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Meyer-Näkel Spätburgunder

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Das Weingut Meyer-Näkel ist neben den Weingütern J.J. Adeneuer, Kreutzberg und Jean Stodden einer der Spätburgunder-Stars von der Ahr. Berühmt sind die Lagen Walporzheimer Kräuterberg oder Dernauer Pfarrwingert. Doch die Qualität eines Weinguts kann man nicht nur in seinen Spitzen feststellen. Auch die Basisweine (auch wenn das bei 14 Euro pro Flasche kaum noch ein tragfähiger Begriff ist) müssen gut sein und sich nicht nur durch den Namen verkaufen. Daher stand einige Skepsis am Beginn der Verkostung dieses Spätburgunders vom Weingut Meyer-Näkel.

Er zeigt sich im Glas mit einer sehr hellen roten Farbe. In der Nase ist beim Spätburgunder vom Weingut Meyer-Näkel eine kräftige und kräuterige Würze wahrzunehmen. Dabei sind Rosmarien und Lavendel vorhanden. Aber auch etwas Alkohol scheint durch. Im Mund ist der Spätburgunder von Meyer-Näkel samtig. Die Würze ist auch am Gaumen. Dabei setzt sie sich durch und fügt noch etwas Casis hinzu. Pikanter weißer und schwarzer Pfeffer rundet das Bild des Spätburgunders vom Weingut Meyer-Näkel ab. Alle diese extremen Geschmackseindrücke setzen sich bis in den Nachhall fort. Dabei bleiben diese Extreme in sich harmonisch. Wer mal so richtige Würze erleben will, sollte sich diesen Spätburgunder besorgen. Die Intensität ist enorm. Ohne dabei überladen zu sein.

Meyer-Näkel Spätburgunder
Ahr
Erzeuger: Weingut Meyer-Näkel
A.P.Nr: 1 792 159 003 08
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13,5%
Jahrgang: 2007
Einkaufspreis: 14,00 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Fachhandel

Jean Stodden Spätburgunder trocken

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Jean Stodden Spätburgunder trockenJetzt gibt es einen Jean Stodden Spätburgunder trocken. Der Winzer wird als außergewöhnlich und eigensinnig wahrgenommen. Der Wein erscheint im ersten Moment als etwas zu früh geöffnet. Dies gilt obwohl leicht bräunliche Reflexe in dem sehr hellen Rot des Weins erkennbar sind. Wieso meint man eigentlich, dass wenn etwas hell ist, dass dieses nicht Geschmacksintensiv sein kann? In der Beantwortung dieser Fragestellung ist der Misserfolgs von weißer Cola und des Erfolgs des dunkelbraunen Balsamico-Essigs zu sehen. Dieser Wein beweißt, dem von Vorurteilen (im diesem Fall der visuellen) befreiten Gaumen, das Gegenteil. In der Nase erinnert dieser Rotwein von Jean Stodden an den leicht stinkigen Geruch von manchem Spätburgundern aus Baden.

Jean Stodden Spätburgunder trocken verkostet

Im Mund präsentiert sich der Spätburgunder von Jean Stodden in der Abfolge Brombeere, Himbeere und fein gemahlenem weißen oder schwarzen Pfeffer. Luft tut dem Wein in seinem jungen Alter sehr gut. Dadurch wird er etwas runder. Ich mag den Wein, obwohl man lange über die Fragestellung der Preisfindung streiten kann. Auf dem Rückenetikett steht eine Empfehlung zum Essen: Pasta, helles Fleisch und Geflügel. Soweit ganz in Ordnung. Das mit der Pasta ist doppelt gewagt: Zum einen, so etwas auf einen deutschen Wein zu schreiben und zum zweiten hat Pasta kaum einen Eigengeschmack. Da zählt die Soße. Ich habe einfach mal eine Grenze ausgetestet: Arribbiata. Da versagen aufgrund der Schärfe viele Weine. Auch dieser Spätburgunder von Jean Stodden. Die Schärfe lässt den Wein vollkommen entgleisen. Das war zu befürchten. Und das ganze Desaster ereignet sich, nachdem der Wein eigentlich einen sehr guten Eindruck geschaffen hat.

Jean Stodden Spätburgunder trocken
Ahr
Erzeuger: Weinhaus Jean Stodden
A.P.Nr: 1 795 090 19 07
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13%
Jahrgang: 2006
Einkaufspreis: 10,00 €
Verschluss: Silikonkorken
Quelle: Supermarkt