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Jahrgangsverkostung beim Großen Ring

Foto: Thomas Günther(Moselexkursion 2008 #10) Am Mittwoch fand die Jahrgangsverkostung des Großen Rings des VDP in Trier statt. In der Reichsabtei St. Maximin präsentierten 51 Weingüter ihre Jahrgänge 2007. 19 Weingüter waren von der Mosel, 11 von der Saar, eins von der Ruwer und 20 aus der Pfalz. Die Pfälzer Winzer aus dem VDP waren zu Gast in Trier, da der VDP-Pfalz dieses Jahr – ebenso wie der VDP Mosel – sein 100jähriges Bestehen feiert. Der Schwerpunkt lag besonders bei den Weinen aus dem Anbaugebiet Mosel auf dem Riesling. Zeitweise gab es eine klassische Musikbegleitung. Hervorhebenswert war auch das – trotz der hohen Außentemperaturen – gute Raumklima. Zur Verkostung wurden kleine Häppchen gereicht.

Foto: Thomas GüntherReger Betrieb war am Stand vom Weingut Heymann-Löwenstein. Löwenstein begeisterte mit mehreren Ersten Gewächsen. Dabei probierte ich den 2006er Röttgen, den 2006er Uhlen und den 2006er Uhlen Roth Lay. Erstaunlich wie es der Winzer schafft derart Aussagestarke und jeweils eigenständige Weine zu erzeugen. Schade, dass diese Weine jedes Jahr schnell vergriffen und im Fachhandel nur schwer zu finden sind. Nach dieser Verkostung ist verständlich, dass diese Rieslinge so früh ausverkauft sind.

Foto: Thomas GüntherZu Gast auf der Jahrgangsverkostung des Großen Rings waren VDP-Weingüter aus der Pfalz. Hierbei fielen besonders das Weingut Georg Mosbacher und das Weingut Ökonomierat Rebholz mit ihren Rieslingen positiv auf. Auf eine Verkostung des 2005er Idig vom Weingut A. Christmann hatte ich mich sehr gefreut gehabt. Dieser Wein enttäuschte mich aber etwas. Dabei hatte mir der 2007er Gutswein (wie hier beschrieben) sehr gut gefallen. Da der Idig das Erste Gewächs gekennzeichnet ist und auch von anderen Autoren sehr hoch gelobt wurde, waren meine Erwartungen auch dem entsprechend.

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3 Gedanken zu „Jahrgangsverkostung beim Großen Ring“

  1. Hallo Thomas,

    auch mich hat der 2005 Idig -GG- bei der Präsentation etwas entäuscht. Er wirkt etwas platt und unstrukturiert und auch bereits recht reif? Flaschenfehler, tiefschlaf, oder entwickeln sich die “Idig´s” vielleicht wirklich so rasch? Zu hoffen wäre es nicht, denn ich denke das sich eine Menge Kunden diesen Wein in den Keller gelegt haben um ihn reifen zu lassen… . Ich würde empfehlen mal eine Flasche aus dem Keller zu holen und selber zu probieren, wie es momentan um den Wein steht. Derweil kann ich einen anderen Wein von Christmann aber empfehlen, der sich sich gerade “saugut” trinken lässst und zwar den 2007 Köngisbacher -SC-.

    Gruß

    Marc

  2. Hi Marc,
    schön, dass ich da mit meiner Ansicht nicht alleine bin. Es ist ja immer etwas gewagt bei den bedeutenden Weingütern öffentlich Kritik zu üben. Ich finde es aber generell notwendig. Ich habe mir zum Idig 2005 GG notiert: goldig, kräftige Frucht, erste Reife. Wenn ich mich richtig erinnere war es jedoch keine firnige Reife, wie man sie bei älteren Weinen kennt, sondern eher eine breite Frucht alla Barrique-Chardonnay. Da hat mir auch noch etwas Säure gefehlt. Enttäuscht war ich, da dieser Wein bei fast allen Punktbewertungen bei ca. 90 Punkten steht. Und mir gefällt der Gutswein 2007 tatsächlich besser. Den 2007er Königsbacher -SC- werde ich mir auch mal besorgen und verkosten.

    Viele Grüße
    Thomas

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