Brunello di Montalcino 2007
Einige alte Orte in der Toskana beginnen mit Mont. Das weist darauf hin, dass dieser Ort auf einem Berg errichtet wurde. Montalcino liegt bei 564 Metern über den Meeresspiegel. Mit hohen Gipfeln hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Der Ort Montalcino, der für die Herkunft des Brunello steht, ist jedoch weit in der toskanischen Landschaft zu sehen. Wir reisten nach Montalcino um den aktuellen Brunello 2007 zu verkosten. Und so nobel wie die Ausstrahlung des Verkostungsortes ist, so gut scheint der aktuelle Jahrgang des Brunello gelungen zu sein.Weiterlesen »Brunello di Montalcino 2007
Wer weinverkostungen.de kennt, hat schon häufiger gelesen, dass hier immer wieder mal ältere Fäden neu aufgenommen und weiterentwickelt werden. So haben wir
Wie jedes Jahr werden die aktuellen Weine aus Bordeaux 2009 geballt präsentiert. Der Jahrgang erhielt extrem gute Nach-Bewertungen der Weinpäpste. Robert Parker schüttete gleich 19 mal das eigentlich unmögliche Urteil 100 von 100 Punkten aus. Das ist verkaufsfördernd und aus unserer Sicht zugleich genauso unglaubwürdig. Denn was sind 100 Punkte? Ein Traum. Anzubeten. Aber Parker scheint sich selbst viel wichtiger zu halten als die Weine. Das klingt als Widerspruch: Jedoch gerade deswegen sind diese 100 Punkte so häufig gefallen.
Die Geschichte des Erzeugers Peter Lehmann geht auf das Jahr 1980 zurück. Fast schon legender ist überliefert, dass Lehmann – damals noch für einen anderen Erzeuger tätig – eine Überproduktion anbauender Winzer abnahm und kurzerhand damit seine eigene Kellerei gründete. Die Weinbauern sollen so vor dem Ruin gerettet worden sein. Zudem entstand mit der Marke Peter Lehmann einer der mengenmäßig bedeutendsten Weinerzeuger aus Australien. Mit dem Mentor, dem Stonewell Shiranz oder auch dem Clancys wurden recht bekannte und zuweilen auch markante Rotweine geschaffen. Heute gehört Peter Lehmann zur „Hess Family“. Für den Weinerzeuger Lehmann bauen 185 Weinbauern mit festen Lieferverträgen die Reben an. Besonders bei den hochwertigeren Weinen kommen die Trauben aus eigenem Anbau.
Am Anfang der Verkostung des Rotweins von J. P. Chenet Cabernet-Syrah steht eine Frage. Hier ist es eigentlich gar nicht die, wie dieser Wein schmeckt, sondern ob man ihn überhaupt verkosten und dann zudem hier auch noch vorstellen sollte. Das Verkosten auch geringpreiseisiger Weine halte ich immer wieder für sehr sinnvoll. Zum einen verliert man so nicht die Schätzung für gutes Winzerhandwerk. Zum zweiten – das ist ein professioneller Grund – sollte man meiner Meinung nach wissen, was viele Leute trinken. Und J. P. Chenet ist dermaßen erfolgreich in Sachen Mengenvermarktung. Man sieht sich selbst als stärkste Weinmarke aus Frankreich. Die Weine von J. P. Chenet werden in über 160 Ländern verkauft. Nach Libyen, Saudi-Arabien und Grönland werden sie nicht exportiert. In Deutschland findet man J. P. Chenet in fast jedem Supermarkt.
Wir probieren jetzt den Santa Digna Cabernet Sauvignon Reserve. Seinen Erzeuger Torres kennt man vor allem als Weingut mit Tradition aus Spanien. Dort baute die Familie schon in 17. Jahrhundert Wein an und expandierte in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Doch 1979 ging Miguel Torres nach Chile, kaufte dort ein kleines Weingut und baute um und modernisierte. Seit Anfang 2010 hat sein gleichnamiger Sohn die Geschäfte übernommen und führt sie im Sinne seines Vaters weiter