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Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007

Freitag, 28. Oktober 2011

Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten. Der Riesling stammt vom renommierten Weingut Bassermann-Jordan in der Pfalz.

Die Flasche aus dem Deidesheimer Paradiesgarten stand im Weinladen reichlich verstaubt herum. Beim Drehverschluss ist man sich ja immer noch nicht ganz so sicher, wie das mit der Lagerfähigkeit aussieht. Und so gab es diesbezüglich eine erste Enttäuschung gab es nach Flaschenöffnung. Denn das was da nach Stelvin aussieht, also einer der besten Schraubverschlüsse derzeit auf dem Markt, hat drinnen eine recht billige Kunststofffüllung. Offensichtlich waren Weingüter wie Bassermann-Jordan sich in der Verschlusssache vor drei Jahren noch nicht ganz so sicher wie heute.

Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007 verkostet

Der Riesling Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten in goldgelb im Glas mit braunen Reflexen. In der Nase sind Firne mit Orangenschale. Zudem ist bei diesem Wein von Bassermann-Jordan auch schon etwas Quittengelee zu riechen. Auch am Gaumen zeigen sich Reifetöne. Diese sind jedoch bei diesem Kabinett hervorragend in vanillige Cremigkeit integriert. Ganz hinten ist auch noch volles Karamell. Der Riesling bleibt dann schön mit saftiger aber zugleich nicht zu voller Frucht stehen. Dezente Würze ist im Nachhall eingewoben. Klasse Kabinett.

Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007
Pfalz – Deidesheim
Erzeuger: Bassermann-Jordan
A.P.Nr: 5 106 064 05 08
Inhalt: 0,75
Alkohol: 10 %
Jahrgang: 2007
Einkaufspreis: 9 €
Verschluss: Schrauber
Quelle: Fachhandel

Neil Beckett: 1001 Weine die Sie probieren sollten, bevor das Leben vorbei ist

Sonntag, 1. März 2009

Eines vorweg: Das neue Buch „1001 Weine die Sie probieren sollten, bevor das Leben vorbei ist“ herausgegeben von Neil Beckett stellt den Leser vor eine große Aufgabe. In ihm finden sich untergliedert in Schaumwein, Weißwein, Rotwein und Likörwein auf 960 Seiten Beschreibungen von aktuellen und historischen Weinen. Die Texte stammen von 34 international tätigen Vorkostern und Weinjournalisten wie z.B. die in Deutschland recht bekannten Joel B. Payne und Frank Kämmer.

Die Palette der in 1001 Weine beschrieben Tropfen reicht von einem sehr billigen Segment (Preiskategorie bis 15 Euro) wie z.B. Blue Nun (Rheinhessen) oder Mateus (Rose-Schaumwein aus Portugal) bis zu Egon Müller Scharzhofberger Riesling Auslese von 1976 oder Chateau Lafite Rothschild von 1996 (Preiskategorie ab 150 Euro). Man fragt sich bei einigen dieser Weine, wo man diese denn herbekommen soll. So wird auch ein Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder Cabinet von 1947 erzeugt vom Kloster Eberbach vorgestellt. Es ist nicht nur eine Frage des Geldes einen solchen Wein beziehen zu können.

Das Buch „1001 Weine“ ist international orientiert. Der Schaumweinbereich ist sehr stark an Frankreich ausgerichtet. Aber auch Erzeugnisse aus Italien, Spanien und sogar den USA tauchen hier auf. Die Schaumweine aus Kalifornien kann man jedoch nur schwerlich in Deutschland kaufen. Hingegen wird leider kein einziger deutscher Sekt beschrieben. Woran liegt das? An der Qualität bestimmt nicht. Das beweisen nicht nur viele deutsche Winzer mit ihren Weinzersekten, sondern auch Sekterzeuger wie Kessler, Geldermann oder Menger-Krug.

Hingegen ist bei den Weißweinen ein sehr hoher Anteil von deutschen und auch österreichischen Winzern zu finden. Hier zeigt sich wieder einmal der der klassischen Rebsorte Riesling. Bei den Rotweinen werden von deutschen Winzern nur zwei Spätburgunder beschrieben. Sie stammen vom Kloster Eberbach und Meyer-Näkel. Von folgenden deutschen Winzern werden Rieslinge vorgestellt:

Bassermann-Jordan, Georg Breuer, von Buhl, Bürklin-Wolf, Clemens Busch, Christmann, Christoffel, Diel, Dönnhoff, Emrich-Schönleber, Grans-Fassian, Gunderloch, Fritz Haag, Heyl zu Herrnsheim, Heymann-Löwenstein, von Hövel, Karthäuserhof, Keller, Reichsgraf von Kesselstatt, Kloster Eberbach, Koehler-Ruprecht, Künstler, Dr. Loosen, Maximin Grünhauser, Egon Müller, Müller-Catoir, J. J. Prüm, Rebholz, Max Ferd. Richter, Horst Sauer, Willi Schaefer, Schloss Lieser, Schloss Vollrads, Selbach-Oster, Van Volxem, Robert Weil, Wittmann, Zillken

Aber auch in anderen Ländern (wie Australien, Neuseeland oder USA) scheint der Riesling in den letzten Jahren wichtiger geworden zu sein.

