Bordeaux 2009 Vintage
Die Primeur-Woche in Bordeaux ist zu ende gegangen. Dies ist der wichtigste Zeitpunkt zu einer frühen Bewertung des Jahrgangs 2009. “Jahrhundertjahrgang” hört man da, woanders meint ein Händler es wäre ein “brillanter Vintage”. Guy Woodward titelte differenzierter im Decanter und schrieb über Bordeaux 2009 als “spannenden Jahrgang” und über “Unstimmigkeiten über die Qualität”. Da scheint viel dran zu sein. Der Versuch einen Bordeaux-Jahrgang komplett einzustufen, bringt immer Ausnahmen mit sich.Weiterlesen »Bordeaux 2009 Vintage
Der Rosso di Montalcino wird häufig etwas missachtet. Einige Verkoster, die im Februar nach Montalcino gefahren sind, haben diese Kategorie vollkommen ausgespart. Das ist doppelt schade. Zum einen sollte ein Rosso schon die Klasse des Brunello erahnen können. Zum zweiten präsentierte sich der Jahrgang 2008 in Montalcino recht gut. Einige Rosso waren besser als die Brunello aus dem aktuellen Jahrgang 2005. Das gilt selbst innerhalb der Kollektion einiger Erzeuger. Wenn man den Rosso di Monteancino 2008 verkostet, kann man auf einen guten Jahrgang beim Brunello hoffen.
Da es in den letzten Tagen wieder etwas wärmer geworden ist, kann man sich getrost den frischen Weißweinen zuwenden. Und so fiel die Wahl auf den Serra dei Leoni Verdicchio dei Castelli di Jasi Classico aus den noch sehr jungen Jahrgang 2009. Verdicchio dei Castelli di Jasi ist eine DOC in Marken. Wie der Name schon sagt, basieren die Weine dort auf der weißen Rebsorte Verdicchio, wobei auch bis zu 15% anderer Rebsorten verwendet werden dürfen, was bei diesem Wein jedoch nicht der Fall ist. Die Weine sind meist frisch und jung zu trinken.
Nach den
Das Weingut von Albert Gesellmann gehört zu einen der Top-Weinerzeuger aus Deutschkreutz im Weinbaugebiet Mittelburgenland. Auf 90% der ca. 28 bewirtschafteten Hektar werden rote Rebsorten angebaut. Im aktuellen Fallstaff Weinguide hat das Weingut Gesellmann als eins von drei Betrieben aus dem Mittelburgenland 4 Sterne bekommen. Die höchste Kategorie der 5 Sterne wurde für dieses Gebiet jedoch nicht vergeben.
Das in Spanien gelegene Anbaugebiet Ribera del Duero wird wegen seiner konzentrierten Weine geschätzt. Von der Farbe her entspricht dem auch der Valdehermoso aus 2008. Im Glas zeigt er sich in einem dunklen Rubinrot. In der Nase sind bei diesem relativ jungen Rotwein aus Ribera del Duoro florale Noten mit Veilchen im Zentrum. Im Hintergrund ist eine leichte Würze zu riechen. Am Gaumen wirkt der Valdehermoso 2008 recht schwach. Nichts von der Kompexität und Kraft, die ich bei einem Ribera del Duero erwarte. Die Säure ist auf der Zunge prickeld frisch und erweckt sogar den Eindruck einer Teiloxidation. Der Nachhall ist kurz und schmerzlos. Der Händler des Valdehermoso 2008 preist ihn als “Spitzenwein der Kellerei Valderiz, die international für ihre Weine vielfach ausgezeichnet wurde”. Aha, der Joven als Spitzenwein. Spätestens hier hätte ich schon skeptisch sein sollen.