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	<title>weinverkostungen.de - Weinproben - Verkostungen von Wein</title>
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	<description>Wein verkostet</description>
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		<title>ProWein 2013 Messesplitter</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 20:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[ProWein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ProWein war auch in diesem Jahr wieder einmal eine Messe der Superlative. Die Messe Düsseldorf schafft es beständig die Veranstaltung auszubauen: Größere Fläche, mehr Aussteller, neues Hallenkonzept und noch mehr Besucher. Während bei den deutschen Messebesuchern die Zahlen bei ca. 26.000 dauerhaft stabil zu blieben scheint, gab es erneut einen stärkeren Andrang an Besuchern [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-2013-messesplitter.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Die ProWein war auch in diesem Jahr wieder einmal eine Messe der Superlative. Die Messe Düsseldorf schafft es beständig die Veranstaltung auszubauen: Größere Fläche, mehr Aussteller, neues Hallenkonzept und noch mehr Besucher. Während bei den deutschen Messebesuchern die Zahlen bei ca. 26.000 dauerhaft stabil zu blieben scheint, gab es erneut einen stärkeren Andrang an Besuchern aus aller Welt. Bei einem Zuwachs von insgesamt 6% unterstreicht die ProWein 2013 mit einem Anteil von 40% an internationalen Besuchern noch deutlicher als zuvor ihre Rolle als weltweite Leitmesse. Entsprechend gut gefüllt waren die Messehallen am Rhein drei Tage lang. Zwar war es etwas schwierig sich erstmal neu zu orientieren – vor allem die vom Licht durchflutete  Halle 6 war neu aufgestellt (kein Übersee und Spanien, sondern deutsche Aussteller) – das Hallenkonzept ist jedoch schlüssig.<span id="more-8691"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-gambero-rosso.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Doch die ProWein beginnt seit einiger Zeit inoffiziell schon einen Tag vorher. Neben vielen anderen Veranstaltungen scheint sich besonders die Präsentation der deutschsprachigen Ausgabe des Gambero Rosso zu etablieren. Weinmesse und Weinführer bekräftigten, dass sie beidseitig von diesem Event profitieren und dies so auch fortsetzen wollen. Für den Messebesucher ergibt sich der Vorteil, dass er schon am Vortag einige der besten Weine Italiens probieren kann. 140 Weingüter aus 20 Regionen waren aus Italien angereist um ihre Weine mit den begehrten drei Gläsern im Gambero Rosso 2013 anzubieten. Für uns war dies eine gute Gelegenheit mal die kleineren und in Deutschland unbekannteren Regionen Italiens zu erkunden.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/bordeaux-prowein.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Und auch an den einzelnen Ständen auf der ProWein gab es reichlich erfreuliche Dinge. Wir begannen den ersten Tag mit einem Schulbesuch in der „Ecole du Vin“ von Bordeaux. Sandra Junker zeigte hier eine Auswahl aus den „100 Bordeaux für jeden Anlass“. Dabei handelt es sich um Weine im Preissegment zwischen 5 und 20 Euro, die von Verkostern um Markus Del Monego MW ausgesucht werden. Besonders dieses Preissegment in Bordeaux verdient wesentlich mehr Beachtung. Über die Grand Crus spricht man wesentlich häufiger. Bei ca. 60% des Umsatzes von Bordeaux machen sie jedoch nur eine Menge von 3% aus. Frau Junker präsentierte in der Weinschule jedoch Weine, die auch angesichts des Preises Spaß machen können.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wm-brasilien.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Der Messeauftritt von Brasilien stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft. So konnte man hier mit einem kleinen Heft von Stand zu Stand gehen und die Weine verkosten. An jedem Stand gab es einen Stempel. Für alle, die diesen „Passport to Brasil“ ausgefüllt hatten, gab es jeden Messetag die Möglichkeit eine Reise zur WM nach Brasilien zu gewinnen. Doch die Brasilianer können nicht nur Fußball, sondern auch Wein: <a href="http://weinverkostungen.de/exotenprobe-auf-dem-vinocamp-eine-weinreise-in-60-minuten-um-die-erde/">So haben wir den Schaumwein von Casa Valduga zuvor schon mal in einer Exotenprobe eingebaut.</a> Derzeit ist Deutschland mit 13% einer der wichtigsten Exportmärkte für Brasilien. Das sportliche Ziel ist mit einer Verdopplung bis 2016 vorgegeben.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-bruno-paillard.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Wenig später finden wir uns in der Champagne wieder. Hier gab es beim jüngsten Champagnerhaus Bruno Paillard wunderbare Tropfen aus drei Jahrzehnten. Das waren 2002, 1999, 1995 und 1989. Alles vier sind noch recht frisch da. Bei dem ältesten Champagner aus 1989 sollte man erwähnen, dass er 12 Jahre auf der Hefe lag, was sein Alter zur einen Hälfte erklärt. Die andere Hälfte ist die hohe Qualität bei Bruno Paillard. Und eine dritte Hälfte, die den Charme dieses Champagnerhauses ausmacht, sind die Künstleretiketten. Mit diesen wunderbaren Bildern mit Titeln wie „Seerose“ oder „Liebe und Seide“ gerät man ins schwärmen über die Kunstwerke in den Flaschen. Und das jenseits der bekannten Weinsprache.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-patrick-johner.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Weiter geht es nach Neuseeland. Diese recht junge Weinnation ist besonders mit ihren Sauvignon Blancs auf dem deutschen Markt beliebt. Die Region Marlborough ist hierzulande sehr bekannt. Das ist nicht verwunderlich, so handelt es sich um die flächenmäßig größte Weinregion in Neuseeland. Zudem ist dort der Anteil von Sauvignon Blanc am höchsten. Resultierend findet man in Deutschland Konsumweine um 6 Euro pro Flasche bis zu Kultweinen wie den Cloudy Bay. Doch wir interessierten und für Pinot Noir aus Neuseeland. Diese machen zwar nur 9% an der Erzeugung aus, es handelt sich jedoch um die wichtigste rote Rebsorte des Landes, die zudem in den vergangenen Jahren eine immer stärkere Nachfrage weltweit erfahren hat. Dominik Trick und Patrick Johner (Foto) moderierten eine Verkostung von 7 Weinen aus verschiedenen Regionen/Subregionen von Neuseeland.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-pinot-noir.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Dabei war nicht nur beeindruckend, wie jung und dynamisch die Weinerzeugung hier noch ist. Auch die geschmackliche Vielfalt überraschte. Zwei Pinot Noirs gefielen uns besonders gut. Da ist zum einen der 2009er von Palliser Estate in Wairarapa (Martinborough). Dieser zeigt sich mit runder Frucht von Pflaume bis Kirsche in der Nase. Frische Säure umspült den Gaumen. Der Pinot aus Martinborough präsentiert sich mit kräftigen Tanninen. Die zweite Entdeckung war der 2010er „Road Ridge“ von Auntsfield. Dieser Pinot Noir kommt aus dem Southern Valley von Marlborough. Dieser ist mit reifer roter Johannisbeere schön rund in der Nase. Eine lebendige Säure zeigt sich am Gaumen. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-apulien.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Wieder zurück in Europa geht es nach Apulien. Hier versteht man sich zunehmend darauf gute und erschwingliche Alltagsweine in die Flasche zu bekommen. Die hinlänglich bekannten roten Klassiker Negroamaro und Primitivo bekommen eine inzwischen eine umfangreichere Erweiterung in den Farben Weiß und Rose. Bei ein einer kleinen Verkostung gefielen uns hier vor allem der Bianco Biologico Salento aus 2012 von Amastuola. Die Cantine Ferri präsentierte schmackhaften den Rubeo Puglia Rosato ebenfalls aus 2012. Alt werden diese Weine jedenfalls nicht.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-roda.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Weiter ging es dann im Sauseschritt nach Spanien. Die Bodegas Roda blickte hier auf 25 Jahre zurück. Man erzeugt in Rioja unter dem Namen Roda recht volle und fruchtige Rotweine. In Ribera del Duero wird der Name Corimbo verwendet. Selten gibt es eine so reiche Frucht in den Weinen dieses Gebiets. Die Verkostung – geleitet vom Chefönologen Augustin Santolaya – reichte zurück bis ins Jahr 1994. Es ist sicherlich kein wirkliches Geheimnis, dass Tempranillo (Widersinn des Namens) wirklich auch alt werden kann. Uns gefiel in der gesamten Präsentation besonders der Roda I aus 2004. Hier war die Mischung aus einem Alterungsbeginn und der jugendlich fruchtigen Fülle hervorragend stimmig.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-primum-familiae-vini.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Den Höhepunkt auf der ProWein gab es am Stand der „Primum Familiae Vini“. Hier gab es ein wahres Feuerwerk an hervorragenden Weinen. Es mag nicht wenigen anwesenden so gegangen sein, dass man sich hier keine Notizen mehr macht. Da gilt es nur den Mund vor Erstaunen nicht offen stehen zu lassen (denn das sieht nicht gut aus) und den köstlichen Augenblick zu genießen. Die ganze Veranstaltung startete gebührlich mit dem 2000er Sir Winston Churchill von Pol Roger.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/prowein-scharzhofberger-auslese.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="ProWein 2013 Messesplitter" />Dann gab es von Hugel Reisling Jubilee 2007, von Drouhin Montrachet 2010. Weiter mit den Rotweinen Mas la Plana 2007 von Torres, Solaia 2009, Le Petit Mouton 2009, Chateau de Beaucastel 2009, Vega Sicilia Unico 2003 und Sassicaia 1996. Die Auslese Goldkapsel von Egon Müller aus kam aus der Magnumflasche und wurde dann wirklich auch getrunken. Sicherlich ist es ein Frevel, jedoch ließen wir die Verkostung des 1969 Grahams Single Harvest Tawny aus und besorgten uns lieber einen weiteren Schluck vom Scharzhofberger.</p>
<p>Nicht nur bezüglich der hohen Qualität der Weine: Bei all den Superlativen war die ProWein für die Größe der Messe und die Anzahl der Stände viel zu kurz. Von Jahr zu Jahr wird das Tempo der Besuche bei Weingütern, Anbauregionen und Vermarktern beständig erhöht. Es ist genauso erstaunlich und erfreulich wie viele bekannte Gesichter man immer wieder gerne zufällig auf der ProWein trifft. Und noch überraschender ist es, wenn man einigen Weinfreunden trotz ihrer Anwesenheit auf der Messe leider nicht begegnet ist. Nächstes Jahr sehen wir uns bestimmt (wieder).</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151540246884090.1073741825.172164524089&#038;type=3">Weitere Fotoeindrücke gibt es in unserem Bilderbuch hier auf facebook (wird noch erweitert).</a></p>
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		<title>Chateauneuf-du-Pape von Clos de l´Oratoire des Papes</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Mar 2013 20:54:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Chateauneuf-du-Pape ist sicherlich der bekannteste hochwertige Rotwein von der Rhone. Dazu tragen nicht nur zum Teil sehr gute Qualitäten bei. Mit mehr als 3.000 Hektar Rebfläche kann auch eine beträchtliche Anzahl an Flaschen jedes Jahr erzeugt werden. Der Reiz eines guten Chateauneuf-du-Pape besteht in seiner tiefgründigen Ausgewogenheit. Bei dem Rotwein trägt hierfür die Beteiligung von [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateauneuf-du-pape-clos.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateauneuf-du-Pape von Clos de l´Oratoire des Papes" />Chateauneuf-du-Pape ist sicherlich der bekannteste hochwertige Rotwein von der Rhone. Dazu tragen nicht nur zum Teil sehr gute Qualitäten bei. Mit mehr als 3.000 Hektar Rebfläche kann auch eine beträchtliche Anzahl an Flaschen jedes Jahr erzeugt werden. Der Reiz eines guten Chateauneuf-du-Pape besteht in seiner tiefgründigen Ausgewogenheit. Bei dem Rotwein trägt hierfür die Beteiligung von bis zu 13 verschiedenen Rebsorten bei. Clos de l´Oratoire des Papes ist beim Chateauneuf-du-Pape in den letzten Jahren immer eine sichere Bank gewesen.<span id="more-8673"></span></p>
<p>Dieser Wein erhält seinen Namen durch einen von sieben Altären im Weinberg, der dem Heiligen Markus gewidmet ist. Der Begriff Clos meint den ummauerten Weinberg, wie er auch im Burgund üblich ist. Ein guter Chateauneuf-du-Pape profitiert nicht nur von der Unterschiedlichkeit der Rebsorte, sondern auch von den verschiedenen Böden, auf denen die Reben wachsen. Clos de l´Oratoire des Papes gehört zu dem recht großen Erzeuger Ogier. Er hat traditionell einen sehr hohen Anteil an Grenache. Die Lese für den Chateauneuf-du-Pape passiert per Hand. Das durchschnittliche Alter der Reben für den Clos de l´Oratoire des Papes  liegt bei ca. 40 Jahren.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/clos-de-l-oratoire-des-papes.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateauneuf-du-Pape von Clos de l´Oratoire des Papes" />Der Chateauneuf-du-Pape zeigt ein dichtes Rubinrot ist im Glas. Reife Kirschen, Pflaumen und Brombeeren sind in der Nase wahrzunehmen. In diese ist beim Clos de l´Oratoire des Papes angenehme Würze von Zimt und Nelken eingewoben. In der zweiten Nase kann man auch Leder und feuchten Tabak bemerken. Der Gaumen wird rund und sanft vom Chateauneuf-du-Pape umspült. Hier zeigt sich auch Pflaumenmus. Ebenso kommen frische Aspekte zum tragen. Dieser Chateauneuf-du-Pape wirkt zwar voll, dabei nie überladen. Gerade gegenüber einigen Rotweinen aus Übersee, die bei fruchtiger Intensität schnell fett erscheinen, behauptet er seine alt-europäische Eleganz. Erst nach hinten heraus wird die Frucht des Clos de l´Oratoire des Papes wieder sehr voll, bleibt aber trocken. Sehr schöne Länge.</p>
<p>Dieser Chateauneuf-du-Pape  ist ein großer Wein, der mit dem gegenüber 2009 kühleren Jahr 2010 hervorragend gelungen ist. Der Clos de l´Oratoire des Papes ist sicherlich derzeit etwas noch jung, jedoch bringt er jetzt schon viel Spaß ins Glas. Ein wesentlicher Vorteil dieser Weine ist jedoch, dass sie in jugendlichem Alter Freude machen und ebenso Flaschenreife von ca. 10 Jahren problemlos vertragen. Seine ca. 14,5% Alkohol stechen keinerzeit negativ hervor.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weisser-chateauneuf-du-pape.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateauneuf-du-Pape von Clos de l´Oratoire des Papes" />Chateauneuf-du-Pape gibt es nicht nur als Rotwein. Wenn man einmal die Möglichkeit die weiße Variante zu probieren, sollte man diese auf jeden Fall nutzen. Zwar machen diese Weine nur ca. 7% in dem Gebiet aus und sind häufig nicht wirklich erschwinglich. Es lohnt sich jedoch. So gibt es auch einen von Clos de l´Oratoire des Papes. In den vergangenen Monaten haben wir diesen weißen Chateauneuf-du-Pape probiert und sind begeistert. Er ist im Jahrgang 2011 sehr schön kräutrig und besticht mit hervorragender Tiefe.</p>
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		<title>Die Weinfrauen von Vinissima auf dem WeinForum in Münster</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/die-weinfrauen-von-vinissima-auf-dem-weinmarkt-in-munster/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 15:53:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern präsentierten 40 Winzerinnen auf dem WeinForum von Vinissima ihre Weine erstmals in Münster. Als Veranstaltungsort wurde das „Heaven“ im Hafen der westfälischen Hansestadt gewählt. Dieses nun inzwischen 15. WeinForum findet jährlich im Rahmen der Hauptversammlung des Frauenweinverbandes statt. Dazu wird immer wieder ein anderer Veranstaltungsort gewählt. Der Verein Vinissima wurde 1991 von sieben Frauen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/vinissima-weinforum.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Weinfrauen von Vinissima auf dem WeinForum in Münster" />Gestern präsentierten 40 Winzerinnen auf dem WeinForum von Vinissima ihre Weine erstmals in Münster. Als Veranstaltungsort wurde das „Heaven“ im Hafen der westfälischen Hansestadt gewählt. Dieses nun inzwischen 15. WeinForum findet jährlich im Rahmen der Hauptversammlung des Frauenweinverbandes statt. Dazu wird immer wieder ein anderer Veranstaltungsort gewählt. Der Verein Vinissima wurde 1991 von sieben Frauen aus der Weinbranche in Baden gegründet. Damals waren Winzer noch deutlicher männlich und Frauen im Weinhandel eine Seltenheit. Noch schlimmer: Es gab ein festes Rollenbild. Viel ist seitdem passiert.<span id="more-8660"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/vinissima-munster.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Weinfrauen von Vinissima auf dem WeinForum in Münster" />Heute ist es nichts Außergewöhnliches, wenn Frauen als Sommeliere arbeiten. Viele erfolgreiche Weingüter werden von Vertretern des weiblichen Geschlechts geleitet und man begegnet Kellermeisterinnen auch gar nicht so selten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Vinissima stetig auf mehr als 400 Mitglieder angewachsen ist. Fast 60 Prozent kommen aus dem Bereich Weinerzeugung. Aber auch viele Händlerinnen, Gastronominnen und Mitarbeiterinnen aus den Bereichen Forschung, Bildung und PR organisieren sich in diesem Weinfrauenverband.</p>
<p>Die Neuaufnahme von Mitgliedern ist immer ein wichtiges Thema auf der Jahreshauptversammlung von Vinissima. Aber auch viele andere Aktivitäten werden organisiert. Einer der jährlichen Programmhöhepunkte ist eine gemeinsame Auslandsreise. Nachdem man im vergangenen Jahr in der Champagne war, wird es nun ins Piemont gehen. Das diesjährige Sommerfest wird an der Mosel stattfinden und zu einem „Dinner Oenologique“ wird man in die Gebiete Sachsen und Saale-Unstrut reisen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinforum-vinissima.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Weinfrauen von Vinissima auf dem WeinForum in Münster" />Angesichts dessen, was Vinissima aktiv auf die Beine stellt, scheint die Benachteiligung von Frauen heute nicht der Fokus des Verbandes zu sein. Wenn man anschaut wie erfolgreich viele Mitgliederinnen in der deutschen Weinszene sind, könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass dieses Thema nur noch eine Randerscheinung ist. Vielmehr arbeitet man als kreatives Netzwerk, jenseits von Vereinsmeierei. Der Verband scheint der Rahmen zu sein, in dem der Power und Spass der Mitgliederinnen eingefasst ist.</p>
<p>Bei der Weinpräsentation in Münster zeigt sich, dass Vinissima ein vielfältiger Verein ist. Die Mitglieder kommen zum Teil aus sehr angesehenen und bekannten VDP-Weingütern. Da findet man alteingesessene Größen wie die Weingüter Georg Mosbacher (Pfalz), Hans Lang (Rheingau), Schloss Proschwitz (Sachsen) oder auch Hans Wirsching (Franken). Ebenso stammen viele Mitglieder aus kleineren und nicht ganz so bekannten Betrieben. Einige in Münster vertretene Weingüter sind echte Insidertipps.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/steffi-weegmuller.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Weinfrauen von Vinissima auf dem WeinForum in Münster" />Die Power-Frau Steffi Weegmüller und ihre Weine aus der Pfalz sollte man kennen lernen. Aus ihrem Weingut an der Mittelhardt kommt der wahrscheinlich beste Grüne Veltliner Deutschlands. Nachdem dies ein US-amerikanisches Magazin festgestellt hat, kann man diesen Wein aus dem Jahrgang 2011 leider nicht mehr kaufen. Dafür gab es in Münster aber einige andere sehr schmackhafte Weine zu probieren: Beginnend beim beschwingten „Cuvee Fleur“ über richtig gute Scheureben und Rieslinge bis hin zu den „flüssigen Pralinen“. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/anette-closheim.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Weinfrauen von Vinissima auf dem WeinForum in Münster" />Anette Closheim von der Nahe wird trotz einiger Auszeichnungen in der Weinpresse derzeit ebenso als Insidertipp gehandelt. Die diplomierte Betriebswirtin für Weinbau zeigte in Münster einige extrem guten Weißweine. Das in der 4. Generation bewirtschaftete Weingut in Langenlonsheim umfasst lediglich 10 Hektar. Entsprechend schnell sind die Weine dann ausverkauft. Da nicht alle Weingüter mit hervorragender Präsentation ihrer Weine in Münster leider hier nicht aufgezählt werden können, seien Acham-Magin (Pfalz), Dr. Corvers-Kauter und die Garage Winery (beide Rheingau) noch sehr positiv genannt. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinforum-munster.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Weinfrauen von Vinissima auf dem WeinForum in Münster" />Bei all den erfreulichen Dingen ist nur eines schade bei Vinissima: Männer dürfen keine Mitglieder werden. Das würden sicherlich einige aus Sympathie ganz gerne, doch auch ohne Stimmrecht geht das nicht. So steht es schließlich seit 1991 in der Vereinsatzung. Aber eventuell ist das auch ganz gut so. In der über 20jährigen Vereinsgeschichte hat man zwar die Rollenbilder nicht auflösen können, aber erheblich verändert. Und die Weinfrauen von Vinissima scheinen fast schon eine Garantie dafür zu sein, dass die kreative Energie in ihrem Verein auf absehbare Zeit nicht versiegen wird. Das gilt hoffentlich genauso für die vielen guten Weine, die es auf dem WeinForum im „Heaven“ in Münster zu probieren gab.</p>
