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Falstaff Weinguide 2009/2010 erschienen

Zum 12. mal ist nun der Falstaff Weinguide erschienen. Er gilt als Standardwerk für Wein aus Österreich. Der Falstaff führt als umfangreichster Weinguide durch die Anbaugebiete in Österreich und Südtirol. Im der aktuellen Ausgabe 2009/2010 werden ca. 3.000 Weine von fast 500 Weingütern anschaulich bewertet und beschrieben. Im Falstaff Weinguide werden vor allem die Weine betrachtet, die 2009 auf den Markt kommen. Der Fokus liegt also zumeist auf Weißweine aus 2008 und die Rotweine von 2007.

Trend leichte Weine
Erstmals wird im Fallstaff Weinguide den leichten Weinen als gesonderter Kategorie Beachtung geschenkt. Damit sind Weißweine mit weniger als 13 Prozent Alkohol gemeint. Peter Moser vom Falstaff Weinguide erklärt dazu: “Die besten dieser leichteren Weine aus Österreich sind heuer bewusst mit höheren Punkten bedacht worden”. Dadurch soll der Wert dieser Weine unterstrichen werden.

Fünf Sterne für acht Weingüter
Die Sterne-Klassifizierung sieht Moser als bewährt an. In der aktuellen Ausgabe des erhalten acht Weingüter die höchste Auszeichnung mit fünf Sternen. Aus der Wachau haben drei Weingüter diese höchste Kategorie erreicht: Weingut Franz Hirtzberger (Spitz), Weingut Knoll (Unterloiben) und Weingut F. X. Pichler (Oberloiben). Im Burgenland wurde diese Ehre ebenfalls drei Betrieben zuteil. Dies sind vom Neusiedlersee das Weingut Gernot und Heike Heinrich (Gols) und der Weinlaubenhof Kracher (Illmitz). Das Weingut Kollwentz (Großhöflein) aus Neusiedlersee-Hügelland erheilt ebenfalls fünf Sterne. Der Falstaff Weinguide sieht aus dem Kamptal das Weingut Bründelmayer (Langenlois) und aus der Südsteiermark das Weingut Tement (Berghausen) in der Spitzenkategorie.

Besonders lesenswert im Falstaff sind die Darstellungen der Weingüter. Die hochwertigen Weine werden zudem nicht nur mit Punkten bewertet, sondern auch umfangreich beschrieben. Für deutsche Leser gibt es im Serviceteil des Falstaff auch die Bezugsquellen für die Weine aus Österreich in Deutschland. Natürlich finden sich unter den 1.500 Bezugsquellen auch viele Weinhändler in Österreich, der Schweiz und Lichtenstein.

Falstaff Weinguide 2009/2010 Österreich Südtirol, Kosterneuburg, Juli 2009, 709 Seiten, 16,90 Euro


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Falstaff Weinguide 2009/2010 erschienen

 

3 Kommentare zu “Falstaff Weinguide 2009/2010 erschienen”


  1. derUltes
    Sonntag, 2. August 2009 22:06
    1

    Interessant beim Falstaff ist im Vergleich zu deutschen Weinführern die deutlich höhere Auflage (ca. 30.000)!


  2. weinverkostungen.de
    Montag, 3. August 2009 11:13
    2

    @derUltes:
    Die Zahl ist zudem beachtlich, wenn man sieht, dass es für den Falstaff wesentlich weniger Winzer gibt, die ihn dann kaufen um zu schauen wie sie erwähnt werden. Beim aktuellen Gault Millau sind es ca. doppelt so viele.

    Man kann auch einige andere Dinge vergleichen. Die Qualität der jeweiligen Verkostungen möchte ich dabei aber außen vor lassen. Aber die äußere Gestaltung des Weinguides ist doch sehr unterschiedlich. Der Falstaff ist übersichtlich und ansprechend durchgehend in Farbe. Beim Gault Millau hingegen gibt es immer mehr Sonderpreise und man muss ihn schon kennen um ihn den Aufbau zu verstehen.

    Der Eichelmann hingegen schafft seine Unübersichtlichkeit durch eine Menge Kleinanzeigen. Bei beiden deutschen Weinguides sind die Texte viel zu eng gesetzt. Man will einfach vielzuviel auf den trotzdem zahlreichen Seiten unterbringen. (Wahrscheinlich wegen der Käuferschaft Winzer, der Endverbraucher bleibt dabei aber auf der Strecke.)

    Vor ca. 15 Jahren war das beim Gault Millau auch noch anders. Da war er wesentlich dünner, weniger Sonderpreise … Aus meiner Sicht hat man sich da verzettelt. Nun kann man nicht vom Umfang eines Weinguides auf das Qualitätsniveau der Weine aus dem behandelten Land schließen.

    Noch zu der Auflage des Falstaff: Da ist es bestimmt auch sehr interessant, wie viel davon in Österreich und wie viel in Deutschland verkauft wird. Der deutsche Markt und z.B. die ProWein sind für österreichische Winzer extrem wichtig. Auf der ProWein kann man das auch daran ablesen, dass – obwohl internationale Weinfachmesse – in der österreichischen Halle nur deutsch gesprochen wird und sich alles an Vertriebswege in Deutschland orientiert.


  3. Thomas
    Montag, 3. August 2009 22:13
    3

    Erfreulich ist auch, dass gerade meine Lieblingssorte – Sauvignon Blanc – verstärkt in den Mittelpunkt gerückt ist und hierbei hervorragende Weine anzutreffen sind.