Amtliche Prüfungsnummer bei Wein (A. P. Nr.)
Freitag, 1. Dezember 2006Deutschland ist bestimmt das Land mit den am genauesten vermessenen Rebflächen. Schon vor knapp 150 Jahren hat man Weinberge genauestens erfasst. Und so braucht mit deutscher Gründlichkeit der Bürokratie alles eine Nummer. So auch der Wein. Daher muss bei jedem deutschen Qualitäts- und Prädikatswein eine Amtliche Prüfungsnummer auf dem Etikett verzeichnet sein. Sie gibt Aufschluss darüber, dass dieser Wein einer amtlichen Prüfung unterzogen wurde und deswegen den gesetzlichen Mindeststandards entspricht. Es ist an ihr die Prüfstelle, der Ort des Erzeugers, der Erzeuger und die Charge ablesbar. Als Beispiel nehme ich einen Riesling von Grünhaus mit der Nr: 3 536 014 27 03 [mehr...]

Diesen Wein gibt es neben einem anderen von Markus Molitor exklusiv nur bei Mövenpick-Weinland. Ich finde solche Exklusivvermarktungen nicht so schön, da man an einen Vertrieb gebunden ist (zumal die betreffende Kette nur in 12 Städten in Deutschland vertreten ist). Möglich wird der Exklusivvertrieb durch die Vielfalt der verschiedenen Bezeichnungen von Molitor. Das W bei diesem Riesling steht für die überwiegend wurzelechten Reben an den Steillagen der Mosel.
Ein großer Streitpunkt besteht in dem Art des Verschlusses der Weinflaschen. Traditionell ist es der Korken, der – wie der Name schon sagt – aus Naturkork besteht. Dieser wird aus der Rinde der Korkeiche geschnitten. Doch ein ärgerliches Problem beim Kork ist die Gefahr des häufigsten und gleichnamigen Weinfehlers. Das Problem besteht in einer Ablagerung von 2,4,6-Trichloranisol (TCA) in dem Kork, der sich dann in den Wein mischen kann und einen schimmlig-muffigen Geruch und Geschmack erzeugt. Dadurch wird der schönste Wein ungenießbar. Über diese Feststellungen hinaus scheiden sich die (Wein-)Geister.
Schwerpunkt Beaujolais
Schwerpunkt Brunello 2006 
Schwerpunkt Riesling Großes Gewächs 2010