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		<title>Der Cava-Cup 2013</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 09:13:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>
		<category><![CDATA[Cava]]></category>

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		<description><![CDATA[Cava ist eine Welt für sich. Es handelt sich um den Inbegriff von Schaumwein aus Spanien. Mehr als 200 Millionen Flaschen Cava werden jedes Jahr getrunken. Der deutsche Markt bildet das zwar noch nicht so richtig ab, aber es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Erzeuger. Auch kaum bekannt: Ebenso vielfältig sind die Stile dieser Schaumweine. Zugleich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup-2013.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Cava ist eine Welt für sich. Es handelt sich um den Inbegriff von Schaumwein aus Spanien. Mehr als 200 Millionen Flaschen Cava werden jedes Jahr getrunken. Der deutsche Markt bildet das zwar noch nicht so richtig ab, aber es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Erzeuger. Auch kaum bekannt: Ebenso vielfältig sind die Stile dieser Schaumweine. Zugleich ist Cava auf dem deutschen Markt stark unterschätzt. Hervorragende Qualitäten sind kaum in Handel zu finden. Dabei gibt es diese.<span id="more-8650"></span></p>
<p>Cava steht häufig für große Erzeuger. Namen wie Freixenet oder Codorniu sagen jedem Schaumweinfreund etwas. Cava nur auf die billige Supermarktware zu reduzieren, würde genauso sein, als wolle man die Welt des deutschen Sekt auf Rotkäppchen beschränken. Auch in Spanien gibt es kleine Betriebe, die ihren Fokus nicht auf der Menge haben, sondern sich auf die Qualität konzentrieren. Zugleich haben aber ebenso die größeren Erzeuger nicht selten einige hochwertigere Cava im Sortiment. Bei der Masse mag es aber auf den ersten Blick etwas erstaunen, dass teilweise eine Flasche nur für 3,99 im Angebot des Supermarktes zu finden ist. Es handelt sich schließlich immer um eine Flaschengärung.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Überzeugt davon, dass man hervorragende Qualitäten im Spitzensegment des Cava finden kann und mit einiger Neugier haben wir uns entschlossen erstmals einen Cava-Cup zu veranstalten. Sieben Schaumweine stehen hierbei zur Verkostung. Es handelt sich ausschließlich um den extratrockene Schaumweine. Im weißen Bereich tragen sie noch Zusatzbezeichnungen wie den Jahrgang oder es handelt sich um einen Reserva (mind. 18 Monate Flaschenreife) oder Grand Reserva (mind. 30 Monate Flaschenreife). Zudem sind einige Cava ohne Dosage (also Brut nature).</p>
<p>Bei den Rebsorten findet man neben den traditionellen Xarel•lo, Macabeo und Parellada auch Chardonnay und Pinot Noir. Die beiden Rose-Cava bestehen nur aus Pinot Noir. Bei den weißen Cavas war die Entscheidung über eine Bewertung recht einhellig, wenn auch hier sehr verschiedene Stilistiken vorhanden sind. Man sollte bedenken, dass daraus unterschiedliche persönliche Vorlieben und Einsätze folgen können. </p>
<p><strong>Die Platzvergabe beim Cava-Cup 2013 (weiß)</strong></p>
<p>1. Emendis Grand Reserva Brut Nature 2007<br />
2. Segura Viudas Brut Reserva Heredad<br />
3. 1+1=3 Cava Especial Grand Reserva Brut Nature 2006<br />
3. Cava Talino Brut Nature Vintage<br />
5. Freixenet Cordon Negro Brut</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup-emendis.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Sehr eindeutig als Gewinner des Cava-Cup 2013 konnte der Emendis Grand Reserva Brut Nature aus dem Jahr 2007 ausgemacht werden. Mit gesetzten Farbtönen bringt er eine sehr lebendige Perlage ins Glas. Die gereifte Reserva-Nase ist geprägt von frischen Backwaren. Hier erkennt man auch die lange Flaschenreife. Honigtöne klingen in der zweiten Nase an. Der Gaumen passt sehr gut dazu. Der Emendis Grand Reserva Brut Nature ist besonders körperreich mit eleganter Würze. Nach hinten bleibt er lange fruchtig stehen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup-segura-viudas.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Schon die Flasche mit Zinnfuß des Segura Viudas Brut Reserva Heredad ist eindrucksvoll. Er hat eine intensive Perlage. Die Nase ist sehr voll und zeugt von reiferen Grundweinen. Zudem zeigen sich reifer Apfel, dezente Vanille und Briochenoten. Am Gaumen zeigt sich dieser Segura Viudas in einer sehr schönen Cremigkeit, bei der die Säure sehr gut eingebunden ist. Der Brut Reserva Heredad bleibt lange trocken und animierend stehen. Das macht Spaß und Lust auf einen weiteren Schluck. Er ist wesentlich schlanker als der Emendis.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup-1-1-3.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Der dritte Platz ist gleich doppelt vergeben. Zwar unterscheiden sich die beiden Cava recht deutlich, sind jedoch beide in einer gehobenen Liga. Der Cava Especial Grand Reserva Brut Nature 2006 von 1+1=3 bringt ein helles Goldgelb ins Glas. Die Perlage ist nicht so intensiv wie bei den beiden vorplatzierten Cava, hält jedoch lange an. Die Nase ist spannend zwischen Zitrusfrucht und reifen Noten in Richtung Croissant geprägt. Am Gaumen ist dezente Frucht. Dieser Cava von 1+1=3 wirkt etwas nussig. Er ist jedoch hervorragend gradlinig.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup-talino.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Beim ebenso drittplazierten Talino Brut Nature Vintage bleibt die intensive Perlage lange im Glas. Er hat eine dunklere strohgelbe Farbe. In der Nase ist eine dezente Frucht mit komplexen Kräutern. In der zweiten Nase lassen sich Rosmarien und Lavendel identifizieren. Der Gaumen ist frisch und von denzenter Würze geprägt. Dies steigt an. Kräuter der Provence mit einer zarten Frucht im Nachhall. Sicherlich überrascht der Cava Talino Brut Nature. Mit seiner kräutrigen Art ist er komplexer und interessanter als die fruchtgeprägten Cava. Er ist allerdings auch etwas schlanker als die anderen Vintages.</p>
<p>Der fünfte und letzte Platz beim Cava-Cup 2013 ist ehrwürdig vom Freixenet Brut belegt. Hier zeigt dieser Megaerzeuger, dass er auch richtig guten Schaumwein in die Flasche bekommt. Unzweifelhaft handelt es sich um die bekannteste Cava-Marke in Deutschland. Wahrscheinlich macht Freixenet auch den größten Absatz auf dem deutschen Markt. Zugleich ist der Cordon Negro Brut völlig fehlerfrei und mit seinem Preis unter 10 Euro tatsächlich für den Kunden gut am Markt platziert.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup-freixenet.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Erstaunlich sind die recht großen Perlen beim Freixenet Cordon Negro Brut. Er ziegt sich recht hell im Glas. Frische Apfelnoten mit hellen Früchten hat man in der Nase. Die zweite Nase ist wesentlich voller in der Frucht. Dieser Cava von Freixenet ist recht breit im Mund. Nach hinten wirkt er frischer. Insgesamt ist der Cordon Negro Brut sehr gefällig und unangestrengt. Hier handelt es sich um einen unkomplizierten Schlabber-Cava.</p>
<p><em>Leading Cavas</em><br />
Ganz anders als das Produkt von Freixnet kommen viele der hier vertretenen Cava aus dem Verband der Leading Cavas. Auf einigen der Bilder ist das Logo des 2011 gegründeten Verbandes mit den Buchstaben LC zu sehen. Ziel ist es außergewöhnlich hohe Qualitäten jenseits der Massenproduktion bekannter zu machen. Die Cavas werden mit Trauben aus eigenem Anbau erzeugt. Zudem hat man eine lange Reifezeit von mind. 15 Monaten. Hier sind auch nur Einzeljahrgänge zugelassen. Innerhalb dieser Verkostung zeigte sich, dass dieses Qualitätsstreben schmeckbar ist. Hoffentlich öffnet sich der deutsche Markt für dieses Spitzensegment etwas mehr.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup-rose.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Im Bereich Cava-Rose war besonders Überzeugend der Brut Nature Pinot Noir von 1+1=3. Er ist extrem dunkel. Diese Farbe ist schon fast für einen Rose ein Alleinstellungsmerkmal. Die Nase ist reintönig mit dunklen Beeren wie Himbeeren und Schokolade. Die gut eingebundene Säure gibt Kraft. Er bleibt schön am Gaumen stehen. Nach hinten heraus entwickelt sich eine angenehme Casis-Aromatik. Bleibt schön frisch bis herb.</p>
<p>Auch gut jedoch schwerer fassbar ist der lachsrosane Rose von Segura Viudas Brut Reserva Heredad. Innerhalb des Sortiments von Segura Viudas ist dies das Top-Produkt. Der Reben für diesen Rose stammen aus einem einzelnen Weinberg mit dem Namen Aiguaviva, der in 500 Meter hoch ist. Die Trauben wurden nicht gepresst, sondern nur der herauslaufende Saft benutzt. Dies erklärt auch die recht helle Farbe dieses Cava.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-segura-viudas-rose.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Schon in der Nase erscheint der Rose-Cava von Segura Viudas Brut Reserva Heredad recht unruhig und schwer zu fassen. In der Nase findet man Beeren (auch süße Erdbeeren bis Himbeeren) und Cranberrys. Am Gaumen wirkt er erst leicht bonbonig in der Frucht, dann ist er sehr dezent. In der Länge packt er noch mal zu und verlangt volle Aufmerksamkeit. Von diesem außergewöhnlichen Cava von Segura Viudas gibt es aus dem hier verkosteten Jahrgang 2010 nur 8.500 Flaschen.</p>
<p>Beide Rose-Cava waren eindrucksvoll. Der 1+1=3 wurde einhellig als besser gesehen. Er war ungewöhnlich zugleich aber auch in sich ruhiger. Gleichzeitig ist es vor dem Hintergrund der Vielfalt der Rose-Cava etwas schwierig eine solche Kategorie zu füllen. Zudem ist die eigentliche und auch historische Stärke im weißen Bereich zu finden. Als Randsegment steht dies sicher im anhaltenden Wachstumssog des Rose-Marktes. Die Unterscheidlichkeit der beiden Cava ist augenfällig. Zwar bestehen beide aus 100% Pinot Noir. Jedoch hadelt es sich um zwei recht unterschiedliche Sekte.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cava-cup-2013.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Cava-Cup 2013" />Doch besonders bei den weißen Schaumweinen brillierten die Cavas im Spitzensegment. Selbst der einfachste und preisgünstigste (8,50 Euro) war alles andere als eine Beleidigung der Geschmacksnerven. Die brilliante Spitze gelangt zwar preislich in die Kategorie der Champagner herein. Aber eben auch in der Qualität. Das gelingt gerade im bereich der Reservas ohne das Geschmacksprofil von Champagnern zu imitieren. Hoffen wir nur, dass man diese Schaumweine zukünftig verstärkt auf dem deutschen Markt erhalten kann.</p>
<p>Vielen Dank an Jan Zöller und Jens-Erik Eicke Bach für die Mitwirkung in der Jury.</p>
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		<title>20 Gramm Schokoriegel für eine bessere Welt</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Dec 2012 08:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt in der Presse die Tradition einer Weihnachtsgeschichte. Meistens ist es anrührend. In manch negativen Fällen etwas effekthascherisch. Mich erreichen dieses Weihnachten einige Weihnachtsgeschenke. Meistens sind das Weinflaschen. Das ist zwar sehr freundlich und meistens sehr schackhaft, aber irgendwie riecht das für mich etwas nach Arbeit. Doch der Weinimport Riegel sendete mir statt bunter [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/schokoriegel-bessere-welt.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="20 Gramm Schokoriegel für eine bessere Welt" />Es gibt in der Presse die Tradition einer Weihnachtsgeschichte. Meistens ist es anrührend. In manch negativen Fällen etwas effekthascherisch. Mich erreichen dieses Weihnachten einige Weihnachtsgeschenke. Meistens sind das Weinflaschen. Das ist zwar sehr freundlich und meistens sehr schackhaft, aber irgendwie riecht das für mich etwas nach Arbeit. Doch der Weinimport Riegel sendete mir statt bunter Prospekte oder zahlreicher Weinflaschen 20 Gramm Schokoriegel nebst einer Postkarte. Und darüber habe ich mich wirklich gefreut. Dabei mag ich eigentlich keine Schokolade.<span id="more-8644"></span></p>
<p>Erfreulich ist jedoch wie dieser Importeur und Händler von Biowein glaubhaft und ernsthaft soziales und ökologisches Engagement mit seiner Wirtschaftstätigkeit verbindet. Es werden dabei konkrete Projekte benannt. Viele versuchten sich in den vergangenen Jahren irgendwelche Plaketten für ökologisches, soziales oder faires Wirtschaften anzulegen. Nicht selten finde ich die unglaubwürdig, da nur auf einen Zug aufgesprungen wird. Ernsthaftes Interesse an einer besseren Welt ist da selten vorhanden. Riegel erinnert nun gerade in der Weihnachtszeit, dass unser extremer Überfluss nicht überall auf dieser Welt vorhanden ist.</p>
<p>Hintergrund bei diesem Weinimporteur ist, dass hier reale Bezüge in die Länder bestehen, aus denen man Wein bezieht. Wein ist nicht nur ein Handelsgut mit einem bestimmten Preis, sondern die Bedingungen der Erzeugung werden in den Handel einbezogen. Nun, ich möchte nicht die Weine von Riegel-Weinimport hier groß loben. Ich habe schon – positiv wie auch negativ – über einige geschrieben. Nur deren Engagement gehört aus meiner Sicht gewürdigt. Eben weil es keine Marketing-Masche ist. Und der Schokoriegel war auch ganz lecker.</p>
<p><a href="http://good-grapes.org">Wer ein Projekt unterstützen will, kann dies hier.</a></p>
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		<title>Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 19:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weinwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Champagner]]></category>

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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen waren wir in der Champagne unterwegs. Nach einer Vorverkostung einiger hervorragender Weine von Alfred Gratien mussten wir unbedingt in diesem kleineren Champagnerhaus in Eperny vorbeischauen. Schon wenn man die Gebäude von außen betrachtet sieht man: Hier wird wirklich am Produkt gearbeitet. Einen bunten Show-Room sucht man deswegen vergebens. Da genug inhaltliche [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-champagner.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />In den vergangenen Tagen waren wir in der Champagne unterwegs. Nach einer <a href="http://weinverkostungen.de/zwei-mal-alfred-gratien-am-welt-champagner-tag/">Vorverkostung einiger hervorragender Weine von Alfred Gratien</a> mussten wir unbedingt in diesem kleineren Champagnerhaus in Eperny vorbeischauen. Schon wenn man die Gebäude von außen betrachtet sieht man: Hier wird wirklich am Produkt gearbeitet. Einen bunten Show-Room sucht man deswegen vergebens. Da genug inhaltliche Substanz vorhanden ist, fehlt er aber auch nicht.<span id="more-8613"></span></p>
<p>Die Besichtigung beginnt im Fasskeller. Alle Weine von Alfred Gratien werden auf traditionelle Weise vollständig im Fass ausgebaut. Das erfordert wesentlich mehr Arbeit als im Edelstahltank. Alle zwei Wochen wird jedes einzelne Holzfass vom Kellermeister Nicolas Jaeger und seinen sechs Mitarbeitern auf den Inhalt kontrolliert. Fehlentwicklungen können so früh erkannt werden. Auch der natürliche Schwund muss regelmäßig aufgefüllt werden. Wenn man andere Erzeuger gesehen hat, erkennt man: Kaum ein anderes Champagnerhaus leistet sich so viel Handarbeit.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-nicolas-jaeger.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Alfred Gratien gehört zur Kategorie der Negociant-Manipultant. Auf jeder Champagner-Flasche steht deswegen neben vielen anderen Zahlen das Kürzel NM. Darunter ist ein Champagnerhaus zu verstehen, welches die verarbeiteten Trauben größtenteils zukauft. Fast alle großen und bekannten Champagnermarken fallen in diese Kategorie. Man ist von der Betriebsform her in der Gesellschaft von Bollinger, Vranken-Pommery, Pol Roger, Lanson, Taittinger, Piper-Heidsieck, Veuve Clicquot und vieler anderer bekannte Erzeuger. Doch man findet zahlreiche Unterschiede zwischen den Champagnern von Alfred Gratien und denen nicht selten bunter Marken.</p>
<p>Neben dem Zukauf von Trauben hat das Champagnerhaus Gratien vor ca. 10 Jahren 1,63 Hektar eigene Rebfläche erworben. Diese werden traditionell bewirtschaftet. Der Erwerb war aus heutiger Sicht auch noch eine lohnende Investition. So gab es bis jetzt eine Preissteigerung der Rebfläche um ungefähr die Hälfte des damaligen Kaufpreises. Darüber hinaus wird Alfred Gratien von ca. 60 Anbaubetrieben beliefert. Die Trauben kommen aus den aus den drei Regionen Montagne de Reims, Vallee de Marne und Cote des Blance. Lediglich aus dem südlichen gelegenen Cote des Bar bezieht man keine Trauben, da der Weg bis nach Epernay zu weit ist.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-fasskeller.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Zu den Traubenanbauern bestehen häufig sehr lange freundschaftliche Beziehungen. Kellermeister Nicolas Jaeger berichtet, dass er von einigen der Anbauern trotz seiner wesentlich geringen Abnahmemenge gegenüber den großen Produzenten sehr gerne beliefert wird. Insgesamt werden zwar ca. 180 Marc pro Jahr verarbeitet, für den einzelnen Lieferanten ist es manchmal jedoch nur ein Marc. Diese ca. 4.000 Kilogramm Trauben sind das Fassungsvermögen einer traditionellen Presse in der Champagne. Damit ist es auch das Handelsmaß zwischen Traubenanbauern und den Champagnerhäusern.</p>
<p><em>Fasskeller</em><br />
Bei Alfred Gratien werden diese Grundweine in gebrauchten Holzfässern je nach Cru und Lieferanten getrennt ausgebaut. Nach der ersten Gärung könnte man im Prinzip für jeden Traubenproduzenten seinen eigenen Champagner erzeugen. Wenn die Erzeuger der Trauben bei Alfred Gratien in Eperny vorbei kommen, freuen sie sich ihre Grundweine probieren zu können. Das ist eigentlich nicht üblich. Zugleich ist das für das Champagnerhaus ein sehr sympathisches Instrument zur Qualitätssicherung. Dabei entsteht zum einen so eine Art personalisierter Keller. Zugleich ist es so, dass wenn man bei Alfred Gratien durch die Gänge zwischen den Fässer läuft, die einer Wanderung durch die Champagne gleichkommt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Die verwendeten Fässer haben jedoch eine andere Geschichte. Sie stammen aus dem Burgund. Die bei Alfred Gratien im Einsatz befindlichen Holzfässer bestehen aus französischer Eiche und waren zuvor ca. 4 Jahre schon im Einsatz. Kellermeister Nicolas Jaeger legt großen Wert darauf, dass kein Holzton im Champagner entsteht. Die ca. 1.000 Holzfässer bleiben dann bei Alfred Gratien 15 bis 20 Jahre im Einsatz. Nach jeder Verwendung müssen sie in 10 Schritten aufwendig gereinigt werden.</p>
<p><em>Grundweinprobe</em><br />
Doch probieren wir etwas von den aktuellen Grundweinen. Man kann hierbei schnell verstehen, dass ein Kellermeister in der Champagne meistens 20 Jahre mit seinem Vorgänger zusammengearbeitet hat, bis er die Verantwortung übertragen bekommt. Nicolas Jaeger hat sein Können von seinem Vater beigebracht bekommen. Er ist damit die vierte Generation in der Familie, die bei Alfred Gratien tätig ist. Die leicht trüben Grundweine duften derzeit sehr schön fruchtig. Vor allem der Chardonnay tut sich hier hervor. Die mineralische Säure ist aber extrem kräftig. Ein Grundwein aus einer der besten Cru-Lagen bleibt regelrecht trocken und kreidig am Gaumen stehen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-grundweine.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Auffällig ist die sehr frische Säure bei Alfred Gratien so wird hier vollständig auf die sonnst in der Champagne sehr verbreitete malolaktische Gärung verzichtet. Dies soll die Frische der Weine erhalten. Das hat in diesem Haus auch Tradition. Es gibt nur wenig, was man hier in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Dazu gehört allerdings das Verfahren der Klärung der Grundweine. Der Großvater von Nicolas Jaeger hatte früher in seiner Zeit als Kellermeister jeweils drei Eiweiß pro Fass aufgeschlagen. Dies hat alles was nicht mehr im Champagner sein sollte gebunden und hat sich am Boden des Fasses abgesetzt.</p>
<p>Doch zurück zu den Grundweinen: Für Außenstehende scheint es bei solch einer Probe in der Champagne nur eine Regel zu  geben. Je extremer und auch negativ auffälliger diese Weine scheinen, umso hochwertiger sind sie für die Kenner und Kellermeister. Auch der Pinot Noir aus den Fässern von Alfred Gratien wird probiert. Es ist gut, dass noch so einiges passiert, bis die Champagnertrinker das fertige Produkt genießen können.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagne-grundweinprobe.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Derzeit weiß auch Kellermeister Nicolas Jaeger noch nicht genau, wie er die Grundweine verwenden wird. Er wird immer wieder probieren und ab Februar wird er dann einige erste Testassamblages erstellen. Für die richtige Assambalge für die Champagner von Alfred Gratien kommt dann erstmals ein Edelstahltank zum Einsatz. Aus den einzelnen Fässern müssen die Komponenten für die Champagner vorsichtig ausgepumpt werden. Alles was sich unten abgesetzt hat, soll auch dort bleiben.</p>
