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Chateau Mouton Rothschild: Wie ein Traum entsteht

Freitag, 3. November 2017

chateau mouton rothschildBei Ikonen wie dem Chateau Mouton Rothschild denkt man leicht: Made in Heaven. Doch es ist natürlich anders. Die Reben wachsen auf dem Boden. Um mich davon zu überzeugen bin ich mit dem Boot nach Pauillac gefahren und habe bei der Ernte mitgeholfen. Sicherlich ist dies nur ein kleiner Schritt in der Entstehung eines Traums in der Flasche.

trauben mouton rothschildVor der Erne ist sicherlich viel im Weinberg passiert. Die Rebstöcke sehen sehr gepflegt aus. In der Parzelle – für die ich eingeteilt bin – wurden die Reben in den 1950er Jahren gepflanzt. Dies ist ein typisches Alter der Rebstöcke vom Chateau Mouton Rothschild. Man könnte also ohne weiteres auch noch Alte Reben auf das Etikett der Weine schreiben. Darauf verzichtet man natürlich.

Meine zu erntenden Trauben bestehen aus der Rebsorte Cabernet Sauvignon. Dies ist ja auch der Hauptbestandteil des Mouton Rothschilds. Die Lese findet in einem Durchgang statt. Jedoch ist dies immer zum optimalen Zeitpunkt. Da müssen die Erntehelfer schon einmal auf ihren Einsatz warten. Dieses Jahr ist die Lese etwa zwei Wochen früher als gewöhnlich.

Weinernte bei Mouton Rothschild

An den Rebstöcken hängen recht viele sehr kleine Trauben in perfektem Reifezustand. Botrytis oder unreife Trauben sind sehr selten zu sehen. Was den Ertrag betrifft, haben die Spätfröste dieses Jahres um Pauillac glücklicher Weise einen Bogen gemacht. In anderen Bereichen von Bordeaux waren sie verheerend. Die Erntemenge in Frankreich ist im Jahrgang 2017 auf einem extremen Tiefstand.

ernte mouton rothschildBei Mouton Rothschild wird immer die ganze Traube geerntet. Eine Selektion findet in der nah gelegenen Kelterhalle statt. Der Transport dahin passiert in kleinen Kunststoffkisten. In diese passen ca. 10 kg Trauben. Der Vorteil dieser Kisten liegt auf der Hand: Keine Traube wird beschädigt. Die Entlohnung der professionellen Erntehelfer hängt auch von der Anzahl der geernteten Kisten ab. An der neu gebauten Kelterhalle treffen ständig neue Trauben ein. Bei der Selektion habe ich leider nicht zusehen dürfen. Nur so viel: Es wird sortiert nach Abschnitt, Trauben für den Zweitwein Petit Mouton und für den Erstwein Chateau Mouton Rothschild.

chateau mouton rothschild keller Anlieferung an die Kelterhalle

fass chateau mouton rothschild Gärtanks vom Chateau Mouton Rothschild

wein chateau mouton rothschild Saftiger Cabernet Sauvignon

Pressung und Ausbau

Die Rebsorten werden hierbei natürlich nicht gemischt. Nach der Pressung geht es in die Gärtanks. Der langsame Ausbau des Mouton Rothschild passiert dann in neuen Barriquefässern. Erst später findest ein Blending statt. Der große Keller ist recht bekannt. In ihm hat ein ganzer Jahrgang Platz. Jetzt ist er allerdings wegen der neuen Ernte recht geräumt.

keller chateau mouton rothschild Fasskeller vom Chateau

cuvee mouton rothschild Blending der Grundweine

boden paulliac moutonIn Pauillac bewirtschaftet das Chateau Mouton Rothschild 90 Hektar Weinberge. Die hier erzeugten Trauben kommen dann in den Erst- und Zweitwein mit dem Namen Petit Mouton. Dabei gibt es keine vorherige Festlegung welcher Bereich für welchen Wein geeigneter ist. Der leicht hüglige Boden vom Chateau Mouton Rothschild scheint auch recht homogen zu sein. Der Boden am linken Ufer (der Garonne) unterscheidet sich jedoch deutlich vom rechten Ufer. Besonders Pauillac ist von einer ca. 20 Meter tiefgründigenen Schicht von runden Steinen geprägt. Dies ist ehemaliges Flussgestein.

Weiter geht es in die Ausstellung vom Chateau Mouton Rothschild. Hier gibt es auch eine Übersicht über die Etiketten. Das 1945er Weinetikett macht den Anfang von variierenden Motiven, die dann recht bald von Künstlern gestaltet wurden. 1945 war gerade auch vor dem Hintergrund der Familiengeschichte der Rothschild ein Einschnitt. Nicht nur wegen des V als Symbol für den Sieg über die Nazis gilt der Wein als Legende und erzielt auf Versteigerungen Preise im Bereich der höheren Tausend Euro pro Flasche.

