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	<title>weinverkostungen.de - Weinproben - Verkostungen von Wein</title>
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	<description>Wein verkostet</description>
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		<title>Chianti Classico 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 17:55:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt noch eine Kleinigkeit nachzuholen. Es handelt sich um eine umfangreiche Verkostung des noch aktuellen Jahrgangs Chianti Classico 2009. Zum Einstieg der Verkostung haben wir uns mit dem vorherigen Jahrgang 2008 beschäftigt. Dies galt auch etwas zur Einstimmung, zur Selbsteichung und -kontrolle. Leichte Korrekturen gegenüber der Verkostung im Jahr 2010 sind somit angebracht. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chianti-classico-2009.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" />Es gibt noch eine Kleinigkeit nachzuholen. Es handelt sich um eine umfangreiche Verkostung des noch aktuellen Jahrgangs Chianti Classico 2009. Zum Einstieg der Verkostung haben wir uns mit dem vorherigen Jahrgang 2008 beschäftigt. Dies galt auch etwas zur Einstimmung, zur Selbsteichung und -kontrolle. Leichte Korrekturen gegenüber der Verkostung im Jahr 2010 sind somit angebracht. Das ist nicht ungewöhnlich, so verändert sich der Wein in der Flasche (teilweise waren es zuvor auch Fassproben), man hat Tagesformen und einige Chianti Classico waren im vergangenen Jahr noch Fassproben. 2008 und 2009 gelten in der Toskana als sehr gut; so auch beim Chianti Classico.<span id="more-8192"></span></p>
<p><strong><em>Chianti Classico 2008</em></strong></p>
<p><strong>Barone Riscasoli &#8211; Castello di Brolio</strong><br />
80% Sangiovese, 10% Merlot, 10% Cabernet Sauvignon<br />
Rubinrot mit leichten Eintrübungen, reife und süßliche Kirsche mit etwas Holz in der Nase, Amarena in der zweiten Nase, schlanker Gaumen mit kräftig trockener Säure, unausgewogen.<br />
84</p>
<p><strong>Castello delle Stinche &#8211; Fattoria di Lamole &#8211; Antico Lamole Vigna Grospoli</strong><br />
100% Sangiovese<br />
Helles Rubin mit ziegelrotem Rand, Caramel mit vegetativen Noten in der Nase, frischer und leichter Gaumen mit Apfelaromen, in der mittleren Länge erstaunlich verspielt.<br />
83</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/volpaia-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Castello di Volpaia</strong><br />
90% Sangiovese, 5% Merlot, 5% Syrah<br />
Klares Rubinrot mit hellem Rand, süße Fruchtnase, gute integrierte Säure, auch der Gaumen ist angenehm mit reifen Früchten, schöner Nachhall. Man fährt bei Volpaia sehr gut mit dem Schwerpunkt auf dem Sangiovese. Syrah ist im Chianti Classico nicht sehr häufig. Es scheint ihm aber gut zu tun.<br />
90</p>
<p><strong>Lamole di Lamole</strong><br />
90% Sangiovese, 5% Canaiolo, 5% Malvasia Nera<br />
Klares Rubinrot, Cramel in der Nase, zweite Nase bringt harmonisch Früchte in den Mittelpunkt, kräftiger Gaumen mit schwungvoller Säure. Exrem lang.<br />
87</p>
<p><strong>Melini</strong><br />
90% Sangiovese, 5% Cabernet Sauvignon, 5% Merlot<br />
Etwas trübes Rubinrot, Schokoladen-Caramel in der Nase, zweite Nase von Frucht untermalt, wirkt dabei etwas kitschig und gemacht, der Gaumen erfüllt die Erwartungen nicht und lässt diesen Chianti Classico als unausgewogen erscheinen, zu deutliche Säure.<br />
85</p>
<p><strong>Poggerino</strong><br />
100% Sangiovese<br />
Dunkleres Rubinrot, kräftige Aromen mit eingelegten Kirschen und süßen Pflaumen in der Nase, Gewürze im Hintergrund, etwas stichig, wuchtige und trockene Würze am Gaumen. Hier versteht man schon, dass viele andere Chianti Classico nicht nur aus Sangiovese bestehen. Auch wenn dies so bestimmt auch eine Berechtigung hat.<br />
85</p>
<p><strong>Poggio Bonelli</strong><br />
90% Sangiovese, 10% altri vitigni<br />
Dunkel trübes Rot im Glas, dunkle Schokolade in der Nase, zweite Nase mit Schwarzwälder-Kirsch-Torte, Weiße Kirschen am Gaumen, die Säure spielt mit der Frucht. Gegenüber der Verkostung dieses Weins im verganenen Jahr präsentiert es sich heute etwas besser.<br />
84</p>
<p><strong>Tenuta Villa Trasqua</strong><br />
95% Sangiovese, 3% Colorino, 2% Malvasia Nera<br />
Kares Rubinrot, süßlicher Duft mit etwas Brause, in der zweiten Nase sind dunkle Kirschen, frucht geprägter Gaumen, gefällig auch in der Länge.<br />
86</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chianti-classico-collection.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" />Doch nun zur eigentlichen Verkostung des Chianti Classico aus dem Jahr 2009. Die Vorauswahl der verkosteten Weine entsteht zuerst dadurch, welche Weine angestellt werden. Als zweites wählen wir aus. Dabei werden die Chianti Classico von Erzeugern berücksichtigt, die bislang aus unserer Sicht schon gute Weine in die Flasche gebracht haben. Um auch anderen Weingütern eine Chance zu geben, werden diese zum Teil zufällig zum anderen Teil weil sie irgendwo aufgefallen sind in die Verkostung eingefügt. Die Verkostung selbst findet dann verdeckt statt, was jedem Chianti Classico seine Chance zusichert.</p>
<p><strong><em>Chianti Classico 2009</strong></em></p>
<p><strong>Bandini Villa Pomona</strong><br />
klares rubinrot im Glas, dezente Sauerkirschen in der Nase, frisch und erst etwas stichig am Gaumen, wird dann aber weicher, angenehm runde Länge mit etwas Caramel.<br />
85</p>
<p><strong>Bibbiano &#8211; Montornello</strong><br />
Dunkleres Rubinrot, eingekochte Waldfrüchte in der Nase, florale Noten in der zweiten Nase, packender wuchtiger Gaumen, kräftige Säure ist gut eingebunden, in der Länge etwas unausgewogen.<br />
87</p>
<p><strong>Borgo Salcetino</strong><br />
Leuchtend klares Rubinrot mit hellem Rand, würze und Dörrobst in der Nase, weicher Gaumen mit etwas Schokolade, ist recht schnell wieder weg und bleibt zugleich extrem dezent stehen.<br />
84</p>
<p><strong>Casa Sola</strong><br />
Dunkleres rot mit klarem Einschlag im glas, frucht neben dunklen Mischbrot in der Nase, zweite Nase mit Amarenakirschen, beschwingte Säure am Gaumen, schwingt harmonisch ab, aber der Geruch?<br />
82</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/castellare-di-castellina-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Castelare di Castellina</strong><br />
rubinrot, leicht trüb, ausgewogene fruchtnase, trockener Gaumen mit gut integrierter Säure, angenehme dezente Frucht, gute Länge. Der Castellare wird noch etwas zulegen.<br />
88</p>
<p><strong>Castello di Selvole</strong><br />
Rubinrot, Nougat-Caramel mit leichter Frucht, zweite Nase mit süßer Kirschsauce, strenger Gaumen, grüne Noten im Nachhall.<br />
83</p>
<p><strong>I Sodi</strong><br />
Dunkles rubinrot, Pinien in der Nase, fruchtig in der zweiten Nase, intensiv am Gaumen Würze spielt mit Frucht und ist von caramelligen Noten untermalt. Außergewöhnlich und polarisierend.<br />
86</p>
<p><strong>Podere di Cappella</strong><br />
Dunkle Farbe, etwas kitschige frucht in der Nase, weich am Gaumen, wodurch der brausige Eindruck bleibt. Der wird bestimmt vielen Leuten schmecken. Aber ist es ein Chianti?<br />
84</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/querciabella-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Querciabella</strong><br />
Helles Rubin, leicht trüb, sehr schöne Mon-Cheri-Kirsche in der Nase, in der zweiten Nase mit etwas Vanillepudding, Gaumen leicht und mit erfrischender Säure, etwas Schokolade, guter Nachhall. Fein.<br />
89</p>
<p><strong>Rocca di Montegrossi</strong><br />
Rubinrot, zimtige Rauchnoten in der Nase, zweite Nase mit etwas Unterholz, kräftige Säure unausgewogen, wenn auch ziemlich lang.<br />
82</p>
<p><strong>Ruffino &#8211; Santedamme</strong><br />
Dichtes Ruinrot, süße Kirsche mit Waldfrüchten in der Nase, intensive Säure neben feinem Geschmack, lang.<br />
85</p>
<p><strong>Villa Cerna</strong><br />
Dunkel-klares Rubinrot, Frucht mit etwas Alkohol, der Gaumen ist auch nicht wirklich erfreulich.<br />
83</p>
<p>Weiter geht es mit der Verkostung des Chianti Classico Riserva aus dem Jahrgang 2008. Dieser wird in der Regel ungefähr ein Jahr länger in großen Fässern ausgebaut und daher auch ein Jahr später vermarktet. Diese Weine zeichnen ich häufig über eine höhere Intensivität und einen feinen langen Nachhall aus.</p>
<p><em><strong>Chianti Classico Riserva 2008</strong></em></p>
<p><strong>Bibbiano – Vigna del Capannino</strong><br />
Dunkeres Rubin mit etwas Eintrübungen, schöne Frucht mit einem süßen Sherryton, in der zweiten Nase fällt etwas Stich auf, der Gaumen ist leicht unausgewogen, der Chianti bleibt dann noch recht lange stehen.<br />
85</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/capannelle-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Capannelle</strong><br />
Etwas dunklere aber klare Farbe, in der Nase ist kräftig Caramel, die zweite Nase bringt leicht stichig eingeweckte Früchte, der Gaumen zeigt gut integrierte Säure, Spannung wird recht lang gehalten.<br />
86</p>
<p><strong>Castellare di Castellina</strong><br />
Dunkles Rubinrot, eigentümlicher Geruch mit reifen und süßen Waldfrüchten, Gaumen kräufrig aber in sich gut ausbalanciert, runder Nachhall.<br />
89</p>
<p><strong>Cecchi</strong><br />
Dunkelrot, süße Frucht mit Kirschen und Brombeeren in der Nase, Gaumen erst von fülliger Säure geprägt, später zeigen sich auch viele feine Noten, gute Länge.<br />
88</p>
<p><strong>La Madonnina</strong><br />
Dunklers Rubin, leicht trüb, Himbeeren in der Nase, in der zweiten Nase sind Casis und Alkohol, trockener Gaumen mit relativ kräftiger Säure, schnell verabschiedet er sich.<br />
84</p>
<p><strong>Le Miccine</strong><br />
Klares Rubinrot, hell, Caramel in der Nase, in der zweiten Nase von Frucht untermalt, dünn am Gaumen bei kräftiger Säure, bleibt leicht &#8220;pelzig&#8221; stehen.<br />
83</p>
<p><strong>Querciavalle</strong><br />
Dunkles rubinrot, Pflaumen und süßes Cassis in der Nase, frischer Gaumen mit dezenter Würze, mittlere Länge, allerdings kommt ein komischer Nachgeschmack hinzu, der den Spass etwas verdirbt.<br />
85</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/2009-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Tenutta la Novella</strong><br />
Rubin mit leicht violetem Einschlag, Veilchenparfüm in der Nase, ist in der zweiten Nase kräftiger und mit Würze untermalt, der Gaumen bringt eine kräftigere Säure mit sich, der Nachhall zeigt wieder diese Veilchen, was soll man mit so einem Kitschwein machen? Liegt es evtl. an dem Teroldego den man hier beigemischt hat? Typisch Toskana ist es jedenfalls nicht.<br />
82</p>
<p>Abschließen möchten wir die Verkostung des Chianti Classico und zugleich diesen Report mit einigen Weinen die in die obigen Kategorien nicht passten aber trotzdem angestellt und von uns verkostet wurden.</p>
<p><strong>Lamole di Lamole</strong><br />
Chianti Classico Riserva 2007<br />
Dunkles klares rubinrot, würzige Nase mit Alkoholstich, im Hintergrund eingelegte Kirschen, sanfter Gaumen, der etwas zu leicht ist für diesen Geruchsauftritt, zu kurz. (2007 scheint ausnahmsweise ein nicht so glücklicher Jahrgang bei Lamole gewesen zu sein.)<br />
83</p>
<p><strong>Tenuta Villa Trasqua</strong><br />
Chianti Classico Riserva 2006<br />
Klares Rubinrot, etwas stichig in der Nase mit Fruchtkompott im Hintergrund, staubiger Gaumen, im mittleren Nachhall klingen dezent Kirschen an.<br />
85</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/castello-di-ama-chianti-classico.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Castello di Ama – Vigneto Belavista</strong><br />
Chianti Classico 2007<br />
Trübes Rubinrot, harmonische Nase, wuchtig am Gaumen mit Würze gute Länge und Reifepotenzial.<br />
88</p>
<p><strong>Castello di Ama – Vigneto La Casuccia</strong><br />
Chianti Classico 2007<br />
Dunkleres Rubin, reife und in sich feine Nase, intensiv dabei aber rund am Gaumen.<br />
87</p>
<p><strong>Castello di Volpaia &#8211; Coltassala</strong><br />
Chiant Classico Riserva 2007<br />
Dunkles klare Rubinrot, dunkle Würze in der Nase mit reifen Waldfrüchten, kräftig am Gaumen, leider macht die Säure etwas starken Druck, in der sehr guten Länge bringt sie sich harmonisch ein, gutes Reifepotenzial.<br />
89 </p>
<p><strong>Castelli del Grevepesa &#8211; Clemente VII</strong><br />
Chianti Classico Riserva 2007<br />
Dunkles Rubinrot, dezent-harmonische Frucht mit etwas Tannenwald in der Nase, erst Weich am Gaumen, dann zeigt er seine Kraft. Zugleich bricht er nicht ungestüm aus. Gute Länge.<br />
87</p>
<p>(Noch im vergangenen Jahr stellte man beim Clemente 2008er Jahrgang an. Nun ist das Jüngste der 2007er. Was ist da los? hat man noch so viele alte Weine auf Lager oder traut man den aktuellen Jahrgängen nichts zu.)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chianti-classico-riserva-2008.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chianti Classico 2009" /><br />
<strong>Hier Verkostungsberichte des Chianti Classico aus der Vergangenheit:</strong><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-2008/">Chianti Classico 2008</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-2007/">Chianti Classico 2007</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-riserva-2007/">Chianti Classico Riserva 2007</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-2006/">Chianti Classico 2006</a><br />
<a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-riserva-2006/">Chianti Classico Riserva 2006</a></p>
<hr />Ähnliche Beiträge:<ul><li><a href="http://weinverkostungen.de/chianti-classico-lamole-di-lamole-2007/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Chianti Classico: Lamole di Lamole 2007">Chianti Classico: Lamole di Lamole 2007</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/toskanische-woche/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Toskanische Woche">Toskanische Woche</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/rebsorten-im-chianti-classico/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Rebsorten im Chianti Classico">Rebsorten im Chianti Classico</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/castelgreve-chianti-classico-riserva/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Castelgreve Chianti Classico Riserva">Castelgreve Chianti Classico Riserva</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/poggio-bonelli-chianti-classico/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Poggio Bonelli Chianti Classico">Poggio Bonelli Chianti Classico</a></li></ul><hr /><small>Copyright &copy; 2006-2009 <a href="http://weinverkostungen.de/"> weinverkostungen.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. </small>]]></content:encoded>
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		<title>WineVibes die Zweite</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/winevibes-die-zweite/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 13:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit vergangenem November ist München um ein unverzichtbares Weinevent reicher. WineVibes heißt die Veranstaltung, die am 18. Februar in die zweite Runde gehen wird. Veranstaltungsort ist nun das ARS24 Studio in der bayrischen Landeshauptstadt. Erwartet werden 21 Weingüter mit ihren edlen Tropfen aus Deutschland und Östereich. Zum Teil handelt es sich dabei um große Namen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img alt="WineVibes die Zweite" title="Bild: WineVibes 2" src="http://weinverkostungen.de/images/winevibes-2.jpg" />Seit vergangenem November ist München um ein unverzichtbares Weinevent reicher. WineVibes heißt die Veranstaltung, die am 18. Februar in die zweite Runde gehen wird. Veranstaltungsort ist nun das ARS24 Studio in der bayrischen Landeshauptstadt. Erwartet werden 21 Weingüter mit ihren edlen Tropfen aus Deutschland und Östereich. Zum Teil handelt es sich dabei um große Namen wie Salwey aus Baden oder Wohlmuth aus der Steiermark. Andere Weingüter sind noch etwas unbekannter und eher in der Weinzsene angesagt.<span id="more-8188"></span></p>
