Weingut Robert Weil Riesling 2005
Robert Weil ist ein Prestige-Weingut aus dem Rheingau. Das hat seinen Preis: mindestens 10 Euro für einen Qualitätswein. Die Weine sind bislang sehr positiv aufgefallen (abgesehen vom Preis). Nun ist einer offen. Er präsentiert sich mit einer fruchtigen Nase. Die Säure ist harmonisch eingebunden. Früh entfaltet sich ein Birnen-, Pfirsich- und Aprikosengeschmack. Dies alles in einem buntem Korb. Später kommen eher exotische Geschmacksrichtungen wie Bannane und gar Cocos hinzu. Das ist alles ganz schmackhaft und interessant, aber mit 10 Euro doch etwas teuer.Weiterlesen »Weingut Robert Weil Riesling 2005
Nun gelangen die jungen deutschen 2006er Weine in den Handel. Dies ist der zu erst gesichtete Riesling. Das Weingut Allendorf ist im Rheingau in Oestrich-Winkel ansässig. Ein sehr günstiger Wein aus diesem Hause ist der Winkeler Hasensprung. Der 2003er war klasse, der 2004er gut trinkbar und der 2005er war nicht unbedingt mit Genuss verbunden. Nun war nicht nur spannend was mit dem neuen und jungen Jahrgang los ist, sondern auch wie der Hasensprung dieses Jahr schmeckt.
Heyl ist einer der wichtigeren Winzer aus der Region Rheinhessen und zugleich Vorreiter im ökologischen Weinbau. Bei dem zur Verkostung bevorstehehenden Riesling handelt es sich um ein Lagencuevee von Trauben, die auf Böden mit rotem Schiefer gereift sind. Nach der Flaschenöffnung sollte der Wein etwas gelüftet werden. Bei diesem Exemplar war jedenfalls ein leicht muffliger Geruch vorhanden, der schon fast Kork befürchten ließ. Dieser verflog aber glücklicherweise sehr schnell (Stinker nennt man so etwas).
Mumm ist ein Traditionsweinerzeuger. Mit dem gleichnamigen Sekt hat er allerdings nichts zu tun. Der Vertreib der Weine geschied durch das benachbarte Schloss Johannisberg, das ja mit einem anderen Sekt eine historische Verbindung hat. Beide Weingüter sind im selben Besitz und Mitglieder im VDP. Das Haus Mumm geht auf den “unternehmungslustigen Weinhändler” – wie auf deren Homepage steht – namens Gottlieb Mumm zurück, der 1811 das Weingut übernahm. Heute bewirtschaftet das Weingut 65 ha Rebfläche. Natürlich sthet – wie im Rheingau üblich bei Mumm Riesling ganz im Mittelpunk. Das Weingut ist für deutsche Verhältnisse ein relativ großes Unternehmen. Daher ist der Vertriebsweg über Supermarktregal durchaus vorbereitet. Der Mumm Riesling scheint hier jedoch eine an dem Platz überdurchschnittliche Qualität darzustellen. Einige dieser Handelsketten scheinen derzeit alles über sechs Euro aus den Regalen zu verbannen und sich auf sehr niedrige Preisstufen zu konzentrieren.
Es wurde eine kleine vertikale Verkostung von Rieslingen von Carl Loewen von der Mosel aus dem jüngsten Jahrgang 2005 durchgeführt. Beteiligt waren der Blauschiefer, der Quant, der Varidor und die Literware. Alle vier Weine sind recht Preisgünstig und liegen ca. bei 6 bis 7 Euro. Bei dieser parallelen Verkostung stach besonders der Varidor positiv heraus. Auf den zweiten Platz kam der Blauschiefer, der jedoch mit seiner Beimischung von Rivaner etwas sehr würzig und nußig wirkte.
Jetzt wird ein Wein aus dem Kallstadter Saumagen verkostet. Bei einem Pfälzer Saumagen muss man unablässig an Helmut Kohl und deftige Küche denken. Es geht gar die Geschichte, dass ein Steuerprüfer bei der