Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007
Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten. Der Riesling stammt vom renommierten Weingut Bassermann-Jordan in der Pfalz.Weiterlesen »Bassermann-Jordan Deidesheimer Paradiesgarten Riesling Kabinett 2007
Mit dem Hause Teruzzi & Puthod verbindet man die Tradition vom Vernaccia di San Gimignano. Hier ist der Weinbau erstmals 1276 erwähnt worden. 1966 wurde dem Vernaccia di San Gimignano der DOC-Status verliehen. Seit 1993 besteht die DOCG. So kann man hier einen der wenigen ernst zunehmenden Weißweine der Toskana mit einiger Tradition sehen. Der Terre di tufi von Teruzzi & Puthod kommt jedoch ganz unscheinbar als Toscana IGT Bianco daher (also als Landwein). Dabei handelt es sich um eines der Spitzenprodukte des Hauses. Teruzzi & Puthod wurde 1974 in der Heimat des Vernaccia in San Gimignano gegründet. Heute ist es einer der auch international bedeutendsten Weingüter im Ort. Teruzzi & Puthod bewirtschaften mehr als 90 Hektar.
Der Ürziger Würzgarten hat einen melodischen Klang. Zudem besitzt diese Einzellage an der Mosel einen guten Ruf. Vor einigen Wochen fand in Düsseldorf mit den Weinfreaks eine Lagenverkostung von Rieslingen aus dem Ürziger Würzgarten statt. Ganze 26 Weine unterschiedlicher Restzuckergrade und Jahrgänge (1994 bis 2010) von 8 Weingütern aus dieser vorzüglichen Lage an der Mosel standen auf der Liste. Eine Lagenverkostung ist immer eine sehr schöne Angelegenheit, da man erfahren kann, wie sich die Bodenbeschaffenheit und die (micro-)klimatischen Bedingungen auf den Wein auswirken. Zudem kann man herausfinden, wie verschiedene Weingüter die Lage für sich interpretieren und unterschiedliche Jahrgänge in einem kleinen Bereich ausfallen. Als Botschafter aus Ürzig war mit detailliertem Hintergrundwissen Stefan Erbes vom Weingut Karl Erbes von der Mosel an den Rhein gereist.
Surprise, Surprise. Der Weinjahrgang 2010 kann in vielerlei Hinsicht als recht überraschend gelten. Eines war mit der Ernte klar: Die Mengen sind gering. Vorschnell wurde von einem schlechten Jahrgang geschrieben. Und dann kamen mehr und mehr positive Überraschungen. Zugleich gab es in einigen Regionen Probleme mit der Reife der Trauben. So schauen wir mal nach Sachsen zum Weingut Schloss Proschwitz. Hier hat man im Jahr 2010 das Cuvee Surprise gefüllt.
Bei so manchen frühen (zu frühen) Einschätzungen des Jahrgangs 2010 konnte einem Angst und Bange werden vor dem, was in diesem Jahr an Großen Gewächsen präsentiert werden kann. Dann kamen von vielen Weingütern sehr anständige Basisweine aus diesem Jahr. Einige Zeit später konnte man beim Riesling ungeahnt brillante Qualitätsspitzen im edelsüßen Bereich des Jahrgangs 2010 verkosten. Dies gab dann wieder Hoffnung auch für die Großen Gewächse. 