure und angenehme Länge notiert und 89 Punkte vergeben. Ein Vergleich mit der Präsentation der Großen Gewächse 2009 der Rebsorte Spätburgunder aus Baden wäre sicherlich auch ganz interessant gewesen. Dazu reichte die Zeit leider nicht. Die Weingüter des Rheingau im VDP scheinen sich jedoch derzeit etwas mehr auf den Riesling als auf den Spätburgunder zu konzentrieren.</p>
<p><em><strong>Franken</strong></em><br />
Die Region Franken hatte es mit dem Jahrgang 2010 recht schwer. Das hatte sich bei vielen Rieslingen und Silvanern im Bereich QbA und Kabinett schon angekündigt. In der Qualitätsspitze muss dies nicht immer Auswirkungen haben. Folgende Große Gewächse 2010 aus Franken haben mir gefallen. Man müsste das noch mal detailliert überprüfen, aber es scheint mir, als wenn sich die Rieslinge insgesamt und auch bei den Qualitätsspitzen etwas besser präsentierten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/riesling-grosse-gewaechse-2010.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Das Große Gewächs aus der Rebsorte Riesling aus dem Würzburger Stein vom Staatlichen Hofkeller gibt dieses Jahr den Ton an. Dezent Toffee mit schlanker Frucht sind hier in der Nase. Der Gaumen ist hellfruchtig und blüht dann zum reifen Pfirsich auf. Steht (92 Punkte). Die Randersackerer Pfülben von Schmitt’s Kinder zeigen sich mit kräftigen Pfirsich in der Nase. Am Gaumen ist schmelzige Frucht. Druckvoll und lang (92 Punkte). In der selben Lige spielt der  Kronsberg von Hans Wirsching: Helle Frucht in der Nase, saftiger Pfirsich am Gaumen, schlanke Säure und angenehme Länge (92 Punkte). Ebenfalls ganz gut empfand ich den Ratsherr vom Weingut Zur Schwane, den Würzburger Stein „Hagemann“ vom Bürgerspital und den Riesling Lump von Michael Fröhlich, wobei dieser in seiner Pfefferwürze etwas eigenständig war (jeweils 91 Punkte)</p>
<p>Mit der Rebsorte Silvaner hatte man es 2010 generell etwas schwerer. Mir gefielen jedoch zwei Große Gewächse. Der Würzburger Stein Bürgerspital wartet mit Weißem Pfirsich und Aprikose in der Nase auf. Der Süß-fruchtige Gaumen wirkt in der Länge angenehm fein (91 Punkte). Das Weingut Michael Fröhlich hat einen sehr guten Silvaner im Escherndorfer Lump erzeugt. Hier ist Multivitaminsaft in der Nase. Insgesamt ist dieses Große Gewächs stimmig (91 Punkte). Es ist für die Region Franken sicherlich problematisch, wenn die Silvaner im Schnitt hinter den Rieslingen liegen.</p>
<p><em><strong>Rheinhessen</strong></em><br />
Sehr weit oben war in diesem Jahr wieder einmal Rheinhessen mit seinen klaren Rieslingen. Hier gab es kaum Ausfälle. Das Weingut Brüder Dr. Becker erzeugen 2010 das Große Gewächse Dienheimer Falkenberg. Dies zeigt helles Kernobst in der ersten und Aprikose in der zweiten Nase. Eine komplexe Frucht spielt am Gaumen, dann tänzelnde Länge mit hellem Pfirsich und sehr reifen Fruchtnoten (93 Punkte). Von Battenfeld-Spanier kommt das zweite hervorragende Große Gewächs in diesem Jahr. Das Hohen-Sülzener Kirchenstück riecht nach hellem Pfirsich. Dezente Kräuter sind in der zweiten Nase. Etwas wärmer im Glas riecht er wesentlich fruchtiger, gut ausbalancierter Gaumen, und angenehme Länge (93 Punkte).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/niersteiner-oelberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Dann folgt ein weites Feld sehr guter Großer Gewächse. Bei jeweils 92 Punkten sehe ich das Westhofener Kirchspiel von Wittman, den Siefersheimer Höllberg von Wagner-Stempel, die Westhofener Aulerde von Groebe und den recht eigenwillig ausdrucksstarken Niersteiner Oelberg von Kühling-Gillot. Danach folgen noch recht viele richtig doller Rieslinge mit 90 oder 91 Punkten. Das Niveau und vor allem die sehr wenigen Ausfälle bei den Großen Gewächsen 2010 aus Rheinhessen überzeugen.</p>
<p><em><strong>Pfalz</strong></em><br />
Aus der Pfalz kommen in diesem Jahr sehr viele Große Gewächse die richtig gut sind. Hier haben viele angesehene und klangvolle Weingüter die Nase weit vorne. Vor allem zwei der Großen Bs geben in diesem Jahr deutlich vor, wo die Qualitätsspitze in der Pfalz zu sehen ist. Reichsrat von Buhl und Bassermann-Jordan überzeugen jeweils mit einem Großen Gewächs aus Lagen bei Forst.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/forster-kirchenstueck.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Das Forster Kirchenstück vom Weingut von Buhl zeigt sich mit einer duftenden und verlockenden hellen Fruchtnase. Der Gaumen ist von einer sehr schönen vielschichtigen Frucht umspült. Es folgt ein tiefer und inspirierender Nachhall. Dies ist mir 94 Punkte wert. Gerade die innere Stimmigkeit bei enormer Vielschichtigkeit zeigen die Rieslinge von von Buhl häufig auch schon bei den Gutsweinen.</p>
<p>Das Weingut Bassermann-Jordan punktet aus meiner Sicht in diesem Jahr besonders in der Lage Forster Pechstein. In der Nase zeigen sich exotische Früchte, frisch am Gaumen, bleibt leicht und lange stehen. Aus meiner Sicht wird dieser Riesling durch die Feinheit der Nuancen zum Großen Gewächs (93 Punkte). Den Forster Pechstein vom Weingut Acham-Magin sollte ich hier auf jeden Fall auch noch positiv erwähnen (92 Punkte). Die Großen Gewächse aus dem Forster Kirchenstück und dem Deidesheimer Kalkofen sind aus meiner Sicht in diesem Jahr vom Weingut Bassermann-Jordan auch sehr groß.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/pfalz-weingut-christmann.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Das Weingut A. Christmann überzeugt davon, dass man jede Lage für sich selbst genommen  interpretieren kann. So entstehen 2010 vier Große Gewächse mit dem Riesling, bei denen der Rupersberger Reiterpfad mit seiner floralen Duftigkeit in der Nase, der Stoffigkeit am Gaumen und der vollen Länge überzeugt (93 Punkte). Im Gimmeldinger Mandelgarten kommen in der Nase auch Kräutertöne zum tragen. Fruchtige Intensität gibt ihm einen Zug eines Deserts (92 Punkte). Das Aushängeschild des Weinguts A. Christmann und zugleich der einer der eigenständigsten Rieslinge aus der Pfalz in wieder einmal der Königsbacher Idig. Es ist ertaunlich, wie beständig dieser Wein über die Jahre hinweg wieder erkennbar ist. Sicherlich polarisiert der Idig auch dieses Jahr etwas mit der rauchig-erdigen Nase mit etwas Kräutern, einer kräftigeren Säure, zugleich aber angenehm fruchtig langem Nachhall (91 Punkte).</p>
<p>Das Weingut von Winning hat sich sicherlich zu recht mit seiner kurzzeitigen positiven Entwicklung nach der Ära Dr. Deinhard einen guten Namen gemacht. Mir gefiel der Rupertsberger Spieß (92 Punkte) und das Forster Kirchenstück (91 Punkte). Bei den anderen Rieslingen steht aus meiner Sicht das Holz zu deutlich da. Auch wenn man es bewusst und massvoll einsetzen möchte, kommen besonders im Forster Pechstein und in den Deidesheimer Lagen Kieselberg und Kalkofen die Vanilletöne (im Kalkofen auch Karamell; ich meine in einem sogar Cocos wahrgenommen zu haben) etwas zu sehr zum tragen.</p>
<p>Bürklin-Wolf hatte mich in der Vergangenheit stilsicher und konstant immer etwas enttäuscht. Im Forster Kirchenstück und im Jesuitengarten sind noch Anklänge dieses alten Stils zu erkennen. Die beiden Großen Gewächse aus den Deidesheimer Lagen und der Rupertsberger Gaisböhl künden aus meiner Sicht eine positive Entwicklung an. Vor allem beim Gaisböhl überzeugt die ausgewogene helle Frucht und die innere Stimmigkeit des Rieslings (91 Punkte).</p>
<p><em><strong>Nahe</strong></em><br />
Auch in diesem Jahr konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf das Stinkerduell an der Nahe. Doch es geht auch anders. Denn das beste Große Gewächs kommt aus meiner Sicht nicht von Schäfer-Fröhlich, Dönnhoff oder Emrich-Schönleber. Das Weingut Dr. Crusius ist aus meiner Sicht wesentlich mehr an der Charakteristik der den einzelnen Lagen dran, als seinen Stempel aufzudrücken. So ist zwar auch etwas mehr Qualitätsgefälle in den drei präsentierten Großen Gewächse vorhanden. Die Traisener Bastei ist hellfruchtig kräuterwürzig in der Nase. Saftig frisch mit spritziger Säure ist sie am Gaumen und uns 94 Punkte wert.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/2010-grosse-gewaechse.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Dem entgegen waren die Großen Gewächse von Dönnhoff und Schäfer-Fröhlich geschmacklich zuordbar. Bei der Niederhausener Hermannshöhle fällt vor allem der der selbe Dönnhoff-Ton wie zuvor in der Nase auf. Hier fällt er etwas kräutriger aus. Runde und intensive Frucht am ist Gaumen. Stoffig und ausgewogen ist dieses Große Gewächs in einer kräftigen Länge (93 Punkte).</p>
<p>Der Schloßböckelheimer Felsenberg von Schäfer-Fröhlich zeigt sich mit Sauerkraut in der Nase. Auch hier ist der Geruch über alle Große Gewächse hin im Kern wieder erkennbar in kräftigen Kräuternoten. Der Riesling ist extrem köperreich am Gaumen. Bis in den angenehm langen Nachhall ist eine Fruchtkonzentration auffällig, wie sie bei Obstbränden sichtbar ist (93 Punkte). Schäfer-Fröhlich drückt zwar mit der weingutseigenen Nase den Lagen einen akzentuierten Stempel auf. Diese Großen Gewächse sind dadurch sicherlich nicht immer leicht zugänglich. Zugleich sind bei mir alle präsentierten Rieslinge locker über die 90 Punkte-Hürde gesprungen. </p>
<p>Zu danken bleibt noch dem VDP für die perfekte Organisation und Durchführung der Verkostung. Auch die vielen häufig ungenannten helfenden Kräfte haben einen hervorragenden Einsatz geleistet.</p>
<p>Die hier aufgeführten Großen Gewächse sind nur ein Auszug aus unserer Verkostungsliste. Diese umfasste ca. 150 Weine. Bei Interesse können unsere Einschätzungen auch zu anderen Großen Gewächsen angefordert werden.</p>
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		<title>Besuch im Weingut Wegeler mit Geheimrat J</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 08:48:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Rheingau-Riesling-Route #11] Das Weingut Wegeler im Rheingau hat zwei große Aushängeschilder. Den Geheimrat J und ihre Lagenweine aus Rüdesheim und Oestrich-Winkel. Mit Wegeler verbindet man auch den Bernkasteler Doctor. Dieser legändäre Doctorwein kommt jedoch aus dem Weingut an der Mosel. Im Rheingau bewirtschaftet Wegeler eine Fläche von 45 Hektar und gehört damit schon zu den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wegeler-geheimrat-j.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch im Weingut Wegeler mit Geheimrat J" /><a href="http://weinverkostungen.de/auf-der-riesling-route-durch-das-rheingau/">[Rheingau-Riesling-Route #11]</a> Das Weingut Wegeler im Rheingau hat zwei große Aushängeschilder. Den Geheimrat J und ihre Lagenweine aus Rüdesheim und Oestrich-Winkel. Mit Wegeler verbindet man auch den Bernkasteler Doctor. Dieser legändäre Doctorwein kommt jedoch aus dem Weingut an der Mosel. Im Rheingau bewirtschaftet Wegeler eine Fläche von 45 Hektar und gehört damit schon zu den größeren Weingütern im Rheingau. Wegeler ist eines der Gründungsmitglieder des VDP. Historische Verdienste liegen in der Etablierung der Ersten Lagen und der Charta-Rieslinge. Wie im Rheingau nicht ungewöhnlich erzeugt das Weingut zu 100% Weine aus Riesling.<span id="more-7897"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rheingau-charta.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch im Weingut Wegeler mit Geheimrat J" />Generell besitzt das Weingut Wegeler Anteile an 16 Einzellagen, die für ein Erstes Gewächs zugelassen sind. Neben den Weingütern Breuer, Lang, Weil ging von Wegeler 1992 die Initiative zu dieser Spitzenkategorie des deutschen Weins aus. Mit dem Jahrgang 1999 werden im Rheingau die Ersten Gewächse erzeugt. Gleichzeitig gibt es immer noch die Charta Rieslinge. Das ist sicherlich etwas kompliziert. Auf dem Weingut Wegeler bestätigt man uns aber, dass insbesondere die Kategorie Carta wieder im kommen ist. Diese Rieslinge überzeugen häufig durch ihre Intensität und Langlebigkeit, die durch vollreifes Traubenmaterial erreicht wird. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wegeler-rheingau-riesling.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch im Weingut Wegeler mit Geheimrat J" />Der Spitzenwein bei Wegeler ist der Geheimrat J. Dies ist ein Cuvee aus verschiedenen Lagen. Es gibt immer zwei Wege große Weine zu erzeugen. Einer besteht darin pointiert den Charakter einer einzelnen Lage herauszuarbeiten. Ein zweiter Weg ist in Deutschland in den vergangenen Jahren etwas weniger beachtet worden. Das Cuvee aus Lagen und Rebsorten ist in anderen Ländern häufig höher angesehen. Denken wir an den Bordeaux, in dem die Vorzüge verschiedener Rebsorten kombiniert werden. Denken wir an den Brunello, wo einige Weingüter planmäßig in verschiedenen Gebieten (von Lagen kann man dort nicht so richtig sprechen) anbauen, um die Unterschiede harmonisch zusammenzufügen. Und so ist auch bei Wegeler mit dem Geheimrat J  die Idee vorhanden, dass eben nicht nur der Charakter einer Einzellage die Größe eines Rieslings ausmachen kann.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/magnum-geheimrat-j.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch im Weingut Wegeler mit Geheimrat J" />Seit 1983 gibt es den Geheimrat J bei Wegeler. Nach dem Vorbild aus Bordeaux wurde der Spitzenwein als Cuvee aus bis zu 16 Ersten Lagen etabliert. Benannt ist es nach dem Gründer des Weinguts Geheimrat Julius Wegeler. Der Vorteil dieses Rieslings besteht in der Kombination der unterschiedlichen Weintypen von den Steillagen bei Rüdesheim und den Lösslehmböden um Oestrich-Winkel. Der Geheimrat J wird jedoch nicht in allen Jahrgängen erzeugt. Der frühste Verkauf beginnt 15 Monate nach der Ernte. Die trockene Spätlese hat durch langen Ausbau und perfektem Traumbenmaterial hohe Lagerfähigkeit.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/schatzkammer-garantie.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch im Weingut Wegeler mit Geheimrat J" />Der schöne Weinkeller im Weingut Wegeler beinhaltet neben einigen Jahrgängen Geheimrat J viele ältere Rieslinge. Leider wurde er 1945 vollständig ausgetrunken, weswegen aus der Zeit davor nichts mehr verfügbar ist. Hier lagern aber so einige Schätze, die auch noch verkauft werden. Besonders für die Gastronomie ist interessant, dass bei der Entnahme aus dem Keller ein Zusatzetikett auf die Flasche kommt. Auf diesem ist der Zeitpunkt vermerkt. Damit kann eine optimale Lagerung garantiert werden. Der Kellermeister vom Weingut Wegeler bestätigt dies mit seiner Unterschrift. </p>