<p>Das Konzept von WineVibes ist denkbar einfach und genauso schön. Ab 19 Uhr beginnt ein Chill-Out-Tasting der Weine. Und ab 23 Uhr wird die Musik lauter gedreht und mit den Weinen weiter gefeiert. Bei WeinVibes 2 sind DJ Michael Reinboth, dem Gründer des innovativen MusicLabels Compost Records und DJ Medo (Lang im Abgang) für die Musik zuständig. Die beiden werden elektronische Tanzmusik, kombiniert mit Jazz, Soul und Funk auf ihren Plattenteller legen. </p>
<p><strong>Mit ihren Weinen dabei auf WineVibes 2</strong><br />
Baden: Weingut Salwey, Weingut Deufel<br />
Mosel: Weingut Knebel, Weingut Batterie-Immichberg, Weingut Bastgen, Weingut<br />
Müllen<br />
Rheingau: Weingut Ankermühle, Weingut Sohns<br />
Pfalz: Weingut Kohler-Ruprecht, Weingut Krebs, Weingut Rings, Weingut Lauermann-Weyer<br />
München: Moritz D. Perlwein<br />
Burgenland: Weingut Claus Preisinger, Weingut Schiefer, Weingut Schönberger<br />
Kremstal: Stift Göttweig, Weingut Sepp Moser<br />
Wachau: Weingut Muthenthaler<br />
Wien: Weingut Zahel<br />
Steiermark: Weingut Wohlmut</p>
<p><strong>WineVibes 2</strong><br />
18. Februar 2012, 19 bis 4 Uhr<br />
ARS24Studio, Kistlerhofstrasse 70 in München<br />
Drinks, Food &#038; Party all-inclusive: 45 € (Early-Bird-Ticket 39 €; zzgl. Glaspfand von 10)<br />
Kartenvorverkauf über <a href="http://winevibes.de/">winevibes.de</a></p>
<hr />Ähnliche Beiträge:<ul><li><a href="http://weinverkostungen.de/termine/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Termine">Termine</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/noch-3-tage/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Noch 3 Tage&#8230;">Noch 3 Tage&#8230;</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/wordpress-update-auf-213/" rel="bookmark" title="Permanent Link: WordPress update auf 2.1.3">WordPress update auf 2.1.3</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/dosage/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Dosage">Dosage</a></li><li><a href="http://weinverkostungen.de/st-louis-gueuze/" rel="bookmark" title="Permanent Link: St. Louis Gueuze">St. Louis Gueuze</a></li></ul><hr /><small>Copyright &copy; 2006-2009 <a href="http://weinverkostungen.de/"> weinverkostungen.de</a><br /> This feed is for personal, non-commercial use only. </small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010</title>
		<link>http://weinverkostungen.de/douro-niepoort-fabelhaft-branco-2010/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 17:38:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Portugal]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Niepoort]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Jahren hat sich der Rotwein Fabelhaft von Niepoort einen sicheren Rang in den Regalen deutscher Weinfachhändler erarbeitet. Er kann durchaus – mal Mateus Rose mit seinen weltweit 50 Millionen Flaschen pro Jahr ausgeklammert – als bekanntester Wein aus Portugal auf dem deutschen Markt gelten. Das führt zu einem jährlichen Absatz von 400.000 Flaschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/2010-fabelhaft-branco.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010" />Seit einigen Jahren hat sich der Rotwein Fabelhaft von Niepoort einen sicheren Rang in den Regalen deutscher Weinfachhändler erarbeitet. Er kann durchaus – mal Mateus Rose mit seinen weltweit 50 Millionen Flaschen pro Jahr ausgeklammert – als bekanntester Wein aus Portugal auf dem deutschen Markt gelten. Das führt zu einem jährlichen Absatz von 400.000 Flaschen in Deutschland. Die Zeitschrift Weinwirtschaft hat den Jahrgang 2009 zurecht zum „Wein des Jahres 2011“ gekürt. Jedenfalls zeigt der Fabelhaft beständig, dass Portugal neben Portwein und Vinho Verde hervorragende und eigenständige trockene Rotweine aus dem Douro-Tal hervorbringen kann.<span id="more-8175"></span></p>
<p>Eine weitere Lücke könnte nun die weiße Version des Fabelhaft füllen. Noch wird auf dem deutschen Markt der Weißwein aus Portugal fast schon mit dem Vinho Verde gleichgesetzt. Selbst etablierte Fachhändler trauen sich nicht so richtig andere Weißweine aus Portugal &#8211; also einen Branco &#8211; in ihr Sortiment aufzunehmen. Die Gründe sind relativ einfach. Portugal gilt als warmes Anbauland mit dem Schwerpunkt auf Rotwein. Und Portugal ist leider noch etwas sehr für billige Weine &#8211; wie sie auch aus dem Gebiet Dao kommen &#8211; bekannt. Zudem haben wir hier im kühlen Deutschland hervorragende Rieslinge. Um hier Bestand zu haben, muss man erst einmal was richtig Gutes in die Flasche bekommen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/2010-fabelhaft-douro.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010" />Gelingt das dem neuen Fabelhaft Branco von Niepoort? Interessant sind schon mal die verwendeten Rebsorten. Beteiligt sind unter anderen Rabigato, Codega do Larinho, Gouveio, Dona Branca, Viosinho, Bical. Diese weißen Rebsorten werden in den höheren kühlen Bereichen des Douro-Tals werden schon lange angebaut. Trotz der kühlen Nächte kommt der Fabelhaft Branco dann doch auf seine 13% Alkohol, was jedoch in der Verkostung aufgrund des kräutrigen Körpers und einem dezenten Fassausbau nicht auffällt.</p>
<p>Doch zur eigentlichen Verkostung: Der neue weiße Wein von Niepoort zeigt sich in einem hellen Strohgelb mit grünen Reflexen im Glas. In der ersten Nase ist eine mineralische Kräuternote mit etwas Lavandel wahrzunehmen. Die Zweite Nase des Fabelhaft Branco offenbart eine reife und aromatische Frucht. Am Gaumen erfrischt dieser trockene Weißwein aus dem Douro-Tal und bringt leicht nussige Noten auf die Zunge. Die Säure ist beim Fabelhaft Branco gut balanciert. Vielschichtig geht er in den langen runden und spielerisch kräutrigen Nachhall mit Salbei.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/niepoort-branco.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010" />Der Fabelhaft Branco zeigt einmal mehr, dass Douro-Tal als Herkunft für trockene Weine sehr gut geeignet ist. Zudem kann dieser Weißwein davon überzeugen, dass Portugal komplexe und interessante Weine hervorbringen kann, die gegenüber deutschen Weinen (Rieslingen) in dieser Preiskategorie durchaus mithalten können. Der Fabelhaft Branco könnte mit seinem erschwinglichen Preis auch Weingenießer jenseits der Portugalfreaks an die spannende und spannungsreiche Welt der Weißweine aus dem Douro-Tal führen. Ein Wein den man auf jeden Fall einmal probieren sollte.</p>
<p><a href="http://weinverkostungen.de/douro-niepoort-fabelhaft-2007/">Den roten Wein von Fabelhaft haben wir hier schon mal vorgestellt.</a></p>
<p>Douro Niepoort Fabelhaft Branco 2010<br />
Portugal – Douro<br />
Erzeuger: Niepoort Vinhos S.A.<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13 %<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 10,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Jede zweite Flasche Sekt in Aktion verkauft</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 20:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medienberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Sekt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Knall der Silvesterkorken ist verklungen. Bei der eintretenden Stille kann man sich über die Entwicklung auf dem Sektmarkt einmal etwas Gedanken machen. Und zwar stellt eine aktuelle Untersuchung der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) fest, dass inzwischen mehr als jede zweite Flasche Sekt über Aktionen verkauft wird (50,7%). Vor acht Jahren war es lediglich jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/perlage.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jede zweite Flasche Sekt in Aktion verkauft" />Der Knall der Silvesterkorken ist verklungen. Bei der eintretenden Stille kann man sich über die Entwicklung auf dem Sektmarkt einmal etwas Gedanken machen. Und zwar stellt eine aktuelle Untersuchung der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) fest, dass inzwischen mehr als jede zweite Flasche Sekt über Aktionen verkauft wird (50,7%). Vor acht Jahren war es lediglich jede dritte Flasche (2003: 32,8%). Zudem kann man beobachten, dass der Abstand zwischen Aktions- und Normalpreisen deutlich zunimmt. Bei einigen Sorten von deutschem Markensekt liegt dieser Preisabstand nicht selten bei über 30%. Bei solch einem Abstand besteht nach Ansicht einiger Beobachter die Gefahr, dass der Normalpreis nicht mehr so leicht vom Endverbraucher akzeptiert wird.<span id="more-8160"></span></p>
<p>Aber es gibt auch gute Nachrichten der Welt des Sekt. So konnte 2011 die verkaufte Menge gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent gesteigert werden. Die Wertsteigerung hing mit 3,5 Prozent leicht hinterher. Das bedeutet es wurde etwas preisgünstiger verkauft als noch 2010. Ganz anders sieht es beim stillen Wein aus. Hier war ein Mengenrückgang um 2,6 Prozent zu verzeichnen. Grund hierfür sind in den recht geringen Erntemengen in Deutschland im Jahr 2010 zu sehen. Zugleich erfuhr der Weinabsatz in der Bundesrepublik einen Wertzuwachs von 1,6 Prozent. Dies kann auch als Indiz dafür gesehen werden, dass es den deutschen Weingütern gelang den Jahrgang 2010 teurer zu verkaufen.</p>
<p>Doch zurück zum Sekt: Der deutliche und kontinuierliche Anstieg des Anteils des Verkaufs über Aktionen ist erklärungsbedürftig. Von Seiten der Verbraucher führen offensichtlich zwei Gründe zu so einer Entwicklung. Zum einen sind Endverbraucher in den letzten Jahren wesentlich preissensibler geworden. Da hat die Wirtschafts- und Finanzkrise sicherlich ihren Beitrag zu geleistet. Sicherlich möchte man immer das Selbe einkaufen wie sein Nachbar, nur eben weniger als er dafür bezahlen. Werbekampagnen wie „Ich bin doch nicht blöd“ haben diese Einstellung auch beim Käufer von Sekt unterstützt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/erlebnis-schloss-wackerbarth.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jede zweite Flasche Sekt in Aktion verkauft" />Zudem möchten Kunden nicht mehr nur normale und gleich bleibende Standardsortimente. Es soll irgendetwas passieren. Dass es dann jedoch ausgerechnet der Preis ist, ist gerade bei einem so lebendigen Produkt wie Sekt schon etwas seltsam. Dies scheint doch eher eine Folge von Ideenarmut auf der Seite der Produzenten und/oder der Vermarkter zu sein. Denn Sekt im richtigen Rahmen präsentiert kann wesentlich mehr erzählen als es das häufig derzeit tut. Soll so ein lebensfrohes Produkt wie Sekt tatsächlich in diesem Ausmaß bzw. fast ausschließlich diese sehr einfachen Bedürfnisse von Endverbrauchern bedienen?</p>
<p>Auch deutscher Sekt könnte neue Bezüge zum Lifestyle aufbauen. Aber gerade dies hat man in den vergangenen Jahren unterlassen. Vielmehr jagte eine Niedrigpreisaktion die nächste. Nicht zuletzt setzte sich die Industrie dadurch selbst in der Erzeugung unter Preisdruck und stand in der Debatte um die Zusetzung von Kohlensäure in den Sekt recht hilflos da. Lapidar hieß es da mancherorts: Das sei eben nicht zu vermeiden, wenn man den Sekt aus dem Edelstahltank presst. Gerade diese Geschichte zeigt, dass sich vor allem die Industrie in einen Preiskampf begeben hat, der nur noch schwer zu stoppen ist.</p>
<p>Einen Ausstieg muss die erzeugende Industrie jedoch selbst finden. Wenn man sieht, wie gut sich Champagner in den vergangenen Jahren entwickelt hat – dabei erst die zu geringen Mengen gegen über der Nachfrage aus Asien und dann schlagartig die Herausforderungen der Weltwirtschaftskrise gemeistert wurden – oder wie Flaschengärungen über den Namen Cremant in den letzten Jahren immer beliebter wurden, kann man sich vorstellen, dass auch beim Sekt neben der Aktion einiges möglich sein könnte. Nur Einsicht und Wille fehlt. Da ruht man sich gerne auf einem Mengenwachstum aus.</p>
<p>Nachtrag: Bei den Daten der GfK wurde über die Jahre lediglich der Zeitraum Januar bis September berücksichtigt. Die Rabattschlachten zum Jahresende – wie sie auch 2011 zu beobachten waren – wurden in den Zahlen also nicht berücksichtigt.</p>
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		<title>Champagner Canard-Duchene Brut Rose</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 19:42:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
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		<description><![CDATA[Und schon wieder gibt es bei mir Champagner. Diesmal soll es ein Rose Brut von Canard-Duchene sein. Das Haus wurde 1868 von Victor Canard und Léonie Duchene gegründet. 1890 übernahm der Sohn Edmond die Verantwortung für die Champager. In dieser Zeit wurde Canard-Duchene am Hofe des russischen Zaren Nikolaus II beliebt. Ein Ende fand dies [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-canard-duchene.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Champagner Canard-Duchene Brut Rose" />Und schon wieder gibt es bei mir Champagner. Diesmal soll es ein Rose Brut von Canard-Duchene sein. Das Haus wurde 1868 von Victor Canard und Léonie Duchene gegründet. 1890 übernahm der Sohn Edmond die Verantwortung für die Champager. In dieser Zeit wurde Canard-Duchene am Hofe des russischen Zaren Nikolaus II beliebt. Ein Ende fand dies bei der Ermordung der Zarenfamilie 1918. An die Zeit davor erinnert der Adler auf dem Etikett des Champagners. Zwischen 1978 bis 2003 gehörte Canard-Duchene zum Luxus-Haus LVMH, welches ja unter anderem für die extrem bekannten Champagner-Marken Vueve Cliqueot und Moet steht. Der Champagner Canard-Duchene Brut Rose besteht aus 40% Pinot Noir, 40% Pinot Meunier und 20% Chardonnay.<span id="more-8127"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/canard-duchene-brut-rose.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Champagner Canard-Duchene Brut Rose" />Der Rose-Champagner zeigt sich zart lachsfarben im Glas. Sein Schaum ist intensiv. Trotzdem hält die feine Perlage des Champagner Canard-Duchene Brut Rose lange an. Erst sind dezente Hefetöne zu riechen. Diese verschwinden jedoch recht schnell. Ein ganz weiches und sanftfruchtiges Buket mit subtilen Kirschen und Erdbeeren durchströmt die Nase. Die Säure ist bei feiner und cremiger Textur sehr gut eingebunden. Zugleich erfrischt und belebt der Canard-Duchene sofort. Im Nachhall besticht ein fruchtiger Granatapfel die Geschmacksnerven. Mit einer enorm schlüssigen Leichtigkeit bleibt der Rose Brut von Canard-Duchene stehen. Guter Stoff. Nur die Marke ist in Deutschland kaum jemandem bekannt. </p>
<p>Champagner Canard-Duchene Brut Rose<br />
NM-137-004<br />
Preis: 35 Euro<br />
Alkohol: 12%<br />
Bezug: Fachhandel</p>
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		<title>Vorschau auf das Weinjahr 2012</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 16:05:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurioses]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben in den vergangenen Wochen jegliches Depot von gereiften Rotweinen gesammelt. Daraus ist ein Weinsatz entstanden, aus dem wir nun lesen werden. Zudem wurde aus Weinstein eine Kristallkugel gebastelt, mit der wir unsere Vorhersagen für das Weinjahr 2012 abgesichert haben. Wir können jedenfalls gespannt sein, denn 2012 wird einiges passieren.