<p>Für das Champagnerhaus Alfred Gratien gibt es noch einer zweite Verwendungen von Edelstahltanks. Neben der Mischung der endgültige Assamblage der Champagner dienen sie auch zur Aufbewahrung der Reserveweine. In der Champagne ist jeder Winzer und jedes Champagnerhaus verpflichtet in bestimmten erntereichen Jahren festgelegte Mengen von den Grundweinen zurückzuhalten. Das ist ein intelligentes System der Anbauregion negative Preisentwicklungen zu verhindern. Gerde solche kleinen Stellschrauben machen den historischen Erfolg der Region Champagne aus.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-geschichte.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Einige Champagnerhäuser, wie zum Beispiel Roederer nutzen diesen auferlegten Zwang gegenüber einem einzelnen Erzeuger dauerhaft um besonders alte Reserveweine dem jungen Champagner hinzuzufügen. Bei anderen Häusern lagert man kürzer und versucht eher Jahre mit kurzer Vegetationsperiode mit denen besonders reifer Trauben auszugleichen. Dort gelingen die Champagner nach wechselnden Jahren nicht selten besser als gewöhnlich. Bei Alfred Gratien verfolgt man aber keine dieser Strategien. Vielmehr möchte man die Reserveweine jung zu halten. Denn hier reift der Champagner in der Flasche und wird nicht im Tank alt.</p>
<p><em>Die Geschichte des Hauses</em><br />
In den bald 150 Jahren Geschichte vom Champagnerhaus Alfred Gratien hat sich kaum etwas geändert. Die Anfangsjahre waren sicherlich bewegt. Das Haus wurde von Alfred Gratien1864 gegründet. Zehn Jahre später gesellt sich der aus dem Elsass kommende Albert Jean Meyer hinzu. Daher entstand auch der Name des Ablegers an der Loire Gratien&#038;Mayer. Da Alfred Gratien recht früh 1885 verstarb und in der Familie Meyer nur eine Tochter vorhanden war, änderte sich der Name der Inhaber durch Heirat in Seydoux. Diese hatten schon die Jaegers als Kellermeister eingestellt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-flaschen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Vor zehn Jahren gab es bei Alfred Gratien dann einen wirklichen Inhaberwechsel. Der lange Familienbesitz der Seydoux drohte auf 12 Erben aufgeteilt zu werden. So entschloss man sich zu einem Verkauf an das deutsche Sekthaus Henkell. Dies hat jedoch viele Vorteile mit sich gebracht, kann Nicolas Jaeger berichten. Er hat die Hälfte seiner Zeit auch beim Vorgänger gearbeitet hat. Mit Henkell hat man in die Anlagen investieren können. Zudem konnten die schon erwähnten 1,6 Hektar eigene Weinbergsfläche gekauft werden. Auch die Etiketten der Flaschen hat man  neu gestaltet. Ihr Inhalt und die traditionelle Erzeugung des Champagners sind jedoch geblieben.</p>
<p><em>Keller</em><br />
Weiter geht es in den Keller von Alfred Gratien. Der Fahrstuhl bringt uns 16 Meter unter Epernay. Er wurde 1861 unter dem Hauptsitz angelegt. Im unteren Keller befindet sich das Flaschenlager mit angesichts der Jahreserzeugung von bis zu 250.000 Flaschen recht erstaunlichen rund 1,5 Millionen Flaschen. In einer mittleren Etage befindet sich die Station zum degogieren. Wenn man die riesigen Gewölbe von der Loire kennt, wirkt dieser Flaschenkeller auf den ersten Blick trotz der vielen Flaschen etwas übersichtlich. Aber das Kreidegestein unter Epernay ist auch wesentlich härter als Tuffstein.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-keller.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Eine Besonderheit bei Alfred Gratien ist die Länge der Flaschenlagerung. So wird hier der normale Brut zweieinhalb bis drei Jahre senkrecht stehen gelassen. Beim Jahrgangschampagner sind es sogar 8 bis 10 Jahre. Gesetzlich ist nur eine Reifezeit von drei Jahren vorgeschrieben. Bei Alfred Gratien aktuell der Jahrgangchampagner aus 1999 verkauft. Bei anderen großen und bedeutenden Häusern ist selbst das absolute Spitzenprodukt aus dem Jahr 2004 bereits im Handel. Von jedem Jahrgang werden bei Alfred Gratien auch noch mal 3.000 Flaschen zurückgehalten, die dann gezielt zu bestimmten Jubiläen oder ähnlichem eingesetzt werden können.</p>
<p>Die lange Reifezeit auf der Hefe bei Alfred Gratien erhöht die Qualität und zugleich kann man die Flaschen auch noch länger ohne merklichen Qualitätsverlust weiter lagern. Der Verzicht auf die malolaktische Gärung trägt zur Langlebigkeit und dem Erhalt der Frische bei. Die Flaschen der Jahrgangschampagner im Keller von Alfred Gratien sehen auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich aus. So verschließt man alle gehobenen Qualitäten für die Flaschenlagerung mit einem Kronkorken, sondern mit Naturkorken der von einer Metallklammer gehalten wird.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-korken.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Kellermeister Nicolas Jaeger berichtet, dass man vor einiger Zeit bei einem Jahrgang beide Verschlussarten mal parallel getestet hat. Die Qualität sei mit dem Naturkorken wesentlich besser gewesen. Bei so einer langen Flaschenlagerung wie bei Alfred Gratien ist ein Unterschied nicht wirklich ungewöhnlich. Dieser Verschluss wird sonst im Bereich der Champagnerhäuser nur noch von Bollinger für die besten Schaumweine eingesetzt.</p>
<p><em>Verkostung</em><br />
Kommen wir zur Verkostung der Champagner von Alfred Gratien. Das Sortiment ist überschaubar. Den normalen Brut und der Brut Rose <a href="http://weinverkostungen.de/zwei-mal-alfred-gratien-am-welt-champagner-tag/">haben wir schon hier vorgestellt</a>. Dieser hat zwar keinen Jahrgang gekennzeichnet, es wurden jedoch Grundweine aus 2008 und Reserveweine aus 2007 verwendet. Recht neu wird bei Alfred Gratien auch ein Brut Nature Champagner erzeugt. Dieser Schaumwein mit Zero Dosage ist jedoch nur für einen speziellen Händler gedacht.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-reife.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Insgesamt werden bei Alfred Gratien Trauben zu 60% Chardonnay, und jeweils 20% Pinot Noir und Pinot Meunier verwendet. Der Chardonnay kommt fast vollständig aus Grand Cru Lagen. Aus ihnen entsteht auch der Blanc de Blanc. Häufig werden in ihm Grundweine aus 5 unterschiedlichen Grand Crus verwendet. Manchmal sind es aber auch nur 4 Lagen. Mit dem Bilden dieser Assamblage wird einerseits Charakterstärke und zugleich Ausgewogenheit im Champagner erzeugt. </p>
<p>Der aktuelle Blanc de Blanc kommt aus dem Jahr 2005. Er ist sehr schön frisch, finessenreich und lang anhaltend. Erstmals gibt es ihn aus dem Jahrgang 2001. Entwickelt wurde der Blanc de Blanc auf Anfrage der British Wine Society. Diese ist seit 1906 Kunde bei Alfred Gratien. Auch ein weiterer Champagner aus der gehobenen Line Cuvee Paradies hat etwas mit Großbritannien zu tun. So wurde er früher in der Concorde der British Airways angeboten. In der Lufthansa First Class gab es ihn ebenso einige Zeit.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-jahrgang.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Es ist kein Wunder, dass das Cuvee Paradies von Alfred Gratien auch über den Wolken schmeckt. Der weiße der beiden Champagner ist wesentlich voller in der Frucht und körperlicher und extrem rund. In der Nase hat man Honig, reife Blüten und Brioche. Zwar ist das Cuvee Paradies auch frisch, die Säure scheint hier jedoch sehr gut eingebunden zu sein. Aktuell sind hier Trauben aus 2005 verwendet. Das weiße Cuvee besteht aus 65% Chardonnay und dem Rest Pinot Noir. Auch das Cuvee Paradis ist bei Alfred Gratien gar nicht so als. Dies gab es erstmals 1991. Entwickelt wurde es, da ein Prestigeprodukt fehlte. Zuvor hatte man nur drei Champagner.</p>
<p>An der Spitze der Champagner bei Alfed Gratien steht der Jahrgang. Wir haben das Vergnügen den aktuell auf dem Markt befindlichen 1999er neben den 2000er zu probieren. Dabei wirkt der 1999er etwas leichter. Wenn man jedoch zu dem normalen Brut zurückverkostet, merkt man wie komplex dieser ist. Bei den Jahrgängen wird für Außenstehende etwas erstaunlich sein, wie nach so langer Reife es sich um sehr frisch prickelnde Champagner handelt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-verkostung.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Der 1999er von Alfred Gratien macht richtig Spaß. Auf den Jahrgang 2000 von diesem Champagnerhaus kann man sich jetzt schon so richtig freuen. Neben hellen Früchten ist dieser etwas rauchig in der Nase. Der Gaumen ist voller als bei dem 1999er und sehr stimmig. Später öffnet sich der Jahrgangschampagner von Alfred Gratien. Es zeigen sich Röstaromen, Schwarzbrot bis hin zu Kaffee in der Nase. Kellermeister Nicolas Jaeger empfiehlt diesen Jahrgang 2000 als Begleitung zu gebratenem Fasan.</p>
<p>Auch nach längerer Verkostung mehrerer Gläser neben einander werden die Champagner nicht müde. Vielmehr zeigt sich eine beständige Perlage. Jeder der Champagner von Alfred Gratien überzeugt in seiner jeweiligen Stilistik in seiner Kategorie. Für verschiedene Anlässe oder Vorlieben findet man in diesem Haus einen passenden Schaumwein. Die hohe Qualität der Champagner ist das Ergebnis präziser Arbeit und viel Erfahrung. Alfred Gratien ist jenseits der Moden langfristig orientiert. So liegt im Verkostungsraum ein Heft, in dem die Besonderheiten des Wetterverlaufs, der Ernte und dem Zustand der Trauben festgehalten ist. Es reicht bis ins Jahr 1948 zurück.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-handwerk.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das handwerkliche Champagnerhaus Alfred Gratien" />Keine Ahnung, ob die Champagne der bunten Marken und Models einmal in eine Identitätskrise kommen wird. Alfred Gratien hat jedenfalls schon die Antwort. Diese besteht aus handwerklicher Qualität. Beim Traditionshaus Alfred Gratien ist mit Nicolas Jaeger die vierte Generation im Keller tätig. Ob der Staffelstab in der Familie weitergegeben wird, ist noch ungewiss. Seine Tochter ist jetzt 12 Jahre alt und hat sich im Berufswunsch noch nicht festgelegt. In Deutschland wollen in dem Alter viele Mädchen Prinzessin werden. Es kann aber durchaus sein, dass sie den Beruf als Kellermeisterin wesentlich spannender findet.</p>
<p><a href="http://www.alfredgratien.com/web/de_index.php">Hier geht es zur Webseite von Alfred Gratien.</a></p>
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		<title>Dr. Crusius mit den Rieslingen Sonnenfels und Rhyolith von der Nahe</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2012 15:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Nahe]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Für mich gehört seit Jahren das Weingut Dr. Crusius zur Riesling-Spitze der Nahe. Nicht selten stehen die Rieslinge bei einigen Autoren etwas zu sehr in Schatten anderer Erzeuger der Nahe. Das Weingut Dr. Crusius scheint eher noch ein Geheimtipp jedoch mit Fangemeinde zu sein. Bei dem Großen Gewächs ist dieses Weingut für mich in den [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/dr-crusius-sonnenfels-rhyolith-riesling.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Dr. Crusius mit den Rieslingen Sonnenfels und Rhyolith von der Nahe" />Für mich gehört seit Jahren das Weingut Dr. Crusius zur Riesling-Spitze der Nahe. Nicht selten stehen die Rieslinge bei einigen Autoren etwas zu sehr in Schatten anderer Erzeuger der Nahe. Das Weingut Dr. Crusius scheint eher noch ein Geheimtipp jedoch mit Fangemeinde zu sein. Bei dem Großen Gewächs ist dieses Weingut für mich in den letzten Jahren ganz weit oben in der Region Nahe. Ich schätze in dieser Kategorie, dass man auf Extravaganzen des Weinguts verzichtet und sich vielmehr bemüht die Charakteristik der Lage herauszuarbeiten.<span id="more-8607"></span></p>
<p>Nun habe ich zwei Rieslinge von Dr. Crusius vor mir stehen. Da ist zum einen der „Sonnenfels“. Dieser Wein wird aus zugekauften Trauben erzeugt. Die Gutsabfüllung heißt „Rhyolith“. Keine Panik, aber eine gesunde Skepsis ist angebracht, wenn VDP-Weingüter als Abfüller tätig werden. Ich hatte jedenfalls in der Vergangenheit einige schlechte Erfahrungen mit solchen Weinen. Ein Kellermeister sagte zu mir einmal dazu: „das Zeug macht einen nicht blind. Toll ist es aber nicht“. Und meistens ist es leider auch so.</p>
<p>Besonders schade finde ich es, wenn Weine mit einer Bezeichnung die in der Vergangenheit für Gutsabfüllungen verwendet wurden, plötzlich aus zugekauften Trauben bestehen. Ärgerlich wird es dann sogar, wenn diese Weine dann auch nicht mehr schmecken. Weinfans, die sich für den Flascheninhalt interessieren und nicht für eine Marke, können sich von einigen Weingütern bei solchen Geschichten auf den Arm genommen fühlen. Unter den Weinfreaks spricht sich herum, welches Weingut in solchen Dingen Mist macht. Letztendlich wird sich Qualität durchsetzen; nicht der schnelle Rubel.</p>
<p>Doch hier sollte es um die Rieslinge vom Weingut Dr. Crusius gehen. Dieses hat mit den „Sonnenfels“ Riesling trocken tatsächlich etwas preiswertes und gutes in die Flasche bekommen. Er zeigt sich hell im Glas. In der Nase sind beim Sonnenfels reife Gelbe Früchte. Es wird Schmelz versprochen. Der Gaumen bei diesem Wein von Dr. Crusius ist füllig. Die Säure ist packend bis enervierend. Das gehört so in einen Riesling. Volle Frucht mit etwas Nussigkeit geht in die schöne Länge. Der „Sonnenfels“ zusammengefasst: Vollfruchtig und trocken packende Säure. So macht das Spaß. Dieser Riesling zeigt zudem, dass ein Wein aus zugekauften Trauben nicht schlecht sein muss.</p>
<p>Der Rhyolith meint das an der Nahe zu findende Vulkangestein. Es enthält unter anderem Quarz, Plagioklas und Alkalifeldspat. Der Riesling ist sehr hell mit leicht grünen Reflexen im Glas. Im Riesling Rhyolith ist die Nase gar nicht einmal so unähnlich. Neben dem Pfirsich in ist etwas verspielte Lychie. Die besonders die zweite Nase zeigt Heidekräuter. Der Gaumen ist voller mit markanter Säure. Nun kommt der Kräuterton gut zum tragen. Guter Riesling. Im Vergleich hat der „Sonnenfels“ gegenüber dem Rhyolith ein besseres Verhältnis von Preis und Genuss.</p>
<p>Es ist erstaunlich. Für diese Rieslinge von Dr. Crusius habe ich im Handel kaum mehr als 10 Euro bezahlt. Beide sind wirklich Spitze. Der „Sonnenfels“ ist recht leicht zugänglich. Der Rhyolith versteckt sich etwas. Sein Reiz ist die Komplexität und Eigenwilligkeit. Kein Riesling für die Masse. Eher etwas für die Fans der Nahe. Ich bin jedenfalls begeistert und froh, dass es Weingüter mit Intention bzw. Ausdruck gibt. Gefälligkeiten gibt es in dieser Weinwelt viel zu häufig. Und Dr. Crusius zeigt, dass extrem hohe Qualität in der Spitze nicht Beliebigkeit in der Basis bedeuten muss.</p>
<p>Dr. Crusius Riesling Sonnenfels trocken<br />
Nahe<br />
Abfüller: Dr. Peter Crusius<br />
A.P.Nr: 7 775 009 41 12<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 12,5 %<br />
Jahrgang: 2011<br />
Einkaufspreis: 8 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
<p>Weingut Dr. Crusius Riesling Rhyolith trocken<br />
Nahe<br />
Erzeuger: Weingut Dr. Crusius<br />
A.P.Nr: 7 775 009 28 12<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13 %<br />
Jahrgang: 2011<br />
Einkaufspreis: 11 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Die Champagnerreise</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2012 09:22:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>
		<category><![CDATA[Champagner]]></category>

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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen waren wir in der Champagne unterwegs. Wenn man dieses Anbaugebiet von nahem betrachtet, merkt man erst, wie vielfältig dieses Thema ist. Das betrifft nicht nur den Anbau, die Erzeugung und die Stilistiken. In Deutschland wird das prickelnde Blubbergetränk viel zu häufig in nur einer Verwendung abgetan. Mit Champagner wird gefeiert oder [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagne-pommery.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Champagnerreise" />In den vergangenen Tagen waren wir in der Champagne unterwegs. Wenn man dieses Anbaugebiet von nahem betrachtet, merkt man erst, wie vielfältig dieses Thema ist. Das betrifft nicht nur den Anbau, die Erzeugung und die Stilistiken. In Deutschland wird das prickelnde Blubbergetränk viel zu häufig in nur einer Verwendung abgetan. Mit Champagner wird gefeiert oder er wird als Aperitif gereicht. Der Standard-Brut der großen und bekannten Häuser dient hier als Referenz.<span id="more-8599"></span></p>
<p>Bei Besichtigungen sieht man viele große Champagnerhäuser mit riesigen Edelstahltanks. Technik wohin man blickt. Hier wird zwar meist sehr sauber gearbeitet, die erzeugte Menge verhindert jedoch eine liebevolle Erzeugung des Produkts. Da es bei einer solchen Produktion über die Champagner eigentlich nicht mehr viel zu erzählen gibt (die Trauben sind von überall her zusammengekauft, die Grundweine von irgendjemandem in irgendwelchen Tanks ausgebaut usw.), muss ein Image ausgedacht und in den Show-Room übertragen werden. Egal ob es sich um Witwen, Popeditionen oder hübsche Töchter handelt: Viele große Marken funktionieren so.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Champagnerreise" />Wir haben uns jedoch ganz gezielt ein anderes Model angeschaut. Man kann es schon fast als Gegenentwurf der industriellen Fertigung ansehen. Das Champagnerhaus Alfred Gratien in Epernay ist zwar weit entfernt von einem kleinen Winzer. Die traditionelle handwerkliche Erzeugung des Champagners wird hier jedoch sehr groß geschrieben. In der Kategorie der Champagnerhäuser dürfte diese konsequente Handarbeit einzigartig sein. In den kommenden Tagen wird ein umfassender Bericht zu Alfred Gratien erscheinen.</p>
<p>Wir haben auch mal einen kleinen Blick in den Champagnerhandel geworfen. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass selbst Supermärkte in Frankreich eine große Auswahl haben. Und gerade in dem in Deutschland nur rudimentär vertretenen Segment von 16 bis 28 Euro gibt es erstaunliche Dinge zu kaufen. Die hiesigen Supermärkte setzten nur auf den billigen Champagner (15 Euro als Eigenhandelsmarke) und die sehr bekannten Marken von Champagnerhäusern. Das ist nicht nur langweilig, sondern gerade die lohnenden Champagner mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sind hier kaum vertreten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagnerreise.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Champagnerreise" /><br />
Aber eigentlich sollte es hier um den besten von uns bislang besuchten Champagnerladen gehen. Dieser befindet sich direkt an der Kathedrale von Reims. Bei „Cave de sacres“ findet man ca. 400 bis 500 verschiedene Champagner. Es ist nicht leicht zu zählen, aber es dürften ungefähr so viele sein. Darunter sind die großen und bekannten Marken, aber auch viele seltene Champagner und eine große Anzahl von weniger bekannten Erzeugern. Man hat immer auch einen günstigeren Preis, wenn man gleich eine Kiste kauft. Und bei Einzelflaschen fängt es bei ca. 16 Euro an.</p>
<p>Im Gegensatz zum deutschen Discounter-Champagner (<a href="http://weinverkostungen.de/lidl-champagner-comte-de-brismand/">egal ob von Lidl</a> <a href="http://weinverkostungen.de/aldi-champgner-veuve-durand-veuve-monsigny/">oder Aldi</a>) gibt es jedoch bei „Cave de sacres“ zum günstigen Preis echte und authentische Qualität. Der Name des Erzeugers steht auf dem Etikett und er bürgt nicht selten mit seinem eigenen Familiennamen. Fachkundige Beratung (sogar auf Englisch) gibt es in diesem ausgezeichneten Champagnerladen obendrein. Dabei wird man gefragt, welchen Typ Champagner man sucht. Mancher Marken- oder Etikettentrinker wird bei so einer Frage schnell überfordert sein.</p>
<p>Wir haben bei „Cave de sacres“ zwei Flaschen gekauft. </p>
<ul>
<li>Pierre Callot Clos Jacquin Grand Cru Brut (50 €)</li>
<li>Bardoux Pere &#038; Fils Premier Cru Brut (17 €)</li>
</ul>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagne-bardoux.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Champagnerreise" /><br />
Der Clos Jacquin von Pierre Callot <a href="http://weinverkostungen.de/von-der-cote-de-bar-bis-zur-montagne-de-reims-die-champagner-der-winzer/">fiel bei dieser Veranstaltung in Köln sehr positiv auf</a>. Um so größer war das Erstaunen diesen Champagner in dem Laden zu finden. Es gibt jährlich nur 1.500 Flaschen von diesem recht ungewöhnlichen Spitzenprodukt. Der Preis für diesen Champagner ist ziemlich untertrieben. Der Clos Jacquin kann durchaus mit vielem im Segment von 80 bis 140 Euro mithalten. Sicherlich ist er komplizierter als Dompi oder Cristal. Aber gerade das macht seinen Reiz aus.</p>
