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Weinverkostung Südtirol: Blauburgunder und Lagrein

Weinverkostung Südtirol Blauburgunder und LagreinEbenso wie bei den weißen Weinen aus Südtirol war auch bei den roten Rebsorten ein recht gemischtes Bild zu sehen. Dabei schnitten die Rotweine der Rebsorte Lagrein im Durchschnitt etwas besser ab, als die Blauburgunder aus Südtirol. Positiv hervorhebenswert sind besonders die Kellerei Tramin, die Kellerei Terlan und das Weingut Weingut H. Lentsch jeweils mit ihrem Lagrein. Der bei der Verkostung angestellte Blauburgunder von der Kellerei St. Michael Eppan ist ebenfalls empfehlenswert.

Blauburgunder

Peter Zemmer Südtiroler Blauburgunder DOC “Peter Zemmer” 2007
Klares Rubinrot, frische Kirsche mit etwas Pflaume und Minze in der Nase, am Gaumen rund fruchtig, in der Länge etwas dünn.
82

Elena Walch Südtiroler Blauburgunder DOC 2008
Klares Rubinrot, leicht kompottige Nase, die etwas an Spätburgunder aus Baden erinnert, am Gaumen erst etwas süßlich, bis Raucharomen die mittlere Länge bestimmen.
82

Erste und Neue Südtiroler Blauburgunder DOC “Mezzan” 2008
Helles und klares Rubin- bis Zeigelrot, Sauerkirschen in der Nase, süß am Gaumen mit dezenter Vanille, harmonische Länge.
84

Weinverkostung Südtirol Blauburgunder und LagreinKellerei Kurtatsch Südtiroler Blauburgunder DOC “Glen” 2007
Klares Rubinrot mit leicht bräunlichen Einfärbungen, duftige jedoch auch leicht alkoholische Nase, Sauerkirsche mit Bitterstoffen am Gaumen, bleibt so.
81

Kellerei St. Pauls Südtiroler Blauburgunder DOC “Luziafeld” 2007
Rubin mit ziegelrotem Rand, Rosinen in der Nase, Würze am Gaumen mit kräutrig-süßen Aspekten.
82

Kellerei St. Michael Eppan Südtiroler Blauburgunder DOC Riserva 2007
Helles klares Rubinrot, leiche Frucht, am Gaumen runde Kirsche mit leichter Würze im Hintergrund.
86

H. Lun Südtiroler Blauburgunder Riserva DOC “Sandbichler” 2007
Helles Rubin- bis Ziegelrot, dezente Würze in der Nase mit leich durchscheinenden Alkohol, am Gaumen schöne Frucht und dezente Säure, bleibt angenehm stehen.
85

Köfelgut Südtirol Vinschgau Blauburgunder DOC “Fleck” 2006
Rubin mit leichten Eintrübungen, fruchtige Kirsche in der Nase, am Gaumen kräuftig mit Rauch und vielem was nicht so angenehm ist.
78

Lagrein

Klosterkellerei Muri Gries Südtiroler Lagrein DOC 2009
Dunkles purpur, dunkle Waldfrucht mit Unterholz in der Nase, angenehm fruchtig am Gaumen mit runder Länge.
84

Kellerei Andrian Südtiroler Lagrein DOC “Rubeno” 2009
Dunkles Rubin, Pflaume in der Nase, zweite Nase etwas parfümiert mit durchscheinendem Alkohol, kräftig am Gaumen mit Intensität.
86

Kellerei Terlan Südtiroler Lagrein DOC 2009
Violett bis Purpur im Glas, Schokolade mit eingelegten Früchten in der Nase, am Gaumen kurz metallisch, birngt dann dunklen Kakao und etwas Bitterschokolade.
83

Pfannenstielhof, Johannes Pfeifer Südtiroler Lagrein DOC 2009
Dunkelrubin, Veilchen mit Pflaumen, Schokolade rund mit Frucht, ausgewogen und wenig Ausdrucksstark bis in die längere Länge.
84

Griesbauerhof, Mumelter Georg Südtiroler Lagrein Riserva DOC 2007
Dunkles Violett, wuchtige Nase, leicht alkoholisch in der zweiten Nase, am Gaumen etwas altbacken.
81

Weinverkostung Südtirol Blauburgunder und LagreinLarcherhof Südtiroler Lagrein DOC 2008
Trüb Rubin, Kräuter mit dezenter Kirsche, holzig und leicht bitter am Gaumen, bleibt etwas unangenehm stehen.
79

Weingut H. Lentsch Südtiroler Lagrein DOC “Morus” 2005
Trübes purpur, süßlich mit Mon-Cherry-Kirschen in der Nase (nur ohne Alkohol), frischer Gaumen an dem diese Kirsche angenhem wieder, kommt aber auch etwas als Sauerkirsche erscheint, mittlere Länge.
87

Schmid Oberrautner Südtiroler Lagrein DOC “Villa Schmid” 2007
Trübes Rubin mit braunen Reflexen, fruchtige Nase mit Kirschen und etwas Alkohol, herausshenede Säure, die vanillig in den Nachhall überleitet.
82

Kellerei Bozen Südtiroler Lagrein Riserva DOC “Prestige” 2007
Violett, Veilchendurft, runder Gaumen mit dezenter Schokolade und angenehm harmonischer Länge.
87