Eines der Hauptereignisse wird auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/weinstein-am-korken.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weinstein" />Wir haben in den vergangenen Wochen jegliches Depot von gereiften Rotweinen gesammelt. Daraus ist ein Weinsatz entstanden, aus dem wir nun lesen werden. Zudem wurde aus Weinstein eine Kristallkugel gebastelt, mit der wir unsere Vorhersagen für das Weinjahr 2012 abgesichert haben. Wir können jedenfalls gespannt sein, denn 2012 wird einiges passieren.<span id="more-8115"></span></p>
<p>Eines der Hauptereignisse wird auch wieder die ProWein in Düsseldorf werden. Für 2012 wird nun noch mehr Fläche zu Verfügung stehen und noch mehr Besucher werden erwartet. So wird die Verkostungszone in die neu hinzugekommene Halle 7.1 wechseln. Im Kaffee- ähhhm Weinsatz ist ganz deutlich zu sehen, dass noch mehr Besucher durch die Messehallen schlendern und Aussteller sowie Besucher mehr als zufrieden nach Hause fahren werden.</p>
<p>Zwei Überraschungen im Weinjahr 2012 werden die Bewertungsinstanz Robert Parker betreffen. Die Weinstein-Kristallkugel zeigt ganz deutlich, dass der Weinguru nach den <a href="http://weinverkostungen.de/hanna-agostini-vs-robert-parker/">Vorwürfen von Hanna Agostini </a>vor vier Jahren und den jüngsten Berichten über die Verkostungs- und Bewertungspraxis von Jay Miller bzw. Pancho Campo in Spanien einen Strategiewechsel einleiten wird. Im Weinjahr 2012 wird eine offizielle Preisliste für die jeweiligen Punktbewertungen veröffentlicht. Bundespräsident Wulff wird dazu erklären: „Mehr Transparenz geht nicht“.</p>
<p>Zudem wird Parker anregen, dass das 100 Punkte-Schema um mindestens 10 Punkte erweitert wird. „Die Weine sind heute wesentlich besser, als noch vor 20 oder 30 Jahren. Deswegen reichen 100 Punkte nicht mehr aus“, so wird Parker sprechen.</p>
<p>Etwas schwierig wird es jedoch mit dem Weinjahrgang 2012 werden. Der 100-jährige Kalender von Gerhard Merz sagt, dass wenig wächst und saurer Wein entsteht; so wie 1641 und 1662. Lediglich für den Herbst gibt es noch Hoffnungen. Der solle nämlich dann gut werden, wenn zwischen Februar und Anfang Mai eine Sonnenfinsternis zu beobachten ist. Aber wir kennen es ja auch schon aus den vergangenen beiden Jahren: Es wird genügend Leute geben, die viel Gutes über den Weinjahrgang 2012 berichten werden. Das ist wahrscheinlich die einzige Vorhersage, die 100-prozentig eintreffen wird.</p>
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		<title>Lidl-Champagner Comte de Brismand</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 12:28:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder. Immer im Dezember kehrt das Champagner-Fieber zurück. Er wird zu Weihnachten verschenkt, gerne auch getrunken oder zum Anstoßen auf das neue Jahr besorgt. Vor drei Jahren haben wir uns mal an den Aldi-Witwen-Champagner herangemacht. Dann musste letztes Jahr eine Flasche vom Bissinger Rose von Lidl dran glauben. Auch wenn der Champagner-Krieg nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/comte-de-brismand.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lidl-Champagner Comte de Brismand" />Alle Jahre wieder. Immer im Dezember kehrt das Champagner-Fieber zurück. Er wird zu Weihnachten verschenkt, gerne auch getrunken oder zum Anstoßen auf das neue Jahr besorgt. Vor drei Jahren haben wir uns mal an den <a href="http://weinverkostungen.de/aldi-champgner-veuve-durand-veuve-monsigny/">Aldi-Witwen-Champagner</a> herangemacht. Dann musste letztes Jahr eine Flasche vom <a href="http://weinverkostungen.de/lidl-champagner-bissinger-co-brut-rose/">Bissinger Rose von Lidl</a> dran glauben. Auch wenn der <a href="http://weinverkostungen.de/champagner-krieg-im-discounter/">Champagner-Krieg</a> nun vorbei ist, haben wir uns nun den deutlich preisgünstigeren Comte de Brismand (ebenfalls von Lidl) besorgt und kalt gelegt.<span id="more-8102"></span></p>
<p>„Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ (aktuelle Werbung von Media-Markt) ist irgendwie passend, klingt aber etwas nach am Strick baumelnden Western-Schurken. Hier spiegelt sich der feinköstliche Leistungsdruck wieder, der mit solchen Nummern wie Champagnern kanalisiert werden soll. Das gelingt jedoch selten. Dem Bedarf nach Entladung der Anspannung oder auch der Angst unter dem Baum nicht den Erwartungen der Lieben zu entsprechen, schafft den Bedarf an solchen Dingen wie preisgünstigem Champagner.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lidl-comte-de-brismand.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lidl-Champagner Comte de Brismand" />„Luxus für alle!“, mit diesem Slogan wirbt inzwischen Lidl unter anderem auch für den Comte de Brismand. Ein Spruch, wie er noch vor Jahren von der PDS-Jugendorganisation solid verwendet wurde, soll nun dem Discounter einen reichen Ansatz besorgen. Dabei ist der Spruch nicht besser oder sinnvoller geworden. Luxus kann nie für alle da sein. Bei den Linksradikalen hat es noch einen gewissen Sinn, da soziale Ungleichheit bis zum Endpunkt thematisiert wird. Champagner kann es jedoch nicht für alle Menschen immer geben. Aber für uns heute.</p>
<p>In der Werbung von Lidl wird für den Comte de Brismand eine ganze Reihe von Plaketten und Auszeichnungen verwendet. Da taucht die Stiftung Warentest oder auch die Berliner Weintropy auf. Die damals getesteten Chargen (L12410056, L 12 01 W6 und L 4201W6) bekommt man sehr wahrscheinlich nicht. Für uns stand der Comte de Brismand aus der Charge L1211W6 im Regal von Lidl. Es wäre sicherlich auch mal eine interessante Verkostung die Qualitätsvarianz vom Champagner einer Marke im unteren Preissegment zu verfolgen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/champagner-comte-de-brismand.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lidl-Champagner Comte de Brismand" />Die Herkunft des Comte de Brismand ist auch recht interessant. Es ist gar nicht so ungewöhnlich, dass die Erzeugung von großen Häusern in der Champagne übernommen wird. Der Comte de Brismand (NM-448-006) wird wie die ebenfalls bei Lidl erhältlichen Champagner von Bissinger (Brut Rose und Premium Cuvee; NM-130-041) vom riesigen Champagnerhaus Vranken-Pommery erzeugt. Jedenfalls behauptet das die Stiftung Warentest. Gerne ranken sich um solche Informationen fabelhafte Geschichten, dass die Champagner im Discounter außergewöhnlich gut sind.</p>
<p>Einen Erzeuger kann man an der Nummer auf der Flasche ablesen. Unser Comte de Brismand trägt die Nummer NM-448-006. Die Zahlen sind eine Erzeugernummer. Leider gibt es hierzu keine öffentliche Liste. Das Kürzel NM auf der Flasche Comte de Brismand von Lidl steht für Négociant-Manipulant. Das ist ein Champagner-Haus, welches die Trauben, Most oder Grundwein kauft und daraus Champagner erzeugt.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lidl-champagner.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lidl-Champagner Comte de Brismand" />Zur Verkostung des Comte de Brismand von Lidl: Der Korken ploppt sehr schwungvoll. Passend zu einer Formel1-Siegerehrung ergießt sich der Champagner auf dem Wohnzimmerteppich. Heftiges schäumen im Glas. Dann aber recht bald deutlich müder. Ein-einhalb feine Perlenketten bleiben stehen. Helles strohgelb ist beim Lidl-Champagner Comte de Brismand im Glas. In der Nase ist grüner Apfel, Hefe und etwas Bauernmischbrot. Frisch und schmal am Gaumen mit schwungvoller Säure. Belebt, aber irgendwie etwas einfach. Der Comte de Brismand kommt mit ganz schmaler Frucht daher und wird sehr schnell müde.</p>
<p>So richtig angetan bin ich von dem Comte de Brismand nicht. Es ist ein akzeptabler Sekt für 11,99 Euro. Mehr nicht. Man bekommt eben häufig dann doch genau das, was man an der Kasse von Lidl bezahlt hat. Der Comte de Brismand hat weder etwas mit Luxus noch mit einem preisgünstigen Angebot zu tun. Sicherlich ist der Preis für diesen Champagner sehr niedrig. Für dieses Geld bekommt man aber auch sehr gute Flaschengärungen aus Deutschland oder einen vorzüglichen Cremant beispielsweise aus dem Elsass oder von der Loire.</p>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/3e25b7f6d6ee4d9f93ebff299ae9d182" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Champagner Henri de Valmond Brut Rose</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:41:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstige]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir waren wieder mal im Discounter auf Champagner-Suche. Da gab es als Posten-Artikel bei Aldi-Nord den Henri de Valmond Brut Rose für 14,99 Euro. Der Preis sollte für einen halbwegs trinkbaren Champagner in Ordnung gehen. Schnell mal gegoogelt: Henri de Valmond scheint es irgendwie gar nicht zu geben. Denn so ist die heutige Welt: Findet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/henri-de-valmond.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Champagner Henri de Valmond Brut Rose" />Wir waren wieder mal im Discounter auf Champagner-Suche. Da gab es als Posten-Artikel bei Aldi-Nord den Henri de Valmond Brut Rose für 14,99 Euro. Der Preis sollte für einen halbwegs trinkbaren Champagner in Ordnung gehen. Schnell mal gegoogelt: Henri de Valmond scheint es irgendwie gar nicht zu geben. Denn so ist die heutige Welt: Findet man es nicht bei Google, so ist es nicht existent. Anders als der Lidl-Champagner Bissinger (früher noch als Bisinger geschrieben) findet man über Henri de Valmond kaum etwas Aussagekräftiges.<span id="more-8171"></span></p>
<p>Doch mal ruhig nachgeschaut. Der Champagner Henri de Valmond Brut Rose wird von der International Wine Broker GmbH (IWB) in Brühl vertrieben. Diese hat sich auf den Import für preisgünstige Weine aus Frankreich, Spanien, Italien und Portugal spezialisiert. Nicht selten findet man diese als Sonderposten bei Aldi. Damit ist seit Jahren ein gegenüber dem Standartsortiment höherwertiger Bereich bei Aldi etabliert worden. Verantwortlich für die IWB sind Gernot und Thorsten Lange, die man nicht mit den schreibenden so genannten Lange-Brüdern verwechseln sollte.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/henri-de-valmond-rose.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Champagner Henri de Valmond Brut Rose" />Durchaus interssant ist, dass der Schriftzug „Champagne“ auf dem Etikett dem des Aldi-Nord Champagners Veuve Durand recht ähnlich ist. Doch während der Standard Aldi-Champagner als MA (Marque d’Acheteur; also eine Handelsmarke) abgewickelt wird, trägt der Henri de Valmond Brut Rose eine NM Nummer. Mit NM wird ein Negociant-Manipultant verstanden. Dies ist die übliche Erzeugungsform des Champagners über ein Haus, welches Trauben oder Most hinzukauft und im eigenen Keller bis zur fertigen Flasche verarbeitet. Wirklich verstehen muss man unterschiedliche Einstufung des Veuve Durand und des Champagner Henri de Valmond Brut Rose nicht. Es hat wahrscheinlich eher etwas mit dem Bezugsweg zu tun.</p>
<p>Doch zu unserer Verkostung des Champagners Henri de Valmond Brut Rose von Aldi-Nord. In der Nase haben wird erst Hefe und dann eine Himbeerbrause. In der zweiten Nase zeigen sich Casis und etwas Rosenwasser und stückiger Erdbeermarmelade. Im Mund empfinden wir den Henri de Valmond erdbeerig und dabei nussig. Die Säure wirkt bei uns etwas bitter. Dabei belebt der Champagner Rose deutlich. Jedoch bleibt aus unserer Sicht der Champagner Henri de Valmond Brut Rose unausgewogen und etwas muffig stehen. Also meiner ist das nicht. Für unter 14,99 Euro gibt es auf dem Markt viele andere Rose-Sekt-Sorten mit denen ich schon mehr Spaß hatte. Nur steht da nicht Champagner auf dem Etikett.</p>
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		<title>Ahr: Walporzheimer Klosterberg oder Ahrweiler Klosterberg</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 19:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letztens stand ich in einem Weinladen und hatte die Auswahl zwischen einem Spätburgunder aus dem Walporzheimer Klosterberg und einem Ahrweiler Klosterberg. Diesen Lagennamen gibt es in vielen deutschen Weinbaugebieten. Ganze 25 mal handelt es sich dabei um Einzellagen. Der Klosterberg im Anbaugebiet Ahr ist jedoch die Großlage unter der so einiger Wein vermarktet wird. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/walporzheim-ahrweiler-klosterberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Ahr: Walporzheimer Klosterberg oder Ahrweiler Klosterberg" />Letztens stand ich in einem Weinladen und hatte die Auswahl zwischen einem Spätburgunder aus dem Walporzheimer Klosterberg und einem Ahrweiler Klosterberg. Diesen Lagennamen gibt es in vielen deutschen Weinbaugebieten. Ganze 25 mal handelt es sich dabei um Einzellagen. Der Klosterberg im Anbaugebiet Ahr ist jedoch die Großlage unter der so einiger Wein vermarktet wird. Es gibt allein für Weine von der Ahr 18 verschiedene Möglichkeiten der Lagenkennzeichnung in Verbindung mit dem Klosterberg. Denn dieser Name darf nicht nur mit den Gemeindenamen, sondern auch in Verbindung mit Ortsteilen benutzt werden.<span id="more-8095"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/ahrweiler-klosterberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Ahr: Walporzheimer Klosterberg oder Ahrweiler Klosterberg" />Wieso ist die Kennzeichnung der Großlage Klosterberg auch auf Front-Etiketten von Weinen von der Ahr bei den Produzenten so beliebt? Generell gibt es kaum preisgünstige Weine von der Ahr. Selten findet man im Handel Flaschen unter 6,99 Euro. Somit fehlt bei diesen sehr einfachen Spätburgundern ein Argument, dass diesen Preis rechtfertigen soll. Das Ergebnis ist jedoch in einigen Fällen fragwürdig. So erscheint der abgebildete Ahrweiler Klosterberg von Jakob Sebastian zwar in der Verkostung als vollkommen fehlerfrei. Jedoch ist er geschmacklich dermaßen beliebig, dass nicht mal die Region erkennbar ist. Und da versucht man noch den Eindruck einer Lagencharakteristik zu erwecken?</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/grosslage-klosterberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Ahr: Walporzheimer Klosterberg oder Ahrweiler Klosterberg" />Was lernt man daraus? Das deutsche Weinrecht hat bezüglich der Lagenkennzeichnung von Weinen einen deutlichen Verbesserungsbedarf. Die Praxis einer Kennzeichnung von Großlagen auf Weinflaschen nutzt weder dem Konsumenten, noch dem Handel. Der Konsument ist von dieser Lagenkennzeichnungsinflation tendenziell überfordert. Zudem wird ihm vorgemacht, es handle sich um einen Wein mit besonderem Lagencharakter. Das kann eine Großlage jedoch gar nicht leisten. Denn auch bei den Spätburgundern von der Ahr, die als Klosterberg gekennzeichnet sind, wechseln der Boden und die Ausrichtung des Hangs. Wenn es sich nicht ohnehin um Reben des Ahrtals handelt, die ihre Wurzeln beinahe im Flusswasser baden.</p>
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		<title>Clos de los Siete by Michel Rolland</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 19:01:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Clos de los Siete, einer der bekanntesten Rotwein-Marken aus Argentinien. Zugleich gibt es mit dieser Bezeichnung nur einen Wein. Der Clos de los Siete ist einer der Weine, die ich mir schon früh gekauft habe, obwohl er damals an meiner oberen Preiskante lag. Ich bin häufiger zu diesem Wein zurückgekehrt (zuletzt mit dem Jahrgang 2005 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/clos-de-los-siete.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Clos de los Siete by Michel Rolland" />Clos de los Siete, einer der bekanntesten Rotwein-Marken aus Argentinien. Zugleich gibt es mit dieser Bezeichnung nur einen Wein. Der Clos de los Siete ist einer der Weine, die ich mir schon früh gekauft habe, obwohl er damals an meiner oberen Preiskante lag. Ich bin häufiger zu diesem Wein zurückgekehrt <a href="http://weinverkostungen.de/clos-de-los-siete-2005/">(zuletzt mit dem Jahrgang 2005 hier)</a>. Und eigentlich hat mich der Clos de los Siete aus dem argentinischen Weinbaugebiet Mendoza nie wirklich enttäuscht. Denn man weis hier zuverlässig was man kauft.<span id="more-8087"></span></p>
<p>Der Clos de los Siete wird unter Beratung des Flying-Winemakers schlechthin Michel Rolland erzeugt. Dieser steht im Ruf Rotweine so zu biegen, dass diese dem Weinpapst Robert Parker gefallen. Beide sind zudem schon ewig befreundet und  stiegen vor ca. 30 Jahren weltweit zu wichtigen Akteuren auf. Beim Clos de los Siete gelingt es Rolland sogar,  auf dem Frontetikett genannt zu werden. Sein Name wird größer geschrieben als der Jahrgang und das Erzeugungsland. Aber ist er damit wichtiger als diese beiden Einflussfaktoren auf den Clos de los Siete? Und wie ist das mit dem Nationalstolz der Argentinier zu vereinen?</p>
<p>Besonders in Bordeaux ist Rolland vor allem mit seinem 14 Mitarbeiter umfassenden Analyselabor sehr umtriebig. So berät er neben einer Vielzahl sehr angesehener Chateaus von Medoc bis Saint-Emilion auch das Weinhandelshaus Dourthe. Der Import des Clos de los Siete erfolgt nicht ganz zufällig über diesen größeren Akteur aus Bordeaux. Jedenfalls ist dies so auf dem Rückenetikett des in Deutschland vertriebenen Weins vermerkt. Neben dem Handel mit fremden Weinen gehören Dourthe in Bordeaux die Weingüter Chateau Belgrave, Chateau La Garde und Chateau Pey de la Tour.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/clos-de-los-siete-2008.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Clos de los Siete by Michel Rolland" />Bordeaux scheint auch eine wesentliche Wurzel des Clos de los Siete zu sein. So ist ganz wesentlich als Cuvee verschiedener Rebsorten angelegt, die allesamt ihren Ursprung in Frankreich haben. So liest sich die Zusammensetzung des Clos de los Siete fast schon wie eine Zutatenliste oder penible Zaubermischformel: Man nehme 56% Malbec, 21% Merlot, 10% Cabernet Sauvignon, 11% Syrah und 2% Petit Verdot. Man tue alles in ein großes Gefäß und rühre einmal um. Fertig ist der Clos de los Siete. Ganz so einfach ist es natürlich nicht.</p>
