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Ribera del Duero: Bodegas Portia Ebeia 2009

Samstag, 27. November 2010

Ribera del Duero: Bodegas Portia Ebeia 2009Seit den 1980 Jahren findet ein regelrechter Boom um das Anbaugebiet Ribera del Duero statt. Dort feiert sich die Badegas Portia als neuen Stern am Himmel. Das Weingut wurde von dem Stararchitekt Norman Forster entworfen. Es sieht ziemlich stylisch aus und ist nach dem 7. Mond des Uranus benannt. In der Bodegas Portia werden drei Weine erzeugt. Der einfachste davon ist der hier zur Verkostung stehende Ebeia. Der Portia und der Portia Prima sind die beiden höherwertigen Rotweine. Bei der Bodegas Portia nutzt man die modernen An- und Ausbaumethoden. Der Ebeia wurde vier Monate in amerikanischer Eiche ausgebaut.

Der Ebeia zeigt sich mit dunkler Farbe und violettem Rand im Glas. In der Nase sind Veilchen und Dörrobst. In der zweiten Nase dieses Rotweins der Bodegas Ebeia kann man reife und süße Kirschen erkennen. Der Gaumen ist eher leicht geprägt mit dezenten dunklen Beeren. Der Nachhall ist weich und rund. Nach einiger Zeit entwickelt sich der Ebeia von der Bodegas Portia. Er wird am Gaumen wesentlich voller und bekommt dort eine sehr angenehme fast schon kompottige Frucht. Dieser Wein aus Ribera del Duero ist eher filigran und man kann nichts von dem Navarra-Stall hier finden. Die Bodegas Portia scheint tatsächlich ein neuer Stern am Himmel von Ribera del Duero zu sein. Der hellste Stern ist es allerdings nicht.

Bodegas Portia Ebeia Roble 2009
Spanien – Ribera del Duero
Erzeuger: Bodegas Portia
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13%
Jahrgang: 2009
Einkaufspreis: 7,00 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Supermarkt

Bracamonte Tempranillo Roble

Sonntag, 21. September 2008

Bracamonte Tempranillo RobleNun gibt es den Bracamonte Tempranillo Roble. Gerade jetzt wo es wieder kälter wird passt das meistens ganz gut. Natürlich wäre man gerne in Spanien. Auch auch ein roter Wein aus diesem Land könnte etwas Sonnenschein bringen. Das dachte ich jedenfalls beim Kauf dieses Roble Tempranillo aus dem spanischen Anbaugebiet Ribera del Duero. Dieser 100%ige Tempranillo stammt von der Grupo YLLERA. Er wurde 6 Monate in Barriquefässern ausgebaut. Diese bestehen jeweils zur Hälfte aus amerikanischem und französischem Holz. Danach folgte eine Flaschenreife von mindestens 6 Monaten.

Bracamonte Tempranillo Roble verkostet

Der Bracamonte Tempranillo Roble ist extrem dunkel im Glas. Sein Geruch ist leicht muffig. Dieser Wein ist sehr trocken und bringt wenig Säure mit sich. Feinwürzig zeigt sich dieser Rotwein von der Grupo YLLERA am Gaumen. Etwas Vanille ist wahrzunehmen. Dieser Rotwein ist samtig weich. In der Flasche setzten sich relativ viele Schwebestoffe unten ab. Das ist kein Weinstein, sondern irgendetwas anderes. Es ist ein seltsames Depot, da dieser Bracamonte ja noch relativ jung in der Flasche ist. Insgesamt ist dies also ein gemischtes Urteil. Für 10 Euro gibt es sicherlich auch einige bessere Wein. Gerade das Gebiet Ribera del Duero hat da einies wirklich schmackhaftes in diesem Preissegment zu bieten.

Bracamonte Tempranillo Roble
Spanien – Ribera del Duero
Erzeuger: Grupo Yllera
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13,5%
Jahrgang: 2006
Einkaufspreis: 10,00 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Fachhandel

Trivento Tribu Malbec Mendoza

Montag, 5. März 2007

„Lange bevor die Spanier den Weinbau nach Argentinien brachten, bereiteten die Ureinwohner (Tribu) ein berauschendes Getränk aus Früchten als Ritual der Verbundenheit. Dessen Genuss gehörte damals zu allen Festivitäten und Begegnungen“. So steht es auf dem Rückenetikett der Flasche. Was damit über den Wein ausgesagt werden soll, bliebt ziemlich unklar und ist auch geschmacklich nicht zu erschließen. Dies ist wieder einmal ein Beispiel, wie versucht wird, Folklore zu vermarkten. Nachdem die spanischen Siedler die lokalen Kulturen unterdrückten, bemächtigen sich nun einige Weinhersteller dieser und enteignen die süd- und mittelamerikanischen Ureinwohner ein weiteres Mal, nämlich darin ihre Vergangenheit selbst zu interpretieren.

Jenseits der kulturellen Problematik ist der Wein ganz ordentlich. Er hat eine dunkelrote Farbe. Geschmacklich zeigen sich Tabak und Röstaromen. Diese sind für argentinische Weine relativ üblich. Sie erwecken den Anschein von getoasteten Fässern zu stammen. Ich kann mich an einen sehr günstigen chilenischen Merlot erinnern, bei dem diese Aromen auch schon mal vorhanden waren. Dort führten sie zu einem sehr unharmonischen Geschmacksbild. Bei diesem Malbec ist es aber sehr passend.

Trivento Tribu Malbec
Argentinien – Mendoza
Erzeuger: Trivento Bodegas y Vinedos
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13,5%
Jahrgang: 2005
Einkaufspreis: 4,00 €
Verschluss: Presskorken
Quelle: Fachhandel

Barrique

Sonntag, 4. März 2007

Dies meint ein Eichenfass in dem der Wein gelagert und ausgebaut wird. Ursprünglich wurde unter dem Barrique ein Fass mit 255 Litern aus dem Bordeaux verstanden. Dabei wurde europäische Eiche verwendet. Mittlerweile findet beim so genannten Barriqueausbau auch die grobporigere amerikanische Eiche Verwendung. Wichtig ist dieser Ausbau wegen dem Kontakt des Weins zum Holz. Dabei gehen Duft-, Geschmacks- und Farbstoffe in den Wein über. Dieser Effekt wird bei günstigeren Weinen auch durch Holzchips oder Sägespäne erreicht. Dies ist Folge eines Preisdrucks, bei dem die häufig als zu teuer gesehenen Fässer ersetzt werden. Kritiker dieser Techniken halten diese Methode für problematisch, da hierbei dem Wein Stoffe zugesetzt werden. Die Befürworter meinen, dass die Technik mit den Chips genau das Selbe Ergebnis bringt wie der traditionelle Fassausbau.