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Saale-Unstrut Weißburgunder trocken

Donnerstag, 10. Juli 2008

Es gibt wieder einmal einen Wein aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut. Er stammt von der mengenmäßig starken Winzervereinigung Freyburg-Unstrut. Die Nase des Weißburgunders ist würzig. Zudem ist der Alkohol zu riechen, was bei 12% schon ein kleines Kunststück ist. Der Geschmack ist frisch bis wässrig mit harzigen Aromen ab der Mitte. Der Nachhall ist auch von diesem Geschmack geprägt. So lang wie dieser Geschmack anhält, möchte ich ihn aber nicht haben. Schnell eine Tasse Kaffee trinken. Das bringt meinen Geschmackssinn wieder ins Lot. Nach einiger Zeit habe ich mir die angebrochene Flasche noch einmal vorgenommen. Nun war der Wein beim zweiten Glas durchaus geniessbar (dieser Begriff meint hier nicht die häufig falsche Interpretation, dass man etwas ohne gesundheitliche Bedenken gerade noch zu sich nehmen kann, sondern, dass das zu sich nehmen mit einem gewissen Genusswert verbunden ist). [mehr…]

Winzervereinigung Freyburg-Unstrut Müller-Thurgau

Dienstag, 10. April 2007

Das Weinbaugebiet Saale-Unstrut entwickelt eine ungewöhnliche Dynamik; zumindest was die Vergrößerung der Rebfläche betrifft. Ca. 600 Hektar davon werden von den über 500 Weinbauern der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut bewirtschaftet. Wichtigste Rebsorte mit 71 ha ist dabei der Müller-Thurgau. Dieser ist nun im Glas. Das Etikett verspricht einen „Wein mit leichter Muskatnote, der an Apfel, Aprikosen und Walnüssen erinnert“. Das ist ehrlich und vor allem sehr treffend. Man kann sonst häufig viel Unsinn auf Flaschen lesen, wo ganz offenbar ist, dass der Autor entweder schlecht geschulte Geschmacksnerven oder den Wein nie verkostet hat. Also: Muskat, Apfel, Aprikose und Walnüsse. Den Apfel habe ich eher am Rande wahrgenommen. Bei den nussigen Tönen muss ich sagen, dass diese eine leichte Tendenz zur Disharmonie besitzen. Und eine Kleinigkeit, die das Etikett unterschlagen hat, ist das kleine bisschen Muff im Nachhall. [mehr…]