Chateau Maillard Bordeaux Graves
Wir haben nun den Chateau Maillard aus Bordeaux im Glas. Genauer stammt dieser Rotwein aus der AOC Graves. Der Name dieses alten Gebiets in Bordeaux leitet sich von dem Boden ab. Dieser ist reich an Kieselsteinen. Einige sehr namenhafte Weingüter sind hier zu hause. Da ist besonders das Chateau Haut-Brion zu nennen. Dieses erhielt 1855 die hervorragende Klassifikation als Premier Grand Cru. Von dieser Klasse ist das Chateau Maillard jedoch um Längen entfernt. Eher bodenständig werden auf 47 Hektar im südlichen Graves Weine vor allem aus Merlot und etwas Cabernet Sauvignon erzeugt. Hier ist der Boden etwas sandiger und stärker von Lehm geprägt.Weiterlesen »Chateau Maillard Bordeaux Graves
Nach dem schon gestern
Mir ist den vergangenen Tagen aufgefallen, dass ich hier in über 10 Jahren noch nichts über Madiran geschrieben habe. Diese klaffende und ungerechtfertigte Lücke will ich mit einem Ode d’Aydie nun erstmal füllen. Das für diesen Rotwein verantwortlichen Weingut wird von der Familie Laplace in der dritten Generation geführt. Gegründet wurde es von Frédéric Laplace im Jahr 1930. In Madiran werden 55 Hektar hauptsächlich mit der in dieser Appellation typischen Rebsorte Tannat bewirtschaftet. Die Böden sind hier von Ton und Kalkstein geprägt. Der Ode gilt als Zweitwein des Chateau d’Aydie. Auch er besteht ausschließlich aus Tannat. Nach der Gärung wird dieser Rotwein 20 Monate in Eichenholz ausgebaut. Bis er in den Handel gelangt, vergeht mindestens ein weiteres Jahr.
Ich habe einen älteren Santenay aus dem Jahr 2006 gefunden. So ist jetzt der richtige Moment diese Flasche für die Weinrallye zu öffnen. Veranstaltet wird die von Peter Ladinig. Leider fehlt bei der Flasche das Frontetikett. So bleibt der Erzeuger erstmal unbekannt. Santenay ist eine Appellation Village, die ich sehr gerne mag. Die roten Weine – wie im Burgund üblich allesamt aus Pinot Noir – sind häufig eher etwas leichter und subtil. Mehr als ein Drittel der 280 Hektar dieser Appellation bestehen aus 12 Premier Crus. Doch dieser Rotwein nicht.
Man möge bei der Bezeichnung Weiber tatsächlich an Wein, Weib und Gesang denken. Diesen Riesling hatte ich bei einem Discounter entdeckt, bei dem ich eigentlich nur eine Flasche Wasser kaufen wollte. Mich dürstete. Aber ich mag nun auch mal Weißwein aus dem Elsass. Also stand ich an der Kasse. In der einen Hand war das erfrischende Nass und in der anderen die Weiber. Besonders geschätzt ist bei mir guter Gewürztraminer aus Alsace. Aber auch Pinot Gris und Rieslinge stehen hoch im Kurs. Und man möge hier den Cremant nicht vergessen. Dieser ist nur selten schlecht und ist aus meiner Sicht auf einem Niveau wie denen von der Loire. Auch wenn sicherlich einige stilistische Unterschiede bestehen.
Von der Appellation Vinsobres hatte ich noch nicht so viel gehört. Dabei ist sie mit 1385 Hektar gar nicht so klein. Es hat mehrere Gründe, dass dieses Gebiet nicht so bekannt ist. Es werden nur Weine von unter 400 Hektar mit dieser Bezeichnung vermarktet. Neben der Familie Perrin gibt es nur wenige namenhafte Erzeuger. Zudem wurde der Status AOC erst 2006 verliehen. Er gilt ausschließlich für den auf diesem Gebiet erzeugten Rotwein. Ein Vinsobres muss aus mindestens der Hälfte Grenache bestehen. Zugleich ist es immer ein Cuvee, in dem Syrah und Mourvedre verwendet werden (mind. 25%). Die erworbene Flasche sagt über die verwendeten Rebsorten leider nichts aus. Nur so viel war zu erfahren: Bei dem Erzeuger Cellier de Saint Jean handelt es sich offenbar um eine Genossenschaft. Also geht es auf zur Verkostung.