Mega-Wein-Veranstaltungstag
Der September ist ja bekannt für viele Wein-Veranstaltungen. Die Weinlese in Deutschland hat zumeist noch nicht begonnen, viele Meschen aus Weinhandel und Weinwirtschaft haben ihren Sommerurlaub beendet und das Weihnachtsgeschäft wird langsam vorbereitet. Also eine gute Zeit um seine Wein-Veranstaltung durchzuführen. Leider hat das aber schon etwas übertriebene Züge angenommen. So kann man den 8. September inzwischen zum Mega-Wein-Veranstaltungstag bezeichnen. Neben der in Berlin stattfindenden Gutswein, also der ersten offiziellen Vorstellung der Ersten Gewächse vom VDP, gibt es drei weitere Wein-Veranstaltungen, die ich gerne besuchen würde:Weiterlesen »Mega-Wein-Veranstaltungstag
Dieser Wein ist schon etwas lang gelagert. Das Weingut Hofstätter empfiehlt zwar für den
Theo Minges ist eines der jungsten Mitglieder im VDP. Bei dem zur Verkostung stehenden Wein handelt es sich um einen trockenen Spätburgunder aus dem Jahr 2004. Dieser Wein vom Weingut Theo Minges trägt die eher unbekanntere Lagenangabe Fleminger Bischofskreuz. Der Wein ist einfach furchtbar. Unausgewogen und einfach nicht mit Genuss auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Der Händler, von dem ich diesen Spätburgunder aus der Lage Fleminger Bischofskreuz vom Weingut Theo Minges bezogen habe, hatte ihn ohnehin schon auf 6 Euro reduziert. Wenn guter deutscher Spätburgunder so schmecken soll, sind wir in Sachen Rotwein hoffnungslos an Übersee verloren.
Ich habe heute den Drostdy-Hof (Winemakers-Colection) Merlot aus Südafrika erstanden. Der Jahrgang ist mit 2007 aktuell. Merlot ist ja nun die Lieblingsrebsorte vieler Deutscher. Die Frucht und die geschliffenen Tannine sind oft gerne gesehen. Südafrika produziert hingegen oft Kraftprotze. Und von einer Produktion muss man leider häufig schreiben. Der Merlot von Drostdy-Hof ist dunkelrot und dicht im Glas. In der Nase ist eine sehr unreife (grüne) Paprika. Auch etwas Holz und Rauch (so wie am Lagerfeuer mit sehr trockenem Holz) sind zu riechen. Am Gaumen setzt sich die unreife Paprika fort. Das Finish ist zwar nicht lang aber relativ weich. Mich wundert gerade, dass das zweite Glas auch schmeckt. Sogar besser als das Erste. Erstaunlich. Eventuell liegt es doch an den 13,5% Alkohol, die beim ersten Glas geschmacklich wahrnehmbar waren.