VDP-Weinversteigerungen: Rheingau und Nahe/Ahr
Dienstag, 6. Oktober 2009
Auch in den Weinbaugebieten Nahe und Rheingau fanden Weinversteigerungen der VDP-Verbände statt. Am 26. September trafen sich Weinprofis im Kloster Eberbach zur Versteigerung des VDP Rheingau. Einen Tag später gab es das Spektakel des VDP Nahe/Ahr in der Römerhalle in Bad Kreuznach. Auf allen VDP-Weinversteigerungen kamen in diesem Jahr insgesamt 12.200 Flaschen unter den Hammer. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf 706.000 €. Es wurde ein durchschnittlicher Preis von 58 € pro Flasche erreicht. Im folgenden sind die Toppreise dargestellt. [mehr...]

Der Bernkasteler Ring veranstaltet jährlich im September seine Riesling-Versteigerung im Kloster Machern. Dieses Jahr standen 40 Nummern hochfeiner Prädikatsweine von 27 Spitzenwinzern aus dem Weinanbaugebiet Mosel auf dem Auktionsangebot. Die Taxpreise pro Flasche Riesling reichten von 7 Euro bis zu 180 Euro für den 1994er Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Riesling Trockenbeerenauslese (0,375l-Flasche) vom Weingut Karp-Schreiber aus Brauneberg. Doch die Preisspitze bei der Riesling-Versteigerung in Bernkastel wurde von Markus Molitor erreicht.
Es ist sicherlich etwas vermessen Weine nach Namen zu kaufen. Auf dieser Flasche steht zudem ein Widerspruch auf dem Etikett. Bzw. eigentlich gilt das noch nicht, denn es handelt sich um den Jahrgang 2004. Der Wein ist bezeichnet als „Alte Reben Saar“ und kommt aus dem Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer. Jetzt heißt es nur noch Mosel: Wie seltsam klingt es, wenn nach der neuen Regelung im deutschen Weingesetz das Anbaugebiet nur noch Mosel heißt. Dann würde auf dem Etikett stehen, dass der Wein von der Saar und der Mosel zugleich kommt. Kurios.
Dieser Wein wurde bei einer Diskussion über die Skulptur Projekte in Münster getrunken. Daher fallen die Verkostungsnotizen eher kursorisch aus. Der Riesling passt hervorragend zu Diskussionen über Kunst und Kultur, da er sehr harmonisch und nicht zu aufdringlich ist. Er ist sehr trocken ausgebaut und hat einen etwas gemüsigen Geschmack nach Kohlrabi. Das es sich um einen Kabinett handelt fiel kaum auf. Der Wein stammt von Molitor. Nein, nicht von Markus Molitor aus dem Weinbaugebiet Mosel, sondern vom Weingut Karl Joh. Molitor aus dem Rheingau.
ProWein 2007 / Nachtrag (2) Aufgrund der Informationsvielfalt und -fülle wäre ein vierter Tag der Fachmesse schon fast wünschenswert gewesen. Jedoch ebbte das Interesse am frühen Nachmittag des Dienstags an einigen Ständen schon ab. Nicht so bei dem Stand des Startriumvirates Markus Molitor, Van Volxem und Ziereisen(Bild). Dieser könnte bestimmt auch ganzjährig aufgebaut sein, ohne dass die Kunden ausgingen. Rein spekulativ kann geschätzt werden, dass bei einem angemessenen Glaspreis die gesamte Jahresproduktion auf diesem Wege verkauft werden könnte. Das würde ich aber den beteiligten Winzern und Kellermeistern nicht zumuten wollen. Schließlich sollte die Repräsentation eines Weingutes die Kür sein, während der Pflichtteil am Hang und im Keller zu leisten ist. Das sehen die Winzer bestimmt genauso; jedenfalls lässt sich aus der Qualität der Weine dieser Schluss ziehen.
Diesen Wein gibt es neben einem anderen von Markus Molitor exklusiv nur bei Mövenpick-Weinland. Ich finde solche Exklusivvermarktungen nicht so schön, da man an einen Vertrieb gebunden ist (zumal die betreffende Kette nur in 12 Städten in Deutschland vertreten ist). Möglich wird der Exklusivvertrieb durch die Vielfalt der verschiedenen Bezeichnungen von Molitor. Das W bei diesem Riesling steht für die überwiegend wurzelechten Reben an den Steillagen der Mosel.
Schwerpunkt Beaujolais
Schwerpunkt Brunello 2007 
Schwerpunkt Riesling Großes Gewächs 2010