Künstleretiketten und Kunstsammlung vom Chateau Mouton Rothschild

In der Ausstellung gibt es zudem alle Künstleretiketten in den Originalen zu besichtigen. Mit dabei sind Salvador Dali (1958), Joan Miro (1969), Marc Chagall (1970), Wassily Kandinsky (1971), Pablo Picasso (1973), Andy Warhol (1975), Georg Baselitz (1989), Jeff Koons (2010) und vielen weitere. Mir persönlich hat besonders das Etikett von Marc Chagall gefallen. Das Blau kommt in diesem originalen Bild fantastisch strahlend zur Geltung. Hier kann man die Künstleretiketten betrachten.

mouton rothschild v 1945
Das berühmte Etikett von 1945

tanzende mouton rothschild
Überall Figuren und Schafsköpfe

Das Kunstmuseum von den Rothschild ist ebenso sehr sehenswert. Darin stammt das älteste Exponat aus dem 9. Jahrhundert. Mich beeindruckten die tanzenden Figuren, wie z.B. eine aus dem 16. Jahrhundert. Dies waren die Vorlagen für die Weine von Chateau Clerc Millon und Chateau d’Armailhac (beide stammen jedoch geanauso wie der Mouton Cadet aus komplett getrennter Produktion). Fotografieren ist in dem Museum aber leider verboten. So muss man eben selbst hinfahren um die fantastischen Exponate bestaunen zu können.

Vinexpo-Studie: Vorhersagen für den Weinmarkt 2020

Sonntag, 28. Mai 2017

vinexpo studie weinmarkt 2020Anlässlich zur Vinexpo in Bordeaux erscheint alle zwei Jahre eine Studie zur Entwicklung des Weinmarktes. Besonders interessant daran ist, dass nicht nur die vergangenen Jahre nachgezeichnet werden, sondern viel mehr die Zukunft prognostiziert wird. Danach wird der europäische Weinmarkt weiterhin zwar verlangsamt von 2016 bis 2020 um 2,3 Prozent schrumpfen. Alle anderen Kontinente werden hingegen zulegen. Ein besonders starkes Wachstum wird es im Bereich Asien-Pazifik geben. Hier prognostiziert die Studie der Vinexpo ein Wachstum von 12,7 Prozent.

Wachstum in USA, China und Afrika

Die USA und China werden als Zukunftsmärkte herausgestellt. Zwar wird in den USA bis 2020 nur ein Wachstum nach Menge von 3,8 Prozent vorausgesagt. Dies ist aber aufgrund der ohnehin hohen Menge sehr bedeutend. Zudem soll es einen Wertzuwachs des Weinmarktes in den USA von fast 12 Prozent entsprechen. Für China wird ein Zugewinn von 41,7 Prozent in der Menge und knapp 40 Prozent im Wert prognostiziert. Dies ist besonders relevant, da dies fast 72 Prozent des gesamten Mengenwachstums ausmacht. Zudem wird China damit das Land mit dem zweithöchsten Wert werden und damit Großbritannien bis 2020 überholen. Das Thema Afrika ist durchaus relevant. Elfenbeinküste, Namibia und Nigeria werden nach der Vinexpo-Studie jeweils ein Wachstum von ca. 20 Prozent aufweisen. Dies allerdings auf einem weiterhin niedrigen Niveau.

Was wird in Deutschland passieren?

Deutschland wird mit leichtem Wertzuwachs weltweit der sechst wichtigste Weinmarkt bleiben. Der Abstand zu Frankreich (Platz 4) und Italien (5) wird nach dieser Studie allerdings kleiner werden. Nach der hierzulande bis 2020 leicht sinkenden konsumierten Menge wird Deutschland knapp vor Frankreich und Italien weltweit auf Platz 2 kommen. Dieser Platz meint jedoch nicht den Pro-Kopf-Verbrauch, sondern den Gesamtkonsum im jeweiligen Land. Dieser ist in den beiden anderen Ländern jeweils deutlich höher. Weltweit wird er von Frankeich angeführt. Deutschland belegt hier weltweit den Platz 6 mit knapp 37 Litern pro Kopf (nur nach legalem Alter errechnet). Zum Vergleich: In China wird der jährliche Pro-Kopf-Konsum bis 2020 um 17% auf 1,53 Liter steigen.

vinexpo studie deutschland
„Germany and UK keep the Leadership in still wine imports“, so trocken wird in der Vinexpo-Studie getitelt. Um es genauer zu sagen: Deutschland bleibt nach der Menge der größte Weinimporteur auf dieser Welt. Für Großbritannien wird es sicherlich wegen dem Brexit eine spannende Angelegenheit sein. In dieser Liste der 10 größten Weinimporteure tauchen Frankreich und Italien gar nicht auf. Der Grund: Deutschland ist (evtl. neben der Schweiz) das einzige europäische Land mit bedeutender Weinproduktion welches kräftig Weine vor allem aus anderen europäischen Ländern importiert (Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Portugal …). Für Spanien, Chile und Neuseeland wird ein schnelles Wachstum beim Export festgestellt. So legte Neuseeland von 2011 bis 2015 im Wert um fast 29 Prozent zu.