<p>Der Geheimrat J ist eine trockene Spätlese. So etwas kann locker 10 Jahre und älter werden. Wir probierten bei unserem Besuch im Weingut Wegeler den Jahrgang 2000. Dieser zeigt sich mit einer intensiven Farbe im Glas. In der Nase sind angenehm reife Früchte, etwas Vanille und Mirabelle. Am Gaumen zeigt sich eine noch frische Säure, die in ein harmonisches Finale führt. Bei dem noch deutlich jüngeren Geheimrat J aus 2007 überzeugt eine chremige Fülle die angenehme Säure unterstreicht den trockenen Charakter dieses Rieslings und bringt einen frischen und langen Nachhall. Besonders die Lagerlänge und der gute Zustand dieser Weine über längere Zeiträume zeugen von der Qualität des Gemeinrat J.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinprobe-wegeler.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch im Weingut Wegeler mit Geheimrat J" />Über den Wein-Jahrgang 2010 ist schon viel geschrieben worden. Vieles auch deutlich zu früh. Was in weiten Teilen stimmt, ist das die Menge deutlich geringer ausfiel. Im Weingut Wegeler hatte man im Rheingau ca. 30% Einbußen gegenüber normalen Jahrgängen. Das hat aber nicht sehr viel mit der qualitativen Bewertung eines Jahrgangs zu tun. Die 2010er Spätlese aus dem Rüdesheimer Berg Rottland kann hierfür als Beweis herhalten. Trotzdem sie jetzt noch recht jung ist, beweist dieser Riesling schon jetzt seine Klasse. In der Nase ist süße Aprikose. Der Gaumen ist von angenehmer Würze geprägt. Etwas Eucalyptus führt in eine saftige Länge. So gut kann 2010 sein.</p>
<p><a href="http://www.wegeler.com">Hier geht’s zur sehr schönen Webseite vom Weingut Wegeler.</a></p>
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		<title>Weingut Mohr mit Lorcher Krone, Bodental-Steinberg und Assmannhäuser Höllenberg</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 13:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Rheingau-Riesling-Route #2] Das Weingut Mohr im Rheingau wird nach dem Gründer Wilhelm Mohr 1875 von Jochen Neher und seiner Frau Saynur in der 4. Generation bewirtschaftet. Besonders wichtig sind die drei Lagen Lorcher Krone, Lorcher Bodental-Steinberg und Assmannhäuser Höllenberg. Die traditionsreiche Lage Assmannshäuser Höllenberg steht nicht nur für hervorragende Rotweine aus dem sonnst vom Riesling [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weingut-mohr-lorch.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Mohr mit Lorcher Krone, Bodental-Steinberg und Assmannhäuser Höllenberg" /><a href="http://weinverkostungen.de/auf-der-riesling-route-durch-das-rheingau/">[Rheingau-Riesling-Route #2]</a> Das Weingut Mohr im Rheingau wird nach dem Gründer Wilhelm Mohr 1875 von Jochen Neher und seiner Frau Saynur in der 4. Generation bewirtschaftet. Besonders wichtig sind die drei Lagen Lorcher Krone, Lorcher Bodental-Steinberg und Assmannhäuser Höllenberg. Die traditionsreiche Lage Assmannshäuser Höllenberg steht nicht nur für hervorragende Rotweine aus dem sonnst vom Riesling geprägten Rheingau, sondern kann als eine der besten Einzellagen für Spätburgunder in den deutschen Anbaugebieten gesehen werden.<span id="more-7830"></span></p>
<p>Während das Weingut Mohr in der Lorcher Krone vor allem Riesling anbaut und im Höllenberg der Spätburgunder reift, wachsen in der Lage Bodental-Steinberg beide Rebsorten. Durch das offene System der Ersten Gewächse im Rheingau kann das Weingut Mohr einige Weine in dieser Spitzenkategorie erzeugen. Diese stehen im Folgenden auch im Focus der Verkostung. Sicherlich besteht grundsätzlich bei den Ersten Gewächsen im Rheingau ein Qualitätsgefälle. Andockmöglichkeiten zur qualitativen Spitze der beiden noblen Rebsorten Riesling und Spätburgunder sind hier jedoch für jedes qualitätsorientiertes Weingut wesentlich leichter als in den anderen deutschen Weinbaugebieten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/mohr-rheingau-lorch.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Mohr mit Lorcher Krone, Bodental-Steinberg und Assmannhäuser Höllenberg" /><br />
Weingut Mohr in Lorch</p>
<p><strong>Lorcher Krone Riesling Erstes Gewächs 2009</strong><br />
Kräftigeres Strohgelb. Wunderbarer Duft nach Blüten und weißem Pfirsich. Gut eingebundene Säure. In sich stimmig und harmonisch. In Nachhall leicht aber lang anhaltend. Zum Schluss kommt dieser fruchtige Geruch wieder zu tragen. 88</p>
<p><strong>Lorcher Bodental-Steinberg Riesling Erstes Gewächs 2009</strong><br />
Helle Frucht mit in der Nase. Weißer Pfirsich mit Aprikose und Banane im Hintergrund. In der Zeiten Nase kann man auch eine breitere Frucht wahrnehmen. Am Gaumen entfaltet sich eine spannungsreiche Mineralität, die mit einer gut eingebundenen Säure untermalt ist. Der Nachhall ist von feinem Schmelz geprägt. Vier Tage nach Flaschenöffnung hat er so gut wie noch nichts von seinem Ausdruck verloren.  89</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/mohr-riesling-erstes-gewaechs.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Mohr mit Lorcher Krone, Bodental-Steinberg und Assmannhäuser Höllenberg" />Erste Gewächse aus Riesling</p>
<p><strong>Assmannhäuser Höllenberg Spätburgunder trocken Alte Reben 2008</strong><br />
Helles sehr transparentes Rubinrot. Süßer Duft mit reifen Pflaumen. In der zweiten Nase gibt es syphatische Veilchen. Weich am Gaumen. Über die spannende und leicht würzige Frucht gibt es einen langen Nachhall. 90</p>
<p><strong>Assmannhäuser Höllenberg Spätburgunder trocken Barrique 2008</strong><br />
Sehr transparentes Rubinrot mit leicht bräunlichem Rand. Orangenblüten in der Nase. Die zweite Nase wirkt erfrischend. Kaum Säure am Gaumen. Frische Frucht prägt den Geschmack. Mittlerer Nachhall. 89</p>
<p>Schön wie gut diese beiden Spätburgunder schon jung trinkbar sind. Und die 13 oder 13,5% fallen überhaupt nicht auf.</p>
<p><strong>Bodental-Steinberg Spätburgunder 2007 Erstes Gewächs</strong><br />
Transparentes bräunliches Rot im Glas. Reife Früchte mit gebackenen Pflaumen in der Nase. Mit Würze in der zweiten Nase untermalt. Weich am Gaumen mit einer warmen Frucht. Die würze beleibt dezent. Mittleren aber runder Nachhall. 87</p>
<p><strong>Bodental-Steinberg Spätburgunder 2008 Erstes Gewächs</strong><br />
Hell bräunlich Rot. Frische würzige Nase mit floralen Aspekten und etwas Ruby-Portwein im Hintergrund. Eine runde Geschichte mit dezenter Säure. Macht im Nachhall etwas Druck. Gelungenes Erstes Gewächs, was in den kommenden Jahren noch besser schmecken wird. 89+</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/mohr-assmannhaeser-hoellenberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Mohr mit Lorcher Krone, Bodental-Steinberg und Assmannhäuser Höllenberg" /> Spätburgunder vom Weingut Mohr</p>
<p>Generell sei jedem Weinfreund empfohlen sich einmal im Rheingau umzuschauen. Das Weingut Mohr in Lorch ist mit ihrer hohen Qualität durchaus keine Ausnahme. Im Rheingau findet man viele gar nicht so bekannte Weingüter mit sehr guten Weinen und zugleich ziemlich erschwinglichen Preisen. Die deutliche Aufteilung in die beiden Nobelrebsorten Riesling und Spätburgunder erleichtert die Auswahl und gibt im sonst eher komplexen deutschen System eine einfache Orientierung.</p>
<p><a href="http://www.weingut-mohr.de">Hier geht es zum Weingut Mohr</a></p>
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		<title>HofLössnitz Radebeuler Goldener Wagen Riesling trocken</title>
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		<pubDate>Thu, 19 May 2011 19:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
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		<description><![CDATA[[Exkursion Sachsen #3] In Radebeul bei Dresden gibt es einige Weinerzeuger. Am bekanntesten ist das flächenmäßig sehr große Staatweingut Wackerbarth. Und sogar Bioweine werden in dieser Gegend von Sachsen erzeugt. So zum Beispiel im Weingut HofLössnitz. Dies macht auf seine Geschichte seit 1401 aufmerksam. Seit 1992 findet bei HofLössnitz wieder Weinan- und Ausbau statt. 9 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/hofloessnitz-riesling-trocken.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Exkursion ins Weinland Sachsen" /><a href="http://weinverkostungen.de/exkursion-ins-weinland-sachsen/">[Exkursion Sachsen #3]</a> In Radebeul bei Dresden gibt es einige Weinerzeuger. Am bekanntesten ist das flächenmäßig sehr große Staatweingut Wackerbarth. Und sogar Bioweine werden in dieser Gegend von Sachsen erzeugt. So zum Beispiel im Weingut HofLössnitz. Dies macht auf seine Geschichte seit 1401 aufmerksam. Seit 1992 findet bei HofLössnitz wieder Weinan- und Ausbau statt. 9 Hektar werden bewirtschaftet. In der Lage Radebeuler Goldener Wagen wird komplett ökologisch angebaut. Hier lassen sich die Rebsorten  Riesling, Müller-Thurgau, Weißburgunder, Gutedel und Grauburgunder und Goldriesling finden.<span id="more-7708"></span></p>
<p>Kommen wir zum Radebeuler Goldener Wagen Riesling trocken vom Weingut HofLössnitz aus dem Jahr 2008. Der Wein ist in einem hellen Strohgelb mit grünen Reflexen im Glas. In der Nase sind Noten von noch leicht unreifer Quitte und Exoten wie Dragonfruit oder Maraquja im Hintergrund. Am Gaumen zeigt sich dieser Riesling leicht mit dezenter Säure. Diese steigt nun sehr grün wirkend an.</p>
<p>Leider ist das Vergnügen mit dem Radebeuler Goldenen Wagen dann schnell vorbei, da nun Teiloxidation und UTA den Nachhall prägen. In der Nase hatte sich das schon ganz dezent angedeutet. Ich wollte es aber nicht wahr haben. Schade! Hier hat man viel versucht und wenig geschafft. Riesling ist nun mal eine anspruchsvolle Rebsorte. Einen schmackhaften Wein im kühlen Nordosten in Bioqualität zu erzeugen kann man als eine sehr große Herausforderung sehen. Dies ist mit dem Jahrgang 2008 dem Weingut HofLössnitz leider nicht geglückt.</p>
<p>HofLössnitz Radebeuler Goldener Wagen Riesling trocken<br />
Sachsen<br />
Erzeuger: Weingut HofLössnitz<br />
A.P.Nr: 37 07 09<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 11%<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 10,00 €<br />
Verschluss: Schrauber<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Schloss Wallhausen Prinz Salm Grünschiefer</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 06:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Nahe]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Ökowein]]></category>
		<category><![CDATA[Salm]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weingut Salm in Wallhausen gilt als ältestes Weingut in Deutschland in Familienbesitz. Seit 2006 wird es in der 32 Generation von Constantin Prinz zu Salm-Salm geleitet. Auf 13 Hektar werden mehrheitlich Rieslinge erzeugt. Aber auch der Spätburgunder, die hellen Burgundersorten und der Silvaner sind hier zu finden. Der frühere VDP-Präsident Michael  Prinz zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prinz-salm-gruenschiefer-riesling.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Schloss Wallhausen Prinz Salm Grünschiefer" />Das Weingut Salm in Wallhausen gilt als ältestes Weingut in Deutschland in Familienbesitz. Seit 2006 wird es in der 32 Generation von Constantin Prinz zu Salm-Salm geleitet. Auf 13 Hektar werden mehrheitlich Rieslinge erzeugt. Aber auch der Spätburgunder, die hellen Burgundersorten und der Silvaner sind hier zu finden. Der frühere VDP-Präsident Michael  Prinz zu Salm-Salm stellte den Betrieb in den 1990er Jahren vollständig auf die Methoden des ökologischen Landbaus um. Seitdem sind die Weine aus dem Schloss Wallhausen über den Verband Naturland zertifiziert. Der Grünschiefer ist ein der typischen Gesteinsarten im Anbaugebiet Nahe.<span id="more-7599"></span></p>
<p>Der Riesling von Prinz Salm zeigt sich in einem hellen Strohgelb im Glas. In der Nase ist bei diesem Grünschiefer eine süßliche Frucht mit vegetatiblen Noten. In der zweiten Nase mischen sich bei diesem Riesling vom Schloss Wallhausen Honig mit Kräutern. Zugleich macht der Grünschiefer einen eher schlanken Eindruck. Am Gaumen erst etwas Frucht, dann kommt Säure zu tragen. Zu ihr gesellen sich bei dem Wein von Prinz Salm frische grüne Kräuter mit Majoran. Die feine Länge wirkt frisch. Der Grünschiefer vom Weingut im Schloss Wallhausen macht aufgrund seiner Verspieltheit Spaß.</p>
