Drostdy-Hof Merlot
Ich habe heute den Drostdy-Hof (Winemakers-Colection) Merlot aus Südafrika erstanden. Der Jahrgang ist mit 2007 aktuell. Merlot ist ja nun die Lieblingsrebsorte vieler Deutscher. Die Frucht und die geschliffenen Tannine sind oft gerne gesehen. Südafrika produziert hingegen oft Kraftprotze. Und von einer Produktion muss man leider häufig schreiben. Der Merlot von Drostdy-Hof ist dunkelrot und dicht im Glas. In der Nase ist eine sehr unreife (grüne) Paprika. Auch etwas Holz und Rauch (so wie am Lagerfeuer mit sehr trockenem Holz) sind zu riechen. Am Gaumen setzt sich die unreife Paprika fort. Das Finish ist zwar nicht lang aber relativ weich. Mich wundert gerade, dass das zweite Glas auch schmeckt. Sogar besser als das Erste. Erstaunlich. Eventuell liegt es doch an den 13,5% Alkohol, die beim ersten Glas geschmacklich wahrnehmbar waren.Weiterlesen »Drostdy-Hof Merlot
Eines gleich vorweg: Dieser Val Duna ist unvergleichlich. Wie, wird sich später noch klären. Auf jeden Fall ist der Val Duna Merlot nicht vergleichbar mit einem guten Bordeaux oder Wein aus dem Piemont. Das Etikett versucht etwas anderes zu suggerieren: „6.000 Jahre Weinbautradition, fruchtbare Böden und klimatisch bevorzugte Weinberge – auf dem selben Breitengrad gelegen wie Bordeaux und Piemont – machen Rumänien zum Geheimtip für hochwertige Weine“. Der Tip ist so geheim, dass die große deutsche Weinkellerei Reh Kendermann mit der Reihe Val Duna mehrere Weine auf dem deutschen Markt gebracht hat und dies auch unterstützt durch Werbegelder anpreist. Eigentlich müsste der Text auf dem Etikett schon mit der Formulierung „fruchtbare Böden“ auffliegen. Schließlich ist die Fruchtbarkeit und Ertragsmaximierung kein Garant für gute Weine. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Weiterhin ist es doch etwas vermessen einen Wein aus dem Supermarkt für 2,99 Euro (so wenig kostet der Val Duna Merlot) mit der zum Teil vorhandenen Klasse in Bordeaux oder Piemont vergleichen zu wollen. Zudem geht es um klimatische Verhältnisse und nicht um irgendwelche Längen- oder Breitengrade.
Fetzer ist einer der größeren amerikanischen Weinproduzenten. Das Unternehmen wurde 1958 gegründet. Der erste Wein verzeichnet den Jahrgang 1968 auf dem Etikett. Fetzer baute anfangs hauptsächlich rote Rebsorten an, hat aber inzwischen auch weiße Wein und sogar auch einen Riesling im Sortiment. Es wird im Weingut auf Ökologie Wert gelegt, ohne jedoch dass die Weine als Ökoweine klassifiziert sind (damit hängt die globale Problematik der Standards und die Verpflichtung diese dann immer einhalten zu müssen zusammen). Fetzer ist im Prestige-Segment aktiv ist, hat aber zugleich günstige Weine – wie den jetzt zu verkostenden – im Programm.
Peter Lehmann hat mehrere Linien und produziert eine sehr große Menge. As der Linie, in der dieser Verschnitt von