Vereinigte Hospitien Wiltinger Hölle Kabinett feinherb
Das Weingut Vereinigte Hospitien ist eine der Urgesteine im Anbaugebiet Mosel. Man reklamiert den ältesten Weinkeller Deutschlands für sich und baut sehr wahrscheinlich schon seit 1464 Riesling an. Es kann aber auch schon etwas länger sein. Gründungsmitglied des VDP vor 100 Jahren ist man auch. Heute bewirtschaftet das Weingut Vereinigte Hospitien ca. 25 Hektar mit 90% Riesling und dem Rest Burgundersorten. In vielen Ersten Lagen sind Rebflächen vorhanden, wie im Scharzhofberg, im Kanzemer Altenberg oder auch im Piesporter Goldtröpfchen. Die Erste Lage Wiltinger Hölle ist sogar im Alleinbesitz der Vereinigten Hospitien. Die 1,5 Hektar an der Saar bestehen hauptsächlich aus Grauschiefer.Weiterlesen »Vereinigte Hospitien Wiltinger Hölle Kabinett feinherb
Dieser Beitrag kann wieder mal als eine Folge in der Reihe der vergessenen Anbaugebiete gelten. Gaillac gilt als eines der ältesten Anbaugebiete für Wein in Frankreich. Seit über 2.000 Jahren wird hier Weinbau betrieben. Zudem ist die Region recht eigenständig. Seit 1938 existierte eine Gaillac Appellation Controlee, die jedoch auf süßen Weinßwein bezogen war. Die Appellation für Rotwein existiert seit 1970. Erst in den 1980er Jahren verschob sich in Gaillac die Rebsortenverteilung auf Rotweine.
Einige Weine geben einem wirkliche Rätsel auf. So verhält es sich mit diesem Silvaner vom Baron von Crailsheim bzw. dem Fränkischen Weintor. Ich fand ihn in einem Discounter mit vier Buchstaben. Da ich Weine von Baronen immer gerne trinke, griff ich zu. Doch was stellte sich heraus? Der Baron von Crailheim stammt vom Abfüller D-BY-4200. Als Vertrieb ist das Fränkische Weinkontor e.G. angegeben. Das “Fränkisches Weinkontor e.G.” ist gar nicht so bekannt. Normaler Weise haben solche Genossenschaften eine gewisse Bekanntheit; vor allem im lokalen Bereich.
Es gibt immer wieder seltene und seltsame Dinge: Pinot Noir aus Chile. Dabei sind dort mehr als 1.300 Hektar mit dieser Rebsorte bestockt. Eigentlich kennt man Pinot Noir aus dem Burgund oder als Spätburgunder aus Deutschland, besonders aus Baden, von der Ahr und aus einigen hervorragenden Lagen im Rheingau. Doch die angebaute Menge in Chile entspricht ungefähr dem vierfachen der Ahr (neuere Zahlen sprechen sogar schon von 2.300 Hektar, was ca. der Hälfte dieser Rebsorte in Baden entspricht). So musste ich einen dieser Pinot Noir mal probieren.
Pic Saint-Loup gilt als eine der besten Weinbauzonen innerhalb des Coteaux du Languedoc. Diese Appellation in Südfrankreich ist nach dem gleichnamigen Berg benannt, der ungefähr 25 Kilometer nördlich von Montpellier liegt. Am Pic Saint-Loup gibt es im Sommer häufig warme Tage und kalte Nächte. Typische Rebsorten sind Syrah und Mourvèdre. Auch etwas Grenache wächst auf den kalkhaltigen und lehmigen Kieselböden am Pic Saint-Loup. Wie vielerorts in Languedoc und Roussillon arbeiten einige Weinerzeiger in Pic Saint-Loup daran eine eigene Appellation zu bilden.
Das Thema Kellereiweine anerkannter und geschätzter Betreibe hat auch Österreich erreicht. Sicherlich ist der Spagat bei deutschen Prädikatsweingütern im VDP noch etwas größer, wenn diese mit selbem Namen und Logo Grundweine oder Trauben hinzukaufen und vermarkten. Aber auch was bei R&A Pfaffel aus Stetten passiert, ist erwähnenswert. Dort wird der Kellereiwein Austrian Cherry erzeugt.