<p>Schloss Wallhausen Prinz Salm Grünschiefer trocken<br />
Nahe<br />
Erzeuger: Prinz zu Salm-Dalbergsches Weingut<br />
A.P.Nr: 7 779 144 11 10<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12,5 %<br />
Jahrgang: 2009<br />
Einkaufspreis: 11,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Weinrallye #43: Kloster Eberbach 1990er Rauenthaler Baiken Riesling Spätlese</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 13:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheingau]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Baiken]]></category>
		<category><![CDATA[Eberbach]]></category>

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		<description><![CDATA[Für diese Weinrallye mit dem Titel „Riesling Spätlese“ gibt es sicherlich mehrere Gründe. Der VDP hat das Thema Spätlese mit dieser Veranstaltung wieder entdeckt. Einige Zeit wurden gereifte Rieslinge mit höherem Restzucker als „trocken“ schlecht behandelt. Für viele unbedarfte Weinkunden ist „trocken“ immer noch ein positives Attribut von einem Wein. Das war lange Zeit anderes. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rauenthaler-baiken-spaetlese-1990.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Kloster Eberbach 1990er Rauenthaler Baiken Riesling Spätlese" />Für diese <a href="http://www.weinkaiser.de/weinkaiserde-richtet-die-weinrallye-43-aus-thema-riesling-spatlese/">Weinrallye mit dem Titel „Riesling Spätlese“</a> gibt es sicherlich mehrere Gründe. Der VDP hat das <a href="http://weinverkostungen.de/renaissance-spaetlese-das-liebliche-vergnuegen/">Thema Spätlese mit dieser Veranstaltung</a> wieder entdeckt. Einige Zeit wurden gereifte Rieslinge mit höherem Restzucker als „trocken“ schlecht behandelt. Für viele unbedarfte Weinkunden ist „trocken“ immer noch ein positives Attribut von einem Wein. Das war lange Zeit anderes. Heute ist der langlebige restsüße Wein immer noch in einer Nische.<span id="more-7458"></span></p>
<p>Zugleich haben wir mit dem Jahrgang 2010 eine geringere Versorgung mit jungen und frischen Rieslingen. Und so mag es schon fast nicht mehr als Zufall erscheinen, dass nun gereifte Rieslinge mehr ins Zentrum gelangen. Die Lagerung von solchem Wein bei den Weingütern ist zudem ein historischer roter Faden, der sich durch die Geschichte zieht. So haben es viele kleine Weingüter über Generationen geschafft ohne fremdes Kapital durch Jahrgangsschwankungen, Wirtschafts- und Währungskrisen zu kommen, da ein Teil des Kapitals in Form von lagerfähigem Wein vorhanden war.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/versteigert-im-kloster-eberbach.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Kloster Eberbach 1990er Rauenthaler Baiken Riesling Spätlese" />Ein zweiter roter Faden – der diesen Riesling aus der Lage Rauenthaler Baiken – betrifft, ist die Versteigerung. Und diese über 100jährige noch heute stattfindende Praxis ist eng mit der Geschichte des VDP verbunden. Durch diese Methode gelang es die Erzeugerabfüllung als Qualitätskriterium durchzusetzen. Geschickte Versteigerungszeitpunkte, generell eine Politik der Anstellung, sorgte dafür, dass richtig guter Riesling nie verscherbelt wurde, sondern vielmehr immer neue Preisrekorde erreicht wurden.</p>
<p>Neben den wichtigen Versteigerungen an Mosel und Nahe ist besonders die auf dem Kloster Eberbach im Rheingau zu nennen. Dort versteigert man Wein seit 1806. Und eben aus diesem zugleich erzeugenden Betrieb stammt der nun zur Verkostung stehende Riesling Spätlese. Dieses Rauenthaler Baiken wurde 1991 gefüllt. Dieser Riesling wurde auf dem Kloster Eberbach auch versteigert. Steigweine gelten als besonders hochwertig und begehrt, da es sich nur für die besten Weine lohnt eine Versteigerung durchzuführen.</p>
<p>Dieser Riesling hier stammt aus einer perfekten Lagerung; allein die Füllhöhe sagt hier einiges. Leichter Weinstein ist in der Flasche, der mich allerdings überhaupt nicht negativ berührt. An der Kapsel sind etwas seltsame klebrige Spuren. Der Korken geht raus wie geschmiert. Viel hätte da bis zum Auslaufen nicht gefehlt. Der seltsam beschichtet vorkommende feste Korken sagt gar nichts darüber aus, wie weit er „verbraucht“ ist. Meiner Meinung nach hat die ziemlich straffe Metallkapsel alles sehr gut zusammen gehalten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/riesling-spaetlese-1990.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Kloster Eberbach 1990er Rauenthaler Baiken Riesling Spätlese" />Helleres Goldgelb mit grünlichen Reflexen im Glas. Reife Quitten in der Nase. Erst Süße am Gaumen, dann entwickelt das Baiken Biss am Gaumen. Das angenehme und mächtige Frucht-Säure spiel macht eine Einordnung in eine geschmacklich wahrnehmbare Restsüßeeinschätzung nur schwer möglich. Wenn er etwas mehr Luft bekommt ist doch etwas deutlicher der Restzucker zu schmecken. Aber immer wieder kommen trockene Eindrücke an den Gaumen. Denn solche Weine werden trockener nach einiger Zeit.</p>
<p>Schöner Nachhall. Dieser wird von einer für die Erste Lage Rauenthaler Baiken eher ungewöhnlichen Säure getragen. Denn das Baiken ist eher warm und daher säureärmer als viele andere Rieslinge des Rheingaus. Der ist noch richtig frisch. Es ist ein großer Riesling, der nun 20 Jahre nach der Füllung immer noch wie eine Eins dasteht.</p>
<p>Langzeitexperiment<br />
Ich bin nicht wirklich ein Experte bei gereiften Weinen. Dafür findet man sie einfach zu selten im Handel. Der stationäre Handel in Münster hatte keine einzige Flasche dieser Kategorie für mich bereit. Also frage ich mich, wie lange ich eine Flasche offen halten kann. Gerade leicht gereifte Weine besitzen die Gefahr schnell zu zerfallen. Andererseits präsentiert er sich am ersten Tag sehr gut. Also ein Langzeitexperiment.</p>
<p>Tag 2: Die Quitte ist etwas dezenter im Glas. Stattdessen ist etwas Mineralität und Gemüse hinzugetreten. Die zweite Nase zeigt einen reifen und saftigen Pfirsich mit etwas Firne, die in Form von Caramel erscheint. Insgesamt ist die Nase auch etwas schlanker. Der Gaumen hat auch wieder etwas mehr verloren. Er kommt trockener vor und die vanillige Firne scheint stärker durch. Lang, aber etwas weniger. Immer noch zeigt sich das Baiken in einer angenehmen Komplexität und in Verbindung mit dem tatsächlichen Alter noch recht frisch. </p>
<p>Tag 3: Die Nase ist nun stärker von einer vanilligen bis leicht holzigen Firne geprägt. Etwas süße Frucht und Gurke sind in der zweiten Nase. Der Rauenthaler Baiken wirkt trockener und weniger fruchtig am Gaumen. Schmale Säure untermalt dies. Rauchige Noten mischen sich in den Nachhall.</p>
<p>Tag 4: So langsam verabschiedet sich dieses Baiken. Aber gerade jetzt, wo die Frucht nicht mehr wirklich viel Masse erzeugen kann, fällt auf, wie Extraktreich dieser Riesling eigentlich ist. Er hat eine gewisse dickflüssige Textur, obwohl er eher trocken erscheint. Trotzdem nun fast schon Bitterstoffe wahrzunehmen sind, wirkt er nicht wässrig. Selbst in diesem späten Stadium, in dem Alter und lange Flaschenöffnung diesem Wein aus dem Rauenthaler Baiken zugesetzt haben, ist es eine würdige alte Dame, die ohne Lifting und Schminke wesentlich ansehnlicher ist als vieles was sonnst so unterwegs ist.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/kloster-eberbach-1990.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Kloster Eberbach 1990er Rauenthaler Baiken Riesling Spätlese" />Man mag kaum glauben, dass von diesem Riesling wirklich noch einige Flaschen verfügbar sind. Ich habe jedenfalls noch eine zweite Flasche von dem Rauenthaler Baiken Spätlese aus dem Jahr 1990. Die werde ich in ca. 5 Jahren oder zu ihrem 25 Geburtstag aufmachen. Da bin ich jetzt schon gespannt, wie sich dieser Riesling dann präsentieren wird. Natürlich ist dies hier nicht nur ein Beitrag zu Weinrallye, sondern auch zu unserer <a href="http://weinverkostungen.de/raritaetenweine-verkostet/">Serie &#8220;Raritätenweine verkostet&#8221;</a>.</p>
<p>Man kann abschließend eigentlich nur fragen: Welche Weine auf dieser Welt schaffen es nach mehr als 20 Jahren ihre Ausdruckskraft und feine Eleganz zu erhalten? Mir fallen da kaum mehr als 10 Weintypen ein. Weine der Rebsorte Riesling in der Prädikatsstufe Spätlese von qualitätsorientierten Erzeugern und aus Ersten Lagen gehören zu den internationalen Spitzenweinen, deren Anerkennung man sich in deren Kenntnis nur schwerlich verwehren kann. Das Rauenthaler Baiken vom Kloster Eberbach aus dem Jahr 1990 ist hierfür ein glänzendes Beispiel.</p>
<p>92 Punkte</p>
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		<title>Weingut Tesch: Weißes Rauschen, ein Riesling für Die Toten Hosen</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 15:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Nahe]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Tesch]]></category>

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		<description><![CDATA[Den eisgekühlten Bommerlunder und 10 kleinen Jägermeitster besang die düsseldorfer Band Die Toten Hosen in der Vergangenheit. Doch das ist lange vorbei. Seit einiger Zeit scheint man dem Riesling aus deutschen Landen zugeneigt zu sein. Da gab es den bandeigene Wein „Machmalriesling“ aus dem Weingut Tesch an der Nahe, der innerhalb kürzester Zeit vergriffen war. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/tesch-riesling-weisses-rauschen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Tesch: Weißes Rauschen, ein Riesling für Die Toten Hosen" />Den eisgekühlten Bommerlunder und 10 kleinen Jägermeitster besang die düsseldorfer Band Die Toten Hosen in der Vergangenheit. Doch das ist lange vorbei. Seit einiger Zeit scheint man dem Riesling aus deutschen Landen zugeneigt zu sein. Da gab es den bandeigene Wein „Machmalriesling“ aus dem Weingut Tesch an der Nahe, der innerhalb kürzester Zeit vergriffen war. Unter dem Namen &#8220;Weißes Rauschen&#8221; wurde nun ein neuer Riesling abgefüllt, der von Dr. Martin Tesch aus Langenlonsheim und den Toten Hosen aus Düsseldorf entwickelt wurde. Der Wein ist nach einem Song der Toten Hosen aus dem Album „Zurück zum Glück“ benannt. <span id="more-7110"></span></p>
<p>Doch nicht lange mit der Vorrede aufgehalten, Flasche auf und eingeschenkt. Das Weiße Rauschen zeigt sich in einem dunkleren Strohgleb im Glas. Duftig ist dieser Riesling vom Weingut Tesch mit intensiv hell-floraler Frucht in der Nase. Eine rassige Säure macht Druck am Gaumen. Dabei ist der Riesling wie bei Tesch üblich knochentrocken. Eine Kräuternote mit Gin-Wacholder (waren hier Die Toten Hosen mit einer Flasche Bommerlunder am Werk bzw. Edelstahltank?) überführt in den imposant kräftigen Nachhall. Dieser Riesling vom Weingut Tesch geht richtig ab. Dabei verliert er aber nie seine Balance. Zu dem Weißen Rauschen würde sogar spießige Volksmusik fetzen (was sonnst, oder hat jemand schon mal progressive Volksmusik erlebt?). Der Wein ist Punkrock!</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/tesch-die-toten-hosen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Tesch: Weißes Rauschen, ein Riesling für Die Toten Hosen" />Das Weiße Rauschen vom Weingut Tesch und den Toten Hosen kommt in einer sehr ansprechenden Gestaltung daher. Bei dem Adler auf dem Flaschenhals könnte man denken, dass der VDP zu seinem 100 jährigen Jubiläum ein neues Logo bekommen hat. Der Drehverschluss ist &#8211; wie beim Weingut Tesch üblich &#8211; der Rolls Royce unter den Schraubern (<a href="http://weinverkostungen.de/tesch-unplugged/">hier schon mal darüber berichtet</a>). Die Flasche ist blickdicht schwarz eingefärbt, was den Wein &#8220;Weißes Rauschen&#8221; vor Sonnenstrahlen schützt. Einen Nachteil hat es aber. Man merkt nicht so schnell, wenn der Boden der Flasche erreicht wird. Und das geht bei diesem Riesling von Martin Tesch und den Toten Hosen viel zu schnell. Auch ohne bitteres Ende.</p>
<p><a href="http://www.weingut-tesch.de/">Den Riesling gibt es derzeit direkt am Weingut zu kaufen. 6 Flaschen kosten dort 66 Euro.</a></p>
<p><a href="http://www.dietotenhosen.de/alldieganzenjahre-freunde-martin-tesch.php">Hier gibt es noch ein lesenswertes Interview mit Matin Tesch und den Toten Hosen.</a></p>
<p>Weingut Tesch Weißes Rauschen Riesling trocken<br />
Nahe<br />
A.P.Nr: 7 738 166 16 10<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12,5 %<br />
Jahrgang: 2009<br />
Verschluss: Schrauber</p>
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		<title>Speicher-Schuth Riesling Kiedricher Sandgrub 2008 trocken</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 22:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheingau]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Weine des Weinguts Speicher-Schuth kommen optisch auffällig in einem hellen Türkis daher. Dies erinnert immer etwas an das nicht weit entfernte und deutlich bekanntere Weingut Robert Weil. Mit dem Sitz in Kiedrich hat Speicher-Schuth eine wohlklingende Heimat, bei der man an den Turmberg oder noch vielmehr an die noch etwas bedeutendere Erste Lage Gräfenberg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/speicher-schuth-kiedricher-sandgrub.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Speicher-Schuth Riesling Kiedricher Sandgrub 2008 trocken" />Die Weine des Weinguts Speicher-Schuth kommen optisch auffällig in einem hellen Türkis daher. Dies erinnert immer etwas an das nicht weit entfernte und deutlich bekanntere Weingut Robert Weil. Mit dem Sitz in Kiedrich hat Speicher-Schuth eine wohlklingende Heimat, bei der man an den Turmberg oder noch vielmehr an die noch etwas bedeutendere Erste Lage Gräfenberg denkt. Die Kiedricher Sandgrub, aus der der nun zur Verkostung stehende Riesling kommt, hat nicht ganz die Klasse dieser anderen beiden Lagen. Die recht große Sandgrub ist bei 124 Hektar nur mit 44 Hektar bestockt. Das Weingut Speicher-Schuth bewirtschaftet davon rund 4 Hektar. Die Lage Kiedricher Sandgrub besteht aus Lösslehmböden mit tiefgelegenen Tonschichten. Ihren Namen hat sie durch einen hohen Sandanteil erhalten, der für Bodendurchlässigkeit sorgt.<span id="more-7019"></span></p>
