weinverkostungen.de

Weingut Hupfeld Hochheimer Königin Victoriaberg

Es gibt in Deutschland tatsächlich aristokratische Weinberge. Die Geschichte des Hochheimer Königin Victoriaberg geht so: 1845 besuchte die englische Königin Victoria mit ihrem deutschen Ehemann Prinz Albert den Weinberg und war von den dortigen Rieslingen sehr angetan. So wurde der Weinberg nach ihr benannt und ein Denkmal dort errichtet. Der Hochheimer Königin Victoriaberg umfasst ca. 5 ha und ist im Alleinbesitz vom Weingut Hupfeld. Auf der Lage wird hauptsächlich Riesling, aber auch etwas Chardonnay angebaut.

Dieser 2008er Riesling Kabinett vom Weingut Hupfeld bringt eine strahlige hellgoldige Farbe ins Glas. In der Nase sind fruchtiger Pfirsich. Am Gaumen sind ebenso exotische Früchte wahrnehmbar. Die Säure ist etwas gering, wodurch der Hochheimer Königin Victoriaberg etwas langweilig erscheint. Trotzdem ist auch etwas Grapefruit zu schmecken. Der lange aber etwas dünne Nachhall dieses Rieslings auch dem Hochheimer Königin Victoriaberg lässt Maracuja im Hintergrund erscheinen. Mit der Geschichte um den Wein herum ist dieser Wein bei dem Preis richtig angesiedelt. Aristokraten mussten sich um ihre Einnahmen auch nie große Sorgen machen.

Weingut Hupfeld Hochheimer Königin Victoriaberg Riesling Kabinett trocken
Rheingau
Erzeuger: Weingut Hupfeld
A.P.Nr: 40 188 001 09
Inhalt: 0,75
Alkohol: 11,5%
Jahrgang: 2008
Einkaufspreis: 9,00 €
Verschluss: Glas
Quelle: Fachhandel

Nachtrag: Das Weingut Hupfeld besteht inzwischen nicht mehr da kein Nachfolger gefunden werden konnte. Die Lage Königin Victoriaberg wird nun vom Weingut Flick übernommen.


.

Tags (Schlagworte):

© Thomas Günther / weinverkostungen.de
Das Urheberrecht gilt auch im Internet: Verlinken und Zitieren erlaubt, Kopieren verboten.
Weingut Hupfeld Hochheimer Königin Victoriaberg

 

2 Kommentare zu “Weingut Hupfeld Hochheimer Königin Victoriaberg”


  1. derUltes
    Samstag, 2. Mai 2009 13:57
    1

    Ein 08er rheingauer Riesling mit zu geringer Säure? Scheint mir sehr ungewöhnlich zu sein für den Jahrgang. Schade, kenne den Wein eigentlich als ganz ordentlich.


  2. weinverkostungen.de
    Montag, 4. Mai 2009 15:35
    2

    Mir kam das so vor. Aber mein Urteil ist ja gar nicht vernichtend. Ich habe nur schon einige bessere Rieslinge dieser Preiskategorie aus dem Rheingau des Jahrgangs 2008 verkostet. Und ehrlich gesagt braucht man sich mit so einer Geschichte und einem derartigen Etikett nie Sorgen um die Zukunft des Weingutes machen.