Amtliche Prüfungsnummer bei Wein (A. P. Nr.)

Mit deutscher Gründlichkeit der Bürokratie braucht alles eine Nummer so auch der Wein. Daher ist bei jedem deutschen Qualitäts- und Prädikatswein eine Amtliche Prüfungsnummer auf dem Etikett verzeichnet sein. Sie gibt Aufschluss darüber, dass dieser Wein einer amtlichen Prüfung unterzogen wurde und deswegen den gesetzlichen Mindeststandards entspricht. Es ist an ihr die Prüfstelle, der Ort des Erzeugers, der Erzeuger und die Charge ablesbar. Als Beispiel nehme ich einen Riesling von Grünhaus mit der Nr: 3 536 014 27 03
3 = Prüfstelle
536 = Ort des Erzeugers
014 = Erzeuger
27 = Geprüfte Partie
03 = Jahr der Prüfung bzw. der Beantragung der Prüfung (es handelt sich hier allerdings um den Jahrgang 2002, der 2003 abgefüllt wurde)

Die Prüfnummern in einigen Weinregionen (z.B. in Baden und Sachsen) anders gestaltet.

© Thomas Günther / weinverkostungen.de
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16 Kommentare zu “Amtliche Prüfungsnummer bei Wein (A. P. Nr.)”


  1. Florian Rückerl
    Donnerstag, 3. Juli 2008 16:53
    1

    Ich habe von einem bekannten eine weinflasche bekommen
    mit der Amtlichen Prüfungsnummer

    4 907 217 149 75

    Würde gerne wissen ob dass ein Edles Tröpfchen ist !!


  2. weinverkostungen.de
    Donnerstag, 3. Juli 2008 21:17
    2

    Sehr geehrter Herr Rückerl,
    eine Angabe des Weinzers würde da schon etwas helfen. An der letzten Zahl 75 kann ich jedoch sehen, dass es sich sehr wahrscheinlich bei dem Wein um den Jahrgang 1974 handelt. Der war eigentlich sehr schlecht. Aber genaueres kann ich so nicht sagen. Bei alten Weinen ist eine Bestimmung des Wertes ohnehin meist sehr schwer. Und es gibt sehr viele Sachen, die nicht mehr trinkbar sind.

    Wie ich an den ersten drei Zahlenblöcken sehen kann, handelt es sich vermutlich um einen Wein aus Rheinhessen aus einer Kellerei. Ich währe skeptisch, dass dieser Wein wertvoll ist. Aber alle Angaben hier sind Vermutungen und ohne Gewähr.

    Viele Grüße
    Thomas Günther


  3. Sven Kmetsch
    Sonntag, 13. Juli 2008 14:41
    3

    Hallo, ich habe eine Flasche 1985er Niersteiner Rehbach Riesling Spätlese von meinem Opa bekommen. Wollte wissen ob man Ihn noch trinken kann. Er hat auch ein Deutsches Weinsiegel mit einem Grossen Preis auf dem Etikett.
    Gruß


  4. weinverkostungen.de
    Sonntag, 13. Juli 2008 15:07
    4

    Zu dem Jahrgang und wie dieser in Rheinhessen war, kann ich leider nicht sehr viel sagen. Spätlesen eignen sich jedoch gut zum lagern. Auch die Rebsorte Riesling ist dafür sehr gut geeignet. Säure und Zucker tun hier ihren Dienst. Es ist sicherlich noch etwas abhängig vom der Handfertigkeit des Erzeugers. Gerade in Rheinhessen ist dies ja sehr gemischt.

    Wein wird jedoch nie giftig, er schmeckt gealtert jedoch nicht immer und jedem.


  5. Sven Kmetsch
    Sonntag, 13. Juli 2008 15:13
    5

    Danke für die schnelle Antwort. Der Erzeuger ist die Rheinfront eg. Konnte leider keine Referenzen zu diesen Erzeuger finden. Ich bin auch eher ein Neuling in Sachen Wein.Würde von daher gerne Wissen ob es sich lohnt den Wein noch weiter zu kagern, zu trinken oder ob er Wertvoll sein kann?


  6. weinverkostungen.de
    Sonntag, 13. Juli 2008 15:57
    6

    Bei dem Wert würde ich eher von einer kleinen Summe ausgehen. Es gibt sehr wenige Weine von Genossenschaften, die irgend einen besonderen Wert haben. Lagern bringt eigentlich nur selten etwas. Das ist bei einigen Bordeaux-Weinen sinnvoll und bei Eisweinen etc.. Bei Spätlesen ist das jahrgangsabhängig. Wie schon erwähnt 1985 sagt mir nicht viel. Zudem muss man auch reife Weine mögen.


  7. Helmut Grab
    Freitag, 17. Juli 2009 11:18
    7

    Können unter derselben A.P.Nr. zwei verschieden aufgemachte Weine, 12% bzw. 12,5% alc., mit ansonsten identischer Definition auf den Markt gebracht werden?


  8. weinverkostungen.de
    Freitag, 17. Juli 2009 21:32
    8

    Man kann einen Wein mit der selben AP-Nr mit verschiedenen Ausstattungen vermarkten. Das passiert in Auslandsvertrieb oder wenn ein Vermarkter eigene Anforderungen hat (aus einem Rotschiefer wird bsp. ein Red Slate; auch Etiketten werden marktgerecht abgeändert). Einige Sekt-Kellereien machen z.B. auf Wunsch Schaumwein mit Etikett nach Wunsch. Die AP-Nr. wird für so etwas (Auflage 100 oder so) natürlich nicht eigens erstellt, ist also auf mehreren dieser Sonderabfüllungen vorhanden.