<p>Der Premier Cru Brut von Bardoux Pere &#038; Fils wurde auf ausdrückliche Empfehlung der Verkäuferin mitgenommen (neudeutsch: Kaufbefehl). Der Erzeuger ist ein kleiner Champagner-Winzer. Das heißt er baut seine Trauben vollständig selbst an. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem lange etwas abwertig betrachteten Pinot Meunier. In den letzten Jahren ändert sich das etwas unter Champagner-Kennern. Auf den Bardoux Pere &#038; Fils sind wir jedenfalls sehr gespannt. Bei 17 Euro kann man irgendwie auch kaum etwas Falsches gekauft haben. Besser als bei Aldi wird es schon sein. Und selbst wenn nicht, hat man etwas zum Erhalt der authentischen kleinteiligen Erzeugung in der Champagne beigetragen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagne-reims.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Die Champagnerreise" /></p>
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		<title>Weingut Königshof Bopparder Hamm Fässerlay Spätburgunder feinherb</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Nov 2012 18:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mittelrhein]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Herbst waren wir am Mittelrhein unterwegs. Dabei haben wir auch einige Weinflaschen mitgebracht. In einem Weinladen in Boppard wurde uns ein Spätburgunder aus dem Bopparder Hamm Fässerlay aus dem Jahr 2006 vom Weingut Königshof empfohlen. Und sind die Kuriositäten noch nicht genug: Er ist auch noch feinherb. Da fragt man sich, wieso ein Rotwein [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weingut-koenigshof.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Königshof Bopparder Hamm Fässerlay Spätburgunder feinherb" /><br />
Im Herbst waren wir am Mittelrhein unterwegs. Dabei haben wir auch einige Weinflaschen mitgebracht. In einem Weinladen in Boppard wurde uns ein Spätburgunder aus dem Bopparder Hamm Fässerlay aus dem Jahr 2006 vom Weingut Königshof empfohlen. Und sind die Kuriositäten noch nicht genug: Er ist auch noch feinherb. Da fragt man sich, wieso ein Rotwein aus einer typischen Rieslinglage so spät vermarktet wird und das dann auch noch mit Restsüße. Die Fragen werden bestimmt bleiben. Dieser Spätburgunder ist jedoch erwähnenswert und erstaunlich gut.<span id="more-8590"></span></p>
<p>Bei dem Fässerlay handelt es sich um eine Lage innerhalb des Bopparder Hamm. Der halbtrockene Spätburgunder zeigt sich in einem dunklen und transparenten Rot mit bräunlichem Rand im Glas. Die Brauntönung weist hier auf das Alter dieses Rotweins vom Weingut Königshof hin. In der Nase ist eine reife Frucht mit Hagebuttenmuss. Leicht likörige Kirsche mit dezenten und pinottypischen Reifetönen zeigen in der zweiten Nase dieses Spätburgunders vom Weingut Königshof. Am Gaumen steht der Wein kompakt. Die etwas höhere Restsüße verleiht ihm schöne Rundungen. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weingut-koenigshof-bopparder-hamm.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Königshof Bopparder Hamm Fässerlay Spätburgunder feinherb" /><br />
Insgesamt ist dieser Rotwein in sich sehr harmonisch. In der Länge tauchen dann Anflüge von Reifetönen nach Tabak und Leder auf. Wenn man diese Flasche Spätburgunder länger offen hat, kommen noch Röstaromen wie beim Espresso hinter einer süßen Schwarzen Johannisbeere hinzu. In die eher gereiften Richtungen wie Tabak, Leder und Kaffee wird sich der Spätburgunder vom Königshof in den kommenden Monaten noch weiter entwickeln. Aus unserer Sicht wird der Fässerlay halbtrocken dabei noch einige Zeit Trinkspaß liefern; auch wenn dieser sicherlich nicht universell ist. Denn: Dieser Weinstil ist etwas avantgardistisch.</p>
<p>Die Weinkritik engt sich nicht selten dadurch ein, dass bestimmte festgezurrte Weintypen von angesehenen Gütern als hochwertig beschrieben werden. Experimentalweine kommen dann seltener vor. Und alteingesessene Weingüter haben es mit eher traditionellen Nummern noch schwerer als junge Leute, die ungewöhnliche irgendwie unter dem Label Spaß vermarkten können. Nun ist das Weingut Königshof in Boppard am Mittelrhein auch mit diesem Spätburgunder nicht wirklich zu Experimenten aufgetan. Vielmehr handelt es sich hier um ein ganz traditionelles Weingut mit eher lokaler Bekanntheit.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/bopparder-hamm-spaetburgunder.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Königshof Bopparder Hamm Fässerlay Spätburgunder feinherb" /><br />
Erstaunlich ist jedoch der gute Zustand des Weines jetzt. Es scheint nicht nur so zu sein, dass Weingüter in typischen Rieslinglagen Rotweine nur anbauen, um in der Direktvermartung oder der örtlichen Gastronomie alles aus eigener Hand bestreiten zu können. So mancher rote Wein &#8211; auch an der Mosel &#8211; hat seine Berechtigung. Zugleich kann dies kein Freibrief dazu sein, die Profilschärfe der hervorragenden Weine aus der klassischen Rebsorte Riesling in ihren typischen Lagen zu untergraben. Der Riesling wird gerade an Mosel und Mittelrhein noch länger sehr wichtig sein.</p>
<p>Gerade wenn man sich den Reifeabstand zwischen der Pfalz oder gar Baden anschaut, wird die Erderwärmung am Mittelrhein für den Riesling auf absehbare Zeit kein ernstes Problem werden. Und so gelingen gerade mit dem derzeitig im Handel aktuellen Jahrgang 2011 vielen Weingütern im Mittelrhein richtig gute und filigrane Weine. Die Rieslinge von hier haben nicht selten durch ihre schlanke Art einen Reiz, der in einigen anderen Anbaugebieten durch Kraftmonster beseitigt wird. In dem Jahr war die Ernte im Mittelrhein ca. 3 Wochen früher als gewöhnlich. Mal schauen, was uns der Jahrgang 2012 bringen wird. Und natürlich halten wir beide Nasenflügel weiterhin offen für ungewöhnliche Entdeckungen.</p>
<p>Weingut Königshof Bopparder Hamm Fässerlay Spätburgunder feinherb<br />
Mittelrhein<br />
Erzeuger: Weingut Königshof<br />
A.P.Nr: 1 671 064 3207<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13%<br />
Jahrgang: 2006<br />
Einkaufspreis: 9 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Chateau Latour Camblanes 2009</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Nov 2012 18:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Chateau Latour Camblanes verfolge ich schon seit einigen Jahrgängen. Um so mehr freute ich mich nun den 2009er ins Glas zu bekommen. Dieses Jahr gilt ja in Bordeaux als recht gut. Wir haben uns schon recht differenziert darüber geäußert. Deswegen ist die Verkostung des Chateau Latour Camblanes 2009 recht spannend. Es ist nicht selten, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-latour-camblanes-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau Latour Camblanes 2009" /> Den Chateau Latour Camblanes verfolge ich schon seit einigen Jahrgängen. Um so mehr freute ich mich nun den 2009er ins Glas zu bekommen. Dieses Jahr gilt ja in Bordeaux als recht gut. <a href="http://weinverkostungen.de/jahrgang-bordeaux-2009/">Wir haben uns schon recht differenziert darüber geäußert. </a>Deswegen ist die Verkostung des Chateau Latour Camblanes 2009 recht spannend. Es ist nicht selten, dass die extrem hohe Klasse in einem Spitzenjahrgang nicht im Basis- oder Mittelsegment zu finden ist. Das Chateau Latour Camblanes befindet sich in der Mitte der Appellation Cotes de Bordeaux. Seit Anfang der 80er Jahre gehört es zur Castel-Gruppe.<span id="more-8587"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/latour-camblanes-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau Latour Camblanes 2009" /> Dieser Bordeaux zeigt sich dunkel in dichtem Rubinrot im Glas. In der Nase sind reife rote Früchte und Pflaumen. In der zweiten Nase beim Chateau Latour Camblanes riecht das etwas eingelegt. Dabei ist ein dezenter Ton nach Zedern mit etwas Leder wahrzunehmen. Der Gaumen ist bei diesem Rotwein aus Bordeaux reif-saftig und rund. In der Länge bringt der 2009er Chateau Latour Camblanes etwas Lakritze. Aus meiner Sicht ist dies der beste Jahrgang dieses Erzeugers in den vergangenen Jahren. Hier macht Bordeaux erschwinglich Spaß. Man hat Charakter im Glas, aber gerade soviel, dass dieser Wein nicht nur für wirkliche Fans passend ist.</p>
<p>Chateau Latour Camblanes 2009<br />
Frankreich – Bordeaux – Cotes de Bordeaux<br />
Erzeuger: Gruppe Castel<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 14 %<br />
Jahrgang: 2009<br />
Einkaufspreis: 8 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel<br />
EAN 3211209136347</p>
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		</item>
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		<title>Skyfall: Der traurigste James Bond seit 50 Jahren trinkt keinen Champagner mehr</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/skyfall-der-traurigste-james-bond-seit-50-jahren-trinkt-keinen-champagner-mehr/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Nov 2012 17:35:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurioses]]></category>
		<category><![CDATA[Champagner]]></category>

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		<description><![CDATA[Charme britisch, Aktion amerikanisch und Genuss meist französisch: Das ist die spannende Mischung mit der James Bond seit 50 Jahren erfolgreich auf der Leinwand flimmert. Der Genuss änderte über die Jahrzehnte weniger als die Schauspieler von James Bond. Mit Daniel Craig trat der sechste Darsteller an, der nun in „Skyfall“ seinen dritten Auftritt hat. So [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/skyfall-champagner.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Skyfall: Der traurigste James Bond seit 50 Jahren trinkt keinen Champagner mehr" />Charme britisch, Aktion amerikanisch und Genuss meist französisch: Das ist die spannende Mischung mit der James Bond seit 50 Jahren erfolgreich auf der Leinwand flimmert. Der Genuss änderte über die Jahrzehnte weniger als die Schauspieler von James Bond. Mit Daniel Craig trat der sechste Darsteller an, der nun in „Skyfall“ seinen dritten Auftritt hat. So sehr sich Bond auch mit den unterschiedlichen Schauspieler wandelte, die Getränke blieben häufig die Selben. „Skyfall“ ist hierbei jedoch ein deutlicher Einschnitt. Niederländisches Bier, schottischer Whisky und Cognac haben den Champagner ersetzt. <span id="more-8578"></span></p>
<p>1962 bestellte sich James Bond einen Wodka-Martini alleine im Hotelzimmer. Damit war eines der wichtigsten Getränke für seine 50 Jahre währende Leinwandpräsenz festgelegt. Ungefähr 70 Filmminuten später wird zu Besuch bei Dr. No erstmals Dom Perignon ausgeschenkt. Angeregt vom Prickelwasser entbrennt ein Streit welcher Jahrgang beim Burgunder Chambertin (gemeint ist die Nobel-Appellation Gevrey Chambertin) denn der Beste ist. Dies ist aber nur ein Randdialog, der mit der Sprengung des Millionen Dollar teuren Labors von Dr. No gipfelt. Weinfreunde sind die beiden trotz der guten Getränke jedenfalls nicht geworden.</p>
<p>Rückblickend mag es jedoch erstaunlich sein, dass schon vor 50 Jahren schon in der Bond-Reihe ein Chinese versuchte mit Dom Perignon und teurem Burgunder Eindruck zu machen. Das nahm die Entwicklungen in den letzten Jahren schon vorweg, egal ob es den Markt bei Nobel-Cognac, Top-Bordeaux oder Prestige-Champagner meint.</p>
<p>Doch zurück zur Filmreihe. Das wahrscheinlich lustigste Bond-Zitat stammt von Sean Connery. Dieser lässt 007 im Film Goldfinger (1964) sagen: „Man trinkt zum Beispiel nie einen 53er Dom Perignon, wenn er eine Temperatur über 8 Grad hat. Das wäre genau so, als höre man den Beatles ohne Ohrenschützer zu“. In Feuerball (1965) wird dann DomPi 1955 mit einem Bond-Girl getrunken. Im darauf folgenden Jahr gibt es in „Man lebt nur zweimal“ den 59er mit einem Gegenspieler. Er will Bond gar keinen Champagner haben. Als er hört, es gibt Dompi, ändert er seinen Entschluss.</p>
<p>Neben Dom Perignon ist immer wieder Bollinger bei James Bond zu Gast. Der Dompi taucht bei 007 nicht selten in Konflikten mit dem Gegenspieler auf. In „Der Spion, der mich liebte“ äußerte Bond 1977 „Ein Mann, der 52er Dom Perignon trinkt, kann nicht nur schlecht sein“. Ab und zu gefällt ihm der Jahrgang nicht. Bollinger hingegen wird häufig mit den geliebten Spioninnen getrunken. Nicht selten handelt es sich dabei um das Spitzenprodukt La Grande Année. Auch wenn Dom Perignon häufig stärker mit James Bond verbunden wird, unsere Auswertung der bislang erschienenen Filme sagt etwas anders: Derzeit steht es 12:7 für Bollinger. Seit 1983 war das Champagnerhaus in jeder Folge vertreten gewesen.</p>
<p>Auch jenseits von Champagner hat das Spiel um Weinwissen eine Tradition bei James Bond. Der kultivierte 007 tritt gegen Ganoven an, die sich einfach nicht zu benehmen wissen. 1963 ist in „Liebesgrüße aus Moskau“ die Frühstückshotelbestellung noch ganz lustig „Feigen grün, Eier weiß und Kaffee schwarz“. Unterirdisch wird es dann jedoch bei einer Zugfahrt. James Bond bestellte zur Seezunge korrekt einen Weißwein (Chablis). Der Gegenagent wird enttarnt, weil er Chianti zum Fisch trinkt. Der Dialog beim Bestellen: „Für mich eine Flasche Chianti.“ „Weißen Chianti?“ „Nein ich möchte Roten.“ Was soll weißer Chianti sein?</p>
<p>1971 stiehlt Südafrika dem Champagner die Show. In „Diamantenfiber“ hat Wein kaum Platz. Nur zum Schluss wird ein Mouton Rothschild getrunken. Jahrgang 1955! Auch hier wird der Gegner durch mangelndes Weinwissen enttarnt. Clairet ist dem mörderischen Servicepersonal als Begriff für einen Bordeaux unbekannt. Und so haben auch diese beiden Bösewichte ausgespielt.</p>
<p>„This is the End“, so beginnt der aktuelle James Bond. Es liegt nicht nur an der Sängerin Adele, dass dieser Film einer der traurigsten und am stärksten auf sich selbst bezogene in der 007-Serie ist. Noch nie wurde so viel in Großbritannien gedreht. Das Drama von „Skyfall“ deutet auf eine Krise dieser Kinoserie hin. Noch nie wurde James Bond in seinem Elternhaus  gezeigt. Das Grab seiner Eltern war auch noch nie zuvor zu sehen. Und gerade dies wirft die Frage auf, was mit dieser Kino-Serie passiert. Und auch der Hinweis auf die nächste Folge fehlt.</p>
<p>Champagner passt in diesen traurigen Film nicht herein. Stattdessen hat Bond Falten wie nie zuvor. Es gibt weniger Glamour, dafür wird Bond härter. Gleich in den ersten 10 Minuten gibt es Exzesse mit Whisky. Und James Bond wird als schwache Figur gezeigt. Zugleich zeigen sich Risse in der vornehmen Art des Gentlemen. Er ist gar dienstunfähig und tritt trotzdem an. Während Bond schottischen Whisky (Macallen) und Bier (Heineken) trinkt, bevorzugt man beim MI6 Cognac (Corvousier). So war Bond zuvor noch nie zu sehen. Nur im Abspann taucht Bollinger als Unterstützer des Films auf. Durch Produktplatzierungen gab es immerhin für „Skyfall“  Rekordeinnahmen von 34 Millionen Euro.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zwei mal Alfred Gratien am Welt-Champagner-Tag</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/zwei-mal-alfred-gratien-am-welt-champagner-tag/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 18:52:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Champagner]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 26. Oktober war der Welt-Champagner-Tag. Das hat irgendwie in Deutschland so niemand richtig mitbekommen. Im englischsprachigen Raum sieht es etwas anders aus. Dort wird digital der Global Champagne Day gefeiert. Auch ich hatte mich vertan und gedacht er würde in diesem Jahr am 28. Oktober sein. An diesem Tag war der Welt-Champagner-Tag nämlich auf [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagne-alfred-gratien.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Zwei mal Alfred Gratien am Welt-Champagner-Tag" />Am 26. Oktober war der Welt-Champagner-Tag.  Das hat irgendwie in Deutschland so niemand richtig mitbekommen. Im englischsprachigen Raum sieht es etwas anders aus. Dort wird digital der Global Champagne Day gefeiert. Auch ich hatte mich vertan und gedacht er würde in diesem Jahr am 28. Oktober sein. An diesem Tag war der Welt-Champagner-Tag nämlich auf einem Donnerstag im Jahr 2010 und an einem Freitag 2011. 2012 sollte es nun irgendwie beim Freitag bleiben. <span id="more-8574"></span></p>
<p>Zeitnah stehen zwei Flaschen Champagner zur Verkostung bereit. Sie stammen vom Champagner-Haus Alfred Gratien aus Epernay. Nicolas Jaeger ist hier in der vierten Generation als Kellermeister tätig. Vor drei Jahren übernahm der diese Aufgabe von seinem Vater. Alfred Gratien arbeitet &#8211; wie viele andere sehr bekannte Erzeuger von Champagner &#8211; als Negociant-Manipultant. Im Unterschied zu vielen anderen Häusern verzichtet man hier jedoch vollständig auf die malolaktische Gärung. Damit soll die Typizität der Herkunft bewahrt werden. Zudem erhöht dies die Lagerfähigkeit. Tatsächlich trägt der aktuell auf dem Markt erhältliche Jahrgangschampagner die Angabe 1999 auf dem Etikett.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-brut.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Zwei mal Alfred Gratien am Welt-Champagner-Tag" />Den haben wir gerade allerdings nicht im Glas. Da befindet sich vielmehr der einfachste Champagner des Hauses Alfred Gratien, also der Brut. Er zeigt eine begeisternd feine Perlage im Glas. Von der Farbe lässt er sich in einem dunkleren Gelb mit bräunlichen und auch rötlichen Reflexen beschreiben. Auch die Nase ist überraschend. Hier zeigen sich Dörrobst, Feigen und Hefearomen. In der zweiten Nase ist etwas Haselnuss. Am Gaumen entfaltet der Alfred Gratien Brut eine volle Frucht mit Orangenschale. Die Säure ist gut eingebunden mit Grapefruit in der Länge. Dabei bleibt er cremig stehen. Nach intensiver Luftzufuhr hat man auch noch etwas Walnüsse im Nachhall. Das ist ein rundes und schönes Geschmackserlebnis, was man beim einfachsten Champagner eines Hauses in der Qualität nicht erwarten kann.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/alfred-gratien-rose.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Zwei mal Alfred Gratien am Welt-Champagner-Tag" />Als zweiten Champagner von Alfred Gratien steht der Rose Brut bereit. Auch hier gibt es eine feine Perlage zu bewundern. Im Glas ist eine dunkleres Lachsrosa. In der Nase erscheinen Kirsche, frische Beeren und rote Johannisbeeren. Am Gaumen ist wenig Säure. Der Champagner erscheint schlank und elegant. Bei insgesamt guter Balance erscheint er etwas kreidig und spät etwas trocken durch die Säure. Die Stilistik des Rose ist eher frisch geprägt. Aus meiner Sicht überzeigt vor allem der weiße Brut von Alfred Gratien.</p>
<p>Ich hoffe, dass der Welt-Champagner-Tag zukünftig eine feste Größe in der digitalen Kommunikation wird und auch im hiesigen Lande im kommenden Jahr so einiges mit diesem leckeren Prickelwasser passiert. Und wenn grad nicht Champagner-Tag ist, kann man sich ja mit Cremant von der Loire vergnügen. <a href="http://weinverkostungen.de/cremant-de-loire-gratien-meyer-brut/">Zum Beispiel von Gratien&#038;Meyer. Von dem Ableger des Champagner-Hausen haben wird ja schon einmal berichtet.</a></p>
