WeinRally #2: MustTaste Weiss unter 10 Euro

Der erste Durchgang der Weinrally war mit 18 Artikeln über Weine von der Insel ein voller Erfolg. Nun wurde von vielen Lesern und Schreibern die Ankündigung zur zweiten Runde sehnsüchtig erwartet und im Winzerblog auch schon darauf hingewiesen. Und hier ist sie jetzt.

Es gibt Weine an die man sich gerne erinnert. Manche Weine leben geradezu in der Erinnerung fort. Man kann sie nicht konservieren. Wein reift und altert. Die Flasche wird geöffnet und – wenn alles gut geht – ausgetrunken. Somit ist die ganze Beschäftigung mit dem Wein auch immer eine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit. In den vergangenen Wochen war ständig und überall die Rede vom MustBuy oder MustHave. Das geht mit Weinen nur bedingt.

Einen klasse Wein kann man eigentlich nicht besitzen. Seiner Klasse wird man sich nur im Prozess des Verkostens oder des Trinkens bewusst. Alles was vorher gewiss ist, ist dass was man glaubt zu wissen, eine Vermutung, ein Vorurteil oder dass, was man gehört oder gelesen hat. Und die Verkostung und das Trinken ist schon ein Teil der Beseitigung des Weins. Eigentlich wird dieser Prozess vorher mit dem Öffnen der Flasche und damit der Initialisierung der Oxidation eingeleitet.

Und ein MustBuy gibt es aufgrund fehlender oder zu ignorierender Autoritäten auch nicht. Da hat jeder seine eigenen Vorstellungen. Wo soll dieser Aufruf hinführen? Die Gedanken lagen so im Kopf herum um die zweite Weinrally zu konzipieren. Eigentlich fehlte mir eine so geniale und gradlinige Idee, wie mit den Inseln im ersten Durchgang der Rally von Thomas Lippert formuliert wurde. Gesucht sind nun Weine denen du persönlich das Etikett MustTaste anheften würdest.

Das oben angeschnittene Thema Vergänglichkeit schwingt dabei auch auf einer anderen Dimension mit. „1000 Places to see before you die“, titelt ein Bestseller unserer Tage. Sicherlich, tausend sind viel, hundert auch. Aber wieso sollten wir Blogger nicht ein ansehnliches und buntes Sammelsurium in der Kategorie „Wines to taste (or drink)“ zusammenbekommen? Und dies eben nicht in einer Einigung auf etwas, mit dem dann alle super auskommen, sondern evtl. in einem MostDifferentTasting-Sammelsurium. Menschen sind ja auch verschieden und manche Weine einzigartig. Dabei können diese Weine polarisieren. Es soll also nicht darum gehen, unbedingt einem normierten Geschmack zu entsprechen. Man neigt ja sonnst gerne dazu, wenn man eine Bewertung schreibt, an den Leser und seine Geschmackspräferenzen zu denken.

Es soll sich in den Beiträgen um einen oder mehrere Weine drehen, an den (oder die) du dich gerne erinnerst. Diese Weine können in eine Geschichte eingebunden sein. Müssen es aber nicht. Gut wäre es, wenn sie noch im Handel erhältlich sind. Einige Begrenzungen gibt es aber. Der Wein sollte in der Preiskategorie unter 10 Euro liegen und es sollte ein Weisswein sein. Wir haben jetzt schließlich tatsächlich Sommer.

Noch zwei kleine technische Dinge: Wie im ersten Durchgang dürfen nicht nur „Weinblogs“ mitmachen, sondern es können alle Menschen dabei sein, die schreiben können. Angesprochen sind auch Menschen ohne Blog (kann dann hier veröffentlicht werden). Das Veröffentlichungsdatum der einzelnen Beiträge ist der 14. August. Schon mal einen Knoten in den Flaschenöffner machen!

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