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Frescobaldi Nipozzano Reserva Chianti Rufina

Das Anbaugebiet Chianti Rufina besitzt einen sehr guten Ruf, auch wenn dieser in der letzten Zeit etwas gelitten hat, bzw. von dem Gebiet Chianti Classico verdrängt wurde. Nipozzano aus dem Weinhaus Frescobaldi bewirtschaftet dort 184 Hektar Rebfläche. Im Nipozzano Reserva werden 90% Sangiovese, 10% Canaiolo Nero und Cabernet Sauvignon verwendet. Der Nipozzano Riserva wird 6 Monate in Barriques und 16 Monate im Holzfaß gelagert. Bevor dieser Chianti Rufina in zum Endverbraucher gelangt, reift er 8 Monate in der Flasche.

Der Nipozzano ist extrem dunkel im Glas. Der Wein riecht leicht süßlich. Natürlich ist dieser Chianti trocken. Die Säure setzt kraftvolle Impulse. Der Nachhall ist von frischer Sauerkirsche geprägt. Also so wie wenn man sie frisch vom Baum pflückt. Zudem ist da noch etwas Kakao. Das Dekantieren tut dem Nipozzano sehr gut. Dabei werden die intensieven Säurenoten etwas an den Rand gedrängt und der Wein gewinnt einen schönen Cassiston hinzu. Ich finde den 2005er Nipozzano Reserva von Frescobaldi jetzt noch etwas jung. Ich kann mich an eine Verkostung dieses Weins aus dem Jahr 2003 vor ca. einem halben Jahr erinnern, bei der mir dieser einen wesentlich harmonischeren Eindruck machte. Mehrere Jahre Lagerfähigkeit sind garantiert.

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2 Gedanken zu „Frescobaldi Nipozzano Reserva Chianti Rufina“

  1. Sehr interessant, Chianti Rufina kannte ich noch nicht. Jetzt wäre ich noch auf den Unterschied zwischen Barrique und Holzfass gespannt.

  2. Holzfass ist eine Oberkategorie. Unter Brrique versteht man jedoch recht kleine Fässer aus französischer Eiche. Die ist feinporiger als anderes Holz. Amerikanische Eiche ist z.B. grobporig und hinterlässt Vanillenoten. Deswegen wird der amerikanische Whisky auch Bourbon genannt.

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