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Esterhazy Pinot Noir

Diese Flasche erstand ich mit einiger Skepsis im Supermarkt. Bis auf das Jahr 1758 ist keine weitere Jahresangabe auf der Flasche vermerkt. Da dies nicht das Jahr der Erzeugung ist, fragte ich bei Esterhazy in Österreich an. Ohne Ergebnis! Entweder weis man das dort selbst nicht so genau oder man geht grundsätzlich nicht auf Anfragen ein. Das soll der Freude mit dem Wein keinen Abbruch machen. Der Pinot Noir Cuvee Reserve zeigt sich in einer tiefgründigen Blumigkeit. Diese erinnert schon fast an Rosenwasser oder lila Flieder. Dabei wirkt dieser Wein von Esterhazy aber angenehm und keineswegs aufgesetzt. Der Pinot Noir ist sehr weich. Später kommt noch etwas hintergründige Nelke auf die Zunge. Für den Preis handelt es sich um einen hervorragenden Wein.

Esterhazy Pinot Noir
Österreich – Burgenland – Neusiedlersee-Hügelland
Erzeuger: Esterhazy Wein GmbH&CoKG
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13%
Jahrgang: 2006
Einkaufspreis: 6,00 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Supermarkt


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© Thomas Günther / weinverkostungen.de
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Esterhazy Pinot Noir

 

3 Kommentare zu “Esterhazy Pinot Noir”


  1. anita roilo
    Samstag, 13. September 2008 19:57
    1

    sehr geehrte,
    auch ich habe heute diesen Wein in eile gekauft. zu hause war auch ich überrascht, denn niemals vorher kaufte ich wein, ohne den jahrgang zu kennen.
    mich würde nur grundsätzlich interessieren, warum kein jahrgang angeführt ist, den grund kann ich nicht erkennen.
    ich war in saint-emilion.

    ihrer rückäußerung sehe ich gerne entgegen
    roilo anita


  2. weinverkostungen.de
    Sonntag, 14. September 2008 12:00
    2

    Sehr geehrte Frau Roilo,
    diese Frage hatte ich damals auch an das Weingut Esterhazy gestellt. Die Antwort dauerte leider ein klein wenig und so habe ich sie nicht nachträglich zum Artikel hinzugefügt. An aber Interesse daran nicht nur von mir besteht, werde ich es nachholen und aus der Email zitieren:

    “Im Unterschied zum Pinot Noir Classic trägt der Pinot Noir Cuvée Reserve keinen Jahrgang, da er sich aus unterschiedlichen Jahrgängen zusammensetzt. Ziel ist es, einen Wein mit einem konstanten Geschmacksbild anzubieten, ähnlich einem Standardbrut in der Champagne.

    Dieser Wein wird viermal im Jahr gefüllt. Da er etwa ein Monat nach Füllung bereits in den Verkauf gelangt (und dann vermutlich auch recht schnell konsumiert wird) wollen wir sicherstellen, dass der Wein zu diesem Zeitpunkt jugendliche Frische mit optimaler Trinkreife verbindet.”

    So ein Verfahren ist nicht sehr weit verbreitet. In Österreich ist es offensichtlich auch zulässig. Bei dem von mir damals verkosteten Wein war da auch keine negative Auswirkung zu spüren. Problematisch ist nur, wenn diese Flaschen lange im Handel bleiben und man als Käufer nicht erkennen kann, von wann die jeweilige Flache ist. Beim Pinot Noir ist das ganze jedoch meist nicht bedenklich.

    Viele Grüße
    Thomas Günther


  3. Michael Schilcher
    Dienstag, 3. März 2009 17:30
    3

    Diesen positiven Eindruck kann ich leider nicht bestätigen. Mittlerweile 7 € im Supermarkt, Verschluss leider überdreht (long cap) und kaum zu öffnen, das Ergebnis nur schlimm: eine klebrige Marmeladenplörre ohne alles, was es in dieser Preisklasse von einem richtigen Winzer gibt, der Weine nicht geschmacksgleich macht.
    Undifferenziertes Beerengemüse, keine Tiefe, kein Abgang, für mich ein NoGo.

    Michael