<p>Doch zur dem trockenen Riesling aus der Kiedricher Sandgrub. Dieser Wein von Speicher-Schuth zeigt sich in einem dunkleren Strohgelb mit grünen Reflexen im Glas. In der Nase sind helle Früchte, reifer Apfel und eine frische Schlangengurke. In der zweiten Nase ist bei diesem Kiedricher Sandgrub vom Weingut Speicher-Schuth etwas Nougat wahrzunehmen. Der Gaumen ist frisch mit knackiger Säure und Kräutern. Das hält bis auf einen sehr trockenen Mundeindruck nicht lange an. Insgesamt ist dieser Riesling von Speicher-Schuth ganz gut gelungen. Für 5 Euro erhält man mit dem Kiedricher Sandgrub einen ordentlichen Riesling. Erfahrungsgemäß ist er aber nicht gut lagerfähig. Nach zwei Jahren sollte er ausgetrunken sein. Das sollte bei diesem Wein aber auch kein Problem darstellen.</p>
<p>Speicher-Schuth Riesling Kiedricher Sandgrub 2008 trocken<br />
Rheingau<br />
Erzeuger: Speicher-Schuth<br />
A.P.Nr: 34 061 006 09<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 11,5 %<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 5,00 €<br />
Verschluss: Schraubverschluss<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Vereinigte Hospitien Wiltinger Hölle Kabinett feinherb</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 19:09:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weingut Vereinigte Hospitien ist eine der Urgesteine im Anbaugebiet Mosel. Man reklamiert den ältesten Weinkeller Deutschlands für sich und baut sehr wahrscheinlich schon seit 1464 Riesling an. Es kann aber auch schon etwas länger sein. Gründungsmitglied des VDP vor 100 Jahren ist man auch. Heute bewirtschaftet das Weingut Vereinigte Hospitien ca. 25 Hektar mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/vereinigte-hospitien-wiltinger-hoelle.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Vereinigte Hospitien Wiltinger Hölle Kabinett feinherb" />Das Weingut Vereinigte Hospitien ist eine der Urgesteine im Anbaugebiet Mosel. Man reklamiert den ältesten Weinkeller Deutschlands für sich und baut sehr wahrscheinlich schon seit 1464 Riesling an. Es kann aber auch schon etwas länger sein. Gründungsmitglied des VDP vor 100 Jahren ist man auch. Heute bewirtschaftet das Weingut Vereinigte Hospitien ca. 25 Hektar mit 90% Riesling und dem Rest Burgundersorten. In vielen Ersten Lagen sind Rebflächen vorhanden, wie im Scharzhofberg, im Kanzemer Altenberg oder auch im Piesporter Goldtröpfchen.<span id="more-6923"></span></p>
<p>Die Erste Lage Wiltinger Hölle ist sogar im Alleinbesitz der Vereinigten Hospitien. Die 1,5 Hektar an der Saar bestehen hauptsächlich aus Grauschiefer. Doch nun zu dem Riesling selbst. Die Wiltinger Hölle Kabinett feinherb von den Vereinigten Hospitien zeigt sich in einem kräftigerem Strohgelb mit grünen Reflexen im Glas. Dezente Schiefer-Rauchnote sind in der Nase wahrzunehmen. In der zweiten Nase tritt eine saftige Frucht hinzu. Auch am Gaumen ist dieser Riesling aus der Wiltinger Hölle saftig mit einem Vanilleton. Ein runder Nachhall lässt diesen Riesling zu einem richtig schönen Kabinett im typisch feinherben Bereich werden. Die leisen 10% Alkohol zeigen, dass diese Typizität eine Chance hat. Guter Wein zu gutem Preis bei 7 Euro. </p>
<p>Vereinigte Hospitien Wiltinger Hölle Kabinett feinherb<br />
Mosel (Saar)<br />
Erzeuger: Vereinigte Hospitien<br />
A.P.Nr: 3 561 104 13 10<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 10 %<br />
Jahrgang: 2009<br />
Einkaufspreis: 7,00 €<br />
Verschluss: Schraubverschluss<br />
Quelle: Supermarkt</p>
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		<title>Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/pfalz-riesling-grosses-gewaechs-2009/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 14:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Pfalz ist bei den Großen Gewächsen der Rebsorte Riesling mit dem Jahrgang 2009 wieder sehr gut präsent. Viele zeigen sich in hoher Qualität und internationalem Format. Jedoch liegt eine kleine Schwäche in einer Lücke zum Anspruch. So meint das Große Gewächs ja auch, dass die jeweiligen Rieslinge die entsprechende Erste Lage repräsentieren sollen. Bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/deidesheimer-hohenmorgen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009" />Die Pfalz ist bei den Großen Gewächsen der Rebsorte Riesling mit dem Jahrgang 2009 wieder sehr gut präsent. Viele zeigen sich in hoher Qualität und internationalem Format. Jedoch liegt eine kleine Schwäche in einer Lücke zum Anspruch. So meint das Große Gewächs ja auch, dass die jeweiligen Rieslinge die entsprechende Erste Lage repräsentieren sollen. Bei einigen flächenmäßig großen und zudem in sich variierenden Lagen – wie zum Beispiel dem Rupertsberger Reiterpfad – fragt man sich, welcher der vermarkteten Rieslinge Großes Gewächs die Lage repräsentiert.<span id="more-7072"></span></p>
<p>In anderen Gebieten – hier ist besonders die Mosel mit ihren beiden Zuflüssen zu nennen – sind die Lagen von den Winzern wesentlich deutlicher herausgearbeitet worden. Und was dort leider durch die Eigenwilligkeit der Ersten Lagen selber oder vielmehr dem Unverständnis einiger Verkoster diesen Lagen gegenüber zu Abwertungen führt, gedeiht den Großen Gewächsen aus der Pfalz häufig zum Vorteil. Trotzdem erzeugten mit dem Jahrgang 2009 viele Weingüter wieder wirklich Große Gewächse. Etwas enttäuschend präsentierten sich aus meiner Sicht jedoch die Rieslinge von Dr. Bürklin-Wolf.</p>
<p><strong>Mandelpfad (Dirmstein)<br />
Knipser</strong><br />
Strohgelb, weißer Fruchtgeruch, dezente Würze in der zweiten Nase, gut strukturierter Gaumen in dem die Frucht optimal in ihrer Geschmackstiefe ist, gute weil nicht überladene Länge. 90</p>
<p><strong>Steinbuckel (Laumersheim)<br />
Knipser</strong><br />
Strohgelb, dezent hell-duftiger Pfirsich in der Nase, süßer Pfirsich am Gaumen, kaum Säure, gute Länge. 89</p>
<p><strong>Steinbuckel (Laumersheim)<br />
Philipp Kuhn</strong><br />
Goldig schimmerndes Gelb, reife Südfrüchte in der Nase, kräftige Frucht am Gaumen, die süßlich untermalt in die Länge geht. 90</p>
<p><strong>Kirschgarten (Laumersheim)<br />
Philipp Kuhn</strong><br />
Dunkles Strohgelb mit grünen Reflexen, Anklänge von Weihrauch in der zweiten Nase, süßfruchtiger Gaumen mit goldig reifem Pfirsich, der gute Länge hat, weit hinten gibt es auch noch helle Früchte. 92</p>
<p><strong>Pechstein (Forst)<br />
Acham-Magin</strong><br />
Strohgelb mit grünen Reflexen, frischer Pfirsich in der Nase, runde un süßlich wirkende Frucht am Gaumen, Säure baut Spannung auf. Gute und trockene Länge. 91</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/pfalz-bassermann-jordan.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009" /><br />
Bassermann-Jordan in der Pfalz</p>
<p><strong>Pechstein (Forst)<br />
Geh. Rat Dr. von Bassermann-Jordan</strong><br />
Kräftigeres Strohgelb, Caramel mit sympathischer Frucht in der Nase, frische Frucht am Gaumen mit gut eingebundener Säure, leichtfüßiger aber längerer Nachhall. 93</p>
<p><strong>Pechstein (Forst)<br />
Reichsrat von Buhl</strong><br />
Strohgelb, Pfirsich und Weingummi in der Nase, in der zweiten Nase exotische Früchte, süßer Gaumen mit Mirabellen und gut eingebundener Säure, schöne harmonische Länge. 92</p>
<p><strong>Pechstein (Forst)<br />
Dr. Bürklin-Wolf</strong><br />
Stohgelb im Glas, etwas muffiges Caramel in der Nase, Flasche scheint nicht Top zu sein. Keine Wertung.</p>
<p><strong>Pechstein (Forst)<br />
Georg Mosbacher</strong><br />
Strohgelb, frische Fruchtnase mit Kandiszucker im Hintergrund, druckvolle Säure bringt angenehme Lebendigkeit in diesen Riesling, Länge. 91</p>
<p><strong>Pechstein (Forst)<br />
Karl Schaefer</strong><br />
Helles Strohgelb, holziges Caramel in der Nase, unreife Frucht am Gaumen, in der Länge gibt es weißen Weingummi. 87</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/forster-jesuitengarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009" /><br />
Forster Jesuitengarten</p>
<p><strong>Jesuitengarten (Forst)<br />
Geh. Rat Dr. von Bassermann-Jordan</strong><br />
Helles Strohgelb mit grünenen Reflexen, süße leicht überladene Fruchtnase, kraftvolle Frucht am Gaumen, gut eingebundene aber sehr wahrscheinlich gut vorhandene Säure, angenehme Länge bei der caramelige und frisch fruchtige Noten miteinander spielen. 90</p>
<p><strong>Jesuitengarten (Forst)<br />
Dr. Bürklin-Wolf</strong><br />
Goldgelb, Vanille in der Nase, abgeatandener Gaumen mit Säure, Caramel in der Nase. Wieder ein Bürklin-Wolf, der mir sagt, dass ich den Stil nicht mag. Ist aber zum Glück nur mein Geschmack und das Haus hat wenigstens einen Stil (der sicherlich auch Fans hat). 86</p>
<p><strong>Jesuitengarten (Forst)<br />
von Winning</strong><br />
Helle Falbe, weiße Schokolade mit etwas Vanille in der Nase, Würze im Hintergrund, süße am Gaumen mit sehr dezenter Säure. Angenehme Länge. 89</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/buhl-forster-ungeheuer.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009" /><br />
Weingut von Buhl im Forster Ungeheuer</p>
<p><strong>Ungeheuer (Forst)<br />
Reichsrat von Buhl</strong><br />
Helles Strohgelb, süße Fruchtnase, breit am Gaumen, Säure bringt Schwung, bleibt sehr angenehm stehen. 89</p>
<p><strong>Ungeheuer (Forst)<br />
Dr. Bürklin-Wolf</strong><br />
Kräftigeres Gelb, Vanillesüße in der Nase, süßliche Frucht am Gaumen, schöne Länge. 88</p>
<p><strong>Ungeheuer (Forst)<br />
Georg Mosbacher</strong><br />
Strohgelb im Glas,  frische helle Frucht, fulminant am Gaumen, mit gut eingebundener Säure, frischer Nachhall mit derzneten Früchen gibt diesem Riesling seine Klasse. 91</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/forster-kirchenstueck.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009" /><br />
Forster Kirchenstück</p>
<p><strong>Kirchenstück (Forst)<br />
Acham-Magin</strong><br />
Grünliche Reflexe, Nase erscheint so wie erst frisch gefüllt mit angenehm süßer Frucht, auch am Gaumen ist ein schöner Weinbergpfirsich vorhanden, wuchtig bis in den Nachhall. 90</p>
<p><strong>Kirchenstück (Forst)<br />
Geh. Rat Dr. von Bassermann-Jordan</strong><br />
Holziges Caramel in der Nase, am Gaumen fehlt Frische, wirkt irgendwie oxidativ. 86</p>
<p><strong>Kirchenstück (Forst)<br />
Reichsrat von Buhl</strong><br />
Strohgelb, Vanille mit Zitrusnoten in der Nase, in der zweiten Nase verbindet sich dies harmonisch, am Gaumen etwas schwach, Mittellang. 88</p>
<p><strong>Kalkofen (Deidesheim)<br />
Geh. Rat Dr. von Bassermann-Jordan</strong><br />
Helles Strohgelb, süße Fruchtnase mit Pfirsich und etwas vegitatiben Noten, druckvolle Frucht mit dezenter Würze am Gaumen, gute Länge. 90</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/pfalz-weingut-biffar.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009" /><br />
Weingut Biffar in der Pfalz</p>
<p><strong>Kalkofen (Deidesheim)<br />
J. Biffar</strong><br />
Helles Strohgelb, holzige vanillenase, erdig in der zweiten Nase, frischer Gaumen mit schmaler Frucht und druckvoller Säure, nicht sehr lang. 87</p>
<p><strong>Kalkofen (Deidesheim)<br />
Dr. Bürklin-Wolf</strong><br />
Strohgelb mit grünen Reflexen, Caramel in der Nase, süße Frucht in der zweiten Nase, runde Frucht am Gaumen die von erfrischender Säure untermalt ist. 91</p>
<p><strong>Kalkofen (Deidesheim)<br />
von Winning</strong><br />
Strohgelb, riecht wie ein Sauvignon Blanc aus Neuseeland (böse Zungen sprechen von nicht rebsortentypisch; unter bestimmten Bedingungen kann dies aber beim Riesling so riechen!), süßer Gaumen mit weißem vollfruchtigen Pfirsich, sanft mischt sich in der Länge etwas Pfeffer unter. Klasse. 92</p>
<p><strong>Hohenmorgen (Deidesheim)<br />
Geh. Rat Dr. von Bassermann-Jordan</strong><br />
Strohgelb mit grünen Reflexen, süße und komplexe Frucht mit weißen Pfirsichen in der Nase, etwas erdig in der zweiten Nase, voluminöse Frucht am Gaumen, die etwas leichter sein könnte, Länge. 89</p>
<p><strong>Hohenmorgen (Deidesheim)<br />
Dr. Bürklin-Wolf</strong><br />
Kräftigeres Stohgelb, süße Honignase, frischer Gaumen, mit etwas dezenter Vanille, mittlere Länge. 88</p>
<p><strong>Paradiesgarten (Deidesheim)<br />
Reichsrat von Buhl</strong><br />
Strohgelb, Vanille mit Mirabelle im Hintergrund in der Nase, frischer Gaumen mit akzentuierter Säure, gute Länge. 90</p>
<p><strong>Reiterpfad (Ruppertsberg)<br />
Bergdolt &#8211; St. Lamprecht</strong><br />
Goldig im Glas, Honignase mit Würze im Hintergrund, etwas bissiger Gaumen mit Frucht, Caramel-Vanille, die sich in der Länge zu einer ordentlichen Portion Toffifee entwickelt. Muss man mögen. 87</p>
<p><strong>Reiterpfad (Ruppertsberg)<br />
J. Biffar</strong><br />
