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Weinkarte der Riesling-Strandbar in Köln

Mittwoch, 12. August 2009

Foto: Thomas GüntherIn Köln gibt es in diesem Sommer bekanntlich die Riesling-Strandbar. Da die Weinkarte nirgendwo im Netz veröffentlicht ist, wird dies hier nachgeholt. Sie liest sich wie das who-is-who der deutschen Riesling Weinszene. Betrieben wird die Riesling-Strandbar in Köln im km689 Cologne Beach Club von der Rhein Connection GmbH mit Unterstützung des DWI (Deutsches Weininstitut). In Kooperation dieser beiden entstand auch die folgende Weinkarte.

Weißweine, QbA trocken
Weingut Fritz Haag (Mosel) 2008 Gutsriesling 5,50€ für 0,1l / 33€ 0,75l

Weingut Dr. Hinkel (Rheinhessen) 2008 Riesling 3€ / 20€

Weingut Sebastian Schneider (Mittelrhein) 2007 “Alte Rebe” 4,50€ / 28€

Weingut Van Volxem (Mosel) 2008 Saar-Riesling 5,50€ / 35€

Weingut Robert Weil (Rheingau) 2008 Riesling 6€ / 38€

Weingut J.L. Wolf (Pfalz) 2007 Forster Riesling 4€ / 24€

Weingut Heger (Baden) 2008 Grauburgunder Sonett 4,50€ / 28€

Weingut Gunderloch (Rheinhessen) 2008 Weißbrugunder 3€ / 19€

Schlosgut Diel (Nahe) 2008 Diel de Diel Cuvee 5,50€ / 33€

Weingut Pfaffmann (Pfalz) 2008 Sauvignon Blanc 3,50€ / 21€

Weißweine, QbA halbtrocken
Weingut Theodorus (Pfalz) 2007 Riesling Hochgewächs 4€ / 25€

Noch drei kleine Hinweise, die man berücksichtigen sollte, wenn man die Riesling-Strandbar in Köln besuchen möchte. Man sollte sich vorher erkundigen, ob sie geöffnet ist. Zudem besteht bei der Riesling-Strandbar in Köln ein Eintritt/Verzehrzwang von 4 Euro. Sehr schade ist, dass man den Riesling nur in einem Zelt trinken darf. Das Betreten des Sandstrandes und der Sonnenliegen ist mit einem Riesling-Glas nicht erlaubt. Wegen Verletzungsgefahr, wie es offiziell heißt.

Ein umfangreicher Bericht wird in den nächsten Tagen folgen.

Dr. Bürklin-Wolf Spätburgunder >S< 2000

Sonntag, 19. Oktober 2008

In der Vergangenheit habe ich häufig Weine verkostet, die noch weit im Handel verbreitet sind. Ich halte eigentlich wenig davon hier Weine vorzustellen, die man nicht nachkaufen kann oder die einfach nur einer elitären Oberschicht vorbehalten sind. Wein soll Kommunikation ermöglichen. Gleichzeitig habe ich natürlich auch eine gewisse Verkostungserfahrung von etwas außergewöhnlicheren Sachen. Dazu zählt auch dieser Spätburgunder S aus dem Jahr 2000 vom Weingut Dr. Bürklin-Wolf. Die Einschätzungen über den Zustand dieses Weins vor einer Verkostung könnten widersprüchlich sein. Ich würde sogar behaupten, dass eine treffsichere Aussage über die Lagerfähigkeit dieses Wein nicht sehr verbreitet ist. Ich hatte jedenfalls auch etwas Befürchtungen vor dem Kauf.

Aber der Weinberater meines Vertrauens konnte mich beruhigen. Auch wenn ich mit einer fast vollen fehlerhaften Flasche zurück käme, wäre mir eine Erstattung gewiss. Das will ich aber eindeutig nicht. Der Preis war ohnehin verlockend: 13 Euro. Es gibt Händler, die andere und jüngere Jahrgänge dieses Weins für fast das Doppelte verkaufen (wollen). Es handelt sich schließlich um einen Spätburgunder der S-Klasse. Das S steht für Selektion. Diese Kategorie ist zwar nicht gesetzlich oder verbandlich geschützt oder festgeschrieben. Man kann jedoch bei namenhaften Betrieben – wie Dr. Bürklin-Wolf – davon ausgehen, dass es sich um eine Wein aus dem besten Lesegut aus Handlese mit schonender und sehr aufmerksamer Bearbeitung und Ausbau handelt.

Doch zur Verkostung: Schon das Öffnen des Weins ist ein Erlebnis. Nach dem Entfernen der Kapsel hatte ich etwas Angst. Da waren von oben am Rand des Korkens Spuren von Flüssigkeit erkennbar. Nach dem entkorken zeigt sich jedoch, dass der Korken erst mit weniger als einem Millimeter aufgebraucht ist. Nachdem er trocken ist, glitzert er leicht. Dies verweist auf etwas Weinstein. Im Glas ist der Spätburgunder von Dr. Bürklin-Wolf hell wie ein Portugieser Weissherbst. Jedoch ist die Farbe weder Orange, noch Rot, sondern Braun. In der Nase und am Gaumen zeigt sich ganz harmonisch feuchter Tabak. So stelle ich mir Kautabak vor. Leder und dunkle Schokolade sind auch zu schmecken. Es sind im Hintergrund schöne und harmonische Reifetöne zu wahrzunehmen. Ein genialer Spätburgunder. Was bringt dieser Wein nur für eine Länge in den Mund.