Was passiert auf dem Weinmarkt?

Die Vinexpo-Studie beschäftigt sich auch mit den Gründen des Wachstums in China. So wird neben anderen Ursachen die Ausbreitung einer Mittelklasse und die Zunahme an weiblich Weingenießern herausgearbeitet. Trotz des zum Teil deutlichen Wachstums in den USA, China und Afrika wird Europa weiterhin der wichtigste Kontinent für Wein bleiben. Nach Menge werden 2020 59 Prozent der weltweiten Stillweinproduktion in Europa konsumiert. Beim Schaumwein sollen es nach der Vinexpo-Studie 76 Prozent sein. 2010 waren es 64 Prozent beim Stillwein und 80 Prozent beim Schaumwein.

Weiterhin Wachstum bei Schaumwein und Rose

Wie schon vor zwei Jahren sieht die Studie der Vinexpo weiterhin ein Wachstum im Bereich vom Rose und beim Schaumwein. Während Rot- und Weißwein nahezu auf selbem Niveau bleiben, wird der weltweite Konsum von Rose bis 2020 um 5,9 Prozent zulegen. Der Marktanteil liegt bei den Weinfarben derzeit bei 10 Prozent. Die Menge an weltweit konsumiertem Schaumwein soll in diesem Zeitraum um 8,6 Prozent wachsen. Besonders starkes Wachstum wird beim Prosecco vorhergesagt. Während der Asti als einzige Subkategorie im Bereich Schaumwein weniger konsumiert werden wird.

vinexpo bordeaux studie
Die Vinexpo findet von 18. bis 21. Juni in Bordeaux statt. Hier kann man sich anmelden.

Wein aus Korsika mit autochthonen Rebsorten

Samstag, 19. März 2016

wein aus korsika peer f holmAuf der ProWein probierten wir Wein aus Korsika. Peer F. Holm präsentierte in einer Veranstaltung kenntnisreich vor allem Rotweine aus autochthonen Rebsorten von dieser Insel. Als Kontrast: Vielfach kennt man in Deutschland nur den ganz einfachen Wein aus Korsika. In deutschen Supermärkten gibt es so etwas. Diese stammen von zwei Kooperativen, die in flachen östlich gelegenen Gebieten der Insel ihre Reben stehen haben (es gibt aber die ganze Bandbreite an Weine von diesen Erzeugern). Doch Korsika hat ganz andere Qualitäten zu bieten. Jeder, der schon einmal dort war kennt dies.

Geschichte des Weinbaus auf Korsika

Korsika kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Hier gibt es schon ewig Wildreben. 600 Jahre vor Christus gab es hier bereits einen ertragsorientierten Weinbau durch die griechische Besiedlung. Auch die Römer haben ihre Spuren hinterlassen. Unter der 400 Jahre andauernden Herrschaft von Genua wurde der Weinbau auf Korsika maßgeblich gefördert. Wein durfte allerdings damals nur nach Genua ausgeführt werden.

Heute gehört Korsika bekanntlich zu Frankreich. Das steht so auch auf den Flaschenetiketten. Doch wenn man die Korsen fragt, ob sie Franzosen sind, so beantworten viele diese Frage mit nein. Und ebenso sind die Weine eigentlich nicht wirklich französisch, auch wenn mit der französischen Herrschaft über die Insel der Weinbau intensiviert wurde. Der aus Korsika stammende Napoleon setzte sich für den Weinbau hier ein. Stilistisch sind die Weine heute aber nicht vergleichbar mit den bekannten Rotweingebieten wie Bordeaux, Burgund oder der Rhone. Auch die Rebsorten haben jetzt kaum etwas mit den dort verwendeten zu tun. Wein aus Korsika ist eigenständig.

Geologische und klimatische Voraussetzungen für den Wein aus Korsika

Die Insel ist sehr gebirgig. Manche sprechen von einem Fels, der sich aus dem Meer erhebt. Die Böden sind recht unterschiedlich. Während im Westen Granit vorherrscht, findet man im Norden vor allem Schiefer. Zudem gibt es auch noch Kalkstein, Tonerde und sandigen Mergel in einigen Küstenbereichen. Die Insel Korsika ist vom Mittelmeerklima geprägt. Für den Weinbau ist es eher als Grenzgebiet zu bezeichnen. Die kühlen Berge schaffen jedoch in den heißen Sommern genügend Abkühlung um hervorragende Weine erzeugen zu können.