<p>Über den Clos de los Siete ist auch schon recht viel geschrieben worden. Häufig steht der Name des Weins hinter dem Weinmixer Rolland etwas zurück. Denn so meint der Name eben tatsächlich, dass es ein Wein von sieben befreundeten Winzern ist. Diese sind jeweils nicht nur in Bordeaux aktiv, sondern bewirtschaften seit 1999 die 850 Hektar in Argentinien zu gleichen Teilen. Neben den eigenen Weinen erzeugen sie zusammen den Clos des los Siete. Der Begriff Clos kommt aus Frankreich und meint einen Weinberg, der von einer Mauer umgeben ist. Neben dem Clos de Vougeot führen zahlreiche andere sehr berühmte Weingüter in Bordeaux, im Burgund, an Loire oder Rhone das Clos im Namen. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/clos-de-los-siete-michel-rolland.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Clos de los Siete by Michel Rolland" />Zum Clos de los Siete selbst: Er zeigt sich mit einem dunklen Purpur und klar schimmerndem Rand im Glas. In der Nase erscheint er mächtig mit reifen Brombeeren und etwas Würze. Die 14,5% Alkohol sind zwar nicht stechend, aber auch ohne ein Blick auf das Etikett zu riskieren erkennbar. Man kann bei Clos de los Siete aber wesentlich stärker dunkle Beeren, Schokolade mit Karamell und etwas Leder riechen. Wenn der Wein lange im Glas ist, entfalten sich fast schon filigrane Töne wie Hagebutte aber auch Lorbeeren. Der Gaumen des Clos de los Siete ist angenehm und vor allem nicht überladen wie bei so manchem Malbec aus Argentinien. Die Säure vom Cabernet und dem Petit Verdot schafft hier Frische. Der Nachhall ist weich und rund.</p>
<p>Die Wahrnehmung des relativ elegante Gaumens ist genau der Moment, wo man dann versucht, den Clos de los Siete von den Rebsorten her einzuordnen. Darüber kann man lange nachdenken. Aber ich denke die wirkliche Kunst von Michel Roland mit dem Clos de los Siete ist es, in einem durch Rebsortenweine geprägten Land wie Argentinien einen für sich stehenden Rotwein geschaffen zu haben, in dem keine Rebsorte dominiert. Und wenn auch im Bordeaux das Cuvee recht normal ist, bleiben die Weine dem Cabernet, Merlot usw. häufig zuordnugsfähig. Das unterscheidet den Clos de los Siete schon etwas von der Region, die häufig als sein mentaler Ursprung gesehen wird.</p>
<p>Clos de los Siete<br />
Argentinien<br />
Erzeuger: Bodega Monteviejo<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 14,5%<br />
Jahrgang: 2008<br />
Einkaufspreis: 15,99 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/bd7562772f4e478baa3fbf2592bd82a1" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 07:06:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
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		<category><![CDATA[Brunello]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute machen wir einen kleinen Ausflug nach Montalcino. Der Ort steht für einen den nobelsten Weine aus der Toskana. Hier wächst die Rebsorte Sangiovese Grosso für den Brunello. Für eine Probe aktueller und historischer Weine besuchen wir das Weingut Caparzo nördlich von Montalcino. Es gehört zu den angesehensten und mit knapp 90 Hektar bewirtschafteter Rebfläche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/caparzo-montalcino.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" />Heute machen wir einen kleinen Ausflug nach Montalcino. Der Ort steht für einen den nobelsten Weine aus der Toskana. Hier wächst die Rebsorte Sangiovese Grosso für den Brunello. Für eine Probe aktueller und historischer Weine besuchen wir das Weingut Caparzo nördlich von Montalcino. Es gehört zu den angesehensten und mit knapp 90 Hektar bewirtschafteter Rebfläche zu den größeren Erzeugern des Brunello di Montalcino.<span id="more-8055"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-caparzo-1970.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Die Geschichte von Caparzo sei schnell erzählt. Das Weingut wurde Mitte der 1960er Jahre von mehreren Freunden aus Mailand erworben. Mit dem Jahrgang 1970 erzeugte man dann den ersten Brunello. Aus dieser Zeit liegen sogar noch einige Flaschen im Keller von Caparzo. 1998 übernahm Elisabetta Gnudi Angelini das Weingut (Bild oben mitte). Für den Keller ist der Önologe Massimo Bracalente zuständig (Bild oben links).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/1993-1999-2004-2006-brunello-caparzo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
In unserer Probe auf dem Weingut Caparzo gibt es vier Jahrgänge des Brunello die Montalcino. Dabei handelt es sich um die historisch gut bis sehr gut bewerteten 1993,1999 (jeweils 4 Sterne), 2004 und 2006 (jeweils 5 Sterne). In der Probe sind jeweils zwei Brunello von Caparzo aus den selben Jahr. In Montalcino erzeugt jedes Weingut zumindest zwei Rotweine im Jahr. Da hat man den Brunello und einen jünger vermarkteten Rosso di Montalcino. Ich persönlich mag den Rosso eigentlich häufig sehr gerne. Auch der von Caparzo ist sehr empfehlenswert. Hier ist die Frucht wesentlich frischer präsent.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/la-casa-brunello-caparzo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Zugleich erzeugen einige Weingüter in Montalcino neben dem Gängigen noch einen weiteren Brunello, der dann (als Selezione bezeichnet) einen Zusatznamen trägt und höherpreisiger angelegt ist. Bei Caparzo ist dies der Brunello La Casa. Er wird nur in den besten Jahren abgefüllt. Der Brunello La Casa besteht aus einer südlich exponierten Einzellage in der Nähe von Monalcino. In ihm werdem die besten Trauben aus der Lage La Casa selektiert. Eigentlich wird Brunello in großen Fässern ausgebaut. Die auf bis zu 12.000 Flaschen limitierten Rotweine aus La Casa reifen jedoch den kleineren Barique-Fässern. Der Brunello La Casa wurde erstmals im Jahrgang 1977 auf den Markt gebracht.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-caparzo-montalcino.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Eine Vermutung, die sich in dieser Probe bestätigt: Brunello sollte dann getrunken werden, wenn er auf den Markt kommt. Aus meiner Sicht präsentieren sich die beiden Brunello aus 2004 und 2006 wesentlich besser, da hier frische feinfruchtige bis volle Kirschfrüchte in der Nase präsent sind. Der La Casa ist jeweils voller und dichter. Jedoch zeigen die kleineren Fässer auch ihre Wirkung, da hier – vor allem bei dem 2006er &#8211; Caramel deutlich zu reichen ist. Nicht ganz unzufällig habe ich den <a href="http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-jahrgang-2006/">Caparzo Brunello aus diesem Jahr hier besser bewertet</a> als den <a href="http://weinverkostungen.de/brunello-di-montalcino-2006-selezione/">La Casa hier (preislich ist das Verhältnis jedoch umgedreht)</a>.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brunello-caparzo.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Wirklich gereifter Brunello ist jedoch aus meiner Sicht eine Geschmackssache. Die beiden aus 1993 zeigen dies. Der Brunello hat einen gealterten Geruch mit Leder und Schwarzer Johannisbeere in der 2. Nase. Bei La Casa zeigen sich vor allem Röstaromen. Viel besser sind die beiden Brunello von Caparzo aus 1999 noch in Schuss. So hat dieser Brunello zwar auch eine sehr gereifte Nase. Die gut eingebundene Säure erweckt ihn jedoch am Gaumen sehr schön zum Leben. Der Brunello La Casa aus 1999 hat in der Nase neben der Weinreife eine kräftige Casisnote. Am Gaumen präsentiert sich eine runde Länge.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/keller-caparzo-montalcino.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Brunello di Montalcino: Zu Besuch bei Caparzo" /><br />
Besser ist es also den Brunello zu Zeitpunkt der Vermarktung zu trinken. Das sind immerhin fünf Jahre nach der Ernte. Man sollte dabei beachten, dass die Weingüter in Montalcino vom Brunello die jeweils fünffache Menge ihres jährlichen Umsatzes im Keller liegen haben. Entsprechend groß ist auch der Weinkeller von Caparzo. Dort stehen jedoch nicht nur eine Menge Fässer. Auch ältere Jahrgänge des Brunello bewahrt man dort auf.</p>
<p>Besonders gerne mag ich auch den Rosso di Montalcino. Erkennbar ist dieser am roten Etikett. Auch in dieser Kategorie wird bei Caparzo ein zweiter Wein erzeugt. Er stammt aus der Lage La Caduta südwestlich von Montalcino. Grundsätzlich hat man in Monalcino eigentlich keine Lagen. Jedenfalls nicht im deutschen Sinn. Jedoch hat der Anbauverband mithilfe eine Analyse durch Sateliten das Gebiet in vier Zonen eingeteilt. Caparzo bewirtschaftet in diesen Zonen die Lagen La Casa, La Caduta, Il Cassero, San Piero Caselle und Caparzo. Sie liegen zwischen 220 und 300 Meter über dem Meeresspiegel. Gerade die Selektion und Mischung dieser einzelnen Lage verleiht den Brunello von Caparzo häufig seine Größe.</p>
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		<title>Gault Millau 2012: Entdeckung, Aufsteiger und Winzer des Jahres</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 13:13:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[GaultMillau]]></category>

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		<description><![CDATA[Jedes Jahr wird wieder mit Spannung erwartet, wer als Entdeckung, Aufsteiger und Winzer des Jahres vom Gault Millau WeinGuide ernannt wird. Dieses Jahr kann sich Matthias Müller vom gleichnamigen Weingut in Spay am Mittelrhein über die Auszeichnung „Winzer des Jahres 2012“ freuen. Der Titel des „Aufsteiger des Jahres“ geht dieses Jahr in die Pfalz. Hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/gault-millau-2012.jpg" title="Foto: Weingärtner Cleebronn-Güglingen e. G." alt="Gault Millau 2012: Entdeckung, Aufsteiger und Winzer des Jahres" />Jedes Jahr wird wieder mit Spannung erwartet, wer als Entdeckung, Aufsteiger und Winzer des Jahres vom Gault Millau WeinGuide ernannt wird. Dieses Jahr kann sich Matthias Müller vom gleichnamigen Weingut in Spay am Mittelrhein über die Auszeichnung „Winzer des Jahres 2012“ freuen. Der Titel des „Aufsteiger des Jahres“ geht dieses Jahr in die Pfalz. Hier brachte Stephan Attmann das Weingut von Winning (Dr. Deinhard) in Deidesheim innerhalb kurzer Zeit wieder zu alter Größe. Als „Entdeckung des Jahres 2012“ zeichnet der Gault Millau der Weingärtner Cleebronn-Güglingen e.G. aus.<span id="more-8064"></span></p>
<p>Besonders erfreut ist man in Württemberg bei der Genossenschaft Cleebronn-Güglingen. „In den Zeiten der vielen Zusammenschlüsse ist es uns wichtig, dass unsere Weine ein besonderes Preis-Genuss-Verhältnis mit einem hohen Qualitätsanspruch verbinden und unsere Weine als sehr gut bewertet werden“, so  Axel Gerst. Die Weingärtner in Cleebronn-Güglingen haben als „Aufsteiger des Jahres“ nun im renommierten Weinführer Gault Millau ihre zweite Traube verliehen bekommen. Damit reiht sich die Genossenschaft in so klingende Namen wie <a href="http://weinverkostungen.de/entdeckung-des-jahres-arno-augustin-im-interview/">Augustin (aus dem vergangenen Jahr, hier bei uns im Interview)</a>, Laible (2009), Ziereisen (2007), Markus Schneider (2006) oder van Volxem (2002) ein. </p>
<p>Vom jährlich erscheinendem Gault Millau WeinGuide 2012 liegt jetzt die 19. Ausgabe vor. In ihm werden auf 914 Seiten 1.029 Weinerzeuger vorgestellt. Davon sind 692 Betriebe mit mindestens einer Traube ausgezeichnet. (Bild oben: Weingärtner in Cleebronn-Güglingen Geschäftsführer Axel Gerst, Vorstandsvorsitzender Thomas Beyl und Kellermeister Andreas Reichert)</p>
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		<title>Manches geht seitwertz</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 18:54:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurioses]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeden Monat erscheint ein Ranking von „Weinblogs“ bei Wikio. Eigentlich ist das Thema Ranking schon vollkommen durchdiskutiert. Die Bedeutung solcher Listen ist stetig abnehmend. Und da es in der Diskussion keine neuen Argumente für jeweilige Positionen gibt, ist das bis auf Einsatzkommentare eingeschlafen. Lediglich auf dem VinoCamp im Sommer in Geisenheim gab es einen sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/ranking-seitwertz.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Manches geht seitwertz" />Jeden Monat erscheint ein Ranking von „Weinblogs“ bei Wikio. Eigentlich ist das Thema Ranking schon vollkommen durchdiskutiert. Die Bedeutung solcher Listen ist stetig abnehmend. Und da es in der Diskussion keine neuen Argumente für jeweilige Positionen gibt, ist das bis auf Einsatzkommentare eingeschlafen. Lediglich auf dem VinoCamp im Sommer in Geisenheim gab es einen sehr interessanten Vortrag von <a href="http://gumia.de/analyse-blog-rankings-statistiken/">Theo Huesmann von gumia</a> mit anschließender Diskussion.<span id="more-8039"></span></p>
<p>Ich habe mir einmal die aktuelle Rankingliste von Wikio genommen, wie sie eifrig beim <a href="http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/11/02/wikio-ranking-9/">Kollegen Würtz vorveröffentlicht</a> wird. Hinter den Namen der Seiten stehen Daten, wie sie <a href="http://www.seitwert.de/">das Tool seitwert.de</a> errechnet. Dabei wird eine Vielzahl an Daten über die jeweilige Seite zusammengefasst und der Wert nach dem 100-Punkte-System berechnet. Dies ist ähnlich dem Punktesystem bei Weinbewertungen. Jedoch scheint das Niveau der Weinblogs in einem ungenießbaren Bereich zu liegen (wobei man feststellen kann, dass die Spitzenwerte für die besten deutschen Seiten kaum 80 Punkte überschreiten). Viel augenfälliger ist: Das Ranking von Wikio zeigt keinen Zusammenhang mit der Bewertung von seitwert.</p>
<p>(1) 	Würtz-Wein 21,10<br />
(2) 	Nikos Weinwelten 39,69<br />
(3) 	the drink tank 26,61<br />
(4) 	Weinakademie Berlin 34,75<br />
(5) 	CaptainCork 29,39<br />
(6) 	Bildergeschichten aus dem Weingut 25,22<br />
(7) 	Baccantus 28,15<br />
(8) 	Herrenhof Lamprecht 17,64<br />
(9) 	Delinat-Blog 13,52<br />
(10) 	Winzerblog 27,24<br />
(11) 	Weinkaiser 31,75<br />
(12) 	La Gazzetta del Vino 20,60<br />
(13) 	weinverkostungen.de 37,98<br />
(14) 	Weingut Lisson 21,70<br />
(15) 	Arme Winzer 24,56<br />
(16) 	Drunkenmonday Wein Blog 24,83<br />
(17) 	Bernhard Fiedlers We(in)blog 31,41<br />
(18) 	der Ultes 26,43<br />
(19) 	Vinum Blog 26,60<br />
(20) 	WorldWine Blog 22,70</p>
<p>Hier noch der seitwert von einigen weiteren Weinbloggs, die recht bekannt sind oder häufiger in der Top 20 bei Wikio auftauchen:<br />
Weintipps von Michael Liebert 18,70<br />
Originalverkorkt 29,23<br />
Wein &#038; Wissen 16,19<br />
Beste Bioweine 21,74<br />
Werner Elflein 30,20</p>
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		<title>Toskana: Wein aus Maremma</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 20:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Maremma ist ein Anbaugebiet der Stufe IGT (also quasi Landwein) im süd-östlichen küstennahen Gebiet der Toskana. Die Rebfläche beträgt ca. 62.000 Hektar. Die Region Maremma ist erst sehr spät erschlossen worden. Noch vor 200 Jahren waren hier viele Sümpfe vorhanden. Der derzeitig zu verzeichnende Maremma-Boom hängt aus etwas mit der Bewegung der Super-Tuscans zusammen. Vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/maremma-toskana.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" />Maremma ist ein Anbaugebiet der Stufe IGT (also quasi Landwein) im süd-östlichen küstennahen Gebiet der Toskana. Die Rebfläche beträgt ca. 62.000 Hektar. Die Region Maremma ist erst sehr spät erschlossen worden. Noch vor 200 Jahren waren hier viele Sümpfe vorhanden. Der derzeitig zu verzeichnende Maremma-Boom hängt aus etwas mit der Bewegung der Super-Tuscans zusammen. Vor 40 Jahren wurde erstmals der Tignanello von Antinori erzeugt. Auch dieser firmiert noch immer unter dem Label IGT.<span id="more-8034"></span></p>
<p>Neben einigen traditionellen Weinorten mit ihren traditionsreichen Qualitätsspitzen und fest geregelten Erzeugungs- und Vermarktungsgrundlagen (z.B. Montalcino oder Montepulciano) gilt Maremma immer noch als ein Experimentierfeld. Einige namenhafte Weingüter aus den historischen Bereichen in der Toskana bauen in Maremma an oder haben dort ein eigenes Weingut gegründet. So produziert z.b. auch Querciabella einen Rotwein namens Mongrana.</p>
<p>Rebsorten<br />
Maremma ist überwiegend mit roten Rebsorten bestockt. Vor allem der traditionelle Sangiovese ist hier zu finden. Aber auch neuere internationale bzw. französischstämmige Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah oder auch Cabernet Franc werden hier angebaut. Ebenso wachsen in Maremma weiße Rebsorten. Sie nehmen knapp 20% der Fläche ein. Hierbei ist besonders der Vermentino zu nennen.</p>
<p>Aus dem reichhaltigen Angebot der Weine aus Maremma haben wir drei Rotweine bestehend aus 100% Sangiovese ausgesucht. Nicht bei allen Weingütern kann man viele Informationen auftreiben. Die Tenuta Sassoregale hat eine recht schmale Webseite. Irgendwie ist dieses Weingut auch mit Lamole di Lamole in Chianti Classico-Gebiet verbunden. Die Tenuta Sassoregale erzeugt drei rebsortenreine Weine aus Sangiovese, Merlot und Syrah. 30 Hektar werden im Maremma-Gebiet bewirtschaftet.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/sassoregale-maremma.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" />Tenuta Sassoregale 2008</p>
<p>Dunkles Rubin mit purpurnem Rand. Hölzern-rauchige Nase, etwas überreif mit Kirschen und Waldbeeren. Weich und rund am Gaumen. Die Säure ist gut eingebunden. Dann gibt es frische Minze. Im Nachhall kommt dezent noch mal die Kirsche, die ganz leicht aber lange präsent ist. Etwas grüne Töne klingen jedoch auch an. Wenn der Sangiovese von der Tenuta Sassoregale mehr Luft bekommt verschwinden die grünen Noten und er entpuppt sich als ordentlicher Sangiovese aus der Toskana.</p>
<p>Tenuta Sassoragle, 2008, Maremma IGT 100% Sangiovese , 13,5%, 7,80 Euro</p>
<p>Mantellassi ist ein alt eingesessener Betrieb, der seit 1960 besteht. Das ist für die Region Maremma schon recht lange. Anstrengungen hat man vor allem beim Morellino di Scansano geleistet, die seit 1978 als DOC anerkannt ist. Inzwischen baut Mantellassi die Rebsorten Cabernet Sauvignon, Morellino, Merlot, Canaiolo Nero, Malvasìa Nera, Ciliegiolo, Vermentino Bianco, Sauvignon Blanc auf über 60 Hektar im Maremma an. </p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/il-canneto-maremma.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" /><br />
Mantellassi Il Canneto 2010</p>