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		<title>Weinentdecker: Schnüffelparcours in Köln</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Oct 2012 06:23:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurt Tucholsky bedauerte einmal, dass man Wein nicht streicheln kann. Aber man kann ihn in diesen Tagen sehr gut schnüffeln. Im Schnüffelparcours der Hanse Stube des Excelsior Hotel Ernst sind Gläser mit rebsortentypischen Geschmacksrichtungen neben den entsprechenden Weinen angeordnet. Die Weine kommen aus deutschen Anbaugebieten, denn diese Aktion ist im Rahmen der Kampagne „WeinEntdecker werden“ [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinentdecker-schnueffelparcours-koeln.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinentdecker: Schnüffelparcours in Köln" />Kurt Tucholsky bedauerte einmal, dass man Wein nicht streicheln kann. Aber man kann ihn in diesen Tagen sehr gut schnüffeln. Im Schnüffelparcours der Hanse Stube des Excelsior Hotel Ernst sind Gläser mit rebsortentypischen Geschmacksrichtungen neben den entsprechenden Weinen angeordnet. Die Weine kommen aus deutschen Anbaugebieten, denn diese Aktion ist im Rahmen der Kampagne „WeinEntdecker werden“ vom Deutschen Weininstitut (DWI) aufgebaut. Und so gibt es im Schnüffelparcours die weit verbreiteten Rebsorten Riesling, Spätburgunder und Grauburgunder neben den hier sehr typischen Trauben, wie Trollinger, Frühburgunder und Silvaner zu probieren. <span id="more-8571"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/schnueffelparcours-koeln.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinentdecker: Schnüffelparcours in Köln" />Ob Himbeere, Kakao oder Lakritze: Die Frage woraus die jeweiligen Geruchsrichtungen in einem Wein entstehen, ist wissenschaftlich noch nicht genau geklärt. Die sechs in Köln präsentierten Rebsorten besitzen jedoch eine spezifische Typizität. Diese kann man im Parcours mit frisch bereiteten Proben erschnüffeln. Es ist nicht nur ein spannendes Spiel, wenn man erst den Wein riecht und versucht blind die Aromen zu beschreiben. Man kann es auch als eine gute Übung betreiben, sein eigenes Geschmacksempfinden zu trainieren oder zu überprüfen. Denn wenn man nicht neugierig durch diese Welt geht, hat man unter Casis evtl. etwas anderes im Gehirn abgespeichert.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinentdecker-koeln.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinentdecker: Schnüffelparcours in Köln" />Beim Riesling sind zum Beispiel Zitrone, Eisbonbon oder auch Hefe in Gläsern bereitgestellt. Eine Mitarbeiterin der Hanse Stube warnt: Man soll die Nase bei manchen natürlichen Geruchsproben nur vorsichtig ins Glas zu stecken. Und tatsächlich, wenn man fahrlässig ist, kann man das Aroma, was man vorher im Wein wahrgenommen hat, nicht mehr reichen. Auch dies ist eine interessante Erfahrung. Die Geschmacksnerven sind fast wie ein Muskel: Man muss sie trainieren um sicher und zuverlässig mit der Nase arbeiten zu können. Und man muss seine Nase schützen. Der Schnüffelparcours zeigt auch recht deutlich wie wichtig der Geruch beim Wein ist. Die Zunge kann nur ohnehin nur Dinge wie süß, sauer, salzig und bitter erkennen. Was ist dagegen die riesige und nahezu unerschöpfliche Welt des Geruchs? </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinentdecker-schnueffelparcours.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinentdecker: Schnüffelparcours in Köln" />Nach einigen Geruchserlebnissen wird es beim Spätburgunder besonders spannend. Hier kann man einen Wein aus Assmannshausen (Rheingau) gegen einen Ahrweiler Rotwein vergleichen. Ein Spätburgunder aus Baden wäre bestimmt als dritte Referenz daneben auch noch sehr interessant gewesen. Denn beim Wein ist nicht nur die Rebsorte wichtig. Auch die klimatischen Bedingungen, die Bodenverhältnisse und die Weinbautradition (oder weiter gefasst der Faktor Mensch) sind prägend für den Geruch und Geschmack eines Weins. Aber auch so: Beide Spätburgunder unterscheiden sich und geben markant das Profil ihrer Region wieder. Der Vergleich mit den angebotenen Schnüffel-Aromen ist erstaunlich.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/riesling-lounge-schnueffelparcours.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinentdecker: Schnüffelparcours in Köln" />Der Schnüffelparcours in Köln bietet für viele Teilnehmer etwas. Egal ob man absoluter Weinfreak ist oder sich nur mal so aus Spaß mit Wein beschäftigt: Man kann hier nicht nur zum Weinentdecker werden, sondern auch neue Sichtweisen auf eine bislang bekannte Welt der Weine entwickeln und damit etwas Bekanntes neu entdecken. Die Aktion ist leider etwas weit hinten in der Hanse Stube im zentral am Hauptbahnhof gelegenen Excelsior Hotel Ernst versteckt. Wenn man aber hingefunden hat, wird man begeistert sein und kann auf seine ganz persönliche Entdeckungsreise gehen. Hoffentlich wird der Schnüffelparcours hier oder auch an anderer Stelle mal wiederholt.</p>
<p>Riesling Lounge/Hanse Stube im Excelsior Hotel Ernst<br />
Domplatz / Trankgasse 1-5<br />
50667 Köln</p>
<p>19. bis 28. Oktober 2012<br />
Montag bis Sonntag 18:00 bis 22:30 Uhr</p>
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		<title>Wein-Flashmob oder der Flaschenmob am Deutschen Eck in Koblenz</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 07:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[21 Grad, rund 200 Leute, Sonnenschein und Wein – das war der Flaschenmob am Deutschen Eck in Koblenz. Hier wo die Mosel in den Rhein fließt, fand gestern der erste Wein-Flashmob statt. Um 16 Uhr entkorkten die Teilnehmer gleichzeitig ihre mitgebrachten Weinflaschen und tranken diese zusammen. Sich zuvor völlig unbekannte Menschen teilten ihren Weingenuss. Auch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/flaschenmob-koblenz.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Wein-Flashmob oder der Flaschenmob am Deutschen Eck in Koblenz" />21 Grad, rund 200 Leute, Sonnenschein und Wein – das war der Flaschenmob am Deutschen Eck in Koblenz. Hier wo die Mosel in den Rhein fließt, fand gestern der erste Wein-Flashmob statt. Um 16 Uhr entkorkten die Teilnehmer gleichzeitig ihre mitgebrachten Weinflaschen und tranken diese zusammen. Sich zuvor völlig unbekannte Menschen teilten ihren Weingenuss. Auch den Passanten wurde der deutsche Wein angeboten. Nicht ganz unzufällig gab es beim Flaschenmob recht viel Riesling vor allem aus den nahe gelegenen Anbaugebieten Mosel, Rheingau, Rheinhessen und dem Mittelrhein.<span id="more-8566"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/flaschenmob.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Wein-Flashmob oder der Flaschenmob am Deutschen Eck in Koblenz" />Zu dem etwas ungewöhnlichen Wein-Flashmob hatten Jan Wilhelm Buhrmann und Marco Pusceddu von der <a href="http://www.gavino.de/">Weinbar Gavino</a> in Koblenz aufgerufen. Über die sozialen Netzwerke wie facebook wurde dieser Aufruf gestreut. Zwar zeichnete sich hier mit etwas mehr als 80 Anmeldungen eine eher etwas verhalten Resonanz ab, die althergebrachte Mund-zu-Mund-Propaganda und nicht zuletzt das gute Wetter trugen jedoch zum großen Besucheransturm und einer guten Stimmung bei. Die bunt gemischten Teilnehmer hatten ausgelassenen Spaß.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wein-flashmob-koblenz.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Wein-Flashmob oder der Flaschenmob am Deutschen Eck in Koblenz" />Der Flaschenmob am Deutschen Eck in Koblenz ist Teil der Aktion des Deutschen Weininstituts (DWI) mit dem Titel „Weinentdecker werden“. In ungefähr 400 Restaurants und Weinfachhandlungen gibt es noch die ganze Woche zahlreiche Aktionen rund um den deutschen Wein. Damit soll das Interesse an deutschen Weinen gestärkt werden. Dort wo die beiden bedeutenden Weinflüsse Mosel und Rhein zusammenfließen ist dafür ein perfekter Veranstaltungsort.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wein-flashmob.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Wein-Flashmob oder der Flaschenmob am Deutschen Eck in Koblenz" />Der Wein-Flashmob in Koblenz kann sicher als einer der kreativsten Beiträge bei den Weinentdeckungen gelten. Aus den angepeilten 20 Minuten Flaschenmob wurden ganz schnell zwei gemütliche Stunden. Dazu trugen leckere Weine und vor allem angenehme Gesprächspartner bei. Von mehreren Seiten ist schon von einer Widerholung im kommenden Jahr die Rede.</p>
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		<title>Regionen, Stile und Jahrgänge des Grünen Veltliner</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Oct 2012 21:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute legte im Hafen von Düsseldorf das Schiff der Östereichischen Weinwerbung (ÖWM) an. Als Ort für die Weinpräsentation wurde das Restaurant „Berens am Kai“ gewählt. Aus der Richtung Donau wurde eine Vielzahl an Grünen Veltlinern verschiedener Stile und unterschiedlicher Jahrgänge mit an den Rhein gebracht. Gerhard Elze (Marketing-Manager der ÖWM) hatte den Journalisten Sascha Speicher [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/gruener-veltliner-regionen-jahrgaenge.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Regionen, Stile und Jahrgänge des Grünen Veltliner" />Heute legte im Hafen von Düsseldorf das Schiff der Östereichischen Weinwerbung (ÖWM) an. Als Ort für die Weinpräsentation wurde das Restaurant „Berens am Kai“ gewählt. Aus der Richtung Donau wurde eine Vielzahl an Grünen Veltlinern verschiedener Stile und unterschiedlicher Jahrgänge mit an den Rhein gebracht. Gerhard Elze (Marketing-Manager der ÖWM) hatte den Journalisten Sascha Speicher auf dem Weg nach Düsseldorf noch mit an Bord geholt. Beide moderierten unterhaltsam und detailliert eine Verkostung von 12 Grünen Veltlinern. Nach der Stärkung mit einem Wiener Schnitzel konnte man noch eine Reihe weiterer Weine frei verkosten.<span id="more-8561"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/gruener-veltliner-leth-scheiben.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Regionen, Stile und Jahrgänge des Grünen Veltliner" />Besonders positiv zeigte sich der aktuelle Jahrgang 2011. In ihm entstanden sehr viele volle Weine mit ausgeprägter Frucht. Besonders positiv hervorhebenswert ist der Grüne Veltliner Reserve Scheiben aus Wagram vom Weingut Leth. Dies ist einer der Leitbetriebe in dem Anbaugebiet. In der Nase hat man bei diesem Wein eine recht reife helle Frucht. Der Gaumen dieses Grünen Veltliner von Leth ist sehr rund. Insgesamt ist der Scheiben sehr stimmig. Dieses „1 ÖWT“ auf dem Etikett sieht etwas seltsam aus. Es meint jedoch Erste Lagen in Österreich (Details zum Thema folgen).</p>
<p>Aber auch 2010 darf man nicht unterschätzen. Während 2011 vielfach auch das Basissortiment viel Spaß macht, findet man im vorhergehenden Jahrgang besonders bei den gehobenen Qualitäten herausragende Grüne Veltliner. Zwar ist 2010 häufig nicht so opulent in der Frucht geraten, jedoch hat man häufig das typische Pfefferl im Wein. Und in der Spitze brilliert der Jahrgang 2010 in Österreich; auch wenn die Mengen sehr gering waren.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/gruener-veltliner-schloss-gobelsburg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Regionen, Stile und Jahrgänge des Grünen Veltliner" />Bei den zur Verkostung stehenden Grünen Veltlinern aus 2010 ist ganz besonders der Reserve „Tradition“ vom Schloss Gobelsburg zu empfehlen. Dieser erscheint erst leicht stinkig in der Nase. Doch schnell entdeckt man darunter eine sehr schöne Frucht. Voll ist dieser 2010er Grüne Veltliner am Gaumen, dann wird er frischer. Ein langer weicher Vanille-Nachhall zeigt sich. Dieser Reserve „Tradition“ aus dem Kamptal erinnert mich irgendwie an die Rieslinge von Schäfer-Fröhlich an der Nahe. Dabei ist der Weg ein anderer. Beim Weingut Schloss Gobelsburg versucht man den Ausbau auf eine traditionelle Erzeugung zurückzuführen. Dazu gehört auch ein langes Hefelager. Das Ergebnis ist eine Klasse für sich.</p>
<p>Die Ausprägung der Weine aus der Rebsorte Grüner Veltliner ist sehr stark an den klimatischen Verlauf in einem Jahr gebunden. Es ist durchaus interessant wie markant der Unterschied der beiden Jahrgänge 2011 und 2010 ausfällt. Als geübter Verkoster fällt es nicht wirklich schwer nach einigen Grünen Veltlinern das den Jahrgang blind zuzuordnen. Bei einem ist mir das jedoch nicht gelungen. Der 2010er Reserve Goldjoch vom Weingut Pfaffl ist mit seinem höheren Restzucker so voll in der Frucht und zugleich präsent am Gaumen, dass ich ihn glatt für einen 2011 halten würde.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wiener-schnitzel.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Regionen, Stile und Jahrgänge des Grünen Veltliner" />Weiterhin haben mir in der freien Verkostung noch die Grünen Veltliner Reserve „Charming“ von Laurenz Five, der Smaragd Wösendorfer Hochrain von Rudi Pichler und die „Alten Reben“ von Markovitsch aus dem Jahrgang 2011 sehr gut gefallen. Den Jamek Smaragd Achleiten möchte ich auch noch erwähnen. Dieser wird sicherlich fast jedem Weinfreund sofort zusagen. Bei vielen wird dieser Grüne Veltliner aus 2011 sogar für Begeisterungsstürme sorgen. Mir erschien er etwas vorhersehbar.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/gruener-veltliner-nikolaihof.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Regionen, Stile und Jahrgänge des Grünen Veltliner" />Das Thema Reife ist auch durchaus interessant. So zeigt sich hier auch die hervorragende Anstrengung beim Anbei des Grünen Veltliner. Zwar gab es in Düsseldorf in dieser Kategorie nicht wirklich viel zu probieren (in Paranthese: es ist ja nun auch wirklich ein enormes Randthema, wenn auch ein sehr schönes), jedoch schien mir der Smaragd „Vinothek“ vom Nikolaihof aus dem Jahr 1993 als sehr gut ansehnlich und würdevoll gereift. In der Nase hat man bei diesem Grünen Veltliner Holz, was fast schon staubig trocken erscheint, dann kommen Karamell- und Tabaknoten. Erst ist er saftig am Gaumen, dann kurz brandig schnalzend. Insgesamt zeigt sich hier harmonische Reife, wie sie der Nobilität von hervorragenden Weinen der Königsrebsorte Grüner Veltliner angemessen ist.</p>
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		<title>WeinEntdeckungen am Mittelrhein</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Oct 2012 16:53:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 19. bis 28. Oktober gibt es unter dem Motto „WeinEntdecker werden!“ im gesamten Bundesgebiet Aktionen rund um den deutschen Wein. Nach der Initiative des Deutschen Weininstituts (DWI) kann man in fast 400 Restaurants, Weinbars, Hotels, Weinhändlern und Feinkostgeschäften viele neue Facetten des Weins entdecken. “Wir wollen mit dieser Aktionswoche die Wahrnehmung unserer Weine insbesondere [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinentdeckung-mittelrhein.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="WeinEntdeckungen am Mittelrhein" />Vom 19. bis 28. Oktober gibt es unter dem Motto „WeinEntdecker werden!“ im gesamten Bundesgebiet Aktionen rund um den deutschen Wein. Nach der Initiative des Deutschen Weininstituts (DWI) kann man in fast 400 Restaurants, Weinbars, Hotels, Weinhändlern und Feinkostgeschäften viele neue Facetten des Weins entdecken. “Wir wollen mit dieser Aktionswoche die Wahrnehmung unserer Weine insbesondere außerhalb der Weinbaugebiete verbessern“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.<span id="more-8557"></span></p>
<p>Dieses Programm ist voll und ganz zu unterstützen. Gerade in den Regionen in denen kein Weinbau vorhanden ist, ist der Wettbewerb mit anderen Erzeugungsländern besonders hoch. Die Zeiten, dass man sich nach einem Urlaub mit seinem Hauswein an ein Weingut gebunden hat, sind eindeutig vorbei. Man geht mit keinem Winzer mehr durch dicke und dünne Jahrgänge. Heute wird verglichen und abgewogen. Dabei ist der eigene Geschmack gefragt. Bei einer WeinEntdeckung bekommen auch viele Weingüter aus der zweiten Reihe eine verdiente Chance.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/mittelrhein-weinentdeckung.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="WeinEntdeckungen am Mittelrhein" />Zur Suche des DWI nach WeinEntdeckern passt ganz gut, dass wir uns in den vergangen Tagen mal wieder in einer deutschen Weinregion zu einer Entdecker-Tour aufgemacht haben. Drei Weine von recht unbekannten Winzern haben wir dabei vom Mittelrhein mitgebracht. Es handelt sich um zwei Flaschen Riesling und einen Spätburgunder aus dem Bopparder Hamm. Die Weine werden wir in den kommenden Wochen öffnen und mit positiven Entdeckungen natürlich nicht hinter den Berg halten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinentdecker.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="WeinEntdeckungen am Mittelrhein" />Hier geht es zu dem <a href="http://www.weinentdecker-werden.de/">„offiziellen“ Programm der WeinEntdecker</a> in Fachhandel und Gastronomie. Da ist bestimmt etwas in Ihrer Nähe mit dabei. Aber besser noch, Sie ziehen sich Ihre Wanderschuhe an, setzen sich in die Bahn, Bus oder das Auto und ab in eines der nächsten Weinbaugebiete. Da gibt es so richtig was zu entdecken.</p>
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		<title>Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2012 16:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Rheingau]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den Rheingau wird seit einiger Zeit intensiv diskutiert. Während bei den Rieslingen aus Rheinhessen und von der Nahe die Talente und Aufsteiger in den letzten Jahren gefeiert wurden, die Mosel ihre Individualität und Einzigartigkeit der Weine bewiesen hat, ist das Anbaugebiet Rheingau in der Wahrnehmung ins Hintertreffen geraten. Dabei liegt mit den Esten Gewächsen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rheingau-erstes-gewaechs-2011.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Über den Rheingau wird seit einiger Zeit intensiv diskutiert. Während bei den Rieslingen aus Rheinhessen und von der Nahe die Talente und Aufsteiger in den letzten Jahren gefeiert wurden, die Mosel ihre Individualität und Einzigartigkeit der Weine bewiesen hat, ist das Anbaugebiet Rheingau in der Wahrnehmung ins Hintertreffen geraten. Dabei liegt mit den Esten Gewächsen hier wenn nicht sogar die Geburtswiege so doch ein wichtiger Ursprung dieser trockenen Spitzenkategorie für deutsche Weine.<span id="more-8549"></span></p>
<p>Vor Verkostungen der Rieslinge aus dem Rheingau hört man häufig negative Stimmen über diese Weine. So häufig, wie man so etwas hört, könnte man selbst schon fast daran glauben. Wenn man diese Weine probiert, sieht die Welt jedoch schnell ganz anders aus: Der Rheingau leidet nicht an seiner geringen Qualität, sondern an den anhaltend guten Rieslingen einiger Weingüter. Sich hier positiv zu profilieren ist wesentlich schwerer, als zum Beispiel auf der anderen Seite des Rheins. Ein weiteres Problem des Images vom Rheingau: Die schöne Landschaft, die Adelskultur und die historischen Bauwerke vermitteln nur schwer ein Bild von kreativer und moderner Weinerzeugung. Der Rheingau ist das Sinnbild für Luxusprobleme im deutschen Weinbau. Ein weiteres kommt noch hinzu: Die Rieslinge verkaufen sich aufgrund eines wohlhabenden Einzugsgebiets regional sehr gut.</p>
<p>Die Dynamik und Leistung in Rheinhessen wäre vor solch einem kulturellen Hintergrund und der auf der linken Seite des Rheins selbst gemachten Krisen nie denkbar gewesen. Dabei tut sich im Rheingau in den letzten Jahren so einiges. Man kann hierbei einige Erste Gewächse gerade des aktuellen Jahrgangs 2011 als Beispiel nehmen. Es scheint mir so, als haben einige Weingüter sich enorm weiter entwickelt. Besonders die vielschichtig auftretenden Kräuteraromen in den Rieslingen versprechen auch nach längerer Lagerung wesentlich interessante Erste Gewächse zu sein. Vor wenigen Jahren gab es ab und an einige Rieslinge, die versuchten als konzentrierte Frucht zu punkten. Heute ist das Geschmacksspektrum wesentlich größer geworden.</p>
<p>Trotzdem der Rheingau recht klein ist: Die Ersten Gewächse muss man hier im Plural denken. Das verdeutlicht der Jahrgang 2011 recht stark. Hierbei ist gar nicht das Qualitätsgefälle innerhalb dieser Kategorie gemeint. Vielmehr gibt es recht große Unterschiede in der Stilistik. Zudem sind recht unterschiedliche Restzucker- und Alkoholwerte signifikant. Auch wenn sich dies in meinen Verkostungsnotizen und Bewertungen nicht so widerspiegelt: Braucht man 14% bei einem trockenen Riesling?</p>
<p>Doch nicht nur die Weingüter im Rheingau sind unterschiedlich. Auch die einzelnen Lagen zeigen eine enorme Vielfalt. Man kann hierbei nur einmal die Lagen Schlossberg, das Lenchen und das Kirchenstück in Bezug auf Boden und Hangneigung vergleichen. Der Begriff Geschmackskorridor führt hier kaum weiter. Jedes Weingut wird auch weiterhin sein Erstes Gewächs als Spitze seiner trockenen Weine vermarkten. Und so wird man aus dem Berg Schlossberg nicht selten fünf verschiedene Erste Gewächse aus einem Jahrgang am Markt finden, wo die Handschrift des Weinguts jeweils einen größeren Abdruck im Riesling gefunden hat, als die Lage an Einfluss gibt.</p>
<p>Nach vielen positiven Worten über die Entwicklung und den derzeitigen Stand der Rieslinge, muss auch zum Spätburgunder aus dem Jahrgang 2010 etwas geschrieben werden. Das Thema der Rotweine aus dem Rheingau mit dem Label Erstes Gewächs ist in diesem Jahr die Fortsetzung eines Dramas. Lediglich drei Weine gibt es in dieser Kategorie. Alle drei Spätburgunder sind aus meiner Sicht unter dem Niveau, was für den Rheingau als Spitze anzusehen ist. Und es gibt wieder kein Erstes Gewächs mit dem Spätburgunder aus dem Bereich Assmannshausen. Eine solche Kategorie ergibt nur einen Sinn, wenn hier tatsächlich die besten Weine vertreten sind.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wein-assmannshausen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Dass man in Assmannshausen gute Spätburgunder machen kann, beweisen jedes Jahr einige Winzer. Und man wusste die auch schon vor einigen Jahrhunderten. In der <a href="http://weinverkostungen.de/assmannshaeuser-hoellenberg/">Nassauischen Weinkarte wurde gerade der Höllenberg mit den Rotweinen</a> hervorgehoben. Vor 100 Jahren schreib man nur Assmannshäuser Wein auf die Flaschen und es war international bekannt, dass es sich hierbei meist um hervorragenden Spätburgunder handelt. Eine Klassifizierung wie das Erste Gewächs sollte diesen hohen Stellenwert der Rotweine aus Assmannshausen nicht als Huldigung der Geschichte, sondern aufgrund der guten Qualitäten in den vergangenen Jahren auch abbilden. Sicherlich trugen die geringen Mengen und die Schwierigkeiten im Jahrgang 2010 zu den wenigen Anstellungen der Ersten Gewächse aus Spätburgunder bei.</p>
