Weinrallye #44 Teil II: Ogier Rasteau 2009
Nach dem hervoragenden Cotes du Rhone als ersten Beitrag zu Weinrallye #44 werden wir uns nun mit dem 2009er Rasteau von Ogier beschäftigen. Dieser Bereich umfasst rund 750 Hektar. In Rasteau werden hauptsächlich Rotweine erzeugt, die aus mindestens 90% Grenache bestehen müssen. Ogier ist ein sehr großer Erzeuger mit einem riesigen Keller. Sitz ist in Chateauneuf du Pape. Ogier ist einer der bekannten Negociant eleveur an der Rhone. Dies ist ein Händler, der Trauben und Weine ankauft, diese im Keller weiter verarbietet und dann mit den eigenen Namen vermarktet. Der Geschäftszweig hat in Frankreich historisch und aktuell einen wesentlich besseren Stand als die Kellereien in Deutschland. Gerade im hochpreisigen Burgund spielen solche Händler eine wichtige Rolle.Weiterlesen »Weinrallye #44 Teil II: Ogier Rasteau 2009
Heute ist wieder einmal Weinrallye. Es handelt sich inzwischen um den 44sten Durchgang. Als Thema hat
Brouilly ist mit 1.300 Hektar das flächenmäßig größte der 10 Cru des Beaujolais und zählt zugleich zu einem der Bekanntesten. Hier werden noch ca. 15% der Weine von kleinen Erzeugern vermarktet. Etwas ganz anderes ist Joseph Drouhin. Diese Firma ist eigentlich im nahen Burgund beheimatet und besteht inzwischen in der 4. Generation. Joseph Drouhin vermarktet Weine aus ca. 90 Appellationen. Neben dem Burgund kommt ein sehr geringer Anteil stammt aus dem Beaujolais, so wie dieser Brouilly. Ganz interessant, dass das Beaujolais auf dem Frontetikett gar nicht erwähnt wird, sondern nur der Firmensitz in Beaune. Die Böden in Brouilly bestehen aus Granit und Schwemmsand. Natürlich ist die verwendete Rebsorte – ganz typisch im Beaujolais – der Gamay.
Wein von Aldi ist immer ein schwieriges Ding. Soll man über diesen Vertribsweg überhaupt etwas schreiben? Ich frage mich das jedes Mal. Eigentlich haben die Billigheimer immer nur ein Argument: Der Preis. Um auch mal etwas teureres verkaufen zu können, muss dann Barolo oder ähnliches auf dem Etikett stehen. Beim Pries von 6,49 Euro muss man sich fragen, ob es nur ein Barolo der Form nach ist. Wobei auch die Abfüllung in eine Bordeaux-Flasche eher ungewöhnlich ist.
Der Rosso di Montalcino steht immer etwas im Schatten des Brunello. Manche Verkoster lassen ihn links liegen. Ich finde diese Weine jedoch häufig ganz interessant. Zum einen sind sie etwas fruchtbetonter. Zum zweiten ist der Rosso eigentlich ein guter Einstieg in das Thema Brunello. Der aktuelle Jahrgang 2009 schein mir dabei auch recht gut gelungen zu sein, auch wenn dies noch etwas zu dünn ist, um auf den Brunello-Jahrgang zu schleißen.
Eigentlich kann man überlegen, ob man denn überhaupt etwas zu den Brunello di Montalcino Riserva 2005 schreibt. Der Jahrgang ist hinreichend negativ bewertet worden