<p>Der Il Canetto von Matellassi ist recht interessant. Er besteht zwar auch aus 100% Sangiovese, man hat hier jedoch verschiedene Klone dieser Rebsorte verwendet. Der Rotwein ist im Edelstahltank ausgebaut worden. Rubinrot mit hellem Rand. Hinter Kardamom eine eher florale Nase mit reifen Pflaumen und etwas Moschus. Fleischige Frucht am Gaumen. In sich harmonisch. Recht kurz und hinten etwas spitz und trocken stehen bleibend.</p>
<p>Mantellassi, Il Canneto, 2010, Maremma IGT 100% Sangiovese , 13% , 6 Euro</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/casali-di-maremma.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" /><br />
Casali di Maremma 2010</p>
<p>Helleres Rubinrot. Etwas erdig und würzig in der Nase. Dann eine duftige Kirsche. Die zweite Nase ist duftig und kernig geprägt. Am Gaumen ist dieser Sangiovese aus Maremma recht leicht und frisch. Er verabschiedet sich schnell ohne dabei einen negativen Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p>Casali di Maremma, 2010, Maremma IGT 100% Sangiovese , 13%, 7 Euro</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/backstage-maremma.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Toskana: Wein aus Maremma" /><br />
Weinverkostungen.de-Backstage</p>
<p>Noch ein kleiner Nachtrag. Man fragt mich manchmal, wie eine solche Verkostung denn stattfindet. Als Anschauung ein Bild was dies veranschaulicht. Im Prinzip kann man eine Region nur verstehen, wenn man mehrere Flaschen parallel verkostet. Erst dann wird man Gemeinsamkeiten entdecken und diese Weine von anderen Regionen abgrenzen können. Da ich mich mit dem Sangiovese schon recht intensiv beschäftigt habe, fällt es nicht sehr schwer die recht geschlossenen Stile von Vino Nobile oder Brunello von diesen deutlich frischer und leichter geprägten Weinen zu differenzieren.</p>
<p>Eines ist deutlich: Die alten großen Weine aus dem Klon Sangiovese Grosso haben eine bestechende Nobilität gegenüber Maremma. Das hängt an diesem bestimmten Rebsorten-Klon und jahrzehnte langer Erfahrung mit ihren Weinen. Boom hin oder her. Eventuell ist es auch eine Binsenweisheit. Man wird aus Maremma nie die Qualität für sieben oder acht Euro bekommen, die in den alten Gebieten für Einstiegspreise von 15 bis 30 Euro gehandelt wird.</p>
<p>Und ein weiteres gilt festzuhalten: Egal ob nun ganz oldstyle mit ausschließlich Sangiovese oder modern mit Cabernet Sauvignon, Merlot oder gar Syrah: Die Rebsorte ist kein Garant für Qualität. Das trifft für Wein aus Maremma genauso zu wie auf das inzwischen 40 Jährige Phantom Super-Tuscan (Tatsächlich; erster Jahrgang Tignanello war 1971). Zugleich kann man anschließend an dem Super-Tuscan-Boom – in dessen Windschatten sich ja auch Maremma am Markt positioniert – fragen: Wozu führt die Freiheit von den Regularien bezüglich verwendeter Rebsorten, Ausbau oder auch Vermarktungsterminen? Sicherlich nicht zu jener Profilschärfe, die auf einem globalen Markt notwendig ist. Spannend bleibt jedoch wie sich Maremma von einer Spielwiese aus weiter entwickeln wird.</p>
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		<title>Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 08:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>
		<category><![CDATA[Bassermann-Jordan]]></category>
		<category><![CDATA[Pfalz]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/deidesheimer-paradiesgarten-kabinett.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007" />Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten. Der Riesling stammt vom renommierten Weingut Bassermann-Jordan in der Pfalz.<span id="more-8031"></span></p>
<p>Die Flasche stand im Weinladen reichlich verstaubt herum. Beim Drehverschluss ist man sich ja immer noch nicht ganz so sicher, wie das mit der Lagerfähigkeit aussieht. Und so gab es diesbezüglich eine erste Enttäuschung gab es nach Flaschenöffnung. Denn das was da nach Stelvin aussieht, also einer der besten Schraubverschlüsse derzeit auf dem Markt, hat drinnen eine recht billige Kunststofffüllung. Offensichtlich waren Weingüter wie Bassermann-Jordan sich in der Verschlusssache vor drei Jahren noch nicht ganz so sicher wie heute.</p>
<p>Der Riesling Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten in goldgelb im Glas mit braunen Reflexen. In der Nase sind Firne mit Orangenschale. Zudem ist bei diesem Wein von Bassermann-Jordan auch schon etwas Quittengelee zu riechen. Auch am Gaumen zeigen sich Reifetöne. Diese sind jedoch bei diesem Kabinett hervorragend in vanillige Cremigkeit integriert. Ganz hinten ist auch noch volles Karamell. Der Riesling bleibt dann schön mit saftiger aber zugleich nicht zu voller Frucht stehen. Dezente Würze ist im Nachhall eingewoben. Klasse Kabinett.</p>
<p>Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007<br />
Pfalz – Deidesheim<br />
Erzeuger: Bassermann-Jordan<br />
A.P.Nr: 5 106 064 05 08<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 10 %<br />
Jahrgang: 2007<br />
Einkaufspreis: 9 €<br />
Verschluss: Schrauber<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Wein aus Arizona: Blood into Wine</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 13:58:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte von „Blood into Wine“ ist eigentlich schnell umrissen. Der Film erzählt mit einigem Mut zur Selbstironie davon, wie Maynard James Keenan zusammen mit dem Önologen Eric Glomski in Arizona ein Weingut betreiben. Maynard Keenan hat sich als alternativ-Metal-Musiker mit der Band „Tool“ einen Namen gemacht. Eric Glomski erwarb sein Wissen über Wein im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/blood-into-wine.jpg" title="Foto: Blood into Wine" alt="Wein aus Arizona: Blood into Wine" />Die Geschichte von „Blood into Wine“ ist eigentlich schnell umrissen. Der Film erzählt mit einigem Mut zur Selbstironie davon, wie Maynard James Keenan zusammen mit dem Önologen Eric Glomski in Arizona ein Weingut betreiben. Maynard Keenan hat sich als alternativ-Metal-Musiker mit der Band „Tool“ einen Namen gemacht. Eric Glomski erwarb sein Wissen über Wein im Napa Valley. Neben den beiden interessanten Hauptfiguren des unterhaltsamen Dokumentarfilms entsteht ein Spannungsbogen im Weinbau in einer Grenzregion, in der man unter „berechnetem Risiko“ Pionierarbeit leistet.<span id="more-8025"></span></p>
<p>Wenn man Arizona hört, denkt man bei Getränken wohl derzeit eher erstmal an Eistee. Den braucht man auch, wenn man die trockenen heißen Tage dort einmal erlebt hat. Doch wer weiß schon, dass es in Arizona auch Weinbau gibt? Selbst in den USA ist das eine Ausnahmeerscheinung. In Deutschland wird beim Thema Wein aus Nordamerika fast ausschließlich das warme Kalifornien gemeint. Selbst Weine aus Regionen die in den USA etabliert sind – wie Washington State – kann man in hiesigen Weinfachhandlungen nur selten zu finden.</p>
<p>Zu Beginn des Films erschient es als ein Kontrast, dass Tool-Sänger Maynard James Keenan die Rebschere als neues Werkzeug für sich entdeckt hat. Zugleich ist es wesentlich spannender, als wenn man 90 Minuten lang Sylvester Stallone dabei zusehen würde, wenn er seinen neuen Arbeitsschwerpunkt Lyrik entdeckt. Der Kontrast löst sich jedoch auf. Wein kann ein künstlerisches Produkt wie Musik sein. Keenans auch in der Musikwelt unscharf und widersprüchlich bleibende Figur spiegelt sich in den schwierigen Bedingungen des Weinbaus in Arizona. Zugleich tritt er in „Blood into Wine“ wahrscheinlich so klar und offen wie nie zuvor auf.</p>
<p>Es ist eine seltsame Situation, wenn Tool-Fans die Weine aus Arizona kaufen. Das erinnert an das Weingut von Oethegraven an der Saar. Hier bestellten plötzlich Bild-Zeitungsleser Riesling, weil sie erfahren haben, dass Günther Jauch nun der Eigentümer ist. Man kann sich dabei irgendwie fragen: Wie personalisiert ist eigentlich die Ware Wein? Gerade dadurch, dass der Film „Blood into Wine“ dieses Thema nachdenklich aufgreift, wird er sehenswert.</p>
<p>Wein kann als vielfältige Projektionsfläche dienen. Für den schauspielenden Grenzgänger Gerard Depardieu, der gleich mehrere Weingüter in Frankreich besitzt, ist es Genuss. Bei Maynard James Keenan findet eher eine spirituelle Projektion statt. Diese steht gar nicht im Kontrast zu seiner Karriere als Musiker im Bereich alternative Metal, sondern setzt diese fort. Und so wie der Bandname „Tool“ immer diskutiert wurde, kann man „Blood into Wine“ eben auch in die spirituelle Richtung deuten.</p>
<p>So wird für Maynard James Keenan Wein dann auch zu einem „göttlichen Wesen“. Für Eric Glomski, der in „Blood into Wine“ besonders ökologische Aspekte wie Nachhaltigkeit herausstellt, ist „die Erde eine Art Kirche und Gott“. Interessant sind diese Bezüge zum Glauben vor dem Hintergrund, dass zwar der qualitätsorientierte Weinbau in Arizona recht neu ist. Jedoch bauten erstmals Franziskanermönche im 16. Jahrhundert dort Messwein an. </p>
<p>Das Qualitätsstreben von Keenan und Glomski sind im Film unverkennbar. Gerade weil auch von den Missgeschicken und schwierigen klimatischen Voraussetzungen des Weinbaus berichtet wird, ist es kein Werbefilm für Wein aus Arizona oder aus den Merkin Vineyards. „Blood into Wine“ ist nicht nur für Musikfans von Maynard James Keenan oder Interessenten an Wein aus Arizona sehenswert. Er zeigt auch sehr schöne Landschaften und erzählt eine Geschichte von Menschen die an ihre Ziele glauben und für diese arbeiten.</p>
<p>Links zu anderen Blogbeiträgen<br />
<a href="http://www.weinvestment.de/blog/sideways-war-gestern-heute-ist-blood-into-wine/">Weininvestment</a><br />
<a href="http://baccantus.de/2010/09/01/blood-into-wine-into-rock/">Baccantus</a><br />
<a href="http://lagazzettadelvino.blogspot.com/2010/09/blood-into-wine-rockn-roll-version-of.html">Der Direttore</a><br />
<a href="http://www.sillylittlewebsite.de/bloodintowine/">Dennis Münch</a></p>
<p>Der Film erscheint heute als DVD in Deutschland.</p>
<p>Zum Schluss eine kleine Preisfrage: Wem hat Maynard James Keenan den Wein mit dem Namen Judith gewidmet?</p>
<p>Antworten bitte als Kommentar (werden zeitversetzt veröffentlicht). Zu gewinnen gibt es eine DVD des Films und ein Poster.</p>
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		<title>Barkultur: Mixen mit Lillet blanc</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 18:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cocktail]]></category>
		<category><![CDATA[Mixen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich beschäftigen wir uns bei Weinverkostungen.de nur mit Wein, so wie er ist. Es gibt aber auch eine Reihe von Getränken auf der Basis von Wein. Das hört sich erst einmal nicht so gut an, da bei einer Mehrzahl von weinhaltigen Getränken ein niedrigwertiger Grundwein genommen wird. Mit Hilfe anderer Inhaltstoffe versucht man dann den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/mixen-mit-lillet-blanc.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Barkultur: Mixen mit Lillet blanc" />Eigentlich beschäftigen wir uns bei Weinverkostungen.de nur mit Wein, so wie er ist. Es gibt aber auch eine Reihe von Getränken auf der Basis von Wein. Das hört sich erst einmal nicht so gut an, da bei einer Mehrzahl von weinhaltigen Getränken ein niedrigwertiger Grundwein genommen wird. Mit Hilfe anderer Inhaltstoffe versucht man dann den Geschmack zu prägen und eine mangelnde Qualität zu überdecken. Doch ganz anderes ist dies beim Aperitif Lillet blanc. Dieser fruchtige Weinaperitif ist nun seit 2 Jahren wieder auf dem deutschen Markt verfügbar. Aus Neugier für dieses Produkt fuhren wir zu einer Vorstellung des Lillet blanc nebst Verkostung nach Köln.<span id="more-8016"></span></p>
<p>Lillet ist ein altes Produkt und neu zugleich. Entwickelt wurde dieser Aperitif 1895 von den Brüdern Paul und Raymond Lillet in dem Dorf Podensac südlich von Bordeaux. 23 Jahre zuvor gründeten sie ihren Betrieb, der vor allem Likör, Limonade und Sirup produzierte. Im Kina Lillet – wie dieser Aperitif zu Beginn heiß kombinierten die Brüder exotischen Früchte und Gewürze, die im Hafen von Bordeaux ankamen mit den Weinen, die sie vor Ort einkauften. Erste Erfolge feierte Lillet dann in den 20er Jahren. Eine zweite Welle begann dann in den 50er Jahren als Lillet in London und den USA wichtige Märkte erschlossen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lillet-mixen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Barkultur: Mixen mit Lillet blanc" />Lillet Blanc besteht aus 85% Wein aus der Region Bordeaux. Der aus Vertragsanbau stammende Weißwein wird aus den typischen Rebsorten Semillion und Sauvignon Blanc erzeugt. Die Fruchtbasis des Lillet blanc besteht aus 15% Fruchtliköre, die durch eine Mazeration verschiedener ausgewählter Orangensorten über einen Zeitraum von 4 bis 6 Monaten entstehen. Dabei werden die Schalen von spanischen Süßorangen, Bitterorangen aus Haiti und grünen Orangen aus Marokko und Tunesien jeweils nach Sorte getrennt in Alkohol eingelegt. Nach der Mazeration werden diese Zusätze zur Weinbasis des Lillet blanc mit Rohrzucker aus den Antillen angereichert.</p>
<p>Neben den Weißwein und den komplexen Orangenlikören wird für den Lillet blanc Chinarinde verwendet. Diese war für den frühen Namen Kina Lillet prägend.1987 änderte man die Rezeptur leicht, weswegen auch Kina aus dem Namen des Lillet verschwand. Jedoch ist die Chinarinde – also das Chinin, wie man es vom Tonic Water kennt – weiterhin eine prägende Geschmackskomponente geblieben. Als Abschluss der Fertigung des Lillet blanc wird die Komposition 8 bis 12 Monate in großen gebrauchten Fässern gelagert.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/barkultur-mixen-lillet.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Barkultur: Mixen mit Lillet blanc" />Wenn man die Zusammensetzung des Lillet kennt, kann man sich ungefähr den Geschmack vorstellen. Die Feinheit der Zusammensetzung der hochwertigen Zutaten sorgt für ein angenehmes Geschmackserlebnis. So ist der Zuckeranteil wohldosiert. Auch die Weinbasis hat für einen Aperitif eine enorm hohe Qualität, da man nicht am Fassmarkt möglichst billig einkauft, sondern durch einen Vertragsanbau Anforderungen an diese Produkt sichert. Im Glas zeigt sich beim Lillet blanc eine volle gelbe Farbe. In der Nase sind Orangeblüten und reifer Pfirsich. Das ist sehr duftig und animierend. Die Süße ist ausgewogen. Auch im Nachhall merkt man, dass alle Zutaten gut abgestimmt sind. Hier verbindet sich frische mit fruchtiger Orangenmarmelade.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/barkultur-lillet-blanc.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Barkultur: Mixen mit Lillet blanc" />Lillet blanc ist jedoch nicht nur zum gekühlten pur trinken geeignet. Klassische Longdrinks bestehen mit Sekt und vor allem mit Tonic Water. Es gibt zudem eine Reihe von Cocktails, die man aus dem Lillet blanc mixen kann. Am bekanntesten ist jedoch der Longdrink der Lillet Vive. Der ist schnell und einfach gemacht. In ein Glas kommen 1/3 Lillet blanc und 2/3 Tonic Water. Dazu kommen noch Eis, eine halbe Erdbeere, eine Gurkenscheibe und ein Minzblättchen. Man kann auch Erdbeere oder Minze weglassen. Erstaunlich ist jedoch, wie der Geschmack dieser einen Gurkenscheibe sich subtil in das Geschmacksbild einwebt.</p>
<p>Ein Cocktailrezept mit dem Lillet blanc ist zudem recht bekannt. Der so genannte Vesper Cocktail besteht aus 1 cl Lillet, 6 cl Gin und 2 cl Vodka. Die Zutaten werden mit Eis verrührt und dann ohne Eis in ein Martini-Glas gegeben. Eine Zitronenzeste verschönert den Vesper Cocktail. Der Fantasie sind vor allem in der Mischung mit Gin, Tripple Sec oder sogar Tequila kaum Grenzen gesetzt. Dies zeigte eine Reihe von Barkeepern auf der Veranstaltung in Köln. Dabei war überraschend welche wichtige Rolle Kräuter und auch Ingwer für die heutige Barkultur hat.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lillet-zum-mixen.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Barkultur: Mixen mit Lillet blanc" />Lillet blanc ist der Ursprung einer ganzen Produktfamilie. Neben ihm wurde 1962 Lillet Rouge für den amerikanischen Markt entwickelt. Diese rote Version besteht aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon und Merlot. Lillet Rouge ist jedoch nicht so vielfältig einzusetzen. Zudem gibt es vom Lillet noch einen hochwertigeren Einzeljahrgang. Dieser ist etwas voller im Geschmack und zugleich noch feiner strukturiert. Demnächst wird auf dem deutschen Markt noch ein Lillet Rose eingeführt. Wir haben den schon vorab probieren können. Das ist das Richtige für die Terrasse im Sommer.</p>
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		<title>Teruzzi &amp; Puthod Terre di tufi</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 19:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem Hause Teruzzi &#038; Puthod verbindet man die Tradition vom Vernaccia di San Gimignano. Hier ist der Weinbau erstmals 1276 erwähnt worden. 1966 wurde dem Vernaccia di San Gimignano der DOC-Status verliehen. Seit 1993 besteht die DOCG. So kann man hier einen der wenigen ernst zunehmenden Weißweine der Toskana mit einiger Tradition sehen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/teruzzi-puthod-terre-di-tufi.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Teruzzi &#038; Puthod Terre di tufi" />Mit dem Hause Teruzzi &#038; Puthod verbindet man die Tradition vom Vernaccia di San Gimignano. Hier ist der Weinbau erstmals 1276 erwähnt worden. 1966 wurde dem Vernaccia di San Gimignano der DOC-Status verliehen. Seit 1993 besteht die DOCG. So kann man hier einen der wenigen ernst zunehmenden Weißweine der Toskana mit einiger Tradition sehen. Der Terre di tufi von Teruzzi &#038; Puthod kommt jedoch ganz unscheinbar als Toscana IGT Bianco daher (also als Landwein). Dabei handelt es sich um eines der Spitzenprodukte des Hauses. Teruzzi &#038; Puthod wurde 1974 in der Heimat des Vernaccia in San Gimignano gegründet. Heute ist es einer der auch international bedeutendsten Weingüter im Ort. Teruzzi &#038; Puthod bewirtschaften mehr als 90 Hektar.<span id="more-8010"></span></p>
