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Colombard

Colombard ist eine weiße Rebsorte mit historisch eher durchschnittlichem und zum Teil zweifelhaften Ruf. Wirklich große Weine bringt sie jedenfalls nicht hervor. Aus ihr können relativ säurebetonte, alkoholreiche und einfache Weißweine entstehen. Diese können jedoch auf einem sauberen Tafel- bzw. Landweinniveau sein. Colombard ist ertragreich und anfällig für Mehltau. Ihr Ursprung liegt in Frankreich, wo sie historisch vor allem zur Erzeugung von Cognac und Armagnac verwendet wurde. Besonders der Ertragsreichtum dieser Rebsorte ist hierbei eine sehr nützliche Eigenschaft. Durch moderne Produktionstechnik veränderte sich der Ruf dieser Rebsorte. Nunmehr werden trockene Weißweine aus ihr erzeugt, die mit vielschichtiger Fruchtigkeit und moderaten Alkoholwerten recht beliebt sind.

Weltweite Verbreitung von Colombard

Derzeit sind weltweit ca. 40.000 Hektar mit der Rebsorte bestockt. Neben der weiteren Verwendung zur Destillation zu Cognec, wird sie in einigen Gebieten von Frankreich als Verschnittpartner mit anderen Rebsorten verwendet. Besonders im Bereich der Cascogne ist Colombard häufig im Cuvee mit Ugni Blanc (in Italien als Trebbiano bezeichnet) zu finden. In einigen Bereichen von Bordeaux finden sich zudem einige Anpflanzungen, da sie hier im Cremant de Bordeaux Verwendung findet. Die Rebsorte wird jedoch auch in Übersee angebaut. Unter anderem ist sie in Kalifornien (unter dem Namen French Colombard), Südafrika (Colombar) und Australien zu finden. In Kalifornien wird ebenso wie in den französischen Regionen Cognac und Armagnac Brandwein aus Colombard erzeugt. Derzeitiger Kenntnisstand über die Abstammung ist, dass diese Rebsorte durch eine spontane Kreuzung von Gouais Blanc und Chenin Blanc entstanden ist.


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© Thomas Günther / weinverkostungen.de
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