<p>Noch etwas zu den Rahmendaten im Rheingau. Das Anbaugebiet hat im Jahr 2011 einen Anteil von nur 2,5% an der deutschen Weinproduktion. Dabei entstanden hier zu knapp 55% Prädikatsweine. Nur in Franken ist der Anteil der Weine mit Prädikat höher. Mit dem Jahrgang 2011 hat man nach den enormen Einbußen im Vorjahr wieder durchschnittliche Mengen im Ertrag erreicht.</p>
<p>Die Anzahl der nun verfügbaren Ersten Gewächse liegt bei den Rieslingen 2011 und Spätburgundern 2010 bei 79 Weinen. 72 Weingüter hatten 145 Weine zu Prüfung angestellt. Der hohe Qualitätsanspruch dieser Kategorie wird dadurch unterstrichen, dass nur rund 1% der geernteten Weine als Erstes Gewächs zugelassen wurden. In absoluter Menge ausgedrückt handelt es sich um ungefähr 220.000 Flaschen Erstes Gewächs aus dem Rheingau. Trotz stabil hohen Anstellungen zur Prüfung wurde in den vergangenen Jahren die Anzahl der Zulassungen deutlich verringert.</p>
<p>Auch wenn eine weitere Verknappung bei den Ersten Gewächsen diese Kategorie weiter aufwerten würde, kann man zugleich einige Weingüter bei den Rieslingen 2011 vermissen. Langwerth von Simmern war aus meiner Sicht in den vergangenen Jahren nicht nur bei den Ersten Gewächsen aus meiner Sicht eine sichere Bank. Hier wird sicherlich jeder Kenner des Rheingaus noch einige andere Namen nennen können. Das Weingut Mohr, Chat Sauvage und Koegler fallen mir so spontan noch ein.</p>
<p>Im Folgenden finden sich meine Notizen und Bewertungen der Ersten Gewächse. Es soll ausdrücklich darauf hingewiesen sein, dass es sich um meine Bewertung handelt und nicht um einen allgemeinen Maßstab. Auffällig ist jedoch, dass auch viele Erzeuger ohne Mitgliedschaft im VDP im Jahr 2011 erstklassige Erste Gewächse erzeugt haben. Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung im Rheingau im kommenden Jahr durchaus spannend. Wird es ein „VDP Erstes Gewächs“ oder ein „Großes Gewächs“ mit dem Jahrgang 2012 geben? Oder bleibt es bei einer offenen Klassifizierung? Das scheint derzeit noch offen zu sein. Eine Lösung bei der kein Weingut Nachteile hat, wird es wahrscheinlich nicht geben.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/elena-benischke-weinkoenigin.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Die Reihenfolge der Verkostung ist nach Einzellagen sortiert entgegen der Fließrichtung des Rheins. Einige wenige Erste Gewächse fehlen in dieser Liste. Das ist auf ablaufende Zeit zurück zu führen. Trotzdem sind im Folgenden die Notizen zu annähernd 70 Rieslingen aus dem Rheingau zu finden. Danken möchte ich noch dem Rheingauer Weinbauverband für die Organisierung der Verkostung, der nun ehemaligen Rheingauer Weinkönigin Elena Benischke (viel Erfolg bei der Wahl zur Deutschen Weinkönigin) für das Engagement beim Tischservice und allen anderen helfenden Händen.</p>
<p><strong>Lorcher Schlossberg<br />
Weingut Paul Laquai</strong><br />
Frisch und reintönig in der Nase, druckvoll am Gaumen, eher ein elegantes Leichtgewicht.<br />
88</p>
<p><strong>Lorcher Kapellenberg<br />
Weingut Graf von Kanitz</strong><br />
Reifer heller Pfirsich in der Nase, frische vegetatible Noten in der zweiten Nase, voll auch am Gaumen, klar und gradlinig.<br />
90</p>
<p><strong>Lorcher Kapellenberg<br />
Weingut Karl Ottes</strong><br />
Reifer Pfirsichduft, spannungsreich mit kräftiger Frucht am Gaumen, in sich stimmig, Säure ist gut integriert, schöne Länge.<br />
91</p>
<p><strong>Lorcher Pfaffenwies<br />
Weingut Graf von Kanitz</strong><br />
Floral geprägte Nase, reife Frucht in der zweiten Nase, extraktreich und gradlinig am Gaumen, wird bei Reife interessanter werden.<br />
89</p>
<p><strong>Lorcher Pfaffenwies<br />
Weingut Karl Ottes</strong><br />
Etwas verhalten in der Nase, Maracuja mit angenehmer Kräutrigkeit am Gaumen, schöne Länge.<br />
92</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Schlossberg<br />
Weingüter Geheimrat J.Wegeler</strong><br />
Zitrusaromen in der Nase, etwas Alkohol sticht durch, wuchtig am Gaumen, zieht sich langsam zurück.<br />
91</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Schlossberg<br />
Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach</strong><br />
Vollfruchtig mit Quitten, frischer Grapefruit am Gaumen mittlere Länge.<br />
88</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Schlossberg<br />
Weingut August Kesseler</strong><br />
Etwas brotige Nase, feine helle Frucht im Hintergrund, frisch am Gaumen.<br />
89</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Schlossberg<br />
Weingut Balthasar Ress</strong><br />
Kräuternase mit Salbei, Heideblumen in der zweiten Nase, mächtige Frucht am Gaumen, schöne Intensität und kräftiger Nachhall.<br />
93</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Schlossberg<br />
Domänenweingut Schloss Schönborn</strong><br />
Volle reife Frucht in der Nase, Mango steht hier neben einem Pfirsich, etwas sehr süß am Gaumen, lang.<br />
90</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/erstes-gewaechs-berg-roseneck.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Berg Roseneck</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Roseneck<br />
Weingut Fritz Allendorf</strong><br />
Kräutrigkeit mit Oregano in der Nase, spannungsreiche Frucht, trocken am Gaumen, eher ein Leichtgewicht.<br />
88</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Roseneck<br />
Weingut August Kesseler</strong><br />
Pfirsisch in der Nase, Fruchtige Fülle am Gaumen, etwas wenig Dimensionen.<br />
89</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Rottland<br />
Weingut Johannishof</strong><br />
Volle Frucht, Pfirsisch mit etwas Mango, voller Gaumen, kurz wuchtig, lässt etwas schnell nach.<br />
90</p>
<p><strong>Rüdesheimer Berg Rottland<br />
Weingut Künstler</strong><br />
Spontiton, dahinter zarte helle Frucht, packender Gaumen, frisch mit knackiger Säure, gutes Reifepotenzial.<br />
92<br />
<strong><br />
Rüdesheimer Berg Rottland<br />
G. H. von Mumm&#8217;sches Weingut</strong><br />
Leichte Kräutrigkeit, reife Fruchtigkeit am Gaumen, lang.<br />
90</p>
<p><strong>Rüdesheimer Bischofsberg<br />
Weingut Alexander Freimuth</strong><br />
Warme Frucht in der Nase, wirkt sehr süß mit Maraquja uns reifer Mango am Gaumen, Kräuter im Nachhall mit einer leicht pfeffrigen Note.<br />
87</p>
<p><strong>Geisenheimer Kläuserweg<br />
Weingut der Forschungsanstalt Geisenheim</strong><br />
Elegante Nase, duftig in der zweiten Nase, ausbalancierte Säure, helle Frucht im Nachhall.<br />
87</p>
<p><strong>Geisenheimer Kläuserweg<br />
Weingut Goldatzel</strong><br />
Litschi in der Nase, Säure macht Druck, bleibt so.<br />
88</p>
<p><strong>Johannisberger Hölle<br />
Weingut Johannishof</strong><br />
Sehr reife Frucht in der Nase, Säure spielt am Gaumen mit der Frucht, Nachall überzeugt jedoch nicht wirklich.<br />
87</p>
<p><strong>Johannisberger Hölle<br />
G. H. von Mumm&#8217;sches Weingut</strong><br />
Helle Frucht am Gaumen, kräftigere Säure, sehr ausgewogen in der Länge.<br />
89</p>
<p><strong>Johannisberger Klaus<br />
Weingut Prinz von Hessen</strong><br />
Reintöniger Rieslinggeruch, sehr vollfruchtig am Gaumen, knackige Säure, sehr gutes Gesamtbild.<br />
92</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/erstes-gewaechs-schloss-johannisberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Schloss Johannisberg</p>
<p><strong>Schloss Johannisberger<br />
Fürst von Metternich Winneburg&#8217;sche Domäne Schloss Johannisberg</strong><br />
Erscheint sehr traditionell mit gesetzten Noten am Gaumen, dunkle wirkt er auch am Gaumen gute eingebundene Säure belebt das etwas.<br />
90</p>
<p><strong>Winkeler Hasensprung<br />
Weingut Abteihof St. Nikolaus</strong><br />
Vanille mit Brioche in der Nase, frische Säure, sehr traditioneller Stil.<br />
88</p>
<p><strong>Winkeler Hasensprung<br />
Weingut Goldatzel</strong><br />
Frisch mit vegetativen Noten in der Nase, Säure wird von Gurke unterstützt. Hat so seinen Reiz.<br />
89</p>
<p><strong>Winkeler Jesuitengarten<br />
Weingut Prinz von Hessen</strong><br />
Kräuternase ist gut fruchtig eingebunden, fruchtig intensiv geprägter Gaumen.<br />
91</p>
<p><strong>Winkeler Jesuitengarten<br />
Weingüter Geheimrat J.Wegeler</strong><br />
Wird leider nicht präsentiert	</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/erstes-gewaechs-schloss-vollrads.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Schloss Vollrads</p>
<p><strong>Schloss Vollrads<br />
Weingüterverwaltung Schloss Vollrads KG</strong><br />
Etwas verschlossen in der Nase, reif am Gaumen, Säure wirkt lebendig, lang und schön im Nachhall.<br />
89</p>
<p><strong>Oestricher Lenchen<br />
Weingut Ferdinand Abel</strong><br />
Reife Goldpfirsichnase, voll am Gaumen mit angenehmer Säure, runde Sache auch in der Länge.<br />
91</p>
<p><strong>Oestricher Lenchen<br />
Weingut August Eser</strong><br />
Elegante Fruchtnase mit mineralischen Noten, saftiger Gaumen, gesetzt im Nachhall.<br />
92</p>
<p><strong>Oestricher Lenchen<br />
Weingut Hans-Theo Eser</strong><br />
Sehr traditionelle Nase mit etwas holzig wirkender Vanille, in der zweiten Nase wirkt dies eleganter, wuchtige Intensität baut sich langsam ab.<br />
89</p>
<p><strong>Oestricher Lenchen<br />
Weingut Josef Spreitzer</strong><br />
Bäckereigeruch, zarte Frucht in der zweiten Nase, fruchtige Intensität am Gaumen, die Bäckerei kehrt hier wieder, muss man nicht unbedingt mögen.<br />
90</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/oestricher-lenchen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Oestricher Lenchen</p>
<p><strong>Hallgartener Schönhell<br />
Wein- und Sektgut Barth</strong><br />
Fruchtige Intensität in der Nase, reife Frucht am Gaumen, in sich stimmig mit wenigen Überraschungen.<br />
91</p>
<p><strong>Hallgartener Jungfer<br />
Weingut Prinz</strong><br />
Karamell und etwas Drops in der Nase, Spannung am Gaumen, in der Länge Tradition.<br />
87</p>
<p><strong>Hattenheimer Schützenhaus<br />
Weingut Georg-Müller-Stiftung</strong><br />
Kräuterduft in der Nase, Strohblumen in der zweiten Nase, leicht aufgesetzt am Gaumen.<br />
90</p>
<p><strong>Hattenheimer Schützenhaus<br />
Weingut Stefan Molitor</strong><br />
Exotische Früchte in der Nase, ausgewogen am Gaumen, runde Sache mit mittlerer Länge.<br />
90</p>
<p><strong>Hattenheimer Engelmannsberg<br />
Weingut Hans Bausch</strong><br />
Volle Fruchtnase, vielgliedrig mit fruchtiger Intensität, Säure unterstützt die Frucht hervorragend, langer Nachhall, schöner Gesamteindruck.<br />
91</p>
<p><strong>Hattenheimer Nussbrunnen<br />
Weingut Balthasar Ress</strong><br />
Kräuternase mit Lavendel schön fruchtig untermalt, Extraktreich zugleich trocken am Gaumen, beleibt spannungsreich stehen.<br />
92</p>
<p><strong>Hattenheimer Nussbrunnen<br />
Weingut Georg-Müller-Stiftung</strong><br />
Duftige Heidekrautwiese in der Nase, süßlich wirkender wuchtiger Gaumen, fährt in der Intensität langsam zurück, Kräutrigkeit beleibt leicht aufgesetzt stehen.<br />
90</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/hattenheimer-wisselbrunnen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Hattenheimer Wisselbrunnen</p>
<p><strong>Hattenheimer Wisselbrunnen<br />
Wein- und Sektgut Barth</strong><br />
Volle weiße und frisch wirkende Frucht in der Nase, extraktreich am Gaumen, Toffee wirkt etwas überladen.<br />
90</p>
<p><strong>Hattenheimer Wisselbrunnen<br />
Weingut Josef Spreitzer</strong><br />
Reintönige Pfirsichfrucht, reich am Gaumen, schöner Schmelz, gute Länge.<br />
91</p>
<p><strong>Erbacher Siegelsberg<br />
Weingut Jakob Jung</strong><br />
Komplexe Nase, wohldosiert setzt die Frucht auch Gaumen Akzente, dabei ist die Säure merklich doch schon eingebunden. Schöne Länge.<br />
92</p>
<p><strong>Erbacher Marcobrunn<br />
Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach</strong><br />
Frisch und reintönig in der Nase, spannungsreich am Gaumen, Zuckerschwänzchen, aber schön.<br />
91</p>
<p><strong>Erbacher Marcobrunn<br />
Weingut von Oetinger</strong><br />
Verschlossen in der Nase mit hellem Pfirsich, reifer Pfirsich am Gaumen, gut eingebundene Säure.<br />
89</p>
<p><strong>Erbacher Marcobrunn<br />
Domänenweingut Schloss Schönborn</strong><br />
Eher traditionell mit Vanille in der Nase, druckvoll am Gaumen, recht hergebrachter Stil mit einigen erfrischenden Komponenten.<br />
89</p>
<p><strong>Erbacher Steinmorgen<br />
Weingut Baron Knyphausen </strong><br />
Frische Blüten mit Vanille in der Nase, zweite Nase mit konzentrierter Frucht, spitzig am Gaumen, etwas kurz.<br />
90</p>
<p><strong>Erbacher Steinmorgen<br />
Weingut Heinz Nikolai</strong><br />
Karamell mit leichter heller Frucht in der Nase, schöner Säureauftritt schafft Spannung, bleibt gut stehen.<br />
90</p>
<p><strong>Kiedricher Gräfenberg<br />
Weingut Robert Weil</strong><br />
Vielschichtig in der Nase, markant fruchtige Säure ist gut eingebunden, schönes Gesamtbild. Macht Spaß.<br />
93</p>
<p><strong>Martinsthaler Langenberg<br />
Weingut Diefenhardt</strong><br />
Saftig anmutende Fruchtnase, Honig in der zweiten Nase, intensiv runde Frucht am Gaumen, etwas wenig Dimension.<br />
89</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wallufer-walkenberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Tradition im Rheingau</p>
<p><strong>Wallufer Walkenberg<br />
Weingut Toni Jost</strong><br />
Spannende Nase, reife Frucht, der Gaumen ist fast schon fett, gute Länge.<br />
90</p>
<p><strong>Kostheimer Weiß Erd<br />
Weingut Künstler</strong><br />
Reife Frucht in der Nase, Nektarine steht hier neben Mandarine, stimmig in der Frucht bis zum Nachhall. Ein Erstes Gewächs ohne viele Überraschungen.<br />
91</p>
<p><strong>Hocheimer Domdechaney<br />
Domdechant Werner&#8217;sches Weingut</strong><br />
Etwas sakral in der Nase, leider auch am Gaumen, etwas Nuss im Nachhall.<br />
87</p>
<p><strong>Hochheimer Kirchenstück<br />
Domdechant Werner&#8217;sches Weingut</strong><br />
Verhaltene Nase mit zarter Frucht, explosionsartig tritt diese am Gaumen auf, wenn sich der Nebel lichtet, erinnert man sich an Pfirsich.<br />
88</p>
<p><strong>Hochheimer Kirchenstück<br />
Weingut Künstler</strong><br />
Vanille-Karamell verdeckt kurz einen traumhaften Fruchtgeruch, der Gaumen weckt einen mit reifen Südfrüchten, die dann rauchig stehen bleiben.<br />
92</p>
<p><strong>Hochheimer Hölle<br />
Weingut Himmel</strong><br />
Etwas spröde in der Nase, volle Frucht am Gaumen, die von der Säure zur Seite gedrückt wird.<br />
87</p>
<p><strong>Hochheimer Hölle<br />
Weingut Künstler</strong><br />
Duftige Kräuternase mit voller Pfirsichfrucht, helle Frucht in der zweiten Nase, schöner Schmelz, kräftig am Gaumen, sehr schöne ausgewogene Länge.<br />
93</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/koenigin-victoriaberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Riesling Erstes Gewächs 2011 aus dem Rheingau" />Königin Victoriaberg</p>
<p><strong>Hochheimer Königin Victoriaberg<br />
Weingut Joachim Flick</strong><br />
Helle Kräuteraromen, schöner Säureauftritt wirkt etwas brausig. Schöner Nachhall. Diese Lage blüht mit dem neuen Besitzer geradezu auf.<br />
91</p>
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		<item>
		<title>Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/besuch-des-596sten-durkheimer-wurstmarkt/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Sep 2012 21:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>
		<category><![CDATA[Pfalz]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom 7. bis 17. September geht in Bad Dürkheim in der Pfalz alles oder auch nichts mehr. Es gibt kein Schieben und kein Halten mehr. Denn hier wird der 596ste Dürkheimer Wurstmarkt gefeiert. Mit über 600.000 Besuchern gilt es als das größte Weinfest auf dieser Welt. Dabei hat Bad Dürkheim an der Deutschen Weinstraße gerade [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/duerkheimer-wurstmarkt.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />Vom 7. bis 17. September geht in Bad Dürkheim in der Pfalz alles oder auch nichts mehr. Es gibt kein Schieben und kein Halten mehr. Denn hier wird der 596ste Dürkheimer Wurstmarkt gefeiert. Mit über 600.000 Besuchern gilt es als das größte Weinfest auf dieser Welt. Dabei hat Bad Dürkheim an der Deutschen Weinstraße gerade einmal 20.000 Einwohner. Schon am ersten Wochenende zeigen sich in diesem Jahr viele Standbetreiber sehr zufrieden und sprechen von einem Andrang wie lange nicht mehr.<span id="more-8537"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/pfeffingen-ungsteiner-weilberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />Auf die Einladung der in Bad Dürkheim ansässigen <a href="http://www.medienagenten.de">Agentur Medienagenten</a> fahren wir &#8211; wie einige Weinblogger &#8211; in die Pfalz. Für uns gibt es hier neben dem Erlebnis des Wurstmarkts auch noch köstliche Weine zu probieren. Bei einer sehr noblen Art des Vorglühens vor dem Weinfest fällt uns besonders positiv das Große Gewächs Ungsteiner Weilberg aus dem Jahr 2008 vom Weingut Pfeffingen auf. Trotzdem erste Firne bemerkbar sind, erscheint es noch recht jung. Dieses Große Gewächs von Pfeffingen steht kompakt da, präsentiert sich sehr ausgewogen mit schönem Nachhall.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/pflueger-duerkheimer-riesling.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />Vorher noch wird der bemerkenswerte Dürkheimer Riesling trocken 2011 vom Weingut Pflüger genossen. Dieser (sicherlich gegenüber dem Großen Gewächs von Pfeffingen einfachere Wein) besteht aus vier Lagen um Dürkheim. Mit ihm soll für den Riesling ein Profil für die Ortsweine geschaffen werden. Das gelingt hier sehr schmackhaft. Offensichtlich sind andere Orte in der Pfalz derzeit in der Weinszene angesagter als Bad Dürkheim. Das Niveau liegt hier jedoch deutlich über dem, was man in der Kategorie Saufweine auf Weinfesten beschreiben kann. Vielmehr hat dieser Ortsriesling mit einem Saufwein nur so viel zu tun, dass er schmeckt. In kleinen sowie in größeren Quantitäten. Nur eben in gut.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wurstmarkt-bad-duerkheim.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" /> Blick auf den Wurstmarkt in Dürkheim</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weindorf-stephan-schwerdt.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />Die Gruppe Weinblogger stürzt sich dann ins Nachtleben des Dürkheimer Wurstmarkt. Einen der besten Rieslingschoppen des ganzen Weinfestes gibt es beim Weingut Hanewald-Schwerdt. Ihr Stand auf dem Weinfest ist im etwas ruhigerem Teil mit dem Namen Weindorf beheimatet. Hier kann man etwas abseitig des Trubels des Weinmarkts recht gemütlich eine größere Auswahl an Weinen trinken. Und es gibt nicht selten ordentliche Gläser.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/hanewald-schwerdt-riesling.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />Doch auch hier bekommen wir einen Schoppen. Viele sagen ein Rieslingschoppen in der Pfalz besteht aus 50% Riesling und 50% Wein. Stephan Schwerdt zeigt uns wie man den Schoppen richtig macht: Eine Hand hoch Riesling und dann Sprudelwasser. Der sympathische Schwerdt hat große Hände. Aber auch viele andere und hochwertigere Weine werden hier ausgeschenkt. Der Reiz des Weindorfs ist ein Stück pfälzische Gemütlichkeit verbunden mit schmackhaften Weinen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/schubkaerchler-wurstmarkt.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />Etwas robuster bis deftig geht es bei den Schubkärchlern zu. Dies sind 36 überdachte Weinstände mit jeweils kuschelig besetzten 120 Sitzplätzen. Die Rückenlehne auf der Bank erzeugt die nächste Sitzreihe. Auch das VDP-Weingut Pfeffingen ist hier bei der Nummer 15 vertreten. Doch hochwertige Markengläser will hier eigentlich niemand benutzen. Bei den traditionellen Schubkärchlern wird im Dubbeglas ausgeschenkt. Bei diesem in der Pfalz sehr typischen Trinkglas für Schoppen sorgen die runden Vertiefungen für einen guten Griff. Denn nach einer fettigen Wurst kann einem ein halber Liter Schorle sonnst leicht entgleiten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/jan-gross-karl-schaefer.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />Beim traditionellen Stand 30 vom Weingut Karl Schaefer sorgt der Betriebsleiter Jan Groß für Stimmung. Das Weingut erzeugt nicht nur hervorragende Weine in guten Lagen rund um Dürkheim, sondern ist seit mehreren hundert Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil des Dürkheimer Wurstmarktes. Man kann sich fragen welcher erstaunliche Spagat größer ist: Der  zwischen Tradition und Innovation oder zwischen expansionistischem Qualitätsstreben und regionaler Verhaftung mit der Bedienung weiter Bevölkerungsschichten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/dubbeglas-wurstmarkt.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />In der realen Existenz und Geschichte dieser Weingüter klärt sich alles auf. Denn auch noch so große Weine kommen nicht selten aus einem kleinen Dorf. Das ist eine Erkenntnis, die der volkstümliche Dürkheimer Wurstmarkt authentisch vermittelt. Hier geht es richtig rund und nur an wenigen Stellen ist es traditionslos unterirdisch. Jeder sollte auf diesem Weinfest mal die Schöne Anna probiert haben. Die ist auch ohne aussichtslose 90 oder 100 Punkte völlig schmackhaft.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/duerkheimer-wurstmarkt-2013.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Besuch des 596sten Dürkheimer Wurstmarkt" />Der Dürkheimer Wurstmarkt kann mit fug und recht als einer der Höhepunkte gelebter Weinkultur gesehen werden. Erstaunlich ist das bemerkenswert gute Niveau der dort angebotenen Weine. Die Zeiten, dass Winzer bei solchen Gelegenheiten alten Ramsch verticken können, sind zumindest in der Genussregion Pfalz vorbei. Wenn man mit Einheimischen wie den Medienagenten unterwegs ist, kommt man dann auch noch zu den besten Ständen. Den diesjährigen Wurstmarkt kann man noch bis zum 17. September besuchen. Oder man markiert den Termin für nächstes Jahr schon mal mit einem roten Stift dick im Kalender. Wir kommen jedenfalls gerne wieder. Ahjooh!</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151173180719090.476311.172164524089&#038;type=1&#038;l=7b4f0d3f40">Hier ist unser Bilderbuch auf facebook</a></p>