<p>Im Terre di tufi werden die Rebsorten Chardonnay, Malvasia, Vernaccia di San Gimignano und Vermentino verwendet. Im Glas zeigt sich ein helleres Goldgelb mit grünen Reflexen. In der Nase kann  man einen holzigen Eindruck mit Vanille bekommen. Nougat mit etwas Orangenschale und Kräutern ist in der zweiten Nase. Am Gaumen ist dieser Weißwein von  Teruzzi &#038; Puthod  kräftig mit etwas Biss. Erst recht breit, dann angenehm cremig in die Länge. Hinten ist beim Terre di tufi noch mal trockenes Holz. Der Ausbau von 5 Monaten im Barrique ist nicht zu verkennen. Mit ihm wird etwas die für den Vernaccia die San Gimignano typische Frische genommen. Zudem macht das diesen Wein von Teruzzi &#038; Puthod etwas breiter und mit dem Chardonnay wird ein Überseeformat angedeutet. Nicht nur aus diesem Hintergrund kann man mit Fug und Recht den Terre di tufi von Teruzzi &#038; Puthod als einen weißen Super-Tuscan bezeichnen können.</p>
<p>Teruzzi &#038; Puthod Terre di tufi<br />
Italien – Toskana<br />
Erzeuger: Teruzzi &#038; Puthod<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 13,5%<br />
Jahrgang: 2009<br />
Einkaufspreis: 15,00 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: Fachhandel</p>
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		<title>Lagenverkostung Ürziger Würzgarten</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 18:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
		<category><![CDATA[Riesling]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungstermin]]></category>
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		<category><![CDATA[Verkostungen nach Land/Region]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ürziger Würzgarten hat einen melodischen Klang. Zudem besitzt diese Einzellage an der Mosel einen guten Ruf. Vor einigen Wochen fand in Düsseldorf mit den Weinfreaks eine Lagenverkostung von Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten statt. Ganze 26 Weine unterschiedlicher Restzuckergrade und Jahrgänge (1994 bis 2010) von 8 Weingütern aus dieser vorzüglichen Lage an der Mosel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Der Ürziger Würzgarten hat einen melodischen Klang. Zudem besitzt diese Einzellage an der Mosel einen guten Ruf. Vor einigen Wochen fand in Düsseldorf mit den Weinfreaks eine Lagenverkostung von Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten statt. Ganze 26 Weine unterschiedlicher Restzuckergrade und Jahrgänge (1994 bis 2010) von 8 Weingütern aus dieser vorzüglichen Lage an der Mosel standen auf der Liste. Eine Lagenverkostung ist immer eine sehr schöne Angelegenheit, da man erfahren kann, wie sich die Bodenbeschaffenheit und die (micro-)klimatischen Bedingungen auf den Wein auswirken. Zudem kann man herausfinden, wie verschiedene Weingüter die Lage für sich interpretieren und unterschiedliche Jahrgänge in einem kleinen Bereich ausfallen. Als Botschafter aus Ürzig war mit detailliertem Hintergrundwissen Stefan Erbes vom Weingut Karl Erbes von der Mosel an den Rhein gereist.<span id="more-7977"></span></p>
<p>In Deutschland gibt es seit der Reform des Weingesetzes in den 1970er Jahren mehr als 2.500 Einzellagen. Dabei wurden viele Lagen zusammengelegt und eine Vielzahl von Lagennamen beseitigt. Jedoch sind nur wenige dieser Einzellagen besonders hervorzuheben, denn nur ein Bruchteil von ca. 200 bis 300 Lagen entfalten tatsächlich eine Lagencharakteristik. Und dies auch nur bei einer angemessenen Bewirtschaftung. Darunter kann man den größten Teil der Lagen fassen, die als Erste Lagen des VDP klassifiziert sind. In ca. 300 Ersten Lagen wurden seit dem Bestehen dieses Systems Große/Erste Gewächse erzeugt. Nicht vergessen sollte man aber auch Lagen wie den hervorragenden Bremmer Calmont, der zwar nicht als Erste Lage klassifiziert ist, aber vielen Ersten Lagen in nichts nachsteht und einige übertrifft.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/lagenverkostung.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Bei vielen dieser 300 Lagen ist nicht unbedingt eine innere Konsistenz gegeben. Das hängt damit zusammen, dass z.B. der Boden, die Hangneigung oder -ausrichtung wechselt. Eine Weinlage ist kultivierte und häufig über Jahrhunderte bewirtschaftete Natur. Selten ist man dabei so entschieden umgegangen wie am Rüdesheimer Berg (Rheingau), dem Kaiserstuhl (Baden) oder dem Batterieberg (Mosel), der seinen Namen erst durch die Sprengungen des Gesteins erheilt, durch die man eine ideale Hangneigung und Hangausrichtung erreichen wollte. Nicht nur im Untergrund ist Gestein unterschiedlich. Auch Deckschichten von Erde sind unterschiedlich dick und verschieden strukturiert. Die Wasserversorgung kann wechseln. Und während in einem Teil einer Lage sich die Wurzeln der Rebe nicht ganz so sehr bemühen müssen, gibt es woanders Trockenstress. Das Weingesetz von 1971 hat diese Lagen im Zuschnitt bislang mit vielen Ungereimtheiten festgeschrieben. Neuere Erkenntnisse oder Veränderungen wurden seitdem nur in sehr wenigen Ausnahmefällen berücksichtigt.</p>
<p>So ist auch der Ürziger Würzgarten in sich nicht gleich bleibend. Die Himmelsausrichtung, der Boden und einige mikroklimatische Verhältnisse wechseln innerhalb der Lage. Deswegen gibt es auch hier Zusatzbezeichnungen auf dem Etikett, die hinter dem Lagennamen in Anführungszeigen stehen. Diese erinnern nicht selten an historische Lagennamen, die mit dem Weingesetz von 1971 zugrunde gegangen sind. Eine Zusatzbezeichnung zur Lage ist inzwischen auch bei den Großen Gewächsen des VDP möglich und in manchen Fällen eine Bereicherung. Und gerade an der Mosel zeigen die Weingüter Clemens Busch und Heymann-Löwenstein, wie unterschiedlich eine Lage von einem Weingut interpretiert werden kann und wie Abstufungen der Qualität in einer Lage bestehen können. Im Ürziger Würzgarten bestehen zum Beispiel die Bezeichnungen „Kranklay“ (beim Weingut Karl Erbes) und „Urglück“ (bei Dr. Hermann).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/uerzig.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Der Ürziger Würzgarten hat eine ca. 2000 Jahre lange Kultivierung hinter sich. Wie im benachbarten Erdener Treppchen – wo die Römer schon die Stufen in den Schiefer rammten – fand der Weinbau früher in ganz anderen Formen statt. So erhielt der Würzgarten seinen Namen durch die frühe Bewirtschaftung. Denn es war bis ins 17. Jahrhundert üblich, den Wein mit Gewürzen anzureichern. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Noch heute werden im Ürziger Würzgarten Kräuter angebaut.</p>
<p>Die heutigen Rieslinge erhalten ihre Würze jedoch alleinig aus dem Boden, der in dieser Lage aus Rotliegendem aus vulkanischem Ursprung und dem an der Mosel sehr typischen Blauschiefer besteht. An vielen Stellen des Ürziger Würzgarten ist der Schiefer stark verwittert. Diese Erste Lage ist ca. 53 Hektar groß. Sie gilt auch nach dem Weinatlas Deutschland als eine der besten Weinlagen an der Mosel und wird in der höchsten Kategorie als &#8220;besonders privilegiert&#8221; eingestuft. Die Ausrichtung des Ürziger Würzgarten ist nach Süden bis Ostsüdost. Die Steigung der Weinberge beträgt 45 bis 65%. Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten können ein hohes Reifepotenzial haben und sind sehr häufig noch wurzelecht. Andere Rebsorten werden hier wahrscheinlich nicht angebaut.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/karl-erbes-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />In der Lagenverkostung waren 26 Rieslinge aus 8 Weingütern. 25 davon kamen aus dem Ürziger Würzgarten. Ein so genannter Pirat, der nicht nur den Spaß erhöhte, sondern auch die Sinne schärfte, kam aus dem benachbarten Erdener Treppchen. Der Pirat war schwer zu erkennen, da einige der Rieslinge aus dem Würzgarten größere Abweichungen im Geschmacksbild lieferten, die nicht nur aus der Lage resultieren (Aufgrund Alter des Weins, Alter der Reben, unterschiedlicher Arbeit im Keller …). Da muss man sicherlich immer etwas reflektieren, wie man zu dem Bild kommt, wie man meint, dass eine jeweilige Lage schmecken soll.</p>
<p><strong>Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten dieser Weingüter in der Verkostung</strong><br />
Alfred Merkelbach<br />
Dr. Hermann<br />
Dr. Loosen<br />
Jos. Christoffel jr. (Christoffel-Prüm)<br />
Karl Erbes<br />
Markus Molitor<br />
Moselschild<br />
Rebenhof</p>
<p><strong>Wurzelecht</strong><br />
Weltweit gibt es nur noch wenige Reben, die wurzelecht stehen. Dies sind insbesondere Alte Reben. Jedoch sind die beiden Begriffe nicht identisch. Vielmehr sagt die Bezeichnung Alte Reben weder etwas über das konkrete Alter der Reben aus, noch wie viel Prozent in dem Weinberg schon ausgewechselt wurden. Denn es ist normal, dass nach längerer Zeit einzelne Weinstöcke aus verschiedenen Gründen ausfallen. Die größte Auswechselung ganzer Weinberge fand mit der Reblausplage vor mehr als einhundert Jahren statt. Die Mosel ist weltweit eine der wenigen Regionen, die recht glimpflich damals davon gekommen ist. Deswegen gab es dort lange auch noch Weingüter, die ihren Riesling wurzelecht gepflanzt haben. Zur Praxis der Aufpfropfung auf amerikanische reblausresistente Wurzeln gab es hier lange keinen Grund. Seit einiger Zeit ist es jedoch auch an der Mosel verboten den Riesling wurzelecht zu pflanzen.</p>
<p>Details darüber, wie ernst die Gefahr der Reblaus auch an der Mosel derzeit ist, sind nicht sicher und widerspruchsfrei zu erfahren. Auch die Frage der geschmacklichen Unterschiede ist durchaus umstritten. Es ist bestimmt nachvollziehbar, dass eine robustere Wurzel den Boden (Schiefer) anders durchdringt, als die originale Wurzel des Mosel-Rieslings. Zudem wird von den Weingütern mit wurzelechten Reben beobachtet, dass diese zwar geringer im Ertrag sind, jedoch zugleich langlebiger sind. Dabei wäre es auch nachvollziehbar, dass dies auch zu geschmacklichen Unterschieden im Wein führt. Den Nachweis kann man letztendlich sich nur schwer erbringen. Ein Winzer müsse genau an der selben Stelle zur gleichen Zeit diese Reben nebeneinander haben, genauso bearbeiten und auch im Keller identisch vorgehen. Es zeigt sich jedoch, dass schon bei Reben die identisch sind, bei einem Ausbau der synchron im selben Keller passiert, unterschiedlich schmeckende Weine entstehen. Und wie nun &#8220;wurzelecht&#8221; schmeckt, kann eigentlich niemand formulieren. Zu komplex ist die Thematik.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/merkelbach-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Interessant war die Vielfältigkeit der Jahrgänge in der Lagenverkostung des Ürziger Würzgarten. Der ältesten beiden Rieslinge waren aus dem Jahr 1994. Dabei handelte es sich zum einen um eine halbtrockene Spätlese des Weinguts Moselschild. Dieser landete im unteren Mittelfeld und ist ab Weingut derzeit noch für 5,50 Euro pro Flasche verfügbar. Zudem gab aus dem selben Jahrgang es von Jos. Christoffel jr. eine Auslese **. Hier waren die Firntöne bis in eine harmonische Länge immer noch sehr schön in das Gesamtbild eingebunden. Es ist schon beeindruckend wie gut das Alterungspotenzial von Riesling aus dem Ürziger Würzgarten schon im erschwinglichen Preissegment ist.</p>
<p>Doch schauen wir auf den aktuellen Jahrgang 2010. Hier war bei den immerhin vier Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten in der Verkostung ganz interessant, dass diese durchaus dem Lagencharakter entsprachen. Es war in diesem Jahr aufgrund der kurzen Vegetationsperiode nur unter einiger Anstrengung möglich an der Mosel typische Rieslinge zu erzeugen, die dem Lagenprofil sehr deutlich entsprachen. Häufig waren hohe Säurewerte vorhanden. Jedoch auch hier konnte man bei den verkosteten Rieslingen dieses fast schon jahrgangstypische &#8220;Pfefferl&#8221; herausschmecken. Man sollte sicherlich auch noch erwähnen, dass es sich bei den 2010ern aus dem Würzgarten in dieser Verkostung ausschließlich um Prädikate von Spätlese aufwärts handelte. So kann man eigentlich auch für diese Lage konstatieren, dass in diesem Segment &#8211; wie in vielen anderen Lagen in Deutschland &#8211; der Jahrgang eher unproblematisch bis hervorragend war. </p>
<p><strong>Dr. Loosen</strong><br />
In der Blindverkostung gab es auch ein Großes Gewächs nach den Regeln des VDP aus dem Ürziger Würzgarten. Dies stammte von dem auch international renommierten Weingut Dr. Loosen. Jedoch schnitt dieses Große Gewächs aus dem Jahr 2009 vor allem in Relation zum Verkaufspreis von ca. 25 Euro recht schlecht ab. Durchgehend war die Punktbewertung deutlich unter dem, was für einen Riesling in dieser Kategorie und Preisgruppe angemessen ist. Dies ist sicherlich erklärungsbedürftig. Drei Grundmuster kann man hier heranziehen. Es ist nicht selten, dass sich Rieslinge nach einer Zeit verschließen. Generell brauchen einige große Weine manchmal etwas Zeit. Bei lagerfähigen Rieslingen kann man häufig ein Formtief nach 2 bis 3 Jahren feststellen.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/loosen-uerziger-wuerzgarten.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Ein zweites Thema ist die Lagentypizität. Bei der Verkostung der Rieslinge aus dem Ürziger Würzgarten war dies ein wesentliches Kriterium zur Bewertung dieser Weine. Große Gewächse sind aber zum Teil auf eine ganz andere Käuferschicht ausgerichtet. Hier geht es eher darum sehr moderne Weine zu machen. Dies steht etwas im Konflikt mit eher traditioneller arbeitenden Weingütern. Hier prägt eine überlieferte Kultur auch das, was man Terroir nennt. Interessant ist dies in Ersten Lagen, in denen mehrere Weingüter aktiv sind und ganz unterschiedliche Große Gewächse erzeugen z.B. ein Weingut recht deutlich Holz im Keller einsetzt und ein anderes nur Edelstahltanks. Doch bedeutet nicht ein weit gefaßter Begriff von Terroir auch die Tradition im Keller?</p>
<p>Der dritte Themenkomplex kreist um die Restzuckerwerte der Rieslinge. Glücklicher Weise ist gerade bei jüngeren Weinkonsumenten das Trockendiktat immer stärker auf dem Rückzug. Gerade in der Region Mosel ist zu beobachten, wie in den einzelnen Rieslingen die Lagentypizität erst mit einem höheren Restzucker aufblüht. Und gerade in dieser Lagenverkostung aus dem Ürziger Würzgarten war auffällig, wie stark die Bewertung mit der Höhe des Restzuckerbereichs korrespondierte (von mir erst im Nachhinein festgestellt ist es nicht ganz unzufällig, dass nach dieser Blindverkostung dies auch an meiner Punktvergabe abzulesen ist; ich habe schließlich keinerlei grundsätzliche Präferenz bezüglich des Restzuckers). Gerade diesen Themenkomplex versucht man an der Mosel im System der Großen Gewächse derzeit abzuschwächen, indem hervorragende Rieslinge mit höherer Restsüße durch die 1-Traube von den VDP-Weingütern gekennzeichnet werden können.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/wuerzgarten-trockenbeerenauslese.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Folgende Rieslinge und Weingüter möchte ich lobend erwähnen. Die Preise dieser Weine sind zum Teil so gestaltet, dass man sich als Kunde beschenkt fühlen muss.</p>
<p><a href="http://www.weingut-merkelbach.de/"><strong>Weingut Alfred Merkelbach</strong></a><br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese * Fuder 18 (88 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese Fuder 10 (91 Punkte)<br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese Fuder 14 (93 Punkte)</p>
<p><a href="http://weingut-karlerbes.de/"><strong>Weingut Karl Erbes</strong></a><br />
2009 Ürziger Würzgarten Riesling Spätlese „Kranklay“ (89 Punkte)<br />
1996 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese * (91 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese * (93 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese *** Goldkapsel (94 Punkte)<br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Trockenbeerenauslese (95 Punkte)</p>
<p><strong>Jos. Chistoffel jr. (Christoffel-Prüm)</strong><br />
1994 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese ** (92 Punkte)<br />
2001 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese *** (92 Punkte)</p>
<p><strong>Dr. Hermann</strong><br />
2010 Ürziger Würzgarten Riesling Auslese (91 Punkte)</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/coq-au-riesling.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Lagenverkostung Ürziger Würzgarten" />Zu danken ist der gesamten geselligen Runde, Hartwig Fricke von der Weinhandlung LaFinesse zudem recht allgemein für seine Gastfreundschaft und insbesondere seine Kochkünste (es gab ein vorzügliches „Coq au Riesling“ von Perlhuhnsupreme im Duftreisbett mit frischen Morcheln und Champignons), sowie natürlich nicht zuletzt Werner Elflein, der kenntnisreich durch den Abend führte und <a href="http://wernerelflein.de/?p=1910">hier zum Weiterlesen seine Einschätzungen mitteilt</a>.</p>
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		<title>Weingut Schloss Proschwitz Surprise 2010</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 13:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Sachsen]]></category>
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		<description><![CDATA[Surprise, Surprise. Der Weinjahrgang 2010 kann in vielerlei Hinsicht als recht überraschend gelten. Eines war mit der Ernte klar: Die Mengen sind gering. Vorschnell wurde von einem schlechten Jahrgang geschrieben. Und dann kamen mehr und mehr positive Überraschungen. Zugleich gab es in einigen Regionen Probleme mit der Reife der Trauben. So schauen wir mal nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/proschwitz-surprise.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Weingut Schloss Proschwitz Surprise 2010" />Surprise, Surprise. Der Weinjahrgang 2010 kann in vielerlei Hinsicht als recht überraschend gelten. Eines war mit der Ernte klar: Die Mengen sind gering. Vorschnell wurde von einem schlechten Jahrgang geschrieben. Und dann kamen mehr und mehr positive Überraschungen. Zugleich gab es in einigen Regionen Probleme mit der Reife der Trauben. So schauen wir mal nach Sachsen zum Weingut Schloss Proschwitz. Hier hat man im Jahr 2010 das Cuvee Surprise gefüllt.<span id="more-7971"></span></p>
<p>In der Nase des Surprise vom Schloss Proschwitz sind helle Früchte mit weißem reifen Pfirsich. Am Gaumen kann man Mango und eine frische Grapefruit wahrnehmen. Eine leichte Würze lässt etwas an den Grünen Veltliner erinnern. Dies scheint ein recht typischer Ton zu sein, der in vielen Weinen aus 2010 anzutreffen ist. Aber dann kommt er Surprise wieder mit einer eleganten Frucht. Man mag vieles über Sachsen als Grenzregion für Weinbau schreiben. Über den Jahrgang 2010 wird sicherlich auch noch ein abschließendes Wort fallen, beides soll diese Notiz über den „Surprise“ 2010 vom Weingut Schloss Proschwitz nicht ersetzen. Das Cuvee aus Deutschland sollte einfach etwas mehr gepflegt werden. Hier wurden Scheurebe, Traminer und Weißburgunder verwendet. Unser Urteil zum Surprise: Überraschend gut!</p>