Wein aus Korsika ist rar. Vielfach wird er auch der Insel selbst getrunken. Die Einheimischen und vielmehr ein hochwertiger Tourismus ermöglichen dies. Die Rebfläche umfasst derzeit lediglich 5800 Hektar. Das war schon mal anders. Vor allem in den 1970er Jahren gab es einen – allerdings in den niedrigen Qualitäten – vorangetriebenen Boom des Weinbaus auf Korsika. Dabei wurden auch viele genuin französische Rebsorten angebaut. Aus den Misserfolgen dieser Entwicklung heraus besann man sich aber wieder auf die Tradition und Qualität mit autochthonen Rebsorten.

wein aus korsika autochthone rebsorten

Derzeit lassen sich ca. 30 autochthone Rebsorten auf Korsika ausmachen. Recht verbreitet sind die roten Rebsorten Carcajolo Noir, Sciaccarello und Niellucciu (dem Sangiovese verwandt) und auch Minustrellu (verwandt mit Mourvedre). Bei den Weißweinen ist der Vermentinu (Vermentino) sehr bekannt. Neben den deutlich erkennbar autochthonen Rebsorten wie Sciaccarello, die wahrscheinlich schon von den Römern auf Korsika angebaut wurde, ist ein italienischer Einfluss ist auch ein jüngerer geschichtlicher Einfluss nicht zu übersehen.

Auch wenn der Rosewein auf Korsika durch die Touristen im Sommer sehr wichtig ist, probierten wir auf der ProWein einen Weißwein aus Vermentinu und vier Rotweine aus autochthonen Rebsorten. Bei den Rotweinen überrascht ihre Eleganz und Leichtigkeit. Die Alkoholgrade liegen selten höher als bei 12,5 Prozent. So kann man im Sommerurlaub so einen Rotwein leicht gekühlt trinken. Zur korsischen Küche passen diese Weine ebenso sehr gut. Diese ist von Wildgerichten (besonders Wildschwein) und Kräutern geprägt.

wein aus korsika comte peraldi

Bei den Rotweinen haben mir besonders der 1769 von der Domaine Vico (Clos Venturi) aus der Rebsorte Carcajolu Neru aus dem Jahrgang 2015 und der 2012er Sciaccerello Cuvee de Cardinal von der Domaine Comte Peraldi gefallen. Während der Carajolu Neru käutrig mit dunklen Beeren und einem fruchtigen Gaumen besticht, zeigt der Sciaccerello eine gewisse Lagerfähigkeit von Wein aus Korsika. Auch weil das Thema mir zuvor recht unbekannt war, fand ich dies eine sehr interessante Verkostung, die Peer F. Holm mit viel Detailwissen über die Insel und die dortigen Weine moderiert hat.

Glühwein selber machen

Freitag, 25. Dezember 2015

Glühwein selber machen
Glühwein gehört in die wunderschöne Weihnachtszeit. Zugleich ist dieses Getränk bei passionierten Weintrinkern nicht wirklich angesehen. Der Verdacht: Minderwertiger Wein wird mit Gewürzen und anderen Zutaten wie Zucker übertüncht. Industriell hergestellten Glühwein mag ich persönlich aus diesen Gründen gar nicht. Auch weil mir das einfach nicht schmeckt. Aber man kann eigentlich ganz einfach Glühwein selbst machen. Und das ohne Glühfix.

Noch so etwas zur Geschichte der Weinbereitung: Als vor zwei Jahrtausenden die Römer Wein anbauten, versetzten sie diesen nicht selten mit Gewürzen. Die Grundidee des Glühweins ist also alles andere als im Zeichen der industrialisierten Moderne zu sehen. Man kennt z.B. die Lage Ürziger Würzgarten an der Mosel. Genau dieser Hintergrund war namensgebend für die heute recht berühmte Riesling-Lage. Ob die Römer damals auch schon Glühwein tranken ist allerdings nicht überliefert.

Welchen Wein nehme ich für Glühwein?

Weihnachten ist immer eine Zeit wo man zusammenkommt und Geschichten erzählt. Meine lustigste bezüglich Glühwein ist, dass mich eine Asiatin mal fragte, ob sie denn einen Bordeaux für ca. 70 Euro auch für Glühwein nehmen kann. Also das verrückte ist, sie hätte es wirklich gemacht.

Für den Glühwein sollte man aus meiner Sicht gute, also saubere Grundweine nehmen. Das ist ähnlich wie wenn man Essen kocht. Nur mit billigen und schlechten Zutaten kommt niemals etwas Gutes zustande. Das ist selbst beim Selbstmachen von Glühwein so. Ich habe mich für die rote Literware vom Metzger entschieden. Das ist bei mir ein typischer Kochwein, von dem man in der Küche durchaus auch ein Glas trinken kann, während das Essen zubereitet wird. Wieso nicht auch in den Glühwein nehmen?