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		<title>Vinotheken: In Rheinhessen öffnen sich die Hoftore</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/vinotheken-in-rheinhessen-offnen-sich-die-hoftore/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Aug 2012 19:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man durch Rheinhessen fährt, begegnet man so manchem typischen und erst auf dem zweiten Blick reizvollen Schick. Hinter einigen unverputzten Fassaden verbergen sich jedoch schöne Wohnzimmer. Die sieht man als Durchreisender leider selten. Doch das Hauptproblem für Weintouristen: &#8220;In Rheinhessen sind die Hoftore leider noch recht häufig verschlossen&#8221;, so Ingrid Weigerding von der Tourismuswerbung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/vinotheken-rheinhessen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Vinotheken: In Rheinhessen öffnen sich die Hoftore" />Wenn man durch Rheinhessen fährt, begegnet man so manchem typischen und erst auf dem zweiten Blick reizvollen Schick. Hinter einigen unverputzten Fassaden verbergen sich jedoch schöne Wohnzimmer. Die sieht man als Durchreisender leider selten. Doch das Hauptproblem für Weintouristen: &#8220;In Rheinhessen sind die Hoftore leider noch recht häufig verschlossen&#8221;, so Ingrid Weigerding von der Tourismuswerbung in Rheinhessen. Und wenn man dann in den Keller eines Winzers vorgedrungen ist, meint man schnell mal mehr Wein mitnehmen zu müssen, als man tragen kann. Ein entspanntes Probieren wird jetzt mit den zertifizierten Vinotheken in Rheinhessen ermöglicht.<span id="more-8525"></span></p>
<p>In den kommenden Tagen werden an den ersten 7 geprüften Vinotheken in Rheinhessen die Schilder über eine erfolgreiche Zertifizierung angebracht. Dazu mussten die betreibenden Weingüter einen ganzen Katalog an Voraussetzungen erfüllen. Zu diesen Qualitätskriterien gehören regelmäßige und gesicherte Öffnungszeiten, eine entspannte Einkaufsatmosphäre und kompetente Beratung durch geschultes Fachpersonal. Viele weitere Kriterien müssen zur Aufnahme in den Katalog der ausgezeichneten Vinotheken in Rheinhessen erfüllt werden. Die Barrierefreiheit – für einige sehr wichtig – ist in den Vorraussetzungen jedoch nur ein Punkt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/peth.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Vinotheken: In Rheinhessen öffnen sich die Hoftore" />Wir haben uns in diesen 7 Vinotheken umgeschaut und möchten hier davon berichten. Eva Pauser (Rheinhessische Weinkönigin 2005/2006) vom Weingut Pauser versprüht jungen Frauenpower. Als Mitglied beim Frauenweinverband Vinissima erzählt sie, dass „Sohn“ das erste war, was mit ihrem Eintritt ins Geschäft bei „Weingut Pauser &#038; Sohn“ gestrichen wurde. Die Vinothek hat einen modernen Charme und man kann sich angesichts des Neubaus fragen, ob der Familienbetrieb oder die Bank hier mehr Mut bewiesen hat. Die Weine beruhigen jedoch schnell jede Furcht, denn die schmecken hier sehr gut und man kann gespannt sein, was man noch von diesem Weingut hören wird.</p>
<p>Eigentlich war die Zeit für den Schritt zu geprüften Vinotheken reif gewesen. Rheinhessen gilt seit Jahren in der deutschen Weinwelt als eines der dynamischsten Anbaugebiete. Dies wird zukünftig nicht mehr nur für den high-end Anbau, modernste Keller und diffiziles aber zugleich extrem gutes Marketing gelten. Und es muss nicht mehr nur auf einige wenige inzwischen größere Spitzenbetriebe begrenzt bleiben. Gerade von kleinen Weingütern aus Rheinhessen hat man in den vergangen Monaten sehr viel Gutes gehört.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/dohlmuehle.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Vinotheken: In Rheinhessen öffnen sich die Hoftore" />Mit den Betriebsvinotheken wird auch der Bereich von Verkostungsmöglichkeiten bei Weingütern gut erschlossen. Es erstaunt kaum, dass in vielen Weingütern hier eine junge Generation tätig ist. So mancher Schaden der von „Nierstein Gutes Domtal“ (die immer noch erhältliche „Spätlese mir Beerenaroma“ ist hier ein Untoter, der noch immer unterwegs ist) oder der Liebfrauenmilch erzeugt wurde, wird gerade mit Engagement und Leistung mehr als repariert. Man kann den Espenhof, das Weingut Pausen oder auch das Weingut Bieger &#038; Brand mit seinem Kaisergarten hier positiv Beispielhaft nennen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/kaisergarten-bieger-brand.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Vinotheken: In Rheinhessen öffnen sich die Hoftore" />Im Kaisergarten in Alzey vom Weingut Bieger &#038; Brand bringt man die Weine aus dem Weingut mit vielen gastronomisch erfreulichen Überraschungen zusammen. Das fehlte irgendwie in dieser „einer-der-Zentrumsstädte“ von Rheinhessen. Hier kann man aber auch als per Fahrrad Durchreisender verkosten. Die positive Überraschung hier: Man kann sich die probierten Weine ohne Porto zuschicken lassen. Das ist ideal auf der Fahrradtour. Und der Wein ist &#8211; wenn alles klappt &#8211; an dem Tag bei einem zuhause, wenn man aus seinem Urlaub zurückkommt.</p>
<p>Für das Anbaugebiet Rheinhessen stehen die zertifizierten Vinotheken im Gesamtkontext einer Orientierung am Endverbraucher. Die Fassweinerzeugung ist in vielen Bereichen dieser Erde wesentlich billiger möglich. Eine wundervolle Hügellandschaft gibt es aber (fast) nur in Rheinhessen. Auch der stetige Nachkauf per Direktbestellung funktioniert für die Weigüter heute nicht mehr so einfach wie vor 20 Jahren. Da ist Rheinhessen kein Einzelpatient. Heute muss ein Weingut dem Weinkonsumenten wesentlich mehr bieten.</p>
<p>In vielen der rheinhessischen Vinotheken gibt es nahezu eine Rundumversorgung. Das bindet Kunden und führt zu positiven Erlebnissen. Im Weingut Wasem in Ingelheim, wo man das ehemalige Kloster Engelthal der Zisterzienser liebevoll umgebaut hat, wurden neben umfangreicher Gastronomie (in gleich drei verschiedenen Preisschienen) auch großzügige und stilvolle Tagungs- und Eventräume eingerichtet. Hier kann man auch größere Hochzeiten feiern. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/espenhof.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Vinotheken: In Rheinhessen öffnen sich die Hoftore" />Feiern kann man genauso auf dem Weingut Espenhof. Dort kümmert sich Lena Espenschied um die größeren Feste. „Sparen Sie sich den Wedding-Planer und rufen Sie gleich bei uns an“, so die studierte Eventmanagerin. Wenn man den Charme dieses Weinguts sieht, möchte man auch ohne Anlass dort ein Fest feiern. Die Qualität der Weine gibt dazu ohnehin einen guten Grund. Und wenn man die Geschwister Lena und Nicolas Espenschied (neben Pascal Greiner auch im Keller des Weinguts tätig) erlebt, kann man hoffnungsfroh in die Zukunft schauen und sich sicher sein, dass man von den beiden noch einiges hören wird.</p>
<p>Ein weiterer Bestandteil der Rundumversorgung, die in Rheinhessen neben den Vinotheken angeboten werden, sind Übernachtungsmöglichkeiten. Zwar ist der Tourismus in Rheinhessen derzeit noch von Kurzreisen geprägt, in vielen dieser Hotels möchte man jedoch auch aufgrund der Ausstattung, der in den Vinotheken angebotenen Weine und vor allem der schönen Landschaft länger verweilen. Im Weingut Peth in Flörsheim-Dalsheim hat man jetzt sogar barrierefreie Zimmer eingerichtet. Übernachten kann man aber auch in der Dohlmühle in Flonheim, dem Hotel des Espenhofs (ebenfalls in Flohnheim) oder beim Weingut Wasem in Ingelheim.</p>
<p><strong>Adressen und Kontaktdaten der Vinotheken</strong></p>
<p><strong>Vinothek Wasem GbR</strong><br />
Edelgasse 15<br />
55218 Ingelheim<br />
info@klosterengelthal.de, www.weingut-wasem.de </p>
<p><strong>Weingut Peth &#8211; Vinopeth</strong><br />
Alzeyer Str. 28<br />
67592 Flörsheim-Dalsheim<br />
jutta@peth.de, www.peth.de</p>
<p><strong>Pauser´s Quartier</strong><br />
Im Baumfeld 40<br />
55237 Flonheim<br />
Info@Weingut-Pauser.de, www.weingut-pauser.de </p>
<p><strong>Weingut Dohlmühle</strong><br />
An der Dohlmühle 7<br />
55237 Flonheim<br />
info@dohlmuehle.de, www.dohlmuehle.de</p>
<p><strong>Weingut Espenhof</strong><br />
Hauptstrasse 81<br />
55237 Flonheim<br />
weingut@espenhof.de, www.espenhof.de</p>
<p><strong>Vinothek &#038; Winzercafé Kaisergarten</strong><br />
Hospitalstr. 14<br />
55232 Alzey<br />
info@biegler-brand.de, www.biegler-brand.de</p>
<p><strong>Weingut Dr. Hinkel</strong><br />
Kirchstraße 53<br />
55234 Framersheim<br />
weingut.dr.hinkel@t-online.de, www.dr-hinkel.de </p>
<p><strong><a href="http://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151140658094090.470895.172164524089&#038;type=1&#038;l=ef8d22dec3">Mehr Fotos sehen Sie in unserem Bilderbuch auf facebook.</a></strong></p>
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		<title>Was kostet ein Weinblog?</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 09:04:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurioses]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage klingt etwas seltsam. Und Weinblogs werden nach meinem derzeitigen Kenntnisstand momentan nicht zum Verkauf angeboten. Weinblogger sind ebenso wenig käuflich. Trotzdem beschäftigt mich die Frage: Was ist so ein Weinblog eigentlich wert? Je mehr man mit den Blogs selbst zu tun hat, umso weniger wird man hierauf eine Antwort finden. Es gibt jedoch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/was-kostet-weinblog.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Was kostet ein Weinblog?" />Die Frage klingt etwas seltsam. Und Weinblogs werden nach meinem derzeitigen Kenntnisstand momentan nicht zum Verkauf angeboten. Weinblogger sind ebenso wenig käuflich. Trotzdem beschäftigt mich die Frage: Was ist so ein Weinblog eigentlich wert? Je mehr man mit den Blogs selbst zu tun hat, umso weniger wird man hierauf eine Antwort finden.<span id="more-8520"></span></p>
<p>Es gibt jedoch eine Rechenmaschine, mit der sehr präzise Preise für Internetseiten genannt werden. Etwas cineastisch nennt sich das Ding Urlspion.de. Der Wert einer Seite wird hier aus einer Vielzahl von Daten ermittelt, die man aus anderen Quellen des Internets bezieht. Es werden auch noch eine Reihe anderer Werte geschätzt. Diese sind jedoch manchmal etwas weit von den Realitäten entfernt. Ich habe im Folgenden einige der bekannteren und häufiger zitierten Weinblogs mir angeschaut. Zu den anderen (hier nicht genannten) Blogs existieren jedoch keine Daten (z.B. alle mit Subdomains auf fremden Servern).</p>
<p><strong>Wuertz-wein.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 35.951,99<br />
Wert pro Besucher € 0,11</p>
<p><strong>Weinakademie-berlin.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 32.376,56<br />
Wert pro Besucher € 0,13</p>
<p><strong>Weinverkostungen.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 19.918,26<br />
Wert pro Besucher € 0,17</p>
<p><strong>Michael-liebert.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 15.429,45<br />
Wert pro Besucher € 0,38</p>
<p><strong>Winzerblog.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 13.664,91<br />
Wert pro Besucher € 0,13</p>
<p><strong>Delinat-blog.com</strong><br />
Geschätzter Wert € 10.114,64<br />
Wert pro Besucher € nicht angegeben</p>
<p><strong>Bestebioweine.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 8.301,25<br />
Wert pro Besucher € 0,30</p>
<p><strong>Baccantus.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 7.411,31<br />
Wert pro Besucher € 0,09</p>
<p><strong>Originalverkorkt.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 6.513,81<br />
Wert pro Besucher € 0,16</p>
<p><strong>Steffens-kess.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 6.525,1<br />
Wert pro Besucher € 0,27</p>
<p><strong>Weinkaiser.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 6.503,34<br />
Wert pro Besucher € 0,08</p>
<p><strong>Der-ultes.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 3.870,73<br />
Wert pro Besucher € 0,05</p>
<p><strong>25cl.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 3.840,11<br />
Wert pro Besucher € 0,03</p>
<p><strong>Sparkling-online.com</strong><br />
Geschätzter Wert € 2.964,45<br />
Wert pro Besucher € 0,28</p>
<p><strong>Port-blog.com</strong><br />
Geschätzter Wert € 1.682,93<br />
Wert pro Besucher € 0,29</p>
<p><strong>Ecovin-baden.de</strong><br />
Geschätzter Wert € 1.090,04<br />
Wert pro Besucher € 0,02</p>
<p><strong>Herrenhof.net</strong><br />
Geschätzter Wert € 934,71<br />
Wert pro Besucher € 0,26</p>
<p>Bei dem angegebenen Wert ist noch zu berücksichtigen, dass dies den Wert des Weinblogs insgesamt meint. Seiten mit mehr Inhalt sind somit wertvoller. Wenn jemand mit den Daten bei Urlspion.de unzufrieden ist, kann er diese dort auch löschen lassen. Ganz interessant sind auch Werte, die für andere Seiten ermittelt wurden. Google.de wird zum Beispiel mit 325 Mio Euro geschätzt. Spiegel.de wertet man mit 52 Mio Euro. Und für das Weinportal Wein-plus.de meint man, es wäre ca. 126.000 Euro wert.</p>
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		<title>Longdrinks und Cocktails mit Lillet Blanc</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2012 18:50:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cocktail]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun endlich ist der Sommer da. Und was gibt es an den warmen Abenden nichts besseres als ein kühles Getränk. Im vergangenen Jahr haben wir uns umfangreich mit dem Lillet Blanc befasst (hier der Hintergrundartikel). Nun haben wir verschiedene Cocktails und Longdrinks mit Lillet Blanc gemixt und möchten euch unsere Besten hier vorstellen. Grundsätzlich ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/longdrink-cocktail-lillet.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Longdrinks und Cocktails mit Lillet Blanc" />Nun endlich ist der Sommer da. Und was gibt es an den warmen Abenden nichts besseres als ein kühles Getränk. Im vergangenen Jahr haben wir uns umfangreich mit dem Lillet Blanc befasst <a href="http://weinverkostungen.de/barkultur-mixen-mit-lillet-blanc/">(hier der Hintergrundartikel)</a>. Nun haben wir verschiedene Cocktails und Longdrinks mit Lillet Blanc gemixt und möchten euch unsere Besten hier vorstellen.<span id="more-8510"></span></p>
<p>Grundsätzlich ist zwischen den Longdrinks und den Cocktails zu unterscheiden. Dabei werden die Longdrinks in einem größeren und höheren Glas serviert. Beim Lillet kann man dazu auch gerne ein größeres Weinglas nehmen. Die Lillet-Longdrinks werden natürlich nicht gemixt, sondern die Zutaten werden in das Glas gegeben. Evtl. wird noch gerührt.</p>
<p><strong>Lillet Vive</strong></p>
<p>Der sicherlich bekannteste Longdrink mit Lillet Blanc ist der Lillet Vive. Ins Glas kommen 5 cl Lillet und 10 cl Tonic Water. Hinzu werden einige Eiswürfel gegeben. Garnieren sollte man den Lillet Vive mit einer Gurkescheibe und einer geviertelten Erdbeere. Einige Minzblättchen verschönern diesen Longdrink enorm. Zugleich ist es sehr erfreulich wie sich die Aromatik von Gurke, Erdbeere und Minze harmonisch im Lillet Vive zeigt.</p>
<p><strong>Lillet Berry</strong></p>
<p>Ein weiterer sehr bekannter Longdrink mit Lillet Blanc ist der Lillet Berry. Dieser passt auch sehr schön in die Erdbeerzeit. Er besteht aus  5 cl Lillet und 10 cl Russian Wild Berry. Diese werden in einem größeren Weinglas mit mehreren Eiswürfeln aufgefüllt. Eine geviertelte Erdbeere kommt hier noch hinzu. Dann sollte man leicht umrühren und fertig ist der Lillet Berry. Das ist eine erfrischende fruchtige Köstlichkeit an Sommertagen auf der Terrasse.</p>
<p><strong>Lillet Culetto</strong></p>
<p>Ein dritter sehr erfrischender Longdrink ist der Lillet Culetto. In ihm werden 5 cl Lillet, 6 cl trockener frischer Weisswein (z.B. Riesling oder Sauvignon Blanc) und 3 cl Soda verwendet. Dazu kommen einige Eiswürfel. Ein Gurkenstift verziert den Lillet Culetto. Dieser Longdrink ist aufgrund des Weins schön spritzig und frisch. Erstaunlich ist beim Lillet Culetto, wie die Armen der Weine hier gut zum tragen kommen. Dies ist auch eine Folge der hochwertigen Zutaten im Lillet Blanc.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lillet-cocktail-mixen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Longdrinks und Cocktails mit Lillet Blanc" /><br />
Kommen wir nun zu den Cocktails mit Lillet Blanc. Diese unterscheiden sich dadurch, dass sie gemixt werden, in der Regel hochprozentiger sind (also mehrere Spirituosen enthalten), in einem kleineren und anderen Glas serviert werden.</p>
<p><strong>Vesper Cocktail</strong></p>
<p>Der Vesper Cocktail ist einer der bekanntesten mit Lillet Blanc. Er besteht aus 1 cl Lillet, 6 cl Gin und 2 cl Wodka. Die Zutaten kommen mit reichlich Eis in de Shaker und werden grüdlich durchgeschüttelt. Nun kommt der Vesper Cocktail in ein vorgekühltes Martiniglas. Hierin wird er noch mit einer Zitronenzeste garniert.</p>
<p><strong>Corpse Reviver</strong></p>
<p>Ein weiterer klassischer Cocktail mit Lillet Blanc ist der Corpse Reviver. Hierfür werden 3 cl Lillet, 3 cl Gin, 3 cl Triple Sec, 3 cl Zitronensaft und 1 Dash Absinth mit genügend Eiswürfeln in den Shaker gegeben. Nach ausreichendem Schütteln wird dies in ein kühles Martini-Glas abgeseiht. Als Zierde kommt noch eine Maraschinokirsche in den Corpse Reviver.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lillet-blanc-cocktail.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Longdrinks und Cocktails mit Lillet Blanc" />Das war es erst einmal. Ihr kennt bestimmt noch einige weitere Longdrinks und Cocktails mit Lillet Blanc. Ihr könnt diese gerne per Kommentar hinzufügen. In unserer Flasche Lillet ist noch etwas drin und so werden wir in den kommenden Tagen noch etwas damit rumprobieren und euch natürlich hier auch daran teilhaben lassen.</p>
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		<title>Das Wein-Sixpack der fünf Jungs aus Rhodt</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Aug 2012 12:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sehen jetzt einmal Rot. Also genauer gesagt sehen wir uns das Wein-Sixpack unter dem Namen Rhodter Vielfalt an. Hierbei handelt es sich um fünf weiße Rebsortenweine und ein Rosecuvee aus der Südpfalz. Die sechs 0,25l-Flaschen sind mit einem praktischen Kronkorken verschlossen. Damit kann man so einiges anstellen. Ich lud kurzerhand 5 Freunde ein um [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rhodter-wein.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das Wein-Sixpack der fünf Jungs aus Rhodt" />Wir sehen jetzt einmal Rot. Also genauer gesagt sehen wir uns das Wein-Sixpack unter dem Namen Rhodter Vielfalt an. Hierbei handelt es sich um fünf weiße Rebsortenweine und ein Rosecuvee aus der Südpfalz. Die sechs 0,25l-Flaschen sind mit einem praktischen Kronkorken verschlossen. Damit kann man so einiges anstellen. Ich lud kurzerhand 5 Freunde ein um diese Weine zu probieren. Mal schauen, wem welche Weine gefallen. <span id="more-8498"></span></p>
<p><strong>Thorsten Krieger Grauburgunder</strong><br />
