Dr. Loosen Blauschiefer Riesling trocken
Wieder mal ein Wein, der seine äußere Anziehungskraft aus dem Preis gewinnt. Nein, nicht aus dem Verkaufspreis, dieser lag in erwartbarer Region, sondern daraus, dass das Weinmagazin Decanter der Winzer Ernst Loosen zum “Mann des Jahres 2005” gewählt hat. Da werde ich mal schauen was dieser Mensch in dem Jahr in die Flasche bekommen hat, oder ob er nur mit dem Feiern der Ehrung beschäftigt war. Vielleicht noch einige Eckdaten zum Weingut. Dr. Loosen (Titel stammt vom Vater aus den 50er Jahren; Dr. jur.) haben ca. 12 ha Rieslingreben (100%). Diese sind durchschnittlich 60 Jahre alt und zu 98% wurzelecht.Weiterlesen »Dr. Loosen Blauschiefer Riesling trocken
Willi Schäfer ist ein Urgestein von der Mosel. Das sieht man schon an der Flasche. Während andere Winzer nach einer langen Phase neumodischer Weinetiketten wieder zu ihren alten Motiven zurückkehren, gibt es hier immer noch das Orginal. Die Geschchte der Familie lässt sich bis Jahr 1121 zurückverfolen. Seit 1971 leitet Willi Schäfer das Weingut. Rund um Graach an der Mosel werden rund 3 ha bewirtschaftet, die sich zumeist in Steillagen befinden. Es handelt sich natürlich um 100% Riesling. Die Pflanzen weisen ein recht hohes Alter auf. Bei der geringen Menge, muss man schon im Handel nach diesen Weinen suchen. Dies ist mir geglückt und nun ist der Riesling im Glas.
Nach so vielen positiven Berichten über alte Rieslingreben, extrem niedrige Erträge und späte Weinlese bei Van Volxem musste der 2004er Schiefer ins Glas. Das Weingut ist ein weit aufgestiegener Stern am Rieslinghimmel. Es handelt sich hierbei um den Einstiegswein des Hauses, welches seit dem Jahrgang 2000 unter Roman Niewodniczanski und Dominik Völk (als Kellermeister) nicht nur für steigende Preise, sondern auch für die Qualität von sich reden macht. Der Riesling ist beim Weingut Van Volxem im Mittelpunkt allen Handelns. Die Weine der Region Mosel-Saar-Ruwer überzeugen häufig durch ihre feine elegante Qualität in Frucht und Säure. Die Erwartungen sind also recht groß.
Dieser Riesling lag auf meinem Weg und wurde nur so im vorbeigehen verkostet. Demnach fallen die Notizen zu diesem Zeltinger Himmelreich recht kursorisch aus. Er stammt vom eher traditionell orientierten Dr. Pauly-Bergweiler und ist trocken. Der Wein hat eine viel versprechende goldene Farbe. In der ersten Nase dominieren Südfrüchte, vor allem Pfirsich und etwas im Hintergrund Annanas. Die Zweite Nase des Zeltinger Himmelreich offenbart einen mineralischen Geruch. Geschmacklich ist er recht frisch und hat eine für Mosel-Saar-Ruwer typische leichte Säure. Hingerissen war ich von dem Riesling nicht wirklich. Das Weingut Dr. Pauly-Bergweiler kann eigentlich wesentlich mehr als diesen Riesling.