weinverkostungen.de

Trollinger

Dienstag, 18. Juli 2006

Der Trollinger ist eine rote Rebsorte. Diese wird in Deutschland mit wenigen Ausnahmen lediglich in Württemberg angebaut. Dort ist Trollinger seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Die Weine der Rebsorte Trollinger haben häufig eine sehr helle Farbe, schmecken fruchtig und können manchmal fast mit Rose-Weinen verwechselt werden. Der Trollinger eignet sich selten zur langen Lagerung und kann auch gekühlt getrunken werden. Der Ursprung des Trollinger wird in Südtirol vermutet. Dort trägt sie den Namen Vernatsch.

Dr. Pauly-Bergweiler: Zeltinger Himmelreich Riesling trocken

Montag, 17. Juli 2006

Pauly-Bergweiler: Zeltinger Himmelreich Dieser Riesling lag auf meinem Weg und wurde nur so im vorbeigehen verkostet. Demnach fallen die Notizen zu diesem Zeltinger Himmelreich recht kursorisch aus. Er stammt vom eher traditionell orientierten Dr. Pauly-Bergweiler und ist trocken. Der Wein hat eine viel versprechende goldene Farbe. In der ersten Nase dominieren Südfrüchte, vor allem Pfirsich und etwas im Hintergrund Annanas. Die Zweite Nase des Zeltinger Himmelreich offenbart einen mineralischen Geruch. Geschmacklich ist er recht frisch und hat eine für Mosel-Saar-Ruwer typische leichte Säure. Hingerissen war ich von dem Riesling nicht wirklich. Das Weingut Dr. Pauly-Bergweiler kann eigentlich wesentlich mehr als diesen Riesling.

Zeltinger Himmelreich Riesling trocken

Mosel-Saar-Ruwer
Erzeuger: Dr. Pauly-Bergweiler
Inhalt: 0,75
Alkohol: 12,5 %
Jahrgang: 2005
Einkaufspreis: 6,99 €
Quelle:Fachhandel

Barbera

Sonntag, 16. Juli 2006

Barbera ist eine rote Rebsorte. Sie wird seit dem 13. Jahrhundert besonders im italienischen Piemont vertreten, wo sie die am stärksten verbreitete Rebsorte ist. Barbera wird in ganz Italien angebaut. Nach dem Sangiovese ist sie dort die zweitstärkste Rotweinrebsorte. Besonders bekannt sind Barbera d’Asti, Barbera di Monferato, und Barbera di Alba. In diesen Weinen wird Barbera Sortenrein verwendet. In anderen Gebieten werden mit Barbera Cuvees erzeugt. Besonders ihr hoher Säure und Alkoholgehalt werden hierbei geschätzt, da dadurch den erzeugten Weinen durch das Säurerückrad Charakter gegeben werden kann. Die Qualität der Weine aus der Rebsorte Barbera kann durchschnittlich bis hervorragend sein. Sie sind häufig dunkel rubinrot und kraftvoll. Weine aus Barbera haben ausgeprägte Fruchtaromen (Pflaumen) und einen Veilchenduft. Außerhalb von Italien wird die Rebsorte auch in Kalifornien und Argentinien angebaut.

Öko-Riesling von Kiefer

Freitag, 14. Juli 2006

Ich hatte mir vorgenommen mal etwas im Ökosegment zu verkosten. Bio ist eigentlich häufig eine recht hochwertige Angelegenheit. Durch eine Ertragsreduzierung (höherer Abstand der Rebzeilen und stärkerer Beschnitt) kann die Weinqualität erheblich verbessert werden und der Einsatz von Chemikalien verringert bzw. ganz unterlassen werden. Nun, wie sieht es im etwas günstigeren Preissegment aus? In einem Bioladen, der kürzlich bei mir in der Nähe eröffnet hatte, stand ein Bioland-Riesling aus der Pfalz, der einen interessanten Eindruck machte.

Der Riesling von Kiefer ist wenig rebsortentypisch, könnte fast schön aufgrund der trockenen und spritzigen weiße Beerennote ein Souvignon Blanc sein. Man kann so einige Wildblumen und Kräuter, die zwischen den Reben wachsen, riechen und schmecken. Der typische Rieslinggeschmack steht eher im Hintergrund. Des weiteren ist die erste Nase etwas unerwartet leicht scharf. Gleichzeitig hat der Riesling einen recht kurzen Nachhall. Insgesamt ist es ein sauberer Wein.

Bei dem Preis und auch noch Bio ganz in Ordnung. Aber nicht besonderes oder speziell empfehlenswerter.

Riesling trocken, QbA
Pfalz, Bioland
Erzeuger: Weingut Stephanshof / Kiefer
Inhalt: 0,75
Jahrgang: 2004
Verschluss: Silikonkorken
Einkaufspreis: 4,50 €
Quelle: Bioladen

Fußballweine grasig?

Montag, 10. Juli 2006

Gibt es eigentlich Fußballweine? Nach Beendigung der Fußballweltmeisterschaft und der weitgehenden Entsorgung von Fanartikeln ist es Zeit für es eine kleine Rückschau. Für viele erscheint Wein nicht das authentische Getränk zum proletarischen rumgetrete auf einen Ball zu sein. Fußballweine oder Bier? Das zweit wird häufig als passender eingestuft. Mit den hohen Gehältern im Profisport und der fast vollständigen Bestuhlung der Mega-Stadien hat sich dies etwas geändert. Und so wurde in vielen Stadien bei der WM auch Wein angeboten.

fußballweineEine weiterer Berührungspunkt sollten die WM-Weine, die vor allem über die Supermärkte verkauft wurde, sein. Das waren stinknormale Weine von recht unterschiedlichen Winzern mit der Logo der Fußball-WM oder dem Pokal darauf. Hierbei ist die Rechnung der Winzer sicherlich nicht aufgegangen. Sie mussten eine recht teuere Lizenz bei der FIFA erwerben. Da haben doch viele schon gemerkt, dass die FIFA alles verkauft und so ein Logo keine Qualitätsauszeichnung ist. Im Gegenzug wurde dann auch noch die Corporate-Identity der Winzer beschädigt. Viele Leute stürmten in die Läden und wollten “den WM-Wein” oder die Fußballweine zu bekommen. Ohne zu merken, dass es sich um viele verschiedene Weine handelt. So verkauften sich die Weine wie alles, wo kurzerhand ein Fußball oder irgendeine Nationalfahne draufgeklebt wurde.

Wie schmeken Fußballweine?

Ob die beteiligten Winzer da die richtige Zielgruppe erreicht haben, ist höchst fraglich. Die ganze Aktion um die Fußballweine schien mir doch ein Schuss weit am Tor vorbei zu sein. Und wenn beim Kunden der Eindruck entsteht, dass der Wein grasig schmeckt, so braucht er nur aufs Etikett zu schauen und er weiß warum.

Hallo Weinwelt!

Freitag, 7. Juli 2006

Nun ist es endlich soweit. Die Seite weinverkostungen.de ist eröffnet. In dem Blog werden Weine vorgestellt und kleine Verkostungsnotizen zu lesen sein. Außerdem soll über einiges interessantes aus der Weinwelt berichtet oder einfach nur ein Kommentar abgegeben werden. Wenn einem irgendetwas nicht gefällt oder es auf ganze Zustimmung trifft, so kann der Kommentarbutton gedrückt werden. Meinem Hoster und den Programmierern dieses schönen php-scripts gegenüber bin ich nicht nur zu Dank verpflichtet, sondern tatsächlich dankbar.