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Robert Mondavi gestorben

Am 16.05.2008 ist Robert Mondavi gestorben. Er gilt als der Pionier im kalifornischen Napa Vally. Kaum ein anderer Weingutsbesitzer hat so stark den Weinbau in Kalifornien geprägt. Robert Mondavi wurde als Sohn italienischer Einwanderer 1913 geboren. 1943 erwarb er mit seinen Bruder die Charles Krug Winery (40 Hektar) im Napa Vally. Während Robert Mondavi für die geschäftlichen Dinge zuständig war, arbeitete Peter Mondavi als Weinmacher. 1966 zerstritten sich die Brüder. Aus seiner Entschädigung baute er die Robert Mondavi Winery auf. Sein Erfolg war begünstigt durch das Ende der Prohibition in den USA. Weiterhin führte er die Temperaturkontrolle bei der Gärung ein und benutzte kleine Eichenfässer, die er in Europa kennen gelernt hat.

Im Nappa Vally wurden ca. 5 Millionen Flaschen Wein abgefüllt, die aus 1.300 Hektar Rebfläche stammen. Zudem hatte Mondavi viele Beteiligungen. Neben den 50% beim Prestige-Wein Opus One gab es auch Anteile in Italien und Chile. An der Familie, die nach dem Ausscheiden von Robert Mondavi die Firma weiter betrieb, wurde häufiger kritisiert, dass sie durch das internationale Engagement die Qualität der Produktion in Kalifornien vernachlässige. Seit den 90er Jahren wurde aus dem Familienbetrieb eine Aktiengesellschaft. Nach finanziellen Problemen wurde das Unternehmen 2004 für über eine Milliarde Dollar Constellation Brands verkauft. Robert Mondavi ist 94 Jahre alt geworden. Erst im letzten Jahr war Ernest Gallo mit 97 Jahren gestorben.

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