Die Aufgabe alle 1001 genannten Weine zu probieren, ist nur schwerlich zu erfüllen. Das von Neil Beckett herausgegebene Buch rät damit zu beginnen und auch mal Weine zu probieren, mit denen man sich noch nicht beschäftigt hat. Ansprechende Beschreibungen, schöne Fotos und eine gute Gestaltung machen auf diese 1001 Weine Appetit. Da mag man das notwendige Finanzvolumen und die für dieses Unterfangen erforderliche Zeit schon fast vergessen.

Neil Beckett (Hrsg.): „1001 Weine die Sie probieren sollten, bevor das Leben vorbei ist“, 960 Seiten, 2008, Edition Olms, Zürich, 29,95 Euro

Wein in der Bahn

Montag, 9. Juni 2008

Foto: Thomas Günther(Moselexkursion 2008 #14) Auf meiner Rückreise von der Mosel schaute ich mal im DB Bistro vorbei. Etwas erstaunt war ich von der Klassifizierung bei der Bahn. Über die Weine und Essensangebote im ICE wurde ja schon verschiedentlich geschrieben. Leider fuhr ich in einen IC. Dieser entsprichtist einer deutlich einfacheren Kategorie. So gibt es zum Essen hauptsächlich Pizza. Das habe ich mir erspart. Bei einem Wein konnte ich aber nicht widerstehen. Zwar war die Karte mit 6 Angeboten sehr übersichtlich. Es war jedoch etwas dabei. So nahm ich eine Flasche (0,25l) vom Weissen Burgunder von Bassermann-Jordan aus dem Jahr 2006 für 6 Euro 90 (Zum Vergleich: Eine 0,75l-Flasche kostet im Handel ca. 8 Euro 50). Da ich den Wein schon kannte, dachte ich mir es sei eine gute Gelegenheit diesen in der Bahn zu trinken. Dieser wurde von der Bahn in ihrem kulinarischen Kursbuch wie folgt beschrieben:

“Feiner Schmelz, saftige Frucht. Darauf lässt sich der 2006er Weissburgunder vom Pfälzer Spitzenproduzenten Bassermann-Jordan reduzieren.”

Foto: Thomas GüntherWer denkt sich nur solche Texte aus? Wieso soll da irgend etwas reduziert werden? Ganz glücklich wurde ich zudem nicht. Der Wein war wesentlich schlechter, als ich ihn in Erinnerung (und hier auch verkostet) hatte. Es waren leicht oxidative Noten festzustellen. Zudem scheint es dem Wein nicht sehr bekommen zu sein, jeden Tag durch die Gegend geschüttelt zu werden. Auch kleine Flaschen sind nicht ideal. Hinzu kommt, dass es sich um einen billigen Schaubverschluss mit Kunststoffbeschichtung handelte (die Normalflasche hat einen hochwertigen Schrauber mit Metalldichtung). Kein wirklich gutes Bild was mir da die Bahn hier bezüglich Wein geboten hat. Spitzenerzeuger heißt nicht immer gleich Spitzenwein in Spitzenbahn.

Bassermann-Jordan Riesling Literware trocken

Mittwoch, 9. April 2008

Über die Literware wird kaum geschreiben. In den Printmagazinen wird diesen Weinen kaum Platz eingeräumt. Auch Verkostungen dieser Weine sind sehr selten. Das Thema “Wein in der Literflasche” stellt einen jedoch vor einige Fragen. Was befindet sich in den relativ günstigen großen Flaschen, die keine Lagenangaben o.ä. haben? Sind es nur die Reste, die in den anderen (hochwertigeren) Weinen keinen Platz gefunden haben? Relativ günstig muss man sagen, da man beim Weingut Robert Weil schon seit geraumer Zeit feiert, den Liter auf dem Markt bei über 10 Euro positioniert zu haben.

Andere Fragen tun sich auf: Taugen diese Weine etwas? Garantiert der Hersteller gar mit seinem guten Ruf und einer hervorragenden Bewirtschaftung des Weinbergs für gute Qualitäten beim Liter? Und für wen sind diese Weine gedacht? Fragen über Fragen, die auch nicht alle Pauschal beantwortet werden können. Fest steht: Eine wichtige Verwendung der Literware findet sich in der Gastronomie. Hier sind günstiger Preis, blitzsaubere Qualität, guter Wein und angesehener Name (für eine Erwähnung auf der Karte) wichtig. Die größere Menge ist auch nicht so negativ wie manchmal im Hausgebrauch.

