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Pommard

Pommard ist eines der Denkmäler im Burgund. Dabei verbirgt sich hinter diesem Begriff wie so häufig nur ein Ort im Burgund. Pommard kommt es dabei sehr zu gute relativ viel Menge produzieren zu können. Im Burgund ist eine ausreichende Marktversorgung häufig schon ein Selbstläufer. Denn wenn man den Wein- ähhhhm Ortsnamen häufig genug hört oder in Geschäften sieht, denkt man, dass es ganz ordentlich ist. So war ein Supermarkt um die Ecke so mutig einen Pommard abgefüllt von Michel Picard ins Regal zu stellen. Wenn man informiert darüber ist, dass der durchschnittliche Preis pro Weinflasche in solchen Märkten bei ca. 2 Euro liegt, ist es durchaus gewagt eine solche Flasche für 20 Euro dort ins Regal zu stellen. Ich frage mich schon wie viele Flaschen für 1,49 dort nun gekauft werden müssen, um meine kauf statistisch zu kompensieren.

Doch zum Pommard: Eigentlich versuche ich seit einiger Zeit meinen Konflikt mit dem Burgund beizulegen. Im weißen Bereich machen mir die schweren Chardonnays zu schaffen. Bei den Spätburgundern treffe ich zu häufig auf kräftige Säure. Bei diesem Pommard des Jahrgangs 2005 sollte das eigentlich nicht so schlimm sein. Der Wein bringt ein helles Rot mit leicht braunen Reflexen ins Glas. Der Geruch ist rund mit fruchtigen Anflügen. Im Mund zeigt sich der Pommard leider in einem kreidigen Eindruck. Das ist wie in der Schule, wenn man die Tafel mit einem trockenen Schwamm auswischen musste. Etwas unangenehm! Also rein in den Dekanter und einfach mal schauen was passiert. Nach einer Stunde ist der Pommard etwas freundlicher zu mir. So ganz ist die Kreide aber nicht weg. Evtl. bin ich nicht genug Masochist für diesen Rotwein für 20 Euro.

Michel Picard Pommard
Frankreich – Burgund – Pommard
Erzeuger: Michel Picard
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13%
Jahrgang: 2005
Einkaufspreis: 20 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Supermarkt

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Ein Gedanke zu „Pommard“

  1. Bei solchen Weinen ist es natürlich, sehr schwierig einen absolut sauberen zuverlässigen Wein zu finden( Glückspiel),zumal dieser von einem Negociant(Weingroßhändler)kommt, was aber nicht heißt das es schlecht sein muß ( eben Glückstreffer).Nur würde ich eher solche Weine bei einer zuverlässigen Domaine einkaufen.Pommard steht nicht gleich für Qualität und dieser Wein kommt aus jungen Rebbeständen und einfacheren Böden(Village-Lagen). Es gibt hier sicherlich bessere Alternativen fürs Geld, wie beispielsweise: Mercury,Morey St.Denis,Haute Cote de Beaune, Haute Cote de Nuits die schon jung zu trinken,viel Spass machen und preisgünstiger sind. Ich rate hier eher in einen gut gereiften Pommard Premier Cru zu investieren, kostet zwar um die 35 Euro(Francois Buffet) , ist aber dann sicher keine Enttäuschung.Etwas tiefer in den Geldbeutel muß man schon eher für Weine von Jean Marc Boillot greifen(Top Domaine für Pommards). Einen 1990 Pommard Premier Cru den ich vor Jahren zu einem tollen Essen kredenzte, ist mir heute noch zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden.Es ist ist auf jeden Fall eines sicher, es ist leichter einen guten Bordeaux für kleines Geld zu finden, als einen Burgunder.

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