Strohgelb mit grünen Reflexen, Heideblumen in der Nase, süßer Fruchtgaumen mit passend dosierter Säure, gute Länge. 91</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/ruppertsberger-reiterpfad.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009" /><br />
Weingut von Buhl im Ruppertsberger Reiterpfad</p>
<p><strong>Reiterpfad (Ruppertsberg)<br />
Reichsrat von Buhl</strong><br />
Helles Strohgelb, Frucht mit Stachelbeere im Hintergrund in der Nase, frischer Gaumen, harmonisch, kurz wirkt die Frucht etwas aufgesetzt. Lang. 89</p>
<p><strong>Reiterpfad (Ruppertsberg)<br />
A. Christmann</strong><br />
Dunkleres Strohgelb mit grünen Reflexen, süße etwas fette Nase, überladener Gaumen, gute Länge. Den sollte man mal noch etwas lagern. 88</p>
<p><strong>Idig (Königsbach)<br />
A. Christmann</strong><br />
Goldgelb, erdige Frucht in der Nase, süßer und leicht überladen wirkender Gaumen, Heidekraut im Hintergrund, harmonische Frucht im langen Nachhall. 90</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/pfalz-weingut-christmann.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Pfalz Riesling Großes Gewächs 2009" /><br />
Weingut Christmann in der Pfalz</p>
<p><strong>Mandelgarten (Gimmeldingen)<br />
A. Christmann</strong><br />
Goldig schimmernd im Glas, wuchtig-fruchtige Nase, hölzern am Gaumen, etwas abgestandener Nachhall. 86</p>
<p><strong>Bürgergarten &#8220;Breumel in den Mauern&#8221; (Haardt)<br />
Müller-Catoir</strong><br />
Strohgelb, Caramel in der Nase, zweite Nase frische Fruchtaromen, weißer Weingummi mit dezenter Säure am Gaumen, Lang. 90</p>
<p><strong>Im Sonnenschein (Siebeldingen)<br />
Ökonomierat Rebholz</strong><br />
Grüne Reflexe, süße helle Frucht in der Nase, Kräuter in der zweiten Nase, wuchtiger Gaumen mit grünen Noten im Hintergrund, Länge. 87</p>
<p><strong>&#8220;Ganz Horn&#8221; Im Sonnenschein (Siebeldingen)<br />
Ökonomierat Rebholz</strong><br />
Strohgelb, süße Kräuter in der Nase, markante Säure, helle Frucht bemüht sich, gut langer Nachhall. 88</p>
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		<item>
		<title>VDP Rheingau-Riesling Erstes Gewächs 2009</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/vdp-rheingau-riesling-erstes-gewaechs-2009/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 18:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheingau]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://weinverkostungen.de/?p=6850</guid>
		<description><![CDATA[Das Rheingau ist das klassische Riesling-Anbaugebiet. Nirgendwo sonnst wird diese edle Rebsorte in so großem Anteil angebaut. Zudem hat das Erste Gewächs hier eine längere Geschichte. Entsprechend hoch können die Erwartungen an die Ersten Gewächse 2009 aus der Rebsorte Riesling sein. Zwar waren wenige wirkliche Enttäuschungen in unserem Glas gewesen, doch das Rheingau scheint bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/jesuitengarten-winkel.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="VDP Rheingau-Riesling Erstes Gewächs 2009" />Das Rheingau ist das klassische Riesling-Anbaugebiet. Nirgendwo sonnst wird diese edle Rebsorte in so großem Anteil angebaut. Zudem hat das Erste Gewächs hier eine längere Geschichte. Entsprechend hoch können die Erwartungen an die Ersten Gewächse 2009 aus der Rebsorte Riesling sein. Zwar waren wenige wirkliche Enttäuschungen in unserem Glas gewesen, doch das Rheingau scheint bei den Ersten Gewächsen etwas verschlafen zu sein.<span id="more-6850"></span></p>
<p>Das System der Ersten Gewächse scheint zudem im Rheingau nicht ganz reibungslos zu funktionieren. Etabliert wurde es um den besten trockenen Weinen aus wieder erkennbaren Lagen eine Plattform zu geben. Vor diesem Hintergrund kann man sich fragen, wieso kein Erstes Gewächs eines VDP-Weingutes aus dem Assmanshäuser Höllenberg aus 2008 präsentiert wurde.</p>
<p>Der Höllenberg ist nicht nur eine der bedeutensten Lagen für Spätburgunder in Deutschland. Schon vor über 100 Jahren war der Assmanshäuser Wein (ohne Rebsortenangabe vermarktet) weltweit ein Begriff für hohe Qualität. Wenn es Weingüter des VDP nicht nötig zu haben scheinen, ihre Weine aus dieser Lage in das System der Ersten Gewächse einzubringen oder bestehende Regularien dies deutlich erschweren, läuft etwas schief an der Klassifikation. Stattdessen wurden lediglich zwei Spätburgunder aus dem Engelmannsberg und der Wildsau (heißt wirklich so) präsentiert. Wir haben aber im Folgenden nur Rieslinge verkostet.</p>
<p><strong>Hölle-Sommerheil (Hochheim)<br />
Künstler</strong><br />
Helles Strohgelb, süßer Pfirsich in der Nase, am Gaumen extrem Fruchtig, die bestimmt vorhandene Säure kommt darunter kaum zu tragen, wächst an und eine Fruchtexotik entwickelt sich, im langen Nachhall zeigt dieser Riesling seine wirkliche Größe, da hier eine harmonische Fruchtvielfalt die Geschmacksnerven freundlich um ihre Gunst umwirbt. 91</p>
<p><strong>Kirchenstück (Hochheim)<br />
Künstler</strong><br />
Strohgelb, heller Pfirsich mit Passionsfrucht im Hintergrund in der Nase, Aprikose am Gaumen mit Fruchtsüße, gute Länge. 89</p>
<p><strong>Kirchenstück (Hochheim)<br />
Domdechant Werner&#8217;sches Weingut</strong><br />
Kräftigeres Gelb, süßlich in der Nase, Fruchtfülle am Gaumen die etwas wie Multivitaminsaft schmeckt, dezent pfeffrig, mittlere Länge. 88</p>
<p><strong>Weiß Erd (Kostheim)<br />
Künstler</strong><br />
Strohgelb, süße Frucht in der Nase, wuchtiges Frucht-Säure-Spiel, gute Länge eine Kraftprotzes. 88</p>
<p><strong>Baiken (Rauenthal)<br />
Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach</strong><br />
Strohgelb, runde Frucht, kaum merkliche Säure, die leicht gepfeffert wirkt, dezente Frucht, extreme aber nicht aufdringlich und cremig wirkende Länge. Der Baiken hat es häufig aufgrund der moderateren Säure etwas schwer neben den anderen rheingauer Rieslingen sich durchzusetzen. Dafür hat dieser eine gute Harmonie. 89</p>
<p><strong>Gräfenberg (Kiedrich)<br />
Robert Weil</strong><br />
Kräftigeres Strohgelb, noch verschlossene Frucht in der Nase, gut strukturierende Säure, Fruchtfülle mit Grapefruit und Boskop in den langen Nachhall. 91</p>
<p><strong>Hohenrain (Erbach)<br />
Jakob Jung</strong><br />
Goldig schimmerndes Gelb, Toffeenoten in der Nase, zweite Nase wirkt frisch, am Gauen Caramel mit Frucht untermalt, etwas kurz. 86</p>
<p><strong>Steinmorgen (Erbach)<br />
Jakob Jung</strong><br />
Strohgelb, duftige Nase mit enormer Fruchtsüße, am Gaumen Vanille mit Caramel. Mittlere Länge. 85</p>
<p><strong>Steinmorgen (Erbach)<br />
Baron Knyphausen</strong><br />
Helle Farbe, süßlich verschlossen in der Nase, betonte Säure, dezente Frucht mit Lychie, guter Nachhall. 87</p>
<p><strong>Marcobrunn (Erbach)<br />
Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach</strong><br />
Grünlich schimmernd im Glas, duftige Frucht mit Pfirsich und Apfel, reife Frucht am Gaumen, Rohrzuckergeschmack in der Länge. 90</p>
<p><strong>Marcobrunn (Erbach)<br />
Freiherr Langwerth von Simmern</strong><br />
Helles Stohgelb, weiße Früchte, wuchtig am Gaumen, grüner Pfeffer, langer Fruchtnachhall in der weißer Pfirsich und hinten Aprikose auftauchen. 89</p>
<p><strong>Siegelsberg (Erbach)<br />
Jakob Jung</strong><br />
Stohgelb mit grünen Reflexen, vanillige Mirabelle in der Nase, am Gaumen angenehm fruchtig mit gut eingebundener Säure, mittlere jedoch sehr angenehme Länge. 88</p>
<p><strong>Mannberg (Hattenheim)<br />
Freiherr Langwerth von Simmern</strong><br />
Grüne Reflexe in dunklerem Strohgelb, süße Pfirsichfrucht in der Nase, fruchtig reif und schon fast überladen am Gaumen, das baut sich dann ganz langsam ab, wobei sich Harmonien entfalten, bricht jedoch dann nach einiger Zeit ab. 87</p>
<p><strong>Wisselbrunnen (Hattenheim)<br />
Hans Lang</strong><br />
Strohgelb, Vanille-Frucht-Nase, zweite Nase Lychie, säurebetonter Gaumen, Grapefruit in der Länge. 86</p>
<p><strong>Wisselbrunnen (Hattenheim)<br />
Josef Spreitzer</strong><br />
Helles Strohgelb, sympathische weiße Fruchtigkeit in der Nase, bissig süß am Gaumen, mittlere Länge. 87</p>
<p><strong>Wisselbrunnen (Hattenheim)<br />
Freiherr Langwerth von Simmern</strong><br />
Strohgelb, Grapefruit in der Nase, in der zweiten Nase wird dies schön von reifer und fülle gebender Frucht untermahlt, spritziger Gaumen in dem die erfrischende Frucht angenehm wieder zu tragen kommt, gute Länge. 90</p>
<p><strong>Nussbrunnen (Hattenheim)<br />
Balthasar Ress</strong><br />
Helle Farbe, süße Brause in der Nase (etwas Ahoi mit Zitronengeschmack), in der zweiten Nase wirkt dies gut aufeinander abgestimmt, der Gaumen ist kräftig und sehr positiv auf die Nase bezogen, der etwas kurz geratene Nachhall wirkt etwas unpassend. 86</p>
<p><strong>Lenchen (Oestrich)<br />
August Eser</strong><br />
Strohgelb, weiße und frische Frucht in der Nase, am Gaumen schön rund fruchtig mit Weinbergspfirsich, mittlere Länge. 87</p>
<p>Weitere Anbaugebiete werden folgen. <a href="http://weinverkostungen.de/schwerpunkt-grosse-gewaechse/">Hier die Übersicht.</a></p>
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		<title>Riesling Großes Gewächs 2009 Mittelrhein und Saale-Unstrut</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Sep 2010 18:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mittelrhein]]></category>
		<category><![CDATA[D Saale-Unstrut]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun folgend sind zwei Weinbaugebiete, die eigentlich nicht wirklich zusammengehören. Da aus Saale-Unstrut jedoch nur ein Großes Gewächs 2009 aus der Rebsorte Riesling existiert, musste es irgendwo hinzugefügt werden. Weil das Anbaugebiet Mittelrhein das nächst kleine Gebiet der verkosteten Weine ist, sind die hier nun zusammen. Am Mittelrhein blieb man 2009 leider etwas unter seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/mittelrhein.jpg" title="Foto: Deutsches Weininstitut, DWI" alt="Riesling Großes Gewächs 2009 Mittelrhein und Saale-Unstrut" />Nun folgend sind zwei Weinbaugebiete, die eigentlich nicht wirklich zusammengehören. Da aus Saale-Unstrut jedoch nur ein Großes Gewächs 2009 aus der Rebsorte Riesling existiert, musste es irgendwo hinzugefügt werden. Weil das Anbaugebiet Mittelrhein das nächst kleine Gebiet der verkosteten Weine ist, sind die hier nun zusammen. Am Mittelrhein blieb man 2009 leider etwas unter seinen Möglichkeiten. Wirkliche Qualitätsspitzen gab es nicht. Der Durchschnitt der Rieslinge war aber auch nicht wirklich niedrig. Zwei der Großen Gewächse irritierten jedoch deutlich.<span id="more-6814"></span></p>
<p>Daher gehört das Gebiet Mittelrhein eher zum guten Mittelfeld bei den Großen Gewächsen. Mit einer Aufnahme des Weinguts Weingart in den VDP würde aus unserer Sicht der Durchschnitt leicht gehoben werden. Erfreuliches zeigt das Weingut Pawis mit seinem Großen Gewächs aus dem Freyburger Edelacker (die Lage heißt wirklich so). Hier wird deutlich, dass es möglich ist, im Anbaugebiet Saale-Unstrut tatsächlich mit dem Riesling auch Große Gewächse entstehen zu lassen. Das Weingut Pawis hat sich mit diesem Wein hier einen berechtigten Platz erarbeitet.</p>
<p><em>Mittelrhein</em></p>
<p><strong>St. Jost (Steeg)<br />
Ratzenberger</strong><br />
Stohgelb, helle Fruchtnase mit zentral stehender reifer Grapefruit, die Säure unterstützt diese Grapefruit, wuchtig und gradlinig mit guter Länge. Das ist der Grapefruit-Riesling! 89</p>
<p><strong>Wolfshöhle (Bacharach)<br />
Bastian</strong><br />
Helles Gelb, Aprikose mit etwas Exotik in der Nase, gute Säure macht Druck, mittellang. 87</p>
<p><strong>Posten (Bacharach)<br />
Bastian</strong><br />
Brotcaramell mit Orange im Hintergrund in der Nase, frische Säure, Pfeffer am Gaumen, hält an. 86</p>
<p><strong>Hahn (Bacharach)<br />
Toni Jost – Hahnenhof</strong><br />
Helles Strohgelb, Reifengeruch neben heller Frucht in der Nase, hellfruchtiger Gaumen, irgendetwas stimmt hier nicht. Entweder bei mir oder bei dieser Flasche. Keine Wertung.</p>
<p><strong>Oelsberg (Oberwesel)<br />
Lanius-Knab</strong><br />
Strohgelb, helle Frucht in der Nase, süß-reif-fruchtiger Gaumen, der in der Intensität ansteigt und eine schöne Länge zeigt, Säure ist angenehm eingewoben. 89</p>
<p><em>Saale-Unstrut</em></p>
<p><strong>Edelacker (Freyburg)<br />
Pawis</strong><br />
Helles Gelb, Stachelbeeren in der Nase, dezente Säure neben heller cremiger Frucht, die eine softe und gute Länge mit sich bringt. 88</p>
<p>Weitere Anbaugebiete werden folgen. <a href="http://weinverkostungen.de/schwerpunkt-grosse-gewaechse/">Hier die Übersicht.</a></p>
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		<item>
