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Listel Gris

Bei einem Rose kann man – wie bei vielen anderen Weinthemen auch – gerne mit Vorurteilen hantieren. Da diese häufig auf dieser Seite ausgeschaltet oder missachtet werden, gelang diese Verkostung. Rose, dazu noch Listel: Geht es hier um 18jährige Mädchen und deren vinologisch gesehen kleines Vergnügen im Spätsommer? Eindeutig nein! Auch wenn die Aufschrift auf der Vorderseite der Flasche “kalt servieren” dem Weinkenner sagt: “Dies ist nichts für mich!”, sollte man doch mal versuchen über seinen Schatten zu springen.

Schatten gibt es viel da wo der Listel erzeugt wird. Eine Redewendung sagt ja: Da wo Sonne ist, das ist auch Schatten. Und Sonne gibts am französischen Mittelmeer recht umfangreich. In der Nähe von Montpellier wächst der Listel. Auf Sand stehen die Reben. Dies hat zudem den Effekt, dass die keine Bedrohung durch die Reblaus besteht. In der Nähe leben auch Flamingos. Genau diese Farbe hat dieser Listel. Zuvor hätte ich was von Lachs gesagt. Aber Flamingofarben trift es. Der Wein ist unerwartet herb. Er hat gar einen Hinweis auf französischem (keineswegs neuseeländischem) Sauvignon Blanc. Also eine Stachelbeere, die nicht gummibeerig, sondern eher etwas kratzig daherkommt. Fazit: Listel, viel verachtet und gar nicht so schlecht.

Listel Gris – Vin de Pays des Sables du Golfe du Lion
Frankreich
Erzeuger: Domaines Listel
Inhalt: 0,75
Alkohol: 12,5%
Jahrgang: 2006
Einkaufspreis: 3,50 €
Verschluss: Schraubverschluss
Quelle: Fachhandel


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© Thomas Günther / weinverkostungen.de
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Listel Gris

 

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