    Mit unterschiedlichen Alkoholangaben kann ich mir das im deutschen Verkauf nebeneinander nicht vorstellen. Ein Fall könnte sein, dass ein Winzer 12,26% falsch rundet und kennzeichnet. Dann müsste jedoch die gesammte Ware zurückgeholt werden und dann geändert werden. Zudem wird nicht in allen Ländern auf halbe Prozente gerundet.

    Was jedoch wesentlich häufiger passiert, als diese Ausnahmefälle, ist dass eine Weinbezeichnung (also: Weingut XY, Riesling trocken QbA) mit unterschiedlichen AP-Nummern auf dem Markt ist. Das passiert, wenn ein hoher Bedarf eines Weins auf dem Markt vorhanden ist, jedoch in dieser Menge nicht ausgebaut werden kann. Problem dabei: Weine schmecken trotz identischer Bezeichnung nicht immer gleich.


  9. Schülle Gerhard
    Donnerstag, 29. Oktober 2009 15:15
    9

    Ich habe eine 3L flasche Weinbrand bekommen und möchte gerne wissen was die
    A.P.Nr. RH 03 87 061 zu bedeuten hat.
    Vielen Dank im vorraus.


  10. Thoralf
    Sonntag, 15. November 2009 14:00
    10

    Hi,
    habe hier eine Fasche Mumm 1997 Wallufer Walkenberg Rheingau-Riesling Brut. Cuvee de Prestige Nr. A0565 von 6000. A-P.Nr. H101 36 00.
    Riesling Lagersekt.
    Ist der Sekt noch zu gebrauchen bzw. kann er an Wert gewinnen?
    Gruss
    Thoralf


  11. weinverkostungen.de
    Sonntag, 15. November 2009 18:28
    11

    @Toralf:
    Den Sekt kann man noch trinken. Er wird ja nicht giftig. Jedoch wird er wahrscheinlich nicht jedem schmecken. Die Perlage lässt mit dem Alter deutlich nach. Man spricht dabei davon, dass der Sekt müde wird. Firne sind bestimmt auch vorhanden.

    Zugleich ist zu bemerken, dass G.H. Mumm aus Johannisberg (hat nichts mit der Sektkellerei Mumm zu tun) ein sehr namenhafter Erzeuger ist. Lagensektsorten – zudem aus so hervorragenden Lagen – sind recht selten. Das Lesegut ist bestimmt sehr reif gewesen. Die Flasche wurde 2000 degogiert (letzte beide Nummern). Ich hätte die Flasche 2002 oder 2003 zu einem guten Anlass aufgemacht.

    Was den Wert betrifft, kann man da nicht viel zu sagen. Man braucht immer einen konkreten Käufer dazu. Alle solche Angaben nutzen sonnst nichts (man kann teilweise alte Weine für 10 Euro kaufen, die in Preislisten bei z.B. 80 Euro stehen). Und an gelagertem deutschen Sekt gibt es nicht viele Interessenten (anders als z.B. bei edelsüßen Stillweinen). Zudem ist das ja auch immer für den Käufer relevant, dass die Flaschen fachgerecht gelagert wurden.


  12. JPeter
    Montag, 28. Dezember 2009 11:06
    12

    Hallo,

    ich habe einen Weinbrand “Alte Zunft” V.S.O.P. alter Weinbrand von einer gewissen Romeo Reichsgraf von Thun-Hohenstein GmbH Wahlstedt bekommen. Er hat die A.P.Nr.: NW 161874.
    Ist das was wertvolles, oder eher was für den Ausguss?

    Danke schon mal im voraus


  13. weinverkostungen.de
    Freitag, 1. Januar 2010 17:22
    13

    @JPeter:
    Mit Weinbrand kenne ich mich bezüglich der A.P.Nr. nicht wirklich aus. Das ist auch ein sehr weites Feld, weil es dabei viele keinere und unbekanntere Erzeuger gibt, die aber durchaus hochwertig sein können.


  14. k-lars
    Freitag, 8. Januar 2010 23:55
    14

    hallo.

    ich habe einen Spätburgunder mit der A.P.-nr. 043 81 05 könnt ihr mir vllt sagen wie viel der kostet und on es ein guter wein ist?

    thx


  15. Sabrina
    Freitag, 9. Juli 2010 09:43
    15

    Hallo ich hab mal ne frage ich hab ne menge alte weine im kelle und würde da gern mehr drüber erfahren und voralen ob sie noch trinkbar sind das sind alles weine so um 1975 und 1976 liegend und dunkel leicht moderigem keller gelagert…
    eine der A.P. nr. 19071831276
    MFG
    Sabrina


  16. Sliwi
    Mittwoch, 28. Juli 2010 15:49
    16

    Gibt es die Möglichkeit, an Hand der Erzeuger-Nr.den Winzer oder die W.-Genossenschaft zu erkunden? Der Vertieb ist bekannt, nennt natürlich seine Bezugsquellen nicht. Im Net habe ich bisher keine Auflistung gefunden.

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