Kellerei Tramin Südtiroler Lagrein DOC “Urban” 2007
Dunkel mti violettem rand, frische angenehm fruchtige Nase mit Beerenfrüchten, oppulenter Gaumen mit Cassis und dunkler Fruchtaromatik, die in der Lange angehem stehen bleibt.
88

Stiftskellerei Neustift Südtiroler Lagrein DOC “Praepositus” 2006
Exrtem dunkel, Unterholz in der Nase, frische Frucht am Gaumen, die leicht Bitterstoffe mitbringt, mittlere Länge.
81

Loacker Südtiroler Lagrein DOC “Gran Lareyn” 2007
Dunkel rubin bis violett, frische Frucht, holzig am Gaumen.
82


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Weinverkostung Südtirol: Blauburgunder und Lagrein

 

5 Kommentare zu “Weinverkostung Südtirol: Blauburgunder und Lagrein”


  1. ralf
    Mittwoch, 26. Mai 2010 17:23
    1

    Hallo Thomas,

    uneinheitlich empfinde ich das Bild, vorallem bei der getroffenen Auswahl, nunmal nicht.

    Bei den Blauburgundern ist ausser der KG St. Michael-Eppan kein Betrieb am Start, von dem ich schon mal einen wirklich guten, bzw. überzeugeneden im Glas hatte.

    Bei den Lagrein ein ähnliches Bild, bei dem mich einzig die Mumelter Riserva und Loacker etwas ‘irritiert’.


  2. weinverkostungen.de
    Montag, 31. Mai 2010 23:42
    2

    Hi Ralf,
    ich würde zwischen den Erzeugern und den einzelnen Weinen schon deutlich differenzieren. St. Michel-Eppan, Kellerei Tramin, Loacker, Terlan, Klosterkellerei Muri Gries, Kellerei Kurtatsch, Kellerei St. Pauls, Elena Walch und Erste und Neue haben schon eine gewisse Bedeutung in der Weinwelt von Südtirol. Vor dem Hintergrund hat leider nicht jeder dieser Erzeuger mit dem jeweiligen Wein überzeugen können.

    Und was nach meinen Verkostungsergebnissen irritiert, dass der Preis einer Flasche dieser Weine aus Südtirol kaum einen Zusammenhang mit seiner Qualität hat. Die günstigsten Weine kamen immer zu erst. Daran hab ich mich aber beim Verkosten nicht gehalten. Die Weine waren ja innerhalb der Rebsorte nicht nach Geschmacksintensität, Restzucker oder ähnliches sortiert.


  3. ralf
    Montag, 7. Juni 2010 12:03
    3

    Hallo Thomas,

    ich glaube, um nicht missverstanden zu sein, muss ich mich nochmals prezisieren.

    Blauburgunder:
    Bei den verkosteten Weinen sind m.M. nach keine ausgesprochenen Blauburgunder-Spezialisten mit dabei. Verkostet wurden unter als Lieferanten guter Qualitäten die KG St. michael-Eppan, die über gute Lagen und entsprechendes Know-how verfügen, als auch die Privatkellerei H.Lun, die inzwischen im Besitz der, soweit ich weis, KG Girlan, ist und mit deren Lieferanten assoziert ist, für Girlan als Blauburgunderproduzent gilt gleiches wie für KG St. Michael-Eppan: gut, und in manchen Jahren sehr gut. Die anderen verkosteten Kellereien: Zemmer, KG St. Pauls, Elena Walch, E&N, KG Kurtatsch, Köfelgut – dies sind nun mal keine ausgewiesenen Blauburgunder Spezialisten, von denen man ausergewöhnliches erwarten kann, auch wenn hier mit Elena Walch ein namhfter Erzeuger dabei ist.
    Bei Blauburgunder haben m.M. andere ‘die Nase vorn’: Hofstätter, Haas, Haderburg, Niedrist, Strobelhof, Gottardi u.a.

    Lagrein:
    Für die Lagrein gilt ähnliches. Wobei die von dir verkosteten Basisqualitäten (nicht die Riservas) mit 84 -86 Punkten recht gut abschneiden. – Was mich irritiert waren eben niedrige Punkte für die Riservas von Mumelter und Loaker, sowie eigentlich auch für Neustift – hier sollten sich eben nebst dem Preis auch deutliche Qualitätsunterschiede zu den Basisweinen zeigen.

    Was mich aber fast schon nicht mehr irritiert, ist, das der Preis einer Flasche Wein nicht zwangsläufig mit der Qualität des Inhaltes korreliert.
    Das gilt m.E. nicht nur für Südtirol. Im Grunde nehmen die Erzeuger stets auch Preise fürs Renomee, nicht nur für die vermeintliche Qualität – weltweit.


  4. boris maskow
    Samstag, 19. Juni 2010 09:23
    4

    @ralf,
    der spätburgunder pigeno 2007 vom stroblhof war auch in der verkostung und stach deutlich heraus.


  5. ralf
    Montag, 21. Juni 2010 12:19
    5

    @ boris

    Kann ich mir gut vorstellen, das der Strobelhof Pigeno herausstach (hoffentlich positiv ;-)). Der Strobelhof hat die letzten Jahre eine richtig gute Serie beim Blauburgunder hingelegt – was z.T. auch an der neu angeschaften Kellertechnik liegen mag – ist aber auch in gewisser Weise ein Spezialist, dessen Liebe dem Blauburgunder gilt.