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Kellereiweine: Austrian Cherry

Das Thema Kellereiweine anerkannter und geschätzter Betreibe hat auch Österreich erreicht. Sicherlich ist der Spagat bei deutschen Prädikatsweingütern im VDP noch etwas größer, wenn diese mit selbem Namen und Logo Grundweine oder Trauben hinzukaufen und vermarkten. Aber auch was bei R&A Pfaffel aus Stetten passiert, ist erwähnenswert. Dort wird der Kellereiwein Austrian Cherry erzeugt.

Diesen Austrian Cherry mit deutschem und englischsprachigem Rückenetikett habe ich für 3,99 im Supermarkt erhalten. Er sei als Zweigelt typisch für Österreich und weise eine „außergewöhnliche fruchtige Kirschnote auf“. Die Kirschnote ist beim Austrian Cherry da, auch wenn das alles so zeimlich gewöhnlich ist. Aber im ernst: Rubinrot, Sauerkirsche mit dezentem Pfeffer in der Nase, gefällig am Gaumen mit Fruchtfleischigkeit, eher kurz.

Was sagt uns nun der Austian Cherry? Kellereiweine sind nicht grundsätzlich schlecht oder zu verteufeln. Für manche angesehene Betriebe ist es eine Möglichkeit billige Grundweine gewinnbringend zu verarbeiten und zu vermarkten. Dabei entsteht der ein oder andere trinkbare Wein. Doch was passiert dabei mit dem hochwertigen Image der Weingüter, die Kellereiweinen ihren Namen geben? Das gilt nicht nur in Österreich für das Weingut Pfaffl, sondern auch für VDP-Bertriebe wie Kesselstatt (Mosel), Messmer (Pfalz), Eberbach (Rheingau), Allendorf (ebenfalls Rheingau) …


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© Thomas Günther / weinverkostungen.de
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