Bei Startnummer 1 gibt es das ein oder andere ratlose Gesicht in unserer illusteren Runde. Der Weißwein hat tatsächlich einen leichten Rosestich. Das wird bemängelt. Doch Weinkenner und ebenso das Etikett des Weins wissen es: Die Trauben des Grauburgunder haben eine rötliche Haut, weswegen diese Farbe im Wein zustande kommen kann. Einer findet auch den etwas kräftigen Gaumen störend. Doch Julia ist begeistert. Ihr gefällt die florale bis reife Birne in der Nase. Der fruchtige bis strenge Gaumen sagt ihr zu. Gerade weil dieser Grauburgunder von Thorsten Krieger wenig Säure hat. Aus einer anderen Richtung hört man etwas von einem feinen Schmelz im Nachhall.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rhodter-vielfalt.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das Wein-Sixpack der fünf Jungs aus Rhodt" />Das Wein-Sixpack</p>
<p><strong>Marius Meyer Riesling</strong><br />
Als zweites gibt es einen Riesling. Frank ist sofort angetan vom Duft nach weißem Pfirsich mit Lychie. Für einen Riesling hält sich die Säure auch ganz gut in Grenzen. Allgemein wirkt dieser Wein von Marius Meyer belebend in der Verkostungsrunde. Ein Einwand soll aber hier auch genannt werden. Der Weißwein aus dem König der weißen Rebsorten ist selbst nicht adelig. Veilmehr gut trinkbar. Die Folge davon: Es kommt fast schon zu einem Streit um die letzten Tropfen aus der kleinen Flasche. Aber wir sind ja Weinfreunde.</p>
<p><strong>Knut Fader Chardonnay</strong><br />
Bei Wein Nummer drei kehrt erst mal Stille ein. Alle müssen sich erst einmal orientieren. Schadonee, wie eine Teilnehmerin ulkt, ist eben doch eine Sache für sich. Manchem schaudert es, wenn er diese Rebsorte liest, doch vielen gefallen Weine aus Chardonnay. Zum Teil aus gegensätzlichen Gründen. Doch Ebby ergreift das Wort. Ihr gefällt die hellfruchtige und exotische Nase von kandierter Ananas bis Passionsfrucht. Ein Verkostungsteilnehmer bemängelt den etwas dünnen Gaumen. Ebby gefällt das: Das ist mein Wein!</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rhodter-vielfalt-wein.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das Wein-Sixpack der fünf Jungs aus Rhodt" />Sechs Weine aus Rhodt</p>
<p><strong>Christian Heussler Sauvignon Blanc</strong><br />
In Deutschland ist der Sauvignon nicht unbedingt heimisch. In letzter Zeit entstanden einige Erfolge mit dieser Rebsorte. Nicht unzufällig in der Pfalz. Hier gab es auf vielen unterschiedlichen Böden enormes Mengen- und Qualitätswachstum. Nummer 4 – das ist der Sauvignon Blanc von Christian Heussler – hat in der Nase etwas Stachelbeere. Matte (mit ähnlicher Frisur) mag so etwas. Ihr gefällt, dass dieser Sauvignon körperreich ist und nach hinten hinaus dropsig wirkt.</p>
<p><strong>Stefan Meyer Rose</strong><br />
Nach den ganzen Weißweinen tritt mit der Nummer 5 ein Rose in die illustere Verkostungsrunde ein. Die Rebsorten sind nicht angegeben. Und so beginnt ein munteres Rätselraten in der inzwischen heiteren Runde. Da hört man was von Dornfelder. Spätburgunder wird von anderer Seite getippt. Der Name Portugieser fällt auch noch. Das der Wein aber dennoch aus der Pfalz kommt, führt zu Erheiterung. Die dunkle Färbe spricht eher für Dornfelder als für Spätburgunder. Anne gefällt der Duft. Neben Erdbeeren ist da ein sehr harmonisch stimmender Caramelton. Am Gaumen ist dieser Rose etwas rauchig, was nicht jedem in der Runde gefällt.</p>
<p><strong>Rhodter Vielfalt Gewürztraminer Cuvee</strong><br />
Als krönenden Abschluss der Verkostung gibt es noch den Gemeinschaftswein des Gemeinschaftsweinprojekts. Der Gewürztraminer zeigt seinen typischen Rosenduft. Am Gaumen ist er extraktreich. Orangenschale im Nachhall. Als Gastgeber dieser kleinen Verkostung darf ich nun ausrufen: Das ist mein Wein! Etwas mehr Restsüße wäre bestimmt auch nicht schlecht gewesen. Schön saftig mit hellem Pfirsich und Ananas.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/sixpack-wein.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das Wein-Sixpack der fünf Jungs aus Rhodt" />Uiiuiiuiiii. Das hat ja mal geradeso gepasst. Jeder Wein hat seinen Liebhaber gefunden. Spannend wäre doch mal eine Party mit ganz vielen Leuten und einer Menge dieser Six-Packs. Beim Aufräumen zählt man dann, wie viele Flaschen je Sorte geöffnet wurden und wie viele nur zur Hälfte getrunken wurden. Das wäre bestimmt ein schöner Feldversuch für dieses Wein-Sixpack aus Rhodt.</p>
<p>Man kann mit diesem Weinsixpack auch noch viele andere Dinge anstellen. Im kleinen Kreis kann man eine Rebsortenprobe machen. Mit den Nummern der Flaschen kann man lustige Kennenlernspiele veranstalten. Auf Partys kann man sich gut über die Weine unterhalten. Sie mischen sich schnell in jedes Gespräch. Und so sind die Weine der Rhodter Vielfalt rasch in aller Munde. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wein-sixpack.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Das Wein-Sixpack der fünf Jungs aus Rhodt" />Ein großes Kompliment geht in <a href="http://www.rhodter-vielfalt.de/">die Pfalz für diese großartige Idee und die Umsetzung des Weinsixpacks (Hier ist ihre Webseite)</a>. Man muss sich ersthaft fragen, wieso es das nicht schon lange überall gibt. Nur eines haben wir sechs Leute in der Verkostungsrunde nicht verstanden. „Wein muss nicht immer kompliziert und verkopft sein“, heißt es von den fünf Winzern aus Rhodt. Wieso sind dann eure Köpfe auf den Flaschen?</p>
<p><strong>Unsere zusammenfassende Wertung der Rhodter Vielfallt</strong><br />
Design: fünf Sterne<br />
Geschmack: vier Sterne<br />
Spielspass: fünf Sterne</p>
<p>… huch, das sind ja drei Dinge auf einmal.</p>
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		<title>Allee Bleue Isabeau 2010</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Aug 2012 12:11:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Weingut Allee Bleue existiert in der Region Western Cape im Südwesten von Südafrika seit 1690. Den jetzigen Namen trägt es seit 1999, als es von der Familie Dauphin übernommen wurde. Bei dem Isabeau handelt es sich um das weiße Flagschiff von Allee Bleue. Es ist Isabeau de Villiers gewidmet. Trotz einer Größe von 150 [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/allee-bleue-isabeau.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Allee Bleue Isabeau 2010" />Das Weingut Allee Bleue existiert in der Region Western Cape im Südwesten von Südafrika seit 1690. Den jetzigen Namen trägt es seit 1999, als es von der Familie Dauphin übernommen wurde. Bei dem Isabeau handelt es sich um das weiße Flagschiff von Allee Bleue. Es ist Isabeau de Villiers gewidmet. Trotz einer Größe von 150 Hektar werden bei Allee Blue hervorragende Weine erzeugt. Schon die Rebsorten dieses Weins machen auf ihn gespannt. Dies sind 50% Chardonnay, 47% Semillion und 3% Viognier. Die Ernte der Trauben für den Isabeau von Allee Bleue geschieht in der Nacht. Dadurch werden sie am wenigsten beschädigt.<span id="more-8494"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/allee-bleue-2010.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Allee Bleue Isabeau 2010" />Der Wein zeigt sich in einem dunkleren Strohgelb im Glas. Der Isabeau ist kräftig in der Nase. Er wirkt buttrig bis nussig mit Kräutern und Passionsfrucht. Am Gaumen entfaltet sich bei diesem Weißwein von Allee Bleue ein intensiver Geschmack. Die Säure bringt Frische und ein schönes Spiel mit Frucht und Kräutern. Genau hingeschmeckt kann man hier einen bunten Strauß an Kräutern wahrnehmen. So fühlt man sich fast schon in der Provence. In der guten Länge des Isabeau beruhigen sich die Kräuter und ein runder Pfirsich mit Papaya hinterlassen einen freundlichen Eindruck. Insgesamt ist das ein gutes Bild, was Südafrika mit den Allee Bleue hier abgibt.</p>
<p>Allee Bleue Isabeau 2010<br />
Südafrika<br />
Erzeuger: Allee Bleue<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13,5 %<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 16 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel<br />
EAN 6009674100614</p>
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		<title>Domaine du Pre Baron: Touraine L´Elegante</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Aug 2012 11:58:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Eines vorweg: Dieser Wein ist der Hammer. Man liest auf dem Etikett die Appellation Touraine. Von diesem Bereich der Loire kommen viele anständige, gut trinkbare und zumeist preiswerte Sauvignons. Cabernet Franc gibt’s da auch. Sogar ganz geringe Mengen Chenin Blanc. Für viele Weingenießer ist das Thema Touraine mit den einfachen Weißweinen schon erledigt. Anders sieht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/touraine-l-elegante-domaine-du-pre-baron.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Domaine du Pre Baron: Touraine L´Elegante" />Eines vorweg: Dieser Wein ist der Hammer. Man liest auf dem Etikett die Appellation Touraine. Von diesem Bereich der Loire kommen viele anständige, gut trinkbare und zumeist preiswerte Sauvignons. Cabernet Franc gibt’s da auch. Sogar ganz geringe Mengen Chenin Blanc. Für viele Weingenießer ist das Thema Touraine mit den einfachen Weißweinen schon erledigt. Anders sieht bei dem Sauvignon Blanc mit dem Namen L´Elegante von der Domaine du Pre Baron in Oisly aus. Die Schlagworte hier sind ökologischer Weinbau und 30 Jahre alte Reben. Seit mehr als 40 Jahren wird die Domaine du Pre Baron von Guy Mardon bewirtschaftet. Sein Sohn Jean-Luc ist seit 1995 ebenfalls auf dem 35 Hektar großen Weingut tätig.<span id="more-8487"></span></p>
<p>Der Touraine L´Elegante bringt ein kräftigeres Strohgelb im Glas. Anfangs  ist bei diesem Sauvignon eine typische florale Stachelbeere in der Nase. Kurz denke ich: „ach ja Touraine“. Aber dann öffnet sich der Sauvignon und versprüht einen intensiven Kräutergeruch nach Minze und Salbei. Dabei bleibt bei diesem Weißwein der Domaine du Pre Baron in der Nase die Unterstützung von reifer Frucht stehen. In der zweiten Nase taucht bei dem Touraine L´Elegante noch eine medizinale Note und etwas Brennnesseltee auf. Die Säure ist bei diesem Sauvignon Blanc gut eingebunden. Am Gaumen ist der Wein rund und elegant. In der sehr schönen Länge tauchen die kräuterwürzigen Noten aus der Nase wieder auf. Sie sind jedoch harmonisch in ein sehr angenehmes und animierendes Gesamtbild integriert. Dieser Wein ist Meisterwerk der Domaine du Pre Baron in Oisly. Er sollte jedoch umbenannt werden in L’Complexe.</p>
<p>Domaine du Pre Baron Touraine L´Elegante<br />
Frankreich – Loire – Touraine<br />
Erzeuger: Domaine du Pre Baron<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13,5 %<br />
Jahrgang: 2011<br />
Einkaufspreis: 10 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel<br />
EAN nicht vorhanden</p>
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		<title>Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jul 2012 11:58:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wein zum Essen]]></category>

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		<description><![CDATA[In einigen gehobenen Restaurants gab es in den vergangen Wochen Menüs, in denen Speisen mit korrespondierenden Weinen des Anbaugebiets Rueda angeboten wurden. In der Orangerie im Stadtpark von Bochum hat sich der Küchenchef Michael Hau dazu entschieden, nicht typisches Essen aus Spanien für diese Weine zu kreieren. Vielmehr wird seine eigene Küche mit diesen weißen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/orangerie-bochum.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />In einigen gehobenen Restaurants gab es in den vergangen Wochen Menüs, in denen Speisen mit korrespondierenden Weinen des Anbaugebiets Rueda angeboten wurden. In der Orangerie im Stadtpark von Bochum hat sich der Küchenchef Michael Hau dazu entschieden, nicht typisches Essen aus Spanien für diese Weine zu kreieren. Vielmehr wird seine eigene Küche mit diesen weißen Weinen zusammengeführt. Originär spanische Gerichte gibt es im eigenen Haus schon in der Bodega Escalera. Und so kombiniert Hau in fünf Gängen mehrere frische und einen nicht ganz so frischen Verdejo aus Rueda mit Fischgerichten.<span id="more-8474"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rueda-menue.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Als erfrischenden Einstieg in das Menü gibt es einen Sherry. Dieser sehr helle Manzanilla mit seiner leicht salzigen Art und dezenten Walnüssen im Nachhall stellt einen sehr schönen Aperitif dar. Dazu gibt es fünf verschieden gebackene Brotteile. Besonders gefällt mir das ein Brot-Warte-Teil mit einer roten weichen Innenmasse und Mohn drüber. Die Farbe ist durch Paprika entstanden. Schon dieser kleine Wartesnack erhöht aufgrund seiner Raffinesse die Erwartung auf das Rueda-Menü ungemein. Eine danach gereichte Platte mit drei kleinen Köstlichkeiten ist ebenso ein schöner Zeitvertreib. Da gibt es Schrimps in Kartoffelschaum, schön gerollten Lachs und einen Basilikumwürfel.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/matjes-rote-beete.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Nach diesem kleinen Vorspiel besteht der tatsächlich erste Gang aus einem Matjes. Genauer ist dies ein Neuer Matjes, der auf Rote-Bete-Graupen liegt dann von einem geröstetem Rosinenstuten abgedeckt wird. Darauf ist wiederum Matjestatar, auf dem eine weitere Schicht Stuten liegt. Als Dekoration dient glasierte Petersilie. Das ist recht kreativ und schmeckt auch vielen Leuten, die nicht unbedingt Matjes-Fans sind. Dazu wird ein Marques de Riscal Blanco gereicht. Dieser frische Wein passt sehr gut zu dem Fisch. Der Weißwein aus Rueda besteht jedoch nicht nur aus Verdejo, sondern auch aus Sauvignon Blanc. Das ist die zweite bedeutende Rebsorte in diesem spanischen Anbaugebeit. Der Reiz des dieses Gangs kann man in den eher gesetzten Aromen des Stuten und dem frischen Fisch- und Weingeschmack finden.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/michael-hau.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Küchenchef der Orangerie im Stadtpark Bochum Michael Hau</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/fisch-rueda.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Der zweite Gang besteht aus einem Meerbarbenfilet. Dieser im warmen küstennahen Salzwasser lebende Fisch ist in Olivenöl mit Zitronen-Tymian gegart. Dabei liegen Schmortomaten, Fenchel und Oliven. Der Fisch ist extrem köstlich. Dazu wird der Verdejo Nievas Los Navales aus dem Rueda gereicht. Der saftige Fisch harmoniert mit seiner leichten Salzigkeit sehr gut mit dem Wein. Einzig das Öl sollte nicht so sehr mit ihm in Berührung kommen. Aber Öl ist ja ein grundsätzliches Problem. Der hier ausgeschenkte Verdejo stammt von wurzelechten Reben. Der Weinberg des Los Navales wurde vor 150 Jahren angelegt. In der Nase ist bei diesem Wein eine breitere Stachelbeere. Der Gaumen wird beim Los Navales von einer intensiven Frucht mit Orange geschmeichelt. Dieser zweite Gang ist schon ein früher Höhepunkt des Menüs.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/ananassorbet-rueda.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Als dritter Gang wird ein Ananassorbet aufgetischt. Das scheint erst etwas deplaziert in der Reihenfolge des Menüs zu sein. So sieht ein Sorbet doch etwas wie ein Nachtisch aus. Doch die Restaurantleiterin der Orangerie in Bochum Britta Minder erläutert, dass es eine alte Tradition zu dieser Anordnung in Frankreich gibt. Der Hintergrund liegt darin, dass vor dem Hauptgang der Geschmack noch einmal Neutralisiert werden soll. Das köstliche und erfrischende Ananassorbet wird frisch mit Verdejo aufgegossen. Verziert ist es von einer kleinen Blume aus karamellisierter Ananas. Ein Gang der sehr viel Spaß macht und Körper und Geist belebt. Vor allem an warmen Tagen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/seeteufel-pumpernickel.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Den vierten Gang kann man als Hauptgericht bezeichnen. Er besteht aus Seetäufelbäckchen in Pumpernickel gebraten. Dies liegt auf Leipziger Allerlei mit Safranspaghetti. In diesem Gang werden also recht viele Ursprünge zusammengefasst. Besonders begeistert hier, wie das ursprünglich aus Westfalen stammende Pumpernickel mit einem Atlantikfisch kombiniert. Dazu wird ein Verdejo von Jose Pariente gereicht. Das besondere an diesem Weißwein aus Rueda ist, dass er im Barrique ausgebaut ist. Bei diesem Verdejo sind Vanille und Briochenoten in der Nase. Er wirkt recht fett am Gaumen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/jose-pariente-barrica.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Bei der Kombination von Wein und Speisen kann man mehrere Wege finden. Einer besteht in der Abarbeitung von Gegenpolen bei ähnlicher Geschmacksintensität. Ein anderer Weg kann darin bestehen, bestimmte Komponenten der Speise zu betonen. Bei den „Seeteufelbäckchen in Pumpernickel gebraten auf Leipziger Allerlei mit Safranspaghetti“ spielt der Verdejo aus Rueda besonders auf das Pumpernickel an. Das klingt erst einmal seltsam. Denn dieser Wein sprengt viele Vorstellungen selbst von Weinkennern. Die Barriquenoten spielen geradezu mit den Aromen die durch Maillard-Reaktion und Karamellisierung im Pumpernickel entstanden sind. Michael Hau brilliert mit dieser Kombination.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/himbeervariationen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Der fünfte Gang und himbeerige Abschluss ist ein wahrer Gaumenschmaus. Bei der reichen Kombination erstaunt die Vielfalt, die man mit Himbeeren erzeugen kann. Obschon es auch es auch süße Weine in Rueda gibt, ist es schwier hier etwas Passendes zu finden. Und so kann man ganz entspannt darüber nachdenken, welche Speisen einem persönlich gefallen haben, welche Weine besonders gut waren und wie die Kombination aus eigenem Empfinden gelungen waren. Mir persönlich haben besonders die Meerbarben, das Annanassorbet und ganz hervorgehoben die Seeteufelbäckchen gefallen. Jedoch waren alle Gerichte durchdrungen von Kreativität.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/los-navales-verdejo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Bei den Weinen hat mich der wurzelechte Nievel Los Navales und der Jose Pariente barrica sehr positiv überrascht. Beide präsentieren eine eher ungewöhnlichere Seite von Rueda. Gerade das ist ihr Verdienst. Auch wenn man Barrique-Weine nicht mag, in der Speisenkombination war dies eine Klasse für sich. Und man kann sich fast schon sicher sein, dass man von der Orangerie in Bochum und von Michael Hau in Zukunft noch einiges hören wird.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/rueda-wurzelecht.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Über Verdejo konnte man auch einiges lernen. So ist gar nicht so bekannt, dass diese Weine nicht nur eine Mode des letzen Jahrzehnts sind, sondern in Rueda eine lange Geschichte des Weinbaus besteht. Das zeigt zum einen der wurzelechte Los Navales. Er bringt wesentlich mehr Tiefe ins Glas, als bislang vermutet. Zugleich ist das Anbaugebiet Rueda in Deutschland bekannt für seine jungen, trockenen und frischen Weißweine. Dass es dort eben auch süße Weine oder Verdejo mit Fassausbau gibt, mag für viele neu sein. Gerade der Jose Pariente barrica entfaltet einen Reiz durch seine Alterung.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/vielfalt-der-verdejo-traube.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Sicherlich ist eine Präzision des Produkts immer gut für das Marketing einer Region. Beim Wein könnte man von einem engen Geschmackskorridor reden. Der fassausgebauten Vedejo von Jose Pariente  verdeutlicht jedoch die hohe Haltbarkeit entsprechend gut angebauter Weine in Rueda und zeigt damit ihren Wert. Zugleich ist diese Vielfalt der Weine auch die Basis eines Weinmenüs. Mit ein und demselben Geschmackstyp kann man nur schwer ein 5-Gänge-Menü begleiten. Uns so trägt das Menü in der Orangerie in Bochum auch zu Recht den Untertitel „Vielfalt der Verdejo-Traube“.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/orangerie-im-stadtpark.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Rueda-Fisch-Menü in der Orangerie im Stadtpark in Bochum" />Der Abend wurde lang und schön. Ein großes Kompliment geht neben den Weinen aus Rueda an die Orangerie in Bochum. Restaurantleiterin Britta Minder zeigt hier, wie gute Weine einen hervorragenden Platz in der gehobenen Gastronomie finden. Küchenchef Michael Hau bringt Kreativität in die Küche. Die Speisen dieses Rueda-Menüs sind anregend, bieten einiges fürs Auge, passen ausgezeichnet zu den Weinen und vor allem: Alle fünf Gänge schmeckten richtig gut. Gut kochen kann man inzwischen an vielen Orten. In der Orangerie im Stadtpark Bochum fühlt man sich darüber hinaus sehr wohl. Man müsste lange suchen um einen kritischen Punkt zu finden.</p>
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