Detzemer Maximiner Klosterlay Spätlese trocken
Dienstag, 11. März 2008
Der Riesling ist eine der Rebsorten bei denen Spätlesen sehr schmackhaft sein können. Dies gilt besonders wenn diese trocken ausgebaut sind. Häufig ist jedoch eine sehr kräftige Frucht vorhanden, die dann auch eine intensive Säure braucht. Ganz anders bei der Dezemer Maximiner Klosterlay Spätlese trocken vom Weingut Rudolf Hoffmann. Hier ist die Frucht sehr schön rund, jedoch nicht massiv. Der Wein blitzt goldig im Glas. Eine leichte – für mich jedoch sehr angenehme – caramellig wirkende Firne hat sich beim 2005er (2006 abgefüllt) schon gebildet. Die Säure des saftigen Rieslings ist sehr schön harmonisch. Im langen Nachhall ist neben dem Korb von Südfrüchten auch etwas Minze zu schmecken. Dieser Wein macht Spaß. Folgerichtig wurde er 2007 bei dem Wettbewerb “Riesling du Monde” mit Gold ausgezeichnet. In dieser Kategorie fanden sich auch Rieslinge vom Schloss Rheinhartshausen und von dem Weingut Albert Kallfelz. [mehr...]


Wie schon erwähnt, ist da das Hobbyweingut Schlamberger auf dem Hamburger Weinsalon als Entdeckung des Jahres bezeichnet worden. Dies und auch die Frage nach dem Namen trieb zum Stand. Bei einer Verkostung ist besonders der CharGrüBarrique positiv aufgefallen. Es handelt sich um ein Cuvee von Chardonnay (ca. 35 bis 40%) und Grünem Veltliner. Bei dem Wein würde ich gerne mal eine Blindprobe mit Rebsortenraten miterleben. Interessantes war auch über die Geschichte des Weinguts zu erfahren. So wurde es tatsächlich über 10 Jahre mit einer Fläche von 0,3 ha betrieben. Der Winzer kommentierte die vielen Erfolge des Hobbyweingut Schlamberger damit, dass sie inzwischen “von einer Auszeichnung zu nächsten getrieben werden”.
Das Weingut Wittmann gilt neben Gunderloch und Heyl zu Herrnsheim als einer der hervorragenden Erzeuger von Riesling im Gebiet Rheinhessen. Genauso wie bie Heyl wird auf Ökologie im Weinbau wert gelegt. Dies passiert nach den Kriterien von Naturland. Nun steht eine Verkostung des Gutsweins an. Dieser Riesling macht einen etwas einfach strukturierten Eindruck. Schon farblich erscheint ein sehr helles Gelb. Es überwiegen mineralische Noten, die durch Pfisich und etwas Orange erweitert sind. Die Säure bewegt sich in einem mittleren Bereich. Es macht sich eine leichte Enttäuschung breit. Andere Winzer wie Dr. Losen, Loewen und auch der oben genannte Gunderloch sind in dem Preissegment und auch schon bei den Gutweinen häufig vielschichtiger und daher interessanter strukturiert. Bei den Lagenweinen von Wittmann ist sicherlich wesentlich mehr zu erwarten.
Schwerpunkt Beaujolais
Schwerpunkt Brunello 2006 
Schwerpunkt Riesling Großes Gewächs 2010