Die Hausmarke vom Metzger ist tatsächlich ein richtiger Schoppenwein: Sauber, nicht so viel Säure und soweit ganz ausgewogen fruchtig. Geschmackstiefe hat er nicht wirklich. Die Kosten liegen bei ca. 5 Euro für den Liter. Aber genau das sind die Eigenschaften den richtigen Grundwein für Glühwein. Auch vom Restzucker passt es soweit für mich. Diese pappensüßen Glühweine aus dem Supermarkt sind ohnehin nicht mein Ding.

Mein Glühwein-Rezept

Roter Grundwein, hier ein Cuvee aus der Pfalz
1/5 Orangensaft
Cardamom (am besten in Form von Kapseln)
Ein paar Wacholderbeeren
Wenig Zimt (am Stück)
Wenige Nelken

Alles in einen Topf, erwärmen, nicht wirklich kochen und fertig. Bei den Gewürzen ist es immer schwer Mengenangaben zu machen, da die Intensität mit der Zeit ja etwas nachlässt. Es gibt zwar auch jeweils Pulver, das finde ich aber etwas böld, weil es dann im Glühwein ist. Man könnte auch mal den Einsatz von Teebeuteln probieren.

Das war mein Beitrag zur heutigen Weinrallye zum Thema Glühwein auf Weihnachtsmärkten und/oder Glühwein selbst gemacht. Eine Zusammenfassung aller Blogbeiträge werde ich in den kommenden Tagen veröffentlichen.

Champagner-Verkostungen: Gosset, Bruno Paillard und Boizel mit Joyau de France

Freitag, 11. September 2015

Champagner Verkostungen Gosset Bruno Paillard Boizel mit Joyau de France
Auf der Weinfachmesse Vinexpo in Bordeaux habe ich reichlich Champagne verkostet. Das ist auch eine sehr gute Gelegenheit dafür. Anlass hierfür ist nicht nur, dass die Vinexpo-Studie im Vorfeld Schaumwein als ein besonderes Trendthema mit Wachstum auch besonders auf dem deutschen Markt hervorgehoben hat. Grund ist vielmehr, dass auf der Messe in Bordeaux viele Champagne-Erzeuger mit großen Messeständen vertreten sind. Zudem sind häufig auch die Inhaber vor Ort und können etwas über das jeweilige Haus erzählen.

Champagner Verkostung Gosset
Chronologisch rückwärts habe ich am fünften und letzten Tag der Vinexpo bei Gosset verkostet. Der Stand war mir zuvor einfach viel zu gut besucht und alle Mitarbeiter belegt. Gosset gilt mit seiner Gründung 1584 als das älteste Weinhaus in der der Champagne und wird heute in der 17. Generation betrieben. Mit mehr als einer Millionen Flaschen im Jahr ist Gosset einer der größeren Erzeuger in der Champagne, aber mit weitem Abstand zu den riesigen Häusern. Hier probierte ich zuerst das Flaggschiff, das ist der weiße Brut Reserve. Dieser besteht aus allen drei Rebsorten der Champagne mit einem Schwerpunkt auf Pinot Noir aus dem Bereich Ay. Er präsentiert sich frisch und zugleich voll. Man könnte fast an einen Holzeinsatz denken. Dies wird hier jedoch nicht verwendet. Vielmehr kommt ein hoher Anteil an Reserve-Weinen zum Einsatz, die diesem Champagner sehr ausgewogen gelingen lassen.

Champagner-Verkostungen: Gosset, Bruno Paillard und Boizel mit Joyau de France
Neben einem recht frühen Engagement für trockenen Champagner hat Gosset mit 11% einen hohen Anteil im Bereich Rose. Ich probierte noch den Petite Douceur Rose. Dieser als Extra-Dry klassifizierte Champagner ist ein neues Produkt bei Gosset. Nachdem die Champagne in der vergangen Zeit bei ihren Erzeugnissen immer trockener wurde, präsentiert sich dieser Rose nun mit 17g Restzucker. Das ist durchaus derzeitiger Zeitgeist, den man in seinem Frühstadium auch in Deutschland spürt. Sicherlich werden die Fans von Brut und Extra-Brut davon weitgehend unberührt bleiben. Der Petite Douceur Rose schmeckt aufgrund der Säure sehr schön erfrischend und überzeugt in einer fruchtigen Länge.