<p><a href="http://www.schloss-proschwitz.de/?navi=5">Hier kann man den Surprise 2010 ab Weingut kaufen.</a></p>
<p>Schloss Proschwitz -Prinz zur Lippe – Weissburgunder Kabinett trocken<br />
Sachsen – Meißen<br />
Erzeuger: Weingut Schloss Proschwitz<br />
A.P.Nr: 10 19 11<br />
Inhalt: 0,75<br />
Alkohol: 11,5%<br />
Jahrgang: 2010<br />
Einkaufspreis: 10,50 €<br />
Verschluss: Naturkorken<br />
Quelle: ab Weingut</p>
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		<title>Große Gewächse 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 18:26:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[D Franken]]></category>
		<category><![CDATA[D Mosel (incl. Saar&Ruwer)]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei so manchen frühen (zu frühen) Einschätzungen des Jahrgangs 2010 konnte einem Angst und Bange werden vor dem, was in diesem Jahr an Großen Gewächsen präsentiert werden kann. Dann kamen von vielen Weingütern sehr anständige Basisweine aus diesem Jahr. Einige Zeit später konnte man beim Riesling ungeahnt brillante Qualitätsspitzen im edelsüßen Bereich des Jahrgangs 2010 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/grosse-gewaechse-2010.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" />Bei so manchen frühen (zu frühen) Einschätzungen des Jahrgangs 2010 konnte einem Angst und Bange werden vor dem, was in diesem Jahr an Großen Gewächsen präsentiert werden kann. Dann kamen von vielen Weingütern sehr anständige Basisweine aus diesem Jahr. Einige Zeit später konnte man beim Riesling ungeahnt brillante Qualitätsspitzen im edelsüßen Bereich des Jahrgangs 2010 verkosten. Dies gab dann wieder Hoffnung auch für die Großen Gewächse. <span id="more-7959"></span></p>
<p>Doch was sich schon mit der Vorkostung vieler Weine aufgezeigt hat, 2010 ist nicht schlecht und es gibt eine Reihe hervorragender Rieslinge aus diesem Jahr. Wir haben ca. 150 Große Gewächse verkostet und möchten im Folgenden einen Überblick über verschiedene Regionen geben. Der Schwerpunkt lag bei der Rebsorte Riesling. Wir möchten diese Einschätzungen bitte mit Sorgfalt betrachtet sehen. Die Weine sind jetzt noch sehr jung. Und gerade vor dem Hintergrund der Herausforderung, die dieser Jahrgang an einige Winzer gestellt hat, sollte man aus unserer Sicht bei den Großen Gewächsen erst in einigen Jahren abschleißend urteilen.</p>
<p>Bei der Verkostung der Großen Gewächse der Rebsorte Riesling wurden annähernd vollständig alle Regionen verkostet. Zudem wurde die Gesamtheit der vorgestellten Spätburgunder Erstes Gewächs aus dem Rheingau (mit der VDP-offenen Klassifizierung) probiert. Aus Franken wurden neben den Großen Gewächsen der Rebsorte Riesling auch noch die dort typischeren Silvaner verkostet.</p>
<p><em><strong>Mosel</strong></em><br />
Beginnen möchte ich in der Region Mosel. Von hier stammen eine Reihe hervorragender Großer Gewächse. Nur eben scheint es so zu sein, dass die kürzere Vegetationsperiode in 2010 die tatsächliche Stärke der Region Mosel, nämlich durch Mikroklimate ganz eigene und stark unterscheidbare Rieslinge hervorzubringen, nur wenig ausgeprägt ist. Die sonnst prägenden Schiefertöne waren nur selten wahrzunehmen. Die Idee der kleinen Einzellage ist in keiner anderen deutschen Weinregion sonnst so stark nachvollziehbar wie in der Region Mosel. Leider zeigen dies nur sehr wenige der Großen Gewächse aus dem Jahr 2010.</p>
<p>Sehr erfreulich ist das Piesporter Goldtröpfchen vom Weingut Reinhold Haart. Es zeigt sich komplex hellfruchtig und duftig in der Nase. Passionsfrucht ist in der zweiten Nase. Am Gaumen ergänzt sich dies zu Multivitamin. Es ist eine große Klasse wie eine etwas eigenwillige Intensität und Feinheit hier aufeinander treffen (93 Punkte). Vom Weingut von Othegraven gefiel mir besonders der Okfener Bockstein. Der Riesling bringt helle exotische Frucht und Mineralität in der Nase. Am Gaumen ist er saftig und zugleich elegant. Dieses Große Gewächs aus dem Bockstein hat eine feine Frucht in der sehr guten Länge (92 Punkte).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/moselexkursion.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Von der Mosel hat mir auch der Bernkastler Doctor vom Weingut Wegeler gefallen. Hier hat man Weinbergpfirsich in der Nase. Am Gaumen ist dieses Große Gewächs saftig mit schwungvoller Säure. Eine sehr gute Länge verleiht diesem Riesling seine große Stimmigkeit (92 Punkte). Gleich auf ist der recht eigenwillige Pündricher Marienburg „Rothenpfad“ von Clemens Busch. Hier bitte aus die Zusatzbezeichnung achten, da er sich doch recht stark vom anderen Großen Gewächs ohne „Rothenpfad“ unterscheidet. Kräuterhonig in der Nase, konzentrierte Frucht am Gaumen, lange Wucht (92 Punkte). Erwähnen möchte ich noch das Weingut S.A.Prüm. Hier war eine sehr deutliche Verbesserung der Großen Gewächse im Vergleich zum Jahrgang 2009 festzustellen.</p>
<p>Aus der Region Mosel wurden auch Rieslinge aus Ersten Lagen präsentiert, die aufgrund der höheren Restsüße nicht als Große Gewächse zugelassen werden. Gerade ich diesem Bereich liegt eine der Stärken der Mosel. Dies ist mit dem Jahrgang 2010 nicht anders. Bei diesen Rieslingen aus Ersten Lagen brillierten geradezu die Weingüter Clemens Busch und Heymann-Löwenstein. Von Clemens Busch begeisterte der Pündericher Marienburg „Falkenlay“. In der Nase ist ein reifer saftiger Pfirsich. Angenehme Frucht am Gaumen, saftige Länge mit Konzentration (93 Punkte). Aus den Winninger Uhlen „Blaufüßer Lay“ von Heymann-Löwenstein zeigen sich mit einer Kräuternase. Würzig am Gaumen, mit etwas Frucht daneben, findet in der Länge zu einer Kräuterlimonade zusammen (94 Punkte).</p>
<p><em><strong>Rheingau</strong></em><br />
Das Rheingau ist wesentlich besser als sein derzeitiger Ruf. Auch wenn man hier leider stellenweise etwas unter seinen Möglichkeiten bleibt. Eine sichere Bank ist auch dieses Jahr wieder das Erste Gewächs aus dem Kiedricher Gräfenberg vom Weingut Weil. In der Nase ist eine helle Frucht mit sehr dezenten Kräuternoten. Der Gaumen ist geschmeidig mit ausgewogener Frucht (93 Punkte). Vom Weingut Künstler überzeugte vor allem die Hochheimer Hölle. Hier hat man eine sehr kräftige Frucht, die damit spielt kurz vor der Überladung zu stehen. Der Mundeindruck ist ausgewogen bis in die Länge (92 Punkte).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/kloster-eberbach-rebe.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Das Kloster Eberbach sowie Langwerth von Simmern präsentieren insgesamt umfangreiche, qualitativ recht geschlossen und lobenswerte Kollektionen an Ersten Gewächsen. Bei von Simmern begeisterte besonders der Erbacher Marcobrunn mit seiner reifen Pfirsichfrucht und etwas Mango im Nachhall (92 Punkte). Von den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach gefiel mir besonders der Rüdesheimer Berg Schlossberg. Nach einer Mirabellennase, hat man Spannung am Gaumen. Der Nachhall zeugt von der Reife der Trauben (92 Punkte). Beim Schloss Johannisberg wird das Erste Gewächs auch als Silberlack bezeichnet. Es liegt aus meiner Sicht bei 91 Punkten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/erbacher-marcobrunn.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Seltsam bei den Ersten Gewächsen ist wieder einmal der Bereich der Spätburgunder. Hier können die Voraussetzungen und Herausforderungen des Jahrgangs 2010 nicht als Grund für die Situation gelten. Für Außenstehende ist es nicht verständlich, wieso kein akzeptabeler Spätburgunder aus der Lage Assmannshäuser Höllenberg mit dem Jahrgang 2009 als Erstes Gewächs präsentiert werden kann (lediglich vom Weingut G.H. Mumm gab es einen zur Verkostung beim Rheingauer Weinbauverband). Dabei haben wir in der Vergangenheit schon einige hervorragende Spätburgunder dieser Einzellage von verschiedenen Erzeugern probiert. Hier nur drei Beispiele, über die wir in der Vergangenheit berichtet haben: <a href="http://weinverkostungen.de/weingut-mohr-mit-lorcher-krone-bodental-steinberg-und-assmannhaeuser-hoellenberg/">Mohr</a>, <a href="http://weinverkostungen.de/chat-sauvage-assmannshauser-hollenberg-erstes-gewachs/">Chat Sauvage</a>, <a href="http://weinverkostungen.de/allendorf-assmannshauser-spatburgunder-trocken-2007/">Allendorf</a>. Das Erste Gewächs sollte als Spitzenkategorie der trockenen Weine aus unserer Sicht alle wichtigen Lagen mit entsprechenden Qualitäten abdecken.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/assmannshaeuser-hoellenberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Aber es gibt auch zwei Spätburgunder Erstes Gewächs aus dem Rheingau, die als positive Ausnahme gelten können. Da ist der 2009er Hochheimer Stein vom Weingut Künstler. Kirschfruchtige Nase, harmonisch am Gaumen und ausgewogen im Nachhall. Das sind uns 91 Punkte wert. Ein klein wenig besser finden wir den Eltviller Sonnenberg vom relativ weniger bekannteren Weingut Koegler. Dieses Erste Gewächs hat eine schöne Frucht in der Nase, eine feine Würze in der 2. Nase und mit rundem Gaumen eine gute Länge (92 Punkte).</p>
<p>Aus dem nördlichen Bereich, in dem der Spätburgunder eigentlich nicht nur typischer ist, sondern im Mittelrheinbruch auch seine historisch Hochburg hat, rettet das Weingut Paul Laquai den guten Ruf. Für das Erste Gewächs aus dem Bodental-Steinberg 2009 haben wir eine dezente Frucht, gut eingebundene Säure und angenehme Länge notiert und 89 Punkte vergeben. Ein Vergleich mit der Präsentation der Großen Gewächse 2009 der Rebsorte Spätburgunder aus Baden wäre sicherlich auch ganz interessant gewesen. Dazu reichte die Zeit leider nicht. Die Weingüter des Rheingau im VDP scheinen sich jedoch derzeit etwas mehr auf den Riesling als auf den Spätburgunder zu konzentrieren.</p>
<p><em><strong>Franken</strong></em><br />
Die Region Franken hatte es mit dem Jahrgang 2010 recht schwer. Das hatte sich bei vielen Rieslingen und Silvanern im Bereich QbA und Kabinett schon angekündigt. In der Qualitätsspitze muss dies nicht immer Auswirkungen haben. Folgende Große Gewächse 2010 aus Franken haben mir gefallen. Man müsste das noch mal detailliert überprüfen, aber es scheint mir, als wenn sich die Rieslinge insgesamt und auch bei den Qualitätsspitzen etwas besser präsentierten.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/riesling-grosse-gewaechse-2010.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Das Große Gewächs aus der Rebsorte Riesling aus dem Würzburger Stein vom Staatlichen Hofkeller gibt dieses Jahr den Ton an. Dezent Toffee mit schlanker Frucht sind hier in der Nase. Der Gaumen ist hellfruchtig und blüht dann zum reifen Pfirsich auf. Steht (92 Punkte). Die Randersackerer Pfülben von Schmitt’s Kinder zeigen sich mit kräftigen Pfirsich in der Nase. Am Gaumen ist schmelzige Frucht. Druckvoll und lang (92 Punkte). In der selben Lige spielt der  Kronsberg von Hans Wirsching: Helle Frucht in der Nase, saftiger Pfirsich am Gaumen, schlanke Säure und angenehme Länge (92 Punkte). Ebenfalls ganz gut empfand ich den Ratsherr vom Weingut Zur Schwane, den Würzburger Stein „Hagemann“ vom Bürgerspital und den Riesling Lump von Michael Fröhlich, wobei dieser in seiner Pfefferwürze etwas eigenständig war (jeweils 91 Punkte)</p>
<p>Mit der Rebsorte Silvaner hatte man es 2010 generell etwas schwerer. Mir gefielen jedoch zwei Große Gewächse. Der Würzburger Stein Bürgerspital wartet mit Weißem Pfirsich und Aprikose in der Nase auf. Der Süß-fruchtige Gaumen wirkt in der Länge angenehm fein (91 Punkte). Das Weingut Michael Fröhlich hat einen sehr guten Silvaner im Escherndorfer Lump erzeugt. Hier ist Multivitaminsaft in der Nase. Insgesamt ist dieses Große Gewächs stimmig (91 Punkte). Es ist für die Region Franken sicherlich problematisch, wenn die Silvaner im Schnitt hinter den Rieslingen liegen.</p>
<p><em><strong>Rheinhessen</strong></em><br />
Sehr weit oben war in diesem Jahr wieder einmal Rheinhessen mit seinen klaren Rieslingen. Hier gab es kaum Ausfälle. Das Weingut Brüder Dr. Becker erzeugen 2010 das Große Gewächse Dienheimer Falkenberg. Dies zeigt helles Kernobst in der ersten und Aprikose in der zweiten Nase. Eine komplexe Frucht spielt am Gaumen, dann tänzelnde Länge mit hellem Pfirsich und sehr reifen Fruchtnoten (93 Punkte). Von Battenfeld-Spanier kommt das zweite hervorragende Große Gewächs in diesem Jahr. Das Hohen-Sülzener Kirchenstück riecht nach hellem Pfirsich. Dezente Kräuter sind in der zweiten Nase. Etwas wärmer im Glas riecht er wesentlich fruchtiger, gut ausbalancierter Gaumen, und angenehme Länge (93 Punkte).</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/niersteiner-oelberg.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Dann folgt ein weites Feld sehr guter Großer Gewächse. Bei jeweils 92 Punkten sehe ich das Westhofener Kirchspiel von Wittman, den Siefersheimer Höllberg von Wagner-Stempel, die Westhofener Aulerde von Groebe und den recht eigenwillig ausdrucksstarken Niersteiner Oelberg von Kühling-Gillot. Danach folgen noch recht viele richtig doller Rieslinge mit 90 oder 91 Punkten. Das Niveau und vor allem die sehr wenigen Ausfälle bei den Großen Gewächsen 2010 aus Rheinhessen überzeugen.</p>
<p><em><strong>Pfalz</strong></em><br />
Aus der Pfalz kommen in diesem Jahr sehr viele Große Gewächse die richtig gut sind. Hier haben viele angesehene und klangvolle Weingüter die Nase weit vorne. Vor allem zwei der Großen Bs geben in diesem Jahr deutlich vor, wo die Qualitätsspitze in der Pfalz zu sehen ist. Reichsrat von Buhl und Bassermann-Jordan überzeugen jeweils mit einem Großen Gewächs aus Lagen bei Forst.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/forster-kirchenstueck.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Das Forster Kirchenstück vom Weingut von Buhl zeigt sich mit einer duftenden und verlockenden hellen Fruchtnase. Der Gaumen ist von einer sehr schönen vielschichtigen Frucht umspült. Es folgt ein tiefer und inspirierender Nachhall. Dies ist mir 94 Punkte wert. Gerade die innere Stimmigkeit bei enormer Vielschichtigkeit zeigen die Rieslinge von von Buhl häufig auch schon bei den Gutsweinen.</p>
<p>Das Weingut Bassermann-Jordan punktet aus meiner Sicht in diesem Jahr besonders in der Lage Forster Pechstein. In der Nase zeigen sich exotische Früchte, frisch am Gaumen, bleibt leicht und lange stehen. Aus meiner Sicht wird dieser Riesling durch die Feinheit der Nuancen zum Großen Gewächs (93 Punkte). Den Forster Pechstein vom Weingut Acham-Magin sollte ich hier auf jeden Fall auch noch positiv erwähnen (92 Punkte). Die Großen Gewächse aus dem Forster Kirchenstück und dem Deidesheimer Kalkofen sind aus meiner Sicht in diesem Jahr vom Weingut Bassermann-Jordan auch sehr groß.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/pfalz-weingut-christmann.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Das Weingut A. Christmann überzeugt davon, dass man jede Lage für sich selbst genommen  interpretieren kann. So entstehen 2010 vier Große Gewächse mit dem Riesling, bei denen der Rupersberger Reiterpfad mit seiner floralen Duftigkeit in der Nase, der Stoffigkeit am Gaumen und der vollen Länge überzeugt (93 Punkte). Im Gimmeldinger Mandelgarten kommen in der Nase auch Kräutertöne zum tragen. Fruchtige Intensität gibt ihm einen Zug eines Deserts (92 Punkte). Das Aushängeschild des Weinguts A. Christmann und zugleich der einer der eigenständigsten Rieslinge aus der Pfalz in wieder einmal der Königsbacher Idig. Es ist ertaunlich, wie beständig dieser Wein über die Jahre hinweg wieder erkennbar ist. Sicherlich polarisiert der Idig auch dieses Jahr etwas mit der rauchig-erdigen Nase mit etwas Kräutern, einer kräftigeren Säure, zugleich aber angenehm fruchtig langem Nachhall (91 Punkte).</p>
<p>Das Weingut von Winning hat sich sicherlich zu recht mit seiner kurzzeitigen positiven Entwicklung nach der Ära Dr. Deinhard einen guten Namen gemacht. Mir gefiel der Rupertsberger Spieß (92 Punkte) und das Forster Kirchenstück (91 Punkte). Bei den anderen Rieslingen steht aus meiner Sicht das Holz zu deutlich da. Auch wenn man es bewusst und massvoll einsetzen möchte, kommen besonders im Forster Pechstein und in den Deidesheimer Lagen Kieselberg und Kalkofen die Vanilletöne (im Kalkofen auch Karamell; ich meine in einem sogar Cocos wahrgenommen zu haben) etwas zu sehr zum tragen.</p>
<p>Bürklin-Wolf hatte mich in der Vergangenheit stilsicher und konstant immer etwas enttäuscht. Im Forster Kirchenstück und im Jesuitengarten sind noch Anklänge dieses alten Stils zu erkennen. Die beiden Großen Gewächse aus den Deidesheimer Lagen und der Rupertsberger Gaisböhl künden aus meiner Sicht eine positive Entwicklung an. Vor allem beim Gaisböhl überzeugt die ausgewogene helle Frucht und die innere Stimmigkeit des Rieslings (91 Punkte).</p>
<p><em><strong>Nahe</strong></em><br />
Auch in diesem Jahr konzentrierte sich die Aufmerksamkeit auf das Stinkerduell an der Nahe. Doch es geht auch anders. Denn das beste Große Gewächs kommt aus meiner Sicht nicht von Schäfer-Fröhlich, Dönnhoff oder Emrich-Schönleber. Das Weingut Dr. Crusius ist aus meiner Sicht wesentlich mehr an der Charakteristik der den einzelnen Lagen dran, als seinen Stempel aufzudrücken. So ist zwar auch etwas mehr Qualitätsgefälle in den drei präsentierten Großen Gewächse vorhanden. Die Traisener Bastei ist hellfruchtig kräuterwürzig in der Nase. Saftig frisch mit spritziger Säure ist sie am Gaumen und uns 94 Punkte wert.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/2010-grosse-gewaechse.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Große Gewächse 2010" /></p>
<p>Dem entgegen waren die Großen Gewächse von Dönnhoff und Schäfer-Fröhlich geschmacklich zuordbar. Bei der Niederhausener Hermannshöhle fällt vor allem der der selbe Dönnhoff-Ton wie zuvor in der Nase auf. Hier fällt er etwas kräutriger aus. Runde und intensive Frucht am ist Gaumen. Stoffig und ausgewogen ist dieses Große Gewächs in einer kräftigen Länge (93 Punkte).</p>
