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Archiv für Oktober, 2007

Chateau Lynch-Bages

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Foto: Thomas GüntherNur noch wenige Tage und die 2005er Klassifizierten Bordeaux kommen in den Handel. Da werden auch schon die ersten Preise bekannt. Und es zog mir fast die Schuhe samt Socken aus, als ich sah was der 2005er Chateau Lynch-Bages kosten wird. Ein Händler veranschlagt knappe 90 Euro. Ich dachte dies wäre ein Einzelfall. Doch weit gefehlt. Ein anderer möchte sogar über 100 Euro haben. Das ist ein Fünftes Gewächs! Sicherlich eine Ausnahme in dieser Kategorie. Aber der Preisanstieg grenzt doch fast an Wahnsinn. Die letzten Jahrgänge (2002, 2003 und 2004) konnte man, wenn man etwas gesucht hat, für um die 50 Euro bekommen. Aber auch die sind schon angepasst worden. Einen 2002er mit niedrigerem Preis habe ich aber gefunden. [mehr…]

BYO = Bring Your Own

Montag, 29. Oktober 2007

BYO ist eine Abkürzung für Bring Your Own. Dies ist in Australien, Großbritannien oder Neuseeland die Möglichkeit eigene alkoholische Getränke in gastronomische Betriebe mitzubringen. Darauf wird meist in Aushängen hingewiesen. Für eine Corkage-Fee (3 bis 5 AUS-Dollar) werden Gläser zur Verfügung gestellt. Hintergrund des Bring Your Own in Australien ist, dass die jeweiligen Restaurants keine Ausschankgenehmigung für alkoholische Getränke haben. BYO entstricht in gewisser Hinsicht dem in Europa üblichen Korkgeld.

Seelachsfilet, Kartoffeln und Soße

Montag, 29. Oktober 2007

Häufig fragt man sich ja wenn man Fisch selbst macht, was für eine Soße dazu passt. Besonders bei nicht-Köchen tauchen solche Fragestellungen auf. Nun soll es Seelachsfilet mit Kartoffeln geben. Ohne Soße währe das ganze etwas trocken. Also muss etwas überlegt werden. Zum Fisch passt Dill häufig sehr gut. Im Fall des Seelachsfilet mit Kartoffeln habe ich mich aber für eine Senfsoße entschieden. Dazu braucht man Butter, Mehl, scharfen Senf; und zum abschmecken Salz, Pfeffer und Zitronensaft. Mit Soßenbinder kann man die Soße etwas andicken. Zum Seelachsfilet mit Kartoffeln ist das prima. Petersilie verschönert die Kartoffeln.

Lenz-Dahm Heinrich

Sonntag, 28. Oktober 2007

Lenz-Dahm ist ein eher traditionell orientiertes Weingut von der Mosel. Rieslinge stehen im Zentrum. Diese sind häufig sehr säurearm und haben einen intensiven Traubengeschmack. Zur Verkostung steht jetzt der „Heinrich“ bereit. Ganze 14% Alkohol hat dieser Riesling. Im Glas zeigt sich eine volle gelbe Farbe. Hinzu tritt ein intensiver fruchtiger Geruch. In diesem herrschen Mango und reifer Pfirsich vor. Der Heinrich ist nicht zu süß trotzdem der Restzucker im halbtrockenen Bereich ist und nur wenig Säure im Hintergrund steht. Der Einfluss von Sauerstoff kommt dem Wein sehr zu gute. Dadurch gewinnt dieser Riesling von Lenz-Dahm an Komplexität. Er blüht dann geradezu auf. Da er durch den geringen Säureanteil um eine von mir sehr geschätzte Spannung zwischen Frucht und Säure beraubt ist, wirkt eine leichte Oxidation sehr belebend. Sie gibt diesem Wein seinen eigentlichen Reiz. Der Heinrich hat einen extrem langen Nachhall mit einer reifen Quitte. [mehr…]

Die längste Nacht des Jahres…

Samstag, 27. Oktober 2007

… steht uns unmittelbar bevor. Einmal im Jahr wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Das ist die kommende Nacht. Da wird die Uhr einmal von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Dadurch ist es die längste Nacht des Jahres. Und der Tag morgen hat 25 Stunden.

Am Korken riechen

Samstag, 27. Oktober 2007

Die Korkproblematik ist ja kompliziert genug. Es gibt aber Menschen die das noch schwieriger machen. Und diese Leute nerven. Sie wollen immer am Korken riechen. Als wenn dies über irgendetwas Aufschluss gibt. Sicher, man kann sehen wie gut er noch in Schuss ist. Bei alten Weinen sind die Korken manchmal durchgeweicht. Sehen tut man jedoch mit den Augen und nicht mit der Nase. Riechen kann man am Korken also nicht. Manchmal riecht er schrecklich nach dem Korkfehler oder sonstwie unangenehm (dadurch blockiert man dann nur seine Geruchsnerven). In einigen Fällen riecht der Korken nach gar nichts. Ab und zu riecht er etwas nach dem Wein. Aber weder kann man dabei den Korkfehler erkennen, noch kann irgendeine Aussage über den Wein getroffen werden. Das gilt so gut wie immer auch bei alten Weinen. Ich vermute, dass das “am Korken riechen” eines der Rituale ist, mit dem die Leute die keine Ahnung von Wein haben, genau das Gegenteil darstellen wollen.