Champagner-Verkostungen: Eine Symphonie bei Bruno Paillard

Geht es nun vom ältesten Weinhaus der Champagne zum jüngsten Haus und einem zugleich recht bedeutenden Erzeuger. Bruno Paillard wurde erst 1981 gegründet. Das ist in der Champagne eher ungewöhnlich. Vor einigen Jahren erzählte mir der Inhaber einmal, dass er zu Beginn für seine Investitionen sein Auto verkaufte. Inzwischen ist der Erzeuger deutlich gewachsen. Bruno Paillard hat inzwischen 32 Hektar in allen Bereichen der Champagne im Eigenbesitz. 14 Hektar davon befinden sich in Grand Cru Lagen. Mit dem eigenen Besitz bestreitet man 60% der Produktion, was deutlich überdurchschnittlich ist. Ziel von Bruno Paillard war es immer nie mehr als 450.000 Flaschen jährlich zu produzieren. Sonst würde man die Übersicht verlieren. Bei dieser Marke ist man inzwischen angelangt.

Champagner Verkostung Bruno Paillard
Bruno Paillard ist auf der Vinexpo dreifach groß. Einmal merkt man es, wenn man ihm persönlich begegnet, ein zweites Mal, wenn man die Champagner (wie auf der Messe in Bordeaux) aus Magnumflaschen verkostet. Und groß ist auch was man im Glas hat. Ok, dass kann man dann nicht mehr in Metern ablesen. Beim „Basissegment“ – auch Premiere Cuvees genannt – hat mir ganz besonders positiv der Blanc de Blanc gefallen. Dieser besteht aus Grundweinen aus Grand Cru Lagen. Hier wird auch ein hoher Reserveanteil verwendet. Dazu stehen 25 Jahrgänge bis zurück ins Jahr 1985 zur Verfügung.

Champagner Verkostung Bruno Paillard
Magnum bei Bruno Paillard

Champagner-Verkostungen: Gosset, Bruno Paillard und Boizel mit Joyau de France
Ohne den Markttrends hinterherzurennen ist Bruno Paillard mit seinen Ideen der Zeit immer etwas voraus. Mit ca. 25% hat man einen besonders hohen Anteil beim beliebter gewordenen Rose (Durchschnitt der Champagne ca. 8%). Und Paillard war auch immer schon trockener als viele andere Schaumweine der Champagne. Der 48 Monate auf der Hefe liegende hervorragende Blanc den Blanc Grand Cru hat 5 Gramm Restzucker pro Liter. Aber was sind schon Analysewerte? Aus der Magnum ausgeschenkt zeigt sich dieser sehr feinperlig im Glas. In der Nase sind Zitrusnoten die von hellem floralen Geruch ergänzt wird. Der Gaumen ist fein von durch Kreide geprägter Mineralität geprägt. Der Blanc de Blanc Grand Cru von Bruno Paillard ist in seiner Länge frisch und belebend.

Champagner Verkostung Bruno Paillard
Ein zweiter Champagner hat mir hier zudem exzellent gefallen. Bei den Jahrgängen gibt es auch einen Blanc de Blanc (aktuell 2004). In dieser Kategorie hat es mir aber die Assemblage angetan. Ebenfalls aus 2004 besteht diese aus 58% Pinot Noir und 42% Chardonnay. Die Etiketten werden jedes erscheinende Jahr von Künstlern gestaltet. 2004 ist das Thema „Symphonie“. Diese zeigt sich mit verspielter Grapefruit hell floral. Am Gaumen ist er trocken und zugleich auch saftig. Das Finale (Nachhall) dieser Symphonie ist vielschichtig und verspielt. Dieser Champagner von Bruno Paillard gehört aus meiner Sicht zur Spitzenklasse und in sich sehr stimmig.

Champagne Boizel: Mit Joyau de France zurück ins Jahr 1982

Doch weiter geht es zum nächsten Champagne-Höhepunkt auf der Vinexpo. Bei Traditionshaus Boizel (Seit 1854) hatte man sich etwas Besonderes überlegt. Hier empfing mich freundlicher Weise Evelyne Roques-Boizel. Zu verkosten gab es eine kleine Vertikale des Spitzencuvee Joyau de France. An den Analysedaten kann man nachlesen, dass auch dieser über die Jahre etwas trockener wurde. Hatte man 1982 noch 9 Gramm Dosage, ist man 2000 bei 7 Gramm angekommen. Den Joyau de France gibt es nur in den Jahren wo er in hervorragender Qualität erzeugt werden kann erklärt Madame Roques-Boizel.

Champagner Verkostung Boizel mit Joyau de France
Traditionell besteht dieses Cuvee aus etwas mehr Pinot Noir und weniger als der Hälfte Chardonnay. Das ändert sich jedes Jahr graduell, da man versucht die Jahrgangsschwankungen hierdurch etwas auszugleichen. Das Hefelager ist sehr lange. So wurde der aktuelle Jahrgang des Joyau de France 2000 im Mai 2014 degorgiert. Manchmal lässt man dieses Cuvee aber durchaus 16 oder 18 Jahre auf der Hefe liegen. Ein kleiner Anteil von ca. 10% (bei jedem Jahr etwas anders) wurde in Holzfässern vinifiziert.

