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Stigler Ihringer Winklerberg Riesling Kabinett

Dienstag, 29. Dezember 2009

Wieder einmal gibt es einen Wein von einem VDP-Weingut vom Kaiserstuhl. Hier erzeugt das Weingut Stigler neben dem Spätburgunder auch die dort weit verbreiteten weißen Burgundersorten. Der Riesling ist am Kaiserstuhl eigentlich gar nicht so verbreitet. Beim Weingut Stigler unterscheidet bei seinen Rieslingreben auch hinsichtlich der Abstammung von Mosel oder Rheingau. Dieser Ihringer Winklerberg Riesling Kabinett stammt von der Rheingaurebe.

Der Riesling aus dem Ihringer Winklerberg ist strohgelb im Glas. Die erste Nase ist verhalten mit etwas Mirabelle und Caramel im Hintergrund. Auch am Gaumen überrascht dieser Riesling mit einem sehr dezenten auftretenden zugleich aber vielfältigen Aromenspektrum. Fast jedes Riechen und jeder Schluck offenbart neue Aspekte dieses Ihringer Winklerberg. Bis in den mittelkurzen Nachhall wirkt diese Vielfalt harmonisch. Dieser Riesling braucht auch etwas Zeit um sich zu öffnen. Man sollte ihn nicht schnell “durchverkosten”. Identisch ausgebaut gibt es diesen Riesling auch mit einer Abstammung der Rebe von der Mosel. Eine parallele Verkostung ist bestimmt mal interessant.

Stigler Ihringer Winklerberg Riesling Kabinett trocken
Baden – Kaiserstuhl – Ihringen
Erzeuger: Weingut Stigler
A.P.Nr: 312 13 09
Inhalt: 0,75
Alkohol: 12 %
Jahrgang: 2008
Einkaufspreis: 10,00 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Fachhandel

WR4: Ihringer Vulkanfelsen Grauer Burgunder

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Mario Scheuermann vom Drinktank rief zur vierten Weinrallye. Thema sollen Weine von Vulkanen sein. Da denkt man immer an Lava und aktive Vulkane. Dies gibt es nicht in Deutschland. Daher ist es auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich einen deutschen Wein vorzustellen. Eigentlich wollte ich auch etwas hochwertiges aus dem Ausland für diese Weinrallye besorgen. Doch gestern stellte der Supermarkt um die Ecke einen Grauen Burgunder vom Ihringer Vulkanfelsen zur Verfügung. 3,29 Euro verlangten sie dann an der Kasse dafür.

Im Glas zeigt sich von der Farbe her ein gefilterter Apfelsaft. Der Wein schmeckt keineswegs wie ein Grauer Burgunder, sondern eher wie ein Rivaner. Man hat einen nussigen und leicht harzigen Geschmack an Zunge und Gaumen. Bei mir wird es bald wieder Französische Zwiebelsuppe geben. Da braucht man Weißwein zum ablöschen der Zwiebeln. Bleibt nur noch die Frage, ob man den Boden vom Vulkan in den Vulkanweinen schmecken kann. An diesem Grauen Burgunder vom Ihringer Vulkanfelsen kann man dies jedenfalls nicht herausfinden. Und das Geld was ich an der Kasse gelassen habe, ist verschenkt. Ich könnte noch was über den Unsinn schreiben, der auf dem Rückenetikett der Flasche steht, aber die Auseinandersetzung damit lohnt nicht. Was lernt man daraus: Wenn man sich unbefangen auf Dinge einlässt, kann man eben auch enttäuscht werden.