		<title>Große Gewächse 2009 von der Nahe</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/grosse-gewaechse-2009-von-der-nahe/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 13:13:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Nahe]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nahe räumte in den vergangenen Jahren regelmäßig bei den Großen Gewächsen ab. Die besten Rieslinge in dieser Kategorie schienen hier her zu kommen. Bis zu 95 Punkten waren bei Verkostern der Weine vom Dreigespann aus Schäfer-Fröhlich, Dönnhoff und Emrich-Schönleber häufig drin. Vor diesem Hintergrund ist eine leichte Enttäuschung gegenüber den in den vergangenen Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nahe räumte in den vergangenen Jahren regelmäßig bei den Großen Gewächsen ab. Die besten Rieslinge in dieser Kategorie schienen hier her zu kommen. Bis zu 95 Punkten waren bei Verkostern der Weine vom Dreigespann aus Schäfer-Fröhlich, Dönnhoff und Emrich-Schönleber häufig drin. Vor diesem Hintergrund ist eine leichte Enttäuschung gegenüber den in den vergangenen Jahren so hoch gelobten Großen Gewächse von der Nahe angebracht. Es scheint eher so zu sein, dass man stärker bei der Bewertung zwischen denn einzelnen Rieslingen dieser sehr angesehenen Weingüter differenzieren muss. Zugleich steht für mich vor allem das Weingut Dr. Crusius &#8211; welches mit dem Felsenberg und besonders mit dem Rotenfels zwei hervorragende Große Gewächse 2009 schuf &#8211; bei der Betrachtung leider häufig etwas zu sehr im Schatten.<span id="more-6809"></span></p>
<p><strong>Kapellenberg (Münster-Sarmsheim)<br />
Kruger-Rumpf</strong><br />
Helle Farbe, frische Nase mit Zitrusfrüchten, feingliedrig am Gaumen mit dezenter aber erfrischender Säure, in der mittleren Länge zeigen sich auch reifere Früchte. 88</p>
<p><strong>Dautenpflänzer (Münster-Sarmsheim)<br />
Kruger-Rumpf</strong><br />
Helles Strohgelb, kandierte Früchte in der Nase, dezente Frucht am Gaumen mit leichter Würze und etwas Bittertönen, runde Länge. 86</p>
<p><strong>Pittersberg (Münster-Sarmsheim)<br />
Kruger-Rumpf</strong><br />
Strohgelb, frische Nase, Würze in der zweiten Nase, breitere Frucht mit spannungsreicher Säure am Gaumen, Mittellang. 90</p>
<p><strong>Pittermännchen (Dorsheim)<br />
Schlossgut Diel</strong><br />
Strohgelb, angestrengte und leicht stechende Würze in der Nase, reife Frucht am Gaumen mit Ananas und Pfirsich, gute Länge. 88</p>
<p><strong>Goldloch (Dorsheim)<br />
Schlossgut Diel</strong><br />
Strohgelb mit grünen Reflexen, leicht rauchig mit reifer Frucht in der Nase, süßer fruchtiger Gaumen mit dezenter Säure, die Limette ins Spiel bringt, sehr angenehmer langer Nachhall mit Südfrüchten. 90</p>
<p><strong>Burgberg (Dorsheim)<br />
Schlossgut Diel</strong><br />
Helles Gelb, Caramel in der Nase, brausiger Gaumen, der eine sehr angenehme Trinkfähigkeit vermittelt, spannungsreicher Nachhall. 91</p>
<p><strong>Schlossberg (Burg Layen)<br />
Schlossgut Diel</strong><br />
Stohgelb, geniale Nase mit Würze und Frucht, frisch und komplex am Gaumen, trockener und wenig fruchtiger Eindruck, schöne Länge. 92</p>
<p><strong>Johannisberg (Wallhausen)<br />
Prinz Salm</strong><br />
Helles Gelb, süßfruchtige Nase, breite Frucht mit Pfirsich, etwas brotig am Gaumen, angenehm lang. 86</p>
<p><strong>Felseneck (Wallhausen)<br />
Prinz Salm</strong><br />
Strohgelb, Grapefruit in der Nase, in der zweiten Nase leichte Würze, süßer Gaumen, der etwas ausbricht, hält lange an. 87</p>
<p><strong>Berg (Roxheim)<br />
Prinz Salm</strong><br />
Strohgelb, Lavendel und Rosmarien in der Nase, druckvoll am Gaumen mit untermahlender Frucht, etwas kurz. 89</p>
<p><strong>Rotenfels (Traisen)<br />
Dr. Crusius</strong><br />
Pfeffrige Würze in der Nase, süßliche weiße Frucht (Lychie und Dragonfruit) am Gaumen, die sich dynamisch intensiviert und sehr lange stehen bleibt, intensiv und zugleich elegant. 93</p>
<p><strong>Dellchen (Norheim)<br />
Dönnhoff</strong><br />
Strohgelb, etwas stechend in der Nase, intensive Frucht, jedoch etwas metallisch, mittlere Länge. 89</p>
<p><strong>Hermannshöhle (Niederhausen)<br />
Dönnhoff</strong><br />
Süße Lychie in der Nase mit weißem Pfirsich und etwas Ananas im Hintergrund, am Gaumen frisch, mittlere Länge 88</p>
<p><strong>Hermannsberg (Niederhausen)<br />
Gut Hermannsberg</strong><br />
Süße Nase, leichtfüssig am Gaumen, cremig mit etwas Pfeffer, für diese Kategorie etwas kurz. 86</p>
<p><strong>Frühlingsplätzchen (Monzingen)<br />
Emrich-Schönleber</strong><br />
Strohgelb mit goldenen Reflexen, reifer heller Pfirsich in der Nase, am Gaumen rund mit angenehmer Frucht, Nachhall im mittleren Bereich. 90</p>
<p><strong>Halenberg (Monzingen)<br />
Emrich-Schönleber</strong><br />
Strohgelb, Schiefermineralik in der Nase untermalt von Würze, eher schlank mit dezenter Grapefruit am Gaumen, nicht so lang. 88</p>
<p><strong>Halenberg (Monzingen)<br />
Schäfer-Fröhlich</strong><br />
Strohgelb mit grünen Reflexen, Schiefer neben süßer Frucht in der Nase, rund am Gaumen mit unterstützender Pfirsichfruchtsüße unter die sich weißer Tee mischt, gute Länge. 93</p>
<p><strong>Kupfergrube (Schloßböckelheim)<br />
Gut Hermannsberg</strong><br />
Strohgelb, süßer Duft in der Nase, voll am Gaumen mit angenehm Druck machender Säure, bleibt gut stehen. 88</p>
<p><strong>Kupfergrube (Schloßböckelheim)<br />
Schäfer-Fröhlich</strong><br />
Stohgelb, honigsüßer Duft mit Kräutern im Hintergrund, ausbalancierter Gaumen mit guter Fruchtsüße und Länge. 90</p>
<p><strong>Felsenberg (Schloßböckelheim)<br />
Dr. Crusius</strong><br />
Strohgelb, blumiger Duft, breiter Gaumen mit kräftiger aber gut eingebundener Säure, saftiger Apfel bis in den langen Nachhall. 91</p>
<p><strong>Felsenberg (Schloßböckelheim)<br />
Dönnhoff</strong><br />
Kräftigeres Strohgelb, Kräuter in der Nase, akzentuiert am Gaumen, ölig, harmonische Frucht zeigt gute Länge. 91</p>
<p><strong>Felsenberg (Schloßböckelheim)<br />
Schäfer-Fröhlich</strong><br />
Strohgelb, etwas rauchig mit Gewürzen in der Nase, süße Frucht mit Orangen und dezenter Kräutrigkeit am Gaumen, angenehme Länge. 89</p>
<p>Weitere Anbaugebiete werden folgen. <a href="http://weinverkostungen.de/schwerpunkt-grosse-gewaechse/">Hier die Übersicht.</a></p>
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		<item>
		<title>Langwerth von Simmern Hattenheimer Wisselbrunnen Erstes Gewächs 2008</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 10:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheingau]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Simmern]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weingut Langwerth von Simmern gilt seit einiger Zeit als im Rheingau wieder als vorne mit dabei. Im Rheingau nicht gerade untypisch baut man fast nur Riesling an. Der Besitz im Bereich Hattenheim geht auf das Gründungsjahr des Weinguts 1464 zurück. Aus dem Hattenheimer Wisselbrunnen aber auch dem Erbacher Marcobrunn und dem Hattenheimer Mannberg gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/simmern-hattenheimer-wisselbrunnen-2008.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Langwerth von Simmern Hattenheimer Wisselbrunnen Erstes Gewächs 2008" />Das Weingut Langwerth von Simmern gilt seit einiger Zeit als im Rheingau wieder als vorne mit dabei. Im Rheingau nicht gerade untypisch baut man fast nur Riesling an. Der Besitz im Bereich Hattenheim geht auf das Gründungsjahr des Weinguts 1464 zurück. Aus dem Hattenheimer Wisselbrunnen aber auch dem Erbacher Marcobrunn und dem Hattenheimer Mannberg gibt es regelmäßig Erste Gewächse. Im Rauenthaler Baiken erzeugt das Weingut Langwert von Simmern ebenfalls hervorragende Rieslinge <a href="http://weinverkostungen.de/freiherr-langwerth-von-simmern-rauenthaler-baiken-kabinett-trocken-2008/">(wie diesen)</a>. Das Baiken hat es in der Reihe der Ersten Gewächse lagebedingt leider immer etwas schwer.<span id="more-6796"></span></p>
<p>Doch kommen wir zum Hattenheimer Wisselbrunnen aus 2008. Dieses Erste Gewächs von Langwerth von Simmern schimmert stohgelb im Glas. Es zeigt sich eine volle und zugleich frische Nase. Am Gaumen ist dieses Erste Gewächs aus dem Rehingau sehr schön cremig mit Toffeenoten. Die Säure ist bei diesem Hattenheimer Wisselbrunnen perfekt eingebunden. Am Gaumen zeigen sich vegetatible Noten (nicht bitter oder grün; das wird leider zu häufig in einen Topf geworfen) und sehr dezente Pfefferwürze.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/simmern-hattenheimer-wisselbrunnen-2008-eg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Langwerth von Simmern Hattenheimer Wisselbrunnen Erstes Gewächs 2008" />Dieses Erste Gewächs vom Weingut Langwerth von Simmern hat einen völlig harmonischen Nachhall und belohnt vor allem hinten hinaus durch eine wunderbare Länge in der fruchtige Noten wie reife und leicht dörrobstig wirkende Aprikose auftauchen. Ein großes Erstes Gewächs! Bei diesem Hattenheimer Wisselbrunnen handelt es sich sehr wahrscheinlich um den besten Riesling vom Weingut Langwerth von Simmern aus dem Jahr 2008. Zugleich ich er bei ca. 23 Euro noch recht gut bezahlbar.<br />
91 Punkte</p>
<p>Langwerth von Simmern Hattenheimer Wisselbrunnen Erstes Gewächs<br />
Rheingau<br />
Erzeuger: Langwerth von Simmern<br />
A.P.Nr: 33045 029 09<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13 %<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 23,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Große Gewächse 2009 aus Rheinhessen</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 21:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheinhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weinbaugebiet Rheinhessen gilt eigentlich nicht als die Spitze bei den trockenen deutschen Rieslingen. Dabei gibt es dort zahlreiche namenhafte Erzeuger von Gunderloch bis Wittmann. Diese kann man zweifellos zu den Top Weingütern zählen. Aus dem Jahrgang 2009 gibt es einige trockene Rieslinge von diesen Erzeugern, die zu den Besten dieses Jahres gehören. Trotzdem gab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rheinhessen.jpg" title="Foto: Deutsches Weininstitut, DWI" alt="Große Gewächse 2009 aus Rheinhessen" />Das Weinbaugebiet Rheinhessen gilt eigentlich nicht als die Spitze bei den trockenen deutschen Rieslingen. Dabei gibt es dort zahlreiche namenhafte Erzeuger von Gunderloch bis Wittmann. Diese kann man zweifellos zu den Top Weingütern zählen. Aus dem Jahrgang 2009 gibt es einige trockene Rieslinge von diesen Erzeugern, die zu den Besten dieses Jahres gehören. Trotzdem gab es bei den Großen Gewächsen aus 2009 aus unserer Sicht stärkere Kontraste in der Qualität. Besonders positiv ist die Aulerde vom Weingut K. F. Groebe zu erwähnen. Dies scheint derzeit eines der am stärksten unterschätzten Weingüter im VDP-Rheinhessen zu sein.<span id="more-6790"></span></p>
<p><strong>Rothenberg (Nackenheim)<br />
Gunderloch</strong><br />
Strohgelb, geradlinige frische Fruchtnase, süßer Korb von Früchten am Gaumen, Druck machende Säure, schöne klare Länge. 90</p>
<p><strong>Brudersberg (Nierstein)<br />
St. Antony</strong> (auf Etikett stand Weingut Heyl zu Hernsheim, welches zuvor im selben Besitz nun nicht mehr zu existieren scheint)<br />
Goldgelb im Glas, Zuckrige Honigsüße wie bei einem restsüßen Riesling, blumige Frucht auch am Gaumen, man merkt, dass es ein trockener Wein ist. Er besitzt jedoch einige Erscheinungen eines Edelsüßen Rieslings, nicht jedoch beim Restzucker. Wie wertet man dies? 87</p>
<p><strong>Orbel (Nierstein)<br />
St. Antony</strong><br />
Goldgelb im Glas, relativ frische Nase, am Gaumen reife Frucht, die jedoch keine Aromen enthält, die bei zuckersüßen Früchten vorhanden sind. 85</p>
<p><strong>Falkenberg (Dienheim)<br />
Brüder Dr. Becker</strong><br />
Strohgelb, sehr schöne Fruchtnase mit einer Frucht, die erst noch erfunden werden muss, Süße am Gaumen, leider macht eine aufblitzende Säuere die kaputt. Etwas kurz. 86</p>
<p><strong>Tafelstein (Dienheim)<br />
Brüder Dr. Becker</strong><br />
Strohgelb, Weingummi in der Nase, helle und kräftige Frucht am Gaumen, gute Länge mit ewig stehen bleibender Frucht. 91</p>
<p><strong>Heerkretz (Siefersheim)<br />
Wagner-Stempel</strong><br />
Dunkleres Strohgelb, reifer Pfirsich und Lychie in der Nase, süß am Gaumen mit schöner Frucht und etwas zerdrückter Banane, spannende Säure bringt eine gute Länge. 89</p>
<p><strong>Höllberg (Siefersheim)<br />
Wagner-Stempel</strong><br />
Kräftigeres Strohgelb, ausgewogen zwischen Caramel mit weißen Gummibärchen in der Nase, wuchtiger Fruchtgaumen, Länge. Der wird sich in den kommenden Jahren bestimmt noch etwas beruhigen. 88</p>
<p><strong>Aulerde (Westhofen)<br />
K. F. Groebe</strong><br />
Strohgelb, intensiv fruchtig-süße Nase,  runde und mächtige Frucht, gute Länge. Ein echter Kraftprotz. 91</p>
<p><strong>Aulerde (Westhofen)<br />
Wittmann</strong><br />
Strohgelb, fruchtig in der Nase, macht kurz über eine extrem süße Frucht Druck am Gaumen. Eigentlich ist die Aulerde von Wittmann ein sonnst ein Qualitätsgarant. 88</p>
<p><strong>Kirchspiel (Westhofen)<br />
K. F. Groebe</strong><br />
Strohgelb, weißer Weingummi in der Nase, markante Säure steht vor der Frucht am Gaumen, mittellang. 87</p>
<p><strong>Kirchspiel (Westhofen)<br />
Keller</strong><br />
Strohgelb, leicht rauchig in der Nase, schwungvolle Säure, noch etwas verschlossen. 88</p>
<p><strong>Kirchspiel (Westhofen)<br />
Wittmann</strong><br />
Helles Gelb, weißer Flieder in der Nase, gut dosierte Säure, mitlerer Nachhall, gute Harmonie. 90</p>
<p><strong>Brunnenhäuschen (Westhofen)<br />
Wittmann</strong><br />
Etwas dunkleres Strohgelb, weiße Frucht in der Nase, dezente Säure in runder Länge. Sehr schön frisch. 88</p>
<p><strong>Morstein (Westhofen)<br />
Wittmann</strong><br />
Stohgelb mit grünen Reflexen, vielschichtige Nase erst rauchig-caramel, dann helle Frucht und in der eigentlich degustatorisch nicht existenten dritten Nase kaum merklich im Hintergrund grüner Pfeffer, der Gaumen ist erst fruchtig rund bis dann dies Säure Druck macht. gute Länge. 92</p>
<p><strong>Frauenberg (Nieder-Flörsheim)<br />