Diese Fragen sollen hier nicht nur theoretisch erörtert werden. Die Praxis findet sich in einer Verkostung der trockenen Literware des Jahrgangs 2007 vom Weingut Bassermann-Jordan wieder. Dieser Riesling hat eine eher dunkle Farbe. Er richt sehr fruchtig nach exotischen weißen Früchten. Auch etwas Pfirsich ist festzustellen. Diese Gerüche sind vielversprechend. Diese Versprechungen werden jedoch im Mund zerstört. Eine ungehobelte Säure brettert über den Wein. Einen Tag später ist eine etwas unreife Kiwi im Zentrum des Geschmacks. Der Nachhall hat seine Längen. In ihm sind jedoch die Disharmonien von Frucht und Säure zu spüren. Ein Wein, der der Klasse von Bassermann-Jordan nicht ganz gerecht wird. Aber es ist halt eben Literware.

Riesling Qualitätswein trocken
Pfalz
Erzeuger: Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan
A.P.Nr: 5 106 064 04 08
Inhalt: 1,00
Alkohol: 11,5 %
Jahrgang: 2007
Einkaufspreis: 7,00 €
Verschluss: Schraubverschluss mit Metalleinsatz
Quelle: Fachhandel

Bassermann-Jordan Weisser Burgunder

Dienstag, 14. August 2007

Bassermann-Jordan Weisser BurgunderDa ich etwas beansprucht bin von der Durchführung dieser Runde der Rally, fällt der Text zum vorgestellten Wein etwas kurz aus. Geschichte gibt es auch keine. Dafür einen Weissen Burgunder aus einem geschichtsträchtigem Haus. Der Wein passt in diese Kategorie wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Man muss ihn einfach mal probieren. Gleichzeitig vermutet man ja bei MustTaste einen Geheintipp. Zudem ist hohe Qualität bei einem Hause wie Bassermann-Jordan nicht weiter redenswert, sondern zu erwarten. Das guter Ruf und schmackhafter Wein nicht unbedingt miteinander einhergehen müssen, sollte jedoch als Einwand gelten (diesem fühlt sich weinverkostungen.de auch immer verpflichtet).

Bassermann-Jordan Weisser Burgunder verkostet

Erstmal positiv zu bewerten ist, dass sich dass traditionsreiche Haus Bassermann-Jordan zumindest bei seinen jung zu trinkenden Weinen für einen hochwertigen Schraubverschluss entschieden hat. Doch zum Wein: Dieser Weisse Burgunder hat für die Rebsorte eine eher kräftige Farbe. Schon in der Nase zeigt sich eine helle Frucht, die rund aber nur wenig süß wirkt. Auf der Zunge mischen sich verschiedene fruchtige Eindrücke (Mirabelle), die intensiv, aber keineswegs überladen sind. Die Säure ist relativ intensiv, wodurch der Wein erfrischend wirkt. Das Weingut betonnt, dass die Weissen Burgunder mit einem hohen Mostgewicht geerntet werden. Der Nachhall ist extrem lang. Toller Wein: MustTaste!

Weisser Burgunder trocken
Pfalz
Erzeuger: Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan
A.P.Nr: 5 106 064 16 07
Inhalt: 0,75
Alkohol: 12,5 %
Jahrgang: 2006
Einkaufspreis: 9,00 €
Verschluss: Schraubverschluss mit Metalleinsatz
Quelle: Fachhandel

Dr. von Bassermann-Jordan Ruppertsberger Reiterpfad

Donnerstag, 24. Mai 2007

Bassermann-Jordan ist nicht nur bezüglich der in Reben stehenden Fläche, sondern auch wegen vieler Weine als Groß zu bezeichnen. Nun ist ein Riesling aus einer guten Lage im Glas. Der Wein zeigt sich in einem vollen Gelb mit etwas grünlichen Reflexen. Zudem ist ein leichtes Moussieren zu beobachten. Der Riesling bringt süßliche Südfrüchte (reife Mango und Pfirsich) in die Nase. Dies bringt einen frischen und etwas bitteren Geschmack auf die Zunge, der von einer ansprechend dimensionierten Frucht untermalt ist. Es ist ein langer Nachhall wahrzunehmen, in dem ein ausgewogenes Verhältnis von Säure und Frucht besteht. Im sehr späten Finish kommen Anklänge von Aprikose und Gurke zum tragen. Der Wein ist groß, ohne dabei aufdringlich oder protzig aufzutreten. Die Etikettierung zeichnet dies nach: Das Prädikat Kabinett ist auf dem Frontetikett gar nicht angeführt.

Ruppertsberger Reiterpfad Riesling trocken Kabinett
Pfalz
Erzeuger: Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan
A.P.Nr: 5 106 064 18 07
Inhalt: 0,75
Alkohol: 11,5 %
Jahrgang: 2006
Einkaufspreis: 10,00 €
Verschluss: Glasverschluss
Quelle: Fachhandel