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Eiswein

Eiswein ist sehr hochwertiger Wein. Die Trauben müssen bei der Lese gefroren sein. Sie dürfen nicht nur in Teilen Deutschlands und in Österreich maschinell geerntet werden. Ein Eiswein muss mindestens den Anforderungen des Mostgewichts von Beerenauslesen erfüllen. Er wird aufgrund der Qualität und des Preises häufig in halben Flaschen vermarktet. Eisweine können bis über einhundert Jahre gelagert werden. Eine häufig verwendete Rebsorte ist der Riesling. Dabei ergibt sich aus der Säure und dem hohen Zuckeranteil ein interessantes Geschmacksbild. Aufgrund der klimatischen Veränderungen verringert sich die Wahrscheinlichkeit und Menge des Eisweins in Deutschland. Im Januar geerntete Trauben werden als vorhergehender Jahrgang vermarktet. Der Eiswein ist die höchste Prädikatsstufe bei den deutschen Weinen. Vor ihm kommen Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese und Trockenbeerenauslese.


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© Thomas Günther / weinverkostungen.de
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Eiswein

 

5 Kommentare zu “Eiswein”


  1. Weinschreiber
    Montag, 12. März 2007 19:05
    1

    Und solch in der Produktion aufwändige Weine bietet Aldi für 5,99 € an. Wer es glaubt…


  2. Bernhard
    Montag, 12. März 2007 23:58
    2

    Da es beim Eiswein ja primär auf das Gefrieren und weniger oder gar nicht auf die Selektion des Lesegutes ankommt darf in Österreich Eiswein maschinell geerntet werden.

    Und wenn ich folgenden Artikel richtig deute, dann gilt das auch für Teile Deutschlands:

    http://www.wormser-zeitung.de/rhein-main/objekt.php3?artikel_id=1723152

    Den habe ich übrigens hier im Winzerblog gefunden:

    http://winzerblog.de/archiv/60-60/

    Grüße

    Bernhard


  3. weinverkostungen.de
    Dienstag, 13. März 2007 00:11
    3

    Lieber Bernhard,
    danke für den Hinweis und den Link. Das erklärt natürlich zum Teil die Preise im Diskont. Da kann man ja mal auf die Etiketten schauen aus welchen Bundesländern der kommt. Trotzdem scheinen mir 5,99 immer noch recht günstig zu sein, wenn man die Erntemengen aufgrund der Erderwärmung sich anschaut. Hier gibt es noch eine eindrückliche Statistik zu den Erntemengen.

    Viele Grüße
    Thomas


  4. Winzerblog
    Dienstag, 13. März 2007 00:38
    4

    Das mit den Preisen hat natürlich auch mit der Erntemethode zu tun, aber eigentlich hat es einen anderen Hintergrund das es billige Eisweine gibt.
    In Deutschland werden die Hektarhöchsterträge auf die gesamte Rebläche eines Betriebes berechnet.
    Hat ein Winzer 1ha Dornfelder und 1ha Huxelrebe, kann er die Gesamtmenge von 2ha alleine aus dem ha Dornfelder rausholen und die Huxel hängen lassen.
    Das ist leider gängige Praxis.
    Ist doch noch ein bischen Platz im Kontingent und es gibt Frost ist Eiswein ein nettes Taschengeld obendrauf. Das Geld wurde ja schon mit der Dornfelderernte verdient.
    Alle normalen Mechanismen, Risiken und Kalkulationen einer Eisweinernte werden hier ausgehebelt.


  5. weinverkostungen.de
    Dienstag, 13. März 2007 10:59
    5

    Hallo Thomas,
    das ist ja auch eine Information, die man kaum erhält. Hier http://www.wernerelflein.de/?p=12 hat der Blogger-Kollege Werner mal die Eisweine von Aldi verkostet. Vergnügen scheint es ihm nicht bereitet zu haben. Die Vermutung der Herkunft aus Rheinland-Pfalz (Rheinhessen) wo der Einsatz von Vollerntern juristisch und technisch möglich ist, hat sich damit auch bestätigt.

    Fragt sich nur was die Winzer, die die Entwertung des Eisweins durch solche steuerlichen sowie technischen Methoden nicht gerne sehen, dagegen machen (können).

    Viele Grüße
    Thomas