Ein Magnet am Stand von Champagne Boizel ist der Joyau de France aus dem Jahr 1982. Es ist selten, dass man so gut gereifte Champagner probieren kann. Dieser Jahrgang ist bei Boizel auch nur noch in Einzelflaschen vorhanden, die ausschließlich für den privaten Gebrauch eigesetzt werden. Und es ist wirklich erstaunlich wie gut der 1982er Joyau de France noch da steht. Madame Roques-Boizel erklärt dazu, dass man eigentlich nicht abschätzen kann, wie lange ein solcher Champagner noch Spaß macht. Er ist schon etwas dunkler geworden. In der Nase sind bei dem Joyau de France aus 1982 weiche Reifenoten mit Brioche, etwas Vanille und dezenter aber passender Firne. Am Gaumen ist er sehr voll zeigt aber über die Säure eine angenehme Frische. Dieser Champagner ist mit 33 Jahren noch erstaunlich lebendig.

Champagner Verkostung Boizel mit Joyau de France
Mein wirklicher Favorit bei Boizel war der 1989er Joyau de France. Madame Roques-Boizel schildert, dass dieser Champagner jung eigentlich deutlich im Schatten von 1988 stand, aber je mehr beide reiften zeigte sich, dass 89 außergewöhnlich und großartig wird. Er hat eine frische und sehr feine verspielte Nase mit vielfältigen Aromen. Am Gaumen ist der Joyau de France extrem harmonisch und zugleich lebendig. Ein Meisterwerk, dem man mit gewöhnlichen Begriffen aus der Welt der Früchte nicht beikommen kann. Von den 1989 gibt es leider keine Mengen mehr.

Champagner Verkostung Boizel mit Joyau de France
Aktuell vermarktet Boizel vom Joyau de France den Jahrgang 2000. Dies zeigt, dass man hierbei extrem qualitätsorientiert ist und dem Champagner viel Zeit auf der Hefe gibt. Entsprechend ist dieses Spitzencuvee fein und mineralisch balanciert. Die betonte Frische am Gaumen geht in eine erstaunlich verspielte Länge. Herausragend (ebenfalls auf dem Markt erhältlich) hat mit der 1995er Joyau de France gefallen. In der Nase habe ich Schwarze Johannisbeere, dezente Briochenoten mit feiner Hefearomatik wahrgenommen. Der Gaumen ist frisch aber außergewöhnlich fein. Das Finale bei diesem Spitzenchampagner von Boizel ist unerwartet weich und rund.

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen

Freitag, 3. Juli 2015

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen Jetzt gibt es Coravin. Eigentlich braucht man für den Spaß im Glas nur einen guten Wein, ein dazu passendes Trinkgefäß und einen Flaschenöffner. Dann kommt erst mal nicht viel. Dachte ich bevor ich Greg Lambrecht auf der internationalen Weinfachmesse Vinexpo in Bordeaux traf. Im eigentlichen Weinbusiness ist der Erfinder und Firmengründer recht neu. Es gab schon einige kleine Veranstaltungen, aber die Vinexpo ist auch die erste größere Gelegenheit in Europa bei der das neue Produkt Coravin vorgestellt wird.

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen
Dieses Produkt passt auf die Weinfachmesse. Eigentlich eher zufällig ist die USA das diesjährige Gastland der Vinexpo in Bordeaux. Hier ist der erste große Messeauftritt dieses Unternehmens. Bestimmt ist es nicht ganz zufällig. Die Vinexpo ist im Aufbruch in eine neue Zeit. Es gilt neue Entdeckungen zu machen. Ebenso sind Gründer wie Greg Lambrecht aus der Kleinstadt Burlington in Massachusetts archetypisch dafür etwas Neues zu schaffen.

Coravin: Das Weinentnahmesystem

In Bordeaux erzählt mir Lambrecht die Entstehungsgeschichte von Coravin. Und die ist ziemlich simpel, so wie auch die Grundidee des Geräts eigentlich sehr einfach ist. Alles begann als seine Frau Schwanger war. Eine Weinflasche – die man zuvor zu zweit gelehrt hatte (notfalls über Tage verteilt) – wurde einfach nicht leer. So landeten die Reste auch von guten Weinen regelmäßig im Ausguss. Wer hat schon noch Freude mit oxidiertem Wein?

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen
Etwas Neues musste her und so kam Lambrecht der Gedanke zu Coravin. So einfach die Grundidee ist, umso komplizierter ist eine präzise Umsetzung. Die Idee liegt nun schon mehr als 15 Jahre zurück. Seit dem tüftelte der Erfinder immer wieder. Es geht darum Wein aus der Flasche zu bekommen ohne jedoch großartig einzugreifen. Lambrecht kommt eigentlich aus der Medizin. Evtl. lag deswegen die Idee mit einer Nadel recht nahe. Es ist eher ein chirurgischer Eingriff. Um im Bild zu bleiben: Ziel eines Mediziners ist es nur das zu entnehmen was notwendig ist (z.B. krankhaftes Gewebe, oder Blut um dieses zu testen). Dabei soll jedoch und den alles andere möglichst gesund bleiben.

