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Frontal 21 Kunstkäse

Das ist wirklich nicht appetitlich und hat nichts mit Genuss zu tun: Kunstkäse. Gemeint damit ist ein Produkt, welches dem Käse ähnlich ist, jedoch eigentlich gar kein Käse ist. Kunstkäse wird häufig auch Analogkäse oder Pseudokäse genannt. Dieser Käseersatz wird von der Industrie aus einer Mischung von Palmöl, Stärke, Milcheiweiß und Salzen sowie Geschmacksverstärkern hergestellt. Es gibt Gerüchte, nach denen inzwischen 70% dessen was der Kunde als Käse auf Fertigpizzen vermutet, gar kein Käse ist.

Generell sind Fertiggerichte häufiger Einsatzort für Kunstkäse. In der Gastronomie wird er ebenso verwendet. Derzeit existiert keine Kennzeichnungspflicht für Kunstkäse. Es gibt ihn in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Konsistenz: So kann man Kunstkäse als Parmesan, Emmentaler oder auch Mozzarella herstellen. Sein Preis liegt im Schnitt 30% unter dem echten Käse. Auch als Schmelzkäse, oder Toastkäse wird dieser Kunstkäse eingesetzt. In Frontal 21 wird heute Abend über dieses unappetitliche Thema berichtet.

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7 Gedanken zu „Frontal 21 Kunstkäse“

  1. Das ist ja interessant.Ich habe nie vorher über diese “Käse” gehört.Gut zu wissen.Danke für den Artikel:)

  2. Hallo Paul.
    Am besten vergisst Du diesen NeppKäse gleich wieder, denn das ist Betrug am Kunden. Der Kunde glaubt er bekommt echten Käse und dann bekommt er so eine Pampe aus Palmöl, Farbstoffen und Aroma. Im HomeDelivery Bereich wird so etwas schon lange eingesetzt aus reiner Profitgier. Mann braucht für das Produkt viel weniger, aber es sieht genau so aus weil es besser verläuft.
    Vorteil der Kunde kann davon mehr essen und wird öfters bestellen. Also reine Profitgier.
    Trotzdem, es ist nicht ok. Wenn man gutes Geld für das Produkt bezahlt, dann sollte man auch die bezahlte Qualität bekommen.
    Hier muss eindeutig eine Deklarierungspflicht her, auch für gemischten Käse.
    In diesem Sinne lass die Finger davon.

  3. Es gibt eine Deklarationspflicht – nur die meisten Leute sind zu doof und/oder zu faul in die Zutatenliste zu suchen (ja sie ist oft sehr sehr klein) und zu lesen was in ihrem Essen ist.
    Ich muss jedoch zugeben, dass ich den Beitrag von Frontal21 nicht gesehen habe.

  4. Ob Analogkäse oder Gentomaten es spielt doch keine Rolle, die Hauptsache ist die Lebensmittelindustrie treibt Ihren Profit nach oben. Als es vor gut 50 Jahren losging, das die ersten künstlichen Konservierungsstoffe eingesetzt wurden, legten Sie Höchstmengen fest, Fazit Heute: Vermehrter Haarausfall, verminderte Spermienbildung! Weiter so, dann braucht es bald gar keinen Käse mehr in den Industrienationen…

  5. @Maria:
    Das Problem mit der Deklarationspflicht ist, dass viele Leute das besser gar nicht wissen wollen, was da drin ist. Und bei der Schnell-Gastronomie ist mir das noch nie aufgefallen, dass da was stand. Bin mir aber sicher Kunstkäse schon unwissendlich verzehrt zu haben.

    @Stefan:
    Ich würde diese Entwicklung gar nicht kulturpessimistisch deuten. Was seit einigen Jahren passiert, ist viel drastischer. Die Bevölkerung scheint sich aus meiner Sicht aufzuspalten in diejenigen, die sich gesund, ökologisch und recht teuer ernähren und Leute die billig und ungesund essen. Man sollte doch berücksichtigen, dass Teile der Kostenersparnis beim Kunstkäse an den Konsumenten weiter geleitet werden. Aber wo ist noch Spass und Freude am Genuss?

  6. Dieser Analogkäse ist uns schon lange bekannt und zeigt nur die Spitze des Eisberges. Während es in Deutschland ein Reinheitsgebot fürs Bier gibt, wo nur natürliche Zutaten eingesetzt werden dürfen – also keine Amylase aus der Fermentation von Schimmelpilzen, sondern nur die Amylase aus der Keimung des Malzes, gibt es beim Käse keine Beschränkungen. Hier werden z.B. statt Naturlab mikrobielle Enzyme (ähnlich den Waschmittelenzymen) eingesetzt, da diese im Einkauf billiger sind. Das Ergebnis ist dann vermehrtes Auftreten von Bitterkeit im Geschmack. Angeblich fordern die Einkäufer der Supermärkte, dass diese Enzyme verwendet werden. Die vordergründige Argumentation dafür ist dann, dass dieser Käse auch für Vegetarier geeignet ist ………

  7. Ich muss an dieser Stelle leider sagen: Ich sehe im Kunstkäse kein Problem. Ganz im Gegenteil: Wer immer die günstigste Pizza essen will bekommt doch im Grunde nur, was er möchte – Es schmeckt wie Pizza und kostet nicht viel.
    Sicher: Kunstkäse darf kein “Imitat” sein, sondern muss vom Verbraucher von Käse zu unterscheiden sein, aber es kommt doch nicht von weit her, dass es zu solchen Täuschungen kommt. Hier sieht man doch nur ein weiteres Beispiel an dem man sehen kann, was passiert, wenn man für Essen nicht den gerechten Preis zahlen will.
    Überhaupt finde ich die extrem abschätzige Darstellung des Analogkäses volkommen ungerechtfertigt. Das er nicht aus Milch hergestellt ist, bedeutet doch nicht, dass er schlechter, ungesünder oder gar ekelerregend ist. Als Vegetarier und angehender Veganer stört mich die Kennzeichnugslücke im übrigen vor allem desshalb, weil ich Analogkäse geziehlt kaufen würde, wenn ich ihn im Laden auch als solchen erkennen würde. Denn klar ist: Ein Analogkäse ist recourssenschonender, günstiger und ohne oder mit weniger Tierleid herzustellen und im Geschmack offensichtlich sehr ähnlich, ist doch eigentlich eine positivnachicht wert, oder?

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