Was lernt man aus diesem Wein? Es gab schon vor Jahren wirklich geniale deutsche Rotweine. Die ganzen Geschichten von “Deutschland jetzt auch Rotwein-Land” sind also ziemlicher Unsinn. Zudem gibt es deutsche Rotweine mit erheblichem Lager- und Reifepotenzial. Dies ist mit acht Jahren auch nicht erschöpft. Zudem bewährt sich die klassische Rebsorte Spätburgunder. Dabei mag sich bestimmt so mancher Weintrinker (und vor allem diejenigen, die nicht als Weinkenner gelten) von der hell-braunen Farbe abstoßen lassen. Doch dies ist nur ein optischer Eindruck. Wieso sollen den hochwertige und geniale Rotwein dunkel sein. Eine solche Vorgabe aufzustellen oder so ein Vorurteil aufrecht zu halten, ist doch Unsinn. Der Händler hat noch drei weiter Flaschen von diesem Wein. Soll ich alle nehmen oder nur eine und diese in ca. 2 Jahren noch mal verkosten?

Dr. Bürklin-Wolf Estate Spätburgunder >S< Pfalz Erzeuger: Weingut Dr. Bürklin-Wolf A.P.Nr: 5 142 043 01 02 Inhalt: 0,75 Alkohol: 13,5% Jahrgang: 2000 Einkaufspreis: 13 € Verschluss: Naturkorken Quelle: Fachhandel

Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay Kabinett trocken

Donnerstag, 24. April 2008

Chardonnay ist in Deutschland – wie einige andere internationale Rebsorten – keine Seltenheit mehr. Bei dem Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay Kabinett trocken von der Winzergenossenschaft Wolfenweiler war ich vor der Verkostung etwas skeptisch. Was kann man schon für schmale 5 Euro erwarten. Die Nase des Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay ist fruchtig. Der Geschmack ist auch fruchtig. Dieser Chardonnay entspricht eher einem Überseestil, als dass er in Richtung eines mineralischen Chablis geht. Jedoch ist der Wolfenweiler Batzenberg nicht ganz so fett, wie es in Übersee leider anzutreffen ist. Ein Wein, den man gut im Sommer als Schorle trinken kann. Alles ins insgesamt recht einfach und unkompliziert. Auch von Weinverkostungen weitgehend unberührte Damen werden diesen Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay wahrscheinlich mögen.

Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay Kabinett trocken
Baden
Erzeuger: Winzergenossenschaft Wolfenweiler
A.P.Nr: 01912307 3257
Inhalt: 0,75
Alkohol: 12,5%
Jahrgang: 2007
Einkaufspreis: 5,00 €
Verschluss: Silikon
Quelle: Supermarkt

Dr. Bürklin-Wolf Bürklin Estate Dornfelder

Samstag, 12. Mai 2007

Dr. Bürklin-Wolf Bürklin Estate DornfelderBürklin-Wolf ist eins der drei großen B’s aus der Pfalz. Zu der Größe gehört nicht nur eine Anbaufläche von ca. 90 ha, sondern ein beständiger Erfolg bezüglich der Qualität der Weine. Wenn eine Umfrage unter Weinkennern nach deutschen Weinerseigern in Privatbesitz gemacht werden würde, währe Bürklin-Wolf sicher in der Top-Ten. Obwohl Bürklin-Wolf sehr viele Rieslinge erzeugt, soll hier ein Dornfelder verkostet werden. Auch wenn – motiviert vom internationalen Erfolg – sich viele Winzer derzeit auf den Weißwein (ganz besonders den Riesling) konzentrieren, sind auch die deutschen Rotweine nicht zu verachten. Der Dornfelder ist in diesem Kontext eine wichtige Rebsorte.

Dr. Bürklin-Wolf Bürklin Estate Dornfelder verkostet

Zur Verkostung: Zwar ist das Schnuppern am Korken völlig unerheblich, in diesem Fall soll aber die Wahrnehmung des intensiven Geruchs nach Blaubeeren nicht vorenthalten werden. Ein zu erwartendes kräftiges Rubinrot zeigt sich im Glas. Ein markanter und intensiver schon fast strenger Geruch steigt in die Nase. Diesen mit Früchten zu beschreiben, würde ihn ja gerade austauschbar machen. Trotzdem: Da ist etwas von Blaubeeren, Chassis und irgendwas anderem. Dies ist harmonisch ineinander gewoben. Im Nachhall kommt da eine frische Himbeere hinzu. Der Dornfelder erscheint kaum als ein trockener Wein. Der geringe Säuregehalt lässt einen wesentlich höheren Restzucker vermuten, als tatsächlich vorhanden ist. Am Gaumen hinterlässt er jedoch im Nachhall einen trockenen Eindruck, der etwas abhackend wirkt. Ein unvergleichlicher Wein. Hier werden keine Punkte vergeben, aber ich möchte, dass dies mal bei diesem Wein einer der Weinpäpste tut; und zwar 90+. Der Wein hätte es verdient (also nicht unbedingt die Punkte – eine solche Aussage würde hier die Tradition der Punktegegnerschaft brechen – sondern gemeint ist die mit den Punkten verbundene Aufmerksamkeit).

Bürklin Estate Dornfelder trocken
Pfalz
Erzeuger: Weingut Dr. Bürklin-Wolf
A.P.Nr: 5 142 043 14 07
Inhalt: 0,75
Alkohol: 11,5%
Jahrgang: 2005
Einkaufspreis: 8,99 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Fachhandel