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen
Übertragen auf den Wein heißt dies: Ein minimaler Eingriff mit einer Nadel. Da fehlt nur noch ein Pflaster. Für Coravin ist dies das Edelgas Argon. Der angestochene Korken bleibt hingegen nach dem Entfernen der Nadel dicht. Die Entwicklung war recht aufwendig, wie Lambrecht schildet. Die Nadel muss aus dem richtigen Material sein, das Gas muss den richtigen Druck haben. Und welches Gas nimmt man eigentlich? Die Wahl fiel auf Argon, einem Edelgas, dass auch als Schutzgas bei der Weinherstellung und zur Haltbarmachung von Lebensmitteln eingesetzt wird. Und was für ein Material setzt man bei der Nadel ein? Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Korken können sehr unterschiedlich sein. Bei reifen Weinen ohnehin.

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen
Erst 2011 gründete Lambrecht nach langem tüfteln eine Firma. Erst kürzlich stiegen in einer dritten Finanzierungsrunde einige Investoren mit ca. 13 Millionen US-Dollar bei Coravin ein. Insgesamt hat das Unternehmen damit 39 Millionen Dollar erhalten. Jetziges Primärziel soll nach der Entwicklung nun die Vermarktung sein. Man spricht davon „die Art Wein zu servieren, privat zu genießen und zu verkaufen grundlegend zu ändern“. So durchdacht die Konstruktion des Gerätes ist: Das Ergebnis Coravin ist zugleich recht einfach in der Handhabung. Man setzt das Gerät oben auf die Flasche. Dann wird der Korken mit der Nadel durchstochen. Nun wechselt das Argon mit dem ausgeschenkten Wein. Nachdem die Nadel wieder entfernt wurde, ist die Flasche wieder absolut dicht. Man kann dieselbe Flasche auch mehrmals anstechen.

Das Weinentnahmesystem Coravin für Gastronomie, Handel und den privaten Weinliebhaber

Als Zielgruppen von Coravin sind die gehobene Gastronomie, der private Weinliebhaber und der Einzelhandel anvisiert. Bei allen drei Anwendungsbereichen kann dieses System einen Mehrwert erzeugen. So gut es alles bis hier her klingt: Das System ist leider nicht gerade billig. Für Menschen die sehr hochpreisige Weine trinken, verkosten oder verkaufen, kann es jedoch trotzdem eine sehr lohnenswerte Sache sein. Man kann mit Coravin ein und dieselbe Flasche Wein über Jahre in der Verkostung weiter verfolgen. Nach Aussagen der Hersteller gehen die Alterungsprozesse genauso weiter wie normal.

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen
Wir waren extra zu einem Tasting von Coravin nach Düsseldorf gefahren um dies zu überprüfen. Dabei wurden jeweils der Grüne Veltliner „Spiegel“ von Fred Loimer aus dem Jahrgang 2002 und der 1997er Brunello von der Cantina Costanti in jeweils fünf Gläser verteilt. In einigen dieser Gläser waren Weine aus Flaschen, die vor genau einem Jahr schon einmal mit Coravin etwas entnommen wurde. In anderen Gläsern war derselbe Wein aus einer ganz normal an diesem Tag geöffneten Flasche.

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen
Beim Tasting zeigen sich zwei Ergebnisse. Keiner der Weine war oxidiert oder in anderer Form negativ beeinflusst. Und auch bei der Abstimmung zeigte sich annähernd eine Gaußsche Normalverteilung. Ganz selten gelingt es Verkostern die mit Coravin angestochenen Flaschen zu erkennen. Der Unterschied ist allerdings extrem gering. Und gerade bei etwas älteren Jahrgängen hat man meist eine wesentlich größere Varianz der Einzelflaschen, als dies durch das System Coravin entsteht.

Coravin: Wein trinken ohne die Flasche zu öffnen
Ein wirkliches Problem bleibt aber noch. Denn als ich Lambrecht auf der Vinexpo in Bordeaux traf und wir uns über Coravin unterhielten, zeigte sich noch etwas anderes. Wie bezeichnet man eigentlich die angestochenen Flaschen? Wirklich geöffnet sind sie ja nicht. Und ganz normal verschlossen sind sie eigentlich auch nicht. Eher irgendetwas dazwischen. Evtl. könnte man diesen Wein als „coraviniert“ oder „gecoravint“ bezeichenen, so wie man ja auch etwas gegoogelt hat. Bei weiteren Ideen uns bitte eine Email schicken. Danke.