Reinhard Heymann-Löwenstein: Terroir – Weinkultur und Weingenuss in einer globalen Welt
Kaum ein Winzer in Deutschland ist so stark mit dem Begriff Terroir verbunden wie Reinhard Heymann-Löwenstein. Sein önologisches Manifest vor 6 Jahren eröffnete mit: “Ein Gespenst geht um in der Weinwelt. Sein Name ist Terroir”. Das war natürlich nicht ganz unzufällig ähnlich mit dem Beginn eines kleinen, aber Aufsehen erregenden Büchleins eines anderen Autors. Der kam aus dem nahen Trier. Und auch “Terroir – Weinkultur und Weingenuss in einer globalen Welt” beginnt mit einem Bezug auf Karl Marx. Von ihm entlehnt Heymann-Löwensten, dass ein Begriff auch historisch sein muss. So startet seine Betrachtung eines sehr weit gefassten Terroir-Begriffs.Weiterlesen »Reinhard Heymann-Löwenstein: Terroir – Weinkultur und Weingenuss in einer globalen Welt
Das
Wie
Viele Winzer benutzen die Begriffe “Schiefer”, “Porphyr” und “Löss” auf ihren Etiketten. Dies soll bei den Weinen den Boden verdeutlichen, auf dem die Reben gewachsen sind. Die Bezeichnungen sind aber nach Angaben der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK) beim Patentamt eingetragen. Daher droht nun vielen Winzern, die auf ihren Flaschen die Begriffe “Schiefer”, “Porphyr” und “Löss” benutzen, eine Schadensersatzforderung oder Abmahnung durch die jeweiligen Markeninhaber.
Das war eine Frage der Zeit bis Supermärkte beginnen auf den Mode-Begriff Terroir zu setzten. Geschehen ist dies nun in einem Prospekt von REWE. Eine Seite darin ist überschrieben mit dem Titel “Terroir …der Boden macht den Unterschied”. In dieser Seite werden dann 5 Weine aus 4 verschiedenen Rebsorten angegeben. Das Preisniveau liegt bei 2.99 bis 5,49 Euro pro 0,75l-Fasche. Teilweise sind nicht einmal Lagennamen auf den Flaschen vermerkt. Wenn doch, sind es keine Lagen wo man ernsthaft von Terroir sprechen kann.