<p>Der Schloßböckelheimer Felsenberg von Schäfer-Fröhlich zeigt sich mit Sauerkraut in der Nase. Auch hier ist der Geruch über alle Große Gewächse hin im Kern wieder erkennbar in kräftigen Kräuternoten. Der Riesling ist extrem köperreich am Gaumen. Bis in den angenehm langen Nachhall ist eine Fruchtkonzentration auffällig, wie sie bei Obstbränden sichtbar ist (93 Punkte). Schäfer-Fröhlich drückt zwar mit der weingutseigenen Nase den Lagen einen akzentuierten Stempel auf. Diese Großen Gewächse sind dadurch sicherlich nicht immer leicht zugänglich. Zugleich sind bei mir alle präsentierten Rieslinge locker über die 90 Punkte-Hürde gesprungen. </p>
<p>Zu danken bleibt noch dem VDP für die perfekte Organisation und Durchführung der Verkostung. Auch die vielen häufig ungenannten helfenden Kräfte haben einen hervorragenden Einsatz geleistet.</p>
<p>Die hier aufgeführten Großen Gewächse sind nur ein Auszug aus unserer Verkostungsliste. Diese umfasste ca. 150 Weine. Bei Interesse können unsere Einschätzungen auch zu anderen Großen Gewächsen angefordert werden.</p>
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		<title>Chateau de Pizay mit Morgon</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 16:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Das Beaujolais entdecken #05] Das Chateau de Pizay hat gleich mehrer Reize. Neben den Weinen besteht hier ein 4-Sterne Hotel mit 68 Zimmern und umfangreichen Spa-Angeboten. Sehr eindrucksvoll ist auch der etwas extravagant gestaltete Garten aus dem 18. Jahrhundert. Schon allein dieser ist eine Reise wert. Währen da nicht auch noch die Rotweine des Beaujolais. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/garten-chateau-de-pizay.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Pizay mit Morgon" /><a href="http://weinverkostungen.de/das-beaujolais-entdecken/">[Das Beaujolais entdecken #05]</a> Das Chateau de Pizay hat gleich mehrer Reize. Neben den Weinen besteht hier ein 4-Sterne Hotel mit 68 Zimmern und umfangreichen Spa-Angeboten. Sehr eindrucksvoll ist auch der etwas extravagant gestaltete Garten aus dem 18. Jahrhundert. Schon allein dieser ist eine Reise wert. Währen da nicht auch noch die Rotweine des Beaujolais. Auf dem Chateau de Pizay erzeugt man vor allem im Cru Morgon. Auf den 75 Hektar Weinbergen wird jedoch auch weißer Beaujolais aus Chardonnay erzeugt. Zudem gibt es noch einen Rotwein aus dem jüngsten (zehnten) Cru Regnie und aus Brouilly, wo man auf dem Chateau Saint Lager erzeugt.<span id="more-7952"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-de-saint-lager.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Pizay mit Morgon" />Wir probierten auf dem Chateau de Pizay eine Reihe von Beaujolais. Ein schöner Einstieg ist der rote 2010er Beaujolais. In der Nase sind rote Früchte. In der zweiten Nase stellt sich Hagebutte ins Zentrum. Hier ist dem Chateau de Pizay ein angenehmer Trinkwein gelungen. Weiter geht es mit dem Regnie aus 2010. Hier reift der Gamay auf Granitböden. Er zeigt sich im Glas mit einem leicht violettem Einschlag. In der Nase ist Pfeffer, der von dunklen Früchten und etwas schwarzem Tee in der zweiten Nase bereichert wird. Am Gaumen erscheint dieser Regnie recht leicht mit tänzelnder Säure. Frisch ist dieser Beaujolais vom Chateau de Pizay auch im Nachhall. 2010er Brouilly hingegen ist leichter und runder und jetzt schon gut trinkbar.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-de-pizay.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Pizay mit Morgon" /> Fasslager vom Chateau de Pizay</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-de-pizay-morgon.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Pizay mit Morgon" /> Unser eigentlicher Favorit vom Chateau de Pizay ist der Morgon „Cuvee du Py“ aus dem Jahr 2010. In der Nase zeigt er sich mit duftiger Würze neben reifen Früchten. Der Gaumen ist vielschichtig mit feinen Tanninen. Dieser Morgon ist komplex, fruchtig und kraftvoll. Zugleich hat er eine hohe Typizität. Im Anschluss probierten wir noch die Jahrgänge 2005, 2003 und 1992 vom Morgon. Der 2005er zeigt sich mit etwas Unterholz in der Nase, zweite Nase Weihnachtliche Gewürze (Nelken), runder Gaumen mit später Frucht. Beim 2003er Morgon „Cuvee du Py“ ist ein halber Kräutergarten in der Nase, dann Trüffel, zweite Nase mit Sauerkirschlikör, erste Reifetöne am Gaumen, rund in der Länge.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/beaujolais-morgon-1992.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Pizay mit Morgon" />Der Höhepunkt der Verkostung am Chateau de Pizay ist er Jahrgang 1992 des Morgon. Viele glauben Beaujolais kann nicht so alt werden. Jeder, der sich jedoch mit diesem guten Weinen aus den 10 Crus auskennt, weis das Gegenteil. Gerade Morgon oder auch Moulin-a-Vent kann sehr langlebig sein. So haben wir nun bräunliche Reflexe im Glas, in der Nase sind Leder und Tabak, wie man es vom Burgunder aus Pinot in diesem Alter kennt. Der Gaumen dieses Morgon ist sehr weich. Vanille zeigt sich in der Länge. Dieser Beaujolais ist nach knapp 20 Jahren noch in sich stimmig. Sicherlich schmeckt man das Alter; dieser Gamay ist aber noch nicht zerbrechlich.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/morgon-6-faesser-wein.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Pizay mit Morgon" /><br />
Die letzte Neuerung auf dem Chateau de Pizay ist das Cuvee les Sybarites. Hier wird Morgon in sechs großen Fässern aus unterschiedlichem Holz ausgebaut und dann wieder gemischt. Wir probieren vom Cuvee les Sybartes den Jahrgang 2009. Dieser ist vollfruchtig in der Nase. Die süße Frucht am Gaumen wirkt konzentriert und damit leicht marmeladig. Dann noch etwas Vanille. Schön, dass es sich um große Fässer handelt. So ist die Beeinflussung durch das Holz nicht ganz so groß. Wir fanden jedoch, dass es sich beim Cuvee les Sybarites um einen sehr guten und schmackhaften Gamay handelt, der sicherlich auf viel Gegenliebe stoßen wird, da einige Kanten durch diesen Fassausbau verschwunden sind. Die Ausdrucksstärke und der Charakter eines Beaujolais aus dem Cru Morgon ist jedoch aus unserer Sicht verniedlicht worden. Gerade diesen Charakter den Morgon pflegt man auf dem Chateau de Pizay in den anderen Weinen vorbildlich.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/hotel-chateau-de-pizay.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Pizay mit Morgon" /> Vier-Sterne Hotel vom Chateau de Pizay</p>
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		<title>Chateau de la Chaize mit Brouilly</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 17:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
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		<category><![CDATA[Brouilly]]></category>

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		<description><![CDATA[[Das Beaujolais entdecken #04] Wenn man meint im Beaujolais gibt es keine wirklichen Schlösser, sollte man mal beim Chateau de la Chaize vorbeifahren. Mitten in den Weinbergen des Cru Brouilly liegt dieses Anwesen mit dazu passendem Garten. Mit ca. 100 Hektar bewirtschaftet man auf dem Chateau de la Chaize 8% des gesamten Cru und ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-de-la-chaize.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de la Chaise mit Brouilly" /><a href="http://weinverkostungen.de/das-beaujolais-entdecken/">[Das Beaujolais entdecken #04]</a> Wenn man meint im Beaujolais gibt es keine wirklichen Schlösser, sollte man mal beim Chateau de la Chaize vorbeifahren. Mitten in den Weinbergen des Cru Brouilly liegt dieses Anwesen mit dazu passendem Garten. Mit ca. 100 Hektar bewirtschaftet man auf dem Chateau de la Chaize 8% des gesamten Cru und ist damit hier der größte Erzeuger. Ein großer Teil der Weinstöcke mit Gamay sind älter als 55 Jahre. Man tauscht in den Weinbergen jährlich 2% der Reben aus um ihn vital zu behalten. Das Chateau de la Chaize ist in Blickweite vom Mont Brouilly entfernt, an dem das Cru Cote de Brouilly liegt. Bei Nordwinden schützt der Berg die Reben, die in Richtung Südost bis Südwest angeordnet sind. Dadurch entsteht bei den Beaujolais des Chateau de la Chaize eine gute Traubenreife.<span id="more-7944"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-de-la-chaize-brouilly.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de la Chaise mit Brouilly" />Das Cru Brouilly verfügt über verschiedene Böden von rosa Granit bis Schwemmsand. Der Gamay des Chateau de la Chaize wächst vornehmlich auf Granitzersetzung und rotem körnigen Sand. Der Weinkeller aus dem 18. Jahrhundert ist umwerfend und in dieser Große im Beaujolais sehr selten. Direkt über ihm befindet sich der Raum mit den Gärtanks in dem die Trauben verarbeitet werden. Gar nicht so unüblich nutzt man auf dem Chateau de la Chaize schonend die Schwerkraft. 60% der Weine gehen in den Export. Wichtige Märkte sind vor allem in Nordamerika (USA und Kanada), im europäischen Ausland sowie in Asien. </p>
<p>Im Keller des Chateau de la Chaize werden die Grundweine für die einzelnen Weine gemischt. Man beschränkt sich trotz der Flächengröße von 100 Hektar auf nur drei Weine. Seit 2008 ist noch ein Rosé hinzugekommen, der jedoch nur in Frankreich vermarktet wird. Der Brouilly Chateau de la Chaize ist dabei der mengenmäßig bedeutende Wein. Das Cuvee Vielles Vignes  besteht aus älteren Reben und wird drei bis vier Jahre in älteren Fässern ausgebaut. Der Spitzenwein des Chateau de la Chaize ist die Reserve de la Marquise. Sie kann noch länger gelagert werden, stammt aus den ältesten Parzellen des Weinguts (bis zu 80 Jahre), wird jedoch in neuen Fässern ausgebaut.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/brouilly-chateau-de-la-chaize.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de la Chaise mit Brouilly" />Wir probierten im Keller des Chateau de la Chaize  die 2009er und 2008er Brouilly sowie die 2006er und 2005er Reserve de la Marquise. Der Brouilly aus 2009 besticht durch dunkle Schokolade in der Nase, einem frischen Gaumen und Eukalyptus im Nachhall. Er scheint jedoch jetzt noch etwas jung zu sein. Bei dem Reserve de la Marquise vom Chateau de la Chaize ist unser Favorit der Jahrgang 2005. In der Nase sind Schwarze Johannisbeere und Schokolade. Hagebutte ist zu schmecken. Obwohl ist die Säure gut beruhigt hat, wirkt dieser Beaujolais immer noch recht frisch.</p>
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		<title>Jahrgangsbewertung Beaujolais</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 20:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[[Das Beaujolais entdecken #03] Im Beaujolais ist man mit den vergangenen drei Jahrgängen vorauf glücklich. So kann man &#8211; wenn man im Anbaugebiet unterwegs ist &#8211; ein regelrechtes Leuchen in den Augen der Winzer sehen, sobald es um 2009 geht. Zwar werden die ebenfalls sehr guten Jahrgänge 2010 und 2008 vor allem als typischer gelobt; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/jahrgangsbewertung-beaujolais.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Jahrgangsbewertung Beaujolais" /><a href="http://weinverkostungen.de/das-beaujolais-entdecken/">[Das Beaujolais entdecken #03]</a> Im Beaujolais ist man mit den vergangenen drei Jahrgängen vorauf glücklich. So kann man &#8211; wenn man im Anbaugebiet unterwegs ist &#8211; ein regelrechtes Leuchen in den Augen der Winzer sehen, sobald es um 2009 geht. Zwar werden die ebenfalls sehr guten Jahrgänge 2010 und 2008 vor allem als typischer gelobt; und dies auch zu recht. Jedoch bietet 2009 aufgrund der Reife der Trauben und der daraus entstandenen höheren Konzentration der Frucht einen sympathischen Einstig in die Rotweine aus dem Beaujolais. Als nahezu perfekten Jahrgang kann man seine geringere Typizität sehen, da es diese guten Bedingungen im Jahresverlauf in dieser Form selten im Beaujolais gibt. <span id="more-7940"></span></p>
<p>Zugleich sei aber jedem empfohlen, der sich für das Beaujolais interessiert, sich mit dem Weinen aus den Jahrgängen 2010 und 2008 zu beschäftigen. Hier tritt nicht selten wesentlich deutlicher der Charakter der Böden zutage, weswegen die Crus in diesen Jahren leichter erkennbar sind. Diese Weine geben ehrlicher und klarer das Profil dieses Anbaugebiets wieder, weswegen sie stärker abgrenzbar von sehr vielen anderen Weinen der ganzen Welt sind. So ergibt sich für das Beaujolais derzeit die sehr gute Situation gerade in der Unterschiedlichkeit der am Markt verfügbaren Weine zwei sehr gute Einstiegswege in das Gebiet zu haben.</p>
<p>Historisch werden häufig auch noch die Jahrgänge 2005, 2003, 2000, 1995 und 1992 als sehr gut dargestellt (2002 und 2001 erscheinen als etwas negativ). In einigen Darstellungen von Jahrgangsbewertungen taucht das Beaujolais kaum auf, wird mit unter die roten Weine aus dem Burgund gefasst, hat eher so eine Bewertung zwischen Burgund und Rhone oder ähnliches. Man sollte sicherlich auch berücksichtigen, dass das Beaujolais ja gar nicht so klein ist. Nicht immer wenn es im Süden des Anbaugebiets regnet, wird auch der Boden im nördlichen Cru Moulin-a-Vent nass. Was ältere Jahrgänge betrifft, so schweigen sich Jahrgangstabellen häufig aus. Wir werden deswegen in den kommenden Tagen noch etwas über die Lagerfähigkeit der Weine aus dem Beaujolais veröffentlichen.</p>
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		<title>Chateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-Vent</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jul 2011 20:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weinverkostungen.de</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rotwein]]></category>
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		<description><![CDATA[[Das Beaujolais entdecken #02] Unsere nächste Station im Beaujolais ist das Chateau de Cercy. Dies ist im Süden des Anbaugebietes in Denice beheimatet. Die Weinberge um das Chateau herum gehören zur Appellation Beaujolais. Die Palette der Weine reicht von Chardonnay und Rose über das Cuvee Marly bis hin zu den Rotweinen aus den Crus Brouilly [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-de-cercy.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-VentChateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-Vent" /><a href="http://weinverkostungen.de/das-beaujolais-entdecken/">[Das Beaujolais entdecken #02]</a> Unsere nächste Station im Beaujolais ist das Chateau de Cercy. Dies ist im Süden des Anbaugebietes in Denice beheimatet. Die Weinberge um das Chateau herum gehören zur Appellation Beaujolais. Die Palette der Weine reicht von Chardonnay und Rose über das Cuvee Marly bis hin zu den Rotweinen aus den Crus Brouilly und Moulin-a-Vent. Insgesamt hat man 30 Hektar unter Reben.  Das Chateau de Cercy wird inzwischen von Cyril Picard in der 8en Generation bewirtschaftet. Zum Weingut gehört auch eine Gastronomie.<span id="more-7919"></span></p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/chateau-de-cercy-chardonnay.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-VentChateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-Vent" />Bei unserer Verkostung auf dem Chateau de Cercy starten wir mit zwei Weinen aus Chardonnay. Diese wachsen auf Lehm-Kalk-Böden. Besonders der Kalk tut dem Chardonnay ganz gut. Der 2006er Chardonnay erscheint ziemlich jung im Glas. Er zeigt sich buttrig mit Honig und Kräutern im Hintergrund. Der Gaumen ist auch nach 5 Jahren immer noch frisch geprägt. Die Länge dieses Chardonnay aus 2006 ist chremig. Der 2009er Chardonnay ist in Eichenfässern ausgebaut. Er duftet nach Apfel. Zudem ist dieser Weißwein vom Chateau de Cercy frisch und floral in der Nase. Kräuter machen etwas Druck im Nachhall, was etwas medizinal wirkt. Trotzdem der 2009er Chardonnay recht interessant ist, gefällt uns der Wein aus 2006 gerade wegen seiner anhaltenden Jugend als etwas besser.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cercy-cuvee-marly.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-VentChateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-Vent" />Dann geht es schnell mit den Weinen aus dem Gamay weiter. Wir beginnen mit dem Cuvee Marly aus dem Jahr 2006. Hier werden besonders alte Reben verwendet. Nach offiziellen Angaben ist der Gamay hier inzwischen 90 Jahre alt. Das Cuvee Marly wächst auf Lehm-Kalk-Böden und ist als Beaujolais AOC klassifiziert. In der Nase ist etwas Vanille mit roter Frucht. Am Gaumen wirkt diese Frucht reif und konzentriert. Kurz wirkt dieser Gamay etwas marmeladig. Dann entfaltet sich ein schönes Spiel mit einer gut eingebundenen Säure. Im Alter erinnert dieser Beaujolais ungewöhnlicher Weise etwas an das Priorat.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cru-brouilly-moulin-a-vent.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-VentChateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-Vent" />Als nächstes probieren wir den Gamay des Chateau de Cercy aus dem Cru Brouilly. Der Jahrgang ist hier mit 2009 deutlich aktueller. Dieser Rotwein ist dezent pfeffrig mit roten Früchten und Hagebutte in der Nase. Er wirkt jahrgangstypisch duftig in der zweiten Nase. Die Säure am Gaumen ist etwas grün. Weiter geht es in das Cru Moulin-a-Vent. Dies ist ja besonders bei deutschen Weintrinkern beliebt. Der 2010er aus dem Chateau de Cercy ist in der Nase duftig mit Schwarzen Johannisbeeren und eingelegten Früchten. Eine seidige Frucht ist am Gaumen. Erst spät kommt leise eine dezente Säure. Dann ein wenig Vanille. Dieser Moulin-a-Vent aus 2010 vom Chateau de Cercy wird noch groß.</p>
<p><img src="http://weinverkostungen.de/images/cyril-picard.jpg" title="Foto: Thomas Günther" alt="Chateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-VentChateau de Cercy mit Chardonnay, Cuvee Marly, Brouilly und Moulin-a-Vent" />Dann probieren wir noch das Cru Moulin-a-Vent aus 2009. Hierbei hat der Wein den Zusatz &#8220;Premium&#8221;. Schoko zeigt sich bei diesem Gamay in der ersten Nase. Die zweite Nase dieses Beaujolais ist von Hagebutte und Sauerkirsche geprägt. Am Gaumen ist eine ganz schön kräftige Frucht zu der eine präsente Säure Struktur schafft. Die bleibt bei diesem Moulin-a-Vent gut stehen. In der Länge kommt die Frucht wieder. Insgesamt erscheinen uns die Weine vom Chateau de Cercy als modern und auf der Höhe der Zeit. Die Preise ab Weingut sind moderat. So kostet der Chardonny jeweils 6,20 Euro pro Flasche. Das Cuvee Marly aus 2006 hat uns hier insgesamt am besten gefallen und wird noch für 8 Euro verkauft.</p>
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