Battenfeld-Spanier</strong><br />
Stohgelb, Würze in der Nase, sanfter Gaumen in dem eine gesetzte Frucht dezent von Säure untermalt wird. Lang. 90</p>
<p><strong>Kirchenstück (Hohen-Sülzen)<br />
Battenfeld-Spanier</strong><br />
Dunkleres Strohgelb, frische Frucht mit Ananas in der Nase, neben einer etwas breiter wirkenden Frucht sind grüne Töne am Gaumen, mittellang. 88</p>
<p><strong>Liebfrauenstift Kirchenstück (Worms)<br />
Gutzler</strong><br />
Helles Goldgelb, Pfirsich und etwas Vanille in der Nase, kräftige Frucht am Gaumen, Säure kaum merklich, gute Länge. 85</p>
<p>Weitere Anbaugebiete werden folgen. <a href="http://weinverkostungen.de/schwerpunkt-grosse-gewaechse/">Hier die Übersicht.</a></p>
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		<item>
		<title>Große Gewächse 2009 von Mosel, Saar und Ruwer</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/grosse-gewaechse-2009-von-mosel-saar-und-ruwer/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 05:52:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Anbaugebiet Mosel präsentiert sich mit seinen Rieslingen Großes Gewächs mit dem Jahrgang 2009 sehr positiv. Es gelang vielen Winzern des Großen Rings die Lagen typisch in ihren Weinen abzubilden. Gerade auch die &#8220;Nebenflüsse&#8221; Saar und Ruwer sind 2009 einmal mehr die Herkunft charakteristischer Rieslinge aus einzigartigen Lagen. Sie betonen in den vielen sehr guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/moselexkursion.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2009 von Mosel, Saar und Ruwer" />Das Anbaugebiet Mosel präsentiert sich mit seinen Rieslingen Großes Gewächs mit dem Jahrgang 2009 sehr positiv. Es gelang vielen Winzern des Großen Rings die Lagen typisch in ihren Weinen abzubilden. Gerade auch die &#8220;Nebenflüsse&#8221; Saar und Ruwer sind 2009 einmal mehr die Herkunft charakteristischer Rieslinge aus einzigartigen Lagen. Sie betonen in den vielen sehr guten Großen Gewächse die Eigenständigkeit und Wiedererkennbarkeit der Ersten Lagen. <span id="more-6765"></span></p>
<p><strong>Altenberg (Kanzem)<br />
von Othegraven</strong><br />
Strohgelb, Scheifermineralik in der Nase, reife Pfirsichfrucht mit süßlichem Apfel in der zweiten Nase, dezente Säure neben runder Südfrucht am Gaumen, gewinnt in der Länge an Süße. 90</p>
<p><strong>Scharzhofberger<br />
Reichsgraf von Kesselstatt</strong><br />
Weiße Frucht in der Nase, am Gaumen Südfrucht mit Grapefruit, kaum Säure zu schmecken, für einen so jungen Scharzhofberger ganz schön offen, leichte aber anhaltende Länge. 90</p>
<p><strong>Rausch (Saarburg)<br />
Forstmeister Geltz-Zilliken</strong><br />
Helleres Strohgelb, frische Apfelnase, am Gaumen explosive warm-süße Frucht, die fast schon marmeladig wirkt, Kraft in der Länge. 88</p>
<p><strong>Nies&#8217;chen (Kasel)<br />
Reichsgraf von Kesselstatt</strong><br />
Hell-goldig strahlend mit grünen Reflexen, am Gaumen verschlossen, in der Länge zeigt er Charakter und bietet Gemüsenoten neben süßer Frucht. 89</p>
<p><strong>Marienburg (Pünderich)<br />
Clemens Busch</strong><br />
Goldgelb im Glas, Honig in der Nase, Heideblumen in der zweiten Nase, kaum Säure wahrzunehmen, aufbäumender wuchtiger süßer Frucht-Gaumen, der lange anhält. Später ins Glas gerochen gibt er immer wieder neue Akzente &#8211; wie z.B. helle Früchte &#8211; frei. 92</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/saarburger-rausch.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="saarburger rausch" /><br />
Saarburger Rausch</p>
<p><strong>Marienburg &#8220;Rothenpfad&#8221; (Pünderich)<br />
Clemens Busch</strong><br />
Strohgelb mit grünen Reflexen, weißer reifer Pfirsich in der Nase, kurz Säure am Gaumen, gegen die recht schnell eine süße Frucht tritt. Bei Buschs Rieslingen kann man wieder mal kaum glauben, dass diese trocken sind. 87</p>
<p><strong>Treppchen (Erden)<br />
Dr. Loosen</strong><br />
Grüne Reflexe in strohgelbem Glas, Schiefermineralik in der Nase, süße helle Frucht in der zweiten Nase, merklich Säure, trockener Nachhall, der frische erst kurzreife Frucht übermittelt, in dem jedoch ab und zu auch süße Pfirsiche aufblitzen. Uneinheitlich oder verspielt? 86</p>
<p><strong>Prälat (Erden)<br />
Dr. Loosen</strong><br />
Strohgelb, in der Nase verschlossen, die zweite Nase bringt Lychie, ganz weit hinten Pfirsich, am Gaumen etwas bitter, was er auch in der Länge bleibt, daneben steht ein süße Frucht. Zu jung? 85</p>
<p><strong>Würzgarten (Ürzig)<br />
Dr. Loosen</strong><br />
Strohgelb, Weingummi in der Nase, helle Frucht am Gaumen mit gut eingebundener Säure, kurz erscheinen würzige Noten, extreme lange helle Frucht. 90</p>
<p><strong>Sonnenuhr (Wehlen)<br />
Reichsgraf von Kesselstatt</strong><br />
Goldiges Gelb, rauchige Noten in der Nase, Caramel in der zweiten Nase, dezente Säure klingt an und wird angenehm von weicher frucht übergeleitet, der Riesling verabschiedet sich freundlich in mittlerer Länge. 88</p>
<p><strong>Sonnenuhr (Wehlen)<br />
Dr. Loosen</strong><br />
Helleres Strohgelb, Schiefertöne in der Nase, die etwas angebrannt wirken, am Gaumen süß wirkend, Säure kommt nicht zur Geltung, schöne fruchtige Länge. 87</p>
<p><strong>Sonnenuhr (Wehlen)<br />
S. A. Prüm</strong><br />
Strohgelb mit grünen Reflexen, frische und zugleich süße Frucht mit Zitrusnoten im Hintergrund, am Gaumen Bittertöne. 84</p>
<p><strong>Josephshöfer (Graach)<br />
Reichsgraf von Kesselstatt</strong><br />
Helles Gelb, brotig in der Nase, Orangensäure zeigt sich und wird von einer angenehm breiten Frucht übermahlt, hält gut an. 88</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/kletterweg-erdener-treppchen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Foto: Thomas Günther" /><br />
Erdener Treppchen</p>
<p><strong>Niederberg Helden (Lieser)<br />
Schloss Lieser</strong><br />
Stohgelb mit grünen Reflexen, typische Schiefernote in der Nase, frischer weißfruchtiger Gaumen mit unterstützender, etwas kräftigerer und gut passender Säure, im Nachhall gewinnt dieser Riesling an Süße, die Frucht blendet sehr harmonisch auch gelben Pfirsich über. 91</p>
<p><strong>Juffer-Sonnenuhr (Brauneberg)<br />
Fritz Haag</strong><br />
Gemüsige und zugleich süße Frucht in der Nase, kräftiger Gaumen mit reifer Frucht, mittlerer Nachhall. 87</p>
<p><strong>Juffer-Sonnenuhr (Brauneberg)<br />
Schloss Lieser</strong><br />
Strohgelb, Schiefermineralik mit süßlich hellen Früchten im Hintergrund, süßschnalzend am Gaumen, gute spannungsreiche Länge. 88</p>
<p><strong>Goldtröpfchen (Piesport)<br />
Reinhold Haart</strong><br />
Kräftigeres Strohgelb, vielschichtige Nase mit Anklängen von Schiefer und Toffee, frischer Gaumen mit Vanilletönen, diese Vanille gewinnt in der Länge leider die Überhand. 85</p>
<p><strong>Goldtröpfchen (Piesport)<br />
Reichsgraf von Kesselstatt</strong><br />
Strohgelb, helle Frucht mit Schiefermineralik untermahlt in der Nase, Grapefruit am Gaumen, leichte und frische Länge. 87</p>
<p><strong>Laurentiuslay (Leiwen)<br />
St. Urbans-Hof</strong><br />
Grüne Reflexe in strohgelbem Glas, neben Frucht Caramel der Nase, süßer Gaumen mit exotischer Frucht, bleibt angenehm stehen. 90</p>
<p>Weitere Anbaugebiete werden folgen. <a href="http://weinverkostungen.de/schwerpunkt-grosse-gewaechse/">Hier die Übersicht.</a></p>
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		<item>
		<title>Reichsgraf von Kesselstatt Scharzhofberger Großes Gewächs 2008</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/reichsgraf-von-kesselstatt-scharzhofberger-grosses-gewaechs-2008/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 19:21:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt gilt in mehreren Preislagen als ein Garant für gute Qualität. Selbst die Weine aus zugekauften Trauben überzeugen häufig. Stabil sind auch jedes Jahr mehrere Große Gewächse von Reichsgraf von Kesselstatt auf dem Markt. Die Lage Scharzhofberg östlich von Wiltingen an der Saar gilt als eine besonders privilegierte Erste Lage. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/kesselstatt-scharzhofberger.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Reichsgraf von Kesselstatt Scharzhofberger Großes Gewächs 2008" />Das Weingut Reichsgraf von Kesselstatt gilt in mehreren Preislagen als ein Garant für gute Qualität. Selbst die Weine aus zugekauften Trauben überzeugen häufig. Stabil sind auch jedes Jahr mehrere Große Gewächse von Reichsgraf von Kesselstatt auf dem Markt. Die Lage Scharzhofberg östlich von Wiltingen an der Saar gilt als eine besonders privilegierte Erste Lage. Die Rieslinge aus dieser Lage gelten jung als häufig etwas verschlossen, jedoch mit langer Lagerfähigkeit. Trotzdem muss dieser Wiltinger Scharzhofberg nun geöffnet und verkostet werden.<span id="more-6755"></span></p>
<p>Dieser Große Gewächs von Reichsgraf von Kesselstatt zweigt sich in einem goldig schimmernden Strohgelb im Glas. Süßliche jedoch zugleich leicht erscheinende süße Frucht entfaltet sich bei diesem Scharzhofberger in der Nase. Das ist sehr schön exotisch mit geruchlich nahezu explodierenden Lychies. Die Säure ist kaum merklich und sehr schön eingebunden. Bei diesem Großen Gewächs vermisse ich jedoch etwas diese typische Schiefermineralik von der Mosel, den auch in der Lage Scharzhofberg ist nicht unwesentlich Grauschiefer vorhanden. Nicht, dass ich diese brauche oder dass sie mir generell so gut schmeckt. Weiter hinten kann man einen reifen weißen Weinbergpfirsich schmecken. Extreme Länge mit harmonischer heller Frucht.<br />
90 Punkte</p>
<p>Reichsgraf von Kesselstatt Scharzhofberger Großes Gewächs 2008<br />
Mosel (Saar)<br />
Erzeuger: Reichsgraf von Kesselstatt<br />
A.P.Nr: 3 561 077 51 09<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12 %<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 23,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
<hr />Ähnliche Beiträge:<ul><li><a href="http://weinverkostungen.de/schwerpunkt-grosse-gewaechse/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Schwerpunkt Große Gewächse">Schwerpunkt Große Gewächse</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/reichsgraf-von-kesselstatt-wiltinger-riesling-trocken/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Reichsgraf von Kesselstatt Wiltinger Riesling trocken">Reichsgraf von Kesselstatt Wiltinger Riesling trocken</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/weinstube-kesselstatt/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Weinstube Kesselstatt">Weinstube Kesselstatt</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/kesselstatt-sommerpalais/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Kesselstatt Sommerpalais 2006">Kesselstatt Sommerpalais 2006</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/grosse-gewaechse-2009-von-mosel-saar-und-ruwer/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Große Gewächse 2009 von Mosel, Saar und Ruwer">Große Gewächse 2009 von Mosel, Saar und Ruwer</a></li></ul><hr /><small>Copyright &copy; 2006-2009 <a href="http://weinverkostungen.de/"> weinverkostungen.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. </small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Groebe Westhofener Riesling trocken 2008</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/groebe-westhofener-riesling-trocken-2008/</link>
		<comments>http://weinverkostungen.de/groebe-westhofener-riesling-trocken-2008/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 20:04:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheinhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://weinverkostungen.de/?p=6587</guid>
		<description><![CDATA[Das Weingut K. F. Groebe aus Rheinhessen &#8211; nicht zu verwechseln mit dem Weingut Groebe am Bergkloster tatsächlich in Westhofen und nicht wie K. F. Groebe in Biebesheim am Rhein &#8211; hat eine Tradition bis 1625. Auf der Mainzer Weinbörse 2008 war mit dieses VDP-Weingut mit einigen Weinen positiv aufgefallen und so entschloss ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/groebe-westhofener-riesling.jpg" />Das Weingut K. F. Groebe aus Rheinhessen &#8211; nicht zu verwechseln mit dem Weingut Groebe am Bergkloster tatsächlich in Westhofen und nicht wie K. F. Groebe in Biebesheim am Rhein &#8211; hat eine Tradition bis 1625. Auf der Mainzer Weinbörse 2008 war mit dieses VDP-Weingut mit einigen Weinen positiv aufgefallen und so entschloss ich mich den Westhofener Riesling trocken aus 2008 einer umfangreicheren Prüfung zu unterziehen. Dieser Riesling zeigt sich in einem kräftigem Gelb im Glas. In die Nase bringt dieser Wein vom Weingut Groebe eine extrem intensive reife und süßliche Frucht mit Pfirsich und Quitte. Der Westhofener Riesling trocken präsentiert sich in der Zweiten Nase mit weißer Frucht und dezenter Grapefruit.<span id="more-6587"></span></p>
<p>Am Gaumen macht sich dieser Wein süßlich mit filigraner Säure und etwas Orangenfrucht bemerkbar. Trauben waren bestimmt extrem reif. Dies ist schon fast überreif im Hintergrund des Westhofener Rieslings wahrzunehmen. Die Quitte kommt schön im Nachhall wieder. Süße Ananas schnalzt bei diesem Riesling von Weingut Groebe am Gaumen. Der Wein zeigt eine gute Länge. Bei einer Verkostung dieses Westhofener Rieslings kann man aufgrund der fruchtigen Intensität kaum glauben, dass es ein trockener Vertreter dieser Rebsorte ist. Dieser Riesling vereint Tradition und Moderne, die beide ja sonnst in Rheinhessen eher nebeneinander stehen.</p>
<p>Groebe Westhofener Riesling trocken 2008<br />
Rheinhessen<br />
Erzeuger: Weingut Groebe<br />
A.P.Nr: 4 327 242 019 09<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12,5 %<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 11,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Dr. Bürklin-Wolf PC Wachenheimer Goldbächel Riesling trocken</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/dr-buerklin-wolf-pc-wachenheimer-goldbaechel-riesling-trocken/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 16:16:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf gilt neben von Buhl und Bassermann-Jordan als eines der drei großen Bs aus der Pfalz. Alle drei Weingüter verbindet eine lange Geschichte. Bei Bürklin-Wolf reicht diese bis 1597 zurück. 100 Jahre zuvor entstand der Lagenname Goldbächel, in dem sie als &#8220;nördlich des goldenen Baches&#8221; bezeichnet wurde. Im aktuellen Weinatlas Deutschland ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wachenheimer-goldbaechel.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Dr. Bürklin-Wolf PC Wachenheimer Goldbächel Riesling trocken" />Das Weingut Dr. Bürklin-Wolf gilt neben von Buhl und Bassermann-Jordan als eines der drei großen Bs aus der Pfalz. Alle drei Weingüter verbindet eine lange Geschichte. Bei Bürklin-Wolf reicht diese bis 1597 zurück. 100 Jahre zuvor entstand der Lagenname Goldbächel, in dem sie als &#8220;nördlich des goldenen Baches&#8221; bezeichnet wurde. Im aktuellen Weinatlas Deutschland ist diese Lage lapidar als &#8220;Weitere Rebfläche&#8221; bezeichnet.<span id="more-6578"></span></p>
<p>Das Weingut Bürklin-Wolf hat hingegen seine eigene Klassifizierung. Und so entstehen auf 1,6 ha &#8211; von den 4,3 ha die die Lage Wachenheimer Goldbächel insgesamt bemisst &#8211; der so genannte P.C. Das ist nach dem Vorbild aus dem Burgund ein Premier Cru. Die Riesling-Reben für diesen Wein wurden 1991 gepflanzt, waren also im Jahrgang 2007 16 Jahre alt. Eine selektive Handlese gehört zu solch einem Wein sicherlich dazu. Im Jahr 2007 wiesen die Rieslingbeeren aus dem Wachenheimer Goldbächel, aus denen dieser Wein gemacht wurde 96 Grad Oechsle auf.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/pc-wachenheimer-goldbaechel.jpg" />Strohgelb mit grünen Reflexen ist dieser Riesling im Glas. Das Wachenheimer Goldbächel zeigt eine duftige Nase mit Mirabellen, Melone etwas Kräutern. Am Gaumen ist es rund mit etwas nussigen Tönen. Dann beginnt bei diesem Riesling vom Weingut Dr. Bürklin-Wolf ein langsam aufbauender und kräftiger werdender Nachhall mit etwas Frucht neben cremig bis holzig und vanilligen Tönen. Das Weingut selbst schreibt in einer Expertise etwas über Kamillenblüten. Im Nachchall habe ich dies eher als einen abgekühlten Kamillentee empfunden.</p>
<p>Dieses Wacheheimer Goldbächel scheint mir noch etwas verschlossen zu sein. Wenn er eine Menge Luft bekommt entwickelt es sich sicherlich noch etwas positiver. Aber ehrlich gesagt muss man ein Fan von solchen Rieslingen sein, um mit ihm Spass zu haben. Dieses Wacheheimer Goldbächel ist doch sehr traditionell in seiner geschmacklichen Präsentation. Er <a href="http://weinverkostungen.de/jl-wolf-wachenheimer-belz-deidesheimer-herrgottsacker-spaetlese-trocken/">erinnert mich auch etwas an diesen gar nicht so weit entferten Belz</a> von einem anderen Weinerzeuger mit einem Wolf im Namen.</p>
<p>Dr. Bürklin-Wolf PC Wachenheimer Goldbächel Riesling trocken<br />
Pfalz<br />
Erzeuger: Weingut Dr. Bürklin-Wolf<br />
A.P.Nr: 5 142 043 55 08<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12 %<br />
Jahrgang: 2007<br />
Einkaufspreis: 18,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Rheingau Riesling-Charta 2008 von Allendorf</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/rheingau-riesling-charta-2008-von-allendorf/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 19:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheingau]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt mal wieder mal einen Wein, der auf dem ersten Blick in seiner Kennzeichnung etwas irritiert. Es handelt sich um einen Rheingau-Charta Riesling vom Weingut Allendorf aus dem Jahr 2008. Bei den Weinen der Charta handelt es sich um eine frühere Qualitätsbewegung, die heute zu den Großen Gewächsen geführt hat. Real ist handelt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rheingau-riesling-charta.jpg" />Es gibt mal wieder mal einen Wein, der auf dem ersten Blick in seiner Kennzeichnung etwas irritiert. Es handelt sich um einen Rheingau-Charta Riesling vom Weingut Allendorf aus dem Jahr 2008. Bei den Weinen der Charta handelt es sich um eine frühere Qualitätsbewegung, die heute zu den Großen Gewächsen geführt hat. Real ist handelt es sich bei diesem Charta-Wein um einen Riesling der Prädikatsstufe Kabinett aus der Lage Jesuitengarten bei Oestrich-Winkel im Rheingau. Es ist also ein kleines Abbild des (großen) Ersten Gewächses.<span id="more-6584"></span></p>
<p>Im Glas zeigt sich der Charta-Riesling stroh- bis goldgelb mit leicht grünen Rflexen. Die Nase ist sanft von hellen Früchten Lychie bis Aprikose betöhrt. Am Gaumen überwiegt bei diesem Wein vom Weingut Allendorf diese harmonische Fruchtkompsition und wird von dezenter Würze untermalt. Die Säure ist sehr dezent. Im langen Nachhall treten bei diesem Charta-Riesling etwas gemüsige Aspekte hinzu. Seltsam, dass das Weingut Allendorf diesen tollen Riesling in hochwertiger Ausstattung für nur 8 Euro abgibt.</p>
<p>Allendorf Riesling Charta 2008<br />
Rheingau<br />
Erzeuger: Weingut Allendorf<br />
A.P.Nr: 27 001 050 09<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12 %<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 8,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Von Othegraven Riesling trocken 2007</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/von-othegraven-riesling-trocken-2007/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 17:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Othegraven ist das deutsche Weingut mit dem bislang spektakulärsten Verkauf in diesem Jahr. Es ist seit einiger Zeit in der Fachwelt bekannt, dass so manches Traditionsweingut einen neuen Eigentümer sucht. So konnte der Fernsehmoderator Günter Jauch das Weingut von Othegraven in Kanzem an der Saar erwerben. Von diesem steht nun der trockene Riesling aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/von-othegraven-riesling.jpg" />Von Othegraven ist das deutsche Weingut mit dem bislang spektakulärsten Verkauf in diesem Jahr. Es ist seit einiger Zeit in der Fachwelt bekannt, dass so manches Traditionsweingut einen neuen Eigentümer sucht. So konnte der Fernsehmoderator Günter Jauch das Weingut von Othegraven in Kanzem an der Saar erwerben. Von diesem steht nun der trockene Riesling aus dem Jahr 2007 zur Verkostung.<span id="more-6582"></span></p>
<p>Im Glas zeigt er sich in einer kräftig gelbne bis goldenen Farbe. Ganz typisch ist bei diesem trockenen Riesling die Saar-Nase, bei der ich immer kaum Worte finde um dies zu beschreiben. Es ist eine kräftige, fast schon süße Frucht mir rauchigen Carameltönen. Dabei erscheint das Ganze etwas firnig, wie bei gereiften Rieslingen. Jeder der diese Weine kennt, wird wissen was ich meine. Am Gaumen ist der Riesling von von Othegraven sehr schön rund mit sehr dezenter Säure. Die Länge ist bei einen einfachen Riesling trocken beeindruckend. Da bleibt sehr angenehm eine sympathische Frucht stehen. Guter Wein, der gut in die Klasse der Rieslinge von der Saar einführen kann.</p>
<p>Übrigens: Kombiniere niemals solch einen Riesling mit Camembert. Da hört jegliche Deutsch-Französische-Freundschaft bei auf. Selbst wenn dieser Käse aus der Normandie wirklich hochwertig ist, schmeckt der Riesling dann nur noch angeschimmelt und entfaltet unschöne Bittertöne. Also lasst die Finger von so etwas.</p>
<p>Von Othegraven Riesling trocken 2007<br />
Mosel &#8211; Saar &#8211; Kanzem<br />
Erzeuger: Weingut Von Othegraven<br />
A.P.Nr: 3 518 034 23 08<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12 %<br />
Jahrgang: 2007<br />
Einkaufspreis: 9,00 €<br />
Verschluss: Schraubverschluss<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>H. P. Schreiner Martinerhof Riesling Spätlese feinherb</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/h-p-schreiner-martinerhof-riesling-spatlese-feinherb/</link>
		<comments>http://weinverkostungen.de/h-p-schreiner-martinerhof-riesling-spatlese-feinherb/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Apr 2010 17:04:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mosel ist das Weinbauland des Rieslings. Hans Peter Schreiner schaffte es dort innerhalb der letzten Jahrzehnte seinen Martinerhof vom Fassweinerzeuger zum Vermarkter eigener Abfüllungen zu entwickeln. Schon vor zwei Jahren verkostete ich hier einen Federweißer von H. P. Schreiner. Nun gibt es vom Martinerhof in Wintrich eine Spätlese feinherb mit dem Jahrgang 2008.
Genauer gesagt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/schreiner-martinerhof-riesling.jpg" />Die Mosel ist das Weinbauland des Rieslings. Hans Peter Schreiner schaffte es dort innerhalb der letzten Jahrzehnte seinen Martinerhof vom Fassweinerzeuger zum Vermarkter eigener Abfüllungen zu entwickeln. Schon vor zwei Jahren verkostete ich <a href="http://weinverkostungen.de/federweisser-von-der-mosel/">hier einen Federweißer</a> von H. P. Schreiner. Nun gibt es vom Martinerhof in Wintrich eine Spätlese feinherb mit dem Jahrgang 2008.<span id="more-6400"></span></p>
<p>Genauer gesagt handelt es sich um einen Lagenwein Wintricher Ohlingsberg. Keine Sorge, diese Lage muss man sich nicht unbedingt merken. Die Riesling Spätlese feinherb vom Martinerhof ist Strohgelb im Glas mit grünen Reflexen. In der Nase dieses Weins vom Weingut von H. P. Schreiner sind helle Südfrüchte mit etwas hervorstehender Aprikose und Ananas. Am Gaumen ist dieser Wein vom Martinerhof erst wuchtig und massiv fruchtig.</p>
<p>Der Riesling Spätlese zeigt wenig schmeckbare Säure. Kurz blitzt im Hintergrund eine Teiloxidationsnote auf. Dann zeigt dieser Riesling vom Martinerhof eine gute und angenehme Länge. Etwas unverständlich bleibt die Vermarktung des Weins als Riesling Spätlese feinherb (zumal noch mit der Lagenangabe Wintricher Ohlingsberg). Eigentlich ist dieser Wein H. P. Schreiner ein guter <a href="http://weinverkostungen.de/terrassenwein/">Terassenwein</a> mit dezentem Alkohol (11%), angenehmer Frucht und wenig Säure. Mit 5,50 Euro ist er zudem erschwinglich.</p>
<p>H. P. Schreiner Martinerhof Riesling Spätlese feinherb<br />
Mosel<br />
Erzeuger: H. P. Schreiner Martinerhof<br />
A.P.Nr: 2 577 292 06 09<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 11 %<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 5,50 €<br />
Verschluss: Silikonkorken<br />
Quelle: Supermarkt</p>
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		<item>
		<title>Naturwein-Weinrallye: Wittmann Riesling trocken</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/naturwein-weinrallye-wittmann-riesling-trocken/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 09:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheinhessen]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Ökowein]]></category>
		<category><![CDATA[Wittman]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur 30. Weinrallye hat Matthias vom Blog socialwine das Thema Naturwein ausgerufen. Die Reaktionen darauf waren vielfältig. So richtig hat mir der Begriff immer noch nicht eingeleuchtet. Es scheint doch eher ein Wort zu sein, dass man mal schnell aus der Jackentasche hervorzaubert, als ein definierbarer Begriff zu sein. Aber eigentlich soll es ja hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/naturwein-wittmann.jpg" />Zur 30. Weinrallye hat Matthias vom <a href="http://socialwine.de/weinrallye-30-naturwein/">Blog socialwine das Thema Naturwein</a> ausgerufen. Die Reaktionen darauf waren vielfältig. So richtig hat mir der <a href="http://weinverkostungen.de/was-ist-ein-naturwein/">Begriff immer noch nicht eingeleuchtet</a>. Es scheint doch eher ein Wort zu sein, dass man mal schnell aus der Jackentasche hervorzaubert, als ein definierbarer Begriff zu sein. Aber eigentlich soll es ja hier keine Theorierallye sein, sondern eine Weinrallye. Und so schreiten wir zur Praxis.<span id="more-5961"></span></p>
<p>Da ich wenig mit dem Begriff Naturwein anfangen konnte, habe ich kurzerhand eine Flasche vom Ökowinzer Phillip Wittman gewählt, der ja zu der Debatte beigetragen hat. Im Glas ist beim trockenen Riesling von Wittmann ein strahlendes strohgelb. In der Nase zeigt sich eine etwas verspielte Pfirsichfrucht. Am Gaumen macht erzeugt eine Säure Spannung. Für meine Begriffe ist der Wein etwas kurz. Zugleich erinnert er mich an einige Rieslinge, wie sie schmeckten, als ich mich begann für Wein zu interessieren. Es ist also eher ein Nostalgiewein, als ein Naturwein.</p>
<p>Wittmann Riesling trocken<br />
Rheinhessen<br />
Erzeuger: Weingut Wittmann<br />
A.P.Nr: 4 327 231 012 09<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12%<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 10,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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